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DE220634C - - Google Patents

Info

Publication number
DE220634C
DE220634C DENDAT220634D DE220634DA DE220634C DE 220634 C DE220634 C DE 220634C DE NDAT220634 D DENDAT220634 D DE NDAT220634D DE 220634D A DE220634D A DE 220634DA DE 220634 C DE220634 C DE 220634C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amyloid
sulfuric acid
water
wood
starting material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT220634D
Other languages
English (en)
Publication of DE220634C publication Critical patent/DE220634C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K1/00Glucose; Glucose-containing syrups
    • C13K1/02Glucose; Glucose-containing syrups obtained by saccharification of cellulosic materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 89«. GRUPPE
Dr. M. MENDELSOHN und EMANUEL FRANKL
in WIEN.
Verfahren zur Darstellung von Amyloid. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. September 1908 ab.
Es ist bekannt, Amyloid aus zellulosehältigen Stoffen (Sägespänen u. dgl.) herzustellen, indem man diese Stoffe mit verdünnten Mineralsäuren behandelt und das Produkt durch Kochsalz ausfällt.
Auch ist es eine bekannte Tatsache, daß Amyloid aus seiner Lösung durch Natriumsulfat fällbar ist.
Ferner ist es nicht neu, konzentrierte Schwefelsäure zur Überführung der Holzfaser in Dextrose zu verwenden. Danach wird zerkleinertes Holz mit Schwefelsäure von etwa 57° Be. gemengt und unter' mechanischem Drucke gepreßt, worauf nach erfolgter Reaktion die Masse zerkleinert und mit Wasser in offenen Gefäßen gekocht wird.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird aus Holzabfällen Amyloid, welches leicht verzuckerungsfähig ist, in der Weise gewonnen, daß man auf die Holzabfälle Schwefelsäure in Mischung mit Natriumsulfat einwirken läßt.
Gegenüber den bekannten, oben angeführten Verfahren hat das vorliegende Verfahren folgende Vorteile:
i. Das Verkohlen des Ausgangsmaterials ist ausgeschlossen.
2. Es bilden sich wenige oder gar keine Dextrine.
3. Das Amyloid ist sehr leicht erhältlich, und zwar in so reiner. Form, daß es nach seiner Umwandlung in Zucker bei der Vergärung fast fuselfreien Alkohol zu liefern imstande ist.
Auch wirkt dabei das Natriumsulfat nicht als Fällungsmittel, sondern als Akkumulator für die Schwefelsäure, um "zu verhüten, daß die Reaktion zu stürmisch verläuft und demzufolge verkohlend auf die Zellulose einwirkt, und um andererseits die Wirkung der Schwefelsäure zu unterstützen.
Das Verfahren sei an folgenden Beispielen erläutert:
Holzabfälle, insbesondere die der Nadelhölzer, werden in einer Flüssigkeit, welche aus ungefähr 2 Teilen Schwefelsäure und I1Z2TeUCn einer 18 bis 20 prozentigen Glaubersalzlösung besteht, behandelt.
Vorteilhaft hat sich folgendes Verfahren gezeigt :
Es werden in 1001 obigen Gemisches (2 Teile Schwefelsäure und I1Z2TeUe Glaubersalzlösung) 30 bis 50 1 Holzmehl nach und nach eingetragen und die Temperatur bis auf 28 bis 320 C. gebracht.
Die Dauer der Einwirkung richtet sich nach der Beschaffenheit des Ausgangsmaterials und beträgt 2 bis 121Z2 Stunden, je nachdem ligninreiche oder ligninarme Hölzer bzw. harzreiche oder harzarme Hölzer in Verarbeitung genommen werden.
Nach vollzogener Einwirkung wird die Reaktionsmasse mit Wasser bzw. einer iSprozentigen Glaubersalzlösung verdünnt, worauf sich das Amyloid abscheidet, während der Rückstand der Späne bzw. die Hauptmasse des Ausgangsmaterials an der Oberfläche der Flüssigkeit verbleibt und rasch abgetrennt wird. Das Amyloid wird bis zum Verschwinden der sauren Reaktion mit Wasser gewaschen ίο und hierauf bei mäßiger Wärme, u. U. im Vakuum getrocknet.
Statt der Glaubersalzlösung und Schwefelsäure kann indes auch fertig gebildetes Natriumbisulfat verwendet werden, welches ebenfalls allmählich auf die Zellulose zur Einwirkung gelangt sowie das Verkohlen und die Dextrinbildung hintanhält.
Das Amyloid kann ohne weiteres mit Wasser auf Zucker verarbeitet werden.
ao Vorteilhaft ist es, das Amyloid mit verdünnter kochender Schwefelsäure zu lösen und wieder zu fällen bzw. so lange zu kochen, bis es verzuckert ist.
Ein besonderes Augenmerk ist der Trocknung des Amyloids zuzuwenden, damit dabei die Temperatur nicht zu hoch steigt.
Gegenüber der gewöhnlichen Behandlung von Holz mit Schwefelsäure erzielt man bei dem vorliegenden Verfahren eine Mehrausbeute von 20 Prozent und darüber.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Amyloid aus zellulosereichen Stoffen, insbesondere Holzmehl, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgängsmaterial mit einem Gemenge von Schwefelsäure und Natriumsulfat oder anderen Sulfaten oder aber Natriumbisulfat behandelt wird, worauf das Amyloid in bekannter Weise durch Verdünnung mit Wasser ausgefällt und von der Flüssigkeit getrennt wird.
DENDAT220634D Active DE220634C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE220634C true DE220634C (de)

Family

ID=481669

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT220634D Active DE220634C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE220634C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2379871A (en) * 2001-09-22 2003-03-26 Peter William Robinson Garment hanger

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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