DE1291299B - Schlagwerkzeug - Google Patents
SchlagwerkzeugInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B25D2250/275—Tools having at least two similar components
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Schlagwerkzeug, welches und herbeweghären Amboß montiert ist und einen
z. B. als Entzunderungswerkzeug dient und mit einer vor diesem Amboß in der Hülse gelagerten Nadel-Anzahl
von Nadeln zum Ausüben von axial zum halter mit mehreren axial gleitbar gelagerten Nadeln,
Schlagwerkzeug verlaufenden Schlägen auf ein Werk- die sich mit ihrem Vorderende aus dem Nadelhalter
stück und mit einem Gehäuse versehen ist, in dem 5 und aus der Hülse und mit ihrem Hinterende aus
ein Schlagmotor mit einem axial hin- und herbeweg- dem Nadelhalter heraus auf den Amboß zu erbaren
Amboß montiert ist. strecken, so daß der sich hin- und herbewegende Zweck eines derartigen Werkzeuges ist es, uner- Amboß auf die Nadeln schlägt und diese ihrerseits
wünschtes Material, beispielsweise Schmutz, Rost, auf die Oberfläche des Werkstücks aufschlagen.
Zunder oder an einer Schweißnaht vorhandene io Um die Schlagkraft des Hammers auf den Amboß
Schlacke, von einem Werkstück zu entfernen, ins- und damit des Entzunderungswerkzeugs auf einfache
besondere zum Entfernen von unerwünschtem Zun- Weise regeln zu können, ist vorgesehen, daß der
der von schwer zugänglichen Stellen mittels der Schlagmotor einen druckmittelbetätigten Kolben mit
Nadeln, die im Wirkungsbereich eines für das Schlag- einem Hammer aufweist.
werkzeug vorgesehenen Hammers angeordnet sind 15 Um die vom Schlagmotor erzeugten Schläge gleich-
und welche die durch diesen ausgeübten Schläge auf mäßig auf den Amboß übertragen zu können, ist in
das Werkstück übertragen. weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, Bei den bekannten, mit Nadeln versehenen Schlag- daß in der Hülse eine auf den Amboß in Richtung
werkzeugen oben beschriebener Art sind die Nadeln des Schlagmotors wirkende Feder angeordnet ist.
gleitbar in einem dünnen Nadelhalter vorgesehen, der »o Eine weitere vorteilhafte Maßnahme für das Reduan
einem Amboß befestigt ist, und der Nadelhalter zieren von bei nicht in Anlage mit dem zu bearbeitenist
in einer Hülse gleitbar gelagert. Hierbei ist von den Werkstück befindlichem Schlagwerkzeug aufNachteil,
daß, wenn der an einem hin- und her- tretenden Schwingungen besteht darin, daß ein Endgehenden
Kolben befestigte Hammer auf den Amboß teil des Ambosses napfförmig ausgebildet ist, welches
schlägt, dieser mit dem Nadelhalter in eine hin- und 25 bei Übertragung eines Schlages das Hinterende des
hergehende Bewegung versetzt wird, so daß das Nadelhalters umfaßt und mit seinem. Boden auf die
Werkzeug starken Schwingungen und einer dadurch Nadeln aufschlägt.
bewirkten relativ starken Erwärmung ausgesetzt wird, Eine vorteilhafte konstruktive Ausgestaltung,
besonders dann, wenn dieses das Werkstück nicht welche einem schnellen Ausbau des Nadelhalters
berührt. Ein weiterer Nachteil ist dabei, daß sich der 30 dient, ist, daß der Nadelhalter länggestreckt ausgebil-Nadelhalter
häufig vom Amboß löst, so daß das det und an seinem vorderen Ende mit einem Flansch
Schlagwerkzeug, nachstehend auch als Entzünde- zwecks Abstützung in der Hülse versehen ist.
rungswerkzeug bezeichnet, nicht mehr einwandfrei Um die Nadeln auf einfache Weise gegen Herausarbeitet.
Dies wird durch entsprechend ausgebildete gleiten aus dem Nadelhalter zu sichern und gleich-Sicherungen
für den Nadelhalter verursacht, die z. B. 35 zeitig vorzeitigem Verschleiß vorzubeugen, ist voraus
einer als verstellbare Kupplung dienenden Hülse gesehen, daß die Nadeln an ihren die Schläge aufbestehen,
welche in einen von mehreren am Nadel- nehmenden Enden mit Köpfen versehen sind,
halter vorgesehenen Führungsschlitz eingreift oder, Eine einfache und schnelle Montage bzw. Demonbei
einem anderen bekannten Entzunderungswerk- tage des Schlagwerkzeugs wird durch den erfindungszeug,
eine Kugelsperre, die zwischen dem Amboß 40 gemäßen konstruktiven Aufbau gewährleistet, welcher
und der diesen umgebenden Hülse eingesetzt ist und vorsieht, daß dem den Schlägmotor aufnehmenden
durch eine Relatiwerdrehung der beiden Teile geöff- Gehäuse eine an diesem angebrachte Hülse für den
net werden kann. Nadelhalter zugeordnet ist, welche mit einer Schulter Weiter ist es von Nachteil, daß, wenn bei diesen versehen ist, gegen die sich der Nadelhalter mit seinem
bekannten Entzunderungswerkzeugen, in denen der 45 Flansch abstützt.
Nadelhalter am Amboß befestigt ist, die Nadeln er- In den F i g. 1 und 2 der Zeichnungen ist der
neuert werden müssen, der Amboß und der Nadel- Gegenstand der Erfindung an Hand ernes besonders
halter aus dem Werkzeug herausgenommen werden bevorzugten Ausführungsbeispiels dargestellt, welches
müssen und mit einer besonderen Vorrichtung der nachstehend näher erläutert wird.
Nadelhalter vom Amboß getrennt werden muß. Dieser 50 Es zeigt
Vorgang kann an der Einsatzstelle des Werkzeuges Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Entzunde-
nur selten und unter Schwierigkeiten durchgeführt rungswerkzeug und
werden, weil die dafür benötigten Vorrichtungen, F i g. 2 einen Querschnitt längs der Linie 2-2 in
z.B. ein Schraubstock zum Zusammendrücken des Fig. 1.
Napfteils des Ambosses zwecks Lösens von elliptisch 55 Das Entzunderungswerkzeug 30 weist ein Gegeformten,
eingepreßten Nadelhaltern, dort nur selten häuse 4 und eine Hülse 5 auf. Das Gehäuse 4 enthält
vorhanden sind. einen zum Teil dargestellten Schlagmotor mit einem Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Hammer 1, der an einem hin- und hergehenden KoI-ein
Schlagwerkzeug zu schaffen, das z. B. als Ent- ben 2 befestigt ist. Der Kolben bewegt sich in einem
zunderungswerkzeug dient, bei dem das Auswechseln 60 Zylinder 3 hin und her, der in dem Gehäuse 4 monder
Nadeln ohne spezielle Vorrichtungen durch- tiert ist. Der Kolben kann durch die Wirkung einer
geführt werden kann, das eine lange Standzeit auf- beliebigen geeigneten Kraft, beispielsweise mittels
weist und bei dem auftretende Schwingungen auf ein Druckluft, hin- und herbewegt werden.
Mindestmaß reduziert bleiben. An der Außenseite des Gehäuses 4 ist die an bei-Die
Lösung der gestellten Aufgabe sieht ein Ent- 65 den Enden offene Hülse 5 abnehmbar angebracht,
zunderungswerkzeug der eingangs genannten Art vor, Diese Hülse 5 ist an ihrem unteren Ende mit einer
welches erfindungsgemäß eine rohrförmige Hülse auf- kegelstumpfförmigen Kappe 6 mit einer Schulter 29
weist, in der ein Schlagmotor mit einem axial hin- versehen und kann am Gehäuse 4, beispielsweise mit
Hilfe eines Gewindes oder einer Kupplung, angebracht werden.
In der Hülse 5 ist ein Amboß 7 gleitbar gelagert, der an einem Ende einen Schaft 8 aufweist und ein
anderes napfförmig ausgestaltetes Ende 9 besitzt. Das Gehäuse 4 hat an seinem vorderen Ende einen im
Durchmesser reduzierten Teil 10 mit einer seitlichen Bohrung 11, in der eine Kugel 12 gelagert ist. Die
Kugel wird in der Bohrung 11 durch eine Hülse 15 gehalten, die mit einem Federring 16 an dem Gehäuse4
befestigt ist, und liegt dabei in einer länglichen Ausnehmung 13 im Schaft 8 des Ambosses 7.
Zwischen der Hülse 15 und dem Gehäuse 4 sind je zwei O-Ringe27 angeordnet, die als Stoßdämpfer
wirken. Wenn der Hammer 1 auf den Amboß 7 schlägt, bewegt sich dieser vorwärts, bis die Fläche
14 auf die Kugel 12 auftrifft und diese Bewegung beendet.
In dem vorderen Teil der Hülse 5 ist ein langgestreckter Nadelhalter 17 montiert, der von mehre- so
ren Längsbohrungen 18 durchsetzt ist. Das vordere Ende des Nadelhalters 17 ist mit einem Flansch 19
versehen, der sich auf einer Schulter 29 einer die Hülse 5 abschließenden Kappe 6 abstützt.
Das hintere Ende des Nadelhalters 17 reicht mit ausreichendem seitlichem Spiel in das napfförmige
Endteil 9 des Ambosses 7 hinein. Infolgedessen verschiebt sich der Nadelhalter bei hin- und hergehendem
Amboß 7 in der Hülse 5 nicht.
Zwischen dem Flansch 19 und dem vorderen Ende des napfförmigen Teils 9 des Ambosses ist gemäß
F i g. 1 eine Feder 20 in der Hülse 5 angeordnet. Diese Feder läßt den Amboß während des Rückzuges
des Kolbens 2 diesem folgen. Die Feder drückt anderenends den Nadelhalter 17 gegen die Schulter 29
und sichert so den Nadelhalter 17 gegen Verschiebungen innerhalb der Hülse 5.
In den Bohrungen 18 des Nadelhalters 17 sind mehrere Nadeln 21 angeordnet, die an ihrem vorderen
Ende mit einer Schneide versehen sein können und am entgegengesetzten Ende Köpfe 22 aufweisen.
Da der Nadelhalter 17 langgestreckt ist, hält er die Nadeln in einer achsparallelen Lage zueinander. Dadurch
wird eine maximale Standzeit und Wirkung der Nadeln erzielt.
Im Betrieb werden die Nadeln 21 mit ihren Schneiden an das zu entzundernde Werkstück angesetzt.
Dadurch werden die Köpfe 22 der Nadeln gegen den Boden des napfförmigen Endteils 9 gedrückt. Durch
geeignete Beaufschlagung des Kolbens 2 wird dieser mit dem Hammer 1 hin- und herbewegt. Der
Hammer 1 schlägt dabei auf den Schaft 8 des Ambosses 7, der sich infolgedessen so weit bewegt,
bis die Fläche 14 auf die Kugel 12 auftrifft. Auf die Köpfe 22 jeder Nadel 21 wird dabei ein Schlag ausgeübt,
so daß die Schneiden der Nadeln das Werkstück bearbeiten. Bei Verwendung von mehreren
Nadeln, die relativ zueinander verschiebbar sind, kann man ohne weiteres Zunder von einem unregelmäßig
geformten Werkstück oder einer schwer zugänglichen Stelle entfernen.
Wenn sich der Amboß 7 vorwärts bewegt, wird die Feder 20 zusammengedrückt, so daß sie danach den
Amboß 7 zurückstellt. Durch geeignete Beaufschlagung wird der Kolben 2 mit dem Hammer zurückgestellt.
Bei Verwendung eines Druckmittels zum Antrieb des Kolbens 2 kann am hinteren Ende des
Werkzeugs ein geeignetes Steuerventil vorgesehen sein, welches auch eine Beaufschlagung des vorderen
Teils des Zylinders 3 durch das Druckmittel ermöglicht.
Für den Austausch von Nadeln wird bei dem erfindungsgemäßen Schlagwerkzeug die Hülse 5 vom
Gehäuse 4 abgenommen, wobei der Nadelhalter 17 in der Hülse 5 verbleibt, während er aus dem Endteil
herausgleitet. Abgebrochene Nadeln können jetzt leicht ersetzt werden. Dann wird das Schlagwerkzeug
wieder zusammengesetzt. Gegebenenfalls kann der Nadelhalter 17 aus der Hülse 5 herausgezogen
werden.
Claims (7)
1. Schlagwerkzeug, welches z. B. als Entzunderungswerkzeug dient und mit einer Anzahl von
Nadeln zum Ausüben von axial zu diesem Schlagwerkzeug verlaufenden Schlagen auf ein
Werkstück und mit einem Gehäuse versehen ist, in dem ein Schlagmotor mit einem axial hin- und
herbewegbaren Amboß montiert ist, gekennzeichnetdurch
einen vor diesem Amboß in der Hülse (5) gelagerten Nadelhalter (17) mit mehreren axial gleitbar gelagerten Nadeln (21),
die sich mit ihrem Vorderende aus dem Nadelhalter (17) und aus der Hülse (5) und mit ihrem
Hinterende aus dem Nadelhalter (17) heraus auf den Amboß zu erstrecken.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagmotor einen druckmittelbetätigten
Kolben (2) mit einem Hammer (1) aufweist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hülse (5) eine auf den
Amboß (7) in Richtung auf den Schlagmotor wirkende Feder (20) angeordnet ist.
4. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Endteil (9)
des Ambosses (7) napfförmig ausgebildet ist, welches bei Übertragung eines Schlages das Hinterende
des Nadelhalters (17) umfaßt und mit seinem Boden auf die Nadeln (21) aufschlägt.
5. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelhalter
langgestreckt ausgebildet und an seinem vorderen Ende mit einem Flansch (19) zwecks
Abstützung in der Hülse (5) versehen ist.
6. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln (21) an
ihren die Schläge aufnehmenden Enden mit Köpfen (22) versehen sind.
7. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Gehäuse (4) eine an diesem angebrachte Hülse (5) für den Nadelhalter (7) zugeordnet ist, welche mit einer Schulter
(29) versehen ist, gegen die sich der Nadelhalter (17) mit seinem Flansch (19) abstützt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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