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DE2137361C3 - Verfahren zur Disproportionierung von acyclischen Alkenen in Gegenwart von molekularem Wasserstoff und einem Katalysator - Google Patents

Verfahren zur Disproportionierung von acyclischen Alkenen in Gegenwart von molekularem Wasserstoff und einem Katalysator

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DE2137361C3
DE2137361C3 DE2137361A DE2137361A DE2137361C3 DE 2137361 C3 DE2137361 C3 DE 2137361C3 DE 2137361 A DE2137361 A DE 2137361A DE 2137361 A DE2137361 A DE 2137361A DE 2137361 C3 DE2137361 C3 DE 2137361C3
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DE
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catalyst
disproportionation
percent
weight
rhenium
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DE2137361A
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DE2137361A1 (de
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Charles Francois Kohll
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Shell Internationale Research Maatschappij BV
Original Assignee
Shell Internationale Research Maatschappij BV
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Publication date
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Publication of DE2137361B2 publication Critical patent/DE2137361B2/de
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    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/16Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium
    • B01J23/32Manganese, technetium or rhenium
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C6/00Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a different number of carbon atoms by redistribution reactions
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Description

Disproportionierungskatalysatoren mit einem Gehalt an Rheniumheptoxid und Aluminiumoxid sind aus der GB-PS 10 54 864 bekannt. Eine günstige Eigenschaft dieser rheniumhaitigen Katalysatoren besteht darin, daß sie selbst bei relativ niedrigen Temperaturen, wie von 20 bis 40°C, eine hohe Aktivität besitzen. Die Katalysatoren haben jedoch den Nachteil, daß Rheniumverbindungen sehr teuer sind und daß nur Katalysatoren mit einem relativ hohen Rheniumheptoxidgehalt, z. B. von 10 bis 20 Gewichtsprozent (bezogen auf AI2Oi), eine brauchbare Aktivität aufweisen. Die Beispiele der GB-PS bestätigen diesen Sachverhalt.
In der US-PS 32 61 879 sind ferner Disproportionierungskatalysatoren beschrieben, die Molybdän und/ oder Wolfram auf Aluminiumoxid als Träger enthalten. Diese Katalysatoren haben gegenüber den vorgenannten Rheniumheptoxid enthaltenden Katalysatoren den Nachteil, daß sie unterhalb 65° C eine geringe oder gar keine Aktivität besitzen, weshalb man im allgemeinen höhere Temperaturen zwischen 100 und 160° C anwenden muß.
Aufgabe der Erfindung ist es. ein neues, verbessertes Verfahren zur Disproportionierung "on acyclischen Alkenen in Gegenwart von molekularem Wasserstoff zur Verfügung zu stellen, bei dem ein hochaktiver Katalysator zum Einsatz kommt, der als aktive Komponente Molybdän in Kombination mit einem relativ niedrigen Rheniumgehalt enthält. Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren zur Disproportionierung von Alkenen gelöst, bei welchem acyclische Alkene in Gegenwart von molekularem Wasserstoff mit einem Disproportionierungskatalysator in Berührung gebracht werden, der mindestens eine Molybdänverbindung auf einem Trägermaterial auf weist und gegebenenfalls zusätzlich eine Kaliumverbindung enthält, das dadurch gekennzeichnet ist. daß man bei Temperaturen von 0 bis 65°C und in Gegenwart eines Katalysators disproportioniert, der 4 bis 12 Gewichtsprozent Molybdänverbindung, ausgedrückt als MoOi auf dem Träger und zusätzlich 2 bis b Gewichtsprozent einer Rheniumverbindung, ausgedrückt als Rheniumheptoxid auf dem Träger, enthält
Der im Verfahren der f rfmdung eingesetzte Disproportionierungskatalysator, dessen Rheniumgehalt als relativ niedrig angesehen werden muß, besitzt eine überraschend hohe Aktivität bei Raumtemperatur. Der Katalysator zeigt ferner eine gewisse Isomerisierungsaktivität. Er besitzt daher den Vorteil, daß er gleichzeitig für eine Isomerisierungs- und eine Disproportionierungsreaktion eingesetzt werden kann. Bei technischen Gemischen von Isobuten, Buien-2 und Buten-1 z. B. wird die Ausbeute an 2-Methylbuten-2 erhöht, wenn das Buten-1 vor der Disproportionierung in Buten-2 umgewandelt wird.
Es wurde gefunden, daß moiybdänhallige Katalysatoren bei ihrem Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren eine höhere Aktivität und längere Lebensdauer aufweisen als wolframhaitige Katalysatoren.
r> Vorzugsweise wird im Verfahren der Erfindung bei Temperaturen von 0 bis 50° C, insbesondere von 15 bis 40° C, gearbeitet.
Es können im allgemeinen Alkene mit höchstens 40 C-Atomen, vorzugsweise höchstens 25 C-Atomen,
«ι insbesondere höchstens 15 C-Atomen, disproportioniert werden.
Eine bevorzugte Anwendungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Disproportionierung von Buten-2 mit Isobuten zu 2-Methylbuten-2 und Propylen,
π die wertvolle polymerisierbare Monomere darstellen.
Die Gegenwart von molekularem Wasserstoff verleiht dem erfindungsgemäß verwendeten Katalysator eine längere Lebensdauer und höhere Disproportionierungsaktivität. Ein weiterer Vorteil der Anwesenheit von Wasserstoff besteht darin, daß konjugierte Diene in relativ hohen Mengen vorhanden sein können, ohne daß die Katalysatoraktivität verringert wird. In Gegenwart von Wasserstoff ist es daher nicht notwendig, eine gründliche Abtrennung dieser Diene aus dem zu
4". disproportionierenden Ausgangsmaterial vorzunehmen. Der im Verfahren der Erfindung eingesetzte Anteil an molekularem Wasserstoff beträgt im allgemeinen 0,01 bis 150 Molprozent, bezogen auf die Menge der zu disproportionierenden Alkene. Es körnen jedoch auch
Vi höhere oder niedrigere Wasserstoffmengen verwendet wevden. Bevorzugt werden Wasserstoffanteile von 0,1 bisöOMolprozert.
Der Druck bei der Disproportionierungsreaktion kann innerhalb eines breiten Bereichs liegen. Vorzugs-
.1 weise wird das Verfahren der Erfindung bei Drücken von 0,1 bis 490 bar. insbesondere von 0,49 bis 245 bar, speziell von 0.9 bis 9fl bar, durchgeführt.
Wenn die Disproportionierung in der flüssigen Phase stattfindet, wird dsr Druck im allgemeinen bei einem
wi solchen Wert gehalten, daß die flüssige Phase gerade noch aufrechterhalten wird. Man kann die Disproportionierung jedoch auch in gleichzeitiger Gegenwart einer flüssigen und einer gasförmigen Phase durchführen. Im Verfahren der Erfindung können inerte Lösungs-
h'i oder Verdünnungsmittel eingesetzt werden, wenn die Reaktion in der flüssigen Phase durchgeführt wird. Beispiele für diese Lösungs- und Verdünnungsmittel sind n-Heptan, n-Octan, n-Dodecan. 3-Me(hylpetitmi,
Cyclohexan, Methylcyclohexan, Benzol und Toluol. Wenn die Reaktion in der Gasphase durchgeführt wird, können gasförmige Verdünnungsmittel, wie Methan, Äthan, Propan, Stickstoff oder Kohlendioxid, zugegen sein. Es können auch Gemische von Verdünnungsmitteln vorhanden sein, z. B. ein Gemisch aus einem aliphatischen und einem aromatischen Kohlenwasserstoff.
Es ist nicht wichtig, mit welcher Raumgeschwindigkeit die Alkene mit dem Katalysator im Verfahren der Erfindung in Berührung gebracht werden. Es können Raumgeschwindigkeiten von 0,1 bis 50 Liter Alkene / Liter Katalysator · h angewendet werden, wenn die Disproportionierung in der flüssigen Phase durchgeführt wird. Bei einer Durchführung der Disproportionierung in der Gasphase können Raumgeschwindigkeiten von 100 bis 5000Nm3 Alkene/cm3 Katalysator · h angewendet werden. Es kann jedoch auch mit außerhalb der vorgenannten Bereiche liegenden Raumgeschwindigkeiten gearbeitet werden.
Die im Verfahren der Erfindung eingesetzten Katalysatoren fördern gleichzeitig auch die Isomerisierung der Doppelbindung. Unter der Doppelbindungsisomerisierung ist eine Verlagerung der Doppelbindung im Molekül zu verstehen, wobei das Kohienstoffgrundgerüst beibehalten wird. Bei diese- Isomerisierung bilden sich Olefine mit einer ungeraden Anzahl von C-Atomen, wenn bei der Disproportionierung ein einziges a-OIefin eingesetzt wird. Dies ist von großer Bedeutung bei der Herstellung spezieller Olefinfraktionen, wie eines Gei: '.sches von mittelständigen Cm u-Olefinen aus Gemischen von Cb lo-^-OIefinen. Cw u-Olefine stellen bekanntlich wertvolle Ausgangsverbindungen für die Herstellung von Wsschr^-hstoffen dar.
Die im Verfahren der Erfindung eingesetzten Katalysatoren können die verschiedensten Träger aufweisen. Bevorzugt werden solche Träger, die Aluminiumoxid und höchstens 25 Gewichtsprozent eines anderen Trägermaterials enthalten, wie Titandioxid, Zinndioxid, Magnesiumoxid, Zirkoniumoxid, Thoriumoxid, Siliciumdioxid und/oder Aluminium-. Zirkonium-, Magnesium-, Titan- und/oder Calciumphosphai. Der Träger enthält vorzugsweise mindestens 95 Gewichtsprozent AI2Oi, da im allgemeinen die Aktivität des Katalysators um so höher ist, je höher der Aluminiumoxidgehalt des Trägers ist.
Vorzugsweise enthält der Katalysator zusätzlich eine Kaliumverbindung, insbesondere dann, wenn der Träger mindestens 75 Gewichtsprozent AI2O) enthält und das zu disproportionierende Reaktionsgemisch leicht polymensierbare Alkene enthält.
Bei der Herstellung des erfindungsgemäß eingesetzten Katalysators können die Metallkomponenten in jeder beliebigen Reihenfolge auf den Träger aufgebracht werden. Man kann z. B. zuerst eine Molybdänverbindung und anschließend eine Rheniumverbindung oder zuerst eine Rheniumverbindung und danach eine Molybdänverbindung auf den Träger aufbringen. Bei Mitverwcndung von Kaliumverbindungen werden diese Vorzugsweise vor der Molybdänverbindung oder der Rheniumverbindung aufgebracht.
Rheni'jrnheptoxid kann über die Gasphase auf den Träger aufgebracht werden. Zu diesem Zweck kann man ein heißes Gas über erhitztes Rheniumheptoxid und anschließend über den Träger leiten, wobei man die Temperaturen des Oxids, des Trägers und des Gases so einstellt, daß das Heptoxid zuerst in die Gasphase übergeht und anschließend am Träger sublimiert. Nach der Sublimierung kann der Katalysator in einem Heißluftstrom aktiviert werden, wobei man die Lufttemperatur natürlich nicht so hoch wählen darf, daß das Rhenium erneut verdampft
ϊ Die Aufbringung der Molybdän- bzw. Kaliumkomponenten auf den Träger kann nach üblichen Methoden durchgeführt werden, z. B. durch Imprägnieren mit einer wäßrigen Lösung einer entsprechenden Metaflverbindung und anschließende Trocknung und Erhitzen des
ίο imprägnierten Trägers. Die Imprägnierung kann in mehreren Stufen mit Lösungen gleicher oder unterschiedlicher Konzentrationen durchgeführt werden. Man kann den Träger auch mit einer wäßrigen Suspension der aufzubringenden Verbindung impräg- > nie. en und den imprägnierten Träger trocknen.
Während der Calcinierung können am imprägnierten, getrockneten Träger verschiedene Umsetzungen stattfinden. Es können z. B. Ammoniumparamolybdat zu Molybdänoxid und Perrhenate zu Rheniumoxid umge setzt werden. Die Metalle können auch ihre Wertig keitsstufe ändern, und es können Rhenium/Molybdän-Verbindungen, welche auch Sauerstoff enthalten können, entstehen. Die Beispiele erläutern das Verfahren der Erfindung.
2ϊ Die gemäß den Beispielen eingesetzten Katalysatoren werden jeweils aus einem Träger hergeaellt. der aus γ-AI2O) mit einem Natiiumgehalt von 0,05 Gewichtsprozent, einem Kaliumgehalt von weniger als 0,01 Gewichtsprozent und einem Calciumgehalt von weni-
Ji) ger als 0,03 Gewichtsprozent besteht. Der Träger besitzt ein Porenvolumen von 034CmVg und eine spezifische Oberfläche von 203 m2/g. Der Träger wird zunächst 2 Stunden auf 3000C erhitzt, anschließend abgekühlt und danach mit einer 120 Prozent des
r> Trägerporenvolumens entsprechenden Menge wäßriger Ammoniumparamolybdatlösung imprägniert. Die Molybdatlösung enthält pro 100 ml Wasser 22,! g (ΝΗι)βΜθ7θ24 4 H2O. Der imprägnierte Träger wird eine Stunde bei 120°C getrockne', und «nach mit einer
■41) 120 Prozent des Trägervolumens entsprechenden wäßrigen Rheniumheptoxidlösung imprägniert. Die Rheniumheptoxidlösung enthält pro 100 ml Wasser 9,1 g Re2Oi. Anschließend wird der imprägnierte Träger eine Stunde bei 120° C getrocknet und danach mit
4'. wäßriger Kaliumcarbonatlösung (138 g K2CO>/100ml H2O) imprägniert. Der imprägnierte Träger wird eine Stunde bei 120" C getrocknet und anschließend zuerst 2 Stunden an der Luft bei 500°C und dann nochmals 2 Stunden im Stickstoffstrom bei 500° C calciniert. Der
■ι» dabei erhaltene Katalysator enthält, jeweils bezogen auf den Träger, 10 Gewichtsprozent Molybdänverbindung (ausgedrückt als MoOi), 5 Gewichtsprozent der Rheniumverbindung (ausgedrückt als Re2O;) und 0,42 Gewichtsprozent Kaliumverbindung (ausgedrückt als
ν· K). Der Katalysator wird nachstehend als »Katalysator A« bezeichnet.
Beispiel 1
Es wird n-Hexan-l disproportioniert, indem man eine Suspension von 2,83 g Katalysator A in 12 ml einer n-Heptanlösung, die 28mMol n-Hexen-1 enthält, bei einem Wasserstoffdruck von 0,98 bar zur Umsetzung bringt. Nach BOminütigem gründlichen Rühren bei 25°C sind 82,5 Prozent des n-Hexen-1 umgesetzt. Tabelle I zeigt die Mengen der im flüssigen Reaktionsgemisch enthaltenen Alkene.
Tabelle I
Alken Menge, mMül
Propylen 0,465
Butene 0,56
Pentene 1,38
Hexen-1 4,37
Hex»r>-2 0,50
Heptene -
Octene 1,05
Nonene 1,96
Decene 2,96
Undecene 0,26
Tridecene 0,06
Das aus dem flüssigen Reaktionsgemisch entweichende Gas enthält die aus Tabelle II ersichtlichen Alkene.
Tabelle !!
Alken
Mengenanteü, Molprozent
Äthylen 80,3
Propylen 16,5
Buten 2,0
Penten 1,2
Die in Tabelle I und II aufgeführten Ergebnisse zeigen, daß neben einer Disproportionierung auch eine Doppelbindungs-Isomerisierung stattfindet. Das Reaktionsgemisch enthält keine Oligomere.
Der vorstehend beschriebene Versuch wird unter denselben Reaktionsbedingungen wiederholt, wobei jedoch ein Katalysator verwendet wird, der ausschließlich 14 Gewichtsprozent ROjO7 auf AI2O3 enthält Nach 80minütigem Rühren befindet sich das Reaktionsgemisch im Gleichgewichtszustand, wobei 50 Prozent des eingesetzten n-Hexen-1 umgesetzt sind. Als Umsetzungsprodukte werden lediglich Äthylen und n-Decen-5 erhalten.
Beispiel 2
Es werden 13 Versuche durchgeführt (vgl. Tabelle III), bei denen jeweils ein aus 44 Molprozent Isobuten, 44 Molprozent Buten-2, 10 Molprozent Butan und 2 Molprozent Wasserstoff bestehendes Gasgemisch bei 20° C/10,8 bar mit einer Raumgtschwindigkeit von 11,5 kg Alkene/kg Katalysator · h durch eine Katalysator-Ruhe.«chüttung geleitet wird. Zur Messung der Disproportionierungs-Aktivität de? Katalysatoren werden nach 90 Minuten der Umvrdirilungsgrad zur Gesamtheit aus Isopentenen und Propen sowie das Selektivitätsverhältnis Disproportionierung/OIigomerisierung bestimmt Unter der Selektivität hinsichtlich der Disproportionierung bzw. Oligomerisierung ist der Prozentanteil des zu Propylen und Isopentenen umgewandelten Isobutens bzw. der Prozentanteil des zu Oligomeren von Isobuten und Isopentenen umgewandelten Isobutens, jeweils bezogen auf rüe Gesamtmenge des umgewandelten Isobutens, zu verstehen.
Tabelle III zeigt die Zusammensetzung der in untereinander analoger Weise hergestellten Katalysatoren, den Umwandlungsgrad zu Isopentenen plus Propylen sowie das Selektivitätsverhältnis Disproportionierung/Oligomerisiemng.
Tabelle III
Versuch Nr. Katalysatorzusarnmensetzung Umwandlungsgrad zu Iso Seleklivitäts-
pentenen + Propylen. verhältnis Dispro
Moiprozent portionierung/
Oligomerisierung
0,42 Gewichtsprozent K, Gewichtsprozent Re2O7 (Vergleicnsversuche)
2
5
10 Gewichtsprozent MoO3,
Gewichtsprozent Re2O7
IO Gewichtsprozent MoO3,
0,42 Gewichtsprozent K,
Gewichtsprozent Re^O7
0
0
0
1.8
2.7
5,5
5.5
7,2
0,27:1
0,10:1
0,13:1
0,14:1
0,22:1
f-'ortset/ung
Versuch Nr K.itiilysiitor/usMmmensol/ung
l'niwiindlungsgrad /ii lso- Selektiv il.its-
penlenen + l'nip\len. terhüllim Dispro
Molpro/enl l'nrlionieriing/
5.0 0.45 : 1
14.0 0,74 : I
20.0 (nach 2 Stunden) 1.25: I
11 2
12 5 (Katalysator Λ) i.l 5 (Katalysator Λ*))
') Kcihcnlulpc der Aufbringung der Mclallkoinponcnten .ml den Irriger
Kiiliunivorhindiing · Mnlybdiinverhindung · Khcniumvcrhindung.
Der Versuch 12 wird weitere 19,5 Stunden verlängert. Bei allen Versuchen beträgt die Selektivität hinsieht-
Der Umwandlungsgrad zu Isopentenen plus Propylen lieh der Bildung von Isopentenen mehr als 98 Prozent,
beträgt dann 7,7 Molprozent, das Selektivitätsverhältnis bezogen auf die Gesamtmenge der entstandenen
DisproportionieruiiE/OliEomerisierung0.55 : 1. Pentene.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Disproportionierung von Alkenen, bei welchem acyclische Alkene in Gegenwart von molekularem Wasserstoff mit einem Disproportionierungskatalysator in Berührung gebracht werden, der mindestens eine Molybdänverbindung auf einem Trägermaterial aufweist und gegebenenfalls zusätzlich eine Kaliumverbindung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Temperaturen von 0 bis 65° C und in Gegenwart eines
Katalysators disproportioniert, der 4 bis 12 Gewichtsprozent Molybdänverbindung, ausgedrückt als MOO3 auf dem Träger und zusätzlich 2 bis 6 Gewichtsprozent einer Rheniumverbindung, ausgedrückt als Rheniumheptoxid auf dem Träger, enthält 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Temperaturen von 15 bis 40° C disproportioniert.
DE2137361A 1970-07-28 1971-07-26 Verfahren zur Disproportionierung von acyclischen Alkenen in Gegenwart von molekularem Wasserstoff und einem Katalysator Expired DE2137361C3 (de)

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