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DE22297C - Verfahren und Vorrichtungen zum Karbonisiren von Gespinnstfasern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zum Karbonisiren von Gespinnstfasern

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Publication number
DE22297C
DE22297C DENDAT22297D DE22297DA DE22297C DE 22297 C DE22297 C DE 22297C DE NDAT22297 D DENDAT22297 D DE NDAT22297D DE 22297D A DE22297D A DE 22297DA DE 22297 C DE22297 C DE 22297C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trough
drying
drying cylinder
room
hot air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT22297D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. SNOECK in Ensival, Belgien
Publication of DE22297C publication Critical patent/DE22297C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C5/00Carbonising rags to recover animal fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das bisher gebräuchliche Verfahren der Reinigung von Gespinnstfasern, sei es im Zustande als Flocke, Garn oder Gewebe, besteht nach Angabe des Erfinders im wesentlichen aus der Entschlichtung in einem Säurebade, Auspressung, Trocknung in mehr oder weniger erhöhter Temperatur, Entfernung der Säure durch ein oder mehrere Bäder und schliefslich abermaliger Trocknung. Eine sechste Bearbeitung, welche aber nicht immer anwendbar ist, findet nach der ersten oder zweiten Trocknung statt und bezweckt eine Absonderung der staubförmigen vegetabilischen Unreinigkeiten durch Reiben mit oder ohne Schlag.
Bearbeitet man die Gespinnstfasern als Flocke, so werden bei diesen verschiedenen Bearbeitungen die Fasern verwirrt und dementsprechend verkürzt bezw. beim Kämmen zerrissen. Zweck der Erfindung ist, die angedeuteten Uebelstände zu vermeiden, indem der zu reinigende Gespinnststoft" als Fliefs oder Band einem chemischen Procefs unterworfen wird, welcher die vegetabilischen Unreinigkeiten zerstört, ohne die Fiber· zu verwirren.
Bei der Herstellung von Kammgarn kommt der Gespinnststoff als Band vor oder nach seinem Lauf um die Kammtrommel zur Verwendung, . und hierdurch ist es ermöglicht, die verschiedenen Arbeiten der Reinigung gleichzeitig und stetig vorzunehmen. Hierzu dient die zu beschreibende Maschine, durch welche das Band gehen kann, ohne einer Störung der Lage seiner einzelnen Fibern ausgesetzt zu sein. Die Maschine ermöglicht ferner den Fortfall der wesentlichsten Handarbeit, welche namentlich in der Zuführung des Stoffes besteht, eine Arbeit, welche sich nach dem vorliegenden Verfahren selbstthätig vollzieht.
Die Maschine setzt sich zusammen: 1. aus einem Rechen, welcher die Spulen a a a . . . trägt; 2. aus einem Trog B, welcher das Säurebad aufnimmt und mit entsprechend angebrachten Rollen versehen ist, die das Band so führen, dafs es nach Bedürfhifs einen längeren oder kürzeren Weg durch das Bad zurücklegt, während an dem Punkte, bei welchem das Band den Trog verläfst, zwei Prefsrollen C angebracht sind, die durch Druck dem Bande möglichst viel Flüssigkeit entziehen; 3. aus zwei Trockencylindern A und A1, deren jeder aus zwei Seitenscheiben besteht, die auf eine hohle Welle von gröfserem Durchmesser aufgekeilt sind, während diese Welle zwischen ihren Seitenscheiben bei F häufig durchbohrt ist, um eine Verbindung mit dem Innern derselben herzustellen.
Der Mantel der Cylinder ist aus parallel zur Wellenachse liegenden Leisten hergestellt, welche unter einander entsprechend weiten Abstand haben, so dafs gewissermafsen jeder Cylinder einer grofsen Garnhaspel gleicht. Das Band wird über zwei Rollen H und H1 derartig geführt, dafs es den vollen Umfang des Cylinders durchlaufen rhufs und möglichst lange mit der trocknenden Luft in Berührung bleibt. Jeder der Cylinder ist durch ein Gehäuse umhüllt, welches in die Kammern L und Z1 getheilt ist, die jedoch an ihren unteren Seiten unter sich in offener Verbindung stehen.
Ein Trog B' enthält Wasser, welches sich durch stetigen Ab- und Zuflufs erneut. Ein zweiter Trog B" enthält ein irgendwie zusammengesetztes basisches Bad (Auflösung von Soda

Claims (3)

u. dergl.). Ein dritter Trog B'" enthält ein Seifenbad. Diese drei Tröge sind gleich dem Trog B mit Führungs- und Prefsrollen versehen. Ein Trockencylinder A" ist ähnlich den schon vorher beschriebenen. Eine Heizvorrichtung ist in einem geschlossenen Raum bezw. in' einer Heifsluftkammer M angeordnet. Von den sechs Ventilatoren E E E' E' E" E" saugen E' E' die erhitzte Luft aus dem Raum M und drücken dieselbe durch die Oeffhungen der hohlen Welle F' in das Innere des Trockencylinders, dessen Umfang das zu trocknende Band bezw. Fliefs trägt, und welches somit von der heifsen Luft durchzogen wird. Diese heifse Luft tritt aus der Kammer V in die Kammer L über und durchzieht hier abermals die Mantelumhüllung des Trockencylinders, da sie einestheils unter Druck aus der Kammer L' tritt, anderenteils durch die Ventilatoren EE, welche mit der hohlen Welle des Cylinders A in Verbindung stehen, aufgesaugt und nach aufsen geführt wird. Um im Trockenraum L L' die Wärme reguliren zu können, ist dieser Raum durch mit Schiebern versehene Oeffnungen sowohl mit dem Heifsluftraum M als auch mit der freien Luft in Verbindung, welche Verbindung durch Oeffnen bezw. Schliefsen der entsprechenden Schieber hergestellt oder unterbrochen wird. Die Ventilatoren i?" E" entnehmen heifse Luft aus dem Raum M und führen dieselbe gleich den anderen Cylindern durch das sie umlaufende Band oder Fliefs. Durch an geeigneten Stellen der Röhrenleitung angebrachte, mit Schiebern versehene Oeffnungen ist man auch hier im Stande, die Temperatur zu erhöhen bezw. zu erniedrigen. Sowohl die drei Trockencylinder als auch die Prefsrollen werden durch Räder in Umdrehung versetzt. Die Umlaufzahl ist derart bestimmt, dafs das zu reinigende und zu trocknende Band mit vortheilhafter Spannung die Vorrichtung durchläuft. Auf dem Rechen sind Spulen, welche die Bänder tragen, in solcher Anzahl angebracht, dafs diese Bänder, wenn sie neben einander laufen, ein volles und gleichmäfsiges Fliefs bilden. Die Bänder treten in den Trog B und sättigen sich mit der sauren Badflüssigkeit. Nachdem diese Flüssigkeit durch den Druck des ersten Prefsrollenpaares den Bändern möglichst entzogen worden, laufen diese um die kleine Leitrolle H, um über den Umfang des ersten Trockencylinders hinweggeführ-t zu werden. Die zweite Rolle .W leitet die Bänder zum zweiten Trockencylinder A', dem sie gleichfalls durch kleine Rollen H H zugeführt bezw. abgenommen werden. Die Temperatur der Bänder während des ersten Trommelumlaufes ist so niedrig gehalten, dafs dieselben gerade trocken oder doch annähernd trocken den Raum L verlassen, um in den Raum L' zu gelangen, dessen Temperatur eine entsprechend höhere ist, um die vegetabilischen, jetzt verkohlten Unreinigkeiten vollends zu . trocknen. Vom zweiten Trockencylinder tritt das Band in den Trog B', in dessen Badflüssigkeit sich die im Bande noch enthaltene Säure möglichst vollständig auswäscht. Die Neutralisirung der etwaigen noch zurückgebliebenen Säure vollzieht sich in dem alkalischen Bade des Troges B", während das Seifenbad des Troges B'" die nun etwa vorhandenen neutralen Salze entfernt. Nach erfolgtem Lauf durch die letzten Prefsrollen tritt das Band auf den dritten Trockencylinder, womit nach hier erfolgter Trocknung die Reinigung beendet ist. Spulen gleich denen, welche die Maschine speisen, nehmen am Ende des beschriebenen Weges das Band wieder auf, und zwar kann man hier der Ersparnifs wegen diese in geringerer Anzahl anwenden, indem mehrere Bänder auf eine Spule geleitet werden. Patenτ-AnSprüche:
1. Das Verfahren der Reinigung der Gespinnstfaser von vegetabilischen Unreinigkeiten durch Verkohlung und Auswaschung derselben, während sich der zu reinigende Gespinnststoff im Zustande als Band oder Fliefs befindet, um durch diese Theilung die Wirkung der Reagentien zu erhöhen, sowie ferner die Lage der Fibern nicht zu verändern und somit einem Zerreifsen und dementsprechenden Verkürzen derselben durch die Kammtrommel bezw. Streichtrommel vorzubeugen.
2. Die zusammenhängende Anordnung des Troges B, der Trockenkammer L L' und der Tröge B' B" B'" in Verbindung mit Führungsrollen in beliebiger Anzahl, Prefsrollen CCCC, Trockencylindern A A' A" und Heizvorrichtung M.
3. Die Construction der Trockencylinder, insbesondere die Anordnung der hohlen, mit Austrittsöffnungen versehenen Welle F in Verbindung mit den Ventilatoren E E E' E' E" E" und dem Heifsluftraum M.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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