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DE1704964C - Von einem aus Faden hergestellten textlien Stoff getragener Kunststoffge genstand und Verfahren zu seiner Herste! lung - Google Patents

Von einem aus Faden hergestellten textlien Stoff getragener Kunststoffge genstand und Verfahren zu seiner Herste! lung

Info

Publication number
DE1704964C
DE1704964C DE19671704964 DE1704964A DE1704964C DE 1704964 C DE1704964 C DE 1704964C DE 19671704964 DE19671704964 DE 19671704964 DE 1704964 A DE1704964 A DE 1704964A DE 1704964 C DE1704964 C DE 1704964C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
threads
parts
textile material
polyvinyl chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671704964
Other languages
English (en)
Other versions
DE1704964A1 (de
DE1704964B2 (de
Inventor
Robert Howard Coral Gables Francis James George Hialeah Fla Pasley sen (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Royalty Designs of Florida Inc
Original Assignee
Royalty Designs of Florida Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Royalty Designs of Florida Inc filed Critical Royalty Designs of Florida Inc
Publication of DE1704964A1 publication Critical patent/DE1704964A1/de
Publication of DE1704964B2 publication Critical patent/DE1704964B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1704964C publication Critical patent/DE1704964C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft einen von einem aus Fäden hergestellten textlien Stoff getragenen Gegenstand aus einem in einer bestimmten Zone des textlien Stoffes angebrachten elastischen Teil aus thermoplastischem Kunststoff, das auf einer Seite des Stoffes reliefartig ausgebildet ist, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Verschiedene Arten von Kunststoffgegenständen sind bislang zu dekorativen oder anderen Zwecken mit Geweben verbunden worden, etwa durch Warmverbindungs-, Kleb-, Gieß- bzw. Form- und ähnliche Verfahren. Solche Arbeitsverfahren waren jedoch nur wenig geeignet, eine gute Anpassung der elastischen Eigenschaften (wie Dehnung, Elastizität, Schrumpfung usw.) des Kunststoffgegensiandes an das Gewebe zu gewährleisten. Eine zufriedenstellende Anpassungsfähigkeit eines einzelnen Kunststoff-Mischungsansatzes an verschiedene Arten von Geweben unterschiedlicher Dehnung konnte ebenfalls nicht erreicht werden. Darüber hinaus haben bekannte Gieß- oder Formverfahren das Gewebe häufig geschwächt oder zerstört und erlaubten im allge meinen keine flexible Verbindung mit dem Gewebe. Auch die theoretisch mögliche Verbesserung der Festigkeitseigenschaften des Kunststoffes durch die Verbindung mit dem Gewebe, und zwar sowohl auf Zug- 2ls auch auf andere Beanspruchungen, die während der Benutzung der Kunststoff-Dekorationen oder anderer Gegenstände auftreten können, geht bei den bekannten Verbindungsmethoden verloren.
Es ist demgemäS Aufgabe der Erfindung, einen
ίο neuen und verbesserten Verbund von Geweben und getragenen reliefartig ausgebildeten Kunststoffgegenständen vorzusehen, der nicht den zuvor beschriebenen Nachteilen unterworfen ist. sondern im Gegenteil eine weitgehende Vielzahl \on Geweben für eine hochelastische Verbindung mit Kunststoffgegenständen geignet macht, sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch, einen von einem Gewebe getragenen Kunststoffgegenstand
ao der eingangs erwähnten Art gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Fäden mindestens teilweise vom Kunststoff umschlossen sind und daß der Kunststoff auf der anderen Seite des textlien Stoffes teilweise eine naht- oder fugenlose, irn wesentlichen
»5 ebene Fläche bildet.
Auf der Vorderseite des Gewebes kann das Kunststoffelement reliefartig frei gestaltet sein.
Dab Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Gegenstandes ist dadurch gekennzeichnet, daß eine nach oben offene Form mit hocherweichtem thermoplastischem Kunststoff im flüssigen Zustand beschickt wird, daß der aus Fäden bestehende textile Stoff oben auf die Form gebracht wird, daß der Stoff oben in der Form gegen und in den erweichten Kunststoff gepreßt wird, wobei dieser zwischen und über die Fäden des Stoffes gedrückt wird, und daß schließlich der Kunststoff zu einer festen, hochelastischen Masse abgekühlt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der'
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. I eine isometrische Teilansicht des Gegenstandes gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch eine für das Her-
siellungsverfahren verwendete Form und F i g. 3 ein Zustandsdiagramm. Die Fig. 1 zeigt einen hochelastischen Kunststoffgegenstand 1, der auf einem gswobenen oder anders aus Fäden hergestellten textlien Stoff 3 zum
όο Zwecke der Dekoration getragen wird. Erfindungsgemäß wird der Kunststoff des Gegenstandes'., um ihn hochelastisch zu machen, bis zu einem außerordentlich hohen Grad erweicht. Er ist dann elastischer, d. h. stärker dehnbar und stauchbar als das Ge webe 3. Trotz der in hohem Maße kritischen Art der Verbindung mit den Gewebefäden ist er zumindest geeignet, sich der Dehnung und anderen Eigenschaften einer Vielzahl von Geweben, selbst den hochelastischen Geweben, anzupassen. Der Gegenstand 1 er- streckt sich als Relief nach vorn (nach rechts in
Fig. I), wodurch die Dekoration räumlich wird. Wie
gezeigt, ist der Kunststoffgegenstand gewöhnlich sehr viel dicker als das Gewebe.
Der Kunststoffgegenstand erstreckt sich auch auf
die Rückseite des Gewebes und bedeckt und umhüllt als Ganzes die Fäden 3' des Gewebes 3 auf beiden Seiten; er ist mit ihnen fest verbunden und erstreckt sich in einer im wesentlichen ebenen Fläche 1', die
die Verbindungszone des Gegenstandes I überdeckt und der linken oder rückwärtigen Seite des Gewebes benachbart ist.
Als bevorzugtes Anwendungsbeispiel seien Pülyvinylchlorid-Plastisole tür die Zwecke der vorliegenden Erfindung genannt, wobei der übliche Anteil an Weichmachern bis zu einer Höhe von im wesentlichen 400 bis 600Teilen je 100 Teile Polyvinylchlorid angehoben wird.
Die erfindungsgemäße Verwendung eines solchen Plastisols wird aus dem Zustandsdiagramm in Fig.? in Verbindung mit dem an Hand von Fig. 2 beschriebenen Formprozeß erläutert. Bei diesem Formprozeß wird eine nach oben offene Form /V/ (die dem gewünschten Gegenstand 1 entspricht) mit heißem, im flüssigen Zustand vorliegenden Kunststoff in Pfeilrichtung beschickt. Das Gewebe 3 deckt dabei die Form ab. Das Gewebe wird durch Druck von oben, wie er. durch das Element 5 erreicht wird, veranlaßt, Kunststoff zwischen seinen Fäden und hindurch bis zu seiner Oberseite aufzunehmen. Der Kunststoff wird dann zu einer hochelastischen Masse 1 bis Γ erstarren gelassen, wordurch er einen elastischen Verbund mit dem Gewebe 3 bildet.
Es hat sich für ein sehr gutes und in hohem Maße reproduzierbares Ergebnis als notwendig erwiesen, das bei Raumtemperatur flüssige Plastisol (Flüssig I, F i g. 3) bis und über einen Temperaturbereich von ungefähr 105 bis 138° C zu erwärmen, wobei es gelatinös wird (Gel, Fig. 3). Das Gel wird dann weiter erwärmt, um es in einen Hochtemperatui-Flüssigkeitszustand (Flüssig II, Fig. 3) zu überführen. Bei ungefähr 1700C ist eine geeignete Viskosität erreicht, bei der die Einspritzung in beispielsweise eine elastische Form M und die Benetzung von textlien Stoffen 3 und die Aufnahme des Kunststoffs in die Fasern der Stoffe und um sie herum bis hindurch zur entgegengesetzten Seite möglich ist. Abweichend da- \on kann die Form M auch aus Kupfer oder ähnlichem Material sein. Das Element 5 kann auch ein Schwamm sein, der gegen den textlien Stoff 3 gedrückt wird, um den Kunststoff in diesen hincinzupressen. Die Abkühlung ergibt den gewünschten Verbund durch die Erstarrung der hochelastischen Masse bei etwa 77 C.
Der kritische Charakter des Bereichs von in· wesentlichen 400 bis 600 Teilen Weichmacher (ic
ίο KX)TeUe Polyvinylchlorid) ergibt sich aus der Tatsache, daß, wenn weniger als 400 Teile Weichmascher benutzt werden, es sich als schwierig erwiesen hat, das in hohem Maße erweichte Plastisol durch den »Gel«-Zustand in den erforderlichen FIüssil;-keitszustand II zu überführen. Diese Schwicrigkei: tritt sogar bei erhöhten Temperaturen auf. FaIK mehr als 600 Teile Weichmacher benutzt werden, tritt der Weichmacher in gesundheitsschädlicher Weise aus dem fertigen Produkt I als ölige Substanz
aus.
Es hat sich gezeigt, daß über die gewebefreundlichen Eigenschaften hinaus, die erfindungsgemäß erreichbar sind, wiederholtes Waschen und Trocknen des den Kunststoffgegenstand tragenden textlien
-5 Stoffes 3 keine erkennbaren Verschleißerscheinungen bei einem der beiden Teile des Verbundes hervorruft. Das Produkt ist äußerst dauerhaft. Die Liste der Gewebe, die sich als brauchbar erwiesen haben, umfaßt Baumwolle, Wolle, Seide, Polyester-Baumwolle, Segeltuch, Filz, Kunstseide, Samt, Köper, Kord und dehnbare Gewebe. Zur Verwendung mit einem homopolymeren PVC mit einer Viskosität von 1.20 nach ASTM-D-1243-60-A ist Isophthalsäure-2-äthylhexyl-diester ein bevorzugter Weichmacher, und
zwar in den oben angegebenen Anteilen. Selbstverständlich können auch andere Kunststoffe und Weichmacher mit ähnlichen Eigenschaften und wie oben angegeben zusammengesetzt verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Von einem aus Fäden hergestellten textlien Stoff getragener Gegenstand aus einem in einer bestimmten Zone des textlien Stoffes angebrachten elastischen Teil aus thermoplastischem Kunststoff, das auf einer Seile des Stoffes reliefartig ausgebildet ist. dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (3') mindestens teilweise vom Kunststoff umschlossen sind und diiß der Kunststoff auf der anderen Seite des textlien Stoffes (3) teilweise eine naht- oder fugenlose, im wesentlichen ebene Fläche (I) bildet.
2. Gegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff aus hocherweichlem Polyvinylchlorid besteht.
3. Gegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeL'inet, daß der Kunststoff ungefähr zwischen 400 und 600 Teilen Weichmacher je 100 Teile Polyvinylchlorid enthält.
4. Verfahren zur Herstellung eines von textilem Stoff getragenen Gegenstandes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine nach oben offene Form mit h .icherweichtem thermoplastischem Kunststoff im flüssigen Zustand beschickt wird, daß der aus Fäden bestehende textile Stoff (3) oben auf die Form gebracht wird, daß der Stoff oben in der Form gegen und in den erweichte» Kunststoff gepreßt wird, wobei dieser zwischen und üb.r die Fäden des Stoffes gediückt wird, und daß schließlich der Kunststoff zu einer festen, hochelasti: jhen Masse abgekühlt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als thermoplastischer Kunststoff Plastisol aus ungefähr zwischen 400 und 600 Teilen Weichmacher mit 100 Teilen Polyvinylchlorid verwendet wird und daß die zur Erweichung erforderliche Erwärmung erheBlich über 148° C hinausgeht.
DE19671704964 1967-03-22 1967-11-01 Von einem aus Faden hergestellten textlien Stoff getragener Kunststoffge genstand und Verfahren zu seiner Herste! lung Expired DE1704964C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US62521467A 1967-03-22 1967-03-22
US62521467 1967-03-22
DER0047261 1967-11-01

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1704964A1 DE1704964A1 (de) 1972-04-13
DE1704964B2 DE1704964B2 (de) 1973-01-25
DE1704964C true DE1704964C (de) 1973-08-23

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