DE2340081C2 - Verfahren zur Herstellung von Disproportionierungskatalysatoren und deren Verwendung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Disproportionierungskatalysatoren und deren VerwendungInfo
- Publication number
- DE2340081C2 DE2340081C2 DE2340081A DE2340081A DE2340081C2 DE 2340081 C2 DE2340081 C2 DE 2340081C2 DE 2340081 A DE2340081 A DE 2340081A DE 2340081 A DE2340081 A DE 2340081A DE 2340081 C2 DE2340081 C2 DE 2340081C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- catalyst
- disproportionation
- solution
- reaction
- hours
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J23/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
- B01J23/16—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium
- B01J23/32—Manganese, technetium or rhenium
- B01J23/36—Rhenium
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J37/00—Processes, in general, for preparing catalysts; Processes, in general, for activation of catalysts
- B01J37/28—Phosphorising
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C6/00—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a different number of carbon atoms by redistribution reactions
- C07C6/02—Metathesis reactions at an unsaturated carbon-to-carbon bond
- C07C6/04—Metathesis reactions at an unsaturated carbon-to-carbon bond at a carbon-to-carbon double bond
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2521/00—Catalysts comprising the elements, oxides or hydroxides of magnesium, boron, aluminium, carbon, silicon, titanium, zirconium or hafnium
- C07C2521/02—Boron or aluminium; Oxides or hydroxides thereof
- C07C2521/04—Alumina
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2523/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group C07C2521/00
- C07C2523/16—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group C07C2521/00 of arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium
- C07C2523/32—Manganese, technetium or rhenium
- C07C2523/36—Rhenium
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P20/00—Technologies relating to chemical industry
- Y02P20/50—Improvements relating to the production of bulk chemicals
- Y02P20/584—Recycling of catalysts
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Catalysts (AREA)
- Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
Description
20
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung \ •
von Disproportionierungskatalysatoren und deren Ver- \-,
wendung zur Disproportionierung von Olefinkohlen- , ν
Wasserstoffen. 25 ' ^
Unter der Disproportionierung von olefinisch unge- '
sättigten Kohlenwasserstoffverbindungen ist im Rahmen
der Erfindung eine Reaktion zwischen zwei Mole- oder
külen
30 x /R?
Ri R3 \ /
R2 R4 35
und zwischen den Resten und
R5 R7 \ /R3
\ / 40 Γ
K6 K8
zu verstehen. Diese Reaktion findet statt durch Aufbre- 45 Un
chen der Doppelbindungen zwischen den Resten „
K7
R1 \ /
50 / \
oder
55 R
K5
60 R6
• R2 |
. / | |
und | \ / C / \ |
|
C / \ . |
||
und | ||
C / \ R4 |
||
zwischen den Resten | ||
Rsn | ||
R6 |
Hierbei entstehen Strukturen der Formel Ri R5
65 \ /
C = C
R3 | C = C | / | C = C | / | R7 |
\ | R4 | ||||
Ri | \ | ||||
\ | |||||
R8 | |||||
R7 | |||||
R2
R8
R3
C = C
R4
Ri, R2, R3, R4, R5, R6, R7 und R8, die gleich oder verschieden
sind, können für Wasserstoffatome, Alkylreste, einfach
oder mehrfach olefinisch ungesättigte Alkylreste, Cycloalkylreste, einfach oder mehrfach olefinisch ungesättigte
Cycloalkylreste, Arylreste, Alkarylreste, einfach oder mehrfach olefinisch ungesättigte Alkarylreste,
alkylsubstituierte Arylreste und Arylreste, die mit einfach oder mehrfach olefinisch ungesättigten Alkylresten
substituiert sind, stehen. Eines oder beide der ursprünglichen Olefinmoleküle können ein cyclisches
Olefin sein. Als Beispiel werden die folgenden Reaktionstypen genannt, die sämtlich eine Disproportionierung
von olefinisch ungesättigten Kohlenwasserstoffverbindungen (nachstehend auch als Olefine bezeichnet)
im Rahmen der Erfindung darstellen:
a) Reaktion eines Moleküls einer nicht-cyclischen monoolefinisch ungesättigten Verbindung mit
einem gleichen Molekül unter Bildung von Monoolefinen, die eine höhere und niedrigere
C-Zahl haben als das Ausgangsolefin.
b) Reaktion eines Moleküls einer ungesättigten Verbindung, die zwei oder mehr nicht-konjugierte
Doppelbindungen enthält (z. B. einer polymeren Verbindung) mit einem Molekül dergleichen oder
einer anderen Verbindung, die zwei oder mehr nicht-konjugierte Doppelbindungen enthält.
c) Reaktion eines nicht-cyclischen Monoolefins mit einem nicht-cyclischen Monoolefin anderer Zusammensetzung
unter Bildung von zwei Monoolefinen, wobei die Summe der Zahl der Kohlenstoffatome
dieser Olefine gleich der Summe der Zahl der C-Atome in den ursprünglichen Olefinen ist.
d) Reaktion einer nicht-cyclischen monoolefinisch ungesättigten Verbindung mit einer mehrfach olefinisch
ungesättigten Verbindung.
e) Reaktion eines nicht-cyclischen Monoolefins mit einem cyclischen Olefin. Bei dieser Reaktion wird
eine Verbindung gebildet, die eine Anzahl von C-Atomen enthält, die gleich der Summe der Zahl
der im cyclischen und nicht-cyclischen Olefin vorhandenen C-Atome ist.
0 Reaktion eines cyclischen Olefins mit einem anderen cyclischen Olefin mit der gleichen oder einer
anderen Struktur.
g) Reaktion eines cyclischen Olefins mit einer mehrfach ungesättigten olefinischen Verbindung. Bei
dieser Reaktion wird eine Verbindung gebildet, die die Summe der C-Atome und Doppelbindungen
enthält, die in den Reaktionsteilnehmern vorhanden waren.
10
10
In der GB-PS 10 54 864 wird ein Verfahren zur Disproportionierung von acyclischen Olefinen durch
Zusammenführen des Olefins mit einem Katalysator, der aus Rheniumheptoxid auf Aluminiumoxid als Katalysator
besteht, beschrieben.
AuiderGB-PS 12 16 587 ist ein Verfahren zur Disproportionierung von Olefinen durch Zusammenführen
von Olefinen mit einem Aluminiumoxid enthaltenden Disproportionierungskatalysator unter Bedingungen,
unter denen das Einsatzmaterial disproportioniert wird, bekannt. Das Aluminiumoxid dieses Katalysators ist
vor dem Zusammengeben mit dem Katalysator mit Phosphationen imprägniert worden. Die Imprägnierung
ist eine gebräuchliche Methode zum Aufbringen einer aktiven Komponente auf einen Träger. Grundsätzlich
besteht dieses Verfahren darin, daß man den Träger mit einer Lösung einer Verbindung oder eines Salzes
behandelt und das überschüssige Lösungsmittel gewöhnlich durch Abdampfen entfernt und hierdurch
den Katalysator trocknet. Das gewünschte katalytische Material wird hierdurch gezwungen, in sämtliche Poren
einzudringen und/oder sich über die Oberfläche des Trägers zu erstrecken, wobei es aus der Lösung vollständig
auf den Träger überführt wird.
Bei diesem bekannten Verfahren ist das Trocknen des Katalysators somit eine unerläßliche Maßnahme, auf
die in keinem Falle verzichtet werden kann. Darüber hinaus ist die Imprägnierung nicht sehr selektiv und
befriedigt nicht völlig in bezug auf die Einlagerung des katalytischen Materials innerhalb des Trägers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren verfügbar zu machen, das eine bessere Durchdringung
des Trägers mit dem katalytischen Material gewährleistet und dessen selektive Einlagerung bevorzugt
an spezifischen Stellen des Trägers bewirkt, um auf diese Weise Katalysatoren zu gewinnen, bei denen nicht
nur eine größere Menge an Rheniumheptoxid aufgebracht werden kann, sondern gleichzeitig die Aktivität
der Katalysatoren gesteigert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren zur Herstellung von Disproportionierungskatalysatoren, die 1
bis 15 Gew.-% Rheniumheptoxid auf einem mit Phosphationen behandelten Aluminiumoxid enthalten, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man das Aiuminiumoxid vor dem Aufbringen des Rheniumheptoxids mit
einer wäßrigen Ammoniumphosphatlösung bei Temperaturen zwischen Umgebungstemperatur und dem Siedepunkt
der Ammoniumphosphatlösung digeriert, anschließend von der Lösung abtrennt, wäscht, trocknet
und calciniert.
Zum Digerieren wird der Träger in eine Lösung des Salzes getaucht, worauf das überschüssige Lösungsmittel
und der gelöste Stoff beispielsweise durch Waschen entfernt werden. Zu keinem Zeitpunkt läßt man den
Träger trocknen oder unbedeckt, so daß er immer mit dem Überschuß der äußeren Lösung im Gleichgewicht
ist. Es wird angenommen, daß hierbei eine bevorzugte Einlagerung des gelösten Stoffs nur auf spezifischen
Stellen innerhalb des Trägers, also selektiver als bei der
Imprägnierung, erfolgt.
Als Ammoniumphosphat eignen sich für die Zwecke der Erfindung Ammoniumphosphat selbst, Ammoniumdihydrogenphosphat
und Diammoniumhydrogenphoshat, wobei Diammoniumhydrogenphosphat bevorzugt wird.
Als Aluminiumoxid wird ^Aluminiumoxid bevorzugt, das aus durch Hydrolyse von Aluminiumalkoxiden
erhaltenem Boehmit hergestellt wird. Die Aluminiumalkoxide werden durch Oxidation der Produkte
aus einer Ziegler-Reaktion eines niedrigmolekularen Aluminiumalkyls mit einem ö^Monoolefin erhalten.
Rheniumheptoxid kann nach beliebigen bekannten Verfahren auf den modifizierten Träger aufgebracht
werden. Geeignet sind beispielsweise die Verfahren, die in den GB-PS 11 05 563 und 11 05 564 beschrieben werden,
jedoch wird vorzugsweise der modifizierte Träger mit einer wäßrigen Lösung des Rheniumheptoxids oder
einer Rheniumverbindung, die Rheniumheptoxid zu bilden vermag, imprägniert und anschließend getrocknet.
Geeignete Rheniumverbindungen, die durch Wärme zu Rheniumheptoxid zersetzt werden können, sind
beispielsweise Ammoniumperrhenat und Perrheniumsäure.
Das Ammoniumphosphat kann beim Digerieren in einer solchen Menge verwendet werden, daß ein Aluminiumoxid,
das bis zu 16%, vorzugsweise bis zu 12 %, insbesondere bis zu 8% Phosphation enthält, erhalten
wird. Das Digerieren wird, wie erwähnt, bei Temperaturen zwischen Umgebungstemperatur und dem Siedepunkt
der wäßrigen Ammoniumphosphatlösung, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 40°C und dem
Siedepunkt durchgeführt. Erhöhter Druck kann angewandt werden, jedoch wird das Digerieren bei Normaldruck
bevorzugt.
Bei einer modifizierten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung kann das Aluminiumoxid vor
dem Digerieren mit der wäßrigen Ammoniumphosphatlösung mit einer wäßrigen Aluminiumnitratlösung
digeriert werden.
Die Dauer des Digerierens mit dem wäßrigen Ammoniumphosphat hängt von einer Anzahl Faktoren ab,
nämlich von der Temperatur, der Konzentration der Ammoniumphosphatlösung und dem erforderlichen
Grad der Anlagerung des Phosphations. Das Digerieren wird zweckmäßig 0,5 bis 24 Stunden, vorzugsweise 1 bis
12 Stunden, insbesondere 1 bis 6 Stunden durchgeführt. Anschließend kann das behandelte Aluminiumoxid
durch Sieben von Digerierungsmittel abgetrennt werden und wird dann gewaschen, getrocknet und calcinjert
Der Katalysator kann vorzugsweise 1 bis 12 Gew.-% Rheniumheptoxid enthalten, wobei ein Gehalt von 1
bis 10 Gew.-% besonders bevorzugt wird.
Die Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Katalysators zur Disproportionierung von Olefinkohlenwasserstoffen
erfolgt zweckmäßig so, daß man die Olefinkohlenwasserstoffe oder ihre Gemische bei einer
Temperatur im Bereich von -20° bis +500°C und einem Druck im Bereich von 0 bis 140 bar mit einem in
der oben beschriebenen Weise hergestellten Disproportionierungskatalysator zusammenführt.
Als Ausgangsmaterialien geeignete Olefinkohlenwasserstoffe sind beispielsweise acyclische C2-C30-OIefine,
vorzugsweise geradkettige Q,-Cg-Alkene. Als
Alkene kommen beispielsweise Äthylen, Propylen, Buten-1, Buten-2, Penten-1, Penten-2, Hexen-1,
Hexen-2, Hexen-3, Hepten-1, Hepten-2 und Hepten-3 in Frage. Verzweigte Cj-Cju-Alkene sind ebenfalls als
Ausgangsmaterial geeignet. Bevorzugt wird ein Ausgangsmaterial, das Buten-2 und Isobuten enthält.
Die Reaktionsbedingungen sind in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Ausgangsmaterials, vom
gewünschten Produkt und der Art des Katalysators verschieden. Vor dem Kontakt mit dem Oiefinkohlenwasserstoff
wird der Katalysator vorzugsweise aktiviert. Dies geschieht zweckmäßig durch Erhitzen in strömender
Luft oder strömendem Sauerstoff bei einer Temperatur im Bereich von 400° bis 8000C für eine Zeit von 0,5
bis 48 Stunden.
Die Reaktionstemperatur liegt vorzugsweise im Bereich von 20° bis 1000C. Die Disproportionierung
kann chargenweise oder kontinuierlich unter Verwendung des Katalysators als Festbett, Wirbelschicht oder
bewegtes Bett durchgeführt werden. Die Reaktion kann in der Gasphase oder Flüssigphase stattfinden, jedoch
wird vorzugsweise in der Flüssigphase gearbeitet.
Die Reaktionszeit liegt zwischen 0,01 Sekunden und 120 Minuten, vorzugsweise zwischen 0,1 Sekunden und
10 Minuten.
Bei der chargenweise durchgeführten Disproportionierung kann das Gewichtsverhältnis von Olefin zu
Katalysator im Bereich von 1000 : 1 bis 1 : 1 liegen.
Bei der kontinuierlichen Disproportionierung kann die Raumströmungsgeschwindigkeit beim Arbeiten in
der Flüssigphase im Bereich von 1 bis 100, vorzugsweise im Bereich von 5 bis 20 liegen. Wenn in der Gasphase
gearbeitet wird, kann sie 500 bis 10 000 V/V/Std. betragen, wobei sie vorzugsweise im Bereich von 2000 bis
6000 V/V/Std. liegt.
Die Disproportionierung kann gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten Verdünnungsmittels durchgeführt
werden. Als Verdünnungsmittel eignen sich beispielsweise paraffinische und cycloparaffinische Kohlenwasserstoffe.
Die Produkte der Disproportionierung können in Fraktionen zerlegt werden. Ausgewählte Fraktionen,
z. B. nicht umgesetztes Einsatzmaterial oder Fraktionen, die nicht die gewünschte C-Zahl aufweisen, können
in den Prozeß zurückgeführt werden.
50 g Boehmit-Aluminiumoxid einer Teilchengröße von 0,25 bis 0,5 mm wurden bei 5800C calciniert und
der Abkühlung überlassen. Das Granulat wurde 2 Stunden in 200 ml einer wäßrigen Lösung, die 30 g Aluminiumnitrat
enthielt, in der Nähe des Siedepunkts der Lösung digeriert. Nach Bedarf wurde Wasser zugesetzt,
um das Granulat bedeckt zu halten. Das Gemisch wurde dann der Abkühlung überlassen und absitzen
gelassen. Die überstehende Flüssigkeit wurde dekantiert und durch 200 ml einer wäßrigen Lösung ersetzt,
die 3,1 g Diammoniumhydrogenphosphat enthielt. Das Granulat wurde in dieser Lösung 4 Stunden bei 500C
digeriert. Die erhaltene Aufschlämmung wurde in ein Sieb einer Maschenweite von 0,21 mm gegossen uud
mit destilliertem Wasser gewaschen, um das behandelte Granulat abzutrennen. Das Granulat wurde über Nacht
bei 1000C getrocknet und dann 8 Stunden bei 5000C in
strömender Luft calciniert.
20 g Granulat wurden anschließend mit einer wäßrigen Lösung von 1,34 g Ammoniumperrhenat imprägniert,
zur Trockene eingedampft, in einem Ofen bei 1100C getrocknet und 16 Stunden in strömender Luft
aktiviert. Der in dieser Weise hergestellte Katalysator enthielt 5,9% Re2O7 und 1,9% Phosphation.
Ein im Handel erhältliches Buten (dessen typische Zusammensetzung in Tabelle 1 genannt ist), das auf die
in der GB-PS 11 70 498 beschriebene Weise selektiv hydriert und gereinigt worden war, wurde bei Raumtemperatur
über 10 ml des in einem Stahlreaktor enthaltenen Katalysators geleitet. Die Produkte wurden in
regelmäßigen Abständen auf Propylen und 2-Methylbuten-2 analysiert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2
genannt.
Zusammensetzung des Ausgangsmaterials
Gew.-%
Äthylen
Propan
Propen
Buten-1
Isobuten
Buten-2
Butane
Dismutation der Butene
Spuren
Spuren
Spuren
6,6
48,6
35,2
9,6
100,0
100,0
Methylbuten-2 plus Propylen in Abhängigkeit von der Laufzeit in Stunden graphisch dargestellt ist. Die Darstellung
zeigt, daß der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Katalysator ungefähr die doppelte
Aktivität des üblichen Rheniumheptoxid/Aluminiumoxid-Katalysators
hat, obwohl die Menge des Rheniumheptoxids im Katalysator nicht sehr stark erhöht
ist.
ίο Beispiel 2
10 g des bei dem in Beispiel 1 beschriebenen Versuch verwendeten Katalysators wurden 24 Stunden bei
58O°C reaktiviert. Ein Buten mit ähnlicher Zusammen-Setzung
wie in Beispiel 1 wurde 7 Tage über den Katalysator geleitet. Während dieser Zeit wurde die Reaktortemperatur
mit einer Geschwindigkeit von 9°C/Tag von Raumtemperatur auf die Endtemperatur von 88° C
erhöht.
Der Butenumsatz betrug zu Beginn 37%. Eine Anfangsausbeute von 115 g Isoamylenen/100 g Katalysator/Stunde
wurde erreicht. Während der Versuchsdauer von 7 Tagen fiel der Umsatz auf 23 % und die Ausbeute
auf 64 g Isoamylene/lOOg Katalysator/Stunde.
Der durchschnittliche Umsatz (7 Tage) betrug 28,6% und die Gesamtausbeute (7 Tage) 144 g Cs-Olefine/g
Katalysator. Eine typische Zusammensetzung des Produkts ist in Tabelle 3 genannt.
Typische Produktzusammensetzung in Gew.-%
Laufzeit, Stunden
2-Methylbuten-2 und Propylen, %
5,9% Re2O7 4,97% Re,O7
+ 1,9% PO4-
30,7 17,8
33
32.7 16,5
29.8 14,4
27,6
27,6
25,8
Vergleichsversuch 1
Äthylen
Propylen
Propylen
2-Methylbuten-l
Penten-2 (trans)
Penten-2 (eis)
2-Methylbuten-2
> Cs-Kohlenwasserstoffe
> Cs-Kohlenwasserstoffe
50 g Boehmit-Aluminiumoxid einer Teilchengröße von 0,25 bis 0,5 mm wurden bei 580°C calciniert und
der Abkühlung überlassen. 20 g Granulat wurden anschließend mit einer wäßrigen Lösung von 1,34 g
Ammoniumperrhenat imprägniert, zur Trockene eingedampft,
in einem Ofen bei 1100C getrocknet und in strömender
Luft 16 Stunden aktiviert. Der so hergestellte Katalysator enthielt 4,97% Re2O7.
Der Katalysator wurde für die Disproportionierung des in Beispiel 2 genannten Butens unter den gleichen
Bedingungen verwendet. Die Ergebnisse der Analyse auf Propylen und 2-Methylbuten-2 in den Produkten
sind in Tabelle 2 genannt.
Die Ergebnisse des Vergleichsversuchs und des in Beispiel 1 beschriebenen Versuchs werden weiter durch
die Abbildung veranschaulicht, in der der Gehalt an 2-
0,38
38,74
2,26
2,63
0,75
51,94
3,30
Dieses Beispiel zeigt, daß der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Katalysator auch
nach einer Regenerierung und einer Einsatzdauer von 7 Tagen eine höhere Aktivität für die Disproportionierung
von Olefinen als der frisch hergestellte übliche Rheniumheptoxid/Aluminiumoxid-Katalysator hat.
Vergleichsversuch 2
50 g Boehmit-Aluminiumoxid einer Teilchengröße von 0,25 bis 0,5 mm wurden 24 Stunden bei 5800C calciniert
und dann mit einer Lösung von 0,93 g Diammoniumhydrogenphosphat in 100 ml Wasser imprägniert.
Das Gemisch wurde zur Trockene eingedampft und das erhaltene Granulat eine Stunde auf 200° C erhitzt. Das
Granulat wurde dann 20 Std. bei 5800C calciniert und dann so gesiebt, daß ein von Feinteilen freies Granulat
von 0,25 bis 0,5 mm erhalten wurde.
46,8 g des Granulats wurden mit einer wäßrigen Lösung von 3,14 g Ammoniumperrhenat imprägniert,
zur Trockene eingedampft und bei 1000C getrocknet. Der Katalysator wurde idann in Luft bei 580° C aktiviert,
getestet und analysiert. Er enthielt 4,75 % Re2O7 und
1,3 % PO4 (= 1,0% P2O5). Der Katalysator wurde für die
Disproportionierung des bei dem in Beispiel 1 beschriebenen Versuch verwendeten Butens unter den gleichen
Bedingungen verwendet. Die Ergebnisse sind in der
Abbildung als % 2-Methylbuten-2 + Propylen in Abhängigkeit von der Laufzeit in Stunden graphisch
dargestellt.
Vergleichsversuch 3
Der Katalysator wurde auf die im vorstehenden Beispiel beschriebene Weise hergestellt, jedoch wurde mit
4,65 g Diammoniumhydrogenphosphat imprägniert, und 48,8 g des mit dem Phosphat imprägnierten G ranu- ι ο
lats wurden anschließend mit 3,27 g Ammoniumperrhenat imprägniert, wobei ein Katalysator erhalten
wurde, der 4,23% Re2O7 und 6,1 % PO4 (= 4,6% P2O5)
enthielt.
Der Katalysator wurde für die Disproportionierung des Butens der in Beispie! 1 genannten Zusammensetzung
unter den gleichen Bedingungen verwendet. Die Ergebnisse sind in der Abbildung als % 2-Methylbuten-2
+ Propylen in Abhängigkeit von der Laufzeit in Stunden graphisch dargestellt.
Die Vergleichsversuche 2 und 3 zeigen, daß die Aktivität der durch Imprägnieren hergestellten Katalysatoren
nicht so hoch ist wie die Aktivität der durch Digerieren hergestellten Katalysatoren.
25
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
45
50
55
P
65
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Disproportionie- \ /
rungskatalysatoren, die 1 bis 15 Gew.-% Rhenium- 5 q heptoxid auf einem mit Phosphationen behandelten / N.
Aluminiumoxid enthalten, dadurch gekenn- r
zeichnet, daß man das Aluminiumoxid vor dem
Aufbringen des Rheniumheptoxids mit einer wäßrigen Ammoniumphosphatlösung bei Temperaturen io unter gleichzeitiger Bildung von Doppelbindungen zwizwischen
Umgebungstemperatur und dem Siede- sehen den Resten punkt der Ammoniumphosphatlösung digeriert,
anschließend von der Lösung abtrennt, wäscht, R1
trocknet und calciniert. \ /
2. Verwendung eines Katalysators nach An- 15 c
spruch 1 zur Disproportionierung von Olefinkohlen- / \
Wasserstoffen. η
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
GB3841172A GB1414488A (en) | 1972-08-17 | 1972-08-17 | Process for the production of a rhenium heptoxide/alumina dis proportionation catalyst |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2340081A1 DE2340081A1 (de) | 1974-02-28 |
DE2340081C2 true DE2340081C2 (de) | 1986-02-27 |
Family
ID=10403286
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2340081A Expired DE2340081C2 (de) | 1972-08-17 | 1973-08-08 | Verfahren zur Herstellung von Disproportionierungskatalysatoren und deren Verwendung |
Country Status (8)
Country | Link |
---|---|
JP (2) | JPS5628581B2 (de) |
BE (1) | BE803632A (de) |
CA (1) | CA1008886A (de) |
DE (1) | DE2340081C2 (de) |
FR (1) | FR2196197B1 (de) |
GB (1) | GB1414488A (de) |
IT (1) | IT998356B (de) |
NL (1) | NL175792C (de) |
Families Citing this family (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB8724628D0 (en) * | 1987-10-21 | 1987-11-25 | Bp Chem Int Ltd | Chemical process |
Family Cites Families (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB1216587A (en) * | 1968-09-09 | 1970-12-23 | British Petroleum Co | Disproporationation of olefins |
JPS5628581A (en) * | 1979-08-16 | 1981-03-20 | Nec Corp | Color monitor picture transmission system |
-
1972
- 1972-08-17 GB GB3841172A patent/GB1414488A/en not_active Expired
-
1973
- 1973-08-08 DE DE2340081A patent/DE2340081C2/de not_active Expired
- 1973-08-13 IT IT27837/73A patent/IT998356B/it active
- 1973-08-14 BE BE134601A patent/BE803632A/xx not_active IP Right Cessation
- 1973-08-16 CA CA178,944A patent/CA1008886A/en not_active Expired
- 1973-08-16 JP JP9203273A patent/JPS5628581B2/ja not_active Expired
- 1973-08-16 NL NLAANVRAGE7311298,A patent/NL175792C/xx not_active IP Right Cessation
- 1973-08-16 FR FR7329816A patent/FR2196197B1/fr not_active Expired
-
1980
- 1980-12-04 JP JP17142780A patent/JPS5681525A/ja active Pending
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
JPS4986288A (de) | 1974-08-19 |
JPS5681525A (en) | 1981-07-03 |
BE803632A (fr) | 1974-02-14 |
NL175792B (nl) | 1984-08-01 |
IT998356B (it) | 1976-01-20 |
FR2196197B1 (de) | 1980-05-23 |
CA1008886A (en) | 1977-04-19 |
NL7311298A (de) | 1974-02-19 |
FR2196197A1 (de) | 1974-03-15 |
DE2340081A1 (de) | 1974-02-28 |
NL175792C (nl) | 1985-01-02 |
GB1414488A (en) | 1975-11-19 |
JPS5628581B2 (de) | 1981-07-02 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE3119850C2 (de) | ||
EP1244518B1 (de) | Oligomerisierungskatalysator, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung | |
DE69018593T2 (de) | Gleichzeitige Isomerisation und Disproportionierung von Olefinen. | |
DE2109011A1 (de) | Verfahren zur Disproportionierung von äthylenisch ungesättigten Verbindungen | |
DE1542310B2 (de) | Verfahren zur herstellung eines katalysators und seine verwendung | |
DE1442597C3 (de) | Verfahren zur katalytischen Dis proportiomerung von acyclischen, öle (mischen Kohlenwasserstoffen | |
DE1768118C3 (de) | Verfahren zur Disproportionierung von Olefinen mit 3 bis 30 Kohlenstoffatomen im Molekül oder deren Gemischen | |
DE1954326A1 (de) | Feststoffkatalysator auf der Basis von P2O5/SiO2,Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Anwendung | |
DE1768122B2 (de) | Verfahren zum disproportionieren von alkenen | |
DE2137361C3 (de) | Verfahren zur Disproportionierung von acyclischen Alkenen in Gegenwart von molekularem Wasserstoff und einem Katalysator | |
DE1911030A1 (de) | Verfahren zur Dimerisation von lefinen | |
DE2832654A1 (de) | Dehydrocyclisierungsverfahren | |
DE2340081C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Disproportionierungskatalysatoren und deren Verwendung | |
DE1542024B2 (de) | Verfahren zur katalytischen disproportionierung acyclischer, olefinischer kohlenwasserstoffe | |
DE1945282C3 (de) | Verfahren zur Disproportionierung von Olefinen | |
DE19947352A1 (de) | Metathese-Katalysator auf Rhenium- und Cäsiumbasis und Verfahren zur Umwandlung von C4-Olefin-Fraktionen durch Metathese | |
DE1642924A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren fuer eine Anwendung bei der Disproportionierung von Olefinen | |
DE1767117C3 (de) | Verfahren zur katalytischen Disproportionierung von Olefinen | |
DE1768225C (de) | Verfahren zur Dimerisation oder Codi mensation von Propen und/oder Buten | |
AT235254B (de) | Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von Alkenen | |
DE69420136T2 (de) | Katalysator für metathesis-reaktionen und dessen verwendung | |
DE1667307B2 (de) | ||
DE2741209C2 (de) | Katalysator, der eine Titanflouridkomponente auf einem Metalloxid der Gruppe III A des Periodensystems enthält, und dessen Verwendung | |
DE1280869C2 (de) | Verfahren zur Disproportionierung, Cyclisierung, Addition oder Polymerisation acyclischer, einfach ungesaettigter Olefinkohlenwasserstoffe | |
DE1768124C3 (de) | Verfahren zur Disproportionierung olefinischer Kohlenwasserstoffe mit bis zu 30 Kohlenstoffatomen im Molekül oder deren Gemischen |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OD | Request for examination | ||
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |