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Die Erfindung betrifft eine Getränkezubereitungsvorrichtung umfassend eine Heißgetränkezubereitungsvorrichtung, insbesondere zur Kaffee- oder Espressozubereitung, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 2.
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Sowohl zur Herstellung von Heißgetränken, deren Temperatur über Umgebungstemperatur liegt, insbesondere Kaffee/Espresso, als auch zur Herstellung von Kaltgetränken sind für sich Verfahren und Vorrichtungen bekannt, die jedoch nicht geeignet sind, als Verbrauchserzeugnis willkürlich auswählbar ein Heißgetränk oder aus diesem durch Abkühlen ein Kaltgetränk mit ein- und derselben Heißgetränkezubereitungsvorrichtung geschmacklich optimiert herzustellen, und zwar in Mengen bzw. Portionen, wie sie in der Gastronomie oder in Haushalten typisch sind.
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Als Kaltgetränk ist hier insbesondere Eiskaffee ins Auge gefasst, aber auch gekühltes Wasser, sogenanntes Kaltwasser. Das gekühlte Wasser soll gegebenenfalls zur Getränkezubereitung aus einem Instantpulver verwendet werden.
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Generell soll unter einem Kalt- oder Eisgetränk ein Getränk verstanden werden, welches eine Temperatur jedenfalls unter Umgebungstemperatur, bevorzugt unter 15°C, besonders bevorzugt zwischen 5°C und 8°C, aufweist.
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Unter dem Begriff Heißgetränk soll in dem vorliegenden Text auch Heißwasser verstanden werden, wie es insbesondere zur Aufbereitung von Tee oder Nahrungs- und Genussmittelinstantpulver, auch von Nahrungsmittelzusammenstellungen zur Zubereitung von Suppen oder dergleichen verwendet wird.
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Zu üblichen bekannten Heißgetränkezubereitungsvorrichtungen, die typisch einen Heißwassererzeuger beinhalten, gehören Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtungen bzw. -maschinen, die im Wesentlichen eine Brüheinheit, einen Wassererhitzer und eine Wasserpumpe zur Speisung des Wassererhitzers umfassen, wobei die Wasserpumpe an einen Wasserbehälter angeschlossen ist, der als Wasserquelle Frischwasser vorhält.
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Unter dem Begriff Wasserquelle soll in dem vorliegenden Text außer einem solchen Wasserbehälter auch eine Wasserleitung verstanden werden, wie sie in einem Gebäude installiert ist.
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Wenn Kaffee aus einer üblichen Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtung zu Eiskaffee weiter verarbeitet werden soll, ist in der Regel ein langwieriger, umständlich durchzuführender Kühlprozess des heißen Kaffees erforderlich, d. h. es kann nicht ohne weiteres sofort aus frisch gebrühtem Kaffee Eiskaffee hergestellt werden. Typisch wird das Heißgetränk, speziell Kaffee/Espresso vor und/oder während des Abkühlens in einem Gefäß gespeichert, um ein Kühlmittel, insbesondere Eis, Eiswasser oder Kühlkörper so lange auf das Heißgetränk einwirken zu lassen, dass dessen Temperatur zu Genusszwecken genügend herabgesetzt wird. Durch längere Verweilzeiten des Heißgetränks, gegebenenfalls vor dem Kühlvorgang und während des Kühlvorgangs, kann der Geschmack des entstehenden Kaltgetränks beeinträchtigt werden.
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Um eine einfache rasche Kühlung eines Getränks anzustreben, dessen Ausgangstemperatur bis zu 30°C betragen soll, also kein typisches Heißgetränk darstellt, ist bereits ein Durchlaufkühlgerät bekannt, welches einen thermisch isolierten Behälter zur Aufnahme eines Kühlmittels wie Eis, Eiswasser, Leitungswasser, Kühlsohle, sowie eine in dem Kühlmittel angeordnete Kühlschlange aus wärmeleitfähigem Material umfasst, durch welche das zu kühlende Getränke mit mäßiger Geschwindigkeit durchfließen soll (
DE 1 730 508 U ). Dieses Durchlaufkühlgerät ist jedoch zum Kühlen von Heißgetränken wie frisch bereitetem Kaffee bzw. Espresso insbesondere in größeren Mengen wie für die Gastronomie wenig geeignet, unter anderem, weil das Kühlmittel, welches Wärme aus dem Getränk aufnehmen soll, erst in den thermisch isolierten Behälter eingegeben werden muss und dann im Gebrauch die aufgenommene Wärme aus dem thermisch isolierten Behälter kaum abgeben kann, so dass die Kühlwirkung nachlässt, insbesondere, wenn keine größeren Kühlmittelmengen vorgesehen sind.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Nachteile bekannter Getränkezubereitungsgeräte und mit diesen ausgeübter Herstellungsverfahren eine Getränkezubereitungsvorrichtung zur vielseitigen Herstellung von wahlweise Heißgetränken oder Kaltgetränken jeweils geschmacklich hochwertiger Qualität in Getränkemengen bzw. Portionen, wie sie für die Gastronomie oder für Haushalte typisch sind, rasch und effektiv mit der zum Genuss gewünschten Temperatur, und dies mit einem geringen apparativen Aufwand, vorzuschlagen.
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Diese Aufgabe wird mit einer Getränkezubereitungsvorrichtung mit den in Anspruch 1 oder 2 angegebenen Merkmalen gelöst.
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Mit einer solchen Getränkezubereitungsvorrichtung kann in einem ersten Verfahrensschritt ein Heißgetränk mit einer bekannten Heißgetränkezubereitungsvorrichtung in einer insoweit üblichen Weise bereitet werden, wonach das Heißgetränk gewünschtenfalls als solches konsumierbar ist, oder aber es wird auf Wunsch ein Kaltgetränk hergestellt, indem das Heißgetränk in einem sich an den ersten Verfahrensschritt unmittelbar anschließenden zweiten Verfahrensschritt im Wesentlichen ohne direkte Zugabe von Kühlmitteln, insbesondere Eis, Eiswasser oder Kühlkörpern mittels einer Kühlvorrichtung auf Kaltgetränketemperatur kontinuierlich abgekühlt wird. Durch die unmittelbare Abfolge der beiden Verfahrensschritte und den fortlaufenden Kühlprozess wird ein geschmacklich hochwertiges Kaltgetränk gewährleistet. Die unmittelbare Abfolge wird dadurch realisiert, dass das Kaltgetränk, ohne Zwischenspeicherung des Heißgetränks in einem Gefäß, sofort mittels der Kühlvorrichtung, durch die das zu kühlende Heißgetränk strömt, kontinuierlich hergestellt wird. Die Kühlvorrichtung kann mit einem aktiven Kühlaggregat wie einem Kompressor oder Absorber oder einer Peltierelementeanordnung oder weniger unbegrenzt mit einer passiven Kältespeicherungsvorrichtung realisiert sein.
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Die obigen Verfahrensschritte laufen raumsparend mit kurzen Fluidwegen in einem einzigen Getränkezubereitungsgerät gemäß Anspruch 1, d. h. innerhalb eines Gehäuses ab, das sowohl die Heißgetränkezubereitungsvorrichtung als auch die Kühlvorrichtung beinhaltet.
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Somit ist eine kompakte Getränkezubereitungsvorrichtung, die durch ein einziges Getränkezubereitungsgerät in nur einem Gehäuse verwirklicht ist, in dem notwendige Fluidverbindungen kurz sind, in Anspruch 1 angegeben. Über die Heißgetränkeleitung dieser Getränkezubereitungsvorrichtung kann kontinuierlich ein Heißgetränk in die Kühlvorrichtung eingespeist werden.
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In einer flexibel konfigurierbaren Variante nach Anspruch 2 kann der zweite Verfahrensschritt, der sich an den in der Heißgetränkezubereitungsvorrichtung durchgeführten ersten Verfahrensschritt anschließt, in einem mit dieser fluidtechnisch verbundenen Beistellgerät mittels der Kühlvorrichtung ebenfalls ununterbrochen kontinuierlich durchgeführt werden.
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Eine solche baukastenartige Zusammenstellung der Getränkezubereitungsvorrichtung ist in Anspruch 2 angegeben. Diese Zusammenstellung erleichtert die Aufstellung der kompletten Getränkezubereitungsvorrichtung, deren Grundkomponente, die Heißgetränkezubereitungsvorrichtung gegebenenfalls auch ohne Beistellgerät funktionieren, d. h. ein Heißgetränk abgeben kann, und für eine zukünftig gewünschte wahlweise Kaltgetränkeherstellung mit dem Beistellgerät ergänzt werden kann, das über die Heißgetränkeleitung fluidtechnisch und optimal auch steuerungstechnisch mit der Grundkomponente verbunden wird.
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Ansonsten ist zur alternativen Herstellung eines Heißgetränks als Verbrauchserzeugnis, die Kühlvorrichtung gemäß Anspruch 3 deaktivierbar oder strömungsmäßig umgehbar ausgebildet, d. h. das Getränkezubereitungsgerät in dieser Art einfach einstellbar.
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Zur alternativen Bereitstellung von gekühltem Kaltwasser als Verbrauchserzeugnis oder als Vorstufe eines weiter zuzubereiteten Kaltgetränks ist die Heißgetränkezubereitungsvorrichtung in der Getränkezubereitungsvorrichtung gemäß Anspruch 6 strömungsmäßig umgehbar oder zumindest teilweise deaktivierbar.
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Im Einzelnen ist die Heißgetränkezubereitungsvorrichtung bevorzugt gemäß Anspruch 7 mittels einer Mischwasserleitung, die mit der Wasserquelle in Verbindung steht, strömungsmäßig umgehbar. Dieser Strömungsweg ist zweckmäßig mit einer in der Mischwasserleitung angeordneten Mischwasserpumpe nach Anspruch 8 aktivierbar.
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Die Mischwasserleitung kann mit einem Ausgang der Kühlvorrichtung strömungsmäßig verbunden werden als zusätzliche, vorteilhafte Maßnahme nach Anspruch 4 zum Erreichen der gewünschten Endtemperatur des Kaltgetränks, um strömungsmäßig nach der Kühlvorrichtung dem gekühlten Heißgetränk gekühltes Wasser aus der Wasserquelle beizumischen. Hierdurch genügt eine geringe Kühlleistung der Kühlvorrichtung, die deswegen besonders kompakt mit engen Kanälen ausgebildet sein kann.
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Hierzu kann diese Mischwasserleitung insbesondere über eine Ventilanordnung zu einer dritten Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers führen, die mit dem Ausgang der Kühlvorrichtung, insbesondere einer Kalt-/Getränkeauslaufleitung verbunden ist.
(Soweit eine Kaltgetränkeauslaufleitung so angeordnet ist, dass sie alternativ auch Heißgetränk abgeben kann, wird sie in diesem Text als Kalt-/Getränkeauslaufleitung bezeichnet.)
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Ebenfalls zum Herabsetzen der Kühlleistung der Kühlvorrichtung dient die Ausgestaltung der Getränkezubereitungsvorrichtung gemäß Anspruch 5, wonach die Mischwasserleitung, die mit der Wasserquelle in Verbindung steht, mit einem Eingang der Kühlvorrichtung, insbesondere einer Wärmetauschereingangsleitung verbunden werden kann. Somit kann strömungsmäßig vor der Kühlvorrichtung dem Heißgetränk Wasser aus der Wasserquelle beigemischt wird. Mit dem beigemischten Wasser, welches Frischwasser ist, wird weiter vorteilhaft die Kühlvorrichtung gereinigt. Das wie oben beizumischende Wasser wird auch als Mischwasser bezeichnet.
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Gemäß Anspruch 9 umfasst eine geeignete Ausführungsform der in der Getränkezubereitungsvorrichtung verwendeten Kühlvorrichtung mindestens einen ersten Wärmetauscher, der wenigstens eine erste Strömungskanalanordnung für kontinuierlichen Durchlauf eines zu kühlenden Getränks bzw. Heißgetränks, insbesondere Espresso, aufweist, die ausgangsseitig mit dem Kalt-/Getränkeauslauf des Getränkezubereitungsgeräts verbunden ist, sowie ein mit dem Wärmetauscher in wärmeleitender Verbindung stehendes Kälteaggregat.
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Um in nur einem Durchlauf durch den Wärmetauscher eine Abkühlung des Heißgetränks auf die gewünschte Temperatur von insbesondere unter 10°C zu erreichen, kann gemäß Anspruch 4 stromabwärts des ersten Wärmetauschers oder gemäß Anspruch 5 stromaufwärts des ersten Wärmetauschers dem zu kühlenden Getränk Wasser bzw. Mischwasser aus der Mischwasserleitung zugemischt werden, die mit der Wasserquelle, insbesondere einem Wasserbehälter, in Verbindung steht. Im erstgenannten Fall der Zumischung des gekühlten Mischwassers am Ausgang des ersten Wärmetauschers kann die Zumischung über die Mischwasserleitung, die von der Wasserquelle gespeist wird, und die strömungsmäßig nachfolgende dritte Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers erfolgen.
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In beiden obigen Zufuhrvarianten des Mischwassers zu dem zu kühlenden Getränk wird die durch die Kühleinheit abzuführende Wärmemenge kleiner. Durch das Zugeben von Mischwasser in das Heißgetränk ergibt sich eine Mischtemperatur. Deshalb muss die Kühleinheit das Getränk nur noch um die Temperaturdifferenz zwischen der Mischtemperatur und der Endtemperatur des Kaltgetränkes abkühlen. In dieser Weise lässt sich sogenannter Eiskaffee, der eine Temperatur von unter 10°C haben soll, auch in größeren Mengen erzeugen. Die Änderung der Zusammensetzung des Kaltgetränks gegenüber dem Heißgetränk durch das Zumischen des Mischwassers ist relativ gering und kann geschmacklich weitgehend kompensiert werden, indem das Heißgetränk z. B. als Espressokonzentrat hergestellt wird, so dass nach dem Zumischen des Mischwassers das Kaltgetränk die Stärke eines durchschnittlichen Eiskaffees annehmen kann.
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Zur Kaffee-/Espressozubereitung als Heißgetränk kann nach Anspruch 10 eine Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtung dienen, die eine Brüheinheit, einen Wassererhitzer, insbesondere Durchlauferhitzer, und eine Wasserpumpe umfasst, die an eine Wasserquelle, insbesondere an einen Wasserbehälter für Frischwasser angeschlossen sein, der typisch für die Kaffee-/Espressozubereitung vorgesehen ist.
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Mit dem Wasserbehälter kann aber hier auch zweckmäßig die oben erwähnte Mischwasserleitung zur Abgabe von Kaltwasser für ein Kaltgetränk oder von Mischwasser zum Mischen mit einem zu kühlenden Heißgetränks in Verbindung stehen.
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Der Wassererhitzer einer solchen Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtung kann auch zur Heißwassererzeugung als Vorstufe eines anderen Heißgetränks genutzt werden.
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Zur raschen wahlweisen Umschaltung der Getränkezubereitungsvorrichtung von Heißgetränkeabgabe auf Kaltgetränkeabgabe und umgekehrt kann nach Anspruch 11 eine Ventilanordnung, z. B. ein Mehrwegeventil, an einem Ausgang der Heißgetränkezubereitungsvorrichtung, insbesondere der Brüheinheit, vorgesehen sein, um diese über die Ventilanordnung direkt mit einem Heißgetränkeauslauf der Getränkezubereitungsvorrichtung zu verbinden, unter dem beispielsweise ein Espressoauffanggefäß oder deren mehrere untergestellt sind, oder alternativ mit dem Eingang der Kühlvorrichtung, insbesondere der ersten Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers zu verbinden. Im letzteren Fall kann das Heißgetränk, z. B. Kaffee, aus dem Ausgang der Heißgetränkezubereitungsvorrichtung in die erste Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers strömen und anschließend als Kaltgetränk über den Kaltgetränkeauslauf der Getränkezubereitungsvorrichtung z. B. in ein Eiskaffeeauffanggefäß.
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Statt eines gesonderten Heißgetränkeauslaufs und Kaltgetränkeauslaufs kann zur wahlweisen Getränkeausgabe auch eine (Kalt-)Getränkeauslaufleitung dienen, die weiter oben definiert ist.
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Die Ventilanordnung kann in erweiterter Ausführung nach Anspruch 12 wie erwähnt auch zwischen der mit der Wasserquelle in Verbindung stehenden Mischwasserleitung und dem Eingang der Kühlvorrichtung bzw. der ersten Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers und/oder der Kalt-/Getränkeauslaufleitung angeordnet sein, um Mischwasser dem Heißgetränk vor oder nach Abkühlung in dem ersten Wärmetauscher zuzumischen.
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Zur raschen wahlweisen Aktivierung dieser und weiterer Funktionen der Getränkezubereitungsvorrichtung ist gemäß Anspruch 13 die Ventilanordnung mit Eingängen für Heißwasser, Heißgetränk und Mischwasser sowie mit Ausgängen für zu kühlendes Getränk bzw. hieraus entstehendes Kaltgetränk, Mischwasser und Heißgetränk ausgestattet. Verbindungen zwischen diesen Eingängen und Ausgängen können durch eine entsprechend gewünschten Getränkearten bzw. Zubereitungsarten vorprogrammierbare Steuerungseinheit leicht bedienbar eingestellt werden. Die Steuerungseinheit wird zweckmäßig außerdem zur Aktivierung bzw. Deaktivierung bestimmter Funktionseinheiten der Getränkezubereitungsvorrichtung, insbesondere deren Heißgetränkezubereitungsvorrichtung, wie einer Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtung, und gegebenenfalls einzelner Komponenten wie Pumpen, Wassererhitzer eingesetzt. Durch weitgehende Aktivierung bzw. Deaktivierung der Funktionseinheiten und Komponenten kann die Ventilanordnung vereinfacht werden bzw. weitgehend ersetzt werden.
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Beispielsweise um alternativ Kaltwasser zu bereiten und aus dem Getränkeauslauf, insbesondere der Kaltgetränkeauslaufleitung, des Getränkezubereitungsgeräts abzugeben, kann die Steuerungseinheit so ausgebildet sein, dass bei abgeschalteter Heißgetränkezubereitungsvorrichtung die Kühlvorrichtung, insbesondere das Kälteaggregat des ersten Wärmetauschers von der Mischwasserleitung gespeist wird, wozu gegebenenfalls die Mischwasserpumpe eingeschaltet ist.
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Die Steuerungseinheit kann weiterhin zweckmäßig gemäß Anspruch 27 so ausgebildet sein, dass durch sie das Kälteaggregat des ersten Wärmetauschers in einen Stand-by-Modus geschaltet werden kann, in dem das Kältemittel des Kälteaggregats in einer Kältemittelkreislaufleitung vorgekühlt wird. Damit wird eine Wartezeit reduziert oder vermieden, um die vorgesehene Temperatur zum Kühlen der ersten Strömungskanalanordnung in dem ersten Wärmetauscher zu erreichen.
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Zu dem ersten Wärmetauscher kann gemäß Anspruch 15 eine zweite Strömungskanalanordnung gehören, die in gut wärmeleitender Verbindung mit der ersten Strömungskanalanordnung steht und in einem Kältemittelkreislauf mit einem Kälteaggregat, nach Anspruch 18 einem Kompressionskälteaggregat oder nach Anspruch 19 einem Absorptionskälteaggregat, angeordnet ist. Dabei kann besonders vorteilhaft ein Verdampfer des Kälteaggregats gemäß Anspruch 17 direkt durch die zweite Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers gebildet sein, wodurch ein guter Wirkungsgrad erreicht wird.
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Zu dem ersten Wärmetauscher kann gemäß Anspruch 16 eine dritte Strömungskanalanordnung gehören, die in gut wärmeleitender Verbindung mit der ersten Strömungskanalanordnung bzw. gegebenenfalls der zweiten Strömungskanalanordnung steht. Damit wird das Mischwasser gekühlt, bevor es dem gekühlten Heißgetränk zugemischt wird oder alternativ als Kaltwasser ausgegeben wird.
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Ein weiterhin zu dem Kompressionsaggregat oder Absorptionskälteaggregat gehörender Kondensator kann gemäß Anspruch 21 von einer konvektionsgekühlten Bauart sein oder aber zwangsgekühlt sein.
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Besonders zweckmäßig ist der Kondensator in einem zweiten Wärmetauscher nach Anspruch 22 integriert, der außer der Strömungskanalanordnung des Kondensators eine weitere Strömungskanalanordnung umfasst, die in einer Durchlauferhitzerspeiseleitung zu dem Durchlauferhitzer der Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtung bzw. der Heißgetränkeerzeugungsvorrichtung angeordnet ist. Damit wird in die Kondensationswärme zur Vorwärmung des Wassers für die Heißgetränkebereitung, nämlich Espresso- oder Kaffeebereitung, genutzt.
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Statt eines in einem Kältemittelkreislauf angeordneten Kompressionskälteaggregats oder Absorptionskälteaggregats kann eine Peltierelementeanordnung als Kälteaggregat vorgesehen sein. Die Peltierelementeanordnung, minimal ein Peltierelement, mit an sich bekannten Vorzügen, steht gemäß Anspruch 23 einfach mit einer Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers zur Durchleitung des zu kühlenden Getränks bzw. der Getränke-/Kaltwassermischung bzw. Kaltwasser in wärmeleitender Verbindung, und zwar an seiner Peltierkaltseite.
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Zur Kühlung der Peltierwarmseite der Peltierelementeanordnung und zur besseren Energienutzung kann nach Anspruch 24 die Peltierwarmseite der Peltierelementeanordnung mit einer Strömungskanalanordnung eines zweiten Wärmetauschers, d. h. einer Wärmetauschereinheit, in gut wärmeleitender Verbindung stehen, durch deren Strömungskanalanordnung das Wasser in die Heißgetränkezubereitungsvorrichtung bzw. in den Durchlauferhitzer geführt ist. Somit stellt ein Block mit der Peltierelementeanordnung in diesem Fall einen doppelten Wärmetauscher dar, und zwar auf der Peltierkaltseite zur Kühlung des Kaltgetränkes und auf der Peltierwarmseite zur Vorwärmung des Brühwassers in der Durchlauferhitzerspeiseleitung.
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Wenn das in der Heißgetränkezubereitungsvorrichtung bereitete Heißgetränk zu einem Kaltgetränk abgekühlt werden soll, kann dem Heißgetränk Wärme auch direkt, d. h. ohne Kälteaggregat bzw. Peltierelementeanordnung, entzogen werden und heizenergiesparend zum Vorwärmen des Frischwassers genutzt werden, welches in die Heißgetränkezubereitungsvorrichtung für folgende Heißgetränkezubereitung eingespeist wird. Hierzu wird die dem Heißgetränk entzogene Wärme in dieses Wasser bzw. Frischwasser mit einem weiteren Wärmetauscher rückgeführt. In dem Fall einer Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtung als Heißgetränkezubereitungsvorrichtung ist nach Anspruch 25 dieser Wärmetauscher mit einer ersten Strömungskanalanordnung in der Durchlauferhitzerspeiseleitung zu dem Durchlauferhitzer angeordnet und mit einer zweiten Strömungskanalanordnung in der Heißgetränkeleitung am Ausgang der Kaffee-/Espressozubereitungsvorrichtung angeordnet. Bei diesem weiteren Wärmetauscher handelt es sich um den dritten Wärmetauscher, wenn in der Durchlauferhitzerspeiseleitung auch eine Strömungskanalanordnung des weiter oben genannten zweiten Wärmetauschers angeordnet ist, der Abwärme von der Kühlvorrichtung bzw. dem ersten Wärmetauscher bezieht. In letzterem Fall ist die erste Strömungskanalanordnung des dritten Wärmetauschers stromabwärts der Strömungskanalanordnung des zweiten Wärmetauschers in der Durchlauferhitzerspeiseleitung angeordnet, damit in beiden Wärmetauschern ein Temperaturgefälle zu der Durchlauferhitzerspeiseleitung gewährleistet ist. Für den Fall, dass das Heißgetränk, insbesondere Kaffee oder Espresso, nicht abgekühlt werden soll, wird diese zweite Strömungskanalanordnung mit einem Ventil gesperrt bzw. überbrückt. Auch dieses Ventil kann Bestandteil der weiter oben genannten Ventilanordnung sein. Mit dem dritten Wärmetauscher werden der erste und der zweite Wärmetauscher sowie das Kälteaggregat bzw. die Peltierelementeanordnung entlastet und können schwächer dimensioniert sein.
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Gemäß Anspruch 26 sind die Strömungskanalanordnungen der vorerwähnten Wärmetauscher besonders bevorzugt in Mikrostrukturtechnik ausgeführt. Damit lässt sich der Wärmetauscher kompakt ausbilden, indem in der Variante mit zwei oder drei Strömungskanalanordnungen alle druck- und flüssigkeitsdicht, in geometrisch und thermisch engem Kontakt zueinander angeordnet sind. Die Strömungskanalanordnungen können beliebig, bevorzugt rechtwinklig oder parallel zueinander angeordnet sein.
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Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit der Kühlvorrichtung der Getränkezubereitungsvorrichtung, insbesondere wenn diese mindestens einen ersten Wärmetauscher mit einer Strömungskanalanordnung für das zu kühlende Heißgetränk aufweist, ist, um ein Verstopfen, z. B. mit Kaffeemahlgutresten, zu verhindern, nach Anspruch 14 zwischen dem Auslauf der Heißgetränkezubereitungsvorrichtung und der Kühlvorrichtung, insbesondere der genannten Strömungskanalanordnung des ersten Wärmetauschers, ein Partikelfilter angeordnet. Der Partikelfilter kann vorzugsweise gespült werden, und zwar mittels einer Querstromspülleitung bei jeder Heißgetränkebereitung, insbesondere Espressozubereitung, oder mittels eines speziellen Spülprogramms.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung mit 7 Figuren näher beschrieben, woraus sich weitere Einzelheiten deren Merkmale ergeben können. Es zeigen:
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1 eine erste Ausführungsform der schematisch dargestellten Getränkezubereitungsvorrichtung,
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2 eine zweite Ausführungsform der schematisch dargestellten Getränkezubereitungsvorrichtung,
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3 eine dritte Ausführungsform der schematisch dargestellten Getränkezubereitungsvorrichtung,
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4 einen Ausschnitt aus einer vierten Ausführungsform, schematisch dargestellt,
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5 einen Ausschnitt einer fünften Ausführungsform, schematisch dargestellt,
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6 eine sechste Ausführungsform der Getränkezubereitungsvorrichtung, mit der die erste Ausführungsform weiterentwickelt ist, und
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7 eine siebte Ausführungsform der Getränkezubereitungsvorrichtung, mit der die zweite Ausführungsform weiterentwickelt ist.
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In der Zeichnung sind übereinstimmende Bestandteile in den Ausführungsformen mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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In allen Ausführungsformen und wie zu der ersten, zweiten, dritten, sechsten und siebten Ausführungsform der Getränkezubereitungsvorrichtung in den 1 bis 3, 6 und 7 dargestellt, ist ein Wasserbehälter 1 vorgesehen, in dem Wasser bevorratet wird, welches nachfolgend auch als Frischwasser bezeichnet wird. Der mit einem Partikelfilter versehene Wasserbehälter 1 ist an seinem Ausgang über eine Wasserleitung 2 und eine in ihr angeordnete Wasserpumpe 3 in der ersten Ausführungsform gemäß 1 direkt mit einem Durchlauferhitzer 4 als Wassererhitzer verbunden, der eine Brüheinheit zur Erzeugung eines Espressosuds mit Brühwasser versorgen kann.
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Sämtliche Ausführungsformen der Getränkezubereitungsvorrichtung umfassen weiterhin einen ersten Wärmetauscher 16 bzw. 37 zur Bereitung eines Kaltgetränks oder Eiskaffees aus dem in der Brüheinheit 6 gebrühten Espresso oder von Kaltwasser ohne Beimengung von Espresso. Hierzu steht der erste Wärmetauscher 16 in der ersten Ausführungsform der Getränkezubereitungsvorrichtung mit einem allgemein mit 23 bezeichneten Kälteaggregat so in Verbindung, dass der Wärmetauscher 16 gekühlt wird. Das Kälteaggregat 23 kann in der ersten Ausführungsform der Getränkezubereitungsvorrichtung, und in der zwei
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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