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DE1608619C - Vorrichtung zum Zuführen von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen mittels eines Trägergases auf die Oberfläche von Metallschmelzen - Google Patents

Vorrichtung zum Zuführen von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen mittels eines Trägergases auf die Oberfläche von Metallschmelzen

Info

Publication number
DE1608619C
DE1608619C DE1608619C DE 1608619 C DE1608619 C DE 1608619C DE 1608619 C DE1608619 C DE 1608619C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lance
line
grained
molten metal
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Paul 4730 Ahlen Richter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ThyssenKrupp Industrial Solutions AG
Original Assignee
Polysius AG

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zuführen von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen mittels eines Trägergases, z. B. Sauerstoff, auf die Oberfläche von Metallschmelzen, z. B. in Konvertern, im wesentlichen bestehend aus einem pneumatischen Fördergefäß, das durch eine Rohrleitung mit einer über der Schmelze angeordneten Lanze verbunden ist.
Das Einbringen von Zuschlagsstoffen in Schmelzen wird in der Metallurgie über Zellenräder oder Förderschnecken vorgenommen, die je nach ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit rascher oder langsamer die Zuschlagsstoffe in eine Druckförderleitung einschleusen, aus welcher sie unter Druck mittels eines das Frischen bewirkenden gasförmigen Mediums in den Konverter gebracht werden. Sowohl Zellenräder als auch Förderschnecken unterliegen jedoch infolge ihrer bewegten, die Zuschlagsstoffe vielfach zerreibenden Zuteil-· organe einem Verschleiß, der infolge der sich hierdurch ergebenden Undichtigkeiten zu Unzuträglichkeiten in den Zufuhrwegen der Zuschlagstoffe durch Staubentwicklung und zuweilen zu Betriebsstillständen führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie bei Fortfall eines in Berührung mit den zu überführenden feinkörnigen oder staubförmigen Stoffen bewegten Zuteilorgans der Oberfläche von Metallschmelzen eine zuverlässige und störungsfreie dosierte Zuführung von Zuschlagstoffen gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Zwillingsleitung zwischen dem Fördergefäß und der Lanze gelöst, deren oberer, Fördergefäß und Lanze direkt verbindender Strang wenigstens auf einem Teil seiner Länge durch eine poröse Wand vom unteren Strang getrennt ist und deren unterer Strang fördergefäßseitig mit der Druckgasleitung zum Fördergefäß verbunden und lanzenseitig über einen Hahn in die Lanzenleitung einmündet.
Bei einer solchen Vorrichtung liegt der zwischen dem unteren Strang der Zwillingsleitung und der Lanzenleitung vorgesehene Hahn, über dessen Verstellen wahlweise ein alleiniges Überströmen von Gas für den Frisch Vorgang oder eine dosierte Zufuhr der Zuschlagstoffe zur Lanze regelbar ist, abseits des Förderweges dieser feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffe. Da dieses Regelorgan in geöffneter Stellung folglich nur von einem gasförmigen Medium durchströmt wird, ohne hierbei einem Verschleiß durch die auf die Oberfläche einer Metallschmelze aufzubringenden Feststoffe ausgesetzt zu sein, vermag es seine Regelfunktion in zuverlässiger Weise zu erfüllen. ■ .'
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt
F i g. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung als Gesamtanordnung,
Fig. 2 als Detail einen Querschnitt durch die Zwillingsleitung.
Ziffer 1 veranschaulicht ein zur Aufnahme feinkörniger oder pulverförmiger Zuschlagsstoffe bestimmtes und an sich bekanntes Druckfördergefäß, das zur Kontrolle des Gewichtes seines Inhalts oder der geförderten Zuschlagsmenge mit einer Wiegeeinrichtung gekoppelt ist. Mit 2 ist eine in einen Konverter (in der Zeichnung ohne Bezugszeichen schematisch dargestellt) oberhalb des Schmelzspiegels eingeführte Lanze bezeichnet, mit der sowohl Zuschlagstoffe als auch das zum Frischen erforderliche Gas in den Konverter eingeleitet wird. Zwischen Druckfördergefäß 1 und Lanze 2 ist eine Zwillingsleitung 3', 3" zu sehen, deren parallel verlaufende Stränge übereinander (F i g. 2) liegen. Der das Fördergefäß 1 und die Lanze 2 direkt verbindende obere Strang 3' der Zwillingsleitung 3', 3" ist von deren unterem
ίο Strang 3" über nahezu seine gesamte Länge durch eine poröse und gasdurchlässige Wand 4 getrennt.
Der obere Strang 3' der Zwillingsleitung 3', 3" ist an das Fördergefäß 1 über dessen Austragsleitung 5
ts mit einem Regelorgan 6 angeschlossen und steht andererseits mit der Lanze 2 über deren flexible und in der Höhe verstellbare Zuleitung 14 in Verbindung. Der untere Strang 3" der Zwillingsleitung 3', 3" ist über einen mit einem Rückschlagventil 7 und einem
ao Ventil 8 versehenen Leitungszweig mit einer Druckgasleitung (in der Zeichnung nicht näher bezeichnet) verbunden.
Von der Druckgasleitung führt eine dem Leitungszweig mit dem Rückschlagventil 7 und dem Ventil 8
*5 parallelgeschaltete Leitung mit einem Ventil 9 und einem Rückschlagventil 10 zum Druckfördergefäß 1, die in dessen Auflockerungskasten endigt. Zwecks Anpassung an die jeweiligen Betriebsbedingungen weist die Druckgasleitung schließlich ein Regelorgan 11 und ein Druckminderventil 12 auf.
Lanzenseitig mündet der untere Strang 3" der Zwillingsleitung 3', 3" über einen Hahn 13 in die Zuleitung 14 der Lanze 2 ein, über den sowohl eine Mengendosierung der Zuschlagstoffe als auch der Zustrom des für den Frischvorgang erforderlichen Reingasanteils zur Lanze regelbar ist.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist folgendermaßen:
Wird der Hahn 13 zwischen dem unteren Strang 3" der Zwillingsleitung 3', 3" und der Zuleitung 14 der Lanze 2 geöffnet, so strömt das Gas aus der Druckgasleitung, anstatt mit den Feststoffen aus dem Druckfördergefäß 1 über die poröse Wand 4 der Zwillingsleitung 3', 3" in Berührung zu kommen, in zunehmendem Maße unmittelbar in die Lanze 2 über. Bei völlig offener Regelstellung des Hahnes 13 ist somit die Förderung der festen Zuschlagsstoffe völlig unterbunden, und der Oberfläche der Metallschmelze strömt nur das für den Frischvorgang benötigte Gas
So zu. Wird hiernach der geöffnete Hahn 13 in seine Schließlage gebracht, und so der Durchgangsquerschnitt für das gasförmige Medium verkleinert, dann verringert sich allmählich die direkt in die Zuleitung , 14 der Lanze 2 übertretende Gasmenge und es strömt immer mehr Gas über die poröse Wand 4 vom unteren Strang 3" der Zwillingsleitung 3', 3" in deren oberen Strang 3'. Dieser Gasanteil bewirkt eine Auflockerung der festen Zuschlagstoffe im Strang 3' und fördert sie unter dem im Fördergefäß 1 herrschenden Druck über die Lanze 2 auf die Oberfläche der Metallschmelze.
In Abhängigkeit von der Regelstellung des Hahnes 13 läßt sich somit jede gewünschte Feststoffdosierung in einfacher und zuverlässiger Weise erreichen. Die öffnungsweite dieses außerhalb des Feststoffstromes angeordneten Regelorgans steht dabei ständig im umgekehrten Verhältnis zur Menge der geförderten feinkörnigen oder staubförmigen Stoffe.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Zuführen von feinkörnigen oder pulverförmigen Stoffen mittels eines Trägergases, z. B. Sauerstoff, auf die Oberfläche von Metallschmelzen, z. B. in Konvertern, im wesentlichen bestehend aus einem pneumatischen Fördergefäß, das durch eine Rohrleitung mit einer über der Schmelze angeordneten Lanze verbunden ist, gekennzeichnet durch eine Zwillingsleitung (3', 3") zwischen dem Fördergefäß (1) und der Lanze (2), deren oberer, Fördergefäß und Lanze direkt verbindender Strang (3') wenigstens auf einem Teil seiner Länge durch eine poröse Wand (4) vom unteren Strang (3") getrennt ist und deren unterer Strang (3") fördergefäßseitig mit der Druckgasleitung zum Fördergefäß verbunden und lanzenseitig über einen Hahn in die Lanzenleitung einmündet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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