DE226074C - - Google Patents
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- 210000000614 Ribs Anatomy 0.000 claims description 3
- 241000031711 Cytophagaceae Species 0.000 description 1
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C13/00—Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 226074 KLASSE 77 h. GRUPPE
LOUIS BLERIOT in NEUILLY-sur-Seine, Frankr.
Steuerungsvorrichtung für Flugzeuge, Luftschiffe u. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Steuerungsvorrichtung für Flugzeuge u. dgl. und besteht im
wesentlichen in einer derartigen Verbindung von Einstellflächen (in der Regel in der Form
von hinten, vorne oder seitlich angeordneten Höhensteuern) mit den drehbaren oder verwindbaren
Tragflächen, das nach Einstellung der Einstellflächen der auf diesen nunmehr lastende Druck auch die Verstellung der Tragflächen,
sei es eine Verwindung, sei es eine Drehung oder auch beides gleichzeitig bewirkt.
Mit dieser Vorrichtung wird die Steuerung so-Avie
die Erhaltung oder Wiederherstellung des seitlichen Gleichgewichtes des Flugzeuges in
einfacher Weise sehr wirksam hervorgebracht. Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung
in einigen Ausführungsformen, und zwar , zeigt
Fig. 2 eine Oberansicht und
Fig. 2 und 3 Seitenansichten dieser Ausführungsform bei verschiedener Stellung der
Einstellflächen,
Fig. 4 die Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 5 und 6 eine dritte Ausführungsform in Ober- und Seitenansicht und
Fig. 7 diese letzte Ausführungsform in schaubildlicher Darstellung bei einer Schwenkung
oder bei Vornahme einer Änderung der seitliehen Gleichgewichtslage.
Das Fahrzeug des Ausführungsbeispieles nach Fig. 1 bis 3 weist folgende, auch bei den
anderen dargestellten Ausführungsbeispielen vorhandenen Teile auf: zunächst ein Flügelpaar
a1, a2, das auf einer in dem Körper c
des Luftfahrzeuges festen Achse b drehbar gelagert ist; ferner als Einstellflächen zwei seitlich
neben dem hinteren Teile des Flugzeugkörpers liegende Höhensteuer d1, d2, die auf
50
55
Achsen e1, e2 drehbar sitzen; die Achsen e1, e2
sind in den Enden von mit den Flügeln a1, a2
starr verbundenen und daher ebenfalls auf der Achse b drehbaren Streben f1, f2 gelagert;
die Streben f1, f2 werden am besten durch
die Verlängerungen von Flügelrippen gebildet; endlich eine Steuervorrichtung beliebiger Art
zum Einstellen der Steuerflächen d1, d2, deren
an den Querstangen h1, h2 der Einstellflächen
angreifende Drähte g1, g' und g2, g" zweckmäßig
durch ein in der hohlen Achse b vorgesehenes Loch und zur Vermeidung der Reibung
an den Rändern des Loches durch in dieses eingesetzte kurze, rechtwinklig gekrümmte
Rohrstücke i1, i' und i2, i" hindurch
zu dem Steuerflügel führen.
Beim Fluge stützt das Flugzeug sich in bekannter Weise hauptsächlich vermittels der
Flügel a1, a2 auf die Luft. Will man nun
die Höhenlage ändern, beispielsweise höher gehen, so genügt hierzu die Einstellung der
Steuerflächen d1, d2, derart, daß der Fahrtwind
auf ihre Oberfläche trifft. Da nun die Flächen d1, d2 durch die Streben f1, f2 auf
der Achse b drehbar angeordnet sind, so können sie dieser Einwirkung des Luftdruckes folgen
und sich mit den Streben f1, f2 um die
Achse b drehen; da ferner die Flügel a1, a%
starr mit den Streben f1, f2 verbunden sind,
so werden hierbei die Flügel α1, α2 mit ihrer
Vorderkante nach aufwärts gedreht (Fig. 3), so daß das Fahrzeug, da der Auftrieb erhöht
ist, steigt. Will man das Fahrzeug abwärts lenken, so werden die Einstellflächen in ent- ·
gegengesetztem Sinne gedreht, so daß der hintere Teil des Flugzeuges sich hebt, die
vordere Kante der Tragflächen sich! also senkt und das Flugzeug mithin nach abwärts fährt.
Will man nun eine Schwenkung ausführen,
so werden die Einstellflächen d1, d2 so gedreht,
daß sie eine voneinander verschiedene Neigung einnehmen, wodurch die Tragflächen
entsprechend gedreht werden. Es wird also auf der einen Seite ein größerer Luftwiderstand
eintreten als auf der anderen, das Flugzeug mithin eine Schwenkung in wagrechter
Ebene ausführen.
Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich nur darin von dem
vorhergehenden, daß die Flügel durch an sich bekannte übereinander angeordnete Flächen
a1, a! und α2, a" ersetzt sind, die jedoch ganz
wie die Flügel der ersten Ausführungsform auf einer Achse b frei beweglich gelagert sind.
Diese freie Beweglichkeit ist jedoch nicht immer vorteilhaft, und man kann gegebenenfalls
die erwähnten Einstellflächen oder deren zugehörige Streben mit Einrichtungen versehen,
welche die Bewegung dämpfen, die sie bei jeder neuen Einstellung auszuführen suchen.
Zur Erreichung dieses Zweckes können beliebige Mittel angewandt werden; das beste
dürfte aber die Verwendung der bekannten verwindbaren Tragflächen an Stelle der um
eine Achse drehbaren Tragflächen sein. Diese Ausführungsform ist in den Fig. 5 bis 7 dargestellt,
die beispielsweise zwei übereinander angeordnete Tragflächen a1, a' und a2, a" der
erwähnten Art zeigen. Der vordere und hintere Rand dieser Tragflächen ist biegsam,
während je zwei ihrer Rippen durch Streben f1, f2 mit den Achsen der zugehörigen Einsteilflächen
d1, d2 verbunden sind.
Werden bei dieser Einrichtung die Einstellflächen d1, d2 um ihre Achsen e1, e2 gedreht,
so werden in derselben Weise wie bei den bereits beschriebenen Ausführungsformen die
Tragflächen durch die Streben der Einwirkung des auf die Einstellflächen wirkenden Luftdruckes
ausgesetzt, wodurch die Seiten des Flugzeuges gehoben oder gesenkt werden. Da die Tragflächen hier elastisch sind, so werden
sie dieser Einwirkung folgen und es entsteht dadurch das bekannte Verwinden derselben,
wie es Fig. 7 zeigt, bei der zwecks Vornahme einer Schwenkung die linke Einstellfläche d1
mit ihrer Vorderkante erheblich gesenkt und die rechte Einstellfläche d2 mit ihrer Vorderkante
gehoben ist.
Es kann bei dieser Ausführungsform, ebenso wie bei den bereits beschriebenen anderen,
noch ein besonderes Seitensteuer zur Anwendung kommen. Beim Wiederherstellen des
seitlichen Gleichgewichtes ist ein solches von besonderem Wert, da die verschieden eingestellten
Tragflächen neben dem verschiedenen Auftrieb einen verschieden großen Widerstand
der Luft entgegensetzen, wodurch neben der Herstellung des seitlichen Gleichgewichtes auch
eine Schwenkung ausgeführt würde, der durch Einstellen des Steuers, wie bekannt, entgegengewirkt
werden kann.
Bei den verschiedenen Ausführungsarten ist angenommen worden, daß die die Einstellung
der Tragflächen bewirkenden Einstellflächen durch an dem Ende des Flugzeuges angeordnete Steuerflächen gebildet werden.
Selbstverständlich ist diese Anordnung der Einstellflächen nicht unbedingt erforderlich;
sie können vielmehr an irgend einer anderen Stelle, z. B. auch vor den Tragflächen, angeordnet
sein.
Es können beispielsweise auch, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen, mehr
als zwei übereinander angeordnete Flächen oder auch einfache, in der Form veränderliche
Flügel, oder aber stufenförmige oder geradlinig hintereinander angeordnete Flügel Ver-Wendung
finden. Man könnte ferner auch bei den beiden ersten in Fig. 1 bis 4 dargestellten
Ausführungsformen verwindbare Flügel verwenden. Schließlich könnte auch zwischen
die Tragflächen und die Einstellflächen ein Zwischenglied, z. B. ein Hebelwerk, eingeschaltet
werden, um die Wirkungen, die durch die Einstellflächen auf die Tragflächen ausgeübt
werden, zu vergrößern oder zu verkleinern, go
Claims (3)
1. Steuerungsvorrichtung für Flugzeuge, Luftschiffe u. dgl. mit drehbaren oder verwindbaren
Tragflächen (Flügeln), dadurch gekennzeichnet, daß die Tragflächen mit Einstellflächen derart verbunden sind, daß
die zur Änderung der Höhenlage oder des seitlichen Gleichgewichts nötige Drehung
oder Verwindung der Tragflächen nach Einstellung der Einstellflächen durch den auf den Einstellflächen nunmehr lastenden
Druck erfolgt.
2. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einstellflächen in den Verlängerungen eines oder mehrerer Flügelrippenpaare gelagert
sind.
3. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Steuerhebeln o. dgl. zu den Querstangen der Einstellflächen führenden
Drahtzüge durch ein in der hohlen Drehachse der Tragflächen vorgesehenes Loch geführt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE226074C true DE226074C (de) |
Family
ID=486659
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT226074D Active DE226074C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE226074C (de) |
-
0
- DE DENDAT226074D patent/DE226074C/de active Active
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