DE1388C - Maschine zur Fabrikation von Ziegeln und Briquettes - Google Patents
Maschine zur Fabrikation von Ziegeln und BriquettesInfo
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- DE1388C DE1388C DE1388DA DE1388DA DE1388C DE 1388 C DE1388 C DE 1388C DE 1388D A DE1388D A DE 1388DA DE 1388D A DE1388D A DE 1388DA DE 1388 C DE1388 C DE 1388C
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/02—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
- B30B11/025—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space whereby the material is transferred into the press chamber by relative movement between a ram and the press chamber
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Press Drives And Press Lines (AREA)
Description
1877.
Klasse 80.
FRANCOIS DURAND und ERNEST LOUIS MARAIS in PARIS. Maschine zur Fabrikation von Ziegeln und Briquettes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1877 a^·
Längste Dauer: 26. April 1890.
Die von uns erfundene Maschine beruht auf der Wirkung eines rechteckigen Kolbens, der
durch eine Curvenscheibe in eine Form getrieben wird, wo er die Erde, den Kohlenstaub
oder · anderes pulverförmiges Material prefst. Die Zuführung dieses Materials, geschieht durch
einen Trichter, welcher direct über der Form aufgestellt ist. Diese Maschine mit Prefskolben
empfiehlt sich durch ihre einfache Construction und ihr leichtes Arbeiten zur Fabrikation von
Ziegelsteinen, Briquettes aus Kohlen, Torf, Koks etc.
Im nachstehenden geben wir mit Hülfe der beigefügten Zeichnungen eine genaue Beschreibung
der Maschine.
Fig. ι ist ein Aufrifs der Maschine mit theilweisem
Schnitt;
Fig. 2 ein Grundrifs;
Fig. 3 eine Endansicht, von der Seite. gesehen, von welcher die fertigen Steine austreten.
Fig. 4 zeigt getrennt und im Längenschnitt eine Anordnung der Form, mit beweglichem
Boden. Von derselben wird weiter unten die Rede sein.
Die ganze Maschine ist auf der gufseisernen Grundplatte α α montirt, letztere ruht auf einem
Steinfundament. Das Fundament kann indefs auch aus einem gufseisernen Sockel bestehen.
Auf der Grundplatte sind vier Lagerböcke b b c c angebracht, welche zwei parallele Querrollen df
tragen. Auf der Welle / sitzt die feste Riemscheibe g und die lose gi, ferner ein Getriebe h;
das letztere greift in ein' grofses Stirnrad h.2
ein, das auf der Welle d aufgekeilt ist. Die Welle d trägt aufserdem verschiedene Curvenscheiben;
die Maschine kann mit einem Schwungrad A2 versehen sein.
Die Hauptcurvenscheibe i wirkt auf den Prefskolben j und ist in der Mitte der Welle d auf
dieselbe gekeilt; die Form dieser Curvenscheibe ist, wie man aus Fig. 1 ersieht, derart, dafs
erstens eine zunehmende Pressung auf das zu verarbeitende Material in der Form ausgeübt
wird, zweitens eine kleine Schlufspressung stattfindet, und drittens der fertige Stein aus der
Form herausgestofsen wird. Diese Curvenscheibe wirkt auf den Kolben j vermittelst der
beiden Rollen' K und K1 , die frei auf ihren Axen
sitzen; die letzteren ruhen in Lagern, die sich an den Enden des hohlen Gestelles / befinden,
das eine Verlängerung der Kolbenstange ist. Dieselbe wird von den Geleitstücken K·, JC,,
die mit der Grundplatte _ α α verbunden sind,
geführt. Die beiden äufseren Curvenscheiben η η
sind ebenfalls auf der Welle d befestigt und wirken auf die Hebel dt dt , die mit Grundplatte
gelenkartig bei d% d.2 . verbunden sind. Diese
Hebel sind durch Schraubenbolzen mit der verticalen Platte d% auf sichere Weise verbunden.
Die verticale Platte ds hat den Zweck, die
Form A von Anfang bis zum Schlufs der Pressung geschlossen zu halten, ferner dieselbe
zu öffnen, wenn der Kolben noch weiter vorwärts geht, um den fertigen Stein aus der Form
zu stofsen; letzterer gelangt auf die in schräger Richtung angebrachten Stängelchen 0 0. Der
feste und sichere Verschlufs der Platte d3 während der Pressung wird noch durch zwei
Verstärkungen pp, welche an der Grundplatte angebracht sind, unterstützt. Um zu verhindern,
dafs die aus der Form gestofsenen Steine nicht an der Kolbenfläche hängen bleiben, ist
am Ende der Maschine ein Bügel q angebracht, auf den sich der fertige Stein auflegt. Dieser
Bügel, der auf jeder Seite in dem Rahmen geführt wird, ist mit der Verschlufsplatte d3 vermittelst
zweier Stangen r und zweier Laschen ί verbunden; die Laschen sind an der Platte d3
befestigt und die Stangen r gehen durch die Laschen hindurch; jede der Stangen r ist mit
einem Schraubenkopf t versehen, an welchen die Laschen j bei ihrer Aufwärtsbewegung anstofsen.
Wenn die Verschlufsplatte d3 durch die Wirkung
der Curvenscheiben η η auf die Hebel dt dt
gehoben, die Form also geöffnet und der Stein vollständig aus derselben herausgetreten
ist, bewirkt eine auf der Curvenscheibe η η angebrachte
Erhöhung eine weitere Erhebung der Hebel </, du was zur Folge hat, dafs die Verschlufsplatte d3 noch etwas in die Höhe geht. Bei
dieser Aufwärtsbewegung treffen die Laschen ί ί
auf die Schraubenköpfe /1, heben dieselben und
gleichzeitig den Bügel q in die Höhe. Dadurch
wird der auf'dem Bügel ruhende Stein ebenfalls
gehoben, er gleitet an der Kolbenfläche vorüber, und dieses Gleiten bewirkt natürlich
eine Trennung des Steines von dem Kolben, an den er mehr oder weniger adhärirt hat.
Wenn die Hebel mit der Verschlufsplatte wieder abwärts gehen, geht auch der Bügel mit
und bringt den von dem Kolben abgelösten Stein wieder auf das Niveau der Stängelchen ο ο.
Man wird aus der Fig. ι ersehen, dafs die Form A an ihrem Boden und an den Seiten
mit kleinen Löchern versehen ist; dieselben haben einen Durchmesser von 2 cm und dienen
dazu, überschüssigen Thon während der Pressung austreten zu lassen, um so jeden schädlichen
Widerstand zu vermeiden.
Man kann diese Löcher auch weglassen, indem man die Form so construirt, wie dies in
Fig. 4 gezeigt ist; hier ist dieselbe mit einem beweglichen Boden versehen, dessen Breite
gleich derjenigen des Steines ist. Dieser Boden ist mit einem Hebel ν gelenkartig verbunden,
der letztere dreht sich um den Bolzen V1 und trägt an seinem Ende ein Gewicht y. Indem
man dieses Gewicht vermehrt oder indem man es weiter hinausrückt, kann man die Pressung
reguliren, welcher der bewegliche Boden widerstehen soll, folglich kann man auch die Pressung
reguliren, welche der Stein erhalten soll. Sobald dieser bestimmte Pressungsgrad überschritten
wird, geht der bewegliche Boden abwärts und der Stein wird etwas höher geformt,
dadurch wird die der Form vielleicht zu viel zugeführte Masse auf unschädliche Weise entfernt,
wodurch Stockungen, Brüche etc. vermieden werden.
Diese so construirte Maschine ist von grofser Leistungsfähigkeit und arbeitet sehr ruhig, man
kann dieselbe einfach oder doppelt machen; im letzteren Fall hat man nur nöthig, den Kolben
nach der anderen Seite zu verlängern und eine zweite Form anzubringen, die ebenso construirt
ist, wie die Form A.
Die Formen, das Material und die Dimensionen der wirkenden Organe können natürlich
verschieden sein, je nach der Art der Arbeit, nach der Natur des zu verarbeitenden Materials
und je nach der Gröfse der Steine oder Briquettes aus Erde, Kohlenstaub, Torf, Koks
etc.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:ι . Die specielle Anordnung der Curvenscheibe i, um die angegebene Arbeit zu erreichen.
- 2. Die Wirkung der beiden äufseren Curvenscheiben η η, die dazu bestimmt sind, die Verschlufsplatte d3 so zu bewegen, dafs während der Pressung die Form geschlossen und nach der Pressung dieselbe geöffnet ist.
- 3. Der Hebebügel, welcher den Stein von dem Kolben trennt.
- 4. Die in der Form angebrachten kleinen Oeffnungen.
- 5. Die Anordnung der Form mit beweglichem Boden.
- 6. Die allgemeine Verbindung der Maschinenorgane, hauptsächlich der Kolben mit seinen Rollen, die Form mit den Trichtern und die geneigten Stängelchen, die zur Aufnahme der fertigen Steine oder Briquettes aus Erde, Kohlenstaub, Koks, Torf etc. dienen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1388T | 1877-07-21 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1388C true DE1388C (de) |
Family
ID=70917254
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1388DA Expired - Lifetime DE1388C (de) | 1877-07-21 | 1877-07-21 | Maschine zur Fabrikation von Ziegeln und Briquettes |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1388C (de) |
-
1877
- 1877-07-21 DE DE1388DA patent/DE1388C/de not_active Expired - Lifetime
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