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DE1575930B - Bremsklotz mit gesintertem Reibkörper fur Teilbelagscheibenbremse:! an Kraftfahr zeugen - Google Patents

Bremsklotz mit gesintertem Reibkörper fur Teilbelagscheibenbremse:! an Kraftfahr zeugen

Info

Publication number
DE1575930B
DE1575930B DE1575930B DE 1575930 B DE1575930 B DE 1575930B DE 1575930 B DE1575930 B DE 1575930B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
friction
brake
sintered
friction body
brake pad
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans 2051 Schonmngstedt Großmann Johann Ebert Werner Ehlers Hans Reinhard Dipl Ing Dr Ziolkowski Jürgen 2057 Reinbek Huttermann Bern hard 2056 Ghnde Bethke
Original Assignee
Jund Werke GmbH, 2056 Ghnde

Links

Description

1 2
Die Erfindung betrifft eine Bremsbelaganordnung Seitenflächen von dem wärmeisolierenden Material
mit gesintertem Reibkörper für Teilbelagscheiben- derart in an sich bekannter Weise formschlüssig um-
bremsen an Kraftfahrzeugen, bei denen die Reib- geben ist, daß die Ummantelung eine zusammen-
körper in einem die Bremsscheibe U-förmig um- hängende Isolationsfläche bildet, wobei das Material
greifenden Bremssattel gegen die hydraulischen Be- 5 an mindestens zwei zu der Reibungsfläche senk-
tätigungsorgane wärmeisoliert aufgenommen sind. rechten Ebenen durch Profilierungen mit dem Reib-
Die aus anorganischen Stoffen, hauptsächlich körper verzahnt ist.
Metallpulvern oder Metalloxydpulvern, durch Form- Während die bekannten Ausführungen nur Isopressen und Sintern hergestellten Reibwerkstoffe sind lationsmittel zwischen dem Klotzrücken — das ist den organisch gebundenen Reibwerkstoffen durch io die der Reibungsfläche entgegengesetzte Seitenihre hohe Wärmebeständigkeit so überlegen, daß fläche — und dem ihn beaufschlagenden Hydraulikman durch ihren Einsatz zu sehr vorteilhaften, raum- kolben vorsehen, sollen gemäß der Erfindung noch sparenden Konstruktionen gelangen kann. Nachteilig mindestens zwei weitere Seitenflächen des eigentist jedoch in vielen Anwendungsfällen die gute liehen Reibkörpers von dem wärmeisolierenden Wärmeleitfähigkeit der im wesentlichen metallischen, 15 Material bedeckt sein.
gesinterten Reibwerkstoffe, weil die bei der Um- Die Wahl dieser zwei Seitenflächen hängt von der
Wandlung der kinetischen Energie entstehende Bauart des Bremsbügels ab und muß so vorgenom-
Wärme möglichst nicht auf die meist hydraulischen men werden, daß sich dort Isoliermaterial befindet,
Betätigungsorgane der Bremse übergehen soll. wo eine Berührung mit dem Bügel und damit eine
Da diese Schwierigkeiten unter Umständen auch 20 Wärmefortleitung auftreten könnte. Es wird hierschon bei Bremsen mit organisch gebundenen Reib- durch erreicht, daß selbst eine Teilummantelung werkstoffen auftreten, sind bereits eine Reihe von eine zusammenhängende Isolationsfläche bildet. Da Konstruktionen bekanntgeworden (ζ. B. französische die Ummantelung formschlüssig sein soll und immer Patentschrift 1372 382), bei denen zwischen dem an auch senkrecht zur Reibungsfläche befindliche der Bremsscheibe anliegenden Bremsbelag und den 25 Seitenflächen einbezogen sind, ist hierdurch eine hydraulischen Betätigungsorganen Wärmeisolations- Verklammerung zwischen Reibkörper und Isolations- j mittel eingeschaltet sind, welche gewöhnlich entweder schicht gegeben. Diese Verklammerung wird durch an dem Reibbelagträger oder an dem Betätigungs- das Herstellungsverfahren dann noch verbessert, kolben befestigt sind. Als Nachteil der bekannten wenn die Isolation aus Kunststoffpreßmassen beKonstruktionen wird angesehen, daß die Wärme- 30 steht, weil durch den Preßvorgang die Porosität und isolationsmittel und ihre Befestigung entweder der normale Oberflächenrauhigkeit des Sintermaterials mechanischen oder der Wärmebeanspruchung nicht zur innigen Verbindung in vorteilhafter Weise mit gewachsen sind. herangezogen wird. Durch den Preßvorgang wird
Beispielsweise ist ein Bremsklotz mit gesintertem außerdem der Formschluß ohne weiteres erreicht.
Reibkörper bekanntgeworden (französische Patent- 35 Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfin-
schrift 1408 036), bei dem dieser unter Einfügung dung wird dadurch gegeben, daß der Bremsklotz
einer dünnen Zwischenlage aus dem üblichen orga- durch ein den gesinterten Reibkörper tragendes
nisch gebundenen Reibwerkstoff an einem Reibbelag- Blechelement verstärkt ist. Der Reibkörper wird
träger vermutlich durch Verkleben befestigt ist. Diese beispielsweise durch Lötung mit dem Verstärkungs-
an sich gute Konstruktion läßt sich jedoch nur schwer 40 blech verbunden. Hierbei ist es günstig, wenn das
verwirklichen, weil die Verbindung des Sinterkörpers Verstärkungsblech den gesinterten Reibkörper we-
mit dem organischen Reibwerkstoff den Wärme- nigstens teilweise überragt, so daß es von dem
beanspruchungen durch die hohen Temperaturen wärmeisolierenden Material an mindestens zwei
vielfach nicht gewachsen ist, so daß sich der Sinter- Seitenflächen des Reibkörpers umgriffen werden
körper während des Betriebes von der Trägerfläche 45 kann,
ablöst. In solchem Falle ist es von besonderem Vorteil,
Außerdem ist es bekannt (französische Patent- wenn das wärmeisolierende Material ein organisch schrift 1 315 160), daß ein Reibbelagträger derart gebundener Reibwerkstoff ist.
von dem organisch gebundenen Reibbelag umfaßt Ein weiterer Vorteil bei der Anwendung von wird, daß an den seitlichen Anlageflächen der An- 50 organisch gebundenem Reibwerkstoff als Wärmeordnung im Bremssattel ein Kontakt von Metall auf isolation ergibt sich dadurch, daß die Übertragung Metall vermieden wird, um das Auftreten von Ge- von Geräusch verursachenden Reibschwingungen rauschen zu verhindern. auf die Bremszange erschwert, wenn nicht ganz ver-
Die Erfindung geht, demgegenüber von der Auf- hindert wird.
gäbe aus, den Einsatz von Sinterreibbelägen in her- 55 In der ■ Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der kömmlichen Teilbelagscheibenbremsen zu ermög- Erfindung schematisch dargestellt; es zeigt
liehen und damit die Leistungsfähigkeit dieser F i g. 1 die Draufsicht auf die Reibungsfläche eines Bremsen zu steigern. Hierzu ist es einerseits not- Bremsklotzes, der längs einer Symmetrieebene abwendig, die hydraulischen, im Bremssattel befind- geschnitten ist,
liehen Betätigungselemente vor der auftretenden 60 F i g. 2 einen Querschnitt des in F i g. 1 dargestell-
Reibungswärme zu schützen; andererseits ergibt sich ten Bremsklotzes,
das Problem, diesen Schutz so zu gestalten, daß an F i g. 3 die Draufsicht auf die Reibungsfläche einer der Bremse nichts geändert werden muß und die weiteren vorteilhaften Ausgestaltung eines Bremsneue Bremsbelaganordnung ohne weiteres gegen die klotzes, der ebenfalls längs einer Symmetrieebene bisher bekannte austauschbar ist. 65 abgeschnitten ist,
Der erfindungsgemäße Bremsklotz ist dadurch F i g. 4 einen Querschnitt des in F i g. 3 dargestellgekennzeichnet, daß der gesinterte Reibkörper auf ten Bremsklotzes,
wenigstens drei von der Reibungsfläche abgekehrten F i g. 5 die Draufsicht auf die Reibungsfläche einer
bevorzugten Ausführungsform eines Bremsklotzes mit verstärkendem Blechelement,
Fi g. 6 einen Querschnitt des in F i g. 5 dargestellten Bremsklotzes in der durch die strichpunktierte Linie angegebenen Fläche.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Bremsklotz mit gesintertem Reibkörper 1 gezeigt, der an drei zu der Reibungsfläche 2 senkrechten Flächen und an der der Reibungsfläche 2 gegenüberliegenden Fläche von einer Wärmeisolation 3 bedeckt ist. Zur Verbesserung der Verbindung von Reibkörper 1 und Wärmeisolation 3 ist der Reibkörper 1 an zwei einander gegenüberliegenden Seitenflächen 4 mit einer Profilierung 5 versehen, die ein gewindeförmiges Profil hat. Für eine ausreichende Verklammerung genügt es, wenn etwa nur die Hälfte der Seitenflächen 4 die Profilierung 5 zeigt, die man beispielsweise durch Schleifen herstellen könnte, wobei die Profiltiefe bis zu einigen zehntel Millimetern betragen kann. Bei dieser Art der Verbindung von Reibkörper und Isolation treten nur geringe Schwankungen der Bremskräfte auf, selbst wenn der Bremsklotz bis in den Bereich der Profilierung abgenutzt wird.
Bei der Ausführungsform nach den F i g. 3 und 4 ist der Sinterkörper 11 an allen von der Reibungsfläche 21 abgelegenen Seiten von der Wärmeisolation 31 umgeben. Der Sinterkörper ist in diesem Fall in seinem unteren Teil 51 sich verbreiternd treppenförmig abgestuft. Dies ist eine sehr günstige Form, die zwar etwas mehr Material beansprucht, die aber gleich durch Pressen hergestellt werden kann und keinen besonderen Arbeitsgang verlangt. Die Abstufungen können in der Größe von mehreren zehntel bis zu einem Millimeter betragen.
Wenn das wärmeisolierende Material ein organisch gebundener Reibwerkstoff ist, dessen Reibbeiwert etwa derselbe wie der des Sinterkörpers ist, wird man bei der Abnutzung des Bremsklotzes selbst bis in den Bereich der Profilierung keine wesentlichen Schwankungen der Bremskräfte wahrnehmen können.
Bei der Ausführungsform nach den F i g. 5 und 6 ist der Sinterreibkörper 12 auf einem Verstärkungsblech 62 befestigt. Das Verstärkungsblech weist an einander gegenüberliegenden Seiten in diesem Fall schwalbenschwanzförmige, erste Ausnehmungen 72 auf und überragt den Sinterkörper an Stellen 82.
Außerdem sind an dem Verstärkungsblech 62 weitere zweite Ausnehmungen 92 vorgesehen. Wenn der Sinterkörper 12 von der Wärmeisolation 32 umpreßt wird, tritt die Masse in die Ausnehmungen hinein, so daß der Sinterkörper und die Wärmeisolation in drei zueinander senkrechten Richtungen miteinander verankert sind.
Die am Verstärkungsblech 62 noch vorgesehenen Breitlöcher 10 dienen zur Aufhängung und Führung des Bremsklotzes.
Wenn das Sinter- und das Wärmeisolationsmaterial eine genügende mechanische Festigkeit aufweisen, so daß man auf ein besonderes Verstärkungsblech verzichten kann, wie bei den Ausführungen nach den F i g. 1 bis 4, lassen sich den Ausnehmungen ähnliche durch entsprechende Ausführung der Preßform auch bei den Sinterkörpern 1 und 11 vorsehen.

Claims (3)

P atentansprüche:
1. Bremsbelaganordnung mit gesintertem Reibkörper für Teilbelagscheibenbremsen von Kraftfahrzeugen, bei denen die Reibkörper in einem die Bremsscheibe U-förmig umgreifenden Bremssattel gegen die hydraulischen Betätigungsorgane wärmeisoliert aufgenommen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der gesinterte Reibkörper auf wenigstens drei von der Reibfläche abgekehrten Seitenflächen von dem wärmeisolierenden Material derart in an sich bekannter Weise formschlüssig umgeben ist, daß die Ummantelung eine zusammenhängende Isolationsfläche bildet, wobei das Material an mindestens zwei zu der Reibungsfläche senkrechten Ebenen durch Profilierungen mit dem Reibkörper verzahnt ist.
2. Bremsbelaganordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein den gesinterten Reibkörper tragendes Verstärkungsblech diesen wenigstens teilweise derart überragt, daß es von dem wärmeisolierenden Material an mindestens zwei Seitenflächen des Reibkörpers umgriffen werden kann.
3. Bremsklotz nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmeisolierende Material ein organisch gebundener Reibwerkstoff ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2465122A1 (fr) * 1979-09-06 1981-03-20 Stahl Kurt Plaque de support pour des blocs frotteurs de freins a disque

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2465122A1 (fr) * 1979-09-06 1981-03-20 Stahl Kurt Plaque de support pour des blocs frotteurs de freins a disque

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