Die vorliegende Erfindung betrifft einen metallischen Flüssigkeitsbehälter
mit einer oder mehreren Elektroden, insbesondere Waschmaschinenbehälter mit Füllstandsfühlern.The present invention relates to a metallic liquid container
with one or more electrodes, in particular washing machine containers with level sensors.
Es ist bereits bekannt, in Flüssigkeitsbehältern Elektroden als Füllstandsfühler
einzusetzen. Derartige Vorrichtungen werden oft als Flüssigkeits-Niveauschalter
und als Temperaturfühler eingesetzt. Oblicherweise setzen die Flüssigkeiten, von
wenigen Ausnahmen abgesehen, Schmutzteilchen ab, die sich an den Elektroden ablagern
und diese mit einem Schutzüberzug versehen. Dadurch korrodieren diese Elektroden,
verändern ihre Gestalt und ihre Oberflächenbeschaffenheit, wodurch zwangläufig auch
ihr übergangswiderstand zur Flüssigkeit geändert wird. Dieses ist insbesondere bei
Waschmaschinen der Fall, in denen praktisch die Reinigungsflüssigkeit der schmutzigen
Wäsche den Schmutz entzieht und dadurch die Elektroden noch mehr anfällig gegen
Schmutzablagerung werden. Die Folgerung hieraus ist zwangläufig, daß diese Elektroden
in verhältnismäßig kurzen Zeitabständen gereinigt werden müssen, was einerseits
einen zusätzlichen Arbeitsaufwand verursacht und zum anderen unter Umständen den
Stillstand der Anlagen über einen gewissen Zeitbereich hinaus nach sich zieht. In
vielen Fällen ist es sogar erforderlich, daß die Elektroden zur Reinigung ausgebaut
werden müssen. Dieses hat zur Folge, das der Flüssigkeitbehälter vorher entleert
werden muß und vorübergehend stillgesetzt wird.It is already known to use electrodes as level sensors in liquid containers
to use. Such devices are often called liquid level switches
and used as a temperature sensor. Usually the liquids set, from
Apart from a few exceptions, it removes dirt particles that are deposited on the electrodes
and provided them with a protective coating. This corrodes these electrodes,
change their shape and their surface properties, which inevitably also
their contact resistance to the liquid is changed. This is particularly the case with
Washing machines the case in which practically the cleaning liquid of the dirty
Laundry removes the dirt and thus the electrodes are even more susceptible to it
Dirt build-up. The inevitable conclusion is that these electrodes
have to be cleaned at relatively short intervals, which on the one hand
causes additional work and on the other hand possibly the
System standstill for a certain period of time. In
In many cases it is even necessary to remove the electrodes for cleaning
Need to become. This has the consequence that the liquid container is emptied beforehand
must be and temporarily shut down.
Die Aufgabe, die sich die vorliegende Erfindung demgegenüber gestellt
hat, besteht darin, diese, insbesondere bei Waschmaschinen verwendeten Elektroden
in einfachster Art und Weise stets sauber zu halten und praktisch als »sich selbst
reinigende« Elektroden auszubilden.The task set by the present invention in contrast
has, consists in these electrodes, especially those used in washing machines
to be kept clean in the simplest possible way and practically as »yourself
to train cleaning "electrodes.
Als Lösung wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß zwischen dem
Behälter und den gegenüber dem Behälter isoliert angebrachten Elektroden dauernd
eine elektrische Gleichspannung in der Weise anliegt, daß das Elektrodenmaterial
in an sich bekannter Weise langsam abgetragen wird, wobei der Werkstoff der Elektroden
negativer in der Elektro-Chemischen Spannungsreihe liegt als der Behälterwerkstoff.
Dadurch, daß eine elektrische Gleichspannung geeigneter Polung zwischen dem Behälter
und der Elektrode anliegt, erreicht man eine fortlaufende Errosion der Elektrodenfläche.
Was immer sich an Verunreinigungen absetzen könnte, wird also ständig durch Elektrolyse
weggenommen. Die Geschwindigkeit der Abtragung hängt dabei in an sich bekannter
Weise von der chemischen Beschaffenheit der Flüssigkeit, insbesondere ihrem Dissoziationsgrad
und ihrer Affinität zum Werkstoff der Elektrode sowie von ihrer Temperatur und der
Höhe der angelegten Spannung ab. Auch die Form der -Elektroden kann hierbei
eine Rolle spielen. --
Durch entsprechende Wahl der Werkstoffe des Behälters
wie auch der Elektroden kann eine entsprechend der verwendeten Flüssigkeit ausreichende
elektrochemische Spannung erzeugt werden, die zur fortlaufenden Reinigung der Elektroden
ausreicht. Hiernach wird keinerlei äußere Spannungsquelle benötigt. Vielmehr genügt
die durch geeignete Paarung von Werkstoffen hervorgerufene elektrochemische Spannung,
die im allgemeinen bis zu etwa 2 Volt beträgt, um eine fortlaufende Reinigung der
Elektroden zu bewirken. Nach der bekannten Spannungsreihe ist dabei für den Behälter
ein edler Werkstoff erforderlich als für die Elektroden-. Hat der Behälter beispielsweise
eine Oberfläche aus Kupfer, Nickel oder Chrom, so wird als Elektrodenwerkstoff Zink,
Eisen oder eine Legierung wie etwa Messing in Frage kommen. Bei einer derartigen
Paarung hat man zwei Vorteile. Einmal ist die Behälteroberfläche von einem Werkstoff
gebildet, der selbst kaum abgetragen wird, ja vielfach als Korrosionsschutz ohne
dies erforderlich ist. Zum anderen bestehen die Elektroden aus einem unedlen, billigen
Werkstoff, sodaß ihre Abtragung im Laufe der Zeit wirtschaftlich ohne weiteres tragbar
und ein Ersatz jederzeit mit geringen Kosten möglich ist. Bei Verwendung einer Fremdspannung
kann beispielsweise ein Sammler vorgesehen werden, der die benötigte Spannung über
lange Zeit liefert und nur in großen Zeitabständen nachgeladen werden muß. Selbstverständlich
sind auch alle anderen bekannten Arten von Spannungsquellen geeignet.As a solution, it is proposed according to the invention that a constant electrical direct voltage is applied between the container and the electrodes, which are insulated from the container, in such a way that the electrode material is slowly removed in a manner known per se, the material of the electrodes being more negative in the electro -Chemical voltage series lies than the container material. Because an electrical direct voltage of suitable polarity is applied between the container and the electrode, continuous erosion of the electrode surface is achieved. Whatever impurities could settle is constantly removed by electrolysis. The speed of the erosion depends in a manner known per se on the chemical nature of the liquid, in particular its degree of dissociation and its affinity for the material of the electrode as well as its temperature and the level of the applied voltage. The shape of the electrodes can also play a role here. - By appropriate choice of the materials of the container and the electrodes, a sufficient electrochemical voltage can be generated according to the liquid used, which is sufficient for the continuous cleaning of the electrodes. No external voltage source is then required. Rather, the electrochemical voltage produced by a suitable pairing of materials, which is generally up to about 2 volts, is sufficient to effect a continuous cleaning of the electrodes. According to the known voltage series, a more noble material is required for the container than for the electrode. For example, if the container has a surface made of copper, nickel or chromium, zinc, iron or an alloy such as brass can be used as the electrode material. Such a pairing has two advantages. On the one hand, the surface of the container is made of a material that is hardly worn away, in many cases as corrosion protection without this being necessary. On the other hand, the electrodes consist of a non-noble, cheap material, so that their removal over time is economically feasible and a replacement is possible at any time at low cost. If an external voltage is used, a collector can be provided, for example, which supplies the required voltage over a long period of time and only needs to be recharged at large time intervals. Of course, all other known types of voltage sources are also suitable.
Selbstverständlich ist die chemische Umsetzung an Elektroden an sich
bekannt. Dieses gilt auch für das elektrolytische Polieren und .Ätzen von Schnittflächen.
Dieser Stand der Technik offenbarte aber keinen Hinweis auf den Einsatz der Elektrolyse
zum Reinigen von Elektroden von Niveaureglern in Flüssigkeitsbehältern, insbesondere
Waschmaschinen, wie es nunmehr gemäß der Erfindung vorgeschlagen wird.The chemical conversion on electrodes is self-evident
known. This also applies to electrolytic polishing and etching of cut surfaces.
However, this prior art did not disclose any indication of the use of electrolysis
for cleaning electrodes of level regulators in liquid containers, in particular
Washing machines as now proposed according to the invention.
Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung, die ein beliebiges Ausführungsbeispiel
zeigt, näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen erfindungsgemäßen Flüssigkeitsbehälter
mit zwei eingesetzten Elektroden im Längsschnitt und F i g. 2 eine Elektrode in
Seiten- und Draufsicht. Der in F i g. 1 mit 1 bezeichnete Behälter besteht beispielsweise
aus Stahl und kann vernickelt oder verchromt sein. In seine Wandung 2 sind
stabförmige Elektroden 3 mit Isolierdurchführungen 4 eingesetzt. Bei der unteren
Elektrode 3 ist schematisch eine gestrichelt eingezeichnete Spannungsquelle angedeutet.
Dadurch liegt zwischen dem Behälter 1 und der Elektrode 3 eine elektrische Gleichspannung
an. In dem dargestellten Beispiel ist dies stets dann der Fall, wenn der Werkstoff
der Elektrode in der elektrochemischen Spannungsreihe negativer ist als der Behälterwerkstoff.
Im Falle der Errosion gemäß der elektrochemischen Spannungsreihe ohne Verwendung
einer äußeren Spannungsquelle beginnt die Abtragung des Elektrodenmaterials in dem
Augenblick, in welchem eine leitfähige oder dissoziierte Flüssigkeit die Elektrode
benäßt. Gemäß der Darstellung nach F i g. 1 bliebe die obere Elektrode 3 aus diesem
Grunde auch im Falle der Verwendung einer Fremdspannungsquelle ohne Spannung, bis
die Elektrode 3 in die Flüssigkeit eintaucht.The invention is explained in more detail with reference to a drawing which shows any exemplary embodiment. It shows F i g. 1 shows a liquid container according to the invention with two inserted electrodes in longitudinal section and FIG. 2 shows an electrode in side and top view. The in F i g. 1 with 1 designated container consists for example of steel and can be nickel-plated or chrome-plated. Rod-shaped electrodes 3 with insulating bushings 4 are inserted into its wall 2. In the case of the lower electrode 3, a voltage source drawn in dashed lines is indicated schematically. As a result, an electrical direct voltage is applied between the container 1 and the electrode 3. In the example shown, this is always the case when the material of the electrode in the electrochemical series is more negative than the container material. In the case of erosion according to the electrochemical series without the use of an external voltage source, the erosion of the electrode material begins at the moment in which a conductive or dissociated liquid wets the electrode. According to the illustration according to FIG. 1, the upper electrode 3 would therefore remain without voltage, even if an external voltage source is used, until the electrode 3 is immersed in the liquid.
F i g. 2 zeigt in einem vergrößerten Maßstab gegenüber F i g. 1 eine
Elektrode 3 mit einer Isolierdurchführung 4 in Seiten- und in Draufsicht. Hierbei
ist zu erkennen, daß die Kanten 5 des in die Flüssigkeit hineinragende Elektrodenteiles
eine runde Kontur 6 bilden. Durch eine solche oder ähnliche Gestaltung läßt sich
eine gleichförmige Errosion erreichen. Die ebene Anordnung ist dabei speziell für
die Verwendung als Niveauabtaster günstig, für die Verwendung als Temperaturfühler
oder Trockenschutz jedoch nicht erforderlich.F i g. 2 shows on an enlarged scale compared to FIG. 1 one
Electrode 3 with an insulating bushing 4 in side and top view. Here
it can be seen that the edges 5 of the electrode part protruding into the liquid
form a round contour 6. Such a design or a similar one can
achieve uniform erosion. The flat arrangement is especially for
the use as a level sensor favorable for the use as a temperature sensor
or dry protection, however, not required.