DE1546640C - Verfahren zum Hanen von Briketts - Google Patents
Verfahren zum Hanen von BrikettsInfo
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Description
1 2
Bei der Herstellung von verkokten Briketts aus auf das Volumen der leeren Reaktionszone) von
einem bitumenhaltigen Bindemittel und Kohle, 0,30 bis 4,57 m/s durch die Reaktionszone entgegen
welche aus einer bituminösen Kohle gewonnen ist, der absinkenden Brikettsäule bewegt werden und die
ist es bekannt, die frischen Briketts vor dem Ver- Wärmeträger in der Nähe der Brikettaufgabe aus der
koken der Briketts einer Härtungsbehandlung zu ■ 5 Reaktionszone abgezogen und nach Kühlung im
unterwerfen. Die Kohle für die Briketts kann sowohl Kreislauf zurückgeführt werden. ..-.■■
aus Kokskohlen als auch aus anderen Kohlen ge- Erfindungsgemäß strömt die Suspension von fein-
wonnen werden. Bei dem Verkokungsverfahren, wel- zerteilter Wärmeübertragungssubstanz in Luft durch
ches in den USA.-Patentschriften 3 140 241 und die Zwischenräume der Brikettsäule, welche nach
3 140 242 beschrieben ist, ,wird bituminöse Kohle ι ο unten durch die Reaktionszone strömt, wodurch sich
einschließlich nichtverkökender Kohlen in Gegen- eine gute Wärmeverteilung ergibt und eine Steuerung
wart von Sauerstoff auf eine ausreichend hohe Tem- der Temperatur in dem Bett innerhalb eines verhält-
peratur erhitzt, um im wesentlichen alle Feuchtigkeit nismäßig engen Bereiches von nicht mehr als etwa
auszutreiben, wobei die Temperatur jedoch unterhalb 34° C ermöglicht wird. Dies wird bewirkt, indem
derjenigen liegt, bei welcher wesentliche Mengen 15 man 1,6 bis 11,3 kg, vorzugsweise 4,8 bis 8,0 kg
von teerbildenden Dämpfen entweichen. Nach dieser feste Wärmeübertragungssubstanz je cbni Luft nach
Wärmebehandlung werden die Kohleteilchen auf oben durch die Briketts strömen läßt, und zwar mit
eine höhere Temperatur erhitzt, um eine Polymeri- einer Oberflächengeschwindigkeit von 0,30 bis
sierung der erhitzten Kohleteilchen und das Ent- 4,57 m/s.
weichen im wesentlichen der ganzen teerbildenden 20 Mit dem Ausdruck »Oberflächengeschwindigkeit
Dämpfe zu bewirken und dadurch eine Kohle mit der Wärmeübertragungsteilchen« wird die Geschwinwesentlich
weniger flüchtigem Brennstoffgehalt als digkeit der Luftströmung in der Härtungssäule ohne
die Ausgangskohle zu erzeugen, welche im wesent- jeden Widerstand in derselben gegen die Strömung
liehen frei von teerbildenden Dämpfen ist. Diese der Wärmeübertragungsteilchen in der Säule, d. h.
Kohle wird auf eine noch höhere Temperatur erhitzt, 25 dem Bett von Briketts, bezeichnet. Es gibt kein prakum
die calcinieren Kohleteilchen zwecks Ver- tisches Verfahren zur Bestimmung der Strömungsmischung mit dem bituminösen Bindemittel zu er- geschwindigkeit durch das Bett von Briketts mit auszeugen, reichender Genauigkeit. Daher wird die Geschwin-
Auch aus der USA.-Patentschrift 3 140 985 ist es digkeit der Wärmeübertragungsteilchen als Oberbekannt, Briketts im oberen Teil eines Schachtofens 30 flächengeschwindigkeit definiert. Wenn die Oberim
Gegenstrom zu sauerstofihaltigen Gasen bei einer flächengeschwindigkeit unterhalb 30 cm/s liegt, nei-Temperatur
von 200 bis 280° C zu führen, wobei die gen die Wärmeübertragungsteilchen dazu,.sich'aus
Briketts gehärtet werden. Gemäß der deutschen Aus- der Luft abzuscheiden und auf den Briketts anzusamlegeschrift
1 105 382 und den französischen Patent- mein, wodurch die Säule oder das Bett von Briketts
Schriften 1 329 390 und 1 294 529 hat man zum 35 verstopft wird und sich eine nicht zufriedenstellende
Härten von grünen Briketts auch schon sauerstoff- Härtung ergibt. Wenn die" Oberflächengeschwindighaltige
Gase mit Sauerstoffgehalten über 10 % ver- keit 4,57 m in der Sekunde übersteigt, werden die
wendet. Die Verwendung von Wärmeträgern in Kosten der Luftkompression zu hoch, und die Lufteinem
Gasstrom ist unter anderem aus der USA.- strömung stört die Bewegung der Briketts nach
Patentschrift 2 871 004 bekannt. 40 unten.
Die bisher bekannten Verfahren zum Härten von Die Verweilzeit der grünen Briketts in dem durch
grünen Briketts befriedigen in der Praxis jedoch die Reaktionszone bewegten Bett hängt von der in
noch nicht, weil sie entweder verhältnismäßig lange der Reaktionszone aufrechterhaltenen Temperatur
Härtungszeiten erfordern oder aber nur in verhältnis- ab. Bei einer Betriebstemperatur von 260° C beträgt
mäßig flachen Betten durchgeführt werden können, 45 die minimale Verweilzeit etwa 60 min. Bei 232° C
wodurch die Kapazität einer solchen Anlage be- sind etwas längere Verweilzeiten nötig, um eine
schränkt ist. maximale Festigkeit zu erzielen. Verweilzeiten über
Es ist ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung, etwa 3 Stunden verbessern jedoch die Qualität des
ein verbessertes, wirtschaftliches Verfahren zum endgültigen Produkts nicht mehr. Bevorzugt wird ein
Härten solcher Briketts zu schaffen, bei welchem 5° Betrieb mit einer Verweilzeit von etwa 60 . bis
Luft als Medium für die Zuführung des zum Härten 120 min bei einer Temperatur von 232 bis 260° C
erforderlichen Sauerstoffs verwendet wird, wobei in der Reaktionszone.
trotzdem das Härten in Betten jeder gewünschten Die Briketts können in die Härtungszone mit
Höhe durchgeführt werden kann. jeder gewünschten Temperatur eintreten, vorzugs-
Gegenstand der Erfindung ist ein kontinuierlich 55 weise mit der Temperatur, mit welcher sie aus dem
betriebenes Verfahren zum Härten von Briketts aus Brikettiervorgang kommen, welcher gewöhnlich zwi-Koks
mit einem bituminösen Bindemittel, gemäß sehen 65 und 121° C durchgeführt wird. Sie erreidem
die Briketts in einer Reaktionszone im Gegen- chen bald, gerade vor ihrem Eintreten in die Reakstrom
zu sauerstoffhaltigen Gasen mit wenigstens tionszone, die Reaktionstemperatur, während sie sich
10 Volumprozent O„ geführt werden, wobei in dieser 60 nach unten durch den oberen Teil des Gefäßes beZone
eine Temperatur zwischen 204 und 288° C wegen, und zwar infolge der Wärme, die von der
aufrechterhalten wird, bei dem den sauerstoffhaltigen Reaktionszone ausgeht, sowie des exothermen Cha-Gasen
vor Eintritt in die Reaktionszone in an sich rakters der Härtungsreaktion. Zweckmäßigerweise
bekannter Weise feinkörnige Wärmeträger züge- werden die Briketts in die Reaktionszone mit einer
mischt werden, und zwar in einer Menge von 1,6 65 Temperatur eingeleitet, welche nahe an derjenigen
bis ll,3kg/m:), die Wärmeträger mit einer Ober- liegt, die am Austrittsende der Reaktionszone
llächcngesciiwindigkcit (berechnete Durchschnitts- herrscht, wo die Härtung durchgeführt wird. Dies
geschwindigkeit des saucrstofThaltigcn Gases, bezogen kann bewirkt werden, indem man die Briketts durch
eine Masse einer feinzerteilten Wärmeübertragungssubstanz strömen läßt, nachdem die letztere die Reaktionszone
verlassen hat, um eine teilweise Abkühlung der heißen Wärmeübertragungsteilchen und
eine gleichzeitige Erhitzung der Briketts zu bewirken.
Bevorzugte Wärmeübertragungsteilchen sind die bei der Herstellung der Briketts verwendeten calcinierten
Koksteilchen. Die Vorteile der Verwendung dieser .Koksteilchen werden darin gesehen, daß sie
eine Verunreinigung des erzeugten Briketts verhindern und als Teil des Gesamtverfahrens leicht verfügbar
sind. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung von calcinierten Koksteilchen als Wärmeübertragungssubstanz
beschränkt. Anstatt. Koks können Sand oder· Mineralstoffe verwendet werden,
welche beispielsweise in einer Hammermühle auf eine Teilchengröße .zerkleinert sind, die einer Siebmaschenweite von 1,59 mm entspricht.
Die Strömungsgeschwindigkeit der Briketts nach unten, im Gegenstrom zu den nach oben strömenden
WärmeübertragungsfeststofEteilchen, welche in der Luftströmung suspendiert sind, hängt ab von
erstens dem Querschnitt des Gefäßes und zweitens der Höhe der Reaktions- oder Härtungszone, welche
gewählt wird, um eine bestimmte Verweilzeit in der Härtungszone im Bereich von 60 bis 180 min zu erhalten.
Diese Strömungsgeschwindigkeit muß so sein, daß wenigstens 10 Volumprozent, vorzugsweise wenigstens
15 Volumprozent freier Sauerstoff, bezogen auf das feststofffreie Gas, in der Gasströmung an der
Stelle verbleiben, an der die Briketts in die Härtungszone eintreten. Eine zufriedenstellende Härtung
kann in Härtungszonen mit einer Höhe von über 3,05 m erzielt werden. Dieser Wert wird angegeben,
um zu zeigen, daß die Erfindung eine erfolgreiche Härtung mit Luft in keineswegs flachen Härtungszonen ermöglicht. Es können auch Härtungszonen
mit Höhen von mehr als 3,05 m angewendet werden. Der Durchsatz für jede gegebene Anlage hängt von
der Größe der Teile und von der Verweilzeit innerhalb der Härtungszone ab.
Die Zeichnung zeigt ein Fließschema eines Ausführungsbeispiels der Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Zur Vereinfachung der Darstellung sind.bekannte Steuereinrichtungen
einschließlich Ventilen, Pyrometern zur Anzeige der Temperatur u. dgl. nicht dargestellt.
In der. Brikettieranlage hergestellte Rohbriketts werden in den Vorratstrichter 10 gefördert. Aus
diesem Trichter 10 bewegen sich die Rohbriketts durch die Leitung 11, die in der Haube 56 endet, mit
einer gegebenen und gewollten Geschwindigkeit in den oberen Teil 12 eines Strömungsbetts aus wärmeübertragenden
Feststoffteilchen 13, welches bis zur Trennfiäche 14 des sich nach unten bewegenden
Betts der Briketts 15 reicht. Diese Beschickung der Briketts aus dem Vorratstrichter 10 durch die Leitung
11 kann durch eine nicht gezeigte, vibrierende Beschickungseinrichtung oder eine andere Einrichtung
zur Durchführung der Beschickung der Briketts mit gesteuerter Geschwindigkeit bewirkt werden. Die
Trennfiäche 14 zwischen den wärmeübertragenden Feststoffteilchen 13 und dem nach unten bewegten
Bett von Briketts 15 wird so gesteuert, daß sie etwa am Auslaß 16 für die verbrauchten Wärmeübertragungsteilchen
13 angeordnet ist. Dieser Auslaß 16 bildet den Einlaß oder Anfang der Leitung 17,
welche in den kühleren Behälter 42 führt.
Die Rohbriketts bewegen sich durch die Reaktionszone 19 nach unten, deren Ausdehnung durch
die Pfeile in der Zeichnung angegeben ist. Von der Reaktionszone 19 bewegen sich die gehärteten Briketts
durch Schwerkraft über den Verteilerkegel 21 in den Auslaßabschnitt 22 weiter. Der letzere enthält
ein Sperrtrichtersystem 26, welches aus drei Gleitventilen 27, 28 und 29 besteht, die zeitlich abgestimmt
betätigt werden, um ein Fließen.von Briketts
durch das Sperrtrichertsystem zu ermöglichen, während der Auslaßabschnitt 22 abgedichtet bleibt.
Die gehärteten Briketts fallen aus dem Ventil 29 auf ein Förderband 31, von welchem sie auf ein schwingendes Sieb 32 zwecks Entfernung von Brikettstücken
und Teilchen der Wärmeübertragungssubstanz (beim dargestellten Ausführungsbeispiel calcinierter
Koks), welche durch das Ventil 29 austreten, gefördert werden. Der Siebdurchfall wird vom
Schwingsieb 32 in den Schacht 33 gegeben, aus welchem
er in den Beschickungsvorrat zur Bildung der frischen Briketts zurückgeleitet wird. Die gesiebten
Briketts werden von dem Schwingsieb 32 auf ein Förderband 34 gegeben, welches dieselben in einen
Transportbehälter 35 zum Transport an die Stelle der beabsichtigten Verwendung oder zur weiteren Behandlung,
beispielsweise als Beschickung in eine Verkokungsanlage, fördert.
Die Wärmeübertragungssubstanz mit der gewünschten Teilchengröße, welche eine Siebmaschenweite
von etwa 3,5 mm nicht übersteigt und vorzugsweise einer solchen von weniger als 1,2 mm entspricht,
wird im Trichter 36 gespeichert und aus diesem mittels eines Schwingsiebes oder einer anderen
Beschickungseinrichtung in eine Leitung 37 gegeben, welche in den Trennraum 38 des Reaktionsgefäßes
führt. Im Trennraum 38 vermischen sich die Teilchen mit den Gasen, welche erhitzt werden, indem
sie durch die Reaktionszone strömen, und welche von den meisten Wärmeübertragungsteilchen befreit
worden sind. Die Einleitung der Wärmeübertragungssubstanz durch diese Gase bewirkt eine Kühlung der
Gase bei entsprechender Erwärmung der eintretenden Wärmeübertragungsteilchen. Die Wärmeübertragungssubstanz
bewegt sich in dichter Phase infolge der Schwerkraft durch die Leitung 17, welche an
ihrem Einlaß 16 mit einem Sieb versehen ist, um das Eintreten von Briketts in die Leitung 17 zu verhindern,
in das Strömungsbett 41, welches im Behälter 42 aufrechterhalten wird. Im Strömungsbett werden
die Wärmeübertragungsteilchen durch eine eintretende Strömung von Kaltluft, welche durch die Leitung
43 eingeleitet wird, oder durch Umwälzen eines Kühlmittels durch einen nicht gezeigten Mantel,
welcher den Behälter 42 zur Kühlung des Behälterinhalts umgibt, gekühlt. Mit 44 ist eine Meßeinrichtung zum Messen der durch die Leitung 43 eingeleiteten
Luft bezeichnet.
Die Wärmeübertragungssubstanz kann auch durch andere Verfahren gekühlt werden, beispielsweise
durch direkte Wassereinspritzung in die zirkulierende Strömung der Wärmeübertragungssubstanz an einer
Stelle in ihrem Kreislauf, nachdem sie die Reaktionszone verlassen hat, um einen genügenden Anteil der
Wärme der Härtungsreaktion abzuführen und dadurch die Reaktionszone 19 auf einer Temperatur
zwischen 204 und 288° C zu halten.
Die Wärmeübertragungsteilchen werden von der durch die Leitung 43 eingeleiteten Luftströmung auf-
5 6
genommen und durch die Leitung 47 in die Ver- tür in derselben in dem gewünschten Bereich zwiteilcrkammer
48 geleitet und strömen sodann nach sehen 204 und 288° C, vorzugsweise zwischen 232
oben durch das nach unten bewegte Bett von Briketts und 260° C, zu halten. Außerdem ist, wenn ein stain
die Trennkammer 38. Daher werden die Wärme- tionärer Betriebszustand erreicht ist, die Menge der
Übertragungsteilchen, welche in der nach oben strö- 5 aus dem Trichter 36 in die Reaktionszone 19 geliemenden
und das nach unten bewegte Bett von Bri- ferten Wärmeübertragungsteilchen gleich der erforketts
einhüllenden Luftströmung dispergiert sind, in derlichen Menge, um die durch das Ventil 29 auseincm
Kreislauf durch die Reaktionszone 19 geführt, tretenden Feststoffteilchen zu ersetzen,
wodurch die Reaktionswärme abgeführt wird und Die erfindungsgemäß gehärteten Briketts haben
die Briketts innerhalb der Reaktionszone in einem io eine ausreichende Festigkeit für die Verwendung in
engen Temperaturbereich gehalten werden, welcher , Kupol- und Gebläseöfen. Bei dieser Verwendung
etwa 34° C nicht übersteigt. findet eine Verkokung der Briketts in den Kupol-
Kaltluft wird durch die Leitung 54 eingeleitet, und Gebläseöfen statt. Die gehärteten und nicht verweiche
mit einem Meßgerät 55 versehen ist. Das kokten Briketts sind genügend fest, um eine geeigdurch
die Leitung 54 eingeleitete Luftvolumen 15 nete Unterlage für die Gicht zu bilden, wobei kein
steuert zusammen mit dem durch die Leitung 43 ein- übermäßiges Abbröckeln eintritt, wodurch die Begeleiteten
die Beladung des durch die Reaktionszone Schickung im Ofen blockiert würde. Die gehärteten
19 strömenden Luftstromes mit Wärmeübertragungs- Briketts im nicht verkokten Zustand können auch als
teilchen. Das durch die Leitung 43 eingeleitete Luft- rauchloser Brennstoff verwendet werden,
volumen steuert die Geschwindigkeit der Rezirkulie- 20 Das folgende Beispiel wird zur Erläuterung eines
rung von Wärmeübertragungsteilchen durch die bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung an-Reaktionszone
19. . . gegeben.
Die in der Reaktionszone gebildete Mischung der Das Beispiel wurde in einer Anlage durchgeführt,
das Strömungsbett bildenden Gase einschließlich der wie sie in der Figur dargestellt ist. Die Briketts wur-Reaktionsgase
und die Wärmeübertragungsteilchen *5 den bei einer Temperatur von 27° C in den Vorrätsbewegen
sich nach oben durch das Bett von Briketts trichter 10 gegeben. Die bei der Herstellung der
mit einer derart eingestellten Geschwindigkeit, daß Briketts verwendeten Wärmeübertragungsteilchen
für jeden Durchtritt einer Einheit von Briketts durch wurden vom Vorratstrichter 36 dem Betrieb mit
die Reaktionszone 19 etwa zehn Durchströmunge^ 27° C zugeführt, und bei Beginn des stationären Beder
Wärmeübertragungsteilchen durch die Reaktions- 30 triebszustandes wurde Luft mit einer Temperatur von
zone 19 bewirkt werden. Mit anderen Worten, die 27° C durch die Leitungen 54 und 43 eingeleitet.
Anzahl von Rezirkulierungen der Wärmeübertra- Anfänglich wurde auf eine Temperatur von etwa
gungsteilchen je Durchtritt von Briketts durch die 232° C vorerhitze Luft durch die Leitung 54 einge-Reaktionszone
19 liegt in der Größenordnung von leitet. Die grünen Briketts enthielten 81,9 % calci-10:1.
· 35 nierten Koks und 18,1% bituminöses Bindemittel,
Die im Zyklonabscheider 57 des Trennraumes welches aus einem Teerbindemittel bestand, das aus
abgetrennten Gase treten in den Kondensator 58 ein, der Entgasung von Kohle (Elkol-Kohle) erhalten
in welchem kondensierbare Stoffe, wie Teersubstan- vnirde, welche bei der Herstellung der calcinieren
zen, kondensiert werden. Die so kondensierten Teer- Kohle verwendet wurde.
substanzen werden durch die Leitung 59 abgezogen. 40 Dieses Beispiel umfaßte einen Betrieb von etwa
Flüssigkeit wird vom Teer dekantiert und durch die 38 Stunden, während dessen 4128 kg Rohbriketts
Leitung 61 abgezogen. Die gereinigten Gase treten durch die Reaktionszone 19 geleitet wurden. Die in
durch die Leitung 62 aus und strömen durch das das Reaktionsgefäß eingeleiteten Briketts hatten eine
Meßgerät 63, aus welchem sie zu einer Speicher- Größe von 28,6 · 22,2 · 19,1 mm. Die gehärteten
einrichtung für die Wiederverwendung geleitet wer- 45 Briketts hatten die gleiche Größe wie die in das Reden
können oder auf andere Weise darüber verfügt aktionsgefäß eingeleiteten Rohbriketts. Der als
werden kann, beispielsweise durch Ablassen in die Wärmeübertragungsteilchen verwendete calcinierte
Atmosphäre. Koks besaß folgendes Kornspektrum:
Um die Anlage in Betrieb zu setzen, wird die Luft, .
welche durch das Meßgerät 55 strömt und durch die 5° Lichte Maschenweite m mm
Leitung 54 eingeleitet wird, zunächst auf eine Tem- ·>
*'4 mm
17,0%
peratur von etwa 232° C aufgeheizt, um sicherzu- 1^ bls 0,64 mm 28,5 %
stellen, daß die Härtungsreaktionen innerhalb der 0,64 bis 0,15 mm ...... 42,6%
Reaktionszone 19 stattfinden. Wenn jedoch die Re- < °>15 mm
11,9 %
aktion einmal in Gang gesetzt ist, was durch geeig- 55 .
nete Temperatur-Steuergeräte angezeigt wird, die Er enthielt noch 4,5% flüchtige Bestandteile. Die
mit der Reaktionszone verbunden sind, wird die Er- Reaktionszone 19 hatte eine Betthöhe von etwa
hitzung der durch die Leitung 54 eingeleiteten Luft 3,05 m mit einer Querschnittsfläche von etwa
unterbrochen und an dieser Stelle Luft mit Umge- 930 cm2. 3856 kg gehärtete Briketts wurden ausgebungstemperatur
eingeleitet. Die Härtungsreaktion 60 bracht. Die Verweilzeit der Briketts in der Reakwird
durch die in der Reaktionszone 19 erzeugte tionszone 19 betrug etwa 90 min. Der Sauerstoff-Wärme
aufrechterhalten. Diese Wärme ist mehr als verbrauch während des Härtens betrug etwa 0,032 kg
ausreichend, um die einströmende Luft und das nach je 0,45 kg grüner Briketts.
unten strömende Bett von Briketts sowie die nach Die gesamte Luftströmung betrug 1,699 m3/min,
oben strömenden Wärmeübertragungsteilchen zu er- 65 und die Oberflächengeschwindigkeit in der Reak-
wärmen. Wenn die Reaktion einen stationären Be- tionszone 19 betrug 0,536 m/s. Die volumetrische
triebszustand erreicht hat, muß sogar Wärme aus der Zusammensetzung des am oberen Ende der Einheit
Reaktionszone abgeführt werden, um die Tempera- austretenden Gases war 15,6% O2, 1,8% CO2,
0,5 % CO und 82,l°/oN.„ bezogen auf einen trokkenen
und feststofffreien Zustand.
Die calcinierten Koksteilchen wurden nach oben durch die Reaktionszone 19 mit einer Geschwindigkeit
von 882 kg je Stunde ymgewälzt, was etwa 3,72 kg calcinierten Koks je 0,45 kg Rohbriketts entspricht.
Das durch die Reaktionszone strömende Gas enthielt etwa 0,14 kg calcinierten Koks je 0,028 m3.
Die Temperatur am oberen Ende der Reaktioriszone 19 betrug während des stationären Betriebs 221° C.
Am Austrittsende oberhalb des ringförmigen Verteilers 48 betrug die Temperatur 205° C, und die Temperatur
etwa in der Mitte der Reaktionszone betrug 238° C. Die heißen Wärmeübertragungsteilchen ,
traten in die Leitung 17 mit einer Temperatur von 238° C ein, wurden im Behälter 42 gekühlt, bevor
sie ins untere Ende der Reaktionszone 19 zurückgeleitet wurden. Der Behälter 42 dient dazu, die in der
Reaktionszone erzeugte überschüssige Wärme abzuführen, und stellt daher ein praktisches Mittel zur
Steuerung der Temperatur in der Reaktionszone dar. .
Claims (4)
1. Kontinuierlich betriebenes Verfahren zum Härten von Briketts aus Koks mit einem bituminösen
Bindemittel, gemäß dem die Briketts in einer Reaktionszone im Gegenstrom zu sauerstoffhaltigen
Gasen mit wenigstens 10 Volumprozent O2 geführt werden, wobei in dieser Zone
eine Temperatur zwischen 204 und 288° C aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß den sauerstoffhaltigen Gasen vor Eintritt
in die Reaktionszone in an sich bekannter Weise feinkörnige Wärmeträger zugemischt werden,
und zwar in einer Menge von 1,6 bis 11,3 kg/m3, daß die Wärmeträger mit einer Oberflächengeschwindigkeit
(berechnete Durchschnittsgeschwindigkeit des sauerstoffhaltigen Gases, bezogen auf das Volumen der leeren Reaktionszone)
von 0,30 bis 4,57 m/s durch die Reäktionszone entgegen der absinkenden Brikettsäule bewegt
werden und daß die Wärmeträger in der Nähe der Brikettaufgabe aus der Reaktionszone
abgezogen und nach Kühlung im Kreislauf zurückgeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Feststoffteilchen einer Größe
von nicht mehr als 3,5 mm und vorzugsweise unter 1,2 mm mit einer mittleren Teilchengröße
von 0,42 bis 0,25 mm verwendet werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Temperaturunterschied
zwischen der Temperatur der Briketts am Einlaßende und am Auslaßende der
Reaktionszone aufrechterhalten wird, welcher etwa 34° C nicht übersteigt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Wärmeübertragungsteilchen
aus Kohle gewonnener Koks verwendet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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