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DE1461239C - Vorrichtung zum Schneiden von bahnformi gem Material - Google Patents

Vorrichtung zum Schneiden von bahnformi gem Material

Info

Publication number
DE1461239C
DE1461239C DE1461239C DE 1461239 C DE1461239 C DE 1461239C DE 1461239 C DE1461239 C DE 1461239C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
web
cutting
movement
roll
roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Joseph Henri Alfred Sudbury Wembly Serge Lagesse (Großbritannien)
Original Assignee
Tape Engineering Ltd , London
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von bahnförmigem Material, insbesondere Verpackungsmaterial, mit einem Schlitten, der von einer Seitenkante der Bahn zur anderen Seitenkante bewegbar ist und sowohl eine Schneidvorrichtung als auch eine Vorrichtung zum Pressen der Bahn gegen eine Unterlage aufweist.
Durch die deutsche Gebrauchsmusterschrift 1697 764 ist eine Papierschneidvorrichtung bekannt, bei der das zu schneidende Papier über ein Schlitzrohr gelegt wird. In dem Schlitzrohr ist über Seilzug ein Messerhalter geführt, der somit von einer Seitenkante der Papierbahn zur anderen Seitenkante bewegbar ist. Der Messerhalter trägt eine Schneidvorrichtung in Gestalt eines Messers sowie zwei Anpreßrollen, die kurz vor der Messerklinge das zu schneidende Papier erfassen und es stramm gegen das Schlitzrohr drücken, so daß das nachfolgende Messer das derart vorgespannte Papier schneiden kann.
Mit dieser bekannten Vorrichtung wird also lediglich ein Schneiden des bahnförmigen Materials bezweckt, wobei zur Erleichterung des Schneidvorganges das Material während des Schneidvorganges gespannt wird.
Häufig ist es erwünscht, eines der durch den Schneidvorgang erhaltenen Bahnenden- auf einer Fläche festzulegen. Dieses Festlegen wird normalerweise von Hand in einem getrennten Arbeitsgang zu einem geeigneten, später liegenden Zeitpunkt durchgeführt, wobei im allgemeinen Klebstoff verwendet wird.
Die deutsche Patentschrift 496 709 zeigt diesbezüglich eine Querschneidevorrichtung für Papierbahnen, bei der das Papier zunächst über einen Tisch gezogen und alsdann ein Schlitten über das Papier bewegt wird. Hierdurch wird eine Feder gespannt, die einem mit dem Schlitten beweglichen Messer eine Vorspannung verleiht. Beim Bewegen des Schlittens quer über die Papierbahn in Arbeitsstellung wird gleichzeitig eine Leimleiste mit Klebstoff versehen, die anschließend auf das Papier niedergedrückt wird. In einem weiteren Arbeitsschritt wird das Messer ausgelöst, so daß es die Papierbahn trennt. Schließlich wird die Leimleiste freigegeben, worauf sie anhebt und der Schlitten wieder in seine Ausgangslage zurückgeschoben wird. Diese Patentschrift beschreibt also eine mit einem Schlitten mit einer Schneidvorrichtung zusammenarbeitende, von oben wirkende Andrückvorrichtung. Dabei ist das beim Durchschneiden entstandene freie Bahnende mit einem Leimstreifen versehen. Will man mit diesem Leimstreifen ein weiteres Bahnende verbinden, so ist hierzu ein weiterer Arbeitsgang notwendig.
Die USA.-Patentschrift 2149 944 zeigt ferner eine Verbindungseinrichtung für eine Verpackungsmaschine, bei der das verpackte Stück anschließend mit einem Siegelstreifen versehen wird. Dabei wird von unten gegen das verpackte Stück, das bereits einen Siegelstreifen trägt, gedrückt, so daß die Verbindung entsteht.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Schneiden und Festlegen von bahnförmigem Material vorzuschlagen, bei der beide Vorgänge in einem Arbeitsgang erfolgen können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zum Schneiden und Festlegen der Bahn die Preßvorrichtung, die auch eine Festlegungsvorrichtung aufweist, derart an dem Schlitten angeordnet ist, daß sie das beim Durchschneiden entstandene festzulegende Ende der Bahn gegen eine unter der Bahn befindliche Fläche drückt.
Das Schneiden und Festlegen des bahnförmigen Materials wird also hierbei in einem Arbeitsgang durchgeführt, weil sowohl die Schneidvorrichtung wie auch die Festlegungsvorrichtung am Schlitten montiert und gleichzeitig über die Bahn geführt werden. Hiermit ist der weitere Vorteil verbunden, daß während des Schneidens und Festlegens in der Bahn kontinuierlich eine Spannung aufrechterhalten bleibt, so daß das Festlegen besonders wirkungsvoll unter dieser Spannung durchgeführt werden kann. Es ist also nicht notwendig, diese Spannung in einer getrennten Festlegungsvorrichtung wieder aufzubauen, nachdem sie durch das Schneiden verlorengegangen ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann zusammen mit den verschiedensten Maschinentypen verwendet werden. Dies kann beispielsweise eine Maschine sein, in der die Materialbahn hergestellt wird,, z. B. durch Weben von Naturfäden oder synthetischen Fäden, in Papiermühlen oder in Maschinen, die Bögen oder Bahnen aus Kunststoff herstellen, oder auch bei Einwickelmaschinen. Ferner bei Maschinen, in .der die erzeugte Materialbahn auf einen Wickelhalter zu einer zylindrischen oder abgeflachten Rolle aufgewickelt wird. Mit besonderem Vorteil wird die Vorrichtung bei einer Einwickelmaschine verwendet, wobei dann beispielsweise die Materialbahn so um die Umfangsfiäche des zu verpackenden Gegenstandes gewickelt wird, daß der vom Wickelvorrat kommende Abschnitt der Bahn das freie Ende der Bahn überlagert. Auch kann das Festlegen der Bahnenden durch Anwendung von Hitze erfolgen, beispielsweise, falls die Bahn aus thermoplastischem Material besteht.
Die Schneidvorrichtung und die Festlegungsvorrichtung sind an einem Träger gelagert, welcher auf dem Hauptkörper des Schlittens bewegbar vorgesehen ist und einen Taster trägt, der durch Anlage gegen die Bahn den Träger bewegt und die Schneid- und Festlegüngsvorrichtung in ihre Arbeitsstellungen einstellt.
Auch kann der Träger ein unter die Materialbahn greifendes Glied als Widerlager für die Schneideinrichtung aufweisen.
Der Träger kann eine Ablenkfläche besitzen, die der Schneidvorrichtung während der Querbewegung folgt und das Ende der durchtrennten Materialbahn ablenkt. Hierdurch wird verhindert, daß das gerade abgetrennte Ende mit dem Schlitten in Berührung gerät.
Das Festlegen des beim Durchschneiden entstandenen Endes der Bahn kann auf verschiedene Weise erfolgen. Beispielsweise kann hierzu ein Klebestreifen verwendet werden. In diesem Fall ist auf dem Schlitten mit Vorteil ein Greifer für diesen Klebestreifen angeordnet.
Ferner kann auf dem Schlitten eine Klebe- bzw. Befeuchtungsvorrichtung angeordnet sein. Zur Speisung der Befeuchtungsvorrichtung mit Befeuchtungsflüssigkeit ist dabei mit Vorteil auf dem Schlitten ein geschlossener Tank mit einer derartigen Flüssigkeit angebracht.
In einer Verpackungsmaschine ist die Schneid- und Festlegungsvorrichtung in vorteilhafter Weise derart
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angeordnet, daß das festzulegende Ende der Bahn ge- Teil B ist bewegbar, und der obere Teil B1 ist fest-
gen das andere Bahnende überlappend andrückbar stehend angebracht. Die Rolle A wird durch Berüh-
ist. Hierdurch wird erreicht, daß die Verpackung in rung der Vorderfläche des zurückziehbaren Kopfes D
einem Arbeitsgang abgeschnitten und festgelegt wird. in einer Meßstellung festgehalten, wobei durch die
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von 5 Berührung eine Auslösevorrichtung (nicht gezeigt) Ausführungsbeispielen, die die Verwendung der Vor- betätigt wird, die die Meßvorrichtung einschaltet,
richtung nach der Erfindung bei Einwickelmaschinen Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Auszeigen, näher erläutert. führung der Meß vorrichtung; in dem erläuterten
Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausfüh- Beispiel besteht sie aus einer Tastplatte C, die par-
rungsbeispiele beschränkt. Es zeigen io allel zur schrägen Rampe B, Bl angeordnet und von
F i g. 1 und 2 eine Seitenansicht einer Ausführungs- einem Luftdruckzylinder C1 im rechten Winkel zu form einer Vorrichtung nach der Erfindung an einer dieser bewegbar ist, derart, daß sie sich der Ober-Einwickelmaschine, wobei die einzelnen Teile in fläche der Rolle A anlegt und deren Durchmesser zwei verschiedenen Arbeitsstellungen gezeigt sind, mißt. Die Meß vorrichtung betätigt eine bei Cl ange-
F i g. 3 und 4 die Maschine nach F i g. 1 und 2 im 15 zeigte pneumatische Steuervorrichtung, die die EinGrundriß bzw. in Vorderansicht, Stellung verschiedener Teile der Maschine entspre-
F i g. 5 bis 7 eine weitere bevorzugte Ausführungs- chend dem Rollendurchmesser steuert. Es kann hierform in Seitenansicht, Rückansicht bzw. im Grund- zu jegliche bekannte Art Luftdrucksteuerung verwenriß, det werden, die geeignet ist, eine Steuerung in Uber-
F i g. 8 eine zweckmäßige Anordnung der Befeuch- 20 einstimmung mit dem Bewegungsausmaß eines Be-
tungsanlage, die in der Ausführungsform nach F i g. 5 tätigungselementes auszuüben,
bis 7 verwendet wird, Der senkrechte Schacht hat zwei senkrechte Wände
Fig. 9 bis 12 Abänderungen der Anordnungen E3, EA, die auf entgegengesetzten Seiten gleich weit
nach F i g. 1 bis 8 und ^ von einer senkrechten Bezugsebene E entfernt sind,
Fig. 13 bis 15 drei weitere Ausführungsformen 25 derart, daß der Schacht unterhalb der vorgerückten
einer Vorrichtung nach der Erfindung." - . Stellung des zurückziehbaren Kopfes liegt. Diese
Die Einzelheiten der in den F i g. 1 und 2 gezeigten Wände £3, E 4 befinden sich normalerweise in Einwickelmaschine sind nicht Gegenstand der vor- einem Abstand voneinander, der gleich dem Durchliegenden Erfindung. Im folgenden wird zunächst die messer der kleinsten Rollengröße des gegebenen allgemeine Anordnung einer derartigen Maschine be- 30 Größenbereiches ist, und werden in der weiter unten schrieben. beschriebenen Weise pneumatisch so gesteuert, daß
Die Maschine besitzt folgende Hauptteile: Eine ge- der Abstand zwischen ihnen dem tatsächlichen neigte Rampe, auf der die einzuwickelnde Rolle nach Durchmesser der einzuwickelnden Rolle A entspricht, unten in eine Meßstellung läuft; einen zurückzieh- Der untere Teil B der schrägen Rampe ist parallel baren Kopf, der normalerweise eine vorgerückte Stel- 35 zur Schrägung der Rampe bewegbar und nimmt bei lung einnimmt, in der seine vordere Fläche neben ihrer Bewegung die innere, senkrechte Wand E3 mit; dem unteren Ende der Rampe liegt und danach die diese Anordnung ist so vorgesehen, daß die horizon-Rolle in der Meßstellung festhält, wobei die Schneid- tale Komponente einer derartigen Schrägbewegung und Halteeinheit innerhalb des zurückziehbaren der horizontalen Bewegung der äußeren, senkrechten Kopfes untergebracht ist; eine Meß vorrichtung zum 40 Wand E 4 gleich und entgegengesetzt ist; das bewirkt, Messen des Rollendurchmessers; eine Vorratstrom- daß die beiden Wände in horizontaler Richtung stets mel, aus der eine Papierbahn oder sonstiges Einwik- und in allen Einstellungen gleich weit von der senkkelmaterial über den zurückziehbaren Kopf gezogen rechten Bezugsebene E entfernt sind,
wird; eine unterhalb des unteren Endes der schrägen Diese und weitere Einstellbewegungen in Überein-Rampe befindliche Klemmvorrichtung, die dazu dient, 45 Stimmung mit dem Rollendurchmesser werden verdas freie Ende der Einwickelbahn festzuhalten; einen mittels einer Steuerstange F ausgeführt, die quer über senkrechten Schacht, dessen Wände dem Rollen- den Boden der Maschine und parallel zur Achse der durchmesser entsprechend verstellbar sind und in Rolle A und zur Bezugsebene E liegt und rechtwinkdem die Umwicklung der Rolle ausgeführt wird; eine lieh zur Bezugsebene horizontal bewegbar ist vermit-Stoppvorrichtung, welche die Rolle ihrem Durchmes- 50 tels eines pneumatischen Kolbens Fl, der von der ser entsprechend in Einwickelstellung im Schacht Drucksteuervorrichtung Cl gesteuert wird und wohält, und zwar unterhalb der vorgerückten Stellung bei diese Bewegung geführt wird von linearen Kugeides zurückziehbaren Kopfes; einen Übertragungs- lagern, die bei F4 schematisch dargestellt sind. Diese mechanismus, der von der Meßvorrichtung entspre- Steuerstange F ist durch eine Parallelführung Fl mit chend dem Durchmesser der Rolle eingestellt wird 55 dem unteren Teil B der schrägen Rampe und mit der und dadurch die Stoppvorrichtung in die richtige inneren, senkrechten Wand £3 verbunden und be-Stellung bringt, in der sie die Rolle in Einwickelstel- wirkt, daß diese sich an feststehenden Führungslung abstoppt und der darauf folgend die Stoppvor- schienen Bl entlang in ihre Arbeitsstellungen bewerichtung in eine Stellung bewegt, in der sie die Rolle gen. Zur gleichen Zeit bewegt der Kolben Fl die in einer zweiten Stellung abstoppt, in welcher bei- 60 äußere senkrechte Wand E 4 in horizontaler Richspielsweise die Enden der Rolle eingewickelt werden tung, und zwar über eine Parallelführung F3, und die können. Bewegung wird von linear angeordneten Kugellagern,
Eine einzuwickelnde Rolle A, von beliebigem bei E 5 schema tisch dargestellt, geführt.
Durchmesser innerhalb festgesetzter Grenzen (F i g. 1 Die Steuerstange F betätigt auch den Übertra-
zeigt in gestrichelten Linien die kleinste und die 65 gungsmechanismus in Übereinstimmung mit dem
größte Größe bei A1 bzw. A 2), wird über die schräge Rollendurchmesser. Zu diesem Zweck trägt die
Rampe nach unten und in die Maschine geleitet; die Steuerstange zwei mit Abstand voneinander angeord-
Rampe besteht aus zwei Teilen B und Bl, der untere nete, gleichartige Nocken F 5, die zusammen das an
späterer Stelle zu besprechende Auflager bilden. An der Steuerstange F ist weiterhin ein Block F 6 befestigt, an dem das eine Ende eines Druckzylinders Fl (der »Auslöse-Zylinder«) drehbar angebracht ist, dessen Kolbenstange F 8 mit dem unteren Ende eines Armes Gl einer Kurbelschiene G, Gl mit einem Drehgelenk G 2, drehbar verbunden ist. Der andere Arm G der Kurbelschiene stellt den Ubertragungsarm dar, der an seinem freien Ende eine horizontale Welle trägt, auf denen Rollen G 5 angebracht sind, die die Stoppvorrichtung zum Einstellen der Rolle A in dem senkrechten Schacht bilden.
Die Steuerstange F nimmt normalerweise eine Stellung ein, die in horizontaler Richtung um die Hälfte des Durchmessers der kleinsten Rollengröße A1 des gegebenen Bereichs von einem Nullpunkt (bei F 9 dargestellt) entfernt ist und durch den Kolben F 2 in eine Stellung bewegt wird, in der sie um den halben Durchmesser der tatsächlich einzuwickelnden Rolle A von der Nullstelle F 9 entfernt ist. In diesem Stadium ist der Auslösezylinder Fl mit Druckluft beschickt, so daß zwischen dem Zylinder F 7 und seiner Kolbenstange F8 eine Relativbewegung erfolgt und die Bewegung der Steuerstange deshalb direkt auf den Kurbelarm Gl übertragen Wird, der halb so lang ist wie der Übertragungsarm G. Da die -Stoppvorrichtung normalerweise in einem dem Durchmesser der kleinsten Rolle Al gleichen Abstand unterhalb einer fixierten Bezugslinie El in der Bezugsebene E liegt, veranlaßt die Bewegung der Steuerstange F die Stoppvorrichtung, sich nach unten in eine Stellung zu bewegen, deren Abstand von der fixierten Bezugslinie El dem Durchmesser der tatsächlich einzuwickelnden Rolle gleicht. Der Übertragungsarm hat eine beträchtliche Länge, so daß der einen Bogen beschreibende Weg der Stoppvorrichtung G 5 nur ganz geringfügig von der Bezugsebene E abweicht.
F i g. 1 zeigt die Teile in ihrer normalen Ruhestellung, in der der zurückziehbare Kopf D seine vorgerückte Stellung über dem senkrechten Schacht E 3, E 4 einnimmt und in der eine in die Maschine geleitete Rolle A gerade in der Meßstellung bei der Vorderseite des zurückziehbaren Kopfes D angehalten worden ist und zur Messung durch die Meßvorrichtung C, Cl bereitliegt. In diesem Stadium ist das freie Ende einer Bahn H aus Einwickelmaterial eingeklemmt in einer Klemmvorrichtung B 3, B 4, die unterhalb des unteren Teiles B der schrägen Rampe angeordnet ist und von einem pneumatischen Zylinder BS betätigt wird; die Materialbahn H verläuft dabei von der Klemmvorrichtung B 3, B 4 über die Vorderfläche des zurückziehbaren Kopfes D und über feststehende Führungsrollen Hl, H 2, H 4 und eine verstellbare Nachspannrolle H 3 (zwischen den Rollen H2 und H4) zu einer Vorratstrommel H5. Zweck der Nachspannwalze H 3 ist es,· den Durchhang der Materialbahn H aufzunehmen, wenn der zurückziehbare Kopf D aus seiner vorgerückten Stellung zurückgezogen wird.
Sind die verschiedenen Teile der Maschine alle dem Durchmesser der ankommenden Packrolle A angepaßt, so wird eine (nicht gezeigte) Auslösevorrichtung betätigt, die einen zweiten Druckkolben Dl in Gang setzt; dieser Kolben Dl bewirkt, daß der zurückziehbare Kopf D horizontal aus seiner normalen, vorgerückten Stellung herausgezogen wird. Dieser Vorgang gibt die Rolle A frei, die sich nun vorwärts auf ihre Einwickelstellung zu bewegen kann; er zieht aber zugleich die Bahn H aus Einwickelmaterial quer über den Weg der Rolle A, so daß sie das Einwickelmaterial mit sich zieht. Diese weitere Bewegung der Rolle A wird von der Stoppvorrichtung G 5 angehalten, wenn die Rolle A in Einwickelstellung ist; und in diesem Stadium verläuft die Bahn H von der Klemmvorrichtung B 3, B 4 aus an der inneren, senkrechten Wand E 3 entlang nach unten und dicht um die untere Hälfte des Umfanges der Rolle A herum, von
ίο dort aus an der äußeren, senkrechten Wand E 4 entlang nach oben und über die Vorderfläche des Kopfes D, der in zurückgezogener Stellung steht, zur Vorratstrommel. An dem Kopf D befindet sich ein Vorsprung D 2, der eine von der äußeren, senkrechten Wand E 4 getragene Auslösevorrichtung E 6 trifft. Diese Auslösevorrichtung bewirkt ein Anhalten der Zurückziehbewegung des Kopfes D (wenn die Vorderfläche des Kopfes sich etwa oberhalb der äußeren, senkrechten Wand £4 befindet) und die sofortige Einleitung der Rückkehrbewegung des Kopfes D auf seine vorgerückte Stellung zu.
Die Auslösevorrichtung E 6 veranlaßt auch den Zylinder B 5, die Klemmvorrichtung B 3, B 4 zu öffnen, und betätigt einen weiteren pneumatischen Zylinder B 6, der bewirkt, daß zwei Falzfinger B 7 sich in Längsrichtung bewegen derart, daß diese Finger (und die Faltstange) sich an das gelöste Ende der Einwik-
" kelmaterialbahn H anlegen und es dicht um die obere Hälfte der Oberfläche der Rolle A herumlegen. Der bewegbare Kopf D hat sich währendessen auf seine vorgerückte Stellung zu bewegt und dabei die Bahn H um die restliche Umfangsfläche der Rolle A herumgelegt, so daß zuletzt die Bahn ihre freies Ende überlagert und dieses dicht an die Rollenoberfläche angedrückt festhält. Wenn der Kopf D seine vorgerückte Stellung erreicht, verursacht eine (nicht gezeigte) Auslösevorrichtung die Zurückziehung der Faltfinger F 7 und betätigt außerdem einen oben auf dem Kopf D befindlichen Bügel D 3, der die Bahn H gegen die zurückziehende Wirkung der Nachspannwalze H 3 festhält, wenn sie anschließend von der Schneidvorrichtung abgeschnitten wird; auf diese Weise wird die Bahn H zur Unterstützung des Schneidevorganges in gespanntem Zustand gehalten.
Die verschiedenen Teile der Maschine haben nun die in F i g. 2 dargestellten Stellungen erreicht und sind vorbereitet für die Arbeit der Schneid- und Haltevorrichtung gemäß der Erfindung, die die Materialbahn H (wie weiter unten beschrieben werden wird) abschneidet und einen Klebestreifen auf die übereinandergreifenden Enden des Einwickelmaterials aufbringt, so daß die Umhüllung der Umfangsfläche der Rolle fest verschlossen wird. Es ist zweckmäßig, vor der Beschreibung der Arbeit der Schneid- und Haltevorrichtung gemäß der Erfindung die weiteren Stadien zu erwähnen, die den Arbeitszyklus der Maschine nach Ausführung der Schneide- und Haltearbeit vollenden.
Nach Beendigung der Schneid- und Haltevorgänge bewirkt eine weitere Auslösevorrichtung, daß die Druckluft aus dem Auslösezylinder F 7 abgeblasen wird; dadurch wird die Stoppvorrichtung G 5 ausgerückt (während die übrigen Maschinenteile noch dem Rollendurchmesser entsprechend eingestellt bleiben), so daß die eingewickelte Rolle A im Schacht E 3, E 4 nach unten fällt, bis sie beim Auf treffen der Stoppvorrichtung G 5 auf das von den beiden Nocken F 5 gebildete Auflager zur Ruhe kommt. Form und
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Stellung dieser Auflagernocken sind so gewählt, daß der Materialbahn drücken; die Leerbewegung wird die Stoppvorrichtung G 5, wenn sie auf ihnen auf- zum Abziehen des Klebstreifens L von der Vorratsliegt (wie in Fig. 2 gezeigt), die Rollet so hält, daß spuleLl nutzbar gemacht, während das Messer und ihre Achse genau auf einer fixierten Bezugslinie E 2 die Rollen bei dieser Bewegung angehoben sind, um in der Bezugsebene E zentriert liegt und für einen 5 die Materialbahn nicht zu berühren,
weiteren Arbeitsvorgang bereit ist. Nach Vollendung Zu diesem Zweck sind die Messer, in Form einer eines derartigen, weiteren Arbeitsganges wird eine schräggestellten Messerklinge M, und die Rollen M1 schwenkbare Klappe El, die den unteren Teil der auf einem Rahmenwerk M2 angebracht, welches von inneren, senkrechten Wand W 3 darstellt, freigegeben, dem einen Arm M 3 eines Winkelhebels M 3, M 4 geso daß die Rolle auf eine Auflauf rutsche E 8 fallen io tragen wird, der drehbar an dem Schlitten/ befestigt und aus der Maschine herausgeführt werden kann. ist. Das RahmenwerkM2 trägt ferner die bewegliche Diese Abschlußbewegung der Rolle A betätigt eine Backe MS einer Klemmvorrichtung, deren festweitere (nicht gezeigte) Auslösevorrichtung, die be- stehende Backe72 auf dem Schlitten/ befestigt ist. wirkt, daß die pneumatische Steuerung C 2 die ver- Der Kurbelarm M 3, M 4 wird von einer Schnappschiedenen Teile der Maschine, die auf den Rollen- 15 feder/3 gesteuert, die am Schlitten/ verankert ist, j durchmesser eingestellt wurden, wieder in ihre Nor- so daß während der Leerbewegung die beiden Backen ■ malstellung zurückführt, so daß sie für das Ein- M5, /2 (Fig. 4) fest zusammengehalten werden und ! wickeln der nächsten Rolle bereit sind; im letzten dabei den Klebstreifen L einklemmen, wobei das ' Arbeitsvorgang dieses Zyklus ergreift die Klemm- Rahmenwerk M 2 sich in seiner angehobenen Stellung j vorrichtung B 3, B 4 unter der schrägen Rampe B, Bl 20 befindet. Am Ende der Leerbewegung trifft der das neue, freie Ende der Bahn, und der Bügel D 3, Kurbelarm M4 auf einen Anschlag D 4 am Kopf D r oben auf dem zurückziehbaren Kopf D, wird wieder und wird dadurch um seinen Drehpunkt geschwenkt, gelöst. so daß die Schnappfeder/3 ihn an einen am Schlit-Was nun die Schneid- und Haltevorrichtung an- ten befindlichen Anschlag/4 anlegt, woraufhin er belangt, die in F i g. 2 bis 4 dargestellt ist, so ist diese 25 das Rahmenwerk M 2 während der ganzen nachvollständige Einheit in dem zurückziehbaren Kopf D folgenden Arbeitsbewegung des Schlittens in gesenkuntergebracht und nimmt an dessen Zurückzieh- und ter Stellung hält, wobei die Klemme MS, J2 gelöst Kehrtbewegungen teil. Die Hauptteile der Einheit, ein wird. Die Berührung von Kurbelarm M 4 und An-Messer und Rollen zum Aufdrücken des Klebestrei- schlag D 4 betätigt ferner eine Auslösevorrichtung, fens auf die umwickelte Oberfläche der Rollet, sind 30 die den ZylinderK steuert, wodurch der Schlitten/ auf einem bewegbaren Schlitten/ gelagert, der auf angehalten und seine zurückgehende Arbeitsbewelängs Kopf D angebrachter Führungen/1 von jen- gung sofort eingeleitet wird. Fig. 3 und 4 zeigen die seits der einen Seitenkante der Bahn H quer über Teile in dieser Stellung, d. h. zu Beginn der Arbeitsdiese hinweg bis jenseits der anderen Seitenkante bewegung. Das Senken des Rahmenwerks M 2 führt verfahrbar ist. Diese Querbewegung des Schlittens/ 35 ein Reaktionselement M6 gerade eben unter die wird durch einen doppeltwirkenden pneumatischen Ebene der Materialbahn H, so daß die Messer-Zytinder K bewirkt, dessen Kolbenstange Kl aus klinge M, die mit diesem Element zusammenarbeitet, beiden Stirnseiten des Zylinders herausragt, und an der Kante der Bahn angreift und diese im weizwar vermittels zweier Schnüre K2, die über Schei- teren Verlauf der Arbeitsbewegung durchschneidet, ben lauf en und mit dem jeweiligen Ende des Schiit- 40 Das Element M 6 besitzt eine profilierte, rückwärtige tens/ verbunden sind. Damit der Kolbenhub des VerlängerungM7, die als Ablenkfläche dazu dient, Zylinders K im Verhältnis zu dem langen Laufweg eines der getrennten Bahnenden (dasjenige, das an des Schlittens klein gehalten wird, sind die Scheiben dem von der Vorratstrommel kommenden Abschnitt so angeordnet, daß sie den Antrieb entsprechend, der Bahn sitzt) nach oben und aus dem Weg der z.B. 4:1, vervielfachen. Zu diesem Zweck ist jede 45 RollenMl, die dem MesserM folgen, abzulenken. Schnur K2 an einem Bügel K3 auf dem Kopf D ver- Der Klebstreifen L läuft über die bewegliche, untere ankert und läuft nacheinander über vier Scheiben, Backe M 5 der Klemme und wird von einem Rollenvon denen zwei K4 auf dem Bügel K3 und die bei- paar M8 am hinteren Ende dieser Backe nach unten den anderen KS auf der Kolbenstange Kl ange- abgelenkt, derart, daß er unter den Verschluß-Hauptbracht sind, und schließlich über eine weitere Scheibe 50 rollen Ml durchläuft, die durch Federdruck nach K6 auf dem Kopf D. unten gedrückt werden. In dieser Weise wird bewirkt, Der Klebstreifen L wird von einer Vorratsspule L1 daß die Verschlußrollen Ml, die einander leicht zuabgezogen, die auf einem von einem oberen Ende geneigt sind, damit sie gut auf der gebogenen Oberdes Kopfes D ausgehenden Bügel gelagert ist, läuft fläche der Packrolle A anliegen, den Klebstreifen L dann über eine oder mehrere Leitrollen L 2 am 55 fest über die einander überlagernden Enden der um Kopf D und weiter an einer Befeuchtungsanlage L 3 die Rolle A herumgelegten Materialbahn H drücken, vorbei zum Schlitten /. Der Schlitten / befindet sich wobei sich dieser Vorgang progressiv über die ganze normalerweise am Ende des zurückziehbaren Breite der Bahn fortsetzt, und zwar sofort nach Kopfes D neben der Klebstreifenspule L und macht Durchschneiden der Bahn H. Am Ende der Arbeitsnach Aktivierung der Schneid- und Halteeinheit zu- 60 bewegung trifft der Kurbelarm M 4 einen weiteren erst eine Leerbewegung zum anderen Ende des Anschlag D 5 auf dem Kopf D und bewirkt dadurch, Kopfes D und dann nach Richtungsumkehr eine daß der Winkelhebel das Rahmenwerk M 2 anhebt, Arbeitsbewegung zurück in seine Ruhestellung. Auf wodurch die Klemme den Klebstreifen L wieder erdiese Weise vollzieht sich die Arbeitsbewegung immer faßt. Ferner wird dadurch eine Auslösevorrichtung in der gleichen Richtung quer über die Breite der 65 für den pneumatischen Zylinder K betätigt, um den Packmaterialbahn H, wobei das Messer vor den Schlitten / anzuhalten, sowie ein weiterer pneumati-Druckrollen angeordnet ist, die den Klebstreifen wäh- scher Zylinder D 6 auf dem Kopf D für ein Messer rend der Arbeitsbewegung auf die Verbindungsstelle Dl, das den Klebestreifen kurz hinter den Halte-
rollen Ml abtrennt. Diese Auslösevorrichtung dient außerdem zur Betätigung des Auslösezylinders Fl der Förderanlage, wodurch die Packrolle A (deren periphere Umhüllung verschlossen ist) in ihre zweite Arbeitsstellung bewegt wird, in der ihre Stirnseiten verpackt werden können.
F i g. 5 bis 7 zeigen eine weitere, bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schneid- und Halteeinheit. Diese unterscheidet sich von der oben beschriebenen hauptsächlich darin, daß der Schlitten sich in seiner Ruhestellung an dem von der Klebstreifen-Vorratsspule entfernten Ende des zurückziehbaren Kopfes befindet, so daß die Einheit ihre Arbeitsbewegung sofort ausführt, nachdem sie nach beendetem Umwickeln der Rollenumfangsfläche betätigt wird, wobei die Leerbewegung nach Beendigung der Arbeitsbewegung stattfindet, während die Rolle in ihre zweite Arbeitsstellung fällt.
Der Schlitten / läuft hierbei mit Rollen /5 auf Führungsschienen D 8, die am Oberteil des Kopfes D aufgehängt sind, und wird über Schnüre K2 von dem pneumatischen Zylinder K angetrieben, wie in der vorigen Ausführungsform. Das Rahmenwerk JV ist in diesem Fall durch Parallellenker/6 am Schlitten/ aufgehängt, und seine untere Stellung wird von einem verstellbaren Anschlag/7 bestimmt. Das Rahmenwerk JV nimmt diese untere Stellung während der Leerbewegung des Schlittens ein, da bei dieser Anordnung sein Weg bei dieser Bewegung nicht von der Rolle gestört wird. Das Rahmenwerk JV wird vor seiner Arbeitsbewegung in seine angehobene Stellung bewegt, und zwar mittels eines nach vorn ragenden Tasters JVl am Rahmenwerk, welcher während der Rückkehr des Kopfes D in seine vorgerückte Stellung auf der umwickelten Oberfläche der Rolle entlangläuft.
Der Klebstreifen wird, wie beim vorigen Ausführungsbeispiel, während der Leerbewegung von der VorratsspuleLl abgezogen, doch ist in diesem Fall die Befeuchtungsanlage am Rahmenwerk N angebracht, so daß der Klebstreifen, unmittelbar bevor er auf das Einwickelmaterial auf der Rolle A gedrückt wird, angefeuchtet wird. Die Klemme zum Erfassen des Klebestreifens L ist in ihrer Gesamtheit am Rahmenwerk N angebracht, wobei die eine Backe N 3 am Oberteil des Rahmenwerks befestigt ist, während die andere Backe N 4 auf dem einen Arm N 5 eines schwenkbar am Rahmen gelagerten Winkelhebels NS, N6 angebracht ist. Der andere Arm JV 6 dieses Hebels trägt eine bewegbare Rolle NT. In der normalen Ruhestellung wird diese Rolle N 7 in einer Hochstellung gehalten, wobei die Klemme N 3, N 4 geschlossen gehalten wird, und zwar gemeinsam von einer Feder N 8 und dem Gewicht einer weiteren, über einen Hebel Af 10 wirkenden Rolle JV 9. Kurz nach Beginn der Arbeitsbewegung trifft diese Rolle N 9 die Kante der Einwickelmaterialbahn und wird dadurch angehoben; auf diese Weise wird die Rolle JV 7, deren Gewicht größer ist als die Kraft der Feder JV 8, freigegeben, so daß die Klemme JV 3, JV 4 geöffnet wird. Der Klebstreifen L (der Einfachheit halber in der Zeichnung weggelassen) verläuft von seiner Vorratsspule Ll über Führungsrollen zur Klemme JV 3, N 4 und von da aus um eine Leitrolle JVIl, auf dem Rahmenwerk JV herum zurück und um die bewegbare Rolle JV 7 herum unter die Rolle JV 9, die ihn oben auf das Einwickelmaterial drückt, und von da aus an einem Paar schräggestellter Rollen JV12 vorbei, von denen der Klebstreifen vollends auf das auf der Rolle A befindliche Einwickelmaterial aufgedrückt wird. Die Abwärtsbewegung der Rolle JV 7 drückt den Klebstreifen gegen die Befeuchtungsanlage JV 2. Vorzugsweise wird ein Mittel vorgesehen (z. B. Dorne oder ein Saugnäpfchen), das am zurückziehbaren Kopf D angebracht ist und dazu dient, das freie Ende des Klebstreifens während der Arbeitsbewegung zu halten.
ίο In der in F i g. 5 bis 7 gezeigten Ausführungsform wird anstatt der Messerklinge M des ersten Beispiels ein umlaufendes Messer verwendet. Die Welle JV13 dieses Messers JV14 ist an dem Taster JVl angebracht und wird über ein Kettenradvorgelege 78 von einem auf dem Schlitten 7 angebrachten Ritzel /9 angetrieben; dieses Ritzel kämmt mit einer Zahnstange D10, die am zurückziehbaren Kopf D angebracht ist, so daß das Messer JV14 von der Arbeitsbewegung des Schlittens 7 selbst angetrieben wird. Ein Widerlager JV15 für das Messer JV14 greift unter die Einwickelmaterialbahn und trägt außerdem eine Ablenkfläche JV16, die dazu dient, das Schnittende der Bahn von den Rollen JV 9, JV12 fernzuhalten, die den Klebstreifen auf die übereinandergreifenden Ränder der Bahn auf der Rolle A aufdrücken.
Am Ende der Arbeitsbewegung, wenn die schwenkbare Rolle JV 9 die Kante der Einwickelmaterialbahn verläßt, wird die Klemme JV 3, JV 4 wieder betätigt, so daß sie den Klebstreifen faßt, wobei die Befeuchtungsanlage ihre Tätigkeit einstellt und (wie beim vorigen Beispiel) das Messer D 7 betätigt wird, um den Klebstreifen hinter den Rollen JV12 abzuschneiden; damit ist die Einheit bereit für die Leerbewegung, die sich sofort anschließt, während die Rolle A in ihre zweite Arbeitsstellung fällt.
Die Befeuchtungsanlage kann verschieden ausgeführt sein und zeigt in einer einfachen Ausführungsform (in F i g. 8 schematisch dargestellt) einen dochtartigen Streifen O aus absorbierendem Material, der aus einem Längsschlitz eines Rohres 01 ragt, dessen Innerem Flüssigkeit aus einer Vorrichtung O 2 konstanten Niveaus zugeführt wird, die aus einem Vorratstank O 3 am Rahmenwerk JV gespeist wird; auf diese Weise wird ein gleichbleibender Flüssigkeitsdruck aufrechterhalten, so daß die Befeuchtungsanlage, ungeachtet etwaiger Standänderungen im Vorratstank O 3, gleichmäßig mit Flüssigkeit gespeist wird. Statt dessen kann auch die Leitung von der Vorrichtung konstanten Niveaus zum Inneren einer drehbaren, dickwandigen Walze führen, die von einer Manschette aus absorbierendem Material umgeben ist, wobei in die Wand der Walze eine Anzahl kleiner radialer Durchlässe gebohrt ist, durch welche die Flüssigkeit zur Manschette gelangt, wenn die Walze durch Berühren mit dem Klebstreifen gedreht wird. Die vorstehenden Ausführungsformen der Schneid- und Haltevorrichtung können auf verschiedene Art und Weise abgeändert werden. So kann z. B. das umlaufende Messer JV14 in einer schrägen Ebene angebracht sein, so daß es die Materialbahn im rechten Winkel zu ihrem zwischen dem Widerlager JV15 und dem Taster JV16 gestreckten Teil, wie in Fig. 9 dargestellt, durchschneidet. Fig. 9 und 10 zeigen ferner das Messer JV14 mit einem Antrieb durch eine kleine Luftturbine P an Stelle der Antriebsübertragung vom Schlitten; dabei wird die Luft durch eine um eine Trommel F 2 gewickelte Schlauchleitung P1 der Turbine zugeleitet, wobei die Trommel am zurückzieh-
II
baren Kopf D neben dem Startpunkt der Arbeitsbeweaung des Schlittens angeordnet ist. Die Trommel P 2 rotiert gegen die Wirkung einer Spiralfeder (nicht oezeiat), vorzugsweise einer Feder mit gleichbleibender Spannung. Das Drehmesser kann eine Sägekante haben, und die Abluft aus der Luftturbine kann dicht an die Schnittstelle gelenkt werden, um zu verhindern, daß das Messer mit kleinen Stückchen des Einwickelmaterials verstopft wird. Die Luftzufuhr zur Schlauchleitung Pl erfolgt durch eine Einlaßleitung P 3, die durch eine undurchlässige Dichtung in das hohle Innere der Trommel P 2 führt, mit welchem das innere Ende der Schlauchleitung über einen Durchlaß P 4 verbunden ist.
Man hat festgestellt, daß bei einem pneumatischen Antrieb für die Querbewegungen unter Umständen Geschwindigkeitsänderungen auftreten können. Das läßt sich durch Verwendung eines hydraulischen Antriebes vermeiden oder auch, wie schematisch in Fig. 11 dargestellt, durch einen kombinierten pneumatischen und hydraulischen Antrieb. In diesem Fall wird an der Seite des pneumatischen Zylinders K ein hydraulischer Zylinder Q angeordnet, dessen Kolbenstange Ql starr mit der Kolbenstange Kl des ersteren verbunden ist. Die beiden binden des Zylinders Q sind durch eine Leitung Q 2 miteinander verbunden, die verengte Abschnitte Q 3 besitzt. Ein Flüssigkeitstank Q 4, dessen Luftraum über die Leitung Q 5 unter Druck steht, ist durch ein Rückschlagventil Q 6 mit der Leitung Q 2 verbunden, wodurch verhindert wird, daß Flüssigkeit aus dem Zylinder Q heraus in den Tank Q 4 gepreßt wird, während sichergestellt ist, daß der Zylinder Q immer vollständig mit Flüssigkeit gefüllt bleibt.
Fig. 12 zeigt eine weitere Abänderung, welche die Bewegung des Tasters Nl über die umwickelte Oberfläche der Rollet während der Vorwärtsbewegung des zurückziehbaren Kopfes D entbehrlich macht. Hier ist die Antriebsschnur Kl, die sich an dem von der Klebstreifen-Vorratsspule Ll entfernten Ende befindet, nicht am Schlitten / verankert, sondern über eine an diesem befindliche Rolle/10 geführt und neben dem Drehpunkt einer der Gelenkstangen J 6 am Rahmenwerk N verankert. Dadurch wird sichergestellt, daß das Rahmenwerk N in einer Hochstellung gehalten wird, während der Schlitten / sich in seiner normalen Ruhestellung befindet, daß es aber während der Arbeitsbewegung leicht gesenkt wird, wobei der Taster Nl dann die umwickelte Oberfläche der Rolle berührt.
Eine Schneid- und Halteeinheit nach der Erfindung läßt sich auch anders als in der oben beschriebenen Einwickelmaschine mit Vorteil verwenden. Sie kann z. B. in eine Maschine eingebaut sein, die eine Materialbahn auf einen Wickelhalter aufwickelt, wie es z. B. geschieht, wenn eine Materialbahn von der Herstellungsmaschine abgegeben wird, beispielsweise einem Webstuhl, der die Bahn aus Natur- oder Kunstfasern webt oder aus einer Strangpreßvorrichtung für Kunststoffmaterialbahnen oder aus einer Papierbahnen herstellenden Papiermühle. Die oben beschriebene Schneid- und Halteeinheit kann in einer derartigen Maschine auf verschiedene Art und Weise verwendet werden. F i g. 13 zeigt z. B. eine Einheit R, die eine Materialbahn R1 durchschneidet, nachdem sie auf einen Wickelhalter R 2 aufgewickelt worden ist, der beispielsweise einem Satz von Wickelhaltern auf einem Drehkopf R 3 angehören kann, und die dann das neue, freie Ende der auf den Halter gewickelten Bahn auf der darunterliegenden Windung festlegt, damit die Bahn sich bei nachfolgender Handhabung der fertigen Rolle nicht löst. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist in Fig. 14 angedeutet, wo die Einheit R einem leeren Wickelhalter R 2 zugeordnet ist, auf den die Bahn aufgewickelt werden soll. Wenn z. B. das Aufwickeln der Bahn auf einen Wickelhalter beendet ist, kann der Turm so betätigt
ίο werden, daß er den vollen Wickelhalter in eine Abgabestellung rückt und einen leeren Halter in die Aufwickelstellung führt, wobei die Einheit R dann dazu dient, die Bahni?l durchzuschneiden und das neue, freie Ende der ankommenden Bahn auf der Oberfläche des leeren Wickelhalters zu befestigen, damit der Aufwickelvorgang ordnungsgemäß und ohne Schlupf seitens der Bahn vor sich geht.
Allgemein gesagt, kann eine Schneid- und Halteeinheit gemäß der Erfindung nutzbringend in jeder Art von Maschine verwendet werden, in der eine Materialbahn durchschnitten und eines ihrer neuen, freien Enden festgelegt werden muß.
Wie schon erwähnt, kann eine vereinfachte Form der Schneid- und Halteeinheit als Handwerkzeug verwendet werden. Eine Ausführungsform dieser Art zeigt F i g. 15. Bei einem derartigen Handwerkzeug besteht keine Notwendigkeit für einen schwenkbar am. Schlitten angebrachten Einzelrahmen, und ein Schlitten 5 dient selber als Träger für das Messer in Form einer Messerklinge T mit einem zugeordneten Widerlager Tl, das die zu schneidende Bahn untergreift, eine Ablenkungsfläche Γ 2 sowie eine einzelne Rolle Γ 3 und ein Paar schräggestellte Rollen Γ 4 zum Aufbringen des Klebstreifens auf die durchgeschnittene Bahn. Ein Klebstreifen U wird von einer auf dem Schlitten befindlichen Vorratsspule Ul abgezogen und läuft über eine Leitrolle U2 zu einer Klemme t/3, t/4 und von dort über eine Leitrolle t/5 und eine bewegbare Rolle t/6 zu den Hauptrollen Γ 3, Γ 4. Die bewegbare Rolle U 6 wird von einem Hebel Ul getragen, an dem auch die bewegliche Backe t/3 der Klemme angebracht ist, und ist gleichzeitig mit dem Öffnen der Klemme bewegbar, derart, daß sie den Klebstreifen mit einer am Schlitten 5 befindlichen Befeuchtungseinrichtung t/8 in Berührung bringt.
Die Bewegung dieses Hebels Ul, der von einer Feder i/9 in Richtung seiner normalen Ruhestellung belastet ist (wobei die Klemme geschlossen ist und der Klebestreifen die Befeuchtungseinrichtung nicht berührt), wird durch einen selbstsperrenden Handknopf 51 gesteuert. Der Schlitten ist mit einem Handgriff 52 versehen und enthält ferner zum Durchschneiden des Klebstreifens ein von einem Handhebel 54 zu betätigendes Messer 53.
Bei der Arbeit wird die Einheit so angesetzt, daß das Widerlager Tl unter die zu schneidende Bahn und der Taster Γ5 über diese Bahn greift; die Einheit wird dann am Griff 52 quer über die Materialbahn gezogen, so daß die Messerklinge T die Bahn durchschneidet. Bei Beginn einer derartigen Schneidbewegung wird der Handknopf 51 betätigt, derart, daß er während der ganzen Arbeitsbewegung die Klemme t/3, t/4 offen und den Klebstreifen U in Berührung mit der Befeuchtungseinrichtung U8 hält. Mit fortschreitendem Durchschneiden der Bahn drükken die Rollen Γ 3, T 4 den befeuchteten Klebstreifen in der vorstehend beschriebenen Weise fest gegen die-

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