DE2102763C3 - Filterschicht, insbesondere für ein Drainagerohr - Google Patents
Filterschicht, insbesondere für ein DrainagerohrInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B11/00—Drainage of soil, e.g. for agricultural purposes
- E02B11/005—Drainage conduits
Landscapes
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- Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Filterschicht mit mindettens
zwei Lagen, insbesondere für ein Drainagerohr.
Filterschichten, insbesondere für Drainagerohre der vorbezeichneten Gattung, sind in verschiedenen Ausführungen
für die speziellen Einsatzzwecke bekannt. Die Bodenverhältnisse sind stets unterschiedlich, so daß
die verschiedensten Materialien als Filter für die Drainrohre verwendet werden. Grundsätzlich unterscheidet
man natürliches und synthetisches Filtermaterial. Nach dem deutschen Gebrauchsmuster 1 853 197 ist bereits
die Verwendung von Torf, also einem natürlichen Filtermaterial, für Drainagezwecke bekannt. Eine sehr
lange Lebensdauer haben synthetische Filtermaterialien, da sie im Boden praktisch unbegrenzt beständig
sind. Nach dem deutschen Gebrauchsmuster 1 850 828 ist eine Vollummantelung der Drainrohre mit einer Filterschicht
aus fein- und langfädigen Glasfasern bekannt. Diese Glasfilterlage wird von einer zweiten
Lage aus leimfreiem Papier umgeben, die dazu dient, der Glasfaserschicht eine ausreichend mechanische Festigkeit
zu geben, damit das Verlegen des mit Glasfasern ummantelten Drainrohres erleichtert wird.
Beim Anlaufen des Filterbetriebs bei frisch verlegtem Drainagerohr und frisch zugeschüttetem Drainagerohrgraben
dringen mit dem ersten abzuleitenden Wasser besonders feine Bodenteilchen in das Filter ein,
weil der Boden sich noch nicht gesetzt hat und sich damit im Boden noch keine Wasseradern von bleibendem
Querschnitt gebildet haben. Dieser Anlaufvorgang ist für die Filter besonders kritisch, weil sie mit kleinsten
Teilchen durchsetzt werden und die bekannten Filter dadurch nur zu oft weitgehend verstopft werden.
Die bekannten Filter werden daher schon in der Anfangsphase weitgehend unbrauchbar. Insbesondere ist
dies der Fall bei Filtern, die nur aus voll synthetischen Fasern wie z. B. den Glasfasern bestehen. Die aneinanderliegenden
Fasern eines synthetischen Filters können von dem sich setzenden Boden noch etwas zusammendrückt
werden, so daß die Zwischenräume zwischen
den Fasern weitgehend verkleinert werden. In die minimalen verbleibenden Lücken setzen sich die Feinstteile
aus dem Erdreich bereits in der Anlaufphase des F-ilterhzw
Drainagevorganges fesr. Die nach dem Gebrauchsmuster 1 850 828 zur umhüllung der eigentlichen
Filterlage bekannte Papierschicht verhindert zwar das Eintreten feinster Bodenteilchen in die Glasfaserlage
während des ersten Anlaufabschnittes der Filterung, jedoch ist die Papierschicht auch für den Wasserdurchtritt
so hemmend, daß von einer Wasserspende einer frisch verlegten, mit diesem Filter versehenen Rohrleitung
kaum gesprochen werden kann. Zwar zerfällt das Papier nach einiger Zeit im Boden zu einer gallertartigen
Masse, die jedoch in die Glasfasern eindringt und die Zwischenräume verstopft.
Es ist auch bekannt, als Material für die Filterschicht
aufgeschäumtes zerkleinertes Polystyrol zu verwenden, ίο In der Anlaufphase können sich die Poren zwischen
den einzelnen Körnchen des Polystyrols jedoch ebenfalls durch eingeschwemmte Bodenteilchen verstopfen
(»Wasser und Boden«, 1964, Heft 12, S. 403 bis 405).
Es ist also ein Nachteil der bekannten Drainageroh-2<
re die eine Filterummantelung aufweisen, daß die Pnmärverschlammung,
d. h. das Dichtsetzen der Oberfläche der Filterschicht, die bei jedem frisch verlegtem
Drainagerohr auftritt, die hydraulische Wirkung des Drainagerohres erheblich und nachhaltig vermindert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filterschicht insbesondere für Drainagerohre zu schaffen,
die ihre Offenporigkeit langfristig beibehält.
Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß gelöst durch eine Filterschicht mit mindestens zwei Lagen, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß die innere Lage aus langsam verrottendem organischem filterndem Material
und daß die äußere Lage als Primärfilter aus natürlichen, schnell verrottenden Fasern besteht. Diese Filterschicht
ist als Umhüllung des Drainagerohres ausgebildet, wobei die natürlichen, schnell verrottenden Fasern
als äußere Lage angeordnet sind. Für die am Rohr anliegende innere Filterlage wird ein unverrottbares filterndes
Material wie Kokosfasern oder Torffasern verwendet. Dieses Material hält sich im Boden viele Jahre
4S und besitzt ausgezeichnete Filtereigenschaften, da die
Fasern des Materials selbst wasserleitend sind, so daß selbst bei Zusammendrücken des Filters keine »Sperrwände«
entstehen, sondern das Wasser auch noch durch die Fasern selbst in Längs- und Querrichtung hindurchdringen
kann. Über dieser ersten Filterlage ist eine zweite äußere Filterlage angeordnet, die von
einem Textil aus natürlichen Fasern gebildet ist. Diese Filterschicht hat nur die Aufgabe in der Anlaufphase
die Primärverschlämmung zu verhindern, also die feinsten Bodenteilchen aufzufangen und daran zu hindern,,
in die erste Filterlage einzudringen. Die natürlichen Fasern dieser äußeren Filterlage verrotten dann zu einem
Zeitpunkt, bis zu dem sich die zunächst instabilen Bodenverhältnisse geändert haben, d.h. der Boden sich
gesetzt hat und sich Wasseradern im Boden ausgebildet haben. Durch Zusammensinken der äußeren Lage während
des Verrottens werden weitere Wasserkanäle frei. Die äußere verrottende Lage vergrößert dadurch vorteilhaft
nachträglich den hydraulischen Radius des Drainagestranges, was sich auch in einer stärkeren
Wasserspende bemerkbar macht. Die äußere Lage der Filterschicht erfüllt vorteilhaft eine Schutzfilterfunktion,
um angeschwemmte Bodenteilchen vom eigentli-
chen filternden, langsam verrottenden Material der inneren Lage abzuhalten.
Als Material für die äußere Lage eignen sich besonders Zellulose, Baumwolle, Jute, Sisal od. dgl., da diese
die Fähigkeit aufweisen, sich in Böden mit oxydierender oder reduzierender Wirkung aufzulösen. Nachdem
sich die äußere Lage aus diesem organischen Textil aufgelöst hat, kann das Wasser ungehindert in die vorzugsweise
aus Torf oder Kokosfasern bzw. zerkleinertem geschäumtem Polystyrol bestehende Schicht, die
um das Rohr gelegt ist, eintreten, wodurch sich die hydraulischer Werte des Drainagerohres wesentlich erhöhen.
Das Verhältnis der hydraulischen Werte, vor und nach Auflösung der äußeren Lage, beträgt ungefähr
1 :6. Diese Steigerung ist mit den herkömmlichen Filterschichten aus synthetischen Acrylgeweben. Filzen
und Glasfasern nicht zu erreichen, da sich diese im Boden nicht auflösen und ihre Oberfläche durch Primärversehlämmung
daher relativ undurchlässig bleibt.
Die erfindungsgemäiie FiI!erschient kann auch als
Filtermatte ausgebildet sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Die Abbildung zeigt ein Drainagerohr
1, das aus einem wasserführenden Schutzrohr 4, einer um dieses Schlitzrohr angeordneien inneren Lage
3 aus langsam verrottendem organischem filterndem Materia! und einer Außenumhüllung bzw. dem Primärfilter
2 besteht.
Der Primärfilter 2 ist aus natürlichen, schnell verrottenden Fasern hergestellt, d. h. aus Zellulose. Baumwolle,
Jute oder Sisal od. dgl. Die Wahl des Materials für den Primärfilter 2 hängt von der oxydierenden bzw.
reduzierenden Wirkung des Bodens, in den das Drainrohr verlegt werden soll, ab.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Filterschicht mit mindestens zwei ILagen insbesondere für ein Drainagerohr, dadurch ge kennzeichnet daß die innere Lage aus lang iam verrouende-'organischem filterndem Material Und daß die äußere Lage als Primärf .heraus naturlichen, schnell verrottenden Fasern gesteht2. Filterschicht nach Anspruch 1, dfdurc zeichnet, daß die Filterschicht als Umhüg Drainagerohres ausgebildet ist. wobei die na urli chen, schnell verrollenden Fasern als äußere Lageangeordnet sind. HaHnrch3. Filterschicht nach Anspruch 1 oder 2,,dadurch gekennzeichnet, daß die innere Lage als Torff.lter TSierihlcht nach Anspiuchl oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die innere Lage aus zerkleinertem geschäumtem Polystyrol besteht.5. Filterschicht nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die innere Lage aus Kokosta-sern besteht. , .6. Filterschicht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Lage aus Zellulose oder Baumwolle oder Jute oder Sisal besteht.
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