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Gerät zum Umzeichnen von Planen oder dergleichen Im Vermessungs-
oder Architekturwesen beispielsweise ist es üblich, eine Criginalzeichnung, z.B.
einen Katasterplan, in g]eichem oder einem anderen, meistens einem größeren Maßstab
als Bauzeichnung der dergleichen umzuzeichnen. Man bedient sich dazu optischer Hilfsmittel,
die beispielsweise auf Transparentzeichnungspapier, das als Mattscheibe wirkt, ein
Abbild von der Vorlage respektive Originalzeichnung erzeugen. Hierbei: ergibt sich
das Erfordernis, daß das Abbild mit einem genauen optischen Uibersetzungsverhältnis
erzeugt wird, damit die Maße der nach dem Abbild angefertigten Zeichnung unter Berücksichtigung
des Zeichnungsmaßstabes auch stimmen. Es kann auch vorkommen, daß bereits die Vorlage
im MaBstab ungenau ist, und es ergibt sich dann die Notwerdigkeit, das optische
Ubersetzungsverhältnis sehr exakt nachzustel'en, damit das cptisch erzeugte Abbild
der Vorlage bzw. der nach dem Abbild umgezeichnete Fla wieder maßstabgetreu sind.
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Die Erfindung hat sich die Aufgate gestelt, ein Gerät zum Umzeichnen.
oder Hochzeichnen von Flänen, wie man sie beispiels~ weise im Vermessungsweser.
gebraucht, zu schaffen, das mögliche wenig Aufstellfläche benötigt, ein einfaches
Ausbreiten und Anlegen kleinformatiger c.der großformatiger Vorlagen ohne umständliche
Cpann- und Festhalteeinrichtungen ermöglicht und eine bequeme Arbeitsfläche zum
Beispiel für das Umzeichnen
bietet, kompakt und steif gebaut ist
und daher eine hohe Prä-: zision der optischen Abbildungen ermöglicht sowie eine
exakte Einstellung des optischen Übersetzungsverhältnisses erlaubt.
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Die erfindungsgemaße Ausbildung des Gerätes besteht darin, daß eine
Vorlagefläche und eine Bildfläche, die Wände eines Gehauses des Gerätes sind, dachförmig
huber einem in dem Gehäuse liegenden Strahlenwechselspiegel angeordnet sind, daß
zwischen der Vorlage und den Strahlenwechselspiegel eine lichtdichte Gehäusezwischenwand
und in deser Zwischenwand eine Objektiveinrichtung angeordnet sind, welche auf wenigstens
ein vorbe-; stimmte optischec ubersetbungsverhältnis von Voriagengröße zu Bildgroße
einstellbar ist, und das der Strahlenwechse1spie~ ge zur Veränderung der Länge des
Strahlenganges zwischen der Objektiveinrichtung und der Eildf'.äche wenigstens in
Höhenrichtung parallel verschiebbar ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenen Beschrelbung
der 7eichnung, in der ein Ausführungsbel-! spiel eines Gerätes nach der Erfindung
schematisch dargestellt und ist, und zwar zeigt Fig. 1 einen Ouerschnitt des Gerätes
Fig. 2 den Strahlenweehselspìegel in einer anderen Blickrich-'.
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tung. Das Gerät besitzt ein Gehäuse 1, das sich aufgrund seiner kastenförmigen
Ausbildung sehr starr und verwendungssteif ausführen läßt, so daß die optischen
Einrichtungen, die sämtlich in diesem Gehäuse untergebracht sind, mit hoher Präzision
an-, geordnet verden können und beim Gebrauch des Gerätes arbeiten Die Oberseite
des Gehäuses wird von einer Vorlagefläche 2 und'
einer Bildfläche
3 gebildet, die dachförmig angeordnet sind.
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Die Vorlagefläche und die Bildfläche besitzen durchsichtige Bereiche,
beispielsweise aus Glas. Aufgrund der nutartigen Neigung beider Flächen 2 und 3
können auf der Vorlagefläche 2 durch einfaches Auflegen Vorlagepläne ausgebreitet.
und erforderlichenfalls mit einfachsten Mitteln satt an die Vorlagefläche angedrückt
werden und bildet die Bildfläche, auf die Transparentpapier oder dergleichen aufgespannt
verden kann, eine bequeme Arbeitsfläche für die Durchführung der Zeichenarbeiten.
Unter der Vorlagefläche 2 ist eine lichtdichte GehAusezwischenuand 4 angeordnet,
die von dem Gehäuseinnenraum 51 einen kleineren zweiten Raum 6 abtrennt. In dem
Raum 6 sind nicht näher dargestellte Lichtquellen angeordnet, die zur Beleu«htung
des auf die Vorlagefläche 2 aufgelegten Planes dienen, wenn von diesem im Reflexverfahren
ein optisches Abbild auf der Bildfläche ' erzeugt verden soll. Die Vorlagefläche
2 und. die Bildfläcne 3 sind als abnehmbare oder als um Scharniere 7 abklappbare
Deckel des Gehäuses 1 ausgebildet, so daß die Raume 6 und 5. leicht zugänglich sind.
In der Gehäusezwischenwand 4 ist für die Bildwiedergabe eine Obiektiveinricheng
angeordnet, die aus einem oder mehreren, festen oder verstell-' barren Objektiven
bestehen kann. Beim dargestellten AusfUhrungsbeispiel sind in der Gehäusezvischenuand
4 zvei Objektive 8. und 9 mit unterschiedlicher Brennweite angeordnet, die unterschiedliche
optische Ubersetzungsverhältnisse ergeben beispielsweise um von zvei verschieden
großen Vorlagenformaten vergro.'ßerte Abbilder mit gleichem Format herzustellen.
Die Umlenkung des Strahlenganges von den Objektiven 8 und 9 zu der;
Bildfläche
3 erfolgt durch einen in dem Gehäuse 1 angeordneten Spiegel lo, der ein Straflenwechselspiegel
ist, damit auf der Bildfläche 3 kein Spiegel bild sondern ein seitenrichtiges Abbild
der auf der VorlageflAche 2 liegenden Vorlage entsteht.
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Der Strahlenwechseispiegel 10 ist parallel verschiebbar angeordnet.
Zu diesem Zveck sind an den Enden des Strahlenwechselspiegel.s 1o Führungen 11 vorgesehen,
entlang denen der Strahlenwechsel spiegel lo mittels geeigneter, nicht näher dargestellter
Verste)leinrichtungen verschoben werden kann. Die Führungen 11 sind schräg gestellt,
damit der Strahlenwechselspiegel 10 beim Anheben von der unteren Stellung für das
Objektiv 8 in die obere Stellung für das Objektiv 9 gleichzeitig auch seitlich bewegt
und vollständig in den Strahlengang des Objektives 9 verstellt wird. Durch eine
beim Verschieben des Hhenwechsespiegels lo entlang den Führungen 11 eintretende
Höhenverstellung kann der Strahlengang zwischen dem Objektiv 8 und der Bildfläche
3 oder zwischen dem Objektiv 9 und der Bili fläche 3 derart innerhalb des jeweiligen
TieFenschärfenbereiches verkürzt oder verlängert werden, daß sich ein ganz exaktes
optisches Ubersetzungsverhältnis einstellen läßt. Dadurch kann der Abbildungsmaßstab
des optischen Abbildes auf der Bildfläche 3 ganz genau auf die Sollwerte eingestellt
werden.
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Das Gerät kann auch so ausgebildet sein, daß sich auch unter der Bildfläche
3 Lichtquellen befinden, um von einer auf die Bildfläche 3 aufgelegten Vorlage im
Reflexverfahren in umgekehrter Richtung ein verkleinert es Abbild auf der Vorlagefläche
2
erzeugen zu können. Das Gerät eignet sich nicht nur für das manuelle Umzeichnen
von PlAnen mit einem exakt einstellbaren und eingestellten optischen Übersetzungsverhältnis,
es kann mit gleichem Vorteil auch für reprografische Zwecke verwendet verden.