DE1940797C3 - Verfahren und Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung von Daten zum Setzen von Kursiv-Schriftzeichen mittels elektronischer Lichtsetzgeräte - Google Patents
Verfahren und Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung von Daten zum Setzen von Kursiv-Schriftzeichen mittels elektronischer LichtsetzgeräteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung
von Daten zum Setzen von Kursiv-Schriftzeichen mittels elektronischer Lichtsetzgeräte.
Die nach dem Rasterverfahren arbeitenden elektronischen Lichtsetzgeräte arbeiten in der Weise, daß die
zu setzenden Schriftzeichen mittels des Elektronenstrahls einer Kathodenstrahlröhre punkt- und linienweise
auf dem Bildschirm aufgezeichnet und die Leuchtschriftzeichen auf eine Photoschicht projiziert
werden. Die Spannungen zur Steuerung der Helligkeit und der Ablenkung des Elektronenstrahls werden aus
einem elektronischen Speicher geliefert. Diese Steuerdaten wurden in einem von der Wiederaufzeichnung
unabhängigen früheren Arbeitsgang dadurch ermittelt, daß man eine stark vergrößerte graphische Schriftzeichenvorlage
punkt- und linienweise lichtelektrisch abtastet, jedem der aufeinanderfolgenden schwarzen und
weißen Linienstücke eine seine Länge bestimmende Binärzahl zuordnet und diese Zahlen speichert.
Bei der Aufzeichnung der Schriftzeichen zeichnet der Elektronenstrahl vertikale Bildlinien auf. Durch
eine gleichzeitige langsame Ablenkung in horizontaler Richtung um jeweils die Breite einer Bildlinie wird die
Fläche eines Schriftzeichenfeldes gefüllt. Während dieser Aufzeichnung wird der Strahl entsprechend den gespeicherten
Daten dunkel- oder hellgetastet. So erscheint das Schriftzeichen als Leuchtbild auf dem
Schirm des Elektronenstrahlrohres.
Die Schriftzeichen sind normalerweise vertikal aus gerichtet. Das bedeutet, daß ihre Vorzugsrichtung unc
damit die überwiegende Anzahl der Konturenlinier vertikal verlaufen.
Doch auch eine von der Vertikalen abweichend« Schrift, die sogenannte »Kursivschrift«, hat große Be
deutung. Die Vorzugsrichtung ihrer Konturen ist un Winkelgrade von etwa 10° bis 20° gegenüber der Ver
tikalen nach rechts geneigt.
Mit Hilfe des Lichtsetzgerätes kann man leich Schriftzeichen, welche normalerweise vertikal ausge
richtet sind, geneigt aufzeichnen. Dazu wird ein be stimmter Prozentanteil des Vertikalablenkstromes au
die Horizontalablenkspulen gekoppelt. Diese durch Schrägverzerrung von Normalschriftzeichen entstandenen »unechten* Kursiv-Schriftzeichen genügen aber
den Anforderungen der Fachwelt nicht Echte Kursiv-Schriftzeichen unterscheiden sich von Normalschrift-
zeichen nicht nur durch ihre Schräglage, sondern sind auch in Form und Stil von ihnen verschieden.
Es liegt nun nahe, die Vorlagen von echten Kjrsiv-Schriftzeichen wie Normalschriftzeichen in vertikaler
Richtung abzutasten und aus vertikalen Bildlinien wieder aufzuzeichnen. Das sich hierbei ergebende Schriftbild hat zwar die echte Kursivzeichenform, ist jedoch
aus den nachstehend erläuterten Gründen ebenfalls nicht befriedigend.
Jede schräg zur Aufzeichnungsrichtung verlaufende Kontur eines Schriftzeichens wird unvermeidbarerweise als Treppenlinie wiedergegeben. Bei Rundungen der
Schriftzeichenkonturen und bei kurzen, aher unter größeren Winkelgraden von der Aufzeichnungsrichtung
abweichenden schrägen Kanten fällt diese Treppenstruktur kaum auf, einmal, weil der aufzuzeichnende
Bildpunkt sehr klein ist und an der Grenze des Auflösungsvermögens des Auges liegt, zum anderen, weil
durch die Kreisform des Bildpunktes und durch Überstrahlungseffekte des Photomaterials die Treppenkan-
ten abgerundet sind.
Deutlich erkennbar und deshalb störend wirkt die Treppenstruktur jedoch bei geraden und nahezu geraden Konturenstücken, die nur um einen verhältn:smäßig kleinen Winkel gegen die Aufzeichnungsrichiüng
geneigt sind, so daß die Treppenstufen groß sind. Solche Konturen aber sind bei Kursiv-Schriftzeichen besonders häufig.
Aus der DT-OS 19 02 974 ist ein Abtastverfahren für Kursiv-Schriftzeichen mittels eines orthogonal orientierten Schriftzeichen-Aufrasterungsgerätes bekannt,
bei dem die obenerwähnten Nachteile vermieden werden. Dies wird dadurch erreicht, daß Abtast- und Vorzugsrichtung übereinstimmen, indem die Vorlagen der
Kursiv-Schriftzeichen durch Schrägprojektion auf einem Vorlagenträger zu Normalschriftzeichen, also zu
Schriftzeichen mit bevorzugt vertikalen Konturen, verzerrt werden. Diese zweite Schriftzeichenvorlage wird
zur Gewinnung der erwähnten Steuerdaten mit Hilfe des orthogonal arbeitenden Abtastgerätes benutzt. Die
Rückverzerrung in die natürliche Schräglage gemäß dem ursprünglichen Schriftzeichen geschieht beim
Lichtsetzvorgang dann in der an sich bekannten und genannten Weise durch Überlagerung der Vertikal- mit
einer zu dieser proportionalen Horizontalauslenkung des Aufzeichnungsstrahls.
Diese Methode ist zwar korrekt, hat aber den Nachteil, sehr kostspielig und zeitraubend zu sein. Außerdem
ist es dem Schriftgestalter nicht oder nur sehr schwer möglich, die Formen der verzerrten Vorlagen der Kursiv-Schriftzeichen richtig zu beurteilen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren zur Abtastung und Digitalisierung von
Schriftzeichen-Vorlagenkarten für Kursivschrift anzugeben, das eine verbesserte Wiedergabequalität der
Schriftzeichen ermöglicht sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Die Erfindung wird an Hand der F i g. 1 bis 3 erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Schriftzeichen-Vorlagenkarte für Kursivschrift,
F i g. 2 ein Ausführungsbeispiel einer Abtastvorrichtung, bei der die Vorlagenbühne beweglich ist,
Fig.3 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Abtastvorrichtung, bei der der Abtastkopf bewegt wird.
F i g. 1 zeigt eine Schriftzeichen-Vorlagenkarte mit
einem Kursiv-Schriftzeichen »E«. Karte und Schriftzeichen sind in Größe und Maßstab des Rasternetzes an
ein bestimmtes orthogonal arbeitendes Abtastgerät angepaßt Während des Betriebes tastet ein optisch-elektrischer Abtastkopf in vertikaler Richtung von unten
nach oben Bildlinien ab. Die Abtastbahn verläuft jeweils in der Mitte zwischen zwei vertikalen Rasternetzlinien. Gezählt werden die Gruppen von weißen und
schwarzen Schritteinheiten, die durch horizontale Netzlinien abgeteilt sind. Die ermittelten Zahlen werden elektronisch gespeichert und dienen zur Steuerung
bei der Wiederaufzeichnung des Schriftzeichens.
Ein zur Datenerfassung orthogonal abgetastetes und
mit einem Lichtsetzgerät wieder aufgezeichnetes Kursiv-Schriftzeichen erscheint mit den in F i g. 1 a dargestellten Konturen. Deutlich zu erkennen ist die bereits
erwähnte unschöne Treppenstruktur der schrägen Vorzugs-Konturen-Richtung. Geschieht aber die Abtastung und Aufzeichnung entsprechend dem Erfindungsverfahren in der Richtung der Kursivneigung, so hat
das aufgezeichnete Schriftzeichen die in F i g. Ib dargestellten Konturen. Die in der Hauptrichtung, das ist in
der geneigten Vertikalrichtung, verlaufenden Konturen sind glatt und ohne Stufen. Bei dem auf den wirklichen
Maßstab verkleinert gedruckten Schriftzeichen sind die Treppen gemäß der Fig. la zwar auch einzeln nicht
mehr erkennbar, weil das Auge sie nicht unterscheiden kann; doch ist der Gesamteindruck, der sich dem Leser
bietet, bei dem in Fig. Ib dargestellten Zeichen wesentlich besser als bei dem in F i g. la.
Um die Daten für die Aufzeichnung dieses Schriftzeichens zu erhalten, muß der Lichtpunkt des optischelektrischen Abtastkopfes einen Weg in der Mitte zwischen je zwei geneigten Rasterfeldlinien nehmen. Die
ermittelten Daten werden ebenso wie bei der Vertikalabtastung gespeichert.
Bei der Wiederaufzeichnung des Schriftzeichens mit Hilfe des Lichtsetzgerätes muß der aufzeichnende
Elektronenstrahl bei der Ablenkung in vertikaler Richtung den gleichen Neigungswinkel gegenüber der Horizontalen einnehmen, wie ihn die Schriftzeichenkonturen der Vorlage haben. Zu bemerken ist dabei, daß die
Höhe der Schriftzeichen, die sogenannte Kegelhöhe durch die Neigung nicht verändert wird. Zwangläufig
tritt deshalb durch die Neigung eine Verlängerung der schräglaufenden Konturen auf. Die zahlenmäßige Längeneinteilung muß aber erhalten bleiben. Dies ist dei
Fall, da die Längeneinteilung durch die horizontaler Netzlinien geschieht, welche die gleichen Abstände be
halten haben.
Alle diese Bedingungen werden erfüllt, wenn der Ab
tastkopf bei der Abtastung gegenüber der Vorlage eine Bewegung ausführt, die zusätzlich zu der Vertikalbewe
gung gleichzeitig eine Horizontalbewegung ausführt deren Betrag gleich dem Produkt aus tg γ und dem Be
trag der Vertikalbewegung ist. Dabei ist γ der Nei gdngswinkel der Kursivkante gegenüber der Vertika
len.
Abtastbewegungen, welche diese Forderungen erfül len, werden durch die beiden im folgenden beschriebe
nen Abtastgeräte durchgeführt.
Zur Beschreibung des ersten dieser beiden Geräte bei dem ein Gleittisch, welcher die Vorlage trägt, di(
großräumigen Auf- und Abbewegungen macht und de Abtastkopf in Ruhe bleibt bzw. nur kleine Horizontal
schritte in den Abtastpausen ausführt, dient die F i g. 2. Auf einem parallel zur Erdoberfläche ausgerichteten
Gerätetisch 1 sind zwei parallele Führungsschienen 2 befestigt zwischen denen ein Gleittisch 3 in Gleitlagern
beweglich angeordnet ist. Diese Bewegung geschieht auf und ab in zur horizontalen Vorderkante des Tisches
verlaufender vertikaler Richtung, wobei »vertikal« also nicht räumlich verstanden werden soll, sondern in Beziehung
gesetzt ist zu einem abzutastenden Schriftzeichenbild, das in der Tischebene liegt. Die Auf- und Abbewegung
des Gleittisches wird durch ein umsteuerbares Getriebe bewirkt, welches die steilgängige Spindel
4 antreibt. Der Gleittisch 3 ist über den Arm 5, welcher ein Mitnehmergewinde enthält, mit der Spindel 4 gekuppelt.
Auf dem Gleittisch 3 sind ebenfalls parallele Führungsschienen 6 montiert, zwischen denen ein zweiter
kleinerer Tisch 7 in horizontaler Richtung gleitet. Auf diesem Tisch ist die Schriftzeichen-Vorlagenkarte 8 befestigt
welche ein Kursiv-E darstellt, und welche mit Hilfe der Paßstifte 9 fixiert ist. Auf der rechten Seite
des Gerätetisches 1 ist um die senkrecht zur Tischebene stehende Achse 10 drehbar die Führungsschiene 11
angebracht Der Drehwinkel dieser Schiene ist einstellbar, und zwar um beliebige Winkelgrade, die mit Hilfe
der kreisbogenförmigen Skala 12 abzulesen sind. Die Führungsschiene kann nach der Winkeleinstellung an
dem Skalenbogen 12 in Raststelien oder durch Klemmschrauben festgestellt werden. Auf der Führungsschiene
11 gleitet der Gieitkopf 13 in einen Glenkzapfen 14. Mit dem Tisch 7 ist der Arm 15 fest verbunden. Er ist
vermittels der Lasche 16 an das Gelenk 14 gekuppelt. Die Verbindung zwischen Gleittisch 7 und Gelenk 14
ist mittels der Schrauben 17 in ihrer Länge justierbar.
Über die beiden Gleittische hinweg ragt der Arm 18. Er wird durch den Mitnehmer 19 gehalten, über welchen
gleichzeitig auch Impulse für die Bewegung des Armes in horizontaler Richtung übermittelt werden. An
seinem äußeren Ende trägt der Arm 18 einen optischelektrischen Abtastkopf 20, der die unter ihm vorbeigleitende
Vorlagenkarte auf Helligkeit bzw. Schwärzung prüft Die ermittelten Werte dienen dazu, die für
die Aufzeichnung des Schriftzeichens nötigen Daten zu erstellen.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist folgende: Durch das Schaltwerk 21 gesteuert wird der Motor 22 auf
wechselnde Drehrichtungen geschaltet so daß die Spindel 4 über den Mitnehmerarm 5 den Gleittisch 3
von oben nach unten und wieder zurückbewegt Der Bewegungshub ist gleich der Höhe eines Schriftzeichen-Rasterfeldes
der Schriftzeichenvorlage. Der großen Hübe wegen hat die Spindel eine steile Ganghöhe.
Der zweite Gleittisch 7 wird durch den Gleitkopf 13 geführt Er steht zu Beginn einer Vertikalabtastung,
also dann, wenn der Gleittisch 3 in der höchsten Stellung
steht auf der äußersten rechten Seite. In diesen Positionen steht der Punkt 23, der auf der Maßstabslinie
im unteren Bereich der Schriftzeichenkarte liegt unter dem Abtastkopf 20. Während der anschließend
erfolgenden Vertikalbewegung des Tisches 3 nach unten, bewegt sich der Tisch 7 mit der Vorlage, durch die
Führungsstange 11 gezwungen, nach links. Unter dem stillstehenden Abtastkopf 20 vorbei erfolgt die Abtastung
entlang den gestrichelt gezeichneten Bildlinien 24 von unten nach oben. Der Rücklauf beider Tische von
unten links nach oben rechts erfolgt ohne Abtastung. Bevor jedoch die Abtastung der nächsten Bildlinie erfolgt,
wird durch das Triebwerk 25 die Spindel 33 um einen kleinen Winkel gedreht, und dadurch der Mitnehmer
19 mit dem Arm 18 und dem Abtastkopf 20 um die Breite einer Bildlinie nach rechts transportiert. Auf der
Vorlage entsprechen die Abstände der vertikalen bzw. schrägen Rasternetzlinien der Bildlinienbreite. Ebenso
groß sind die Horizontalschritte, die der Arm mit dem Abtastkopf macht.
Wie erwähnt, wird mit Hilfe der um den Drehpunkt 10 schwenkbaren Führungsschiene U der Kursivwinkel
ίο eingestellt. Ist dieser Drehpunkt außerhalb des Gleitbereiches
des Gleitkopfes 13 gewählt, so muß bei jeder Neueinstellung eines Kursivwinkels auch die Länge der
Laschenverbindung zwischen Gleitkopf 13 und Gleittisch 7 neu eingestellt werden, und zwar so, daß der
Abtastlichtpunkt immer in der Mitte zwischen zwei in vertikaler Richtung laufenden Rasternetzlinien entlang
geführt wird. Die Rasternetzvorlagen sind aber vorteilhafterweise so ausgeführt, daß alle in beliebigen Kursivwinkeln
geneigten Netzlinien durch Punkte gehen, welche alle auf einer Horizontallinie liegen. Die Abstände
der Punkte auf dieser Maßstabslinie sind gleich und entsprechen den Breiten der Bildlinien. Grundsätzlich
könnte jede Horizontallinie des Rasterfeldes als Maßstabslinie gewählt werden. Zweckmäßig ist es aber,
die untere horizontale Linie 26 des Rasterfeldes als Maßstabslinie zu wählen, welche gleichzeitig Unterkante
des Schriftzeichenkegelfeldes und Startlinie für die Abtastung ist.
Um ein gutes Arbeiten des Gerätes zu erreichen, ist es wichtig, daß bei Startposition der Bildlinienabtastung,
nämlich dann, wenn der Gleittisch mit der Vorlage oben rechts steht und die Startlinie 26 sich genau
unter dem Abtastkopf 20 befindet, die Achsen des Gelenkes 14 und die Achse 10 der Führungsschiene 11
übereinanderstehen. Ist diese Bedingung erfüllt, so wird der Gleittisch mit der Vorlage nicht in horizontaler
Richtung verschoben, wenn die Führungsschiene zur Einstellung eines Kursivwinkels geschwenkt wird. Deshalb
ist eine einmal eingestellte Länge des Abtastarms 15 und der Lasche 16 für alle Einstellwinkel gleich, und
es erübrigt sich jede weitere Justierung.
Damit der Gleitkopf 13 mit dem Gelenk 14 die Position über der Drehachse 10 einnehmen kann, muß die
Führungsschiene 11 um etwa eine halbe Gleitkopflänge verlängert sein. Am Ende der verlängerten Schiene, in
der Seitenansicht erkennbar, ist der Winkel 27 angeordnet welcher das Lager für die Drehachse 10, das
an die richtige Stelle zurückverlegt ist enthält.
F i g. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Abtastvorrichtung. Der Hauptumerschied gegenüber
dem vorhergehenden Beispiel ist, daß die großräumigen Bewegungen bei der Abtastung in der Vertikalrichtung
der Abtastkopf macht Ein Vorteil dieser Ausführung gegenüber F i g. 2 besteht darin, daß die bewegte
Masse gering ist Demgegenüber steht die Notwendigkeit, eine Stromzuführung zu dem bewegten optischelektrischen
Abtastkopf zu legen, was Sorgfalt ver langt
Auf dem Gleittisch 31, der in den parallelen Schiener
32 des Gerätetisches 30 gleitet ist mit Hilfe der Paßstif
te 9 die Vorlagenkarte 8 befestigt Der Gleittisch 31
wird mit Hilfe eines Schrittantriebswerkes 25 über di< Spindel 33 und den Mitnehmerzapfen 34 um klein«
Wegstrecken in horizontaler Richtung bewegt Dies«
Bewegung geschieht um je einen Schritt nach der Ab tastung jeder Bildlinie. Durch das Schaltwerk 21 ge
steuert, wird der Motor 22 auf wechselnde Drehrich tungen geschaltet so daß die Spindel 4 Ober den Mit
nehmerarm 35 den Gleitkopf 36 entlang der Führungsschiene 37 von unten nach oben und wieder zurück bewegt.
Mit dem Gleitkopf starr verbunden ist ein horizontal nach rechts gerichteter Seitenarm 38, der die
Auf- und Abbewegungen des Kopfes 36 mitausführt. Um die Drehachse 39 ist die Führungsschiene 40
schwenkbar angeordnet. Sie kann zwischen einer Null-Stellung, welche parallel zur Führungsschiene 37 verläuft,
bis zu einer Neigung von etwa 30° nach rechts geschwenkt und arretiert werden. Zur Messung des
Neigungswinkels und zur Arretierung der Führungsschiene dient ein Kreisbogensegment 41, welches eine
in Winkelgraden geeichte Skaleneinteilung enthält.
Der Seitenarm 38 und die Führungsschiene 40 liegen in zwei horizontalen Ebenen in geringem Abstand parallel
übereinander. Auf dem Seitenarm und der Führungsschiene befinden sich je ein Gleitkopf 42 und 43.
Beide sind durch ein Gelenk, dessen Achse senkrecht zu den Ebenen steht, in denen sich der Arm und die
Führungsschiene bewegen, miteinander zu einem sögenannten Kreuzkopf verbunden. Bei den Auf und Abbewegungen
des Gleitkopfes 36 gleitet der Kreuzkopf entlang der Gleitschiene 40 schräg nach oben. Der
wirkliche Weg besteht aus der Vertikalkomponente, welche durch die Spindel 4 bestimmt wird, und einer
Horizontalkomponente, welche durch die mittels der Schiene 40 eingestellte Neigung gegeben ist. Der
Kreuzkopf trägt an seiner Unterseite einen auf die Vorlage gerichteten optisch-elektrischen Abtastkopf
20, der in der Zeichnung vom Kreuzkopf verdeckt und deshalb nicht sichtbar ist.
Die bei jeder Auf- und Abbewegung ermittelten Schriftzeichendaten werden über eine flexible Leitung
44 (oder über Schleifkontakte) zur Datenspeicherung weitergeleitet. Nach jeder Auf-Ab-Bewegung erfolgt
ein einer Bildlinienbreite entsprechender Bewegungsschritt in horizontaler Richtung, wie in der Vorrichtung
nach F i g. 2.
Auch bei dieser zweiten Ausführungsform muß der Drehpunkt 39 über der Startlinie 26 der Vorlagenkarte
8 liegen, wobei, ähnlich wie in F i g. 2 erklärt, ein arr Ende der Führungsstange angebrachter Winkel 27 den
Kreuzkopf die Möglichkeit gibt, so weit abwärts zi gleiten, daß der Abtastkopf die Startlinie erreicht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zur Ermittlung von Daten zum Setzen von Kursiv-Schriftzeichen bei elektronischen
Lichtsetzgeräten, bei dem eine Schriftzeichen-Vorlagenkarte zur Gewinnung eines Bildsignals punkt-
und bildlinienweise elektrooptisch durch einen Abtastkopf abgetastet und das Bildsignal zur Ermittlung
der Daten digitalisiert wird, dadurch ge- ίο
kennzeichnet, daß die Schriftzeichen-Vorlagenkarte und der Abtastkopf relativ zueinander hin-
und herbewegt werden derart, daß die Bewegungsrichtung
einer um den Kursivwinkel des Schriftzeichens gegenüber der vertikalen Kante der Schriftzeichen-Vorlagenkarte
geneigten Leitlinie parallel ist, und daß nach jeder Hin- und Herbewegung die
Schriftzeichen-Vorlagenkarte und der Abtastkopf in an sich bekannter Weise um den Abstand zweier
Bildlinien in horizontaler Richtung gegeneinander verschoben werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem Abtastkopf zur Abtastung
einer Schriftzeichen-Vorlagenkarte, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorhanden sind, um die
Schriftzeichen-Vorlagenkarte und den Abtastkopf derart relativ zueinander hin- und herzubewegen,
daß die Bewegungsrichtung einer um den Kursivwinkel des Schriftzeichens gegenüber der vertikalen
Kante der Schriftzeichen-Vorlagenkarte geneigten Leitlinie parallel ist, und daß weitere Mittel vorhanden
sind, um die Schriftzeichen-Vorlagenkarte und den Abtastkopf nach jeder Hin- und Herbewegung
um den Abstand zweier Bildlinien in horizontaler Richtung gegeneinander zu verschieben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Gleittisch (3), welcher durch einen Antriebsmechanismus
in Vertikalrichtung auf- und abbewegt wird, durch einen zweiten Tisch (7) mit einer Haltevorrichtung für die Schriftzeichen-Vorlagenkarte,
welcher auf dem Gleittisch (3) in horizontaler Richtung beweglich angeordnet ist, durch
eine Führungsschiene, welche aus ihrer Null-Lage parallel zur Vertikalrichtung bis zu einem der
größtmöglichen Kursivneigung entsprechenden Winkel schwenkbar einstellbar ist, durch einen auf
dieser Schiene gleitenden Gleitkopf mit einem Gelenk, durch welches der Gleittisch (7) mit Hilfe einer
in ihrer Länge einstellbaren Lasche an den Gleitkopf gekoppelt ist und schließlich durch einen an so
einem über die beiden Gleittische (3) und (7) ragenden, den Abtastkopf tragenden Arm, welcher nach
jeder Auf- und Abbewegung des Gleittisches (3) um den Abstand zweier Bildlinien in horizontaler Richtung
bewegt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen in horizontaler Richtung beweglichen
Tisch mit einer Haltevorrichtung für Schriftzeichen-Vorlagenkarten, durch eine vertikal gerichtete Fühtungsschiene,
auf der ein jleitkopf mit einem hori-Contal gerichteten Seitenarm auf- und abgleitet, ferner
durch eine Führungsschiene, welche aus ihrer parallel zur Vertikal-Führungsschiene gerichteten
Null-Lage bis zu einem der größtmöglichen Kursivfteigung entsprechenden Winkel einstellbar geneigt
Werden kann, durch einen den Abtastkopf tragenden Kreuzkopf mit doppeltem Führungsschlitten,
welcher gleichzeitig auf dem horizontalen Seitenarm
und der geneigten Führungsschiene gleitet und Auf- und Abbewegungen entlang der geneigten
Führungsschiene ausführt, und schließlich durch Antriebsmittel, welche diese Bewegungen bewirken
und nach jeder Auf- und Abbewegung den Gleittisch um den Abstand zweier Bildlinien verschiebt.
5. Schriftzeichen-Vorlagenkarte zur Verwendung in den Vorrichtungen nach Anspruch 3 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß alle in beliebigen Kursivwinkeln geneigten Netzlinien durch gleiche
Punkte gehen, welche auf einer als Maßstab dienenden Horizontallinie in gleichen, der Bildlinienbreite
entsprechenden Abständen liegen.
6. Schriftzeichen-Vorlagenkarte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese Maßstabslinien
die untere Begrenzung des Kegelfeldes der Schriftzeichenvorlage bilden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse der schwenkbaren
Führungsschiene so gewählt wird, daß sie mit der Gelenkachse des Gleitkopfes übereinstimmt,
wenn der Abtastkopf über der Maßstabslinie steht.
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