DE1632409C - Vorrichtung zum Mischen von Pasten und Spezialgipsen unter Vakuum - Google Patents
Vorrichtung zum Mischen von Pasten und Spezialgipsen unter VakuumInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen von Pasten und Spezialgipsen unter Vakuum
für die Herstellung von Abdrucken und Modellen, insbesondere auf dem Gebiet der Zahntechnik und
der Goldschmiedekunst, mit einer ersten Kammer, in der ein Rührwerk angeordnet ist, und einer damit
absperrbar verbundenen zweiten Kammer und einem Elektromotor, der das Rührwerk und eine Vakuumpumpe
antreibt zur Schaffung eines Vakuums in den Kammern.
Es ist bereits bekannt, zum Aufbereiten und Vergießen von Gießharz zwei übereinander angeordnete
Behälter zu verwenden, die durch ein Rohr miteinander verbunden sind und gegeneinander durch ein
Absperrorgan verschließbar sind, wobei das Vergießen unter Vakuum erfolgt, um die Bildung von
Luftblasen zu vermeiden. In dem oberen evakuierten Behälter wird das Gießharz mit dem Härter und
anderen Zusätzen vermischt und fällt nach Öffnung des Absperrorgans zwischen den beiden Behältern
unter dem Einfluß der Schwerkraft in die Gießform, die in dem unteren Behälter, der gleichfalls evakuiert
ist, aufgestellt ist.
Derartige Systeme sind in einem weiten Variationsbereich bekannt, so daß ζ. B. nur eine evakuierte
Kammer vorgesehen wird, in welche die Mischsubstanzen aus ebenfalls unter Vakuum stehenden Behältern
in einen Mischkübel eingeführt werden, der in tier gleichen Kammer wie die Formen angebracht
ist and nach dem Mischen diese Formen mit dem Mischgut füllt (deutsches Gebrauchsmuster L 790 612).
Eine derartige Kammer kann auch mit einem druckdicht abschließenden Schieber unterteilt sein,
so daß beide Kammerteile, der obere Mischteil und der unlcre, die Formen enthaltende Teil, getrennt
evakuiert werden können. Der Mischbehälter ist dabei mit einem Rührwerk und die „ Kammern mit
einer aus- und einschaltbaren Heizung versehen (deutsches Gebrauchsmuster 1 790 610).
Wird mit derartigen Vorrichtungen das Mischen und In-die-Form-Bringen von Pasten und Spezialgipsen
unler Vakuum durchgeführt, so ergeben sich die Nachteile, daß die oft sehr komplizierten Formen
nicht gleichmäßig gefüllt werden, daß das Ausgießen der Mischform aus dem oberen Behälter und das
Abllicßen der Mischpaste unter dem Einfluß der Schwerkraft in die Gußform auf Grund der hohen
Viskosität der Paste langsam vor sich geht und hohe Materialvcrluste durch Rückstände auftreten, und
das es schwierig ist, großen Mengen gleichzeitig mit einer derartigen Vorrichtung zu mischen und in die
Form zu bringen.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die im Rührwerk unter Vakuum gemischte
Masse-in der Kammer mit den Formen schnell und
vollständig in die entsprechenden Modellformen zu füllen, so daß der homogene Mischungscharakter
der Masse erhalten bleibt.
Diese Aufgabe wird durch eine von dem Elektromotor betätigte Vibrationseinrichtung für die zweite
Kammer mit den Formen gelöst.
Dabei ist es zweckmäßig, Steuerorgane zur abwechselnden Bewegung des Rührers und der Vibrationsvorrichtung,
Verteiliiugsorgane für die in die /weile Kammer umzufüllende Paste und einen Hahn
für eine abwechselnde Verbindung der Rühr- und Fonnkammer mit der Ansaugseitc der Pumpe vorzusehen.
Dadurch, daß die Formen gleichzeitig einer Vakuum- und einer Vibrationswirkung ausgesetzt sind,
ergibt sich ein schnelles und vollständiges Füllen der Formen, was deshalb unerwartet ist, da die Vibration
an sich, wenn sie nicht unter Vakuum ausgeführt wird, schädlich ist, da dadurch Luftblasen gebildet
werden. Auf der anderen Seite wird zwar durch das Vakuum die Luftblasenbildung vermieden, jedoch ist
es ohne Vibration auf Grund der hohen Viskosität
ίο der Paste nicht möglich, nur durch den Schwerkrafteinfluß
von selbst in die engsten Teile der Formen zu laufen.
Dadurch, daß die Kammer mit den Formen in Vibration versetzt wird, überträgt sich diese Vibration
auch auf die Verbindungsleitung zu der Rührkammer. Dadurch wird der Transport des Materials,
das durch den höheren Druck in der Rührkammer in die Kammer mit den Formen gedrückt wird, begünstigt
und die Bildung von Ablagerungen in der Leitung verhindert. Eventuell in der Leitung angetrocknete
Körner der Masse können auf Grund der Vibration nicht haften bleiben, so daß die Leitung
dauernd frei von derartigen Bestandteilen ist. Weiterhin wird durch diese auf die Schlauchleitung übertragene
Vibration die Reibung in der Grenzschicht der Paste an der Wand so stark verringert, daß es
nicht nötig ist, die Paste in dieser Leitung unter dem Einfluß der Schwerkraft laufen zu lassen, vielmehr
kann die Leitung entgegen der Schwerkraft schräg nach oben geführt werden.
An Hand der Zeichnung wird eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung erläutert.
Die Zeichnung zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung
teilweise im Schnitt.
In einem Maschinengestell K) ist ein Elektromotor 12 angeordnet, welcher einerseits ein Rührwerk
A in einer ersten Kammer ß und andererseits eine Pumpe 14 zur Erzeugung des Vakuums sowie
einen Vibrator C antreibt. Mit Hilfe des Vibrators C kann eine zweite KammerD mechanisch in Vibration
versetzt werden.
Das Maschinengestell 10 ist oben mittels einer Platte 16 abgeschlossen, auf welcher mittels einer
Buchse 18 die Kammer B gelagert ist. Die Kammer ist in einer bestimmten Höhe oberhalb der Platte 16
angeordnet. Die Kammer B ist oben durch einen Deckel 20 abgeschlossen, welcher sie nach innen abdichtet.
Durch Abnehmen des Deckels kann somit die gewünschte Menge an Paste oder Gips in die
Kammer B eingeführt werden.
Das Rührwerk A ist am oberen Ende einer Welle 22 befestigt, welche in die KammerD hineinragt. Die
Welle 22 steht mit einem Reduziergetriebe 24 in Verbindung, welches seinerseits auf die Hauptwelle des
Elektromotors 12 geschaltet ist, und zwar so, daß die Winkelgeschwindigkeit des Rührwerks A die günstigste
ist, beispielsweise 300 Umdrehungen pro Minute.
Von der Kammer B gehen die Verbindiingsleituntungen
26, 28 eines pneumatischen Systems zur Erzeiigung des Vakuums in den Kammern B, D und
zum Umfüllen der bereits gemischten Pasten aus der Kammer B in die Kammer Z) aus.
Die KammerD besteht aus einem tellerförmigen
Träger 30, auf welchen eine topffürmige Hülle 32 aufgesetzt ist. Die Vakuumleitiing 34 mündet in der
Nähe des Umfangs der Hülle 32 in die KammerD ein. In der Mitte weist die Hülle 32 eine Öffnung 36
auf, die durch einen Stopfen 38 verschlossen werden
Claims (5)
- 3 4kann. In dem Stopfen 38 ist ein verstellbarer Ver- Stange 54 und somit die Kammer D mit, die infolgeteiler.40 gelagert, in welchen die Umfülleitung 28 dessen einer mechanischen Vibrationsbewegung auseinmündet. Der Verteiler 40 mündet seinerseits in gesetzt wird. Eine Feder 82, die sich in einem Hohleine drehbare Verteilerdüse 42 aus, durch welche die raum der Pleuelstange 68 befindet, wirkt im Sinne in der Kammer B gemischte Paste unter Vakuum in 5 des Pfeiles X auf die Stange 54, so daß das Spiel, die Kammer D gefördert wird. Die Paste wird in ver- welches sich nach und nach zwischen dem äußeren schiedene Behälter 44 abgefüllt, welche auf dem tel- Gewinde der Stange 54 und dem inneren Gewinde lerförmigen Träger 30 stehen. der Pleuelstange einstellt, erhalten bleibt.Der Luftverteilungszyklus und das Umfüllen der Während der bisher beschriebenen Arbeitsphase, gemischten Paste unter Vakuum wird mit Hilfe einer io die für eine gewisse Zeit fortdauern kann, wird die Säule 46 bewerkstelligt, die auf der Platte 16 ange- in der Kammer A vorhandene Paste auf geeignete ordnet ist und ein Rohr 48 enthält, welches an einem Weise unter Vakuum durch das Rührwerk A geEnde mit der Saugleitung der Pumpe 14 in Verbin- mischt, so daß die Paste vollkommen homogen wird dung steht und am anderen Ende einen Umstellhahn und jedwedes Eindringen von Luft vermieden ist, 50 trägt,· durch dessen Betätigung es möglich ist, ent- 15 weil die Luftblasen, die bis an die äußere'Oberfläche weder die Kammer Z? oder die Kammer D mit der der Masse der Paste vordringen, durch das Vcrbin-Pumpe zu verbinden. In der Umfülleitung 28 ist fer- dungsstück 26, den Hahn 50 und die Leitung 48 von ner.ein Hahn 52 angeordnet, welcher geöffnet wird, der Vakuumpumpe 14 abgesaugt werden,
wenn die Kammer D unter Vakuum steht, und ge- Sobald die Arbeitsphase des Mischens unter Vaschlossen wird, wenn das Vakuum in der Kammer B 20 kuiim beendet ist, wird der Halm 50 in diejenige erzeugt werden soll. Stellung gebracht, in welcher das Anschlußsiück 26Hinsichtlich der Konstruktion des Vibrators C ist geschlossen und das Anschlußstik:k 34 mit der Lei-zu bemerken, daß der tellerförmige Träger 30 der tung 48 der Ansaugsäule 46 in Verbindung gebrachtKammer D unten mit einer Stange 54 versehen ist, wird und somit an der Vakuumpumpe 14 angeschlos-welche durch eine entsprechende Öffnung eines als 25 sen ist. Danach wird der Hahn 52 geöffnet, so daßGummischeibe 56 ausgebildeten elastischen Lagers der Weg in die Verbindungsleitung 28 frei wird,für die Kammer D hindurchtritt. Die Gummischeibe welche den Innenraum der Kammer B mit demjeni-56 ist mittels eines Deckels 58 und Schrauben 60 auf gen der Kammer ü über den verstellbaren Verteilerder Platte 16 des Maschinengestells 10 befestigt. Auf 40 verbindet.der Stange 54 ist eine Mutter 62 aufgeschraubt, 30 Auf diese Weise wird die in der Kammer D entweiche die Gummischeibe 56 gegen das Lager-30 an- haltene Luft, welche hermetisch abgeschlossen ist, drückt. Die Kammer D kann sich infolge dieser durch die Pumpe 14 abgesaugt. Damit wird in der Lagerung in Richtung des Pfeiles X und in ent- Kammer D selbst das gewünscht'-· Vakuum erzeugt, gegengesetzter Richtung bewegen, zu welchem.Zweck Das Ausaugen oder das Umfüllen unter Vakuum des noch im Deckel 58 und in der Platte 16 Öffnungen 35 i» der Kammer B vermischten Materials eiiolgt dann 64 angebracht sind. Die Öffnungen weisen einen dje- durch das Verbindungsstück 28 hindurch in die Kamsem Zweck entsprechenden Durchmesser auf. . uier D. Durch den Verteiler 40 kann man die DüseDie Stange 54 ist mit einem Außengewinde ver- 42 hermetisch abgeschlossen um die Leitung 80sehen, auf welchem der mit einem entsprechenden drehen lassen, so daß Teile des gemischen MaterialsInnengewinde versehene Teil 66 einer Pleuelstange 4° in die verschiedenen Behälter 40 eingefüllt werden68 aufgeschraubt ist, die mittels eines Kopfes70 über können, in welche vorher.die Schablonen eingesetztKugellager 72 mit einem Exzenter 74 zusammen- worden sind, durch die man die Abdrücke mit Hilfearbeitet, der seinerseits auf dem Ende 76 der Welle des eingefüllten Materials herstellen will. Sobald dasdes Elektromotors 12 verkeilt ist. Material in der Kammer D angekommen ist, befindetDie Vorrichtung wird so vorbereitet, daß inner- 45 sich dasselbe noch im günstigsten Zustand, weil diesehalb der Kammer ö eine gewisse Menge Paste vor- Kammer laufend mechanischen Vibrationen ausge-handen ist, die entsprechend zu mischen ist. Der setzt wird, welche die Paste homogen halten undHahn 50 wird so eingestellt, daß die Verbindungs- zusammen mit dem Vakuum in der Kammer/) denleitung 26 mit der Ansaugsäule 46 und infolgedessen Austritt von Luftblasen u.dgl. begünstigen, die denmit der Vakuumpumpe 14 in Verbindung steht. Der 50 Abdruck stark beschädigen könnten.Hahn 52 tier Umfülleitung 28 wird geschlossen. Gegebenenfalls kann die bereits homogenisierteNunmehr wird der Elektromotor 12 angelassen, Paste, die unter Vakuum mit Hilfe des Rührwerks Λdessen Welle über das Reduziergetriebe 24, welches gemischt worden ist, auch unmittelbar der Benutzungüber einen Flansch 78 mit einem Gegenflansch 80 zugeführt werden, ohne vorher in die Kammer Z)des Motorgehäuses in Verbindung steht, das erfor- 55 umgefüllt zu werden.derliche Motor'drehmoment auf die Welle 22 über- Die gegenseitige Anordnung der verschiedenen trägt-, welche das Rührwerk A mit einer entspre- Bauelemente der Vorrichtung kann selbstverständlich chenden Winkelgeschwindigkeit von beispielsweise verändert werden, ohne daß dadurch die Liifiudung 300 Umdrehungen pro Minute in eine Drehbewegung bereits verlassen würde. Die Übertragung des Anversetzt. Gleichzeitig setzt die Welle des Elektro- 60 triebs des Elektromotors auf das Rührwerk B, die motors 12 das Laufrad der Pumpe 14 zur Erzeugung Vakuumpumpe 14 und die Kammer D könnte auch des Vakuums in Bewegung, die mit dem entspre- in anderer Weise verwirklicht werden, als es bcschriechenden Ende des Motorgehäuses 12 geflanscht ist. beil worden ist. Die Vakuumpumpe kann zwei- oder Das Laufrad dreht sich unter hoher Drehzahl, bei- mehrstufig arbeiten,
spielsweise 2800 Umdrehungen pro Minute. 65 Patentansprüche-Außerdem wird die Pleuelstange 68 des Vibrators C abwechselnd und mit hoher Frequenz nach 1. Vorrichtung zum Mischen von Pasten und unten und nach oben bewegt. Dabei nimmt sie die Spezialgipsen unter Vakuum für die Hcr.<.icllungvon Abdrucken und Modellen, insbesondere auf dem Gebiet der Zahntechnik und der GoIdschmicdckunst, mit einer Kammer, in der ein Rührwerk angeordnet ist, und einer damit abspcrrbar verbundenen zweiten Kammer und einem HIektromotor, der das Rührwerk und eine Vakuumpumpe antreibt zur Schaffung eines Vakuums in den Kammern, gekennzeichnet du rc Ii eine von dem Elektromotor (12) betätigte Vibrationseinrichtung (C) für die zweite Kammer (I)). - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrationscinrichtung (C) eine gelenkige Triebstange (68) auf einem Exzenter (74) aufweist, der auf einem Ende (76) der Welle des Motors (12) aufgekeilt ist, wobei diese Triebstange mit einem Stift (54) verbunden ist, der seine Bewegungen auf eine an der Basisplatte (16) der Einrichtung befestigte elastische Support-Scheibe (56) weitergibt, die ihrerseits die Vibrationskammer (D) trägt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerorgane zur abwechselnden Bewegung des Rührers (A) und der Vibrationseinrichtung (C) vorgesehen sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Verteilungsorgane (40, 42) für die in die zweite Kammer (D) umzufüllende Paste eingebaut sind.
- 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Hahn (50) für eine abwechselnde Verbindung der Kammern (B, D) mit der Ansaugseite der Pumpe (14).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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