DE1426138C - Vergaser für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Vergaser für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft einen Vergaser für Brenn- hauptdüse in einem verhältnismäßig großen Bereich
kraftmaschinen mit einem stromauf einer willkürlich verändert werden kann. Infolge der Ansaugkanalbetätigbaren
Drosselklappe angeordneten, den Luft- drosselung wird der Druckunterschied im Drosselansaugkanal
durchsetzenden, mit einem pneumati- querschnitt stark erhöht, wodurch der Brennstoffnuß
sehen Stellglied verbundenen Kolbenschieber, das 5 aus der Brennstoffhauptdüse erhöht wird. Außerdem
von dem zwischen dem stromauf und stromab des ruft das Drosselglied in der eingeschwenkten Lage
durch den Kolbenschieber bewirkten Drosselquer- eine Durchwirbelung hervor, die das Mischen des
Schnitts im Ansaugkanal herrschenden Druckunter- Brennstoffs mit der Luft verbessert.
schied betätigt ist, wobei größer werdender Druck- Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichunterschied eine Querschnittsvergrößerung bewirkt, io nungen näher erläutert. Es zeigt
und der Kolbenschieber mit einer profilierten, den Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Vergaser Brennstoffausflußquerschnitt aus der Brennstoff- mit dem Drosselglied in zurückgeschwenkter Lage,
hauptdüse steuernden Düsennadel zusammenwirkt, F i g. 2 eine perspektivische Darstellung des Dros- und mit Mitteln zur Änderung der Gemischzusam- selgliedes und des Kolbenschiebers, mit dem Drosselmensetzung unabhängig von der Stellung des Kolben- 15 glied in eingeschwenkter Lage,
Schiebers. F i g. 3 eine Darstellung der Betätigung des Drossel-
schied betätigt ist, wobei größer werdender Druck- Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichunterschied eine Querschnittsvergrößerung bewirkt, io nungen näher erläutert. Es zeigt
und der Kolbenschieber mit einer profilierten, den Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Vergaser Brennstoffausflußquerschnitt aus der Brennstoff- mit dem Drosselglied in zurückgeschwenkter Lage,
hauptdüse steuernden Düsennadel zusammenwirkt, F i g. 2 eine perspektivische Darstellung des Dros- und mit Mitteln zur Änderung der Gemischzusam- selgliedes und des Kolbenschiebers, mit dem Drosselmensetzung unabhängig von der Stellung des Kolben- 15 glied in eingeschwenkter Lage,
Schiebers. F i g. 3 eine Darstellung der Betätigung des Drossel-
Bei dem bekannten Vergaser (britische Patent- gliedes mittels eines Thermostaten und eines Unterschrift
660 311) wird die Kolbenschieberbewegung druckschiebers,
in Abhängigkeit vom Unterdruck im Drosselquer- F i g. 4 die Lage des Drosselgliedes während des
schnitt so gesteuert, daß ein im wesentlichen kon- 20 normalen Vergaserbetriebes,
stanter Unterdruck und eine annähernd konstante F i g. 5 die Lage des Drosselgliedes für eine maxi-
Luftgeschwindigkeit im Drosselquerschnitt aufrecht- male Anreicherung,
erhalten wird. Ändert sich der Unterdruck durch die F i g. 6 eine Darstellung ähnlich der F i g. 3, jedoch
Drosselklappenstellung, so erfolgt eine entsprechende insbesondere zur Brennstoff anreicherung in Offen-
Kolbenschieberbewegung, wobei die mit dem Kolben- 25 stellung des Kolbenschiebers,
schieber fest verbundene Düsennadel den Brennstoff- F i g. 7 eine schematische Darstellung einer weite-
ausflußquerschnitt in der Düsenbohrung verändert, ren Betätigungsvorrichtung des Drosselgliedes und
wodurch mehr oder weniger Brennstoff aus der F i g. 8 eine schematische Darstellung einer abge-
Düsenbohrung in den Drosselquerschnitt gelangt. Bei wandelten Ausführungsform der Betätigungsvorrich-
dem bekannten Vergaser ist außerdem die Düsen- 30 tung.
bohrung relativ zur Düsennadel unabhängig vom Fig. 1 zeigt einen Vergaser 11, der aus einem
Kolbenschieber abhängig vom Ansaugunterdruck ver- Gehäuse 12, einer Abdeckung 13 sowie einer Brennschiebbar.
Dadurch kann das Brennstoffluftgemisch- Stoffkammer 14 besteht. In dem Gehäuse 12 ist ein
Verhältnis in bestimmten Lastbereichen angepaßt Luftansaugkanal 16, der an seinen Enden einen Luftwerden.
Dabei wird durch die unveränderbare Lage 35 einlaß 17 und-, einen Gemischauslaß 18 bildet, vordes
Kolbenschiebers der Gemischdurchsatz etwa gesehen. In der Mitte zwischen den Enden des Kanals
konstant gehalten, während durch die Verschiebung ist ein Drosselquerschnitt 19 vorgesehen, der von
der Düsenbohrung die Brennstoffmenge verändert geneigten vorderen und hinteren Flächen 21 bzw. 22
wird. von einem im wesentlichen flachen mittleren Ab-
Es liegt daher der Erfindung die Aufgabe zu- 40 schnitt 23 gebildet ist. Eine Drosselklappe 24 ist an
gründe, den Vergaser so auszubilden, daß auch bei der Welle 26 befestigt und ist willkürlich betätigbar,
in Offenstellung befindlichem Kolbenschieber zumin- Ein Brennstoffhauptdüsenkörper 32 ist in einer zylin-
dest kurzzeitig eine Brennstoff anreicherung bei gleich- drischen Bohrung 31 im Gehäuse 12 unterhalb des
zeitigem Drosseln des Luftquerschnitts bewirkt wer- Abschnittes 23 angeordnet. Der Hauptdüsenkörper
den kann. 45 erstreckt sich in die Brennstoffkammer 14 hinein und
Diese Aufgabe ist bei dem Vergaser der eingangs ist von Brennstoff umgeben.
geschilderten Art dadurch gelöst, daß diese Mittel Der Hauptdüsenkörper 32 besteht aus einer Buchse
von einem stromauf der Mündung der Brennstoff- 33, die sich durch eine Bohrung 34, welche in der
hauptdüse im Bereich des Steuerquerschnitts des Mitte des Abschnittes 23 vorgesehen ist und in den
Kolbenschiebers angeordneten, in den Ansaugkanal 50 Ansaugkanal einmündet, nach oben erstreckt. In der
einschwenkbaren Drosselglied gebildet sind. zylindrischen Bohrung 31 ist eine Halteschraube 36
In der Offenstellung des Kolbenschiebers verklei- eingesetzt, um die Buchse mit der Unterseite des Abnert
ein Einschwenken des Drosselgliedes den schnittes 23 in Berührung zu halten. Die Halte-Drosselquerschnitt
im Ansaugkanal, ohne daß der schraube 36 erstreckt sich durch eine Bohrung 37, Brennstoffausflußquerschnitt aus der Hauptdüse ver- 55 die in dem Boden der Brennstoffkammer 14 gebildet
ändert wird. Somit ist bei dieser Stellung des Kolben- ist, wobei ein O-Ring 38 eine Dichtung vermittelt.
Schiebers der Luftdurchsatz proportional verringert, Eine in der Buchse 33 gleitend angeordnete rohrso
daß ein an Brennstoff angereichertes Gemisch im förmige Brennstoffhauptdüse 39 wird durch eine EinVergaser erzeugt wird. steilschraube 41, die in die Halteschraube einge-
Eine derartige Anreicherung kann auch beim An- 60 schraubt ist, und durch eine Feder 42, die zwischen
lassen der Brennkraftmaschine durch das in den An- einem Flansch 43 der Düse 39 und einer in der
saugkanal eingeschwenkte mit dem Kolbenschieber Buchse 33 gebildeten Ausnehmung 44 eingespannt
zusammenwirkende Drosselglied erreicht werden, da ist, in der richtigen Stellung mit Bezug auf den Ab-
der Drosselquerschnitt nahezu vollständig abge- schnitt 23 gehalten.
schlossen wird, so daß in einem gewissen Verstell- 65 Der Brennstoff von der Kammer 14 fließt durch
bereich des Drosselgliedes, der durch das maximal die Öffnungen 46 in die Halteschraube 36, durch die
mögliche Ausschwenken des Drosselgliedes bestimmt Öffnungen 47 in der Einstellschraube 41 und von
ist, der Brennstoffausflußquerschnitt der Brennstoff- dort durch die Düse in den Ansaugkanal. Die im
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Hauptdüsenkörper 32 eingeschlossene Luft wird durch Öffnungen 48 in der Halteschraube 36 in den
Raum 49 zwischen der Buchse 33, der Halteschraube 36 und der zylindrischen Ausnehmung 31 und von
dort an die Öffnung 51 abgegeben, die mit der Brennstoffkammer oberhalb ihres normalen Brennstoffpegels
in Verbindung steht. Auf diese Weise wird eine Gassperre in der Hauptdüsenanordnung vermieden.
Die äußere Öffnung der Halteschraube 36 ist durch eine Schraube 52 verschlossen.
Eine konische Wandung 53, die an dem Gehäuse 12 angeformt ist, bildet in Verbindung mit der Abdeckung
13 eine Kammer 54. Zwischen der Kammer 54 und dem Ansaugkanal ist ein Kolbenschieber 56
gleitend angeordnet. Der Kolbenschieber ist in der Öffnung 57 zwischen dem Ansaugkanal und der
konischen Wandung verschiebbar. Die Öffnung 57 ist oberhalb des Abschnitts 23 angeordnet. Eine biegsame
Membran 58 ist an ihrem Innenumfang zwischen dem Kolbenschieber 56 und einer Zwischenlegscheibe
59 zum Halten der Membran eingespannt.
Der Außenumfang der Membran ist zwischen den zueinanderpassenden Flanschen 61 und 62 der Abdeckung
13 und der konischen Wandung 53 eingespannt, wodurch die Kammer 54 in eine Unterdruckkammer
63 und eine Bezugsdruckkammer 64 eingeteilt ist.
Eine Kolbenstange 66, die mit Paßsitz in den Kolbenschieber eingesetzt ist, erstreckt sich durch den
Kolbenhohlraum 67 nach oben und ist in der Buchse 68 gleitend angeordnet.
Die Buchse 68 sitzt in einem Führungskörper 69, der in der mit Rippen versehenen Abdeckung 13 gebildet
ist. Eine leichte Druckfeder 71, die zwischen der Abdeckung 13 und der Bodenwand des Hohlraumes
67 eingespannt ist, drückt den Kolbenschieber in Richtung auf den Abschnitt 23. Der Druckabfall,
der durch den Luftstrom zwischen dem Abschnitt und der Bodenfiäche des Kolbenschiebers
erzeugt wird, wird durch die in der Bodenfiäche des Kolbenschiebers gebildeten Öffnungen 72 der Unterdruckkammer
63 zugeführt. Durch einen Kanal 73 wird ein Bezugsdruck, allgemein der Atmosphärendruck,
der Kammer 64 zugeführt. Dieser Kanal 73 ist mit einem Luftfilter (nicht gezeigt) versehen, um
den Zutritt unerwünschter Fremdkörper zu verhindern. Der Kanal 73 kann auch unmittelbar zur Atmosphäre
oder zum Luftansaugkanal 17 führen oder eine Anzahl von Kanälen aufweisen, die zusammen
mit zwei oder mehreren Räumen in Verbindung sind, nämlich mit dem Lufteinlaß 17, der Atmosphäre,
dem Ansaugkanal 16 im Bereich des Gemischauslasses oder mit dem Ansaugunterdruck.
Mit dem Kolbenschieber 56 ist eine profilierte Düsennadel 74 beispielsweise mittels einer Schraube
76 verbunden, welche in die Düse 39 hineinragt, um den Brennstoffausflußquerschnitt zu steuern.
In der Bodenfläche des Kolbenschiebers sind im Bereich des Abschnitts 23 punktförmige Anschläge
77 vorgesehen, die in F i g. 3 dargestellt sind. Die Anschläge 77 können auch durch Einstellschrauben
(nicht gezeigt) ersetzt werden, die in dem Gehäuse 12 oder der Wandung 53 angeordnet sind, um die untere
Lage des Kolbenschiebers zu begrenzen.
Zur Brennstoffanreicherung während bestimmter Betriebszustände der Brennkraftmaschine ist ein
Drosselglied 79 vorgesehen. Eine Welle 78 ist an ihren Enden in dem Gehäuse 12 drehbar gelagert
und durchsetzt den Ansaugkanal im wesentlichen quer zum Luftstrom. An der Welle ist in der Mitte
zwischen ihren Enden das Drosselglied 79 angeformt. Das Drosselglied ist in dieser Ausführungsform
segmentartig und gegenüber der Wellenachse versetzt. Während des normalen Vergaserbetriebes ist
das Drosselglied 79 in einer in der Fläche 21 gebildeten querverlaufenden Ausnehmung 81 angeordnet.
Die normale nichtanreichernde Stellung des Drosselgliedes mit Bezug auf den Drosselquerschnitt 19 ist
am besten aus der Fig. 4 ersichtlich, während Fig. 5
das Drosselglied in der Lage darstellt, in der es in die maximale Anreicherungsstellung gedreht ist. Es ist
ersichtlich, daß während des normalen Betriebes, der in F i g. 1 dargestellt ist, das Drosselglied 79 die
Ausnehmung 81 ausfüllt und dadurch eine im wesentlichen symmetrische Form des Drosselquerschnitts
19 vermittelt. Während der Anreicherung wird durch Drehen des Drosselgliedes 79 der Drosselquerschnitt
geändert, was dazu führt, daß der Luftstrom zwischen dem Kolbenschieber 56 und dem Abschnitt 23
vermindert wird.
Im Betrieb verändern Schwankungen in der Drosselklappenstellung zwischen der vollständig geschlossenen
Stellung und der weit offenen Stellung den Druck im Ansaugkanal. Die Drücke beaufschlagen
die Unterdruckkammer 63 durch die Öffnungen 72 und den Hohlraum 67. Der atmosphärische Druck
in der Bezugskammer 64 bildet hierzu einen Druckunterschied, der zusammen mit der Feder 71 die Bewegung
des Kolbenschiebers bestimmt. Die Kolbenschieberbewegungen erfolgen über den gesamten.
Bereich des Drosselbetriebes selbsttätig und vermitteln eine im wesentlichen konstante Luftgeschwindigkeit
zwischen der Bodenfläche des Kolbenschiebers 56 und dem Abschnitt 23. Die an der Düse 39
herrschende konstante Geschwindigkeit erzeugt einen im wesentlichen konstanten Unterdruck an der Düse.
Da die Düsennadel 74 mit dem Kolbenschieber 56 verbunden ist, vergrößern oder verkleinern die Bewegungen
des Kolbenschiebers den Ausflußquerschnitt der Düse 39, die dem konstanten Unterdruck
ausgesetzt ist.
Wenn der Kolbenschieber 56 vollständig in die untere Lage durch die Feder 71 bewegt ist und den
Abschnitt 23 berührt, wie es beim Starten der Fall ist, dann ist der Drosselquerschnitt minimal und
durch die Anschläge 77 festgelegt. Anfänglich ist der Druck in dem Ansaugkanal nicht ausreichend, um
eine Betätigung des Kolbenschiebers derart zu verursachen, daß ein größerer Brennstoffausfluß entsteht
und ein angereichertes Brennstoffluftgemisch geschaffen wird, das zur Einleitung des Maschinenbetriebes
erforderlich ist. Tatsächlich würde eine Kolbenschieberbewegung zur Erlangung einer verminderten
Düsenwirkung unerwünscht sein, da sie auch die Luftmenge vergrößern würde, und das
Brennstoffluftgemisch würde nicht nach Wunsch angereichert werden. Durch die Verwendung von untereinander
verbundenen Gestängen für die Drosselklappe und das Drosselglied kann dieses nach einem
bestimmten Ausmaß der Drosselklappenöffnung eingestellt werden.
Ein Drehen des Drosselgliedes 79 aus der Ruhelage heraus verengt somit fortschreitend den Drosselquerschnitt.
Bei fortgesetzter Drehung, nachdem der Ansaugkanal geschlossen worden ist, berührt das
Drosselglied 79 den Kolbenschieberboden und drückt
den Kolbenschieber von dem Abschnitt 23 weg, während der Ansaugkanal weiterhin verkleinert ist. Die
Bewegung des Kolbenschiebers, die durch das Drosselglied herbeigeführt wird, veranlaßt die Düsennadel,
sich aus der Düse herauszuziehen, wodurch der Ausflußquerschnitt der Düse vergrößert wird. Die Vergrößerung
in der Zumeßwirkung während der Anreicherung wird nicht von einem verstärkten Luftdurchfluß
begleitet, sondern der Luftdurchfiuß wird vielmehr erheblich vermindert, und die Menge des
zerstäubten Brennstoffes wird vergrößert, was zu einer vorübergehend angereicherten Mischung führt.
Die Anreicherung bei weit geöffneter Drosselklappe kann auch durch das Drosselglied 79 erreicht
werden. Bei weit geöffneter Drosselklappe und bei einem Betrieb mit der Höchstdrehzahl oder einer
vorbestimmten Drehzahl wird der Kolbenschieber von dem Abschnitt 23 um die höchstzulässige Entfernung
fortbewegt, um den höchsten Luftdurchfluß zu gestatten, und um den maximalen Brennstoffausflußquerschnitt
zu erhalten. Das Einschwenken des Drosselgliedes 79 vermindert den Drosselquerschnitt
19, während die Brennstoffhauptdüse unverändert bleibt und somit ein angereichertes Brennstoffluftgemisch
leicht erreichbar ist, um die normale weit geöffnete Drosselklappenstellung bei der Höchstdrehzahl
oder der vorbestimmten Drehzahl zu unterstützen. Tatsächlich wird eine größere Brennstoffmenge
in einer geringeren Luftmenge zerstäubt. Bei weit geöffneter Drosselklappe unterhalb der Höchstdrehzahl
oder einer vorbestimmten Drehzahl nimmt der Kolbenschieber verschiedene Stellungen unterhalb
der voll geöffneten Stellung oder der oberen Lage ein. Durch das Drosselglied 79 wird der
Drosselquerschnitt 19 eingeschnürt, so daß wenigstens zeitweise die Brennstoffhauptdüse unbeeinflußt
bleibt, was ein angereichertes Brennstoffluftgemisch zur Folge hat.
Das Drosselglied 79 kann auf verschiedene Weise betätigt werden. Ein Gestänge kann von Hand durch
einen Bowdenzug (nicht gezeigt) betätigt werden. Das Gestänge kann mechanisch mit dem Drosselklappengestänge
verbunden werden, um vor der Anreicherung eine vorbestimmte Drosselstellung vorzusehen.
Dabei drückt eine Feder das Drosselglied in die Ruhelage.
Das Drosselglied kann aber auch selbsttätig betätigt werden. In F i g. 3 ist eine Ausführungsform
für einen Kaltstart gezeigt, wobei die Welle 178, die das Drosselglied 179 aufweist, mit ihrem einen Ende
181 in das Gehäuse 182 hineinragt. An dem Wellenende 181 und gleichzeitig an einem festen Punkt ist
in bekannter Weise ein Thermostat 183 in Form einer Bimetallspiralfeder verankert. Der Thermostat
183 kann im kalten Zustand der Brennkraftmaschine die Welle 178 so betätigen, daß diese eine Anreicherungsstellung
einnimmt, und kann in ihrem erwärmten Zustand die Welle so betätigen, daß sie in die
Ruhelage schwenkt. Ein Unterdruckschieber 184, der gleitend in einem Teil des Gehäuses 182 angeordnet
und mit einer Unterdruckquelle verbunden ist, ist wirksam mit dem Wellenende 181 verbunden, um die
Anreicherungsstellung der Welle in Abhängigkeit von den Veränderungen im Betrieb der Maschine zu verändern.
Während in der Ausführungsform nach Fig. 3 die Bimetallfeder und der Unterdruckschieber
im wesentlichen baulich unabhängig voneinander parallel mit der Welle verbunden sind, liegt es jedoch
auf der Hand, daß auch eine Hintereinanderschaltung ebenso gut arbeitet, d. h., daß die Bimetallfeder
mit ihrem einen Ende an der Welle und mit ihrem anderen Ende an dem Unterdruckschieber verankert
ist.
In F i g. 7 ist eine Ausführungsform zur selbsttätigen
Anreicherung der Mischung schematisch dargestellt. Eine Bimetallspiralfeder 301 ist an ihrem
einen Ende an einem festen Körper verankert und
ίο kann an ihrem freien Ende mit einem an der Welle
303 befestigten Hebel 302 zusammenwirken. Eine mit dem Hebel 302 verbundene Feder 304 drückt
das Drosselglied entgegen dem Uhrzeigersinn in die Anreicherungsstellung. Ein mit 306 bezeichnetes
Steuerglied, das entweder aus einem Unterdruckschieber oder einem Magneten besteht, ist mit dem
Hebel 302 verbunden und wirkt der Feder entgegen. Sobald die Maschine die richtige Betriebstemperatur
erreicht, greift das freie Ende der Bimetallfeder 301 an dem Hebel 302 an und drückt das Drosselglied im
Uhrzeigersinn in die in gestrichelten Linien gezeigte Ruhestellung.
F i g. 8 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform zur selbsttätigen Anreicherung
der Mischung. Ein Hebel 321 ist fest an der Welle 322 angeordnet. Eine Bimetallfeder 323,
in diesem Falle eine haarnadelförmige Feder, ist mit ihren beiden Enden wirksam mit dem Hebel 321 und
mit einer Stange 324 eines Unterdruckschiebers oder Magneten 326 verbunden. Beim Start der Maschine
befinden sich die Elemente in der durch die ausgezogenen Linien angedeuteten Stellung. Nach dem Inbetriebsetzen
veranlaßt das Steuerglied 326 die Bimetallfeder 323 und den Hebel, ihre in gestrichelten
Linien gezeigten Stellungen einzunehmen, um eine übermäßige Anreicherung zu vermeiden. Wenn die
Maschine ihre Betriebstemperatur erreicht, dann zieht die Bimetallfeder 323 sich zusammen und verursacht eine Bewegung des Hebels 321 in die in ge-
strichelten Linien gezeigte Stellung, welche die Ruhestellung ist.
In F i g. 6 ist eine Ausführungsform gezeigt, in welcher die Welle 278 so verbunden ist, daß sie bei
weit geöffneter Drosselklappenstellung eine angereicherte Mischung vorsieht. In einem Zylinder 281,
welcher als ein Teil des Gehäuses 12 ausgebildet ist, ist ein Kolben 282 verschiebbar. Ein Kanal 284 stellt
eine Verbindung des Zylinders mit dem Ansaugunterdmck der Maschine her. Es kann eine Drossel
286 vorgesehen sein. Eine Stange 287 verbindet den Kolben mit einem Hebel 288, der fest mit dem äußeren
Ende der Welle 278 verbunden ist. Eine das Wellenende umgebende Feder 289 beaufschlagt den
Hebel in die in gestrichelten Linien gezeigte Anreicherungsstellung und wirkt der Kraft des Ansaugunterdrucks
entgegen. Anschläge 291 und 292 begrenzen die Drehbewegung der Welle. Der auf das
Gehäuse 281 übertragene Ansaugunterdruck übt normalerweise eine ausreichende Kraft auf den Kolben
aus, um ihn in Richtung auf die Stirnwand 283 zu ziehen und das Drosselglied in der normalen Nichtanreicherungsstellung
zu halten. Bei weit geöffneter Drosselklappe ist der Ansaugunterdruck nicht ausreichend,
um die Kraft der Feder 289 zu überwinden, und das Drosselglied wird in die Anreicherungsstellung
gedreht. Auch beim Beginn des Startvorgangs nimmt das Drosselglied die Anreicherungsstellung ein.
In der Anreicherungsstellung drosselt das Drosselglied
den Luftstrom im Drosselquerschnitt. Die Düsennadel und die Düse nehmen bei weit geöffneter
Drosselklappe eine vorbestimmte Stellung zueinander I ein. Wenn der Luftstrom durch das Drosselglied ge-'
drosselt ist, dann wird die Beziehung der Nadel zur Düse nicht sofort geändert, und somit wird der verminderte
Luftstrom nicht von einer Änderung im Brennstoffausfluß begleitet und vermittelt daher ein
angereichertes Brennstoffluftgemisch, welches größer ist als das, welches mit einer normalen weit geöffneten
Drosselklappe erreicht werden kann.
Es ist ersichtlich, daß die Drehung der Welle 278 für die Anreicherung nicht so groß ist, wie es die
schematische Darstellung in F i g. 5 zeigt, da eine volle Drehung eine angereicherte Mischung hervorbringen
würde, die für eine Mischung bei normaler Antriebskraft zu reich wäre. Da die in F i g. 6 gezeigte
Ausführungsform für eine normale Anreicherung nur bei voller Last oder bei weit geöffneter
Drosselklappe und nicht in erster Linie für eine An- ao reicherung beim Start gedacht ist, kann das Ausmaß
der Wellendrehung durch die Zusammenwirkung des Hebels 288 mit einem Anschlag 292 begrenzt werden.
Wenn die Ausführungsform nach F i g. 6 für eine Anreicherung beim Anlassen gedacht wäre, dann
könnte ein Betätigungshebel verwendet werden, der innerhalb eines vorbestimmten mittleren Ausmaßes
eine Drehung des Drosselgliedes bewirkt, während diese Wirkung ausgeschaltet werden könnte, wenn
das Drosselglied voll betätigt werden soll.
Claims (7)
1. Vergaser für Brennkraftmaschinen mit einem stromauf einer willkürlich betätigbaren Drosselklappe
angeordneten, den Luftansaugkanal durchsetzenden, mit einem pneumatischen Stellglied
verbundenen Kolbenschieber, das von dem zwischen dem stromauf und stromab des durch den
Kolbenschieber bewirkten Drosselquerschnitts im Ansaugkanal herrschenden Druckunterschied betätigt
ist, wobei größer werdender Druckunterschied eine Querschnittsvergrößerung bewirkt,
und der Kolbenschieber mit einer profilierten, den Brennstoffausflußquerschnitt aus der Brennstoffhauptdüse
steuernden Düsennadel zusammenwirkt, und mit Mitteln zur Änderung der Gemischzusammensetzung
unabhängig von der Stellung desKolbenschiebers, dadurch gekennzeichnet,
daß diese Mittel von einem stromauf der Mündung der Brennstoffhauptdüse (39) im Bereich des Steuerquerschnitts des Kolbenschiebers
(56) angeordneten, in den Ansaugkanal einschwenkbaren Drosselglied (79) gebildet sind.
2. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselglied (79) von einem
den Ansaugkanal quer zum Kolbenschieber durchsetzenden Kreisabschnitt einer im Vergasergehäuse
(12) gelagerten Welle (78) gebildet ist, der im Ruhezustand in eine Ausnehmung (81)
des Vergasergehäuses zurückgeschwenkt ist.
3. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselglied (79) über ein
Hebelsystem (82) mit der Welle der Drosselklappe (24) verbunden ist.
4. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselglied (79) von einer auf
mindestens einen Betriebsparameter der Brennkraftmaschine ansprechenden Vorrichtung betätigt
ist.
5. Vergaser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ein thermostatisches
Glied (183, 301, 323) aufweist.
6. Vergaser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das thermostatische betätigte
Drosselglied (79) mit einem den Lastzustand der Brennkraftmaschine wiedergebenden Steuerglied
(184, 306, 326) zusammenwirkt.
7. Vergaser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ein auf den Unterdruck
im Ansaugkanal ansprechendes pneumatisches Stellglied (281, 282) aufweist, das das
Drosselglied (79) gegen die Kraft einer Feder (289) in eine Stellung bei zu großem Unterdruck
bewegt, die eine Brennstoffanreicherung vermeidet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 526/113
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