DE2046977B2 - Verfahren zum Verdichten und Stückigmachen von feinkörnigen Kohlen ohne zusätzliche Bindemittel - Google Patents
Verfahren zum Verdichten und Stückigmachen von feinkörnigen Kohlen ohne zusätzliche BindemittelInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verdichten und Stückigmachen von feinkörnigen Kohlen
ohne zusätzliche Bindemittel, wobei die aufgegebe-Hen feinkörnigen Kohlen wenigstens zum Teil backende
Kohlesorten enthalten und bis auf eine Temperatur dicht unterhalb des Beginns der Erweichung der bakikenden
Kohiensorten erhitzt werden und /ur weiteren Erhitzung durch den Pressendruck einer Walzenpresse
aufgegeben werden.
Aus der deutschen Patentschrift 9 74 080 ist ein Verfahren zum Brikettieren von backenden Steinkohlen
bekannt, bei dem die als Bindemittel dienende backende Kohle in eine Feinfraktion und in eine Grobfraktion
geteilt wird. Die grobe Fraktion wird hierbei zusammen mit den übrigen nicht backenden Anteilen der zu
brikettierenden Kohlen über den Erweichungspunkt hinaus erhitzt, während die abgetrennte feine Fraktion
kalt oder nur vorgewärmt vor der Verpressung der Gesamtaufgabemenge wieder zugemischt wird. Das
Verpressen dieser Mischung erfolgt in einer mit Formzeugen versehenen Hochdruckwalzenpresse.
Dieses bekannte Brikettierverfahren ist jedoch mit erheblichen Nachteilen behaftet. Da nach diesem bekannten
Verfahren die backende Steinkohle vor der Erhitzung in zwei Fraktionen abgesiebt werden muß.
wird hierfür eine besondere Klassiervorrichtung benötigt. Ferner besieht hierbei die Gefahr, daß es durch die
Erhitzung der Grobfraktion der backenden Steinkohle in der Erhitzungseinrichtung und in den Zuleitungen
zur Brikettpresse zu Anbackungen kommt, die zu Betriebsunterbrechungen führen und schwierig zu beseitigen
sind. Ferner erfordert dieses bekannte Verfahren auch noch eine besondere Mischvorrichtung, in der die
feine Fraktion der backenden Steinkohle in kaltem Zustand mit den über den Erweichungsbereich erhitzten
übrigen Kohlen vermischt wird. Auch hierbei kann es leicht zu starken Anbackungen am Rührwerk und an
den Innenwandungen der Mischvorrichtung kommen, deren Beseitigung mit einem hohen Arbeits- und Kostenaufwand
verbunden ist. Weiterhin läßt sich bei diesem bekannten Verfahren die Temperatur des in der
Mischvorrichtung vorbehandelten Brikettiergutes nicht genau einstellen, so daß die Herstellung von Preßlingen
ausreichend hoher Druckfestigkeit nur mit Hochdruckpressen erreicht werden kann. Die Verwendung von
Hochdruckpressen zur Herstellung von Kohleformkörpern
ist jedoch insofern von Nachteil, da der hohe Preßdruck nicht nur sehr leicht zu Anbackungen in den
Formzeugen führen kann sondern auch einen starken Verschleiß der unmittelbar miteinander im Eingriff rtehenden
Formzeuge der einander gegenüberliegenden Preßwalzen mit sich bringt.
Ferner ist aus der britischen Patentschrift 7 90 024 ein Verfahren zur Heißbrikettierung von Kohle bekannt,
gemäß dem die zu verpressenden feinkörnigen Kohlen bis kurz unterhalb des Erweichungspunktes
vorerhitzt und anschließend auf einer Formwalzenpresse bei verhältnismäßig hohen Preßdrücken zu Briketts
verpreßt werden. Da die Heißbrikettierung von Kohle auch nach diesem bekannten Verfahren auf
Formwalzenpressen vorgenommen wird, ist es nicht zu vermeiden, daß es in Betrieb sehr leicht zu Ansatzbildungen
in den Formmulden kommt, deren Beseitigung mit einem erheblichen Arbeits- und Kostenaufwand
verbunden ist. Darüber hinaus kommt es auch hierbei auf Grund des verhältnismäßig hohen Preßdruckes
und der Hitzeeinwirkung zu einem starken Verschleiß der auf den Preßwalzen unmittelbar miteinander
im f-.ingriff stehenden Formzeuge, die häufig ausgewechselt werden müssen. Das Auswechseln der
Formzeuge führt jedoch nicht nur zu unerwünschten Betriebsunterbrechungen der gesamten Anlage sonde-n
bringt auch einen hohen Arbeits- und Kostenaufwand mit sich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Verfahren zu schaffen, daß unter Vermeidung der oben
angeführten bekannten Nachteile ein Verdichten und Stückigmachen von feinkörnigen Kohlen ohne zusätzliche
Bindemittel in besonders einfacher und wirtschaftlicher Weise ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß sie auf einer Glattwalzenpresse zu einer Schülpe verpreßt werden,
die anschließend, gegebenenfalls nach Kühlung auf die beabsichtigte Stückgröße zerkleinert wird.
Dadurch, daß gemäß der Erfindung die feinkörnigen Kohlen auf einer Glattwalzenpresse zu einer Schülpe
verpreßt werden, und die Walzenoberflächen hierbei nicht miteinander in Berührung kommen, wird im Vergleich
zu den bekannten Formwalzenpressen der Verschleiß an den Walzenmänteln weitgehend ausgeschaltet.
Die Standzeit der Walzenmantel ist daher ganz wesentlich höher als die Standzeit der Formzeuge bei den
Formwalzenpressen. Falls es jedoch zu einem geringen Verschleiß durch eine ungleichmäßige Abnutzung der
Walzenoberfläche kommen sollte, so kann dies in einfacher
Weise durch Überdrehen oder Überschleifen der Walzenmantel während des Betriebes beseitigt werden.
Ein weiterer ganz besonderer Vorteil, der durch das Verfahren gemäß der Erfindung erreicht wird, besteht
darin, daß es an den glatten Walzenotierflächen kaum
zu Ansatzbildungen kommt und die Walzen der Glattwalzenpresse mit höherer Umlaufgeschwindigkeit betrieben
werden können als dies bei den üblichen bekannten Formwalzenpressen der Fall ist. Dies bringt
wiederum sehr vorteilhaft eine im Vergleich zu den
Formwab.enpressen wesentlich höhere Gutdurchsatzleistung pro Zeiteinheit mit sich. Darüber hinaus können
die auf einer Glattwalzenpresse zu einer Schülpe verpreßten feinkörnigen Kohlen anschließend sehr
leicht auf die jeweils gewünschte Stückgröße zerkleinert werden.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung werden die feinkörnigen Kohlen auf eine Temperatur erhitzt,
die etwa 10 bis 500C unterhalb des Beginns der Erwei-
chung liegt. Durch die Wahl eines derartigen Temperaturabstandes
vom Beginn der Erweichung ist einerseits gewährleistet, daß in der Erhitzungseinrichtung und in
den Zuführungseinrichtungen zur Glattwalzenpresse keinerlei Anbackungen entstehen können. Andererseits
ist aber auch gewährleistet, daß durch die beim Preßvorgang auftretende Temperaturerhöhung die backenden
Kohlensorten in ausreichendem Maße plastisch werden und so ein gutes Zusammenbacken der einzelnen
Kohleteilchen zu einer festen zusammenhängenden Schülpe erreicht wird.
Ferner ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, daß die erhitzten
feinkörnigen Kohlen der Glattwalzenpresse vorverdichtet aufgegeben werden. Durch die Vorverdichtung
wird ein Teil der in den erhitzten feinkörnigen Kohlen eingeschlossenen Gase bereits in der Aufgabevorrichtung
ausgeschieden. Zum anderen wird der Guteinzug der Preßwalzen erheblich verbessert, so daß die
fertige Schülpe eine sehr dichte Beschaffenheit und damit auch eine hohe Festigkeit aufweist. Gemäß der Erfindung
erfolgt die Vorverdichtung vorzugsweise durch wenigstens eine oberhalb der Preßwal/en angeordnete
Stopfschnecke.
In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß die erhitzten feinkörnigen
Kohlen oberhalb der beiden Preßwalzen durch mindestens eine bis nahe an den Walzenspalt von oben
heranreichende Sonde in wenigstens zwei Gutrtröme aufgeteilt wird. Durch diese Maßnahme wird eine kontinuierliche
Ableitung der im feinkörnigen Aufgabegut eingeschlossenen Gase ermöglicht, da diese beim Preßvorgang
anstatt nach oben ins Aufgabegut seitlich in
die durch die Sonden gebildeten Kanäle und damit nach unten ausweichen können. Hierdurch wird eine
gleichmäßige Festigkeit der Schülpe auch in ihrer Längsrichtung erzielt. Außerdem ermöglicht die Anordnung
mehrerer Sonden den Einsatz breiterer Preßwalzen, so daß mit einer Glattwalzenpresse hohe Gutdurchsatzleistungen
erzielt werden können. Zweckmäßigerweise werden hierbei die durch den Preßvorgang
aus der Kohle ausgetriebenen Gase unterhalb des Walzenspaltes abgesaugt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend an Hand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt
Fig.! ein Fließschema des Ausführungsbeäspiels,
F i g. 2 schematisch eine Glattwalzenpresse in Seitenansicht mit Stopfschnecken und Sonden,
F i g. 3 einen Schnitt durch eine GJattwalzenpresse in
Richtung des Walzenspaltes.
Das z. B. zu verwendende Ausgangsgut ist eine feinkörnige
Kohle mit einer Körnung von etwa 0 bis 3 mm mit einem Anteil von 10 bis *5% einer backenden Kohlensorte
und im übrigen nichtbackenden Kohlensorten und Koksgruß.
Der Beginn der Erweichung der backenden Steinkohlesorte
wurde vorher mit etwa 3500C ermittelt Dementsprechend ist das feinkörnige Aufgabegut erfindungsgemäß
auf eine Temperatur von etwa 310" C zu
erhitzen. Zur Erhitzung können grundsätzlich alle bekannten Erhitzungseinrichtungen, wie Trommelofen,
Wirbelschichtvorrichtungen, für Sinterprozesse verwendete Rosteinrichtungen usw. eingesetzt werden.
Die Erhitzung erfolgt vorteilhaft in direktem Kontakt mit einem Heißgasstrom. Hierzu wird beispielsweise
ein zweistufiges Zyklonsystem eingesetzt, wie es in F i g. 1 schematisch dargestellt ist und an Hand des
Verfahrensablaufes näher beschrieben wird Gemäß F i g. 1 besteht die Erhitzungseinrichtung aus zwei
Zyklonen 1 und 2, die über eine Rohrleitung 3 miteinander verbunden sind. In den unteren Zyklon 2 wird über
eine Rohrleitung 4 Heißgas aus einem Heißgaserzeuger 5 eingeleitet. Die zu erhitzende feinkörnige
Kohle wird aus einem Aufgabebehälter 6 am unteren Ende der Rohrleitung 3 eingeführt durch die der Heißgasstrom
aus dem Zyklon 2 in den Zyklon 1 geführt wird. Die feinkörnige Kohle wird hierbei von den aufwärts
strömenden Heißgasen wieder getrennt Aus dem Zyklon 1 wird die abgetrennte feinkörnige Kohle
über die Austragsleitung 7 in das untere Ende der Gasrohrleitung 4 erneut in den Heißgasstrom eingeführt,
und zwar diesmal an einer Stelle unmittelbar hinter dem Heißgaserzeuger. Die feinkörnige Kohle wird wiederum
von dem aufströmenden Heißgasstrom mitgerissen, der an dieser Stelle eine entsprechend höhere
Temperatur aufweist, und im Zyklon 2 von den Gasen getrennt. Auf diese Weise ist es möglich, trotz stark
unterschiedlicher Größe der einzelnen Körner des Aufgabegutes am Austritt des Zyklons 2 für alle Körner
des Aufgabegutes in etwa die gleiche Temperatur zu erzielen, und so die Kohle gleichmäßig auf die vorgesehene
Temperatur von etwa 3100C zu bringen.
Die aus dem Zyklon 2 abgezogene, erhitzte, feinkörnige Kohle wird über eine Zuführungsleitung 8 in den
Aufgabeschacht 9 einer Glattwalzenpresse 10 eingeführt. Infolge der gegenläufigen Drehung der beiden
Walzen wird nunmehr aus dem Schacht 9 die feinkörnige Kohle von den beiden Walzen in den Walzenspalt
eingezogen, wobei sich in Abhängigkeit von der Unifangsgeschwindigkeit
der Walzen, der Weite des Walzenspaltes, des Walzendurchmessers und der Körnungsstruktur der feinkörnigen Kohle ein entsprechender
Preßdruck aufbaut. Der Preßdruck ist hoch genug, um die feinkörnige Kohle so weit zu erhitzen, daß
ihr Anteil an backender Steinkohle in den plastischen Bereich eintritt und auf diese Weise zu einer im wesentlichen
zusammenhängenden, festen Schülpe verpreßt wird.
Bei Austritt aus der Glattwalzenpresse durchläuft die Schüipe eine Kühlvorrichtung 11, in der sie beispielsweise
mit Hilfe von kalter Luft oder anderen gasförmigen Kühlmitteln weitgehend abgekühlt wird. Die
Kühlvorrichtung kann beispielsweise eine Vorrichtung sein, die etwa dem herkömmlichen Bandtrockner entspricht,
oder aber auch ein Sieb, über das ein entspre-
chender Kühlgasstrom geleitet wird.
Anschließend wird die Schülpe einer Zerkleinerungsvorrichtung 12, je nach der Festigkeit und der gewünschten
Korngröße des Fertiggranulats einem Prallbrecher oder einem Stachelwalzenbrecher aufgegeben.
Das in der Zerkleinerungsvorrichtung erzeugte Granulat wird dann einem Sieb 13 zugeführt, auf dem der bei
der Zerkleinerung anfallende Feingutanteil bis beispielsweise unterhalb 4 mm Korngröße abgesiebt wird.
Der Siebrückstand stellt das fertige Kohlegranulat dar und weist entsprechend der Einstellung der Zerkleinerungsvorrichtung,
beispielsweise Korngrößen von 4 bis 10 mm auf. Der im Sieb abgetrennte Feinanteil wird je
nach anfallender Menge dosiert wieder in den Aufgabebunker 6 zurückgeführt.
In F i g. 2 und 3 werden weitere Ausgestaltungen des Verfahrens an Hand der zur Durchführung verwendeten
Vorrichtungen näher erläutert. F i g. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht der Glattwalzenpresse, teilweise
im Schnitt.
Über den beiden Walzen 14 und 15 der Glattwalzenpresse sind sogenannte Stopfschnecken 16 angeordnet,
deren Einlauföffnungen 17 mit dem Abzugsrohr 8 der Erhitzungseinrichtung in Verbindung stehen. Die jeweils
über einen Motor 18 angetriebene Schnecke erfaßt die über die öffnung 17 eingeführte heiße, feinkörnige
Kohle und preßt diese unmittelbar auf den Walzenspalt. Hierdurch wird die feinkörnige Kohle bereits
vorverdichtet. Unterhalb der Austrittsöffnung der Stopfschnecke befindet sich parallel zum Walzenspalt
eine dachförmig ausgebildete schmale Quertraverse 19, an der in gleichmäßigem Abstand dünne Sonden 20 befestigt
sind. Die Sonden 20 reichen bis nahe an den Walzenspalt heran und teilen den durch die Stopfschnecke
auf die Walzen aufgebrachten Gutstrom in mehrere Teilströme. Entsprechend der Aufteilung in
die Teilströme treten aus der Glattwalzenpresse mehrere nebeneinanderliegende hochverdichtete Kohlenschülpen
aus. Die durch den Preßvorgang aus der Kohle ausgetriebenen Gase treten zur Seite hin aus den
sich bildenden Schülpen aus und entweichen durch die zwischen den Schülpen verbleibenden feinen Kanäle
nach unten durch den Walzenspalt. Aus dem nicht dargestellten Gehäuse unterhalb der Walzen 14, 15 werden
die Gase, sofern überhaupt erforderlich, abgesaugt. Die beschriebene Verwendung von Stopfschnecken
ist jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. So kann es bei Preßwalzen mit größeren Durchmessern genügen,
wenn über dem Walzenspalt ein Aufgabeschacht mit genügender Höhe angeordnet ist — wie in F i g. 1 dargestellt
— dessen Gutsäule einen Vordruck erzeugt, der günstige Einzugsbedingungen für die feinkörnige
Kohle schafft. Auch bei der Verwendung eines Aufgabeschachtes können die beschriebenen Sonden mit
Vorteil eingesetzt werden, da sie den Durchtritt der aus der Kohle durch den Preßvorgang ausgetriebenen
Gase in den Aufgabeschacht verhindern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
879
Claims (6)
1. Verfahren zum Verdichten und Stückigmachen von feinkörnigen Kohlen ohne zusätzliche Bindemittel,
wobei die aufgegebenen feinkörnigen Kohlen wenigstens zum Teil backende Kohlensorten
enthalten und bis auf eine Temperatur dicht unterhalb des Beginns der Erweichung der backenden
Kohlensorten erhitzt werden und zur weiteren Erhitzung durch den Pressendruck einer Walzenpresse
aufgegeben werden, dadurch gekennzeichnet,
daß sie auf einer Glattwalzenpresse zu einer Schülpe verpreßt werden, die anschließend,
gegebenenfalls nach Kühlung auf die beabsichtigte Stückgröße zerkleinert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die feinkörnigen Kohlen auf eine Temperatur erhitzt werden, die elwa 10 bis 50°C
unterhalb des Beginns der Erweichung liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erhitzten feinkörnigen
Kohlen der Glattwalzenpresse vorverdichtet aufgegeben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorverdichtung durch mindestens
eine oberhalb der Preßwalzen angeordnete Stopfschnecke erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4. dadurch gekennzeichnet, daß die erhitzten feinkörnigen
Kohlen oberhalb der beiden Preßwalzen durch mindestens eine bis nahe an den Walzenspalt von
oben heranreichende Sonde in wenigstens zwei Gutströme aufgeteilt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Preßvorgang aus der
Kohle ausgetriebenen Gase unterhalb des Walzenspaltes abgesaugt werden.
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- 1971-09-20 FR FR7133698A patent/FR2108288A5/fr not_active Expired
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