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DE1300101B - Verfahren zur Herstellung einer Mangansulfatloesung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Mangansulfatloesung

Info

Publication number
DE1300101B
DE1300101B DE1965L0051149 DEL0051149A DE1300101B DE 1300101 B DE1300101 B DE 1300101B DE 1965L0051149 DE1965L0051149 DE 1965L0051149 DE L0051149 A DEL0051149 A DE L0051149A DE 1300101 B DE1300101 B DE 1300101B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
manganese
iron
solution
ferromanganese
sulfate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965L0051149
Other languages
English (en)
Inventor
Samonides Joseph
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Minerals and Chemical Corp
Original Assignee
International Minerals and Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Minerals and Chemical Corp filed Critical International Minerals and Chemical Corp
Priority to DE1965L0051149 priority Critical patent/DE1300101B/de
Publication of DE1300101B publication Critical patent/DE1300101B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G45/00Compounds of manganese
    • C01G45/10Sulfates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Mangansulfatlösung aus Ferromangan und Mangandioxyderz.
  • Bisher traten bei der Herstellung von Mangansulfatlösungen infolge der Bildung großer Filterkuchen, deren Beseitigung ein Problem darstellt, Schwierigkeiten auf. Diese Filterkuchen bedingen außerdem einen Verlust an Mangan, welches infolge der Einlagerung in den Filterkuchen kein Mangansulfat bilden kann. Darüber hinaus wurden die bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von, Mangansulfat verwendeten-Vorrichtungen stark beansprucht, wobei außerdem eine Belüftung zur Oxydation des in Lösung befindlichen Eisens erforderlich war.
  • Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein neues Verfahren zur Herstellung von Mangansulfatlösungen zur Erzeugung von hochreinem Mangandioxyd zu schaffen, durch welches die vorstehend beschriebenen Probleme vermieden werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Mangansulfatlösung aus Ferromangan und Mangandioxyderz ist dadurch gekennzeichnet, daß man einen aus Mangansulfat und Schwefelsäure bestehenden Elektrolyten mit Wasser verdünnt, die zur Bildung der entsprechenden Sulfate notwendige Menge Schwefelsäure mit einer Dichte von 66° Baume zugibt, auf etwa 54°C erhitzt, der Lösung ein Mangandioxyd zusetzt, die erhaltene Aufschlämmung rührt und auf etwa 66°C erhitzt, die heiße Aufschlämmung langsam mit Ferromangan in einem Verhältnis zu MnO, von 2 : 1 bis 1:-2 versetzt, wobei man die heiße Aufschlämmung unter Belüftung bis zur Bildung von Eisen(III)-sulfat und Einstellung eines stabilen pH-Wertes von etwa 2 bis 3 rührt, dann einen basischen Stoff, und zwar Ferromangan, Manganoxyd oder Kalk, zur Erhöhung des pH-Wertes auf etwa 6 bis 6,5 zugibt, das ausgefallene Eisenhydroxyd absitzen läßt und von der Mangansulfatlösung abfiltriert..
  • Der Erfolg oder " Mißerfolg des Einsatzes von Ferromängan in einer Reaktion zur Bildung einer Mangansulfatlösung hängt von der Fähigkeit ab, das Eisen(II)-sulfat umzusetzen und als Eisen(III)-hydroxyd auszufällen. DerNiederschlag bildet zuerst eine dispergierte Phase, welche jedoch beim Erhitzen in Anwesenheit des Elektrolyten bei höheren pH-Werten als gelatinöse Masse koaguliert, welche sich leicht aus der Suspension absetzt. Es wurde nun gefunden, daß schwer filtrierbare Reaktionsprodukte durch Zusatz von Säure unter Erniedrigung des pH-Wertes auf 1 bis 2 und Zusatz von Ferromangan, welches bei der Umsetzung Eisen(II)-sulfat bildet, filtrierbar gemacht werden können. Dieses Eisen(II)-sulfat, das nach der Umwandlung und Ausfällung als Eisen(III)-hydraxyd bei erhöhten pH-Werten, wie dies weiter unten in der Stufe VII beschrieben wird, in einer Menge zwischen 10 und 20 g/1 anfällt, absorbiert das schleimige Eisen(I1I)-hydroxyd und macht es leicht filtrierbar.
  • Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß beim Einsatz von Ferromangan in Reaktionen zur Herstellung von Mangansulfatlösungen die durch das Ferromangan geschaffene hohe Eisenkonzentration einen günstigen Einfluß auf die Reinigung der Lösung ausübt. Das bekannte Prinzip der Verwendung von Eisen(II)-sulfat in Elektrolyten zur Entfernung von Verunreinigungen findet dann Anwendung, wenn das Eisen in Form von Hydroxyd durch Hydrolyse aus der Lösung ausgeschieden wird. Dieses Hydroxyd schließt Elemente, wie beispielsweise Kalzium, Kalium, Natrium oder Arsen, ein, wobei, wie dies bei derartigen Einschlüssen zu erwarten ist, zweiwertige Ionen fester eingeschlossen werden als einwertige Ionen.
  • Es hat sich ferner herausgestellt, daß die Fähigkeit des bei p11-Werten über 3 ausgefällten, dichten Eisen(III)-hydroxyds zur Absorption der schleimigen Eisenhydroxyde, die bei niedrigen pH-Werten (etwa 2,5) auszufallen beginnen, das wesentliche Kriterium für eine erfolgreiche Verfahrensdurchführung ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die nachstehend angegebenen Reaktionen näher erläutert: Die chemische Analyse des FeMn-Staubes ergibt folgendes Bild:
    Mn02 . . . . . . . . . . . . . . .......... 0,00/0
    Durchschnittlicher Mn-Gehalt ... 73,1311/o
    Durchschnittlicher Fe-Gehalt ... 14,5%
    Es wird folgende Siebanalyse durchgeführt: Siebgröße: Auf einem Sieb mit der angegebenen Maschenweite zurückbleibende Teilchen:
    0,84 mm ..................... 4,0%
    0,42 mm ..................... 11,80/0
    0,25 mm ..................... 18,3'0/0
    0,18 mm ..................... 13,30/0
    0;15 mm ..................... 8,3%
    0,12 mm ..................... 12,6%
    Durch das Sieb hindurchfallende
    Teilchen ....................... 31,2%
    Scott-Dichte* .................. 60,5%
    * ASTM-Test B 329-67.
  • Die Reaktion zwischen FeMn-Staub und Schwefelsäure wird durch die folgende Gleichung veranschaulicht:
    Feten -!- 2H.S04-->MnS04 -I- FeS04 -I- 2H2 (1)
    Pro Kilogramm FeMn, das mit Schwefelsäure umgesetzt wird, werden im Durchschnitt 0,39 kg Eisen(I1)-sulfat (FeS04) erhalten. Diese Menge Eisen(II)-sulfat in einer als Reduktionsmittel wirkenden sauren Lösung reagiert mit Mangandioxyd; Mangandioxyd ist ein ausreichendes Oxydationsmittel. Die Reaktion ist -daher eine Oxydations-Reduktions-Reaktion. Sie wird durch folgende Gleichung wiedergegeben:
    2 FeS04 -I- Mn02 -I- 2 H2S04
    -->MnS04 -f- Fe2(S04)3 -I- 2H20 (2)
    Daraus geht hervor, daß 1 kg Eisen(II)-sulfat 0,286 kg MnO, verbraucht. Eine Umsetzung mit 544 kg FeMn würde daher etwa 84 kg des etwa 75% Mangandioxyd enthaltenden Mangandioxyderzes erfordern, wie es derzeit zur Oxydation von Eisen(H)-sulfat zu Eisen(III)-sulfat bei den erfindungsgemäßen Reaktionen eingesetzt wird. Die dritte Gleichung zeigt die Umsetzung des Eisen(III)-sulfats sowie seine Ausfällung als unlösliches Eisenhydroxyd:
    Fe2(S04)3 -I- 6 HOH pH
    3,4-6,5
    -> 2 Fe(OH)3 -f- 3 ,S04 (3)
    Das Reaktionsschema 4 zeigt die Neutralisation der bei der Hydrolyse des Eisens und dessen Ausfällung als wasserhaltiges Eisen(III)-oxyd (Gleichung 3) gebildeten Schwefelsäure. Als Neutralisationsmittel können entweder Kalk, Manganoxyd (Grünerz) oder Ferromangan verwendet werden. Diese Stoffe begünstigen auch den erforderlichen Anstieg des pH auf einen Wert zwischen 5,7 und 6,3. Bisher wurden zwischen 544 und 862 kg FeMn verbraucht. Dies bedeutet, daß man zur Oxydation des Eisen(II)-sulfats (FeS04) zu Eisen(III)-sulfat [Fe2(S04)3] zwischen 84 und 119 kg Mangandioxyderz mit einem Mangandioxydgehalt von etwa 751/o benötigt. Es wurde gefunden, daß mehr Mn02 in Mangansulfat umgewandelt werden kann, als theoretisch möglich erscheint. Die Lösung hierfür gibt Gleichung 5.
  • In Gleichung 1 entsteht als eines der Nebenprodukte Wasserstoff. Dieser naszierende Wasserstoff wirkt als Reduktionsmittel und kann in Anwesenheit von Schwefelsäure Mn02 zu Mangansulfat reduzieren.
    Mn02 -I- H2 -I- H2S04-> MnS04 -f- 2H20 (5)
    In Kenntnis dieser Gleichungen ließ man nun FeMn und Mangandioxyd in einer stark sauren Lösung miteinander reagieren.
  • Dieser Lösung setzte man 771 kg Mangandioxyd in Form von Erz zu. Die erhaltene Aufschlämmung wurde mit 544 kg FeMn versetzt. Diese Lösung wurde 10 Stunden lang gerührt. Diese Zeitspanne wurde zur Beendigung der Reaktion benötigt. Zu diesem Zeitpunkt betrug der pH-Wert 3,5, wobei das gesamte Eisen in Eisen(III)-sulfat übergeführt worden war. Nunmehr wurde, wie bereits erwähnt, entweder Kalk oder mehr FeMn zugesetzt, um den erforderlichen Anstieg des pH-Wertes und die Ausfällung von Eisen zu bewirken.
  • Nach einer einstündigen Absetzzeit wurde filtriert. Die zum Durchpumpen der Lösung durch das Filter erforderliche Zeit betrug zwischen 45 und 65 Minuten. Nach weniger als 30 Minuten wurde das Filter ausgewaschen, wobei beim Öffnen nur sehr wenig Filterkuchen auf den Sieben vorgefunden wurde. Die Analyse dieses Filterkuchens ergab folgendes Bild:
    Gesamtmenge Mn ............... 10,48
    Als Mn02 . . . . . .. . . . .. . . . . . . . . .. . 1,82
    Gesamtmenge Fe ................ 19,7
    Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nachstehend die einzelnen Stufen des Verfahrens nacheinander erläutert: Stufe I Der Reaktionsbehälter wird mit 18 6801 eines verbrauchten Elektrolyten gefüllt. Der verbrauchte Elektrolyt besteht aus etwa 2 kg/1 Mangansulfat und 1 kg/1 Schwefelsäure.
  • Stufe II Zu dem verbrauchten Elektrolyten werden 80051 Wasser, welches aus Leitungswasser besteht, das zum Auswaschen des löslichen - Mangansulfats aus dem Filterkuchen auf dem Filter verwendet wurde, sowie eventuell andere schwache Mangansulfatlösungen gegeben.
  • Stufe III Zu den erhaltenen 26 6901 Lösung werden 2671 einer konzentrierten Schwefelsäure mit einer Dichte von .66° Baum6 gegeben. Diese Lösung wird gerührt, worauf man sie sich auf 54°C erwärmen läßt. Das Produkt der Stufen I, II und III wird als Ansatzlösung bezeichnet.
  • Stufe IV Nachdem die Temperatur der Ansatzlösung etwa 54° C erreicht hat, werden 771 kg Mangandioxyd zugegeben. Dieses Mangandioxyd kann in Form eines Erzes, z. B. in Form von Moroccan B. Hindus, African, verwendet werden. Alle Erze, die sich als geeignet erwiesen haben, sind Mangandioxyderze, welche Eisen- und Siliciumdioxyd enthalten. Der Gehalt dieser Erze an Mangandioxyd schwankt zwischen 74 und etwa 8811/o. Es können auch beliebige Mischungen dieser Erze eingesetzt werden. Nach Zugabe des Mangandioxyderzes zu der Ansatzlösung wird bis zur Erreichung einer Temperatur von etwa 66°C gerührt und erhitzt.
  • Stufe V Der heißen und schwarzen Aufschlämmung werden 590 kg Ferromangan langsam zugesetzt. Die Reaktion erfolgt heftig, wobei man vorsichtig vorgehen muß, damit kein zu starkes Aufsieden eintritt. Das Ferromangan kann mit Erfolg in Pulverform (mit einem derartigen Teilchendurchmesser, daß das Pulver durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 1,5 mm hindurchgeht) oder in Form größerer Teilchen, deren Durchmesser derart ist, daß sie durch Siebe mit lichten Maschenweiten von 0,15 und 2,50 mm hindurchgehen, eingesetzt werden.
  • Stufe VI Die heiße Aufschlämmung wird mindestens 4 Stunden lang und vorzugsweise während einer Zeitspanne von 10 bis 12 Stunden gerührt. Die Teilchengröße des Ferromangans bestimmt die Reaktionsdauer dieser Aufschlämmung. Nachdem sich ein stabiler ph-Wert eingestellt hat, kann man annehmen, daß die Reaktion beendet ist. Eine Probe dieser Lösung wird analysiert, und zwar auf den pH-Wert, die Dichte in Grad Baumd sowie den FeS04 Gehalt. Der pH-Wert liegt in der Regel bei etwa 2 bis 3, die Dichte beträgt zwischen 22,0 und 24,0° Baum6, während der FeS04-Gehalt zu 15 bis 30 g/1 ermittelt wird.
  • Stufe VII Zur Ausfällung von Eisen und anderen Verunreinigungen aus der Lösung in Form eines Hydoxyds wird der pH-Wert auf etwa 6,0 bis 6,5 erhöht. Dies kann durch Zugabe von feinteiligem Ferromanganstaub oder Grünerz (MnO) oder Kalk [Ca(OH)2] geschehen. Alle diese Stoffe wurden erfolgreich verwendet. Vorzugsweise wird Ferromanganstaub eingesetzt.
  • Die zur Erhöhung des pH-Wertes von etwa 2 bis 3 auf 6,0 bis 6,5 erforderliche Erzmenge hängt von der Eisen(II)-sulfatkonzentration der Lösung ab. Je mehr Eisen(II)-sulfat sich in Lösung befindet, um so mehr Erz wird zur Erhöhung des pH-Wertes auf 6 benötigt. Befindet sich eine große Menge Eisen(II)-snlfat, etwa 10 bis 70 g/l, in der Lösung, dann wird Luft zur Erleichterung der Oxydation von Eisen(II)-sulfat zu Eisen(III)-hydroxyd benötigt. Liegt jedoch die Eisen(II)-sulfatkonzentration unter 10 g/1, dann wird nur sehr wenig Luft oder überhaupt keine Luft zur Abtrennung des Eisens aus der Mangansulfatlösung benötigt. Es wurden Reaktionen mit etwa 75 bis 0;0 g/1 Eisen(II)- sulfät enthaltenden Mangansulfatlösungen durchgeführt. Die Eisen(II)-sulfatkonzentration in einer Mangansulfatlösung kann durch das Verhältnis von Schwarzerz (Mangandioxyd) zu Ferromangan, das für die Umsetzung eingesetzt wird, gesteuert werden. Beispielsweise ergibt ein Verhältnis von 2 Teilen Ferromangan auf 1 Teil Schwarzerz (Mangandioxyd) eine Eisen(H)-sulfatkonzentration bei der Mangansulfatreaktion von etwa 75 g/1; wird ein ,Verhältnis von 1 Teil Schwarzerz (MnO.) auf 1 Teil Ferromangan eingesetzt, so beträgt die Eisen(II)-sulfatkonzentration bei der Mangansulfatreaktion etwa 35 g/l. Ist andererseits der Anteil an Mangandiöxyd größer - als an Ferrömangan, dann kann die - Eisen(II)-sulfatkonzentration zwischen 0,0 g/1 und etwa 10 g/1 betragen. Es wurde gefunden, daß die Filtration dann am besten verläuft, wenn sich vor der Erhöhung des pH-Wertes von etwa 2,0 bis 3,0 auf 6 ungefähr 15 g/1 Eisen(II)-sulfat in Lösung befinden. Offensichtlich besteht der Grund dafür darin, daß, falls das Eisen(H)-sulfat bei den erhöhten pH-Werten auszufallen- beginnt, es die gelaytL_ nösen Eisenhydroxyde, die sich bereits gebildet haben und -die Filtration erschweren, absorbiert. Stufe VIII Nach der vollständigen Abtrennung des Eisens durch Hydrolyse bei einem pH-Wert von etwa 6,0 bis 6,5 mit oder ohne Hilfe von Luft läßt man etwa 10 Minuten bis 1 Stunde absitzen und filtriert dann in den Reinigungsbehälter. Der Grund für das etwa 10 Minuten bis 1 Stunde dauernde Absitzen besteht darin, daß die erheblichen Ferromangan- und Kohleteilchen das Filtersieb vor der Pumpe, welche das Filtrat durch den Filter in den Reinigungsbehälter pumpt, verstopfen. Dieses Problem kann dadurch gelöst werden, daß man: das Ferromangan derartig fein vermahlt, daß man das Rührwerk und die Pumpe -anstellen und dann die Reaktionsprodukte ohne vorheriges Absetzen durch den Filter in den Reinigungsbehälter pumpen kann.
  • Nach dem Auspumpen des Filtrats bleibt ein großer Schlammrückstand zurück, der hauptsächlich aus Eisen(III)-hydroxyd, Kohle und Ferromangan (mit einem derartigen Teilchendurchmesser, daß die Teilchen durch ein Sieb mit einer lichteri Maschenweite von 0,85 mm hindurchgehen) besteht. Dieses Eisen-(IJI)-hydroxyd muß sorgfältig aus dem Behälter herausgewaschen werden. Die Bedeutung des Auswaschens des Schlammes besteht darin, daß bei der Zugabe der Ansatzlösung für die nächste Reaktion die hohe Säurekonzentration sowie das Durchrühren und das Erhitzen ein Aufbrechen der Aggregate verursachen, wodurch der Niederschlag schleimig und sehr schwer filtrierbar wird. Dieses Problem kann durch eine ausreichende Feinmahlung des Ferromangans gelöst werden.
  • Ein wichtiges Merkmal bei der Zugabe von FeMn in den Reaktionsbehälter besteht darin, daß die Gesamtreaktionsdauer herabgesetzt wird, wenn das FeMn-Pulver zuerst durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,15 mm gesiebt wird. Die größeren Teilchen reagieren rascher mit der stärker sauren Lösung. Die feineren Teilchen können dann der schwächer sauren Lösung zugesetzt werden. Die Wirksamkeit der Reaktion wird erhöht, und die Reaktionsdauer nimmt daher aus den genannten Gründen ab, wenn man eine Siebung vornimmt. Das Material, das auf einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,15 mm zurückbleibt, erfordert eine größere Säurekonzentration als das Material, das durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,15 mm hindurchgeht. Wird das FeMn ungesiebt zugesetzt, so reagiert das leichter reaktionsfähige Material, das durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,15 mm hindurchgeht, mit einem großen Teil der zur Reaktion des gröberen Materials (Material, das auf einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,15 mm zurückbleibt) erforderlichen Säure. Durch das Sieben werden auch Brokken von FeMn und Koks abgetrennt. Es wurden Brocken mit einer Größe zwischen 6,3 und 12,7 mm Durchmesser gefunden.
  • Wie ersichtlich, wird durch die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Mangan--sulfatlösungen mit einem geringen apparativen Aufwand geschaffen, wobei das Mangan besser ausgenutzt wird und das Problem der Beseitigung von Filterkuchen gelöst wird.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung einer Mangansulfatlösung aus Ferromangan und Mangandioxyderz, dadurch gekennzeichnet, -daß man einen aus Mangansulfat und Schwefelsäure bestehenden Elektrolyten mit Wasser verdünnt, die zur Bildung der entsprechenden Sulfate notwendige Menge Schwefelsäure mit einer Dichte von 66° Baume zugibt, auf etwa 54°C erhitzt, der Lösung ein Mangandioxyderz zusetzt, die erhaltene Aufschlämmung rührt und auf etwa 66'C erhitzt, die heiße Aufschlämmung langsam mit Ferromangan in einem Verhältnis zu Mn02 von 2.- 1 bis 1: 2 versetzt, worauf man die heiße Aufschlämmung unter Belüftung bis zur Bildung von Eisen(IH)-sulfat und Einstellung eines stabilen pH-Wertes von etwa 2 bis 3 rührt, dann einen basischen Stoff, und zwar Ferromangan, Manganoxyd oder Kalk, zur Erhöhung des pH-Wertes auf etwa 6 bis 6,5 zugibt, das ausgefallene Eisenhydroxyd absitzen läßt und von der Mangansulfatlösung abfiltriert.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4285913A (en) * 1980-04-25 1981-08-25 Union Carbide Corporation Process of making manganous sulphate solution with low level impurity of potassium for manufacture of electrolytic manganese dioxide

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4285913A (en) * 1980-04-25 1981-08-25 Union Carbide Corporation Process of making manganous sulphate solution with low level impurity of potassium for manufacture of electrolytic manganese dioxide

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