DE1514618C - Vorrichtung zum Aussortieren von elektrischen Kondensatoren mit leitenden Einschlüssen und Fehlstellen im Dielektrikum - Google Patents
Vorrichtung zum Aussortieren von elektrischen Kondensatoren mit leitenden Einschlüssen und Fehlstellen im DielektrikumInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aussortieren von elektrischen Kondensatoren,
bei der die Kondensatoren von einer Priifspannungsquelle
über einen Ladewiderstand aufgeladen werden und bei der ein bei defekten Kondensatoren auftretender
Kurzschlußstrom eine Auswurfvorrichtung betätigt. Eine derartige Vorrichtung ist aus der französischen
Patentschrift 1 072 552 bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung sollen Kondensatoren aussortiert
werden, bei denen die Belegungen durch nicht ausheilbare Kurzschlüsse miteinander verbunden
sind. Diese Vorrichtung reicht jedoch wegen ihrer Unempfindlichkeit nicht aus, um auch ungenügend vorausgebrannte,
regenerierende Kondensatoren auszusortieren.
Aus der »Siemens-Zeitschrift« 35 (Juni 1961), S. 493 bis 499, ist ein Verfahren zum Registrieren
von Regenerierstößen bekannt. Der Regenerierstoß wird mittels einer Filteranordnüng vom normalen
Aufladestrom des elektrischen Kondensators zur Be- ao tätigung der Registriereinrichtung getrennt. Ein Aussortieren
findet nicht statt.
Damit regenerierfähige elektrische Kondensatoren im Betrieb ihren Sollwert beibehalten, werden vor
der Inbetriebnahme die in dem Dielektrikum ent- as haltenen, elektrisch leitenden Fehlstellen mit Hilfe
elektrischer Spannungsstöße beseitigt. Dieses Verfahren nennt man auch Vorausbrennen, Vorregenerieren
oder Voraufschließen. Dabei zeigt es sich, daß bei weitem nicht alle leitfähigen Stellen unschädlich gemacht
werden, da die leitenden Einschlüsse vielfach das Dielektrikum nicht vollständig durchdringen und
die elektrischen Spannungsstöße keinen Durchschlag bewirken. Elektrische Kondensatoren, deren Einschlüsse
bzw; Fehlstellen im Dielektrikum nur unvollständig oder gar nicht beseitigt wurden, sind in
hochohmigen Schaltungen nicht verwendbar.
Um zu vermeiden, daß solche elektrische Kondensatoren die ausschließende Spannungsprüfung überstehen,
wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, welche die unzureichend vorausgebrannten Kondensatoren
aussortiert.
Die Erfindung besteht darin, daß mit einer dem Prüfling parallelgeschalteten Kapazität 2 ein Gleichrichterelement
6 mit Durchlaßrichtung für den Ladestrom und vernachlässigbar kleinem Durchlaßwiderstand
gegenüber dem Ladewiderstand 5 in Reihe geschaltet ist und daß der an dem Gleichrichterelement
bei einem Regenerierstoß auftretende Spannungsimpuls über eine Verlängerungsschaltung am Auswurfrelais
14 liegt.
In der Zeichnung wird das Schaltbild einer im Rahmen der Erfindung verwendeten Filteranordnung
gezeigt. Up ist die Prüfspannung. Schließt man den
Schalter 4, so wird der Prüfling 1 gleichzeitig mit einer Parallelkapazität 2 über einen Vorwiderstand 5
aufgeladen. Dabei ist ein Gleichrichterelement 6 mit Durchlaßrichtung für den Ladestrom der Parallelkapazität
2 vorgeschaltet. Der Durchlaßwiderstand des Gleichrichterelements ist vernachlässigbar klein
gegenüber dem Vorwiderstand. Die Spannung am Gleichrichterelement bzw. an den Klemmen a, b, bezeichnet
mit U, ist deshalb während des ungestörten Aufladevorganges vernachlässigbar klein. Bei einem
Durchschlag des Prüflings findet ein Ladungsschwund Aq = q1—q2 statt. ^1 ist die Ladung des Prüflings
vor dem Regenerierstoß, q2 die Ladung des Prüflings
nach dem Regenerierstoß. Dieser Ladungsschwund Aq bewirkt einen im Vergleich zur Geschwindigkeit
der Änderung der normalen Ladespannung schnellen
Spannungsschwund Δ U = q . Cx ist die Kapazität
des Prüflings. Die Diode ist für diese sich aus der Gleichung AU= U0x-TJ01 ergebende Spannung in
Sperrichtung geschaltet, wobei UCn die Spannung an
der Parallelkapazität 2 ist. Der Prüfling kann nach dem Ausbrennen der Belegungen nur über den Vorwiderstand
5 aufgeladen werden, und der Impuls Δ U wird über den Koppelkondensator 7 an die Klemmen
a, b auf das Eingangspotentiometer 8 einer Verlängerungsschaltung gegeben. Die Entladung der
beiden Kondensatoren erfolgt durch den Schalter 9. Das Gleichrichterelement liegt hierbei in Durchlaßrichtung
für den Entladestrom am Kondensator 1.
Die Verlängerungsschaltung ist vorteilhaft ein monostabiler Multivibrator. In der Zeichnung wird
die Schaltung eines monostabilen Multivibrators mit Transistoren gezeigt Der Transistor 10 ist normalerweise
durch eine Spannungsquelle (in unserem Beispiel -24VoIt) über einen Widerstandll in den
Sättigungsbereich gesteuert. Durch einen über die Klemmen a, b ankommenden Impuls wird der Transistor
10 an der Basis gesperrt. Dadurch springt die Spannung am Kollektor in unserem Beispiel auf den
Wert von —24 Volt, wodurch über dem Kondensator 12 das Basispotential des Transistors 13 angehoben
wird und dieser Strom zu führen beginnt. Durch diesen Stromstoß wird das Relais 14 betätigt, welches
wiederum auf einen Auswurfmagneten wirkt, der den unzureichend vorausgebrannten Kondensator aussortiert.
Nach Abklingen des durch den Spannungsstoß hervorgerufenen Stromstoßes erreicht die Spannung
an der Basis des Transistors 10 wieder ihren alten Wert. .
Die Empfindlichkeit der gesamten Sortiereinrichtung wird mit einem Potentiometer 8 eingestellt. Dadurch
kann man die Höhe des Spannungsimpulses Un festlegen, bei dem das Relais den Auswurfmagneten
betätigen soll.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnung kann man ebenfalls elektrische Kondensatoren aussortieren,
bei denen infolge von durchgehenden Längskratzern, zu geringen Freirandes an den Stirnseiten des
Wickelkörpers oder aus sonstigen Gründen Überschläge stattfinden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Aussortieren von elektrischen Kondensatoren, bei der die Kondensatoren
von einer Prüfspannungsquelle über einen Ladewiderstand
aufgeladen werden und bei der ein bei defekten Kondensatoren auftretender Kurzschlußstrom
eine Auswurfvorrichtung betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer
dem Prüfling parallelgeschalteten Kapazität (2) ein Gleichrichterelement (6) mit Durchlaßrichtung
für den Ladestrom und vernachlässigbar kleinem Durchlaßwiderstand gegenüber dem Ladewiderstand (5) in Reihe geschaltet ist und
daß der an dem Gleichrichterelement bei einem Regenerierstoß auftretende Spannungsimpuls
über eine Verlängerungsschaltung am Auswurfrelais (14) liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsschaltung ein
monostabiler Multivibrator ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit
der gesamten Aussortiervorrichtung durch ein Potentiometer 8 am Eingang der Verlängerungsschaltung einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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