DE158230C - - Google Patents
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- DE158230C DE158230C DENDAT158230D DE158230DA DE158230C DE 158230 C DE158230 C DE 158230C DE NDAT158230 D DENDAT158230 D DE NDAT158230D DE 158230D A DE158230D A DE 158230DA DE 158230 C DE158230 C DE 158230C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B75/00—Other engines
- F02B75/16—Engines characterised by number of cylinders, e.g. single-cylinder engines
- F02B75/18—Multi-cylinder engines
- F02B75/24—Multi-cylinder engines with cylinders arranged oppositely relative to main shaft and of "flat" type
- F02B75/243—Multi-cylinder engines with cylinders arranged oppositely relative to main shaft and of "flat" type with only one crankshaft of the "boxer" type, e.g. all connecting rods attached to separate crankshaft bearings
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. γ&
Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine zweizylindrige Explosionskraftmaschine mit
gemeinsamer Explosionskammer und gemeinsamer Kurbelkammer. Das Wesen der Erfindung
besteht darin, daß die gemeinsame Kurbelkammer durch eine Rohrleitung mit der Gemischleitung in Verbindung steht, die
in bekannter Weise unter Zwischenschaltung eines Ventiles in den Explosionsraum mündet.
ίο Durch diese Verbindung wird beim Kolbenrückwärtsgang
das Gasluftgemisch in die Kurbelkammer angesaugt und beim Kolbenvorwärtsgang verdichtet und in die Explosionskammer
gepreßt. Die Maschine arbeitet dann im Zweitakt.
Die Ausführung dieser Maschine geschieht zweckmäßig in der Weise, daß die Rohrleitung
durch die Zylindermäntel hindurch an die Kurbelkammer angeschlossen ist, so daß das Gasluftgemisch beim Zweitaktbetrieb vor
seinem Eintritt in die Explosionskammer eine Kühlwirkung auf die Zylinder ausübt.
In jener Rohrleitung sind ferner Ventile eingeschaltet, die in solcher Weise einstellbar
sind, daß die Verbindung zwischen der Kurbelkammer und der Gemischzuleitung aufgehoben
und eine Verbindung zwischen der Kurbelkammer und der Außenluft hergestellt werden
kann. Es findet dann beim Rückwärtsgang der Kolben ein Ansaugen von Kühlluft
durch die Zylindermäntel hindurch statt, und die Maschine arbeitet im Viertakt.
Auf der Zeichnung ist diese Explosionskraftmaschine in einer beispielsweisen Ausführungsform
veranschaulicht.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Längsschnitt und
Fig. 2 einen wagerechten Längsschnitt durch die Maschine.
Die beiden Zylinder A A sind nach der Kurbelkammer B zu offen und mit ihren
äußeren Enden an die gemeinsame Explosionskammer C angeschlossen, in deren Mitte
die Zündvorrichtung D angeordnet ist. Die Kolbenstangen greifen an eine doppelt gekröpfte
Kurbelwelle an, deren Kröpfungen derart zueinander angeordnet sind, daß die Kolben in beiden Zylindern gleichzeitig ihren
Vorgang und Rückwärtsgang ausführen. Die Zylinder A sind von Mänteln E umgeben, die
nach der Kurbelkammer B zu offen sind, und an welche eine Rohrleitung S angeschlossen
ist. Die Zylindermäntel E sind im Innern durch Querwände abgeteilt, so daß die Luft
bezw. das Gemisch in Schraubenwindungen durch die Zylindermäntel strömt.
In jeden Zylinder mündet ein Kanal F und ein Kanal G; die Kanäle F sind durch Ventile
nach außen verschließbar, während die Kanäle G ständig geöffnet bleiben. Die Ab-Schlußventile
der Kanäle F werden für gewöhnlich auf ihren Ventilsitzen durch Federn
oder dergl. festgehalten und werden durch Stangen H gesteuert, die durch auf der Maschinenwelle
sitzende Daumenscheiben bewegt werden. Jedes Ventil ist außerdem in einem Kanal angeordnet, welcher den Kanal F mit
dem Kanal G verbindet. Die Kanäle G G verbinden den Zylinderhohlraum mit der
Außenluft, wenn dieselben am Ende des Aus-
wärtshubes von den Kolben freigelegt werden. ' Während der Verdichtung können die Ventile
der Kanäle F längere oder kürzere Zeit von ihren Sitzen abgehoben werden, wodurch eine
Regelung der Verdichtung ermöglicht wird.
Für die Zuführung des Betriebsmittels (Gas oder dergl.) ist eine Rohrleitung O vorhanden,
in die ein Karburator oder eine Mischvorrichtung beliebiger Art und ein Rückschlagventil
(in der Zeichnung nicht dargestellt) eingeschaltet ist. Die Leitung O mündet in
das Gehäuse eines für geAvöhnlich durch eine Feder geschlossen gehaltenen Ventiles Q. Das
Ventilgehäuse steht einerseits mit dem Explosionsraum C, andererseits mit einer Rohrleitung
P in Verbindung, die an ein Rohr S angeschlossen ist. Das Rohr S ist mit Ventilen
oder Dreiweghähnen T versehen und durch Rohrstücke an die Zylindermäntel E
angeschlossen. Die Dreiweghähne T T sind durch eine Stange gekuppelt, so daß beide
gleichzeitig eingestellt werden können, wobei jene Einstellung mittels eines Handhebels geschehen
kann, der an dem einen \^entil T
angeordnet ist. Es ist ersichtlich, daß durch die Hähne T entweder eine Verbindung zwischen
der Gemischzuleitung O und den Zylindermänteln E oder zwischen der Außenluft
und den Zylindermänteln E hergestellt werden kann. Im ersteren Falle wird während der
Verdichtung der Ladung in den Zylindern in die Kurbelkammer durch die Zylindermäntel
E hindurch Gemisch angesaugt, das zunächst zur Kühlung der Zylinder dient und
dann erhitzt wird, während im letzteren Falle nur ein Ansaugen von Luft zum Kühlen der
Zylinder stattfindet.
Wenn die Maschine im Zweitakt arbeiten soll, dann werden die Dreiweghähne T derart
eingestellt, daß sie, wie in der Zeichnung veranschaulicht, die Verbindung der Zylindermäntel
E mit der Rohrleitung P 5 herstellen. Die Arbeitsweise der Maschine ist dann
folgende:
A. beim Kolbenrückwärtsgang: Ansaugen des Explosionsgemisches durch die Rohre P S,
Zylindermäntel E in die Kurbelkammer B, wobei Luft durch die Kanäle G gegen Ende
des Kolbenrüclwärtsganges in die Zylinder eintreten kann. Verdichtung des Explosionsgemisches in den Zylindern, wobei zur Regelung
der Verdichtung die Kanäle F längere oder kürzere Zeit nach außen geöffnet sein
können.
Nach erfolgter Zündung:
B. beim Kolbenvorwärtsgang: Arbeitsleistung und Auspuff durch die Kanäle G.
Verdichtung des in den Kammern B, E und E enthaltenden Gemisches und dann Einpressen
dieses Gemisches durch die Zylindermäntel E, Rohre 5 und P unter Öffnung des Ventiles Q.
in die Zylinder A, wobei die Kanäle F und das in die Gemischleitung eingeschaltete Rückschlagventil
geschlossen gehalten werden. Wenn also die Kolben die in der Zeichnung veranschaulichte Stellung einnehmen, dann
befindet sich das Gasluftgemisch, welches vorher aus der Gemischzuleitung in die Rohrleitung
P S, in die Zylindermäntel E und die Kurbelkammer B angesaugt worden ist, in
einem verdichteten Zustand. Da die Auspuffkanäle G geöffnet sind", kann eine Ladung
der Zylinder A stattfinden, während die verbrannten Gase austreten. Wenn sich dann
die Kolben gegen die Zylinderboden bewegen, wird die Ladung in der Explosionskammer C
verdichtet und, wenn die Kolben am Ende Hubes angelangt sind, entzündet.
Wenn die Maschine im Viertakt arbeiten soll, dann werden die Dreiweghähne T derart
eingestellt, daß die Zylindermäntel E in unmittelbarer A^erbindung mit der Außenluft
stehen. Die Kolben üben dann die Wirkung einer Luftansaug- und Luftdruckpumpe aus,
welche in die Zylindermäntel E Kühlluft leitet, und die Arbeitsweise der Maschine ist wie
folgt:
I. Ansaugen des Explosionsgemisches beim ersten Kolbenvorwärtsgang aus der Leitung O,
wobei Kanal F geschlossen ist; ■
II. beim darauffolgenden Kolbenrückwärtsgang: Verdichtung des im Zylinder A bezw.
in der Kammer C enthaltenden Gemisches, wobei die Kanäle F zur Regelung der Verdichtung
längere oder kürzere Zeit nach außen geöffnet gehalten werden können, und Ansaugen
von Luft von außen in die Zylindermäntel E;
III. durch den nach erfolgter Zündung stattfindenden zweiten Kolbenvorwärtsgang
(währenddem die Kanäle F nach außen geöffnet sein können) Austreiben der in den
Zylindermänteln E enthaltenen Luft;
IV. beim nächsten Kolbenrückwärtsgang bei geöffneten Kanälen F Austreiben der Verbrennungsgase
und Wiederansaugen von Luft durch die Hähne T in die Zylindermäntel E.
Zur Vereinfachung der Konstruktion erzeugt die Zündvorrichtung nach jeder Umdrehung
der Kurbelwelle einen Zündfunken in der Explosionskammer. Wenn die Maschine im Viertakt arbeitet, findet also auch während
des Austreibens der verbrannten Gase aus den Zylindern eine Zündung statt. Diese
bleibt jedoch ohne Wirkung, da dann in den Zylindern kein explosives Gemisch enthalten ist.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:ι. Zweizylindrige Explosionskraftmaschine mit gemeinsamer Explosionskammer und gemeinsamer Kurbelkammer, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Kurbel-kammer (B) durch die Zylindermäntel (E) und durch die Rohrleitung (P S) mit der Gemischleitung (O) verbunden ist, die in bekannter Weise unter Zwischenschaltung eines Ventiles (Q) in den Explosionsraum (C) mündet, so daß beim Auseinandergehen der Kolben Gemisch durch die Zylindermäntel (E) hindurch in die Kurbelkammer (B) angesaugt und beim Nähern der Kolben Gemisch verdichtet und durch die Zylindermäntel (E) und Rohrleitung (S P) in die Explosionskammer (C) gepreßt wird, \vobei die Maschine im Zweitakt arbeitet.
- 2. Eine Explosionskraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Rohrleitung (S P) Ventile (T) eingeschaltet sind, die in solcher Weise einstellbar sind, daß die Verbindung zwischen der Kurbelkammer (B) und der Gemischleitung (O) aufgehoben und eine Verbindung zwischen der Kurbelkammer (B) und der Außenluft hergestellt werden kann, so daß bei der gegenläufigen Bewegung beider Kolben in bekannter Weise durch die Zylindermäntel (E) hindurch Kühlluft angesaugt und ausgestoßen wird, wobei die Maschine im Viertakt arbeitet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE158230C true DE158230C (de) |
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ID=424429
Family Applications (1)
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Country Status (1)
Country | Link |
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