DE2127958C3 - Wärmehärtbare Formmassen auf der Basis von Vinylidenfluoridmischpolymerisaten - Google Patents
Wärmehärtbare Formmassen auf der Basis von VinylidenfluoridmischpolymerisatenInfo
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- DE2127958C3 DE2127958C3 DE19712127958 DE2127958A DE2127958C3 DE 2127958 C3 DE2127958 C3 DE 2127958C3 DE 19712127958 DE19712127958 DE 19712127958 DE 2127958 A DE2127958 A DE 2127958A DE 2127958 C3 DE2127958 C3 DE 2127958C3
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- C08K5/49—Phosphorus-containing compounds
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Description
R1-P-R3
in der P für Phosphor, Arsen oder Antimon steht, R1, Rj, R3 und R4 einzeln für C,- bis C20-AIkylresteg so
-Arylreste, -Aralkylreste, -Alkenylreste oder deren mit Chlor, Fluor, Brom, Cyan, — OR und
— COOR substituierte Analoge stehen, bei denen R ein C,- bis Cso-Alkylrest, -Arylrest, -Aralkylrest
oder Alkenylrest ist, und das Anion X ein as
Halogenid, Sulfat, Sulfit, Carbonat, Pentachlorthiophenolat, Tetrafluoroborat, Hexafluorsilicat,
Hexafluorphosphat, Dimethylphosphat oder ein C1- bis Cjo-Alkyl-, -Aryl-, -Aralkyl- oder -Alkenyl-Carboxylat
oder -dicarboxylat ist, wobei η 1 oder 2
ist und der Wertigkeit des AnionsX' entspricht,
und gegebenenfalls:
C 1 bis 15 Gewichtsteilen (bezogen auf 100 Gewichtsteile Mischpolymerisat) von Oxyden oder
Hydroxyden zweiwertiger Metalle oder Gemische dieser Oxyde oder Hydroxyde mit Metallsalzen
von schwachen Säuren, und gegebenenfalls:
D 0,1 bis 5 Gewichtsteilen (bezogen auf 100 Gewichtsteile Mischpolymerisat) einer aromatischen
Polyhydroxyverbindung als Vernetzungsmittel.
2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lösungsmittel für das Mischpolymerisat
zugegen ist und die Mischung in flüssiger Phase vorliegt.
45
Gegenstand der Erfindung sind neue härtbare Massen auf der Basis von Fluorelastomeren und ein
Verfahren zur Vulkanisation dieser Mischungen.
Hochfiuorierte Ela-Uomere finden in zunehmendem
Umfang Anwendung für Spezialzwecke, z. B. für Dichtungen, Membranen und Schläuche, die bei hohen
Temperaturen beständig sind. Formteile aus Fluorelastomeren widerstehen Temperaturen von etwa 250
bis 3500C und bewahren bei diesen Temperaturen ihre gute Elastizität.
Bei vielen Anwendungen, z. B. für Dichtungen an Hochtemperatur-Reaktoren, muß das Fluorelastomere
elastisch sein und einen geringen Druckverformungsrest haben. Dies wird durch Vulkanisation oder Vernetzung
des Elastomeren erreicht.
Bei den bekannten Verfahren zur Vulkanisation von Fluorelastomeren werden hauptsächlich aliphatische
Diamine als Vernetzungsmittel verwendet, oder die durch freie Radikale ausgelöste Vulkanisation wird
in Gegenwart von anorganischen Peroxyden oder unter der Einwirkung von energiereicher Strahlung durchgeführt.
Die Diamine bewirken im allgemeinen eine zu schnelle Anvulkanisation für die praktische Anwendung
und sind in letzter Zeit durch Carbamate oder Aminocarbaminsäuren verdrängt worden. Organische
Peroxyde bewirken eine schnelle Gelbildung, so daß die Mischungen nicht die erforderliche Verarbeitungssicherheit
aufweisen. Die Einwirkung energiereicher Strahlung ist ein langsamer 4 -ozeß, der
nicht immer zu einem vollständig durchvi; aisierten
Material führt. Außerdem ist dieses Vertahren sehr teuer. Es besteht somit ein Bedürfnis für ein Vulkanisationsverfahren
für Fluorelastomere, das gute Vulkanisationsgeschwindigkeiten mit guter Verarbeitungssicherheit und guter Lagerbeständigkeit der unvulkanisierten
Mischungen in sich vereinigt und das vulkanisierte Polymere mit guten Spannungs-Dehnungseigenschaften
und niedrigem Druckverformungsrest ergibt.
Gegenstand der Erfindung sind härtbare Formmassen auf der Basis von Vinylidenfluoridmischpolymerisaten.
bestehend aus:
A Mischpolymerisaten des Vinylidenfluorids mit anderen fluorierten Monomeren,
B 0,1 bis 3,0 Gewichtsteilen (bezogen auf 100 Gewichtsteile Mischpolymerisat) eines Vulkanisationsbeschleunigers der allgemeinen Formel:
R1-P-R3
R«
in der P für Phosphor, Arsen oder Antimon steht, R1, R2, R3 und R4 einzeln für C1- bis Cjo-Alkylreste,
-Arylreste, -Aralkylreste, -Alkenylreste oder deren mit Chlor, Fluor, Brom, Cyan, —OR und — COOR
substituierte Analoge stehen, bei denen R ein C1- bis Cao-Alkylrest, -Arylrest, -Aralkylrest oder Alkenylrest
ist, und das Anion X ein Halogenid, Sulfat, Sulfit, Carbonat, Pentachlorthiophenolat, Tetrafluorborat,
Hexafluorsilicat, Hexafluorphosphat, Dimethylphosphat oder ein C1- bis C20-Alkyl-, -Aryl-, -Aralkyl- oder
-Alkenyl-Carboxylat oder -dicarboxylat ist und gegebenenfalls:
C 1 bis 15 Gewichtsteilen (bezogen auf 100 Gewichtsteile Mischpolymerisat) von Oxyden oder Hydroxyden
zweiwertiger Metalle oder Gemische dieser Oxyde oder Hydroxyde mit Metallsalzen von schwachen
Säuren, und gegebenenfalls:
D 0,1 bis 5 Gewichtsteilen (bezogen auf 100 Gewichtsteile Mischpolymerisat) einer aromatischen Polyhydroxyverbindung
als Vernetzungsmittel.
Die Erfindung umfaßt darüber hinaus ein Vulkanisationsverfahren, bei dem die hier geschilderten Formmassen
erhitzt werden.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als Beschleuniger (B) eine Verbindung
der obengenannten Formel verwendet, in der P ein Phosphoratom ist. Diese quaternäre Phosphoniumverbindung
kann jedoch ganz oder teilweise durch die entsprechende Arsonium- oder Stiboniumverbindung
ersetzt werden.
Bei den meisten Anwendungen enthalten die vulkanisierbaren Mischungen, die vom Hersteller der Vulkanisate
verwendet werden, pro 100 Gewichtsteile des
3 4
Copolymeren (Komponente A) etwa 1 bis 15 Ge- den und das Fluorelastomere chemisch angreifen und
wichtsteile der Metallverbindung (Komponente C), schwächen können. Sie sorgt ferner für eine lang
etwa 0,1 bis 5,0 Gewichtsteile der Polyhydroxyver- anhaltende Alterungsbeständigkeit Bei Verwendung
bindung (Komponente D) und etwa 0,1 bis 3,0 Ge- eines Metalloxyds kann dieses der Mischung auf
wichtsteile des Vulkanisationsbeschleunigers (Kompo- 5 Basis des Fluorelastomeren entweder in freier Form
nente B). O(jer a|s Metalloxydkompiex oder Chelat mit organi-
Besonders bevorzugt wird ein Gehalt von etwa sehen Komplexbildnern und Liganden, z. B. mit
2 bis 10 Teilen der Komponente C, etwa 0,6 bis cyclischen Polyäthern, Aminen, Phosphinen, Ketonen,
2 Teilen der Komponente D und etwa 0,2 bis 0,8 Teilen Alkoholen, Phenolen oder Carbonsäuren, zugemischt
der Komponente B pro 100 Teile des Copolymeren. io werden.
Die Komponente A, d. h. das elastomere Copoly- Als Komponente D der bevorzugten vulkanisiermerisat,
ist vorzugsweise ein Copolymeres von baren Mischungen eignen sich alle bekannten Polyvinylidenfluorid
und Hexafluorpropylen, ein Copoly- hydroxyverbindungen, die als Vernetzungsmittel für
meres von Vinylidenfluorid und Cnlortrifluoräthylen, das elastomere Copolymere zu wirken vermögen,
ein Terpolymers von Vinylidenfluorid, Hexafluor- 15 Geeignet als Vernetzungsmittel, das als Komponente D
propylen und Tetrafluoräthylen oder ein Gemisch von einbezogen wird, sind beispielsweise Di-, Tri- und
zwei oder mehreren dieser Copolymeren. Besonders Tetrahydroxybenzole, Naphthaline und Anthracene
bevorzugt werden Vinylidenfluorid-Hexafluorpropylen- sowie Bisphenole der Formel
Copolymere, in denen die Monomeren in einem Molverhältnis von etwa 85: 15 bis 50: 50 einpolymerisiert 20 «(HO) (OH)n
sind. Als Komponente A eignen sich auch beliebige X ^X
andere elastomere Vinylidenfluoridcopolymere, die zu (; — (A)x- £ j
hochwertigen Produkten vulkanisiert werden können,
z. B. Copolymere von Vinylidenfluorid mit Dichlor-
Copolymere, in denen die Monomeren in einem Molverhältnis von etwa 85: 15 bis 50: 50 einpolymerisiert 20 «(HO) (OH)n
sind. Als Komponente A eignen sich auch beliebige X ^X
andere elastomere Vinylidenfluoridcopolymere, die zu (; — (A)x- £ j
hochwertigen Produkten vulkanisiert werden können,
z. B. Copolymere von Vinylidenfluorid mit Dichlor-
difluoräthylen oder Chlorfluoräthylen mit fluorierten 25 in der A ein difunktioneller aliphatischen cyclo-
Vinylestern, mit Derivaten von Perfluoracrylsäure und aliphatischer oder aromatischer Rest mit 1 bis 13 C-
mit fluorierten Alkylvinyläthern. Als Beispiele der Atomen oder eine Thiogruppe, Oxygruppe, Carbonyl-
leutgenannten Copolymeren sind die in der USA.- gruppe ein Sulfinylrest oder Sulfonylrest und wahlweise
Patentschrift 3 136 745 beschriebenen Copolymeren mit wenigstens einem Chlor- oder Fluoratom sub-
von Vinylidenfluorid mit einem Perfluoralkylperfluor- 30 stituiert ist, χ für 0 oder 1 und η für 1 oder 2 steht und
vinylather und die in der USA.-Patentschrift 3 235 537 ein etwaiger aromatischer Ring der Polyhydroxy-
beschriebenen Terpolymeren von Vinylidenfluorid, verbindung wahlweise mit wenigstens einem Atom
Tetrafluoräthylen und dem genannten Äther zu von Chlor, Fluor oder Brom oder einem Carboxylrest
nennen. Geeignet sind ferner Copolymere von Vinyli- oder Acylrest (z. B. einem Rest der Formel — COR,
dennuorid und 1,2,3,3,3-Pentafluorpropylen (beschric- 35 worin R ein Wasserstoffatom oder ein C,-C„-Alkylrest,
ben z. B. in der USA.-Patentschrift 3 331 823) und Arylrest oder Cycloalkylrest ist) substituiert ist. Aus
Terpolymere dieser beiden Komponenten mit Tetra- der vorstehenden Formel des Bisphenols geht hervor,
fluoräthylen (beschrieben z. B. in der USA.-Patent- daß die — OH-Gruppen an jede beliebige Stellung
schrift 3 335106). Das »andere fluorierte Monomere« (ausgenommen die 1-Stellung) in jedem Ring gebunden
der Komponente A ist vorzugsweise ein äthylenisch 40 sein können. Auch Gemische von zwei oder mehreren
ungesättigtes Monomeres, das wenigstens ebenso viele solcher Verbindungen können verwendet werden.
Fluoratome wie Kohlenstoffatome enthält. Eines der vorteilhaftesten Vernetzungsmittel ist die
Die Komponente C des Gemisches ist eine Metall- als Hexafluorisopropyliden-bis(4-hydroxybenzol) beverbindung,
nämlich ein zweiwertiges Metalloxyd wie kannte Bisphenolverbindung. Die Verbindung 4,4'-Di-Magnesiumoxyd,
Zinkoxyd, Calciumoxyd oder BeIi- 45 hydroxydiphenylsulfon ist ebenfalls eines der bevoroxyd
oder ein zweiwertiges Metallhydroxyd oder ein zugten Bisphenole. Sehr wirksam als Vernetzungs-Gemisch
des Oxyds und/oder Hydroxyds mit einem mittel ist auch Hydrochinon. Weitere geeignete Ver-Metallsalz
einer schwachen Säure, z. B. ein Gemisch, netzungsmittel sind beispielsweise die Dihydroxydas
etwa 1 bis 70 Gewichtsprozent des Metallsalzes benzole, ζ. B. Catechin, Resorcin, 2-Methylresorcin,
enthält. Geeignete Metallsalze von schwachen Säuren 50 5-Methylresorcin, 2-Methylhydrochinon, 2,5-Dimesind
beispielsweise Barium-, Natrium-, Kalium-, BeIi- thylhydrochinon und 2-tert.-Butylhydrochinon. Ge-
und Calciumstearat, -benzoat, -carbonat, -oxalat und eignet sind ferr.sr Verbindungen wie 1,5-Dihydroxy-
-phosphit. Die Menge der zugesetzten Metallver- naphthalin und 9,10-Dihydroxyanthracen.
bindung beträgt im allgemeinen etwa 1 bis 15 Ge- Beispiele weiterer geeigneter Verbindungen sind in wichtsteile pro 100 Teile des Fluorelastomeren, wobei 55 den Beispielen genannt.
bindung beträgt im allgemeinen etwa 1 bis 15 Ge- Beispiele weiterer geeigneter Verbindungen sind in wichtsteile pro 100 Teile des Fluorelastomeren, wobei 55 den Beispielen genannt.
etwa 2 bis 6 Gewichtsteile bevorzugt werden. Die Wenn A in der vorstehenden Formel des Bisphenols
Konzentration der Melallverbindung beeinflußt in ein Alkylenrest ist, kommen beispielsweise die folgeneinem
gewissen Grade die Vulkanisatioiisgeschwindig- den Reste in Frage: Methylen, Äthylen, Chloräthylen,
keit. Unterhalb des bevorzugten Bereichs kann die Fluoräthylen, Difluoräthylen, 1,3-Propylen, 1,2-Pro-Vulkanisationsgeschwindigkeit
zuweilen übermäßig 60 pylen, Tetramethylen, Chlortctramclhylen, Fluortetraherabgesetzt
werden. Bei Mengen oberhalb des methylen, Trifluortetramethylen, 2-Methyl-l,3-propybevorzugten
Bereichs werden die Elastizitätseigen- len, 2-Methyl-l,2-propylen, Pentamethylen, Pentaschaften
der vulkanisierten Fluorelastomeren allmäh- clilorpentamethylen, Pentafluorpentamethylen und
lieh beeinträchtigt, so daß es vorteilhaft ist, keine zu Hexamethylen. Wenn A ein Alkylidenrest ist, kommen
großen Mengen der Metallverbindung zu verwenden. 65 beispielsweise Äthyliden, Dichloräthyliden, Difiuor-
Die Metallverbindung hat eine doppelte Aufgabe. äthyliden, Propyliden, Isopropyliden, Trifluorisopro-
Sie absorbiert gewisse gasförmige und saure Materi- pyliden, Hexafiuorisopropyliden, Butyliden, Hepta-
alien, die während der Vulkanisation entwickelt wer- chlorbutyliden, Heptafluorbutyliden, Pentyliden, Hexy-
liden und 1,1-Cyclohexyliden in Frage. Wenn A ein
Cycloalkylenrest ist, kommen beispielsweise 1,4-Cydohexylen, 2-Chlor-l,4-cydohexyIeii, 2-FIuor-l,4-cyclohexylen, 1,3-Cyclohexylen, Cydopentylen, Chlorcydopentylen, Fluorcyclopentylen und Cydoheptylen
in Frage. Ferner kann A für eitpn Arylenrest stehen,
z. B. fur m-Phenylen, p-PhenyJen, 2-Chlor-l,4-phenyen, 2-FIuor-l,4-phenylen, o-Phenylen, Methylpheny-Ien, Dimethylphenylen, Trimethylphenylen, Tetramethylphenylen, 1,4-Naphthylen, 3-Fluor-l,4-naphthylen, >Chior-l,4-naphthylen, 1,5-Naphthylen und
2,6-Naphthylen.
Brauchbare vulkanisierbaie Mischungen können hergestellt werden, indem die Komponente D ganz
oder teilweise durch eine oder mehrere andere Verbindungen ersetzt wird, von denen bekannt ist, daß
sie als Vernetzungsmittel für das Copolymere (Komponente A) zu wirken vermögen. Bekannte, jedoch
nicht bevorzugte Vernetzungsmittel "rurden zu Beginn
dieser Beschreibung genannt.
Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Mischungen ist der als Komponente B zugesetzte Beschleuniger.
Die Vernetzung von hochfluorierten Polymeren mit aromatischen Polyhydroxyverbindungen muß in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt werden.
Katalysatoren, die die Vulkanisation oder Vernetzung von Elastomeren beschleunigen, werden im allgemeinen
als »Vulkanisationsbeschleuniger« bezeichnet. Es ist ein wichtiges Merkmal des Verfahrens gemäß der
Erfindung, daß eine der obengenannten qu?ternären Verbindungen von P, As oder Sb als Vulkanisationsbeschleuniger verwendet wird. Es ist völlig überraschend, daß diese Verbindung als Vulkanisationsbeschleuniger für Fluorelastomere in Gegenwart der
Komponenten C und D so wirksam ist, wobei einige der besten Ergebnisse beim Verfahren gemäß der
Erfindung mit einem Gehalt der Komponente B von nur etwa 0,2 bis 0,8 Teilen pro 100 Teile des Elastomeren erhalten werden.
Ein besonders bevorzugter Beschleuniger besteht aus Benzyltriphenylphosphoniumchlorid oder einem
Gemisch dieser Verbindung mit etwa 1 bis 50% einer der obengenannten anderen als Komponente B verwendeten Verbindungen, bezogen auf das Gesamtgewicht des Beschleunigers. Zu den bevorzugten Beschleunigern (Komponente B) gehören ferner Benzyltriphenylphc-sphoniumbromid.Methyltrioctylphosphoniumtetrafluorborat, Tetraphenylphosphoniumbromid
und -chlorid, Benzyltrioctylphosphoniumbrotnid und
-Chlorid. Beispiele weiterer geeigneter Verbindungen,
die als Komponente B verwendet werden, sind
l-Carbäthoxyäthyltriphenylphosphoniumchlorid,
2,4-DichIorbenzyltriphenylphosphoniumchlorid,
m-Trifluormethylbenzyltrioctylphosphonium-
chlorid,
2,2,3,3-TetrafluorpropyItrioctylphosphonium-
chlorid,
2,2,3, S.^.S^-Octafluorpentykrioctylphos-
phoniumchlorid,
Isobutyltriphenylphosphoniumbromid,
2-Pentyltriphenylphosphoniumbromid,
Tetraphenylarsoniumchlorid,
Benzyltriphenylarsoniumchlorid,
p-Methylbenzyltriphenylarsoniumbromid,
4-MethylbenzyItriphenylphosphoniumchlorid,
4-ChIorbenzyltriphenylphosphoniumchlorid,
ίο DiphenylmethyltriphenylphGsphoniumchiorid,
m-Trifluormethylbenzyltriphenylphosphoniumchlorid,
l-Naphthylmethyltriphenylphosphoniumchlorid,
2-Cyanbenzyltriphenylphosphoniumbromid,
4-CyanbutyltriphenyIphosphoniumbromid,
x-Carbäthoxybenzyltriphenylphosphoniumbromid,
Methoxymethyltriphenylphosphoniumchlorid, ao Allyloxymethyltriphenylphosphoniuinchforid und
Ein typischer Beschleuniger, der als Komponente B
einbezogen wird (Benzyltrioctylphosphoniumchlorid),
kann wie folgt hergestellt werden:
1. Man mischt 37,Og Trioctylphosphin, 25,2 g
Bcnzylchlorid und 20 ml Methanol. 2. Man erhitzt
das Gemisch 11 Stunden unter Stickstoff am Rückfluß bei 84 bis 900C. 3. Man entfernt das Methanol und
nicht umgesetztes Benzylchlorid durch Destillation mit 100 ml Wasser. 4. Man entfernt das Wasser mit
Hilfe eines Scheidetrichters. 5. Man trocknet das erhaltene rohe Produkt (Benzyltrioctylphosphoniumchlorid), indem e» 16 Stunden bei 25°Cder Einwirkung
trockner Luft in einer Laboratoriums-Abzugshaube unterworfen und dann 4 Stunden bei 55°C unter einem
Druck von etwa 2 mm Hg gehalten wird.
Die Herstellung von Phosphoniumverbindungen, die sich als Beschleuniger (Komponente B) eignen,
wird von D a ν i e s und Lewis in J. Chem. Soc.
1934, S. 1959, und von H e η d e r s ο η und Buckler
in J. Am Chem. 82, S. 5794, (1960) beschrieben. Geeignete Arsoniumverbindungen können nach dem
Verfahren hergestellt werden, das von Blicke,
W i 11 a r d und T a r a s in J. Am. Chem. Soc., 61,
S. 88 bis 90 (1939), und von K r ö h η k e in Chem. Ber. 83, S. 291 bis 296, (1950), beschrieben wird.
Geeignete Antimonverbindungen können in ähnlicher Weise hergestellt werden.
Bevor die Komponente B mit den anderen Bestandteilen der Mischung gemischt wird, ist es häufig
zweckmäßig, sie (z. B. durch Mischen in einem Mörser) mit feinen Teilchen eines Feststoffs zu kombinieren,
der keine nachteilige Reaktion mit der Komponente B
SS oder mit den anderen Bestandteilen der Mischung
eingeht. Beispielsweise kann sie in adsorbierter oder absorbierter Beziehung mit feinteiligem Calciumcarbonat, Calciumsilicat, Siliciumdioxyd od. dgl. unter
Bildung von Mehrkomponenten-Beschleunigerteilchen
zusammengegeben werden.
Die Mischungen gemäß der Erfindung können die Komponente B als einzigen Beschleuniger oder Gemische der Komponente B mit einer oder mehreren
Verbindungen enthalten, von denen bereits bekannt ist,
daß sie als Vulkanisationsbeschleuniger für das
elastomeren Copolymeren mit jedem Mischer ge-
mischt werden, der für die Herstellung von Kautschukmischungen üblicherweise verwendet wird, z. B. mit
einem Walzenmischer oder einem Banbury-Mischer. Bekannte Füllstoffe, Pigmente, porenbildende Mittel
und andere Zusätze können der Mischung ebenfalls S zugesetzt werden.
Die anfängliche Vulkanisation der vulkanisierbaren Mischungen wird vorzugsweise durch Erhitzen der
Mischungen auf etwa 149 bis 2040C für etwa 3 bis 30 Minuten durchgeführt. Übliche Kautschukvulkanisationspresscn. Formen, Strangpressen u. dgl., die mit
geeigneten Heiz- und Vulkanisationsmitteln versehen sind, können verwendet werden. Wenn ein Produkt
mit maximaler Wärmeständigkeit und Maßhaltigkeit gewünscht wird, wird vorzugsweise eine Nachvulkanisation vorgenommen, bei der die Formteile in einem
Ofen od. dgl. eine weitere Zeit von etwa 1 bis 48 Stunden auf etwa 204 bis 260° C erhitzt werden. Die beste
Vulkanisationszeit und die beste Vulkanisationstemperatur für einen bestimmten Zweck hängen
natürlich von Faktoren wie der Art und dem Anteil der Bestandteile und den gewünschten Eigenschaften
des Endprodukts ab.
Das Gemisch der Komponenten A und B und vorzugsweise auch der Komponenten C und D kann mit
einem Lösungsmittel für die Komponente A gemischt werden, um eine flüssige Mischung zu bilden, die sich
für die Herstellung von KlebstofFschichten, Anstrichen und Überzügen, Folien u. dgl. eignet. Bevorzugt als Lösungsmittel werden beispielsweise Aceton,
Methyläthylketon, Äthylacetat, Amylacetat und Tetrahydrofuran. Überraschenderweise können im wesentlichen unlösliche Überzüge durch Trocknen der beschichteten Gegenstände bei niedrigen Temperaturen
von etwa 22 bis 30" C hergestellt werden.
Die neuen Mischungen gemäß der Erfindung sind vorteilhaft für die Herstellung von Formtcilen aus
vulkanisierten Fluorelastomeren mit niedrigem Druckverformungsrest. Sie sind sehr vorteilhaft für die Herstellung von wärmebeständigen elastischen O-Dichtungsringen, Radialdichtungen, Schläuchen u. dgl. Die
Herstellung dieser Formteile gemäß der Erfindung hat die weiteren Vorteile einer schnellen Vulkanisation,
einer verbesserten Lagerbeständigkeit (insbesondere wenn die unvulkanisierten Mischungen warmer feuchter Luft ausgesetzt werden müssen), besserer Fließeigenschaften, die sich durch Ausschaltung einer
vorzeitigen Gelbildung ergeben, und guter Spann ungs-Dehnungseigenschaften.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert, in denen alle Mengenangaben sich auf das
Gewicht beziehen, falls nicht anders angegeben.
Drei erfindungsgemäße Mischungen auf Basis von Fluorelastomeren werden hergestellt, vulkanisiert und
geprüft. Die Zusammensetzungen und die Prüfergebnisse sind in Tabelle I genannt. Die Mischungen
unterscheiden sich voneinander in bezug auf die zugesetzte Menge des Beschleunigers. Diese Mischungen
haben die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten, die vorstehend beschrieben wurden.
Beispiel
2
Ruß
Minimum
Minimum
2,5 Minuten (cm/kg)
5 Minuten (cm/kg)
7,5 Minuten (cm/kg)
10 Minuten (cm/kg)
15 Minuten (cm/kg)
30 Minuten (cm/kg)
Nach Vulkanisation in der Presse und Nachvulkanisation, Zyklus-2
100
3
6
30
0,66
0,8
48
19
48
10
34,6
98
106
110
114
72
50
84
140
18
12
19
100
3
6
30
0,60
0,8
45
23
5,7
25,3
95
107
110
113
105
180
100 3 6 30 0,54 0,8
43 30 +
43 20 26
4,6
20,7 60 99 106
69
45 105 ISO
20
14
19
409 651 '308
552
Der Anteil jedes Bestandteils ist in der Tabelle in Gewichtsteilen angegeben. In jeder Mischung in
Tabelle I ist das Fluorelastomere ein Vinylidenfluorid-Hexafluorpropylen-Copolymeres
(60: 40) mit einer Mooney-Viskosität (ML-IO bei 1CO°C) von 60. Als
Beschleuniger enthalten die Mischungen an Calciumsilicat absorbiertes Benzyltrioctylphosphoniumchlorid,
wobei das Gewichtsverhältnis von Benzyltrioctylphosphoniumchlorid zu Calciumchlorid etwa 67:33
beträgt. to
Die in Tabelle I aufgeführten Mischungen werden durch Mischen der Bestandteile auf einem Zweiwalzenmischer
hergestellt, dessen Walzen eine Temperatur von etwa 250C haben. Der Test zur Ermittlung
des Anvulkanisierverhaltens nach M ο ο η e y (1) wird bei 121°C mit der frisch hergestellten Mischung nach
der ASTM-Methode D-1646-63 durchgeführt. Der A η vulkanisiertest (2) nach M ο ο η e y wird nach der
gleichen Methode, jedoch mit einer Probe der Mischung durchgeführt, die 3 Tage bei etwa 38°C und ao
100 °o relativer Feuchtigkeit gealtert worden ist. Die
Werte des Anvulkanisiertests in der Tabelle lassen die Verarbeitungssicherheit der Mischungen erkennen.
Zur Ermittlung der Vulkanisationsgeschwindigkeit wird ein Schwingscheiben-Rheometer bei etwa 168°C
wie folgt verwendet: Man schwingt eine mit Nut versehene Doppelkonusscheibe durch einen Bogen,
während sie fest zwischen zwei Prüfkörpern gepreßt ist, um die relative Viskosität zu messen. In gewissen
Abständen wird mit fortschreitender Vulkanisation (die Vulkanisationszeit in Minuten in der linken
Spalte) die Größe des Drehmoments (in cm/kg), das zum Schwingen der Scheibe erforderlich ist, als Maß
der Viskosität notiert. Die erhaltenen Werte können zur Anfertigung von Vulkanisationskurven verwendet
werden, indem die Viskositätswerte in Abhängigkeit von der Zeit aufgetragen werden. Die Vulkanisationsgeschwindigkeit wird durch die Neigung der Kurve an
ihrer steilsten Stelle angezeigt.
Die Shore-Härte (Durometer A) wird nach der ASTM-Methode D-674 ermittelt. Zur Vulkanisation
in der Presse und Machvulkanisation (Zyklus 2) werden die Proben 10 Minuten in der Presse bei etwa 168CC
vulkanisiert und in einem Ofen 24 Stunden bei etwj 232°C nachvulkanisiert. Die Vulkanisation in de
Presse wird unter einem Gesamtdruck von etwi 18 150 kg vorgenommen. Die Nachvulkanisation er
folgt in einem Ofen, in dem ein Gebläse die Luft um wälzt. Die Modulwerte, Zugfestigkeits- und Dehnung»
werte werden bei Raumtemperatur nach der ASTM Methode D-412-66 ermittelt. Die Werte des Druck
Verformungsrestes (Test 1) werden gemäß ASTM D-395-61, Methode B, mit O-Dichtungsringen vor
25,4 · 3,53 mm als Prüfkörper ermittelt. Dieser Tesi
wird 70 Stunden bei etwa 2040C durchgeführt. Di<
Werte des Druckverformungsrestes (Test 1 B) werder in der gleichen Weise , jedoch bei einer Temperatui
von 25° C ermittelt. Die Werte des Druckverformungsrestes
(Test 2) werden in der gleichen Weise wie beim Test 1 ermittelt, wobei jedoch an Stelle der 0-Ring«
Prüfkörper für die Ermittlung der Rückprallelastizitäl nach Y e r ζ I e y verwendet werden, die eine Dick«
VQn 12,7 mm und einen Durchmesser von 19 mm haben.
B e i s ρ i e 1 e 4 bis 7
Die in Tabelle II genannten Mischungen auf Basis von Fluorelastomeren werden hergestellt und geprüft,
um die Verwendung anderer Beschleuniger in der obengenannten Komponente B zu veranschaulichen. Die
folgenden Beschleuniger werden verwendet:
Beispiel
Methyltrioctylphosphoniumdimethyl-
phosphat
Methyltrioctylphosphoniumchlorid Methyltrioctylphosphoniumacetat Methyltrioctylphosphoniumtetrafluorborat
Die in Tabelle II genannte Menge des Beschleunigers in jeder Mischung ist die Menge des obengenannten
aktiven Bestandteils. Der Beschleuniger wurde als Mehrkom ponentenmaterial zugesetzt, das pro 100 Teile
etwa 67 Teile des aktiven Bestandteils an 33 Teilen Calciumsilicat absorbiert enthielt.
Zusammensetzung
Fluorelastomeres
Magnesiumoxyd
Calciumhydroxyd
Ruß
Beschleuniger
Hydrochinon
Test mit dem Schwingscheiben-Rheometer
5 M i nuten (cm/kg)
10 Minuten (cm/kg)
15 Minuten (cm/kg)
20 Minuten (cm/kg)
30 Minuten (cm/kg)
Vulkanisation in der Presse und Nachvulkanisation, Zyklus 2
Mod ul bei 100°o Dehnung, kg/cm2
Z ugfestigkeit, kg/cm2
Bruchdehnung, %
Druckverformungsrest, Test 1
Druckverformungsrest, Test 2
100
3
6
30
0,48
1,0
3
6
30
0,48
1,0
91
122
124
125
126
122
124
125
126
77
116
130
22
23
100
3
6
30
0,33
1,0
3
6
30
0,33
1,0
86
102
106
109
69
112
160
18
23
100 3 6
30 0,40 1,0
21
94 103 107 110
91 90 13 23
100 3 6 30 0,40 0,8
30 119 122 124 126
73
116
150
30
29
552
Die in Tabellen aufgeführten Mischungen und die
weiteren nachstehend genannten Mischungen enthalten, falls nicht anders angegeben, das gleiche Fluorelastomer
und den gleichen Ruß wie die in Tabelle I genannten Mischungen. Ebenso sind die Herstellungs-,
Misch- und Prüfmethoden die gleichen wie bei den in Tabelle I genannten Mischungen.
Eine Mischung mit den gleichen Verwendungsmöglichkeiten wie die im Beispiel 7 beschriebene
Mischung wird auf die im Beispiel 7 beschriebene
Weise hergestellt mit dem Unterschied, daß 1,5 Teile
Isopropyliden-bis(4-hydroxybenzol) an Stelle von Hydrochinon verwendet werden. Die Prüfergebnisse
sind in Tabelle III genannt. Die Werte des Druck-Verformungsrestes, Test 1-A, werden in der gleichen
Weise wie beim Test 1 ermittelt, außer daß die Prüfzeit 336 Stunden beträgt. Die Vulkanisation in der
Presse und die Nächvulkanisation im Fall vom Beispiel & werden unter folgenden Bedingungen durch-
o geführt: Vulkanisation in der Presse 7 Minuten bei
177°C, Nachvulkanisation im Wärmeschrank 24Stunden bei 2320C.
10
11
Test mit dem Schwingscheiben-Rheometer
2,5 Minuten (cm/kg)
5 Minuten (cm/kg)
7,5 Minuten (cm/kg)
10 Minuten (cm/kg)
15 Minuten (cm/kg)
20 Minuten (cm/kg)
30 Minuten (cm/kg)
Nach der Vulkanisation in der Presse und Nachvulkanisation
Shore-Härte
Modul bei 100% Dehnung, kg/cm2
Zugfestigkeit, kg/cm2
Bruchdehnung, %
Druckverformungsrest, Test 1
Druckverformungsrest, Test 1-A
Druckverformungsrest, Test 2
2,3
46
108
110
112
113
113
46
108
110
112
113
113
74
56
81
125
28
62
28
56
81
125
28
62
28
2,3
3,5
15
75
99
102
105
3,5
15
75
99
102
105
71
49
101
170
16
2,3
4,6
33
107
125
128
129
74
74
95
125
18
2,3
3,5
74
85
99
100
100
3,5
74
85
99
100
100
79
55
105
175
19
Beispiele 9 bis 11
Mischungen mit den gleichen Verwendungsmöglichkeiten wie die in Tabelle I aufgeführten Mischungen
(mit den in Tabelle III genannten Prüfwerten) werden auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise mit folgenden
Unterschieden hergestellt:
Im Fall vom Beispiel 9 besteht der Beschleuniger aus
0,75 Teilen Benzyltriphenylphosphoniumchlorid, das an Calciumsilicat absorbiert ist, bei einem Gewichtsverhältnis von etwa 67: 33. Die Hydrochinonmenge
beträgt 1,0 Teil, und die Vulkanisation und Nachvulkanisation werden unter folgenden Bedingungen
vorgenommen. Vulkanisation in der Presse 8 Minuten bei 177°C; Nachvulkanisation 24 Stunden bei 232°C.
Im FaH vom Beispiel 10 wird der gleiche Beschleuniger
verwendet. Die Vulkanisation in der Presse und die Nachvulkanisation werden in der gleichen Weise
wie im Beispiel 9 durchgeführt, und das Hydrochinon wird durch 1,25 Teile 2-Methylresorcin ersetzt.
Im Fall vom Beispiel 11 ist der Beschleuniger der
gleiche wie im Beispiel 9, jedoch wird er in einer Menge von 1,0 Teil verwendet. Das Hydrochinon wird
durch 2,0 Teile Hexafluorisopropyliden-bis(4-hydroxybenzol)
ersetzt. Die Vulkanisation in der Presse wird 5 Minuten bei etwa 185° C und die Nachvulkanisation
24 Stunden bei 232°C vorgenommen.
Weitere gute Mischungen gemäß der Erfindung können auf die rm Beispiel 9 beschriebene Weise,
jedoch unter Verwendung von 2,5 Teilen Isopropylidenbis(4-hydroxy-3-methylbt.nzoI)
oder 1,65 Teilen tert.-Butylhydrochinon an Stelle von Hydrochinon hergestellt werden.
Eine brauchbare erfindungsgemäße Mischung wird auch erhalten, wenn nur das Fluorelastomere und der
Beschleuniger vom Beispiel 11 in dem in diesem Beispiel genannten Mengenverhältnis gemischt werden.
Wie bereits erwähnt, kann das erhaltene Zweikomponentengemisch später mit verschiedenen Zusatzstoffen
(z. B. den anderen im Beispiel 11 genannten Bestandteilen) gemischt werden, bevor die Mischung zu
vulkanisierten Endprodukten verarbeitet wird. Ein Dreikomponentengemisch, in dem die im Beispiel 11
genannte Metallverbindung oder Polyhydroxyverbindung mit dem Zweikomponentengemisch im angegebenen
Mengenverhältnis gemischt wird, ist ebenfalls ein brauchbares Handelsprodukt, das gelagert,
zum Versand gebracht und später mit gewissen Zusatzstoffen gemischt werden kann, bevor es zu vulkanisierten
Endprodukten verarbeitet wird.
Beispiele 12 bis 19
Weitere wertvolle Mischungen gemäß der Erfindung mit ähnlichen PrOfergebnissen, wie sie oben genannt
wurden, werden auf die im Betspiel 2 beschriebene Weise mit folgenden Unterschieden hergestellt:
Im Fall vom Beispiel 12 beträgt die Magnesiiimoxydmenge
2 Teile. Der aktive Bestandteil des Beschleunigers ist Methoxyäthoxyäthyltrioctylphosphoniumchlorid.
Ebenso wie im Beispiel 2 ist der Beschleunig« ein Mehrkomponentenmaterial (Verhältnis des aktiven
Bestandteils zu Calciumsilicat 67: 33).
552
Im Fall vom Beispiel 13 beträgt die Magnesiumoxydmenge 2 Teile. Der aktive Bestandteil des Beschleunigers ist Tetraoctylphosphoniumbromid, und die
Beschleunigermenge beträgt 0,7 Teile.
Im Fall vom Beispiel 14 enthält der Beschleuniger Benzyllrioctylphosphoniumchlorid als aktiven Bestandteil.
Im Beispiel 15 enthält der "Beschleuniger Butyltrioctylphosphoniumbromid als aktiven Bestandteil.
Im Beispiel 16 beträgt die Beschleuniigermenge
0,75 Teile. Der Beschleuniger enthält Tetrabutylphosphoniumchlorid als aktiven Bestandteil, und die
Hydrochinonmenge beträgt 1,0 Teil.
Im Beispiel 17 werden 0,7 Teile Beschleuniger verwendet, der m-Trifluormethylbenzyllrioctylphosphoniumbromid als aktiven Bestandteil enthält. Im Beispiel 18 wird 1,0 Teil Beschleuniger verwendet, der
2,2,3,3-Tetrafluorpropyltrioctylphosphoniumchloridals
aktiven Bestandteil enthält
Im Beispiel 19 werden 1,2 Teile Beschleuniger verwendet, der 2,2,3,3,4,4,5,5-Octafluorpentyltrioctylphosphoniumchlorid als aktiven Bestandteil enthält.
Weitere brauchbare Mischungen gemäß der
findung mit ähnlichen guten Prüfergebnissen
Tabelle IV genannt) werden auf die im Beispiel 2 beschriebene Weise hergestellt mit dem Unterschied,
daß a) die Beschlcunigermenge im Beispiel 22 0,7 Teile beträgt, b) das Hydrochinon in jeder Mischung durch
2 Teile Hexafluonsopropyliden-bis(4-hydroxybenzol) ersetzt wird und c) die folgenden Beschleuniger verwendet werden:
Bei- 10 spiel |
Aktiver Bestandteil dies Beschleunigers |
20 | 4-Methylbenzyltriphenylphosphonium- |
chlorid | |
21 | 4-Chlorbenzyltriphenylphosphoniumchlorid |
5 22 | Diphcnylmethyltriphenylphosphonium- |
chlorid | |
23 | m-Trifluormethylbenzyltriphenyl- |
phosphoniumchlorid | |
1-Naphthylmethyltriphenylphosphonium- | |
chlorid | |
25 | Methyltriphenylarsoniumtetrafluorborat |
Die Vulkanisation in der Presse wird 7 Minuten Er- 15 bei 185° C und die Nachvulkanisation im Ofen
(in 24 Stunden bei 232° C vorgenommen.
21 | Beispiel | 22 | 23 | 24 | 25 | |
20 | 3,5 | 4,6 | 3,5 | 2,3 | 2,3 | |
5,8 | 12,7 | 102 | 35 | 4,6 | 92 | |
86 | 97 | 105 | 91 | 83 | 102 | |
95 | 99 | 106 | 91 | 89 | 102 | |
97 | 102 | 106 | 91 | 91 | 102 | |
99 | 75 | 71 | 71 | 71 | 69 | |
74 | 50 | 53 | 53 | 49 | 46 | |
56 | 95 | 112 | 116 | 116 | 109 | |
88 | 165 | 180 | 175 | 190 | 185 | |
145 | 19 | 17 | 15 | 16 | 17 | |
21 | 14 | 19 | 18 | 17 | 18 | |
25 | Beispiel 26 | |||||
2,5 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
5 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
7,5 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
10 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
30 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
Nach der Vulkanisation in der Presse und Nachvulkanisation
Weitere gute Mischungen gemäß der Erfindung können im wesentlichen in der gleichen Weise wie im
Beispiel 20 hergestellt werden, wenn der Beschleuniger
(aktiver Bestandteil) ganz oder teilweise durch eine oder mehrere 'der folgenden Verbindungen ersetzt
wird:
2-Cyanbenzyltriphenylphosphoniumbromid,
4-Cyanbutyltrrpnenylphosphoniumbromid,
2.6-Dichlorbenzyltriphenylphosphoniumbromid,
ix-Carbäthoxybenzyltriphenylphosphonium-
bromid,
Carbäthoxymethyltriphenylphosphoniumbroraid,
l-CarbäthoxyätJiyltriphenylphosphoniumbromid,
Methoxymethyltriphenylphosphoniunichlorid,
AHyloxymethyltriphenylphosphoniumchlorid,
Allyltriphenylphosphoniumchlorid,
Tetraphenylarsoniiimchlorid,
Tetraphenylstiboniumbromid.
Eine flussige Mischung, die sich für die Herstellung
von wärme- und lösungsmittelbeständigen Klebstoff schichten und Oberzügen eignet, wird wie folgt her
gestellt:
Auf einem Zweiwalzenmischer werden 200 g de
im Beispiel 1 verwendeten Fluorelastomeren, 8 j Magneshimoxyd, 8 g Calciumhydroxyd, 1 g Benzyl
triphenylphosphoniumchlorid und 4 g Hexafluor
isopropyliden-bis(4-hydroxybenzol) gemischt. Daai
werden 264 g des erhaltenen Gemisches mit 160 m Methyläthyiketon bei 25° C gemischt, bis das Fluor
elastomere aufgelöst ist und sich eine gleichmäßig! flüssige Mischung gebildet hat.
Eine dünne Schicht dieser Mischung, die auf ei» Unterlage (z. B. Glas oder Stoff) aufgetragen un<
14 Stunden bei 25°C getrocknet wird, ist in Methyl äthylketon und verschiedenen anderen Lösungs
mitteln, die normalerweise zur Auflösung des unvulkanisierten Fluorelastomeren verwendet werden, im
wesentlichen unlöslich. Dies ist sehr überraschend, da die auf dem Walzenmischer hergestellte trockene
Mischung lange Zeit (z. B. mehrere Wochen) bei 25° C gelagert werden kann, ohne zu vulkanisieren.
Dieses Beispiel veranschaulicht ah Verwendung eines
anderen Beschleunigers. Eine andere Mischung, mit der gute Prüfergebnisse erhalten werden, wird hergestellt, indem 100 Teile des Fluorelastomeren, 4 Teile
Magnesiumoxyd, 4 Teile Calciumhydroxyd, 30 Teile Ruß, 2 Teile des im Beispiel 11 verwendeten Vernetzungsmittels (Hexafluorisopropyliden-bis(4-hydroxybenzol)) und 0,6 Teile Benzyl-tris(4-methoxyphenyi)-phosphoniumchlorid als Beschleuniger gemischt werden. Der Beschleuniger wird zugesetzt,
ohne daß er an Calciumsilicat od. dgl. gebunden ist.
Diese Beispiele veranschaulichen die Verwendung anderer Vernetzungsmittel, die zu den oben als Komponente D genannten Verbindungen gehören. Weitere
Mischungen, mit denen gute Prüfergebnisse erhalten werden, werden hergestellt, indem 100 Teile des
Fluorelastomeren, 4 Teile Magnesiumoxyd, 4 Teile Calciumhydroxyd, 30 Teile Ruß, das Vernetzungsmittel in den nachstehend genannten Mengen und
als Beschleuniger (ebenso wie im Beispiel 27 nicht mit Calciumsilicat od. dgl. kombiniert) 0,8 Teile Benzyltriphenylphosphoniumchlorid gemischt werden, wobei
jedoch im Fall vom Beispiel 31 die Beschleunigermenge 2,5 Teile und im Fall vom Beispiel 35 die
Beschleunigermenge 1,0 Teil beträgt. Das im Beispiel 30 verwendete Vernetzungsmittel ist besonders vorteilhaft,
wenn eine sehr schnelle Vulkanisation gewünscht wird.
Bei
spiet |
Vernetzungsmittel | Teile |
28 | 1,4,9,10-Tetrahydroxyanthracen | 1,5 |
29 | 2,2',4,4'-Tetrahydroxybenzophenon | 1,5 |
30 | 2,4-Dihydroxybenzophenon | 1,5 |
31 | 2,4-Dihydroxybenzoesäure | 1,4 |
32 | 4,4'-Dihydroxytetraphenylmethan | 2,0 |
33 | 2,6-Dihydroxyanthrachinon | 2,2 |
34 | 3,6-Dihydroxyanthon | !,5 |
35 | PyromelIitsäure-bis-(-p-hydroxy- | 3,0 |
phenylimid) | ||
36 | 2,4-Dihydroxyacetophenon | 1,0 |
37 | 4,4'-Dihydroxybenzophenon | 1,5 |
38 | 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfoxyd | 2,0 |
39 | 4,4'Dihydroxydiphenylsulfra | 2,0 |
40 | 2,4-DibenzoyIresorcin | 2,0 |
41 | 2,4,5-Trihydroxybutyrophenon | 1,5 |
42 | 2,4-Dihydroxybenzaldehyd | 1,5 |
Mit den für die Beispiele 30, 31 und 39 verwendeten Vernetzungsmitteln werden besonders gute Ergebnisse
bei annehmbaren Kosten erhalten.
B e i s ρ i e 1 43
Dieses Beispiel veranschaulicht eine besonders bevorzugte Ausführungsform der neuen Mischung für
Anwendungen, bei denen eine außergewöhnlich hohe Beständigkeit gegen einen übermäßigen Anstieg der
Werte des Druckverformungsrestes, der eintritt, wenn vulkanisierte Dichtungsringe u. dgl. längere Zeit
Druckbeanspruchungen bei hohen Temperaturen unterworfen werden, erforderlich ist. Die Mischung wird
durch Mischen der folgenden Bestandteile auf einem Zweiwalzenmischer hergestellt, dessen Walzen eine
Temperatur von etwa 25°C haben: 100 Teile des im Beispiel 1 genannten Fluorelastomeren, 4 Teile Magnesiumoxyd, 2 Teile Calciumhydroxyd, 30 Teile MT-RuB, 0,5 Teile Benzyltriphenylphosphoniumchlorid
als Beschleuniger (nicht gebunden wie im Beispiel 27)
ίο und 2 Teile Hexafluorisopropyliden-bis(4-hydroxybenzol) als Vernetzungsmittel.
Es ist zu bemerken, daß in dieser Mischung ein Vulkanisationssystem verwendet wird, das aus einer
Aralkyltriarylphosphoniumverbindung als Beschleu-
niger in Kombination mit einer aromatischen PoIyhydroxyverbindung als Vernetzungsmittel, nämlich
einem Bisphenol mit einem Oxydationspotential von 2,07 V besteht. Die Gruppe, die die beiden Ringe in
der BisphenolformeJ verbindet, ist eine Elektronen
ao entziehende Gruppe (perfluoriertes Alkyliden). Die
folgenden Beispielen beschriebenen Mischungen sind
in Tabelle V genannt.
»5 Rheometer wird bei 169° C durchgeführt. Diese Prüfmethode ist im Beispiel 1 beschrieben. Zur Vulkanisation in der Presse und Nachvulkanisation werden
die Proben 30 Minuten in der Presse bei 169°C vulkanisiert und in einem Ofen mit Luftzirkulation
20 Stunden bei 26O°C nachvulkanisiert, nachdem der
Ofen und die Proben innerhalb von 4 Stunden auf die Temperatur von 26O°C gebracht worden waren. Die
Werte des Druck verformungsrestes werden mit O-Dichtungsringen ermittelt, die nach der im Beispiel 1 be-
schriebenen Methode bei 204° C während der in Tabelle V genannten Zeit zusammengedrückt werden.
Weitere Anmerkungen über die Ergebnisse, die mit der in diesem Beispiel beschriebenen Mischung erhalten
wurden, werden im Beispiel 44 gemacht.
Der im Beispiel 43 beschriebene Versuch wird wiederholt mit dem Unterschied, daß an Stelle des dort
genannten Vernetzungsmittels eine genügende Hydro-
chinonmenge (1 Teil) verwendet wird, um eine angemessene Vulkanisationsgeschwindigkeit zu erzielen.
Hydrochinon ist eine aromatische Polyhydroxyverbindung mit einem Oxydationspotential weit unter
1,5 V und einem keine Elektronen entziehenden Sub
stituenten am aromatischen Ring. Die Prüfergebnisse
sind in Tabelle V genannt. Es ist ersichtlich, daß der Wert des Druckverformungsrestes dieser Mischung
nach 70 Stunden um 20% und nach 336 Stunden um 48 % höher ist als der für die Mischung des Beispiels 43
ermittelte Druckverformungsrest. Die für die Mischung vom Beispiel 43 ermittelten Werte des Druckverformungsrestes sind somit überraschend günstig,
selbst im Vergleich zu den Werten, die für die Mischung des Beispiels 44 (die an sich schon eine sehr
vorteilhafte Mischung ist, die einen bedeutenden Fortschritt der Technik darstellt) ermittelt wurden.
Die Mischung des Beispiels 43 wäre äußerst vorteilhaft für gewisse Anwendungen, für die die Mischung des
Beispiels 44 kaum brauchbar oder unbrauchbar wäre.
B e i s ρ i e 1 45
Der im Beispiel 43 beschriebene Versuch wird wiederholt mit dem Unterschied, daß 10 Teile an
409051/308
Λο
Stelle von 4 Teilen Magnesiumoxyd in der Mischung verwendet werden und der Test mit dem Schwingscneiben-Rheometer
bei 177° C durchgeführt wird. Die Ergebnisse sind in Tabelle V genannt.
5 Beispiel 46
Der im Beispiel 45 beschriebene Versuch wird wiederholt mit dem Unterschied, daß an Stelle des
dort verwendeten Vernetzungsmittels 1 Teil Hydrochinon verwendet wird. Die Ergebnisse sind in
Tabelle V genannt Die Werte des Druckverformungsrestes dieser Mischung liegen nach 70 Stunden um
42 /a und nach 168 Stunden um 46% über den Werten
fur die Mischung des Beispiels 45. Es ist sehr überraschend, daß die für die Mischung des Beispiels 45
ermittelten Werte des Druckverformungsrestes um so viel besser sind als die Werte für die Mischung des
Beispiels 46, da die letztere an sich schon eine sehr vorteilhafte Mischung ist, die einen bedeutenden
technischen Fortschritt darstellt. ao
Der im Beispiel 45 beschriebene Versuch wird wiederholt mit dem Unterschied, daß der dort genannte
Beschleuniger durch Tetrabutylphosphonium- a5
bromid in einer genügenden Menge ersetzt wird (0,53 Teile), um eine angemessene Vulkanisationsgeschwindigkeit zu erzielen. Die Prüfergebnisse sind
in Tabelle V genannt. Diese Ergebnisse zeigen, daß die Werte des Druckverformungsrestes für diese Mischung
nach 168 Stunden um etwa 15 % und nach 336 Stunden um etwa 22% über den Werten für die Mischung des
Beispiels 45 liegen.
Wenn O-Dichtungsringe in der im Beispiel 47 beschriebenen
Weise, jedoch unter Verwendung von Methyltrioctylphosphoniumdimethylphosphat hergestellt
werden, sind die Werte des Druckverformungsrestes wiederum viel höher als die für die Mischung
des Beispiels 45 ermittelten Werte, wenn die Prüfung
für eine lange Zeit bei verhältnismäßig hoher Tempe- *o
ratur durchgeführt wird.
Der im Beispiel 45 beschriebene Versuch wird wiederholt mit dem Unterschied, daß das dort ge-
nannte Vernetzungsmittel durch 1 Teil Hydrochinon und der im Beispiel 45 genannte Beschleuniger durch
0,53 Teile Tetraburylphüsphoniumbromid ersetzt wird.
Die Prüfergebnisse sind in Tabelle V genannt. Sie zeigen, daß die Werte des Druckverformungsrestes
für diess Mischung nach 168 Stunden um etwa 23 %,
nach 336 Stunden um etwa 28 % und nach 672 Stunden um etwa 30% höher Wegen als die Werte für die Mischung
des Beispiels 45.
Eine erste Gruppe von O-Dichtungsringen wird auf die im Beispiel 43 beschriebene Weise hergestellt und
geprüft. Die Mischung enthält 3 Teile Magnesiumü.xyd, 6 Teile Calciumhydroxyd und 2,4 Teile Vernetzungsmittel.
Die Vulkanisation und Nachvulkanisation werden unter folgenden Bedingungen vorgenommen:
Vulkanisation in der Presse 7 Minuten bei 177° C;
Nachvulkanisation 24 Stunden bei 232° C. Der Druckverformungsrest
wird bei einer Temperatur von 2000C ermittelt. Der Wert des Druckverformungsrestes
beträgt 12% nach 70 Stunden und 26% nach 336 Stunden.
Eine zweite Gruppe von O-Dichtungsringen wird in der gleichen Weise wie die erste Gruppe hergestellt
mit dem Unterschied, daß als Vernetzungsmittel 1 Teil Hydrochinon an Stelle von Hexaluorisopropylidenbis(4-hydroxybenzol)
verwendet wird. Der Druckverformungsrest beträgt 18% nach 70 Stunden (50% höher) und 41 % nach 336 Stunden oder 58 % mehr als
bei der ersten Gruppe von Dichtungsringen.
Auf (Jiund ihrer überraschend besseren Eigenschaften
in bezug auf den Druckverformungsrest eignen sich die O-Dichtungsringe der ersten Gruppe
für gewisse Anwendungen, bei denen hohe Beanspruchungen auftreten, unter denen die O-Dichtungsringe
der zweiten Gruppe kaum brauchbar oder unbrauchbar wären. Es ist jedoch zu bemerken, daß
die O-Dichtungsringe der zweiten Gruppe überaus vorteilhaft bei zahlreichen Anwendungen sind, bei
denen viele Typen bekannter O-Dichtungsringe kaum brauchbar oder unbrauchbar wären.
I 44 | Beispiel | 45 | I « | I « I | |
43 | 2,3 | 3,5 | 4,6 | 8 | |
2,3 | 13,8 | 31 | 10,4 | 100 | |
5,8 | 100 | 78 | 35 | 108 | |
89 | 109 | 88 | 78 | 115 | |
122 | 10,4 | 10 | 15 | 7 | |
13,6 | 72 | 72 | 74 | 77 | |
71 | 63 | 67 | 63 | 95 | |
60,5 | 123 | 141 | 127 | 144 | |
127 | 160 | 153 | 160 | 133 | |
170 | 18 | 19 | 27 | 20 | |
15 | 32 | 26 | 38 | 30 | |
21 | 43 | 36 | 50 | 44 | |
29 | 56 | 54 | 69 | 62 | |
39 | 70 | ||||
50 | |||||
48
Test mit dem Schwingscheiben-Rheometer
5 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
10 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
15 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
30 Minuten (Drehmoment, cm/kg)
Zeit bis zu einer Anzeige von 35 Minuten
Nach der Vulkanisation in der Presse und Nachvulkanisation
Shore-Härte
Shore-Härte
Modul bei 100% Dehnung, kg/cm»
Zugfestigkeit, kg/cm2
Bruchdehnung, %
Druckverformungsrest
70 Stunden
168 Stunden
336 Stunden
672 Stunden
1008 Stunden
5,8
43
88
104
43
88
104
102
127
113
127
113
Claims (1)
1. Wärmehärtbare Formmassen auf der Basis
•von Vinylidenfluoridmirchpolymerisaten, bestehend
aus:
A Mischpolymerisaten des Vinylidenfluorids mit
anderen fluorierten Monomeren,
B 0,1 bis 3,0 Gewichtsteilen (bezogen auf 100 Gewichtsteile Mischpolymerisat) eines Vulkanisationbeschleunigen
der allgemeinen Formel
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---|---|
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CA (1) | CA945300A (de) |
DE (1) | DE2127958C3 (de) |
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GB (1) | GB1358392A (de) |
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