DE1457336C - Mischer - Google Patents
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft einen Mischer für körnige Schaufeln in einem im Vergleich zu den anderen
und pulvrige Stoffe, insbesondere für Baustoffe, mit Schaufeln großen Abstand zu dem in Arbeitsstellung
einem drehfesten, tellerförmigen Mischtrog, in dem schrägliegenden Trogboden angeordnet ist. Dadurch,
mehrere um die Trogachse umlaufend angetriebene, daß der Trogboden in Arbeitsstellung schräg liegt,
in etwa gleichem Winkelabstand angeordnete Misch- 5 unterstützt die Schwerkraft die Mischerwirkung, inarme
angebracht sind, an denen in verschiedenem dem das von den Mischerschaufeln an die höher geradialem
Abstand von der Trogachse Mischerschau- legene Stelle des Mischertroges geförderte Mischgut
fein mit zueinander unterschiedlichen Anstellwinkeln gleichzeitig der Schwerkraft folgend nach unten
befestigt sind. rutscht, wodurch es in den Arbeitsbereich anderer
Derartige Mischer bewirken durch die Mischer- io Mischerschaufeln mit einem anderen Anstellwinkel
schaufeln mit verschiedenem radialem Abstand und gerät, so daß die Mischgutströme abermals unter-
zueinander unterschiedlichen Anstellwinkeln eine be- einander vermischt werden. Gleichzeitig werden auch
sonders intensive Mischung des Mischgutes, weil das in der Richtung der Trogachse unterschiedliche
Mischgut praktisch über den gesamten Bereich des Mischerströme geschaffen, da die Schaufeln in unter-
Mischtroges erfaßt und intensiv gemischt wird, wozu 15 schiedlichem Abstand vom Trogboden angeordnet
die verschiedenen Anstellwinkel der Mischerschaufeln sind.
dadurch beitragen, daß sie mit einem unterschied- Durch die Schräglage des Mischertroges bedingt,
liehen Winkel das Mischgut nicht nur in tangentialer, befindet sich beim Mischvorgang an der Peripherie
sondern gleichzeitig auch in radialer Richtung be- des Mischtroges im allgemeinen mehr Mischgut als
fördern, so daß verschiedene Mischgutströme ent- 20 im inneren Bereich! Es ist daher vorteilhaft, wenn die
stehen, die sich häufig kreuzen. Anzahl der Mischerschaufeln eines inneren Kranzes
Es ist ein derartiger Mischer bekannt, bei dem der kleiner ist als die Anzahl der äußeren Schaufeln. Da-Tropboden
in Arbeitsstellung horizontal angeordnet bei können auch die sich gegenüberliegenden Mischerist.
Das Mischgut wird dabei also allein unter Ein- schaufeln des inneren Kranzes gleiche Anstellwinkel
wirkung der Mischerschaufeln bewegt, die bei diesem 35 aufweisen.
bekannten Mischer unregelmäßig derart über dem In entsprechender Weise können bei den Mischer-Trogboden
verteilt sind, daß praktisch der gesamte schaufeln eines äußeren Kranzes einer annähernd
Trogboden von den Mischerschaufeln bestrichen radial verlaufenden Mischerschaufel eine Mischerwird.
Diese Mischerschaufeln arbeiten dabei kurz schaufel folgen, die einen Anstellwinkel zur Radialen
oberhalb des Trogbodens. 3° besitzt. Bei diesen bevorzugten Ausführungsformen
Nachteilig ist es, daß verhältnismäßig viele alternieren somit die Anstellwinkel.
Mischerschaufeln vorgesehen sein müssen, um den Zur Einstellung der Anstellwinkel der Mischergesamten Tropbodenbereich zu überstreichen. Außer- schaufeln können die Mischerschaufeln zumindest des dem wird in einer Richtung senkrecht zum Trogboden äußeren Kranzes mit Schaufelhalterungen in zylinkeine Unterteilung der Mischströme erreicht. 35 drischen Fühnmgskörpern stecken. Auch können die
Mischerschaufeln vorgesehen sein müssen, um den Zur Einstellung der Anstellwinkel der Mischergesamten Tropbodenbereich zu überstreichen. Außer- schaufeln können die Mischerschaufeln zumindest des dem wird in einer Richtung senkrecht zum Trogboden äußeren Kranzes mit Schaufelhalterungen in zylinkeine Unterteilung der Mischströme erreicht. 35 drischen Fühnmgskörpern stecken. Auch können die
Es ist ein weiterer Mischer bekannt geworden, bei Schaufelhalterungen Schlitze besitzen, in denen das
dem mehrere Schaufelsysteme mit jeweils eigenen eine Ende einer Flachfeder liegt, dessen anderes nach
Drehachsen im Mischertrog vorgesehen sind. Die innen liegendes Ende zwischen Rundstäben, Rollen
Mischerschaufeln eines jeden Systems sind dabei teil- od. dgl. geführt ist.
weise in unterschiedlicher Höhe angeordnet, so daß 40 Dadurch wird erreicht, daß die Mischerschaufeln
dort auch bezüglich der Höhenlage des Mischgutes elastisch und drehbar befestigt sind; weil die Schaueine
Unterteilung der Gutströme erfolgt. fein nach außen ausschwenken können, können auch
Ferner ist eine Misch- oder Knetmaschine für er- keine Störungen durch grobkörniges Mischgut mehr
dige und mineralige Massen bekannt, bei der die auftreten.
Mischerschaufeln derart an federnden Schäften be- 45 Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
festigt sind, daß sie nach außen geschwenkt werden Zeichnung schematisch dargestellt.
können. Dadurch soll ein Brechen der Mischwerk- F i g. 1 zeigt einen Mischer in Beschickungs- und
zeuee bei den dort zu mischenden sehr zähen Massen Entleerungsstellung beim Trog im Schnitt;
verhindert werden. F i g. 2 zeigt eine Draufsicht auf Mischtrog und
Ferner ist eine Mischmaschine bekannt, bei der 50 Mischwerk.
der in Mischstellung geneigt angeordnete Mischtrog Der Mischer besteht aus einem geneigt, befestigten
angetrieben wird. Im Mischtrog sind dabei zwei Trogl, welcher in Punkt 2 drehbar gelagert ist.
Kränze von Mischblättern vorgesehen. Da dort der Diese Lagerung befindet sich auf einem Rahmen 3,
Mischtrog angetrieben wird, gelangt beim Mischvor- welcher mit dem Fahrwerk 4 versehen sein kann. Der
gang das Mischgut von den äußeren Schaufeln zu den 55 Mischtrog 1 hat unten in Bodennähe eine Beinneren
Schaufeln, wobei sich jedoch die Geschwin- schickungsöffnung 5 und oben in der Nähe des Drehdigkeitsdifferenz
zwischen Mischgut und Misch- punktes 2 die Entleerungsöffnung 6. Von einem schaufeln verlangsamt, so daß die Mischwirkung nicht Motor wird über ein Untersetzungsgetriebe 7 die
sehr hoch ist. Mischwelle 8 angetrieben. An dieser Mischwelle 8 ist
Ausgehend von einem Mischer der eingangs ange- 6° eine Scheibe 9 befestigt, an welcher die Mischarme
gebenen Art, liegt der Erfindung die Aufgabe zu- 10 angeschweißt oder geschraubt sind. An den Mischgrunde,
diesen derart weiterzubilden, daß ohne Er- armen 10 sind zylindrische Führungskörper 11, in
höhung des konstruktiven Aufwandes die Misch- welche Schaufelhalterungen 12 gesteckt werden, Vorleistung
vergrößert wird. handen. An diese Halterungen 12 werden Mischer-
Dies gelingt dadurch, daß die den gleichen radialen 65 schaufeln 13 in Langlöchern angeschraubt. Eine
Abstand von der Trogachse aufweisenden benach- Feder 14 wird durch einen Schlitz der Halterungen
barten Mischerschaufeln unterschiedliche Anstell- 12 geführt und am anderen Ende zwischen Rundstä-
winkel besitzen und daß ein Teil der achsnahen ben, Rollen 15 od. ä. geführt. Die Schlitze der Halte-
rungen werden so gefräst, daß ein Teil der Mischerschaufeln
etwa rechtwinklig zur Mischtrogwand 16 ansteht und der andere Teil der Mischerschaufeln in
einem schrägen Winkel ansteht. Während die Mischerschaufeln 13 nahe an der Trogwand angebracht
sind, befinden sich weiter innen weitere Mischerschaufeln in anderen Winkelstellungen, wobei
die Mischerschaufeln 17 nur etwa die halbe Höhe haben wie die Mischerschaufeln 13 und sich in der
Nähe des Trogbodens befinden und die Mischerschaufeln 18 einen Abstand vom Trogboden frei
lassen.
Die Arbeitsweise des Mischers ist folgende: Das Mischgut wird unten aufgegeben, vorzugsweise bei
laufendem Mischwerk. Das Mischwerk läuft rechts herum. Infolge der Schräglage des Mischtroges, welche
im Neigungswinkel veränderlich einstellbar ist, rutscht das Michgut am oberen Teil, also in der
Nähe der Entleerungsöffnung, nach unten ab. Da die Mischerschaufeln 13 abwechselnd andere Anstellwinkel
haben, so rutscht das Mischgut bei einer Gruppe der Schaufeln eher ab als bei der anderen.
Die Mischerschaufeln 17 und 18 bewirken zusätzlich, daß das abrutschende Mischgut unterteilt und in verschiedene
Richtungen geführt wird. Ein weiterer Vorteil für die Beschleunigung des Mischvorganges
gegenüber normalen Tellermischern mit Zentralantrieb besteht darin, daß hier das Mischgut laufend
von oben nach unten abrutscht und somit mit dem Material der entgegengesetzten Seite laufend vermischt
wird. Die Praxis hat gezeigt, daß bei diesem Mischer in 15 Sekunden Qualitätsbeton einwandfrei
gemischt wird.
Aus den Figuren ist noch ersichtlich, daß eine Gruppe innerer Schaufeln 18 den Abstand 19 vom
Trogboden aufweist.
F i g. 2 zeigt, daß die einzelnen Gruppen verschiedene Anstellwinkel besitzen. Dabei erkennt man, daß
von den äußeren Schaufeln 13 einige in Richtung des Durchmessers, d.h. radial, verlaufen, während die
folgenden Schaufeln einen Anstellwinkel 25 aufweisen. Bei den inneren Mischerschaufeln 17,18 sind,
bezogen auf die radialen Mischerschaufeln, verschiedene Anstellwinkel 23, 24 vorhanden.
Durch diese Ausbildung verschiedener Gruppen von Mischerschaufeln erreicht man, daß der Mischprozeß
schon nach etwa 15 Sekunden beendet ist. Der Antriebsmotor wird dann in der Drehrichtung
umgeschaltet, die Winde 20 dreht sich dabei und wickelt das Seil 21 auf, welches über die Umlenkrolle
22 geführt wird. Dadurch hebt sich der Mischtrog, schwenkt um den Punkt 2, mischt dabei weiter und
entleert aus etwa waagerechter Stellung bis zur oberen Stellung. Oben wird durch End- und Wendeschalter
auomatisch umgeschaltet. Der Mischtrog geht nach unten und setzt in seiner unteren höhenverstellbaren
Stellung auf. Das Mischwerk läuft bereits wieder im gewünschten Drehsinn. Es kann neu beschickt
werden. Der Bedienungsmann hat also nichts anderes zu tun, als pro Charge einmal durch Druckknopfbestätigung
den Mischer zum Entleeren zu veranlassen. Der Mischer braucht also praktisch keinen
extra Bedienungsmann, da diese geringe Arbeit von Sekunden auch der Beschickungsmann vornehmen
kann.
Die Schwenkbarkeit der Mischerschaufeln 13 hat sich als notwendig erwiesen, da hauptsächlich beim
Entleeren sonst zwischen der Kante der Entleerungsöffnung 6 und den Schaufeln Steine kommen könnten.
Bei der gewählten Konstruktion kann die betreffende Mischerschaufel durch Drehen nachgeben und wird
durch die Feder 14 wieder in die Ausgangsstellung ίο zurückgeholt.
Infolge der kurzen Mischzeit und schnellen Entleerung werden rasche Mischfolgen erzielt. Ein
200-1-Mischer wiegt infolge seiner einfachen Konstruktion nur etwa 750 kg und benötigt einen
6-PS-Motor.
Übliche Tellermischer mit Zentralantrieb und gleicher Leistung von etwa 12 bis 15 cbm/h benötigen
drei Motoren von 10 PS, 4 PS und 3 PS und wiegen etwa 2000 kg.
ao
ao
Claims (6)
1. Mischer für körnige und pulverige Stoffe, insbesondere für Baustoffe, mit einem drehfesten,
tellerförmigen Mischtrog, in dem mehrere um die
as Trogachse umlaufend angetriebene, in etwa gleichem
Winkelabstand angeordnete Mischarme angebracht sind, an denen in verschiedenem radialem
Abstand von der Trogachse Mischerschaufeln mit zueinander unterschiedlichen Anstellwinkeln
befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die den gleichen radialen Abstand von der
Trogachse aufweisenden benachbarten Mischerschaufeln (13 bzw. 17,18) unterschiedliche Anstellwinkel
(23, 24, 25) besitzen und daß ein Teil der achsnahen Schaufeln (18) in einem im Vergleich
zu den anderen Schaufeln großen Abstand (19) zu dem in Arbeitsstellung schrägliegende
Trogboden (1) angeordnet sind.
2. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sich gegenüberliegenden
Mischerschaufeln (17,18) eines inneren Kranzes gleiche Anstellwinkel (23 bzw. 24) aufweisen
(Fig. 2).
3. Mischer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Mischerschaufeln
(17,18) des inneren Kranzes kleiner ist als die Anzahl der äußeren Schaufeln (13, 14, F i g. 2).
4. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei den
Mischerschaufeln eines äußeren Kranzes einer annähernd radial verlaufenden Mischerschaufel
eine Mischerschaufel (13) folgt, die einen Anstellwinkel (25) zur Radialen besitzt (F i g. 2).
5. Mischer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischerschaufeln (13) des äußeren
Kranzes mit Schaufelhalterungen (12) in zylindrischen Führungskörpern (11) gehalten sind.
6. Mischer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelhalterungen (12)
Schlitze besitzen, in denen das eine Ende einer Flachfeder (14) liegt, dessen anderes nach innen
liegende Ende zwischen Rundstäben, Rollen od. dgl. geführt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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