DE1950443B2 - Druckluftbetätigte Bremseinrichtung für Fahrzeuge - Google Patents
Druckluftbetätigte Bremseinrichtung für FahrzeugeInfo
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- DE1950443B2 DE1950443B2 DE19691950443 DE1950443A DE1950443B2 DE 1950443 B2 DE1950443 B2 DE 1950443B2 DE 19691950443 DE19691950443 DE 19691950443 DE 1950443 A DE1950443 A DE 1950443A DE 1950443 B2 DE1950443 B2 DE 1950443B2
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine druckluftbetätigte Bremseinrichtung für Fahrzeuge, mit einem Betriebsbremsteil
und einem Hilfsbremsteil, wobei der Betriebsbremsteil eine Druckkammer und einen auf ein
Bremsbetätigungsglied einwirkenden Betriebskolben. aufweist, der über einen in die Druckkammer führenden
Anschluß mit Druckluft beaufschlagbar ist, und wobei der Hilfsbremsteil aus zwei durch einen ebenfalls
auf das Bremsbetätigungsglied einwirkenden Hilfskolben voneinander getrennten Kammern besteht, von denen
die erste Kammer normalerweise über einen zu einer Druckluftquelle führenden Anschluß mit Druckluft
beaufschlagt ist und die zweite Kammer mit der ersten Kammer über eine öffnung in Verbindung steht,
in der ein Rückschlagventil angeordnet ist.
Bei einer bekannten derartigen Bremseinrichtung (US-PS 3 302 530) ist das Rückschlagventil in der Öffnung,
die die beiden Kammern des Hilfsbremsteils verbindet, derart angeordnet und ausgebildet, daß bei normalen DnickverhSlinissen die öffnung zur zweiten
Kammer hin gesperrt ist. jedoch bei einem Druckluftabfall oder Ausfall der Druckluftzufuhr diese Sperrung
aufgehoben wird, so daß die beiden Kammern in Verbindung miteinander kommen. In letzterem Fall findet
dann ein Druckausgleich zwischen den beiden Kammern statt, der ermöglicht, daß die auf den Hilfskolben
einwirkende Druckfeder in Funktion treten und den Hilfskolben in Bremsbeiätigungsrichtung bewegen
kann. Die in die zweite Kammer des Hilfsbremsteils einströmende Druckluft kann über ein Entlüftungsventil
in die Atmosphäre entweichen. Die Betätigung des Hilfskolben in Bremsbetätigungsrichtung erfolgt also
in obigen Fällen praktisch ausschließlich durch die den Hilfskolben beaufschlagte Druckfeder, die entsprechend
stark ijimensioniert sein muß und demzufolge viel Platz beansprucht. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten
Bremseinrichtung besteht darin, daß die den Hilfskolben beaufschlagende Druckfeder erst dann
wirksam werden kann, wenn nach Öffnung des Rück schlagventib der Druckausgleich zwischen den beiden
Kammern des Hilfsbremsteils stattgefunden hat, wodurch wertvolle Zeit verlorengeht, wenn man die Situation
bei einer Notbremsung betrachtet.
Bei Hydraulikmotoren ist es ferner bekannt (US-PS 3 316817), zur Abführung der sich an einer Seite des
Hydraulikkolbens ansammelnden störenden Luft durch den Kolben eine Öffnung zu führen, in der ein Rückschlagventil
angeordnet ist. Man erreicht durch diese Entfernung der Luft aus dem Bereich des Kolbens, daß
unzulässige Verkeilungen des Kolbens nach Abschaltung
der Hydf aülikflüssigkeit vermieden werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
druckluftbetätigte Bremseinrichtung der eingangs be zeichneten Art derart weiterzubilden, daß bei einem
Druckluftabfall bzw. Ausfall der Druckluftquelle die den Hilfskolben beaufschlagende Druckfeder durch
Druckluft zusätzlich unterstützt wird und bei der ferner die Ansprechzeit des Hi'fsbrer'steiis gegenüber bekannten
Einrichtungen verringert ist. Die die Druckfeder im Hilfsbremsteil unterstützende Druckluft soll da
bei aus dem System der Bremseinrichtung entnommen werden, so daß keine zusätzliche Druckluftquelle benötigt
wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer
druckluftbetätigten Bremseinrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Rückschlagventil
bei einem vorbestimmten Wert des Druckes in der ersten Kammer in Richtung zur zweiten Kammer hin öffnet,
damit bei Abfall des Druckes in der ersten Kammer der Hilfskolben infolge des in der zweiten Kammer
herrschenden Druckes in Bremsbetätigungsrichtung bewegt wird. Der bei Abfall des Druckes in der
ersten Kammer entstehende Druckunterschied zwischen den beiden Kammern des Hilfsbremsteils bewirkt
also die Schließung des Rückschlagventils, so daß der Luftdruck in der zweiten Kammer die den Hilfskolben
beaufschlagende Druckfeder in Bremsbetätigungsrichtung unterstützen kann. Dieser in der zweiten
Kammer herrschende Druck unterstützt also in vorteilhafter Weise bei Abfall des Druckes in der ersten Kammer
die den Hilfskolben beaufschlagende Druckfeder, so daß letztere schwächer dimensioniert werden kann
und weniger Platz benötigt. Der Hilfsbremsteil spricht bei Druckabfall in der ersten Kammer schlagartig an.
da im Gegensatz zu der eingangs erläuterten bekannten Bremseinrichtung kein Druckausgleich zwischen
den beiden Kammern des Hilfsbremsteils abgewartet
i 950
werdon muß. Außerdem ist keine zusätzliche Druckluftquelle
erforderlich, um den Luftdruck in der «weiten Kammer aufzubauen.
Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
ist eine zweite öffnung vorgesehen, die die bei· den Kammern des Hilfsbremsteils miteinander verbindet,
während ein Rückschlagventil in der zweiten öffnung vorhanden ist, das eine Druckluftströmung aus
der ersten Kammer in die zweite Kammer verhindert, jedoch eine Druckluftströmung von der zweiten Kam- w
mer in die erste Kammer mit einer niedrigen Geschwindigkeit zuläßt, wenn der Druck in der zweiten
Kammer denjenigen in der ersten Kammer um einen vorbestimmten Wert überschreitet.
Vorteilhaft erstrecken sich wenigstens die eine, vorzugsweise jedoch beide öffnungen, die die beiden
Kammern des Hilfsbremsteils miteinander verbinden, durch den Hilfskolben hindurch. Dies ist eine Platz sparende und baulich einfache Lösung.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden ao
anschließend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F 1 g. ! einen Längsschnitt durch eine druckluftbetätigte
Bremseinrichtung mit einem BetrieSsbremsteil
und einem Hil.fsbremsteil, aj
f-.g. 2 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführur.gsform
einer Bremseinrichtung mit einem Be-Iriebsbremsteil
und einem Hilfsbremsteil,
F i g. 3 einen Schnitt durch ein Teil der in F i g. 2 gezeigten Bremseinrichtung. 3„
Ks wird nun auf F i g. 1 Bezug genommen. Mit 10 ist
da-> Gehäuse für den Hilfsbremsteil bezeichnet. In der
dargestellten Zeichnung ist mit »unten« der Bereich gegen die Fahrzeugachse und mit »oben« der Bereich
außerhalb der Bremseinrichtung oder weg von der
Fahrzeugachse oder Bremstrommel (nicht gezeigt) gemeint. Die Stirnwand U des Gehäuses für den Hilfsbremsteil
ist vorzugsweise in der Mitte bei 12 etwas eingeprägt und weist eine Mittelöffnung 13 auf, die zur
Aufnahme eines mit Innengewinde versehenen Anschlußstückes
14 client. Das Anschlußstück 14 enthält lösbar einen Ventilkörper 15. der in seiner Mitte ein
Entlüftungsventil 16 trägt, das noch beschrieben wird. Der untere R^nd IO.1 des Gehäuses IO ist mittels
Schrauben 17 am Umfangsabschnitt 18 einer Zwischenwand 19 befestigt. Die letztere bildet einerseits die Begrenzung
des Hilfsbremsteils und andererseits die Begrenzung des Betriebsbremsteils. Der Umfangsabschnitt
18der Zwischenwand 19 weist eine in Umfangsrichtung
verlaufende Dichtung 20 auf, die an der Innenseile des Gehä ises 10 anliegt. Eine Anschlußöffnung 21
läßt Druckluft nach innen durch einen Kanal 22 treten. so daß sie eine erste Kammer 23 des Hilfsbremsteils
erreicht.
Ein Hilfskolben 24 w^ist einen Umfangsabschnitt 25
auf, der einen Druckdichtungsring 27 und einen äußeren Filzring 26 trägt. Der Hilfskolben 24 besitzt ferner
eine zentrale Nabe 28 mit einer durchgehenden Mittelöffnung 2?, in der eir Stange 30 festgemacht ist. Die
Stange 30 kann eine nit einem Innengewinde versehe- ββ
ne Bohrung 31 an ihrem oberen Ende aufweisen, um von der Stirnwand 11 her eine mit einem Außengewinde
versehene Stange aufzunehmen, die eine mechanische Freigabefunktion erfüllt. Dies ist bekannt und wird
nicht weiter beschrieben, (ine Feder 32 liegt mit ihrem 8j
einen Ende an der Innenseite der Stirnband 11 und m\{
ihrem anderen Ende an dem Hilfskollxr 24 an. In der
/wischenwand 19 ist eine zentrale Öf'nunp 33 vorgesehen,
durch die die Stange 30 zur Ausführung einer Hin-
und Herbewegung abgedichtet hindurchtreten kann. Eine Dichtung 34 und eine Führungsbuchse 33, die
durch einen Ring 36 in Einbaulage gehalten werden, dichten die Stange 30 in der Öffnung 33 ab. Eine Auflage&cheibe
37 ist am unteren Ende der Stange 30 mittels einer Schraube 38 befestigt.
Es wird nun auf den Betriebsbremsteil Bezug genommen. Das untere Ende 18a des Umfangsabschnitts 18
der Zwischenwand t9 liegt an der ebenen Umfangsfläche einer nachgiebigen Membrane 39 an. Die letztere
liegt mit ihrer unteren Umfangsfläche an einem Gehäuseteil 40 des Betriebsbremsteils an, und die Membrane,
das Ende 18a und der Auflageflansch des Gehäuseteiis 40 werden durch ein Klemmband 41 zusammengehalten, das seinerseits entfernbar ist.
Ein Betriebskolben 42 ist am oberen Ende eines Bremsbetätigungsgliedes 43 befestigt und liegt an der
unteren Seite der Membrane 39 an. Eine Membranrückführfeder 44 liegt mit ihrem oberen Ende an einem
Federhalter 45 und mit ihrem unteren Ende an der Stirnwand 40a des Gehäusetnls 40 an. Schrauben 46
und Bc'lagescheiben 46a dien'..·; dazu, die Bremseinrichtung
an entsprechenden Stellen am Fahrzeug zu befestigen.
Eine nicht gezeigte Anschlußöffnung, die dem Kanal 22 entspricht, ist in dem Zwischenwand-Umfangsabschnitt
18 vorgesehen, wodurch man Druckluft von irgendeiner Druckluftquelle in eine Druckkammer 47
einführen kann. Die letztere liegt zwischen der oberen Seite der Membrane 39 und dev unteren Seite der Zwischenwand
19. Eine Öffnung 48 ibt in der Mitte der Stirnwand 40;) der Druckkammer 47 vorgesehen, so
daß das Bremsbetätigungsglied 43 hindurchgeführt und mit den Bremselementen (nicht gezeigt) auf herkömmliche
Weise in Antriebsverbindung gebracht werden kann.
Druckluft tritt in die erste Kammer 23 durch die Anschlußöffnung 21 und den Kanal 22 ein. Wenn ein genügend
großer Luftdruck in der ersten Kammer 23 vorhanden
ist. wird der Hilfskolben 24 gemäß F i g. 1 nach oben gedruckt. Dadurch wird die Feder 32 zusammengedrückt
und die Auflagescheibe 37 auf der Stange 30 wird nach oben dicht neben die Zwischenwand 19 geführt.
Wenn die Feder 32 zusammengedrückt ist, arbeitel die Bremseinrichtung normal, d. h. unter dem Einfluü
des Luftdrucks in der Druckkammer 47, der auf die biegsame Membrane 39 einwirkt. Wenn der Luftdruck
in der Druckkammer 47 erhöht wird, wird die Membra ne 39 gemäß F i g. I nach unten gedrückt, wobei da;
Bremsbetätigungsglied 43 und der Betriebskolben 4i hcwegt und die Bremse angezogen werden. Unter die
sen Umständen verbleiben der Hilfskolben 24 und die Stange 30 in den in F i g. 1 gezeigten Lagen. Wenn dei
Druck in der Druckkammer 47 verringert wird, beweg sich die Membrane 39 nach oben in die in F i g. 1 gc
zeigte Stellung. Das Bremsbetätigungsglied 43 beweg sich zusammen mit der Membrane unter dem Drucl
der Membranrückführfcder 44 ebenfalls nach oben. Da durch wird die Bremse gelöst.
Wenn die Druckluft aus der ersten Kammer 23 abge lassen wird, drückt die Feder 32 den Hilfskolben 24, di<
Stange 30 urd die Auflagescheibe 37 gemäß Fig.
nach unten, wodurch die Bremse angezogen wird. Di Bremse kann nur durch erneuten Aufbau des Luftdruk
kes in der ersten Kammer 23 oder durch Anwendun einer mechanischen Frcigabcvorrichlung gelöst wet
den, wie bekannt ist.
Bei der vorliegenden Konstruktion des llilfsbremstcüs
ist die zweite Kammer 49 abgedichtet, d. h.. es ist keine Entlüftung vorhanden, wenn man die Mittelöffnung
13 ausnimmt, welche das Anschlußstück 14 mit dem eingebauten Ventilkörper 15 aufnimmt. Im Vcntilkörpcr
15 ist ein Durchlaß 15;) vorgesehen, der an seinem oberen Ende erweitert ist und das Entlüftungsventil
18 lösbar aufnimmt, das im oberen Teil des Durchlasses 15a durch einen Ring 16a gesichert ist. Das Entlüftungsventil
16 öffnet, um den Durchlaß 15a von der Innenseite der zweiten Kammer 49 her bei etwa
2,45 kp/cm2 zu entlüften.
Eine öffnung 50, die an ihrem oberen Ende 51 mit einem Innengewinde versehen ist, ist im Hilfskolben 24
radial außerhalb der Nabe 28 angeordnet. In der öffnung
50 ist ein Rückschlagventil 52 lösbar eingeschraubt (das die Luftströmung aus der zsvciten Kammer
49 in die erste Kammer 23 regelt). Das Rückschlagventil 52 weist einen zylindrischen, mit einem
Außengewinde versehenen Körper mit einem Kanal auf, der sich zentral vom oberen Ende des Körpers in
diesen !lineinerstreckt. Der Kanal ist an seinem unteren Ende mit nach außen verlaufenden radialen öffnungen
versehen, die durch einen O-Ring abgedichtet sind, der sich am unteren Ende des Körpers mit dem geringen
Durchmesser befindet.
Eine weitere öffnung 53, die an ihrem oberen Ende gemäß F i g. 1 ebenfalls erweitert ist, weist ein Rückschlagventil
54 auf, das in dem erweiterten Teil der öffnung 53 durch einen Sicherungsring 55 gehalten ist.
Das Rückschlagventil 54 öffnet sich bei einem Druck von 5,95 kp/cm2, um eine Verbindung zwischen der ersten
Kammer 23 und der zweiten Kammer 49 herzustellen.
Wenn ein ausreichender Luftdruck über die Anschlußöffnung 21 und den Kanal 22 in der ersten Kammer
23 aufgebaut wurde, um die Fahrzeugbr,emsen zu lösen, bewegt sich der Hilfskolben 24 in die in F i g. 1
gezeigte Lage, wobei er die Feder 32 zusammendrückt.
Nachdem der Luftdruck in der ersten Kammer 23 auf 5,95 kp/cm2 angestiegen ist (oder auf irgendeinen anderen
wahlweisen erwünschten oder durch das Rückschlagventil 54 vorbestimmten Druck), öffnet das Rückschlagventil
54. Dies ermöglicht, daß Druckluft über 5,95 kp/cm2 (oder irgendeinem anderen eingestellten
Druck) in die zweite Kammer 49 eintreten kann.
Wenn der Luftdruck in der zweiten Kammer 49 über 2,45 kp/cm2 (oder irgendeinem anderen erwünschten
und eingestellten Grenzwert für den jeweiligen Anwendungsfall) liegt, öffnet sich das Entlüftungsventil 16
und läßt jeglichen überschüssigen Druck nach außen entweichen. Dadurch wird ein geregelter Druck in der
zweiten Kammer 49 aufrechterhalten. Dieser Druck muß in bezug auf den zur Verfügung stehenden Druck
und die Leistung des Fahrzeugs abgestimmt sein.
Wenn eine Notbremsung erfolgen soll, d. h., wenn der Luftdruck in der ersten Kammer 23 plötzlich abfällt,
wird in bezug auf den Hilfskolben 24 eine unausgeglichene Drucksituation erzeugt. Überschüssiger
Luftdruck in der zweiten Kammer 49 erzeugt eine Kraft, die die Feder 32 bei der Ausführung einer schnellen
Notbremsung unterstützt.
Das Rückschlagventil 52 öffnet von der zweiten Kammer 49 aus nach unten zur ersten Kammer 23 hin.
Infolge der Konstruktion des Rückschlagventils 52 nimmt es ungefähr 20 bis 30 Sekunden in Anspruch, bis
die Druckluft in der zweiten Kammer erschöpft ist.
Dies reicht aus. wenn man die Kraft der Feder 32 hin·
/uaddicrl. um ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit
abzubremsen, und es führt zu einer Bremskraft, die zunächst
groß ist und dann allmählich abfällt, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit sinkt.
Nachdem die Druckluft aus der zweiten Kammer 49
entwichen ist. ist der Arbeitszyklus für eine Wiederholung bereit. Es ist nicht notwendig, daß die Druckluft
erschöpft ist. um den Zyklus zu wiederholen, es ist dann jedoch ein höherer Luftdruck in der ersten Kammer 23
erforderlich, bevor die Bremse gelöst werden kann. Das Rückschlagventil 52 steuert die Rückströmung.
F i g. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Bremseinrichtung, bei der das Hilfsbremsteil abgeän-
1S dert ist. Ein längliches zylindrisches Gehäuse 60 weist
ein unteres Ende 61 auf. Das untere Ende 61 weist einen nach oben abgesetzten zentralen Teil 62 auf, der
eine Mittelöffnung 63 enthält. Das obere Ende des Gehäuses 60 ist bei 64 leicht nach außen abgebogen und
*° mit einem Flansch 65 versehen. Eine Entlüftungsöffnung
66 ist in diesem Bereich des Gehäuses vorgesehen.
Die Druckkammer 72 des Betriebsbremsteils der Bremseinrichtung der F i g. 2 enthält eine entfernbare
»5 Stirnwand 67, deren Flansch 68 in Anlage mit einer
Membrane 69 steht und von einem Klemmband 70 erfaßt wird. Ein Anschluß 71 ermöglicht die Druckluftzufuhr
in die Druckkammer 72.
Eine Zwischenwand 73 trennt die Druckkammer 72 von der zweiten Kammer 12t des Hilfsbremsteils. Die
Zwischenwand 73 weist eine Mittelöffnung 74 auf, und ein O-Ring 75 ist in dieser öffnung angeordnet. Ein
Bremsbetätigungsglied 76 weist an seinem einen Ende einen Betriebskolben 77 auf und erstreckt sich durch
die Mittelöffnung 74, wobei der O-Ring 75 das Bremsbetätigungsglied
76 abdichtet. Eine Rückführfeder 78 liegt mit einem Ende an der Zwischenwand 73 und mit
ihrem anderen Ende an einem Federhalter 79 an.
An der unteren Seite der Zwischenwand 73 ist ein die Mittelöffnung umfassender Feder-Halteflansch 80 vorgesehen. Ein äußerer Flansch 73a der Zwischenwand 73 ist in der Mitte des Gehäuses 60 durch in Abstand voneinander angeordnete Schrauben 81 festgemacht, und er weist an seiner äußeren Seite eine in Umfangsrichtung verlaufende Dichtung 82 in einer Umfangsnut 83 auf. Die Zwischenwand 73 ist ferner mit einer Gewindebohrung 84 versehen, um ein Gewindeanschlußstück 85 aufzunehmen, das auch Jurch eine Öffnung 86 im Gehäuse 60 hindurchtritt. Eine Feder 87 liegt mit ihrem einen Ende an der unteren Seite der Zwischenwand 73 und mit ihrem anderen Ende an der oberen Seite des Hilfskolbens 88 an. Der Hilfskolben 88 weist einen Umfangsabschnitt 89 mit einem Dichtungsring 90 und einem Schmierring 91 in Umfangsnuten 92 bzw. 93 auf. In der Mitte des Hilfskolbens 88 ist ein nach oben versetzter Teil 94 vorgesehen, der eine Öffnung 95 mit Innengewinde und eine öffnung 96 ohne Gewinde aufweist, wobei letztere mit einem unteren Öffnungsabschnitt 97 mit kleinerem Durchmesser verbunden ist. Der obere Mittelteil des Hilfskolbens 88 in Form eines Ringes 98 enthält eine Ringdichtung 99, die in einer Umfangsnut 100 sitzt. Ein Rohr 101 ist bei 102 am Hilfskolben 88 bzw. an seinem Mittelteil festgemacht. Eine flexible Verbindung 103 koppelt das
An der unteren Seite der Zwischenwand 73 ist ein die Mittelöffnung umfassender Feder-Halteflansch 80 vorgesehen. Ein äußerer Flansch 73a der Zwischenwand 73 ist in der Mitte des Gehäuses 60 durch in Abstand voneinander angeordnete Schrauben 81 festgemacht, und er weist an seiner äußeren Seite eine in Umfangsrichtung verlaufende Dichtung 82 in einer Umfangsnut 83 auf. Die Zwischenwand 73 ist ferner mit einer Gewindebohrung 84 versehen, um ein Gewindeanschlußstück 85 aufzunehmen, das auch Jurch eine Öffnung 86 im Gehäuse 60 hindurchtritt. Eine Feder 87 liegt mit ihrem einen Ende an der unteren Seite der Zwischenwand 73 und mit ihrem anderen Ende an der oberen Seite des Hilfskolbens 88 an. Der Hilfskolben 88 weist einen Umfangsabschnitt 89 mit einem Dichtungsring 90 und einem Schmierring 91 in Umfangsnuten 92 bzw. 93 auf. In der Mitte des Hilfskolbens 88 ist ein nach oben versetzter Teil 94 vorgesehen, der eine Öffnung 95 mit Innengewinde und eine öffnung 96 ohne Gewinde aufweist, wobei letztere mit einem unteren Öffnungsabschnitt 97 mit kleinerem Durchmesser verbunden ist. Der obere Mittelteil des Hilfskolbens 88 in Form eines Ringes 98 enthält eine Ringdichtung 99, die in einer Umfangsnut 100 sitzt. Ein Rohr 101 ist bei 102 am Hilfskolben 88 bzw. an seinem Mittelteil festgemacht. Eine flexible Verbindung 103 koppelt das
Bremsbetätigungsglied 76 mit seinem Fortsatz 104, der durch das Rohr 101 verläuft und einen mit Außengewinde
versehenen Teil 105 besitzt, auf dem eine Mutter 106 aufgeschraubt ist.
Ein Anschluß 107 mit einer durchgehenden Öffnung 108 ist an dem Gehäuse 60 neben dessen unterem linde
angebracht. Schrauben 109 und HO mit in Umfangsrichlung verlaufenden Dichtungen 111 bzw. 112 sind in
Öffnungen 113 und 114 im Ende 61 des Gehäuses 60 eingesetzt. Kin Ring 115 ist in die Mittelöffnung 63 eingebaut,
und er enthält eine Dichtung 116, die die Mittclöffnung
63 abdichtet, sowie eine Dichtung 117, die gegen die Außenfläche des Rohres 101 abdichtet.
Die Bremseinrichtung der F i g. 2 kann vorteilhaft gegenüber der Bremseinrichtung nach F i g. I gänzlich
aus Stahl hergestellt werden, wohingegen die Zwischenwand 19 in F i g. 1 aus einem Formgußmaterial
besteht. Die Bremseinrichtung der F i g. 2 hat ferner eine relativ kleinere Länge als diejenige nach Fig. 1. *5
was in gewissen Anwendungsfällen erforderlich ist, wo der Raum von Bedeutung ist. Jeglicher Mangel bei der
Befestigung der Bremseinrichtung führt ferner zur Betätigung der Hilfsbremse. wodurch eine sichere Einrichtung
geschaffen ist. Für den Fall, daß das Klemmband »° 41 reißt oder bricht, fällt die gesamte Bremseinrichtung
vom Fahrzeug ab. was dazu führt, daß sowohl der Betriebs- als auch der Hilfsbremsteil verlorengehen.
Schließlich ist bei der Bremseinrichtung der F i g. 2 die Membrane ohne Eingriff in den übrigen Teil der Ein- »5
richtung zugänglich.
Wenn ein ausreichender Luftdruck (vgl. F i g. 2) über den Anschluß 107 und die öfinung 108 in die erste
Kammer 120 des Hilfsbreimteils eingeführt ist, bewegt
sich der Hilfskolben K8 in die in F i g. 2 gezeigte Lag;, wobei er die Feder 87 zusammerdrückt.
Nachdem der Luftdruck in der ersten Kammer 120 auf 5.95 kp/cm2 (oder irgendeinen anderen ausgewählten
und durch ein in der öffnung % angeordnetes Rückschlagventil 96a bestimmten Druck) angestiegen
ist. kann die den Wert von 5,95 kg/cm2 (oder irgendeinen anderen eingestellten Druck) überschreitende
Druckluft in die zweite Kammer 121 des Hilfsbremstcils eintreten.
Wenn der Luftdruck über 2.45 kp/cm2 (ouer irgend- 4»
einen anderen erwünschten und eingestellten Grenzwert) liegt, öffnet ein im GewindeanschluBstück 85 angeordnetes
Entlüftungsventil 85«? und läßt jeglichen überschüssigen Druck ab. Dieses Entlüftungsventil 85a
hält einen geregellen Druck in der zweiten Kammer 121 aufrecht. Der Druck muß in bezug auf den zur Verfügung
stehenden Druck und der Leistung des Fahrzeugs abgestimmt sein.
Wenn eine Notbremsung erfolgen soll, d.h., wenn
der Luftdruck plötzlich aus der ersten Kammer 120 5» entweicht, wird eine unausgeglichene Drucksituation in
bezug auf den Hilfskolben 88 erzeugt. Der überschüssige Luftdruck in der zweiten Kammer 121 erzeugt eine
Kraft, die die Feder 87 bei der Ausführung einer Notbremsung unterstützt.
Ein in der öffnung 95 angeordnetes Rückschlagventil 95a öffnet gemäß F i g. 2 nach unten in die erste Kammer
120 von der zweiten Kammer 121 aus. Auf Grund der Konstruktion des Rückschlagventils 95a nimmt es
etwa 20 bis 30 Sek. in Anspruch, die Luft aus der zweiten Kammer 121 abzulassen. Dies reicht aus, wenn man
die Kraft der Feder 87 hinzuaddiert, um ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit anzuhalten, und es ergibt
eine Bremskraft, die zunächst groß ist und dann allmählich abfällt, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit heran- «5
Urge.hu . , ..,
Nachdem die,Druckluft aus der zweiten Kammer 121
des Hilfsbremsleikabgelassen worden ist. ist der Arbeitszyklus
für eine Wiederholung bereit. Es ist nicht notwendig, zur Wiederholung des Zyklus die Druckluft
vollständig abzulassen, man benötigt dann jedoch einen höheren Luftdruck innerhalb der ersten Kammer 120,
bevor die Bremse gelöst werden kann. Das Rückschlagventil 95;i steuert die Rückströmung.
In bezug auf den Hilfsbremsteil der Bremseinrichtung
nach F i g. I und 2 gilt folgendes: Wenn der Luftdruck in den Kammern 23 oder 120 bei den vorgegebenen
Beispielen niemals über 5,95 kp/cm2 oder dem erwünschten,
durch die Rückschlagventile 54 oder 96a bestimmten ausgewählten Druck steigt, tritt die Druckluft
nicht in die zweite Kammer 49 oder 121 des Hilfsbremsteils
ein. Jegliche Druckluft über einem Wert von 5,95 kp/cm2, die in die zweite Kammer gelangt, jedoch
dort unterhalb 2.45 kp/cm2 liegt (Werte, die für die Beispiele aufgezeigt sind), wo die Entlüftungsventile 85a
oder 16 öffnen, dient zur Erzeugung einer begrenzten Druckluftunterstützung.
Eine Veränderung des Anzugs der Bremse innerhalb der Arbeitszeitspanne der Rückschlagventile 52 und
95a (um eine Radblockierung zu vermeiden) arbeitet der Druckluftunterstützung des Hilfskolben entgegen.
Es ist durchaus möglich, die Bremseinrichtungen zu betreiben, wenn die Rückschlagventile 52 und 95a von
diesen entfernt und die Öffnungen 50 und 95 geschlossen sind. In diesem Fall entfällt das Ablassen der
Druckluft, das den Druckluftunterstützungseffekt aufhebt,
der das erneute Zusammendrücken der Feder 32 oder 87 unterstützt. Wenn Druckluft durch die öffnung
108 oder den Kanal 22 in die ersten Kammern 120 bzw. 23 des Hilfsbremsteils eingeführt wird, und zwar bei
fehlenden Rückschlagventilen 95a oder 52. findet dann das erneute Zusammendrücken der Federn gegen die
Rest-Druckluft in den Kammern 121 oder 49 statt. Wenn die F.ntlüftungsventile 85a und 16 vorhanden
sind, findet eine erneute Kompression niemals gegen einen höheren Druck als 2,45 kp/cm2 statt, der in den
Ausfuhrungsbeispielen angegeben ist
Es ist ferner möglich, die Bremseinrichtungen zu betreiben, wenn die Entlüftungsventile 85a und 16 von
diesen entfernt sind. In einem solchen Fall ist es jedoch zweckdienlich, wenn die Rückschlagventile 95a und 52
vorhanden sind, um die Druckluft aus den zweiten Kammern abzulassen, bevor eine erneute Kompression
stattfindet.
Es ist erwünscht, daß der kombinierte Federdruck und der unterstützende Luftdruck niemals den Sysiemdruck
überschreiten.
Ein wichtiges Merkmal der Bremseinrichtungen nach F i g. 1 und 2 besteht darin, daß. wenn das Fahrzeug
beladen ist und man wünscht, daß die maximal wirksame Bremsleistung abgegeben wird, die Druckluft im
System, die die ersten Kammern 23 und 120 füllt, auf einem Druck gehalten werden kann, der für die vorgegebenen
Ausführungsbeispiele eine Kraft von 54 kp ausübt. Dies bedeutet, daß die zweiten Kammern der
Hilfsbremsteile bei den vorgegebenen Ausführungsbeispielen mit Druckluft zur Ausübung einer Kraft von
über 15,75 kp gefüllt werden. Sobald das Fahrzeug entladen
ist, kann die Bremseinrichtung durch einen Regler oder durch die Einschaltung eines Druckregulierventils
gesteuert werden, um durch den Kanal 22 oder die öffnung 108 nicht mehr Druckluft einzuführen, als
einer Kraft von 38,25 kp entspricht so daß die Luftunlerstützungsfunktion
bei einem leicht beladenen oder entladenen Fahrzeug nicht wirksam wird. Dies verhindert
eine Radblockierung auf Grund einer zu starken
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Bremsung. Es ist daher eine gewisse Belastungskontrolle der Bremseinrichtungen durch Regulierung der
Druckluftzufuhr zu den Kammern 23 und 120 entsprechend einer Kraft von unter 33,7 bis 38,2 kp an den
Rückschlagventilen 54 und 96a möglich. Man kann daher die Luftunterstützung einsetzen oder ausschalten.
Der Fahrzeugführer wird instruiert, den Regler oder das Druckregulierventil zu betätigen, wenn das Fahrzeug entladen ist.
Die Rückschlagventile 96a und 54 öffnen bei einem Druck, der eine Kraft von 33,7 bis 38,2 kp ± QS kp
ausübt. Die Drücke in den zweiten Kammern 121 und 49 werden auf die Ausübung einer Kraft von 13,5 bis
18 kp bei einer Toleranz von ± 0,9 kp eingestellt. Die
Entlüftungsventile 85a und 16 haben einen öffnungsdruck entsprechend einer Kraft von
18 kp + 2.25 kp - 0, das sind 18 bis 20,25 kp, bevor sie
öffnen. Es ist eine Überlappung von 0,9 kp zwischen dem Schließen des Rückschlagventils 54 und dem öffnen des Entlüftungsventils 16 vorhanden. Das Entlüf- ao
tungsventil 16 arbeitet vom öffnungsdruck an nach unten auf 20% und schließt, wenn die vom Druck in der
Kammer 49 ausgeübte Kraft um 20% auf 13.9^ bis
14,4 kp abfällt.
Die Rückschlagventile 95a und 52 stellen Ventile dar, as
die die Rückströmung steuern. Sie dichten blasendicht bei + 0,9 kp ab und öffnen bei 0,45 bis 2,25 kp ± 0,9 kp.
Die Arbeitszeit für die Rückschlagventile beträgt 24 Sek. ± 5Sek, um ein Volumen von 1230 cm3 aus
den Kammern 121 und 49, das auf 2,1 kp/cm2 verdichtet
ist, abzulassen.
Aus F i g. 3 geht hervor, daß das Rückschlagventil 95a ein Gewinde 956 am Körperteil 95c aufweist, der
eine Öffnung 122 mit relativ großem Durchmesser enthält, die in ein Sackloch 123 mit kleinerem Durchmes-
ser endet Eine Vielzahl von Öffnungen 124 (vier im Ausführungsbeispiel) verläuft nach außen in eine Nut
125 des Rückschlagventils. Ein Dichtungsring 126 liegt über den Öffnungen in der Nut 125. Die Öffnungen 124
sind so bemessen, daß sie den oben beschriebenen Drosseleffekt bewirken.
Es wird nun auf F i g. 2 Bezug genommen, aus der zu ersehen ist, daß auch dann, wenn die Feder 87 aus der
Kammer 121 entfernt ist der Hilfskolben 88 gemäß F i g. 2 nach oben bewegt werden kann, und zwar durch
Druckluftzuführung durch die Öffnung 108, die auch durch die Rückführfeder 78 unterstützt wird. Ein Überschuß an Druckluft über den Wert, der zur Betätigung
des Rückschlagventils 96a erforderlich ist, bewirkt, daß
die Kammer 121 mit Druckluft in einem Ausmaß gefüllt
wird, wie der Druck in der Kammer 120 den Wert überschreitet, der zur Betätigung des Rückschlagventils
96a benötigt wird. Sollte der Druck in der Kammer 120 abfallen, wird der Hilfskolben 88 unter dem Einfluß der
Druckluft in der Kammer 121 gemäß F i g. 2 nach unten bewegt, um eine begrenzte, durch die Druckluft bewirkte Notbremsung auszuüben.
Da die Leistung des Hilfskolbens, wenn die Feder entfernt ist, völlig darauf beschränkt ist, welcher
Druckluftwert in die Kammer 121 unter Überwindung des Widerstandes des Rückschlagventils 96a eingebracht werden kann, braucht man das Entlüftungsventil
85a nicht Wenngleich ferner das Rückschlagventil 9Sa zwar nützlich beim Ablassen jeglichen Restdruckes aus
der Kammer 121 ist hat es jedoch keine große Bedeutung bei der erneuten Luftverdichtimg durch den Hilfskolben 88 zurück gegen die Zwischenwand 73, und das
Rückschlagventil 95a kann daher weggelassen werden.
Die Öffnungen, die diese Ventile 85.1 und 95a aufnehmen, sind abzudichten. Kurz gesagt, die Anordnung
eines Hilfskolbens 88 in der Bremseinrichtung der F i g. 2 bewirkt auch dann einen Luftuntcrstützungseffekt, wenn die Ventile 95<i und 85;; entfernt, ihre Öffnungen verschlossen sind und die Feder 87 entfernt ist.
Obige Bemerkungen gelten auch für Fig. I, indem
aus der Kammer 49 die Feder 32 entfernt werden kann.
Der Hilfskolben 24 wird dann allein durch die Druckluft betätigt, die durch das Rückschlagventil 54 auf
Grund der ursprünglichen Druckbeaufschlagung der Kammer 23 durch den Kanal 22 eintritt. Die federlose
Kammer 49 wird mit überschüssiger Druckluft durch das Rückschlagventil 54 gefüllt, nachdem der Hilfskolben 24 zurück in die in Fig. I gezeigte Stellung gebracht worden ist, wobei der Überschuß derjenige des
Systems über den eingestellten Druck des Rückschlagventils 54 ist. Wenn der Druck in der Kammer 23 heruntergeht, bewegt sich der Hilfskolben 24 gemäß
F i g. 1 nach unten und zieht die Fahrzeugbremse an. In F i g. 1 werden in ähnlicher Weise die Ventile 52 und 16
vorzugsweise entfernt.
Im Zusammenhang mit den Werten, die vorstehend für die verwendeten Federn und Drücke in den Kammern 49 oder 121 angegeben wurden, ist erkennbar,
daß die Feder einen Hauptteil der Kraft aufbringt und der Druckunterstützungsteil relativ kleiner ist. Ohne
diese Feder ist es jedoch möglich, das Rückschlagventil 54 oder 96a so einzustellen, daß die Luftverdichtung in
der Kammer 49 oder 121 bis zu einem Wert erfolgt. Her gleich dem Speisedruck abzüglich der normalen R ei
bung und abzüglich des normalen Öffnungs- und Schließdruckbereichs der Rückschlagventile und jeglichen Restdrucks in der Kammer 49 oder 121 ist. Die
Werte der Federn 32 und 87 können nach Wunsch verändert werden, und zwar von den relativ hohen Werten
der vorstehenden Beispiele der F i g. 1 und 2 auf einen sehr niedrigen Wert, was in der Hauptsache von der
Druckluftunterstützung abhängig ist.
Für alle erläuterten Ausführungsformen versteht es sich, daß Membranen an Stelle der Hilfskolben 88 und
24 verwendet werden könnten. Platten müßten von den Membranen getragen werden, damit man die Rückschlagventile, z. B. 96a, 95a, 54 und 52, einbauen könnte,
und die Membranen müßte man in der Mitte, z. B. bei 102 (vgl. F i g. 2), an dem Bremsbetätigungsglied festmachen.
Im Zusammenhang mit den Rückschlagventilen 54 und 96a wird bemerkt daß die Feder 32 oder 87 zuzüglich des Wertes des Rückschlagventils 96a oder 54 zuzüglich 4,5 kp den Speisedruck zur Kammer 23 (120)
ausgleicht. Die Einstellung der Entlüftungsventile 16 und 85a ist gleich dem Speisedruck minus der Rückschlagventileinstellung plus 2^5 kp. Die Rückschlagventile 95a und 52 haben eine veränderliche Arbeitszeitspanne, was vom Anwendungsfall abhängig ist Bei
einem Stadtomnibus ist z.B. eine erheblich kürzere Bremszeit als für einen Lastkraftwagen erforderlich, da
ersterer leichter, langsamer ist und Leute transportiert
Die federlosen Bremseinrichtungen eignen sich besonders für einen Lastkraftwagen mit Tandemachsen
bei dem z. B. an der Frontachse keine Bremse benötigi
wird und die Bremseinrichtung^ an den zwei Hinter
achsen angreifen. An der einen Hinterachse könntt eine federlose Bremseinrichtung vorgesehen werder
(keine Feder 32 und 87 in den zwei Bremseinrichtun gen), während an der anderen Achse eine Bremsein
richtung mit Luftunterstützung und Feder gemäß der
F i g. I oder 2 angeordnet werden könnte. Auf diese
Weise werden die Erfordernisse bezüglich der Haiiplbremsui'ig
(Membranen 39 und 69), der verstärkten Zusatzbrcmsung
(Hilfskolben 24 und 88 mit und ohne Federn) und des Parkens (Hilfskolben 24 ur.d 88 und Federn
32 und 87) erfüllt.
Eine Backenbremsanlage weist zwei schwimmende Bremsbacken auf, die erstens durch zwei Druckkam-
mcrn von ßciricbsbrcmstcilcn, zweitens durch zwei
Kammern von Hilfsbrcmsteilen gemäß den F i g. I oder 2 oder drittens durch jeweils eine derselben betätig;
werden können. Im zweiten Falle kann die eine eine federlose Kammer und die andei j eine Kamme!- mit
Feder sein. Der letztere Full ergibt die l'arkfiinktion
sowie die Haupt- und Zusaizbrcmsfunktion.
Claims (1)
- I 950Patentansprüche:1. DrucWuftbetfttigte Bremseinrichtung for Fahrzeuge, mit einem Betriebsbremsteil und einem HiIFs- bremsteil, wobei der Betriebsbremsteil eine Druckkammer und einen auf ein Bremsbetätigungsglied einwirkenden Betriebskolben aufweist, der über einen in die Druckkammer führenden Anschluß mit Druckluft beaufschlagbar isu und wobei der Hilfs- ip bremsteil aus zwei durch einen ebenfalls auf das Bremsbetätigungsglied einwirkenden Hilfskolben voneinander getrennten Kammern besteht, von denen die erste Kammer normalerweise über einen zu einer Druckluftquelle führenden Anschluß mit Druckluft beaufschlagt ist und die zweite Kammer mit der ersten Kammer über eine öffnung in Verbindung steht, in der ein Rückschlagventil angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil (54; 96a) bei einem vorbestimmten ao Wert des Druckes in der ersten Kammer (23; 120) in Richtung zur zweiten Kammer (49; 121) hin öffnet, damit bei Abfall des Druckes in der ersten Kammer (23; 120) der Hilfskolben (24; 88) infolge des in der zweiten Kammer (49; 121) herrschenden Druckes in as Bremsbetätigungsrichtung bewegt wird.2. Bremseinrichtung nach Anspruch 1. gekennzeichnet durch eine zweite öffnung (50; 95), die die beiden Kammern (23 und 49; 120 und 121) des Hilfsbremsteils miteinander verbindet und durch ein Rückschlagventil (52; 95a) in der zweiten öffnung (50; 95), das eine Druckluftströmung aus der ersten Kammer (23; 120) in die zweiie Kammer (49; 121) verhindert, jedoch eine Druckk "tströmung von der zweiten Kammer (49; 121) in die erste Kammer (23;120) mit einer niedrigen Geschwindigkeit zuläßt, wenn der Druck in der zweiten Kammer denjenigen in der ersten Kammer um einen vorbestimmten Wert überschreitet.3. Bremseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die eine, vorzugsweise jedoch beide öffnungen (50 und 53; 95 und 96), die die beiden Kammern (23 und 49; 120 und121) des Hilfsbremsteils miteinander verbinden, sich durch den Hilfskolben (24; 88) hindurcherstrecken.
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