DE1904763C - Verfahren zum Behandeln von Siliziumtransistoren mit Siliziumoxid-Deckschichten - Google Patents
Verfahren zum Behandeln von Siliziumtransistoren mit Siliziumoxid-DeckschichtenInfo
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Description
Stromes huu im l'ransistor frei werdende Leistung
war wiederum so niedrig, dalS in dom Transistor praL·
tisch keine Temperaturerhöhung auftrat.
Weitere bekannte Untersuchungen an Siliziumiransistoren
mit gasgefüllter Kapsel ohne Siliciumoxid-Deckschicht betreffen ebenfalls die Abhängigkeil des
Stromes lato von der auf den Transistor auftreffenden
Strahlung (»The Bell System/Technical Journal*. Band 42 U963), Heft I, S. 95 bis 129). Auch bei diesen
Untersuchungen wurde lediglich eine teilweise oder vollständige Ausheilung der Strahlimgsschäden, aber
keine Erhöhung du Strahlungsresistenz erzielt. Der Einfluß einer Strahlung auf die Stromverstärkung
eines Siliziumtransistors, die vom Kollektor-Basis-Sperrstrom
Icbo weitestgehend unabhängig ist, wird
in der. erwähnten Aufsätzen nicht untersucht.
•\>r Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Sk --»!verstärkung und die Sirahlungsresisten/ \on
S'.i / iimtransistoren mit Sihziumoxid-Deckschichten
zu s rhöhen. ao
'{.] einem Verfahren zum Behandelt', von Siliziumtr
'Motoren mit Siliziumoxid-Deckschichten. bei dem
des Transistor einer ionisierenden Röntgen-, Ciammac.;jr
Elekironenstrahlung so hoher Energie ausgesetzt W;!Ü. daß die Siliziumoxid-Deckschicht wenigstens
v. !'. einem Teil der Strahlung durchdrungen wird, wird
d.> errindungsgemäß dHureh erreicht, daß der Transistor
einer wiederholten Folge von Bestrahlung und elektrischer Belastung der pn-Übergänge ohne .itrahlungseinwirkung
unterworfen wird, wobei die verwendete Strahiungsdosis im Bereich zwischen 10* und
Il* rad liegt und wobei infolge der elektrischen Belastung
eine Sperrschichttemperatur zwischen etwa 50 bis 250 C auftritt.
Es ist zwar bereits bekannt, daß bei Silizuim-Planartransistoren
die bei Einwirkung einer ionisierenden Strahlung auftretende Abnahme der Stromverstärkung
in vielen Fällen durch eine nach der Strahlungseinwirkung erfolgende elektrische Belastung insbesondere
des Emitter-Basis-Überganges des Transistors in Durchlaßrichtung teilweise oder sogar vollständig ausgehei't
werden kann. Völlig überraschend ist es jedoch, daß durch eine wiederholte Folge von Bestrahlung und
elektrischer Belastung nicht nur eine Ausheilung der durch die erste Bestrahlung verursachten Abnahme der
Stromverstärkunr sondern darüber hinaus eine wesentliche Erhöhung dei Stromverstärkung über den vor der
ersten Bestrahlung vorhandenen Wert hinaus erzielt werden kann. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt
bei kleinen Kollektorströmen. Unter Stromverstärkung ist hierbei jeweils die statische Stromverstärkung, d. h.
der Quotient aus Kollektorstrom und Basisstrom, zu verstehen, der die wichtigste Kenngröße eines Transistors
darstellt.
Während es bisher anzustreben war, eine Bestrahlung der Transistoren möglichst zu vermeiden, um die
Stromverstärkung nicht herabzusetzen, wird beim erfindungsgemäßen Verfahren eine Bestrahlung wiederholt
im Wechsel mit einer elektrischen Belastung des Transistors ohne Strahlungseinwirkimg gezielt herbeigeführt
und so eine Erhöhung der Stromverstärkung erzielt. Gleichzei'/g wird durch das erlindungsgcmäße
Verfahren die Strahlungsresistenz der Transistoren verbessert. Dies äußert sich darin, daß bei einer nach
Durchführung de* erfindungsgemäßen Verfahrens vorgenommenen
Bestrahlung eines Transistors die Stromverstärkung zwar absinkt, jedoch nur auf einen Wert,
der wesentlich größer ist als der Wert, auf den die Stromverstärkung des Transistors bei eintr Bestrahlung
mit gleicher Dosis vor Durchführung des ertindungsgemälkn
Verfahrens absinken würde.
Die Energie der anzuwendenden Strahlung hängt von der Dicke der Siliziumoxid-Deckschicht des Transistors
und, falls die Bestrahlung bei geschlossenem Gehäuse erfolgt, auch von der Dicke des Transistorgehäuses
ab. Die Energie ist dabei entsprechend den bekannten Energie-Reichweite-Beziehuugen so zu
wählen, daß die Süiziumoxid-Deckschichi wenigstens von einem Teil der Strahlung durchdrungen wird.
Dadurch wird erreicht, daß die Strahlung näherungsvveise
gleichmäßig innerhalb der ganzen Dicke der Siliziumoxid-Deckschicht wirkt. Die Strahlungsdosis
muß zwischen 10* und 10' rad liegen, da bei kleinerer
Strahlungsdosis der durch das ernndungsgemäße Verfahren angestrebte Effekt nicht auftriit, und eine
größere Sirahlungsdosis zi rreversiblen Veränderungen
und gegebenenfalls auch ζ·λ unerwünschten VoIumenschädtgungen
insbesondere durch Erzeugung von Fehlstellen km Siliziumkorper des Transistors fuhren
kann. Bevorzugt kann eine Strahlungsdosis von 10* .;is 10" rad angewendet werden.
Auch die elektrische Belastung ohne Strahlungseinvvirkung
hängt im einzelnen von den elektrischen Ken;*, daten der zu behandelnden Transistoren ab. Sie ist so
zu wählen, daß eine Sperrschichltemperatur von etwa
50 bis 25Ü C auftritt. Bei niedrigeren Sperrschichttemperaturen
wird nämlich der angestrebte Effekt nicht erzielt, während bei höheren Soeirschichttemperaturen
mit einer Schädigung bzw. Zerstörung des Transistors zu rechnen ist. Vorzugsweise kann die
elektrische Belastung so durchgeführt werden, daß eine Sperrschichttemperatur zwischen etwa 80 und
160°C auftritt. In diesem TemperaPJrintervall wird
einerseits eine verhältnismäßig rasche Ausheilung der Strahlungsschäden erzielt, während andererseits noch
keine Schädigung des Transistors durch die Temperaturen zu befürchten ist. Di·" Dauer der ein/einen
elektrischen Belastungen ohne Strahlungseinwirkung hängt von den Eigenschaften des zu behandelnden
Transistors und von der gewählten Sperrschichttemperatur ab und kann etwa 15 Minuten bis zwei Tage
dauern.
Bei einem Silizium-Planartransistor wird zum Zwecke der elektrischen Belastung vorzugsweise
zwischen Emitter- und Basiskontakt eine elektrische Spannung in Durchlaßrichtung und zwischen Emitter-
und Kollektorkontakt bzw. Basis- und Kollektorkontakt eine weitere elektrische Spannung angelegt. Die
Spannungen können dabei vorzugsweise derart angelegt werden, daß der Kollektor-Basis-pn-Übergang des
Transistors in Sperrichtung belastet ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere auf Silizium-Planartransistoren anwendbar, eignet sich
jedoch auch für andere Siliziumtransistoren mit SiIiziumoxid-Deckschicht,
beispielsweise für MOS-FeIdeffekt-Transistoren.
An Hand einiger Figuren und eines Ausführungsbeispieles
soll die Erfindung noch näher erläutert-werden.
F i g. 1 zeigt schematisch einen npn-Silizium-Planartransistor
während der Bestrahlung beim Verfahren gernäß der Erfindung;
F i g. 2 zeigt schematisch einen npn-Silizium-Planartransistor
währer.d der elektrischen Belastung ohne Strahliingseinwirkimg beim Verfahren gemäß der Erfindung;
Fig. 3 zeigt durch Messung an mehreren gleich-
artigen npn-Silizium-Planartransistoren ermittelte Mit- Nach jeder Bestrahlung bzw. elektrischen Belastung
telwerte für die statische Stromverstärkung nach den wurde die statische Stromverstärkung B bei einem
einzelnen Bestrahlungen bzw. elektrischen Belastungen Kollektorstrom von 10 μΑ und einer Kollektor-Basis-
beim Verfahren gemäß der Erfindung. Spannung von 2 V gemessen. Der verhältnismäßig
Der in Fig. 1 dargestellte npn-Silizium-Planar- 5 kleine Kollektorstrom wurde für diese Messungen getransistor
besitzt eine η-leitende Emitterzone 1, eine wählt, weil sich der Einfluß der Bestrahlung auf die
p-leitende Basiszone 2 und eine η-leitende Kollektor- Stromverstärkung bei kleinen Kollektorströmen besser
zone 3. Die Emitterzone 1 ist mit einem metallischen beobachten läßt. Die aus Messungen an mehreren der
Kontakt 4, die Basiszone 2 mit einem ringförmigen gleichen Behandlung unterzogenen npn-Silizium-Plametallischen
Kontakt 5 und die Kollektorzone 3 mit io nartransistoren gleichen Typs ermittelten Mittelwerte
einem scheibenförmigen metallischen Kontakt 6 kon- für die Stromverstärkung B nach den einzelnen Vertaktiert.
Diejenige Oberfläche des Transistors, an der fahrensschritten sind in Fig. 3 dargestellt. An der
sich der Emitterkontakt und der Basiskontakt nenn- Ordinate ist die Stromverstärkung aufgetragen; an der
den, ist mit einer SiOj-Isolationsschicht 7 bedeckt. ' Abszisse sind die einzelnen Verfahrensschritte darge-
Im ersten Verfahrensschritt wurde die mit der S1O2- 15 stellt. Mit A ist der Ausgangszustana vor Durchfüh-Schicht
7 bedeckte Oberfläche des Transistors mit rung des erfindungsgemäßen Verfahrens, mit S1 bis S5
durch eine elektrische Spannung beschleunigten, durch der Zustand nach fünf aufeinanderfolgenden Bestrahdie
Pfeile 8 angedeuteten Elektronen mit einer Energie lungen, mit E, bis E6 der Zustand nach den fünf elekvon
etwa 100 keV so lange bestrahlt, bis eine Strah- trischen Belastungen ohne Strahlungseinwirkung belungsdosis
von etwa IO1 rad erreicht war. Die Strah- ao zeichnet, die sich jeweils an eine Bestrahlung anlungsenergie
war dabei so bemessen, daß der über- schlossen. Die F i g. 3 zeigt deutlich, daß durch wiederwiegende
Teil der Strahlung die im Mittel etwa 0,5 μπι holte Durchführung der Folge von Bestrahlung und
dicke SiO2-Schicht 7 durchdringen konnte. Die Kon- ekMrischer Belastung die Stromverstärkung wesentlich
takte 4, S und 6 waren während der Bestrahlung durch erhöht werden konnte. Beispielsweise stieg die Stromdie
Verbindungsleitungen 9 kurzgeschlossen. Das in 35 verstärkung, die im Ausgangszustand A etwa 18,6 beder
Figur nicht dargestellte Gehäuse des Transistors trug, nach der fünften eleKtrischen Belastung, also im
war zum Zwecke der Bestrahlung, die unter Vakuum Zustand E5. aυ* etwa 32.0. d. h. auf etwa das l,7fache
erfolgte, geöffnet. der Stromverstärkung im Ausgangszustand A, an. Die
Im Anschluß an die Bestrahlung wurde ebenfalls bei Erhöhung der Stromverstärkung ist eindeutig auf die
geöffnetem Gehäuse in einer Atmosphäre aus trocke- 30 Folge von Bestrahlungen und elektrischen Belastungen
nem Stickstoff der zweite Verfahrensschritt, nämlich zurückzuführen. Die elektrische Belastung allein führt,
die elektrische Belastung des Transistors durchgeführt. wie Vorversuche ergaben, nicht zu einer Erhöhung der
Zu diesem Zweck wurden an die Kontakte 4, S und 6 Stromverstärkung.
mit Hilfe der in Fig. 2 schematisch dargestellten Auch die durch das erfindungsgemäße Verfahren er-Gleichspannungsquellen
10 und 11 elektrische Span- 35 zielte Verbesserung der Strahlungsresistenz der Trannungen
in der Weise angelegt, daß der Emitter-Basis- sistoren ist aus F i g. 3 klar zu erkennen. Während die
Übergang in Durchlaßrichtung gepolt war und ein Stromverstärkung durch die erste Bestrahlung, also im
Kollektorstrom /(- von etwa 0,3 A vom Kollektor 3 Zustand S1, noch auf den Wert 5,3 abnahm, verrinüber
die Basis 2 zum Emitter 1 floß. Die Spannung gerte sich die Stromverstärkung nach der fünften Bezwischen
dem Kollektorkontakt 6 und dem Emitter- 40 strahlung, also im Zustand S5, nur noch auf etwa 7,8.
kontakt 4 betrug dabei etwa 5,7 V, die Spannung zwi- Die Stromverstärkung nach der fünften Bestrahlung
sehen dem Emitterkontakt 4 und dem Basiskontakt 5 betrug somit etwa das l,5fache der Stromverstärkung
etwa 0,8 V. Der Kollektor-B^sis-pn-Übergang ist hier- nach der ersten Bestrahlung,
bei in Sperrichtung gepolt. Statt unter Stickstoff kann die elektrische Belastung
bei in Sperrichtung gepolt. Statt unter Stickstoff kann die elektrische Belastung
Bei dieser elektrischen Belastung ergibt sich rechne- 45 bei geöffnetem Transistorgehäuse auci. unter einem
risch eine Temperatur der Kollektor-Basis-Sperr- anderen Schutzgas, beispielsweise unter trockenem
schicht von etwa 1500C. Diesen Wert erhält man als Argon, oder auch unter Luft erfolgen. Das erfindungs-Kollektor-Basis-Sperrschichttemperatur
aus der im gemäße Verfahren kann auch vorzugsweise als abTransistor umgesetzten Leistung, wenn man den schließende Behandlung der Transistoren während des
Wärmewiderstand des Transistorgehäuses und die 50 Herstellungsprozesses bei geschlossenem Gehäuse
Gehäusetemperatur (nahe Zimmertemperatur) in Rech- durchgeführt werden.
nung setzt. Bei dem relativ hohen Kollektorstrom von Abweichend von dem beschriebenen Ausführungetwa
0,3 A ist die Oberflächentemperatur über der beispiel kann der Transistor auch während der BeEmitterzone
des Transistors, bedingt durch die in den strahlung elektrisch belastet sein.
Bahnwiderständen der Emitterzone und der Basiszone 55 Insbesondere ist es unter Umständen nicht erforder und durch die im Emitter-Basis-pn-Übergang umge- lieh, die ohne Strahlungseinwirkung angelegte elek setzte elektrische Leitung, vermutlich höher als der trische Belastung bei der nächsten Bestrahlung wegzu berechnete Wert. lassen. Entscheidend ist lediglich, daß auf eine Phass
Bahnwiderständen der Emitterzone und der Basiszone 55 Insbesondere ist es unter Umständen nicht erforder und durch die im Emitter-Basis-pn-Übergang umge- lieh, die ohne Strahlungseinwirkung angelegte elek setzte elektrische Leitung, vermutlich höher als der trische Belastung bei der nächsten Bestrahlung wegzu berechnete Wert. lassen. Entscheidend ist lediglich, daß auf eine Phass
Nach etwa cinslündiiger elektrischer Belastung wurde mit Strahlungseinwirkung eine Phase mit elektrische
der Transistor wiederum erner Bestrahlung durch Elek- 60 Belastung ohne Strahlungseinwirkung folgt,
tronen in der bereits beschriebenen Weise ausgesetzt. Neben einer Elektronenstrahlung können beim er
Anschließend an diese Bestrahlung wurde der Tran- findlingsgemäßen Verfahren auch Röntgen- ode
sistor erneut in der ebenfalls bereits beschriebenen Gammastrahlen angewendet werden. Gleiche Strah
Weise elektrisch belastet. An diese elektrische Bc- lungsdosen erzeugen bei diesen Strahlungen gleich
lastung schlossen sich weitere Folgen von Bestrahlung 65 Wirkungen. Als Strahlungsquellcn kommen bcispiels
und elektrischer Belastung an. weise auch radioaktive Isotopenqucllcn in Frage.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Behandeln von Siliziumtran- tronik im Mikrowatt-Leistungsbereich eine möglichst
sistoren mit Siliziumojjd-Deckschichten, bei dem hohe Stromverstärkung bei sehr kleinen K.oiieKiorder
Transistor einer ionisierenden Röntgen-, strömen in der Größenordnung von 1 μΑ erwünscht.
Gamma- oder Elektronenstrahlung so hoher 5 Verfahren zum Behandeln von Sil.ziumtransistoren,
Energie ausgesetzt wird, dal* die Siliziumoxid- bei denen der Transistor einer ionisierenden Strahlung
Deckschicht wenigstens von einem Teil der Strah- hoher Energie ausgesetzt wird, sind bekannt. Uiese
lung durchdrungen wird, dadurch gekenn- Verfahren dienen jedoch lediglich zur Untersuchung
zeichnet, daß der Transistor einer wiederhol- von !,rahlungsschäden, die in den Transistoren intolge
ten Folge von Bestrahlung und elektrischer Be- io der Bestrahlung auftreten.
lastung der pn-Übergänge ohne Strahlungsein- In einem Aufsatz in der Zeitschrift ■»Ibbb Iranswirkung unterworfen wird, wobei die verwendete actions on Nuclear Science«, Band Nb-IU (I\)b3h
Strahlungsdosis im Bereich zwischen 101 und 10»rad Nr. 5, S. 28 bis 34, ist sine Untersuchung des hinliegt
und wobei infolge der elektrischen Belastung flusses von Gammastrahlung auf den Kollektor-Basiseine
Sperrschichttemperatur zwischen etwa 50 bis 15 Sperrstrom Icbo eines Silizium-PIanar-Transistors, also
2500C auftritt. eines Siliziumtransistors mit Siliziumoxid-Deckschirht
2. Veria.iren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- beschrieben. Der Transistor wird dabei zunächst enui
zeichnet, daß eine Strahlungsdosis von 10« bis hochenergetischen Gammastrahlung ausgesetzt uni
10" ad angewandt wird. dann sich selbst überlassen. Während und nach der
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ao Bestrahlung wird zur Messung des Kollektor-Basisgekennzeichnet,
daß die elektrische Belastung so Sperrstromes an den Transistor eine Kollektor-Basis
durchgeführt wird, daß eint. Sperrschichttempe- Sperrspannung angelegt. Infolge der Bestrahlung steigt
ratur zachen etwa 80 und 1600C auftritt. der Kollektor-Rasis-Sperrstrom stark an, um nach
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, Wegnahme der Bestrahlung etwas abzufallen und bei
dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Be- 25 erneuter bestrahlung sofort wieder anzusteigen. L··*
lastung eines Silizium-Planartransistors dadurch tritt also nur eine teilweise Wiederausheilung der
erfolgt, dar der Emitter-Basis-Üb^rgang in Durch- Strahlungsschädigung nach Wegnahme der Bestrahlaßrichtung
gepolt wird und daß zwischen dem lung, aber keinerlei Erhöhung der Strahlungsresisten/.
Enitter- und dem Kollektorkontakt bzw. zwischen auf. Die durch den infolge der angelegten Kollektordt:m
Basis- und dem Koilekmrkontakt eine weitere 30 Basis-Sperrspannung fließerden Kollektor-Basis-Sperrelektrische
Spannung angelegt wird. strom im Transistor frei werdende Leistung ist so
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn- niedrig, daß eine ins Gewicht fallende Temperaturzdchnet,
daß der Kollektor-Basis-Übergang des erhöhung im Transistor nicht auftritt.
Sfliziumtransistors in Sperrichtung belastet wird. Aus dem gleichen Aufsatz ist es bekannt, daß bei
Sfliziumtransistors in Sperrichtung belastet wird. Aus dem gleichen Aufsatz ist es bekannt, daß bei
35 einem mit Glas überzogenen 'JUiziumtransistor durch
kurzes Erhitzen auf etwa 315° C Strahlungsschäden ausgeheilt werden können, die durch eine vorhergehende
Bestrahlung erzeugt wurden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln In einem weiteren Aufsatz in der Zeitschrift »IEEE
von Siliziumtransistoren mit Siliziumoxid-Deckschich- 40 Transactions on Nuclear Science«, Band NS-10 (1963),
len, bei dem der Transistor einer ionisierenden Nr. 5, S. 35 bis 44, ist eine Untersuchung dir Ab-Röntgen-,
Gamma- oder Elektronenstrahlung so hängigkeit der Erhöhung des Kollektor-Basis-Sperrhoher
Energie ausgesetzt wird, daß die Siliziumoxid- stromes Icbo von der während der Bestrahlung am
Deckschicht wenigstens von einem Teil der Strahlung Transistor anliegenden Kollektor-Basis-Sperrspannung
durchdrungen wird. 45 beschrieben. Bei dieser Untersuchung wird ein SiIi-Erdsatelliten
und andere Raumfahrzeuge sind wan- ziumtransistor mit gasgefülüer Kapsel ohne Siliziumrend
ihres Einsatzes der Einwirkung von Partikel- und oxid-Deckschicht zunächst bei angelegter Kollektor-Quantenstrahlung
ausgesetzt. Beispielsweise tritt im Basis-Sperrspannung mit Gammastrahlung bestrahlt.
Bereich des Strahlengürtels der Erde, des sogenannten wobei der Strom Icbo stark ansteigt. Der Transistor
Van-Allen-Gürtels, eine durchdringende Protonen- 50 wird dann einige Zeit ohne Strahlungseinwirkung bei
und Elektronenstrahlung auf. Transistoren, die in angelegter Kollektor-Basis-Sperrspannung sich selbst
solchen Raumfahrzeugen Anwendung finden, sind überlassen, wobei der Strom Icbo etwas absinkt. Andurch
diese Strahlung besonders gefährüet, da die schließend wird mehrfach ohne Kollektor-Basis-Sperrelektrischen
Kenndaten der Transistoren durch die spannung, also unter völlig anderen Bedingungen als
unter Strahlungseinwirkung auftretende Ionisierung 55 vorher, 30 Sekunden lang mit einer Dosis von etwa
verändert werden. Insbesondere die Stromverstärkung 7 · 103 rad bestrahlt und nach jeder Bestrahlung wieder
Transistoren kann unter Strahlungseinwirkung derum die Kollektor-Basis-Sperrspannung angelegt,
stark abnehmen. Ähnliche Verhältnisse können auch Während der einzelnen Bestrahlungen ohne Kollektorbei
der Anwendung von Transistoren bei Teilchen- Basis-Sperrspannung wurde der Strom leno erniedrigt,
beschleunigern, Kernreaktoren, Röntgenanlagen und 60 Beim Anlegen der Kollektor-Basis-Sperrspannung trat
anderen Anlagen auftreten, bei denen ionisierende jedoch kein zusätzlicher Ausheilungseffekt auf. Der
Strahlung entsteht. Um eine zu starke Funktionsminde- während der Bestrahlung auftretende Ausheilungsrung
der mit den Transistoren bestückten Schaltungen effekt ist lediglich darauf zurückzuführen, daß bei den
zu verhindern, sollten die Transistoren daher eine nachfolgenden Bestrahlungen gegenüber der ersten
möglichst hohe Strahlungsresistenz besitzen. Ferner 65 Bestrahlung die gesamten Bestrahlungsbedingungen
kann auch für Anwendungen von Transistoren in nicht verändert waren. Von einer Erhöhung der Strahlungsstrahlungsgefährdeter
Umgebung eine möglichst hohe resistenz kann daher nicht die Rede sein. Die auf
Stromverstärkung von Interesse sein. Insbesondere ist Grund der Kollektor-Dasis-Sperrspannung und des
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