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DE1750983C - Verfahren zum Herstellen von Kompen satorbalgen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Kompen satorbalgen

Info

Publication number
DE1750983C
DE1750983C DE1750983C DE 1750983 C DE1750983 C DE 1750983C DE 1750983 C DE1750983 C DE 1750983C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
asbestos
polytetrafluoroethylene
fabric
knitted
film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Joh Dipl Ing 4200 Ober hausen Neumann
Original Assignee
Kempchen & Co, GmbH, 4200 Ober hausen
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen, von· aus Asbestgewebe oder -gewirke und darauf befestigter Folie aus Polytetrafluoräthylen bestehenden Kompensatorbälgen. Derartige Kompensatorbälge benötigt man für elastische Kompcnsatoren, wobei diese Bälge Einrichtungen zum Anschluß an die Flansche von Rohrleitungen u. dgl. aufweisen.
Bei einem bekannten Verfahren zum Herstellen solcher Kompcnsatorbälge (vgl. deutsche Patentschrift 1070 589) wird auf das Asbestgewebe zunächst eine Ίο streichbare Masse aus verdichteter Polytetrafluoräthylendispersion aufgebracht und darauf fine fertige, d. .h. ausgesinterte Folie aus Polytetrafluoräthylen aufgelegt und unter Druck und Wärme danach die Vereinigung vorgenommen. Derartige Maßnahmen haben sich an sich bewährt, sind jedoch aufwendig, da zunächst in einem getrennten Arbeitsgang die Folie aus Polytetrafluoräthylen hergestellt werden muß, darüber hinaus ist der Verbund zwischen Asbcstuewcbe oder Asbestgewirke und ebendieser ao Folie für extreme Beanspruchungen, die ein solcher Kompensatorbalg in mechanischer Hinsicht und bei hohen Temperaturen aufzunehmen hat, verbesserungsfähig.
Außerdem ist es zum Herstellen von verschleiß- as festen Elementen bekannt (vgl. britische Patentschrift 821470), eine Dispersion von Polytetrafluoräthylen auf hitzebeständiges Gewebe aufzubringen, d. h. das Gewebe mit der Dispersion zu tränken, und letztere bei entsprechend hohen Temperaluren aufzusintern. Für die Herstellung von elastischen Kompensatorbälgen ist dieses Verfahren nicht geeignet, da hierdurch keine druck- oder gasdichten Gebilde entstehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene bekannte Verfahren zu vereinfachen und den Verbund zwischen Asbestgewebe bzw. Asbeslgewirke und der Polytetrafluoräthylen-Folie für extreme mechanische und thermische Beanspruchungen zu verbessern.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß eine Folie aus ungesintertem Polytetrafluoräthylen auf das Asbestgewebe oder Asbestgewirke aufgebracht sowie darauf durch Anwendung von Druck und Wärme gesintert und dadurch gleichzeitig mit dem Asbestgewebe oder Asbestgewirke vereinigt wird. Die aufzubringende Folie wird vorzugsweise aus einer Platte oder einem Block aus ungesintertem Polytetrafluoräthylen gewalzt. Im Rahmen der erfindungsgcmäßen Maßnahmen besteht die Möglichkeit, aber nicht die Notwendigkeit, auf das Asbestgewebe oder Asbestgewirke zunächst eine Dispersion von Polytetrafluoräthylen, und zwar möglichst eine verdickte Dispersion von Polytetrafk:oräthylen, aufzubringen und darauf die rohe Folie aus Polytetrafluoräthylen aufzulegen sowie aufzusintern. Nach bevorzugter Ausfülirungsform der Erfindung wird die Folie aus Polytetrafluorethylen auf ein schlauchförmig geschlossenes Asbestgewebe oder Asbestgewirke aufgebracht. Besonders innig ist der Verbund zwischen der Polytetrafluoräthylen-Folie und dem Asbestgewebe, wenn letzteres eine Bindung aufweist, die in der Webtechnik als Satinbindung allgemein bekannt ist, deren Verbindfreimdlichkeit im Rahmen der Erfindung jedoch überraschend ist. Dem ungesinterten Rohstoff Polytetrafluorethylen können feinkörnige Füllstoffe und/oder Farbstoffe in praktisch beliebiger Menge /.!!gemischt werden.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß es mit der gegenüber dem Bekannten relativ einfach und billig durchzuführenden erßndungsgemäßen Verfahrensweise gelingt, druck- und gasdichte Kompensatorbälge mit besonders innigem Verbund zwischen der Polytetrafluoräthylen-Folie und dem Asbestgewebe oder -gewirke herzustellen, die alle mechanischen Beanspruchungen, auch bei hohen Temperaturen, ohne weiteres aufnehmen.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigt
Fig. 1 perspektivisch einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäß hergestellten Kompensatorbalg,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach Fig. 1,
Fig. 3 den Gegenstand nach Fig. 2 vor dem Sintervorgang.
Der in den Figuren dargestellte Kompensatorbalg besteht aus einem Asbestgewebe 1 oder Asbestgewirke und einer darauf befestigten Folie 2 aus Polytetrafluoräthylen. Die Folie 2 aus Polytetrafluoräthylen ist auf dem Asbestgewebe 1 oder Asbestgewirke aus ungesintertem Rohstoff gesintert, d. h. aus den feinkörnigen, gegebenenfalls ausgewalzten Rohstoffen erst gebildet, und dadurch gleichzeitig mit dem Asbestgewebe 1 oder Asbestgewirke vereinigt. Das Asbestgewebe 1 oder Asbestgewirke kann dabei schon vor dem Sintervorgrng schlauchförmig geschlossen sein. Man kann jedoch auch ein Flächenprodukt herstellen und nachträglich zu einem Schlauch schließen. Jedenfalls besitzt das Asbestgewebe 1 vorzugsweise eine sogenannte Satinbindung.
Aus einem Vergleich der Fig. 2 und 3 entnimmt man, daß zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kompensatorbalges aus ungesintertem Polytetrafluoräthylen zunächst eine Folie gewalzt worden ist. Dabei geht man von einem Block oder einer Platte aus. Diese rohe Folie 2 wird auf das Asbestgewebe oder Asbestgewirke 1 aufgebracht sowie darauf durch Anwendung von Druck und Wärme gesintert und gleichzeitig mit dem Asbestgewebe oder Asbestgewirke vereinigt. Der ungesinterte Rohstoff kann feinkörnige Füllstoffe und/oder Farbstoffe aufweisen.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von aus Asbestgewebe oder -gewirke und darauf befestigter Folie aus Polytetrafluorethylen bestehenden Kornpensatorbälgen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Folie aus ungesintertem Polytetrafluoräthylen auf das Asbestgewebe oder Asbestgewirke aufgebracht sowie darauf durch Anwendung von Druck und Wärme gesintert und dadurch gleichzeitig mit dem Asbestgewebe oder Asbestgewirke vereinigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie aus einer Platte oder einem Block aus ungesäuertem Polytetrafluoräthylen gewalzt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Asbestgewebe oder Asbestgewirke zunächst eine Dispersion von Polytetrafluoräthylen, vorzugsweise verdickte Dispersion von Polytetrafluoräthylen, und darauf die rohe Folie aus ungesintertem Polytetrafluoräthylen aufgebracht und aufgesintert wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 3, da-
durch gekennzeichnet, daß die Folie aus PoIytetrafluoräthylen auf ein schlauchförmig geschlossenes Asbestgewebe oder Asbestgewirke aufgesintert wird.
5. Verfahren nach den" Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem ungesinterten Rohstoff Polytetrafiuorälhylen feinkörnige Füllstoffe und/oder Farbstoffe zugemischt werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie auf ein Asbestgewebe, das Satinbindung aufweist, aufgesintert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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