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DE1958253A1 - Verbessertes Fischfuttermittel,Verfahren zu seiner Herstellung und Anwendung - Google Patents

Verbessertes Fischfuttermittel,Verfahren zu seiner Herstellung und Anwendung

Info

Publication number
DE1958253A1
DE1958253A1 DE19691958253 DE1958253A DE1958253A1 DE 1958253 A1 DE1958253 A1 DE 1958253A1 DE 19691958253 DE19691958253 DE 19691958253 DE 1958253 A DE1958253 A DE 1958253A DE 1958253 A1 DE1958253 A1 DE 1958253A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fish feed
feed
fish
water
gelatinous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691958253
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Hinterwaldner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19691958253 priority Critical patent/DE1958253A1/de
Publication of DE1958253A1 publication Critical patent/DE1958253A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K50/00Feeding-stuffs specially adapted for particular animals
    • A23K50/80Feeding-stuffs specially adapted for particular animals for aquatic animals, e.g. fish, crustaceans or molluscs
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K40/00Shaping or working-up of animal feeding-stuffs
    • A23K40/30Shaping or working-up of animal feeding-stuffs by encapsulating; by coating

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Insects & Arthropods (AREA)
  • Marine Sciences & Fisheries (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Fodder In General (AREA)
  • Feed For Specific Animals (AREA)

Description

  • Verfahren zu seiner Verbessertes Fischfuttermittel,/ Herstellung und Anwendung Gegenstand dieser Erfindung ist ein neuartiges Futtermittel für Süß- und Saizwasserfische, ein Verfahren zur Herstellung und eine verbesserte Darreichungsform desselben, sowie die Reinhaltung der Futterstellen.
  • Über die Fiitterung von Süßwasserfischen ist in den letzten Jahren viel gearbeitet worden, was in einer Vielzahl von Fachaufsätzen veröffentlicht wurde. Dabei ist eine Reihe von neuen Möglichkeiten vorgeschlagen worden, deren Hauptaufgabe vor ale lem in der Entwicklung neuer, hochwertiger Futtermittelzusammensetzungen zu suchen ist, um das Aufzucht- und Mastergebnis von Siißwasserfischen zu verbessern. Diese Arbeiten waren vorzugsweise auf Siißwasscr-Edelfische , wie Forellen und Karpfen, ausgerichtet. Dabei machte man auch die Entdeckung bzw. Beobachtung, daß der Karpfen nicht nur ein "Vegetarier", sondern auch tierisches Eiweiß frißt und verwertet.
  • Wenngleich mit diesen Arbeiten in der Aufzucht und Mast von Süßwasserfischen ein gewisser technischer Fortschritt erzielt werden konnte, sind doch eine Reihe sehr aktueller Probleme damit nicht gelöst worden. Zu den Nachteilen bzw0 zu den ungelösten Problemen dabei gehören u.a. die Darreichungsform der Fischfuttèrmittel. Die heutige Applikation der Fischfuttermittel erfolgt in der Weise, daß es in den Teich, Bach oder dgl.
  • in größeren oder kleineren Partien geschüttet bzw. gestreut wird. Lin Teil einer solchen Fubterpartie wird von den Fischen gleich aufgenommen, ein anderer Teil sinkt im Wasser ab und ein weiterer Teil wird von der Strömung mitgerissen. Bei stehenden Gewässern weicht das Futter auf und verunreinigt das Wasser. Man hat also keine lç trolle iiber die wirkliche Aufnahmemenge an Futtermittel durch den bzw. die Flscile. Somit ergibt das Verhältnis zwischen angebotenem zu aufgenommenem Futtermittel einen Variationskoeffizienten von 50 und mehr Prozent. Diese Tatsache wurde in einer Versuchsserie sowohl in einem Aquarium als auch in einem Karpfenteich überprüft.
  • Im Aquarium stellte man fest, daß von der angebotenen Futtermenge im Durchschnitt nur etwa 35 bis 40 <% von den Karpfen aufgenommen wurde, obwohl es sich um ein spezielles Karpfenfutter handelte. Ein Großteil des überschüssigen Futtermittels wurde dann anschließend in aufgelöster Form im Abwasser gefunden.
  • ähnliche Resultate wurden im Karpfenteich ermittelt.
  • Faßt man diese Ergebnisse zusammen, so ergibt sich folgendes Bild Angebotenes Futtermittel = 100 % Vom Fisch aufgenommene Futtermittel: 35 - 40 ' Aufgelöste Futtermittel und Futtermittel im Abwasser : 40 - 50 '$ Abgesunkene Futtermittel: 15 - 20 % Diese ermittelten Ergebnisse demonstrieren somit nicht mir eine schlechte Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Futtermittel, sondern belasten auf der anderen Seite auch den Wasserhaushalt durch die damit verbundenen Verschmutzungen.
  • Über die Fütterung von Meeres- bzw. Salzwasserfischen und deren Aufzucht und Mast legen noch sehr wenige praktische Arbeiten vor. Dieses Gebiet ist noch völliges Neuland. Da aber die Meeresedelfischproduktion immer stärker rückläufig ist, kann unter Umständen der gesteigerte Bedarf in naher Zukunft durch korlverltionelle Fänge nicht mehr gedeclit werden. Aus diesem Grunde werden seit einiger Zeit Forschungsvorhaben betrieben, die sich mit neuen Methoden zur Aufzucht und Mast von Meeres- bzw. Saizwasserfischen in sogenannten Fischfarmen befassen. Hierbei stehen dann dieselben Aufgaben zur Diskussion und Lösung an, wie sie bei der Futterverertung in Süßwasser-Fischfarmen bereits aktuell sind.
  • Diese und andere nicht geschilderte Nachteile lassen sich erfindungsgemäß durch das nachstehend beschriebene Futtermittel nicht nur beheben, sondern die Ergebnisse werden zusätzlich noch erheblich verbessert.
  • Es wurde gefunden, wenn die Futtermittelkomponenten und/oder Abmischungen davon in eine Gallerte eingebettet werden, daß einerseits das Futtermittel gegen Umwejtseinflüsse bei der Anwendung, vor allem gegen vorzeitiges Auflösen, geschützt wird und andererseits dadurch die Futterstelle und ihre Umgebung sauber gehalten werden. Wird darüber hinaus das Futter in Gallertestiickchen angeboten, so wird es vom Fisch leichter und freudiger aufgenommen als bei der herkömmlichen Fütterungsart.
  • Ein weiterer Vorteil ist, daß die futtermittelhaltigen Gallertestückchen in einer solchen Größe hergestellt werden können, daß sie auf der Wasseroberfläche schwimmen. Diese Schwimmfähigkeit kann erfindungsgemäß dadurch noch erheblich gesteigert werden, daß das Futtermittel in einen gallertigen Schaum eingebettet wird. Diesen Schaum kann man entweder durch Schaumschlagen oder durch Einblasen bzw0 Eindüsen von Luft, Sauerstoff oder sonstigen inerten Gasen in eine Sollösung aus einem oder mehreren Hydrokolloiden erzeugen.
  • Als Hydrokolloide haben sich solche aus Natur- und synthetischen Stoffen als geeignet erwiesen. Den Hydrokolloiden aus Naturstoffen, vor allem solchen, die einer Sol-Gel-Transformation unterworfen sind, werden aus physiologischen Gründen der Vorzug gegeben. IIierzu gehören vor allem Gelatine, tierisehe Leime, Casein, Stärke, Agar-Agar und dgl0 Es wurden aber auch synthetische Hydrokolloide geprüft, wie z-oB Polyvinylalkohol, modifizierte Celluloseprodukte, Maleinsäureester und -äther und dgl. Bei den synthetischen Hydrokolloiden ist es natürlich von Bedeutung, daß sie physiologisch unbedenklich sind.
  • Die futtermittelhaltige Gallert- und/oder Gallertschaummasse ist natürlich im frischen Zustand nicht allzu lange lagerfähig, da aus physiologischen Gründen von konservierenden Zusätzen Abstand zu nehmen ist. Um das erfindungsgemäße Futtermittel in einen anderen lagerfähigen Zustand überzuführen, wird es unter bekannten schonenden Bedingungen getrocknet0 Hierzu eignen sich vor allem die Trocknungsverfahren, wie sie seit vielen Jahren mit Erfolg in der Gelatine- und Agar-Agar-Industrie zur Gallertetrocknung verwendet werden. Bei dieser Trocknungsart wird die Trocknungstemperatur mit fortschreitender Entwässerung der Gallerte von +20 bis +90°C gesteigert. Wird noch eine anschließende Sterilisation gewünscht, so kann in der Schlußphase die Temperatur bis +1400C erhöht werden. Neben diesen bekannten Trocknungsverfahren können die erfindungsgemäßen Futtermittelmischungen auch in einem Sprühtrocknungsverfahren oder auch in einer Gefriertrocknungsanlage getrocknet werden.
  • Die getrockneten Gallertestücke mit eingeschlossenem Futtermittel sind über einen längeren Zeitraum hin ausgezeichnet lagerfähig. Die oxydationsempfindlichen Futtermittelkomponenten werden zusXätzlich gegen Umweltseinflüsse, wie Luftsauerstoff, Licht und dgl. geschützt.
  • Der Gallerte können des weiteren, wie gefunden wurde, noch Netzmittel zugesetzt werden, damit die Benetzung und damit die Quellung es getrockneten Iiydrokolloidmantels oder-schaummantels bei Berührung mit Wasser schneller und einheitlicher vonstatten geht. Diese Netzmittel müssen ebenfalls physiologisch unbedenklich sein. Hierfür eignen sich uoa. Fettalkoholsulfonate und dgl.
  • Die futtermittelhaltigen Gallertstücke, gallertige Schaumstücke oder aber auch die getrockneten Futtermittelstücke sind mit Wasser pumpbar und können somit mit geeigneten Pumpen über größere Entfernungen an die Futterstellen gepumpt werden.
  • hinsichtlich des Einsatzes der erfindungsgemäßen Fischfuttermittel wurde gefunden, daß sie sowohl auf der Oberfläche von Fischteichen oder Bächen zerstreut als auch in speziell eingerichteten Futterstellen den Fischen zur Aufnahme angeboten werden können. Dabei zeigte sich im Vergleich zur konventionellen Fütterungsart, daß sowohl beim Aufgeben auf die Wasseroberfläche als auch bei der Darreichung im Futterkorb keine nennenswerte Verschmutzung des Wassers eintritt. Die Fische finden also eine saubere Futterstelle vor, die einen wesentlichen Einfluß auf die Futteraufnahme hat. Bei der konventionellen Fütterung zeigte sich, daß die Fische zwar ihren ersten Hunger stillten, aber mit zunehmender Verschmutzung den Futterplatz verließen und dort auch später zum Teil eine erneute Futteraufnahme verweigerten. Bei dem mit Gallerte umhüllten Futtermittel nahmen die Fische bei der Erstfütterung prozentual nicht nur mehr Futter auf, sondern sie kamen immer wieder an die Futterstelle zurück. Dieses Phänomen ist allein durch die saubere Umgebung der Futterstelle gegeben, wenngleioh das gallertige Futtermittel auch mehrere Stunden im Wasser schwamm, wie es Uberraschenderwelse durch Beobachtungen gefunden wurde.
  • Darjiberhinaus wurde die Fütterung der Fische erfindungsgemäß auch in der Form geprtift, indem das galiertartige Futtermittel in Futterkörben - wie vorstehend schon erwähnt - angeboten wurde. Die Futterkörbe sind so angeordnet, daß sie entweder gänzlich im Wasser knapp unter der Oberfläche angeordnet werden oder aber zu einem Teil aus dem Wasser ragen. Welche Anordnung letztlich am vorteilhaftesten ist, hängt von der Fütterungstechnik der Fischfarm und auch von der Fischart ab. Die Maschenweite der Futterkörbe ist einerseits den futtermittelhaltigen Gallertestücken und andererseits natürlich der erforderlichen Darreichungsformgröße für den Fisch anzupassen0 Da aber die Gallerte elastische Eigenschaften besitzt, kann die Größe der Darreichungsform in größeren Bereichen schwanken als bei den konventionellen Kompaktformen. Das heißt, der Fisch verletzt sich auch dann nicht, wenn ein solches Futterstückchen einmal größer als sein Maul ist. Darüberhinaus hat die wäßrige Gallerte außerordentlich gute Gleiteigenschaften, die von keinem anderen bisher bekannten Futtermittel erreicht wurden.
  • Mittels diesen Futterkörben lassen sich erfindungsgemäß vor allem Fischmastfarmen ausrüsten, weil sie kontinuierlich arbeiten> d.h. ein durchgehendes Futterangebot an einer sauberen Futterstelle gewährleisten. Die Fische können Tag und Nacht je nach Freßlust Futter aufnehmen.
  • Bei diesen Untersuchungen wurde überraschenderweise weiterhin gefunden, wenn solche Fütterungsstellen zusätzlich mit Luft oder Sauerstoff belüftet werden, der Futterplatz nicht nur noch sauberer zu halten istt sondern die Freßlust und damit die Futteraufnahme des Fisches -um ein erhebliches Maß zu steigern ist. Diese Belüftung der Futterstelle kannüber keramische und poröse Filterplatten, Filterkerzen oder aber auch mit anderen bekannten Methoden erfolgen.
  • Zur näheren I-rrlällCerung der Erfindung dienen die nachfolgenden Beispiele: Beispiel 1 lIerstellung in der Hydrokolloialösunff 10 kg einer handelsüblichen Gelatine mit einer Gallertfestigkeit nach Bloom von 150 g ( 6 2/3 %) wurden in 90 kg Wasser gequollen und anschließend im Wasserbad bei 60 bis 700C gesclimolzen. Beim Einsatz von anderen llydrokolloiden wird ähnlich oder nach den geeigneten Lösungsmethoden verfahren, wobei natürlich die erforderlichen Mengen im Vergleich zur Gelatine Schwankungen unterworfen sind.
  • Beispiel 2 Herstellung der Futtermittelgallerte In die 100 kg Gelatinelösung, hergestellt nach Beispiel 1, wurden 100 kg eines handelsüblichen Fischfuttermittels eingetragen und homogen mittels eines Rührwerkes eingemischt. Diese Mischung wurde entweder auf einem Kühlextruder oder auf einem Kühlband gekühlt. Beim Einsatz des Kühlextruders erhält man Gallertenudeln, die in kleine Stücke geschnitten werden. Bei der Kühlung auf einem Band wird das erzeugte Gallerteband in einem Fleischwolf zerkleinert und man erhält dabei sogenannte Krümel.
  • Die Gallertestücke bzw. -krümel hatten maximal eine Größe von 10 mm Länge. Die Gallertnudeln sind aber den Krümeln vorzuziehen.
  • Die so hergestellte Futtergallerte wurde entweder gleich verfüttert oder aber der Trocknung zugeführt.
  • Beispiel 3 Herstellung einer schaumiges FuttermittelFallerte Um die Schwimmfähigkeit der Futtermittelgallerte zu steigern, kann die Hydrokolloidlösung aufgeschäumt werden0 Zur Herstellung einer solchen Schaumgallerte gibt es zwei Möglichkeiten, und zwar a) die Mischung nach Beispiel 2 d.h. Gelatinelösung und Futtermittel zu verschäumen oder b) aus der Gelatinelösung nach Beispiel 1 einen Schaum herzustellen, in den dann das Futtermittel eingetragen wird und gegebenenfalls eine Nachschäumung vorzunehmen ist.
  • Der Schaum selbst kann mit geringen Formaldehydzusätzen stabilisiert werden. Die Zusätze sind nicht höher als die auf dem Nahrungsmittelgebiet zulässigen.
  • Dieser gallertige Futtermittelschaum wurde entweder verfiittert oder aber der Trocknung zugeführt.
  • Beispiel 4 Trocknung der Gallerte oder des gallertigen Schaumes Die zerkleinerten, futtermittelhaltigen Stückchen wurden zur Überführung in einen lagerfähigen Zustand auf einem kontinuierlichen Bandtrockner getrocknet. Die Anfangstrocknungstemperatur betrug +210C und steigerte sich bei zunehmender Entwässerung bis auf eine Trocknungsendtemperatur von +920C, Die getrockneten Futtermittelstücke wurden in Säcke abgepackt.
  • Beispiel 5 Rekonstruktion der etrockneten Gallertstücke Die getrockneten Gallertstficke oder Gallerteschaumstücke wurden mit Wasser in einem solchen Verhältnis bedeckt, daß das }tydrokolloid, hier Gelatine, soviel Wasser aufnehmen kann, damit daraus eine 10 %ige Gatlertmasse entsteht. Nach einer Quelizeit von 30 Minuten hat der Gelatineüberzug den gewünschten Quellungsgrad erreicht und konnte zur Futterstelle transporitert werden. Die schaumigen Stücke zeigten dabei das bessere Ergebnis, weil ihre Struktur porös ist und damit die grössere Oberfläche zur Benetzung zur Verfügung steht.
  • Beispiel 6 Verfütterung des erfindungsgemäßen Futtermittels Zur Überprüfung der im Aquarium erzielten Ergebnisse wurden zwei Karpfenteiche ausgewählt, wobei in dem einen der Kontrollversuch durchgeführt wurde.
  • Jeder Karpfenteich wurde mit 2.000 jungen Karpfensetzlingen mit einem durchschnittlichen Alter von drei Monaten besetzt.
  • tm Kontrollteich wurde das Futtermittel nach der konventionellen Methode vexabreicht, währell(l es im Versuchsbecken in Futterkörben sind als Gallerte angeboten wurde.
  • Die täglich verabreichte Futtermittelmenge war bei beiden Teichen die gleiche. Die Futtermittelplätze im Versuchsteich wurden zusätzlich mit Frischluft belüftet.
  • Nach 18 Monaten wurden beide Teiche total abgefischt und das Gewicht der gesamten Fischausbe@te ermittelt. Folgendes Ergebnis wurde ermittelt: Kontrollteich: ca. 2.855 kg Gesamtausbeute Versuchsteich: ca. 4.120 kg Gesamtausbeute Dieses Resultat zeigt eindeutig die bessere und höhere Futter verwertung im Versuchs teich im Vergleich zum Kontrollteich.
  • Des weiteren war der Versuchsteich um ein Vielfaches weniger durch Futtermittel verunreinigt als der Kontrollteich. Interessant in diesem Zusammenhang ist noch die Beobachtung, daß sic die Karpfen innerhalb weniger Tage an die stationären Futterplätze gewöhnt haben und sie ständig aufsuchten.
  • In einem weiteren Versuch wurden der Versuchs teich und der Kontrollteich mit der doppelten Anzahl an Karpfensetzlingen bestückt als normal als zulässig bezeichnet wird. Das Ergebnis läßt sich in folgenden Zahlen zusammenfassen: Im Versuchs teich hatten die Karpfen in derselben Mastzeit im Durchschnitt um 40 bis 50 % mehr an Gewicht und die Mortalitätsquote war um etwa 40 * geringer als im Kontrollteich. Die Fütterung erfolgte wie beim vorstehenden Versuch.
  • In einem anderen Versuch wurde das schwimmfähige Futtermittel aus der schaumigen Gallerte im Vergleich zu einem handelsüblichen Futtermittel geprüft. Auch hierbei zeigte sich, daß das Ergebnis im Versuchsteich wesentlich besser war als im Kontrollteich.
  • Im Kontrollteich konnte eine stärkere Verschmutzung durch aufgelöste Fischfutterpartikel festgestellt werden, deren Autnalwnie die Karpfen verweigerten. Im Versuchsteich war die Wasseroberfläche sauber uiLd die chwimmen<ten Fischfutterstücke wurdeii von (len Kart> fen auch noch Flach Stunden aufgenommen.
  • Beispiel 7 Alveicherung des Fischfutters mit Protein Obwohl eine Reihe von Fischarten bis vor kurzem als Vegetarier galt> konnte dies in den durchgeführten Versuchen ebenfalls widerlegt werden. Allein die Tatsache, daß die mit futtermittelilaltigen Gelatinegallertestückchen gefütterten Karpfen im Durchschnitt einen wesentlich geringeren Fettansatz als die Karpfen des Kontrollteiches hat, ist ein hinreichender praktischer Beweis.
  • Diese Beobachtung war die Veranlassung dafiir, die Gallerte zuslitzlich mit Protein anzureichern. Die Proteine wurden aus frischen Abwässern, wie sie z.B. in der Gelatineindustrie anfallen, gewonnen. Sie lassen sich aber auch aus anderen frischen Abwässern gewinnen.
  • Mit diesen Eiweißstoffen läßt sich nicht nur zusätzlich das Mastergebnis verbessern, sondern auch im gewissen Umfang die Scfiwimmfähigkeit steigern. Bei einem Zusatz von etwa 10 ffi dieser trockenen Eiweißstoffe - bezogen auf die Gesamttrockenmasse - wurde in einem anderen Versuch das Mastergebnis um weitere 8 % gesteigert, wobei der Fettansatz um etwa 30 ffi geringer war.
  • Diese Anwendungsbeispiele beschränken sich nun nicht nur auf Siißwasserfisches insbesondere Karpfen, sondern auch auf andere Süß- und Salzwasserfischarten. Denn wie Versuche zeigten, lassen sich erfindungsgemäß u.a. für Forellen die Futtermittel auf die gleiche Weise herstellen und applizieren. Dasselbe gilt erfindungsgemäß auch für die Aufzucht und Mast von Meeresfischen.
  • Mit diesen Erfindungsgedanken wird nun nicht nur eine bessere Futterverwertung und damit ein besseres Mastergebnis erreicht, sondern auch die Wirtschaftlichkeit wird um einen sehr hohen Prozentsatz gesteigert. Denn nach dieser Erfindung wird die Futterverwertung durch die Fische um mehr als 50 % erhöht und gleichzeitt die Belastung der Abwässer durch Futterstoffe um denselben Prozentsatz reduziert. Wenngleich die Abwasserbeseitigung in Fischfarmen beim derzeitigen Stand der Technik noch kein sehr aktuelles Problem darstellt, so dürfte sich dies in den nächsten Jahren ändern. In einigen Ländern sind bereits Gewässerschutzbestimmungen,auch für Abwässer aus Fischfarmen, in Vorbereitung.

Claims (8)

Patentansprüche
1. Verbessertes Fischfuttermittel, Verfahren zu seiner Herstellung und Anwendung, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte Fischfuttermittelkomponenten allein und/ oder in Abmischungen in eine wäßrige Gallerte eines natürlichen und/oder synthetischen Hydrokolloids eingebettet, die fischfuttermittelhaltige Gallerte in frischem und/oder getrocknetem, aber in Wasser quellfähigem Zustand angewendet und die Futterstelle zusätzlich durch Belüftung reingehalten wird.
2. Fischfuttermittel, Verfahren zu seiner Herstellung und Anwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Hydrokolloide natürliche gallertbildende Stoffe, insbesondere Gelatine, tierische Leime, Agar-Agar, Casein, Stärke und dgl. und/oder physiologisch unbedenkliche synthetische gallertbildende Stoffe, wie Cellulose und Celluloseabkömmlinge, Polyvinylalkohol und dgl. eingesetzt werden.
3. Fischfuttermittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fischfuttermittel durch Einbetten in eine gallertige oder gallertartige Schaummasse eine erheblich gesteigerte Schwimmfähigkeit auf Wasser erhält.
4. Verfahren zur Herstellung eines Fischfuttermittels mit verbesserter Schwimmfähigkeit nach Änsprüchenl bis 3* dadurch gekennzeichnet, daß die Schaummasse entweder durch Einschlagen, Einblasen und/oder Eindüsen von Luft, Sauerstoff und/oder anderen inerten Gasen erzeugt wird.
5. Verfahren zur Herstellung eines Fischfuttermittels nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gallertmassen unter schonenden Bedingungen in bekannten Trocknungsverfahren in einen lagerfähigen Zustand übergeführt wird und in Wasser wiederquellbare Eigenschaften aufweist.
6. Verfahren zur Herstellung eines Fischfuttermittels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Proteinanreicherung durch Zusatz von Protein erfolgt, das aus den in der Gelatine tierischen Leim-, Agar-Agar- und/oder der Stärkeproduktion anfallenden frischen Abwässern gewonnen wurde.
7. Anwendung des Fischfuttermittels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die frische oder getrocknete Fischfuttergallerte entweder auf die Wasseroberfläche gestreut oder aber in Futterkörben zur Applikation gelangt.
8. Anwendung des Fischfuttermittels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinhaltung der Futterstelle durch Belüften mit Luft und/oder Sauerstoff erfolgt.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2361073A1 (fr) * 1976-03-24 1978-03-10 Mueller Hans Nourriture pour poissons
WO1994021139A1 (de) * 1993-03-22 1994-09-29 Tetra Werke Dr. Rer. Nat. U. Baensch Gmbh Langzeitfutter für wassertiere
US6805884B2 (en) 1993-03-22 2004-10-19 Tetra Holding (Us), Inc. Long-term feed for aquatic animals
WO2019112513A1 (en) * 2017-12-08 2019-06-13 Pearl Aqua Co., Ltd. Aquaculture feed
DE202019103242U1 (de) 2019-06-07 2019-06-18 ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG Kombination aus einer Kassieranlage und einem Korbwagen für Einkaufskörbe

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