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DE1954736C - Strombegrenzungsvorrichtung - Google Patents

Strombegrenzungsvorrichtung

Info

Publication number
DE1954736C
DE1954736C DE1954736C DE 1954736 C DE1954736 C DE 1954736C DE 1954736 C DE1954736 C DE 1954736C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current limiting
solid material
graphite
limiting device
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Takeo Kobe; Shirasawa Takashi Amagasaki; Nishiraku Takashi; Miyamoto Toshio; Itami; Inowe (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mitsubishi Electric Corp
Original Assignee
Mitsubishi Electric Corp
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Strombegren- eine kompakte Strombegrenzungsvorrichtung zu
zungsvorrichtung mit einem druckfesten Gehäuse, be- schaffen, die ein Gehäuse mit großer mechanischer
stehend aus zwei metallischen zylindrischen Teilen, Festigkeit besitzt,
welche unter Bildung eines Spaltes mit ihren Enden Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer
gegeneinander angeordnet sind, mit einem festen 5 Strombegrenzungsvorrichtung der eingangs beschrie-
Material, welches den Spalt zwischen den zyljn- benen Art dadurch gelöst, daß die zylindrischen Teile
arischen Teilen ausfüllt und diese voneinander elek- als Hohlzylinder und ihre einander benachbarten En-
trisch isoliert, und mit einer Bohrung im festen Mate- den als hohlzylindrische Vorsprünge ausgebildet sind,
rial, in welcher ein Strombegrenzungsraaterial liegt, von denen der Vorsprung des einen Hohlzylinders
sowie mit zwei an den zylindrischen Teilen angeord- io unter Bildung eines Spaltes lose in den Vorsprung des
neten Klemmen. anderen Hohlzylinders eingeführt ist, daß der Spalt
Die selbstregenerierende Strombegrenzungsvorrich- sowie der Innenraum der beiden aneinandergefügten
tung kann wiederholt die Strombegrenzung bewirken. Hohlzylinder mit dem festen Material ausgefüllt sind
Sie enthält als Strombegrenzungsmaterial ein Metall und daß die freien Enden der Hohlzylinder mit den
in Form einer flüssigen oder festen, bei Raumtempe- 15 Klemmen fest verbunden sind.
ratur leicht verflüssigbaren Mischung und arbeitet so, Eine zweckmäßige Ausfi-hrungsform der Erfindung daß sie auf einen durch das Strombegrenzungsmate- besteht darin, daß der Außendurchmesser des hohlrial fließenden Kurzschlußstrom durch Verdampfen zylindrischen Vorsprungs des einen Hohlzylinders in des Materials anspricht. Die Verdampfung des Mate- Richtung auf sein äußeres Ende stetig zunimmt und rials erfolgt durch die Joulesche Wärme, welche ao der Innendurchmesser des benachbarten hohlzylindurch den Kurzschlußstrom im Material entsteht. Da- drischen Vorsprungs des anderen Hohlzylinders in bei wird ein Plasma mit sehr hohem Dampfdruck ge- Richtung auf sein äußeres Ende stetig abnimmt,
bildet. Das verdampfte Material und das Plasma stel- Das Strombegionzungselement kann vorteilhaft so Jen für den Stromfluß einen viel höheren spezifischen aufgebaut sein, daß das feste Material ein elektrisches Widerstand als die Kurzschlußimpedanz des züge- 25 Widerstandsmaterial ist, welches zwischen den Kiemhörigen Kreises dar und begrenzen so den Kurz- men elektrisch parallel zu dem in der Bohrung liegenschlußstrom auf tine vorbestimmte Größe. Nach Be- den Strombegrenzungsmaterial geschaltet ist.
endigung der Strombegrenzung wird das Material Das feste Material kann zweckmäßig aus Glimmer rasch gekühlt oder durch Verwirbelung verflüssigt mit einer Teilchengröße vorwiegend entsprechend oder verfestigt, wodurch es in seir :n ursprünglichen, 30 einer Siebfeinheit von 140, aus Glas mit niedrigem elektrisch gut leitenden Zustand übergeht. Schmelzpunkt, welches mit einem Borat angereichert
Eine Strombegrenzungsvorrichtung der eingangs ist und Oxyd aus der Gruppe der Barium- und
beschriebenen Art ist z. B. durch die USA.-Patent- Strontiumoxyde enthält, und aus Graphit mit einer
schrift 3 264 427 bekanntgeworden. Die beiden me- Teilchengröße entsprechend einer Siebfeinheit von 60
tallischen zylindrischen Teile stehen nach dieser 35 bis 140 bestehen, wobei das Graphit zu etwa 20° η
Patentschrift einander unter Zwischenfügung des des Volumens des festen Materials enthalten ist
festen isolierenden Materials stumpf gegenüber, so Dieses Material wird vorzugsweise für kleine Strom
daß die Anordnung ohne zusätzliche Einrichtung nur begrenzungselemente verwendet,
geringe Drücke verarbeiten kann. Demgegenüber ist Alternativ kann das feste Material ein wärmege-
die erfindungsgemäße Strombegrenzungsvorrichtung 40 härtetes harziges Material sein, welches im wesent-
geeignet, sehr hohen Drücken zu widerstehen. liehen aus einem aromatischen Anteil mit hoher Be-
Eine weitere für die Würdigung der Erfindung in ständigkeit gegen Natrium und Kalium besteht und
Betracht kommende Strombegrenzungsvorrichtung ist Fasergraphit enthält, dessen Gehalt etwa 40% des
in der deutschen Auslegeschrift 1 146 966 gezeigt. Volumens des festen Materials ausmacht. Dieses
Diese Vorrichtung weist zusätzlich zu den das Strom- 45 Material wird vorzugsweise für große Strombegren-
begreniungsmaterial enthaltenden Teilen schwere zungselemente verwendet.
verstärkende Teile und eine aufwendige öldruckein- Die Erfindung wird nachstehend an Hand der richtunß auf, um hohe Drücke in der Strombegren- Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
zungsvorrichtung zu beherrschen und einen Druck zu Fig. 1 eine Längsteilansicht einer erfindungsgevermciclen. Bei der erfindungsgemäßen Strombegren- 50 mäßen Strombegrenzungsvorrichtung im Schnitt,
zungsvorrichtung ist es möglich, auf derartige zusatz- Fig. 2 eine Längsansicht einer Sirombegrenzungsliche verstärkende Teile und Öldruckeinrichtungen zu vorrichtung mit Formvorrichtung im Schnitt,
verzichten und trotzdem die auftretenden hohen Fig. 3 eine Längsteilansicht einer anderen Aus-Drücke einwandfrei zu beherrschen. führungsform der Erfindung im Schnitt,
Üblicherweise wird als Strombegrenzungsmaterial 55 F i g. 4 einen Längsschnitt der Ausführungsform Natrium, Kalium oder eine Mischung aus diesen ver- nach Fig. 3, jedoch zusätzlich mit zwei Klemmen, wendet. In jedem Fall muß der Dampfdruck des ent- In F i g. 1 ist eine erfindungsgemäße Strombegrensprechenden Strombegrcnzungsmaterials beim An- zungsvorrichtung dargestellt. Sie besteht aus einem sprechen auf das Fließen eines Kurzschlußstromes in Paar Rohrteilen 10 und 12, die im wesentlichen gleiche der Form von Verdampfen zur Durchführung der 60 Außen- und Innendurchmesser aufweisen und anein-Strombcgrenzung stark zunehmen. Auf ein Gehäuse, ander anstoßend angeordnet sind. Das Rohrteil 10 in dem ein derartiges Strombegrenzungsmaterial weist ein Ende 14 mit verringertem Außendurchmesuntergebracht ist, wird bei der Verdampfung des ser auf und ist mit diesem Ende lose in ein Ende 16 Materials ein sehr großer Druck ausgeübt. Das Ge- des anderen Rohrteils 12 so eingeführt, daß zwischen häuse muß daher insbesondere eine mechanische 6s beiden Enden 14, 16 ein Spalt 18 entsteht. Die Rohr-Festigkeit aufweisen, die einem solchen Druck wider- teile 10, 12 können aus jedem geeigneten metalli-StC4IOn kann. sehen Material gefertigt sein, daß eine ausreichende
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mechanische Festigkeit aufweist. In Fig. 1 ist wetter
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zu sehen, daß ein korrosionsbeständiges festes Ma- Schmelzpunkt und Graphit, oder einer organischen terial 20 mit Ausnahme einer Bohrung 22 sowohl den Mischung in Pulverform aus einem durch Wärme Spalt 18 als auch einen zylindrischen Innenraum in- härtbaren harzigen Material und Graphit besteht, nerhalb der Rohrteile 10 und 12 ausfüllt. Die Boh- Eine Mischung aus pulvrigem Glimmer, Glas mit
rung 22 wird mit einem Strombegrenzungsmaterial 5 niedrigem Schmelzpunkt und Graphit wird in eine gefüllt, . geeignete Formvorrichtung gefüllt und in einem ge-
In Fi g, 2 ist eine Formvorrichtung gezeigt, welche eigneten elektrischen Ofen 30 Minuten bei 500° C erzur Herstellung der in Fig. 1 beschriebenen Anord- hitzt, worauf sie unter einem Druck von 1500 kg/cm2 nung benutzt wird. Die Formvorrichtung enthält einen unter Aufrechterhaltung der genannten Temperatur Formkasten 24 und eine dreiteilige Form 26, welche io geformt wird. Das geformte Material wird dann fein bündig in den Formkasten 24 eingepaßt ist. Die Form gemahlen und kann im Zusammenhang mit der Er-26 ist an ihrem unteren Ende durch einen Stützblock findung benutzt werden. Die Art und Zusamtnenset-28 abgeschlossen. In die Form 26 werden die Rohr- zung des Ausgangsmaterials beeinflußt weitgehend die teile 10 und 12 eines über dem anderen so weit ein- Korrosionsbeständigkeit des Endmaterials und wird geführt, daß die einander benachbarten Enden der 15 im folgenden beschrieben.
Rohrteile einen Abstand voneinander halten, wie dies Es wurde früher Glimmerpulver mit verhältnisin F i g. 2 durch fest ausgezogene Linien angedeutet mäßig großer Teilchengröße, z. B. Siebfeinheiten 60 ist. Hierauf wird das elektrische Isoliermaterial 20 in bis 140, benutzt, um <,. 'n Glimmerformteil herzustel-Pulverform in den frei bleibenden Rajm innerhalb len. Als Binder, welcher hohe mechanische Festigder Form 26 eingefüllt, wie es mit abwechselnd ge- ao keit aufweist, wurde Glas mit niedrigem Schmelzstrichelten und durchgehenden Linien schraffiert in punkt verwendet. Auch wurde in vielen Fällen Blei-F i g. 2 angedeutet ist. Dann wird das obere Ende der boratglas verwendet, welches ausgezeichnete me-Form durch einen Druckblock 30 geschlossen. chanische Eigenschaften hat. Wenn ein derart her-
Die so hergestellte Anordnung wird auf eine vor- gestellte« Glimmerformteil als druckfeste Innenwand bestimmte Temperatur erhitzt, bei welcher das Ma- as oder Zylinder benutzt wird, korrodiert es aus verterial 20 geformt wird. Hierauf w:rd die Anordnung schiedenen Gründen in einem beträchtlichen Ausmaß, in eine geeignete Presse gebracht. Während die vor- Einer der wichtigsten Gründe ist die Anwesenheit bestimmte Temperatur erhalten bleibt, wird die An- von Bleioxyd im verwendeten Glas. Es ist bekannt, Ordnung mit geeignetem Druck so lange gepreßt, bis daß sich in jedem Bleioxyd enthaltenden Glas Alkali das Rohrteil 10 sich in seiner vorbestimmten, in 30 metalle wie die Elemente Natrium, Kalium an-Fig. 2 durch gestrichelte Linien angedeuteten Lage setzen,
befindet und das Material 20 ausgeformt ist. Um die Widerstandsfestigkeit eines bestimmten
Man läßt nun die gepreßte Anordnung zusammen Glases gegen Alkalimetalle zu vergrößern, ist es mit der Formvorrichtung unter Druck abkühlen. daher erforderlich, dem Glas als wesentliche Grund-Dann wird die Formvorrichtung geöffnet und das 35 komponente Oxyde von Alkalimetallen oder Erd-Fo.mstück aus der Form entfernt. In dem Formstück alkalimetallen beizumischen. Es ist jedoch festzustelwird eine zentrale Bohrung 22 hergestellt. Auf diese len, daß unter den Erdalkalimetallen nur Barium und Weise ist eine druckfeste Büchse entstanden. Es hat Strontium verwendbar sind, weil die übrigen Erdsich herausgestellt, daß das verfestigte und mit den alkalimetalle wie Kalzium und Magnesium einen benachbarten Endteilen und der inneren Oberfläche 40 hohen Schmelzpunkt haben ;:nd leicht entglast werder beiden Rohrteile 10 und 12 verbundene Material den. In bezug auf die Säureanteile im Glas ist es 2Λ hohem Druck widerstehen kann. Es stellt weiter erforderlich, im wesentlichen Borsäure zu verwenden, sicher, daß die metallischen Rohrteile 10 und 12 während der Gehalt an Kieselsäure so niedrig wie elektrisch voneinander isoliert sind, während sie gleich- möglich zu halten ist. Außer diesen Anforderungen zeitig zu einem einheitlichen Gebilde zusammen- 45 an die Glaszusammensetzung ist es erforderlich, daß gefügt sind. das Glas eine solche Viskosität hat, daß es bei 500 C
Ein in Fig. 1 nicht gezeigtes Strombegrenzungs- fließt und daß gleichzeitig eine Entglasung bei der teil, welches die Form der Bohrung 22 hat, wird in Abkühlung von 500° C auf Zimmertemperatur nicht die Bohrung 22 geschraubt. Das Strombegrenzung- auftritt. Ein bestimmtes Glas, welches die letztgenannteil besteht aus Natrium, Kalium oder einer festen 50 ten Forderungen erfüllt, kann selbst auf Feuchtigkeit Mischung beider. oder Xohlendioxyd in der Luft so reagieren, daß es
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Er- im Oberflächenwiderstand plötzlich r^nimmt. Es ist findung, bei welcher das Ende 14 des im äußeren festgestellt worden, daß diese Erscheinung bei der-Durchmesser verringerten Rohrteils 10 in seinem artigpn Glasformteilen im wesentlichen vernachläAsig-Durchmesser allmählich zum Ende hin zunimmt. Das 55 bar ist. weil sie mit einer stark verkleinerten Beriih-Ende 14 des Rohrteiles 10 ist lose in das benachbarte rungsoberfläche mit der Luft in Berührung kommen. Ende 16 des anderen Rohrteils 12 eingeführt. Diese Es hat sich weiter herausgestellt, daß die Erscheinung Anordnung kann einer axialen Zugbeanspruchung wesentlich durch die Teilchengröße des Glimmerpulgut widerstehen. vers beeinflußt wird und um so weniger auftritt, je
F i g. 4 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung 60 kleiner diese Teilchengröße ist. Es ist daher zwecknach Fig. 3. welche zusätzlich zwei Klemmen32 und mäßig, Glimmerpulver mit einer Teilchengröße ent-34 aufweist, die mit den freien Enden der Rohrteile sprechend einer Siebfeinheit von 140 oder weniger zu 10 und 12 etwa durch Verbolzen oder Verlöten ver- verwenden. Derartiges Glimmerpulver kann mit 70 bunden sind. bis 30 Volumprozent bei 20 bis 50 Volumprozent Glas
Für das korrosionsbeständige Material 20 wird vor- 65 enthalten sein.
zugsweise von einer anorganischen Mischung in Pul- Es hat sich herausgestellt, daß durch die Auswahl
vorform ausgegangen, welche aus natürlichem oder der Glaszusammensetzung, der Teilchengröße des svnlhctischem Glimmer, einem Glas mit niedrigem C-Iimmerpulvers und/oder das Verhältnis von Glas
zu Glimmer eine Mischung hergestellt werden kann, welche nur aus Glas und Glimmer besteht und mit deren Hilfe eine druckfeste Hülse herstellbar ist, die zufriedenstellend praktisch benutzt werden kann. Eine derartige Hülse ist jedoch noch nicht zufriedenstellend im Korrosionswiderstand. Der Zusatz von Graphitpulver zu einer solchen Mischung spielt eine nützliche Rolle bei der einfachen und wesentlichen Vergrößerung des Korrosionswiderstandes des Endmaterials. Hs hat sich gezeigt, daß die Verwendung von Graphilpulver mit einer Teilchengröße entsprechend einer Siebfeinheit von 60 bis 140 und einem Gehalt von etwa 20*« des Gesamtvolumens der Mischung sehr vorteilhaft in der Beziehung ist, daß die Korrosionsverluste um den Paktor 2 abnehmen, ohne daß die Formbarkeit, die mechanische Festigkeit usw. geändert werden. Der Anteil des Graphitpulvers kann mit zufriedenstellendem Ergebnis bis zu 40 Volumprozent betragen. Mit zunehmendem Graphitgehalt nimmt der elektrische Widerstand des Endmatcriais ab. Da der Zusatz von 30 Volumprozent Graphit einen elektrischen spezifischen Widerstand in der Größenordnung von 10» Hem ergibt, kann ein Material mit einem Gehalt bis zu 30 Votumprozent Graphit ats elektrisches Isoliermaterial betrachtet werden. Der Zusatz von Graphit in einem Gehalt von 30 bis 40 Volumprozent bewirkt eine weitere Abnahme des elektrischen Widerstandes und ergibt das sogenannte elektrische Widerstandsmaterial. Es hat sich ergeben, daß die mechanische Festigkeit des Endmaterials zu stark abnimmt und daß das Material praktisch nicht mehr brauchbar ist. wenn der Gehalt an Graphit 40 Volumprozent übersteigt.
Die organische Mischung des korrosionsbeständigen Materials kann aus durch Wärme härtbarem harzigem Material und Graphit hergestellt werden. Diese Mischung aus einem ausgewählten, mit Wärme härtbarem harzigem Material in Pulverform und aus Graphitpulver wird in eine geeignete Formvorrichtung gefüllt und in einem geeigneten elektrischen Ofen 30 Minuten lang bei 500c C erhitzt, worauf sie unter einem Druck von 500 kg/cm* unter Aufrechterhaltung der Temperatur geformt wird. Das geformte Material wird dann fein gemahlen und kann im Zusammenhang mit der Erfindung verwendet werden.
Wie bei der anorganischen Mischung des korrosionsbeständigen Materials kann die Korrosionsbeständigkeit der organischen Mischung sehr stark durch die Art und Zusammensetzung des Ausgangsrnatcrials beeinflußt werden. Als erstes ist es wichtig, daß die durch Wärme härtbaren harzigen Materialien selbst ausgezeichnet gegenüber Natrium und Kalium beständig sind. Wie bekannt, sind die gegenüber Natrium und Kalium sehr beständigen durch Wärme härtbaren harzigen Materialien solche, die im wesentlichen aromatische Bestandteile enthalten.
Mit einem entsprechenden durch Wärme härtbaren harzigen Material wird aus dem gleichen Grund, wie oben bei der anorganischen Mischung beschrieben. Graphit gemischt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Verwendung von Fasergraphit große Verbesserungen in der Formbarkeit und der mechanischen Festigkeit zur Folge hat. Das Verhältnis von Graphit zum jeweiligen durch Wärme härtbaren harzigen Material steht im engen Zusammenhang mit der Formbarkeit und der Korrosionsbeständigkeit des Endmaterials. F.s wurde festgestellt, daß ein größerer Zusatz von Graphit zu einem durch Wärme härtbaren harzigen Material die Korrosionsbeständigkeit verbessert, die Formbarkeit des Endmaterials jedoch entgegengesetzt beeinflußt. Mit anderen Worten bestimmt der Gehalt an Graphit die Einheitlichkeit der Dichteverteilung des Formteils. So hat es sich gezeigt, daß diese Mischung wie die anorganische Mischung einen Graphitgehalt bis etwa 40 Volumprozent der Ausgangsmischung aufweisen sollte, obwohl der Gehalt
ίο an Graphit nicht sehr hoch sein darf.
Versuchsergebnisse haben gezeigt, daß jedes korrosionsbeständige Material, gleichgültig ob vom anorganischen oder organischen Typ, welches auf die oben beschriebene Art hergestellt wurde, weitgehend nicht nur in bezug auf seine Eigenschaften bei statischer Beanspruchung, wie die Biegefestigkeit, sondern auch bei Schlagbeanspruchungen im Vergleich zu dem früher benutzten Porzellanmaterial wesentlich verbessert wurde. Das kommt daher, daß die
«ο Verwendung von Graphit als Füllmaterial eine Vergrößerung des Elastizitätskoeffizienten bewirkt. Die korrosionsbeständigen Materialien entsprechend der Erfindung können daher kaum infolge eines thermischen Schocks zerstört werden. Zusätzlich kann
i$ bei eiß..m Gehäuse, welches aus einem Paar metallischer Rohrteile zusammengesetzt ist und zur Aufnahme von in ihm entstehendem Dampfdruck infolnc der Verdampfung eines Strombegrenzungsmaterials bestimmt ist, jede Zerstörung des Materials dadurch
ziemlich vermieden werden, daß die Abmessun gen der metallischen Rohrteile richtig bestimmt werden.
Die Materialien des anorganischen Typs werden vorteilhaft bei kleinen Strombegrenzungsvorrichtun-
gen benutzt, um die Herstellungskosten zu verringern, während die Benutzung von Materialien des organischen Typs bei großen Strombegrenzungsvorrichtungen vorteilhaft ist, da hierdurch das Problem der dielektrischen Festigkeit leicht gelöst werden kann. E«
hängt daher vom jeweiligen Anwendungsfall ab. oh Material des anorganischen oder organischen Typ« benutzt wird.
Während der Erfindung im Zusammenhang mil korrosionsbeständigem Material zur elektrischen Iso lierung eines Paars metallischer Rohrteile vonein ander beschrieben wurde, versteht es sich. Jaß da« Isoliermaterial durch ein elektrisches Widerstands material ersetzt werden kann, welches eine geeignete Widerstandsgröße aufweist. Genauer gesagt, kann ein
Material des anorganischen oder des organischer Typs, wie oben beschrieben, eine geeignete Wider Standsgröße dadurch aufweisen, daß entweder da« entsprechende Glimmerpulver und Glas oder das ent sprechende durch Wärme härtbare harzige Material
mit Graphit entsprechend ausgewählter Menge und Teilchengröße, wie vorher beschrieben, gemischt wird d. h.. Graphit kann in einem Gehalt von 30 bis 40 Vo lumprozent benutzt werden. Das derart hergestellte elektrische Widerstandsmaterial wird dann zwischer
und innerhalb des Paars entsprechender metallische Rohrteile in der oben beschriebenen Weise angeord net. Hierdurch wird zwischen den metallischen Rohr teilen parallel zu einem Teil aus Strombegrenzung*- material zwischen einem Paar Klemmen 32 und 34
ein elektrischer Widerstand einccschaltet. Diese Maß nähme ist wirksam zur Unterdrückung von über spannungen, welche bei der Begrenzung eines Kurz schlußstromcs zwischen den Klemmen entstehen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Strombegrcnzungsvorriclitung mit einem druck'cMen Gehäuse, bestehend aus zwei metaltischen zylindrischen Teilen, welche unter Bildung eines Spaltes mit ihren P.nden gegeneinander angeordnet sind, mit einem festen Materia1., welches den Spalt zwischen den zylindrischen Teilen ausfüllt und diese voneinander elektrisch isoliert, und mit einer Bohrung im festen Material, in welcher ein Strombegrenzungsmaterial liegt, sowie mit zwei an den zylindrischen Teilen angeordneten Klemmen, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrischen Teile (Rohrteile 10, 12) als Hohlzylinder und ihre einander benachbarten Enden (14, 16) als hohlzylindrische Vorsprünge ausgebildet sind, von denen der Vorsprung (Ende 14) des einen Hohlzylinders (Rohrteil 10) unter Bildung eines Spaltes (18) lose in den Vorsprung (Ende 16) des anderen Hohlzylinders (Rohrteil 12) eingeführt ist, daß der Spalt (18) sowie der Innenraum der beiden aneinandergefügten Hohlzylinder (Rohrteile 10, 12) mit dem festen Material (20) ausgefüllt sind und daß die freien Enden der Hohlzylinder (Rohrteile 10, 12) mit den Klemmen (32, 34) fest verbunden sind.
2. Strombegrenzungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des hohlzylindrischen Vorspmngs (Ende 14) des einen Hohlzylinders (Rohrteil 10) in Richtung auf sein äußeres Ende stetig zunimmt und der Innendurchmesser des benachbarten hohlzylindrischen Vorsprungs (Ende 16) des anderen Hohlzylindcrs (Rohrteil 12) in Richtung auf sein äußeres Ende stetig abnimmt.
3. Strombegrenzungsvorrichtung nach Anspruch 1. daduKh gekennzeichnet, daß das feste Material (20) ein elektrisches Widerstandsmaterial ist, welches zwischen den Klemmen (32, 34) elektrisch parallel zu dem in der Bohrung (22) liegenden Strombegrenzungsmaterial geschaltet bt.
4. Strombegrenzungsvorrichtung nach An spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Material (20) aus Glimmer mit einer Teilchengröße vorwiegend entsprechend einer Siebfeinheit von 140, aus Glas mit niedrigem Schmelzpunkt, welches mit einem Borat angereichert ist und Oxyd aus der Gruppe der Barium- und Strontiumoxyde enthält, und aus Graphit mit einer Teil chengröße entsprechend einer Siebfeinheit von 60 bis 140 besteht, wobei das Graphit zu etwa 20 0Zo des Volumens des festen Materials (20) enthalten ist.
5. Strombegrenzungsvorrichtung nach An spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Material (20) ein wärmegehärtetes harziges Material ist. welches im wesentlichen aus einem aro matischen Anteil mit hoher Beständigkeit gegen Natrium und Kalium besteht und Fasergraphit enthält, dessen Gehalt etwa 40·/» des Volumens des festen Materials (20) ausmacht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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