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DE1290019B - Doppelsteuerventil fuer zwei einfach wirkende Druckmittelverbraucher - Google Patents

Doppelsteuerventil fuer zwei einfach wirkende Druckmittelverbraucher

Info

Publication number
DE1290019B
DE1290019B DE1964W0036570 DEW0036570A DE1290019B DE 1290019 B DE1290019 B DE 1290019B DE 1964W0036570 DE1964W0036570 DE 1964W0036570 DE W0036570 A DEW0036570 A DE W0036570A DE 1290019 B DE1290019 B DE 1290019B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
plunger
outlet
piston
hollow piston
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964W0036570
Other languages
English (en)
Inventor
Bueler Richard Charles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wagner Electric Corp
Original Assignee
Wagner Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wagner Electric Corp filed Critical Wagner Electric Corp
Priority to DE1964W0036570 priority Critical patent/DE1290019B/de
Publication of DE1290019B publication Critical patent/DE1290019B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/04Driver's valves
    • B60T15/043Driver's valves controlling service pressure brakes
    • B60T15/045Driver's valves controlling service pressure brakes in multiple circuit systems, e.g. dual circuit systems
    • B60T15/046Driver's valves controlling service pressure brakes in multiple circuit systems, e.g. dual circuit systems with valves mounted in tandem

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Doppelsteuerventil für zwei einfach wirkende Druckmittelverbraucher zur Versorgung mit Druckmittel aus je einer zugehörigen Druckmittelquelle mit je einem in Schließrichtung federbelasteten Verschlußstück, das durch einen zugehörigen Stößel geöffnet wird, mit gleichachsiger und konzentrischer Anordnung der Ventilsitze, . der Verschlußstücke und der Stößel, mit Betätigung des zweiten Stößels zum öffnen des zweiten Verschlußstückes durch das auf ein mit dem zweiten Stößel verbundenes Antriebsmittel nach öffnen des ersten Verschlußstückes entgegen einer Federkraft einwirkende Druckmittel und einem mit dem ersten Stößel verbundenen Reaktionskolben, wobei mit dem zweiten Stößel ein konzentrisch zum Reaktionskolben angeordneter äußerer Hohlkolben als Antriebsmittel vorgesehen ist, der durch eine innere Leitung des ersten Stößels in Öffnungsrichtung des zweiten Verschlußstückes druckbeaufschlagbar ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Doppelsteuerventil in dieser Art die Druckzufuhr zu einem der Verbraucher wahlweise zu ändern.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß vor der Stirnseite des Hohlkolbens ein Druckraum besteht, der wahlweise mit der Druckseite des zweiten Verschlußstückes oder der Atmosphäre verbindbar ist.
  • Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß das Druckverhältnis zwischen den den beiden Verschlußstücken zugeordneten Anschlüssen an die beiden Verbraucher in Abhängigkeit davon geändert wird, ob der Druckraum an die Druckseite des zweiten Verschlußstückes oder an die Atmosphäre angeschlossen ist.
  • Es sind zwar schon Zweikreisbremsventile bekannt, bei denen man das Verhältnis der Bremsdrücke in beiden Bremskreisen ändern kann. Diese sind bisher jedoch nur in Parallelanordnung mit Schwinghebel ausgeführt worden. Der Nachteil dieser bekannten Anordnungen besteht darin, daß die Reaktionskräfte, die gefühlsmäßig das Ausmaß der Bremswirkung erkennen lassen, von den Reaktionseinrichtungen aus über Gelenke auf den Benutzer übertragen werden. Mit dem erheblichen Leerhub eines Bedienungspedals war häufig das Fehlen des Überdruckes des strömenden Mediums in einem der getrennten Systeme verbunden. Außerdem konnte die Steuerung der den beiden Verbrauchern zugeordneten Systeme nicht aufeinander abgestimmt werden.
  • Diese Nachteile der bekannten Zweikreisbremsventile werden mit dem erfindungsgemäßen Doppelsteuerventil durch die zur Lösung der Aufgabe genannten Merkmale und durch die Anwendung dieser Merkmale auf eine Anordnung, von welcher die Erfindung ausgeht, vermieden.
  • Da der Druckraum einerseits durch den Hohlkolben begrenzt wird, wird er zweckmäßigerweise auf seiner anderen Seite durch den Reaktionskolben begrenzt, wobei er einen Ringraum in diesem bilden kann. Hierzu ist zweckmäßigerweise zwischen Hohlkolben und Reaktionskolben eine die Verbindung zwischen beiden Kolben abdichtende Dichtung vorgesehen.
  • Die Verbindung des Druckraumes mit der Druckseite des zweiten Verschlußstückes bzw. der Atmosphäre kann über ein Mehrwegeventil erfolgen.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung näher erläutert.
  • F i g. 1 ist ein Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Steuerventil mit einer schematischen Darstellung des zugehörigen Rohrleitungs- und Betätigungssystems; F i g. 2 ist ein Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform des Steuerventils mit einer schematischen Darstellung des zugehörigen Rohrleitungs- und Betätigungssystems.
  • F i g. 1 zeigt ein doppeltwirkendes Bremsbetätigungssystem 1 mit getrennten Zweigen 2 und 3 für das Druckmittel. Der Zweig 2 enthält einen Vorratsbehälter 4 zur Speicherung eines Druckmittels. Er ist an einen zweier Einlässe eines Doppelsteuerventils 5 zur wahlweisen Einstellung eines Druckverhältnisses mit Hilfe eines Fußhebels über eine Leitung 6 angeschlossen.
  • Das Steuerventil 5 hat zwei voneinander getrennte Auslaßöffnungen. Eine Leitung 7 verbindet eine der beiden Auslaßöffnungen mit Bremskammern 8, die ihrerseits Einstellvorrichtungen 9 zum Ausgleich des toten Ganges besitzen und eine nicht dargestellte Bremsanordnung auf den Achsen eines Fahrzeuges beeinflussen. Der Zweig 3 enthält einen Vorratsbehälter 10 zur Speicherung des Druckmittels, der mit der anderen der beiden Einlaßöffnungen des Steuerventils 5 durch eine Leitung 11 verbunden ist; außerdem besteht über eine zweite Leitung 12 eine Verbindung zu der anderen der beiden Auslaßöffnungen des Steuerventils mit einem weiteren Satz von Bremskammern 13, die mit einer Einstellvorrichtung 14 zum Ausgleich des toten Ganges verbunden sind und die Betätigung einer zweiten nicht dargestellten Bremse auf den Achsen des Fahrzeuges bewirken. Ein Kompressor 15 steht in Verbindung mit beiden Vorratsbehältern 4 und 10 über eine Leitung 16, die sich in die beiden Leitungen 17 und 18 verzweigt. Auf diese Weise bildet der Kompressor zusammen mit den voneinander getrennten Vorratsbehältern zwei getrennte -Druckmittelquellen. Zur Vervollständigung des Systems 1 verbindet eine weitere Leitung 19 zwei Öffnungen in dem Steuerventil s, in welche ein Mehrwegeventi120 für Handbetätigung mit Einlaß- und Auslaßöffnungen eingeschaltet ist. Eine Bohrung 23 stellt in dem einen Schaltzustand eine freie Druckmittelverbindung von den Öffnungen zu der Leitung 19 her. Im anderen Schaltzustand wird durch Drehung im Uhrzeigersinn die Bohrung 23 zwischen den Auslaß 22 und eine Auslaßöffnung 24 geschaltet und dadurch die Öffnung 39 mit der Atmosphäre verbunden.
  • Das Steuerventil 5 hat ein oberes Gehäuse 25, welches an ein oberes Ende oder an eine Wand 26 eines Zwischengehäuses oder an eine Trennplatte 27 mit Hilfe von Kopfschrauben 28 angeschraubt ist. Ein unteres Gehäuse 29 ist lösbar mit dem unteren Ende oder einem Wandungstei130 des Zwischengehäuses 26 durch Kopfschrauben 31 verbunden, und zwischen dem Zwischengehäuse und dem unteren Gehäuse liegt ein Dichtungsring 32.
  • Das obere Gehäuse 25 weist eine Bohrung 33 mit einer ringförmigen Wand 34 auf, die in axialer Richtung zwischen eine abgesetzte Gegenbohrung 35 und eine untere Gegenbohrung 36 geschaltet ist, so daß auf diese Weise ein Satz von Auslaß- bzw. Einlaßkammern entsteht. Eine Einlaßöffnung 37 dient dem Anschluß der Rohrleitung 6 und stellt die Verbindung mit der abgesetzten Gegenbohrung 36 her, während eine Auslaßöffnung 38 zum Anschluß der Leitung 7 dient und die Verbindung mit der Gegenbohrung 35 herstellt. Eine weitere öffnung 39 dient zum Anschluß der Rohrleitung 19 und stellt die Verbindung mit der Gegenbohrung 35 her.
  • In dem oberen Teil 26 des Zwischengehäuses 27 befindet sich eine Ausnehmung 40 unterhalb der Gegenbohrung 36 und bildet eine Auslaßkammer oder eine Auslaßöffnung. Eine Ventilführung 41 befindet sich im unteren Ende der Gegenbohrung 36 und sitzt normalerweise auf dem unteren Ende 26 des Zwischengehäuses 27. Die Ventilöffnung 41 weist eine Bohrung 42 auf, in welcher ein Verschlußstück 43 gleiten kann. Entsprechende Dichtungen 44 und 45 befinden sich in der Ventilführung in Dichtungseingriff mit der Gegenbohrung 36. Das Verschlußstück 43 hat eine Auslaßbohrung 46 und einen Dichtungskopf 47 mit einer Dichtungsscheibe 48. Zwischen der Ventilführung 41 und dem Dichtungskopf 47 liegt eine Ventilfeder 49 und drückt normalerweise die Scheibe 48 gegen einen Ventilsitz 50.
  • Das untere Gehäuse 29 weist eine Bohrung 51 auf, die eine ringförmige Wandung 52 begrenzt, die in axialer Richtung zwischen den Gegenbohrungen 53 und 54 liegt und eine Einlaßkammer bzw. eine Auslaßkammer bildet. Eine weitere Einlaßöffnung 55 dient zum Anschluß der Rohrleitung 11 und stellt die Verbindung mit der Gegenbohrung 53 her, während ein weiterer Auslaß 56 an die Leitung 12 angeschlossen und mit der Gegenbohrung 54 verbunden ist. Eine weitere Ventilführung 57 ist gegen Verschiebung in der Bohrung 53 durch einen Federring 58 gehalten, der in einer Nut 59 in der Nähe des unteren Endes dieser Gegenbohrung untergebracht ist, während das untere Ende der Gegenbohrung eine Auslaßöffnung 60 bildet. Die Ventilführung 57 weist eine Bohrung 61 auf, in welcher ein weiteres Verschlußstück 62 hin- und hergleiten kann. Dichtungen 64 und 63 werden von der Ventilführung in Dichtungseingriff mit der Gegenbohrung 53 bzw. dem Verschlußstück gehalten. Das Verschlußstück hat eine axiale Bohrung und einen Dichtungskopf 66 mit einer Dichtungsscheibe 67. Eine Ventilfeder 68 ist zwischen der Ventilführung 57 und dem Dichtungskopf 66 angeordnet und drückt normalerweise die Scheibe 67 gegen einen Ventilsitz 69. Ein weiterer Auslaß 70 ist an das andere Ende der Rohrleitung 19 angeschlossen und liegt in dem unteren Gehäuse 29; er stellt die Verbindung zu der Gegenbohrung 54 her. Das Zwischengehäuse 27 weist eine zentral angeordnete Bohrung 71 auf, die koaxial zu den Bohrungen 33 und 51 in dem oberen bzw. unteren Gehäuse 25 bzw. 29 liegt.
  • Ein Hohlkolben 72 mit einer Dichtung 73 zur Abdichtung gegen die Gegenbohrung 35 ist gleitbar in dieser untergebracht. Der Hohlkolben weist einen Stößel 74 mit einem Ventilsitz 75 an seinem unteren Ende auf, der koaxial mit der Bohrung 33 verläuft und normalerweise von dem Ventilsitz 48 des ersten Verschlußstückes 43 von einer Feder 76 mit Abstand gehalten wird. Eine Bohrung 77 geht durch den Stößel 74 des Hohlkolbens 72 hindurch und stellt die Verbindung mit einer abgestuften Gegenbohrung 78 her, die sich ebenfalls in dem Hohlkolben befindet. Ein abgestufter Reaktionskolben 79 ist ebenfalls gleitbar in der Gehäusebohrung 35 und in der Gegenbohrung des Hohlkolbens 72 untergebracht; er trägt die Dichtungen 80 und 81 zum Zweck der Abdichtung zwischen den Gegenbohrungen 35 bzw. 78. Der Reaktionskolben 79 ragt koaxial in die Gegenbohrung 78 des Hohlkolbens 72 hinein und grenzt normalerweise an die Schulter an, die sich zwischen der Gegenbohrung 78 und der Bohrung 77 des Relaiskolbens befindet. Der Reaktionskolben 79 hat einen langen Stößel 82, der koaxial nach unten durch die Hohlkolbenbohrung 77, die Auspufföffnung 46 des Einlaßventils 43, die Bohrung 71 des Zwischengehäuses 27 und in die Gegenbohrung 54 des unteren Gehäuses 29 geführt ist. Der Stößel 82 ist gleitbar in der Hohlkolbenbohrung 77 und der Zwischengehäusebohrung 71 untergebracht und trägt Dichtungen 83 und 84 zur Abdichtung gegen die Hohlkolbenbohrung und die Zwischengehäusebohrung. Ein Ventilsitz 85 befindet sich am freien Ende des Stößels 82 in der Gegenbohrung 84 und arbeitet mit der Dichtungsscheibe 67 des zweiten Verschlußstückes 62 zusammen. In dem Stößel 82 befindet sich ein Durchlaß 86, dessen eines Ende in offener Verbindung mit der Gegenbohrung 54 und dessen anderes Ende in offener Verbindung mit einem Druckraum 87 in der Gegenbohrung 78 des Hohlkolbens 72 zwischen dem Hohlkolben und dem Reaktionskolben 79 steht. Der Reaktionskolben 79 besitzt außerdem eine Bohrung 88 in seinem oberen Ende, die zur Aufnahme einer Reaktionsfeder 89 dient, die eine Verschiebung einer Platte 90 verhindert, wozu ein Sprengring 91 in einer Nut 92 in der Nähe des oberen Endes der Bohrung für die Reaktionsfeder untergebracht ist. Ein weiterer Druckraum 93 in der Gegenbohrung 35 ist in dem oberen Gehäuse zwischen Hohlkolben 72 und Reaktionskolben 79 vorgesehen, so daß eine offene Verbindung für das Druckmittel zu dem Auslaß 39 geschaffen ist.
  • Im Betrieb bei einer Stellung der Bohrung 23 des Mehrwegeventils 20, in welcher die Auslässe 39 und 70 in die Leitung 19 angeschlossen sind, wird beim Anlegen einer äußeren Kraft durch den Bedienungsmann über den Fußhebel auf die Platte 90 des Reaktionskolbens 79 eine Kraft ausgeübt, so daß der Reaktionskolben zusammen mit dem Hohlkolben 72 gegen die Wirkung der vernachlässigbar kleinen Kraft der Rückstellfeder 76 eine Kraft ausübt, um den Ventilsitz 85 am freien Ende des Stößels 82 mit der Dichtscheibe 67 des zweiten Verschlußstückes 62 in Eingriff zu bringen, so daß der Auslaß 65 geschlossen wird und die Auslaßkammer 54 gegen die Atmosphäre abgeschlossen wird. Bei weiterer Bewegung des Reaktionskolbens 79 nach unten wird das Verschlußstück 62 von seinem Ventilsitz 69 an der Wandung 52 abgehoben, und es entsteht eine Druckmittelverbindung zwischen der Einlaßöffnung 55 und der Auslaßöffnung 56. Das Druckmittel strömt jetzt aus dem Vorratsbehälter 10 durch die Leitung 11, die Einlaßöffnung 55, die Einlaßkammer 53 und den Durchlaß oder die Bohrung 51 in die Auslaßkammer 54 und von da in die Leitung 12, um die Bremsvorrichtung zu betätigen. Gleichzeitig strömt das Druckmittel, welches in die Auslaßkammer 54 gelangt ist, durch den Durchlaß 86 in den Stößel 82 in den Druckraum 87, und außerdem durch die Öffnung 70, die Leitung 19, das Mehrwegeventil 20 und den Durchlaß 39 in den Druckraum 93. Der so erzeugte Überdruck des strömenden Mediums, in dem Druckraum 87 einerseits und dem Druckraum 93 andererseits, wirkt auf den Hohlkolben 72 ein und erzeugt in diesem eine Nutzkraft, die dazu dient, den Hohlkolben unabhängig von dem Reaktionskolben 79 nach unten zu bewegen, so daß sein Ventilsitz 75 zusammen mit der Ventildichtung 48 des Verschlußstückes 43 die Auslaßöffnung 46 schließt 'und die Auslaßkammer 35 gegen die Atmosphäre abschließt. Eine weitere Abwärtsbewegung des Hohlkolbens 72 hebt das Verschlußstück. 43 von dem Sitz 50 in der Wandung 34 abr _um=@ eine Druckmittelverbindung zwischen der Einla73öffnung 38 herzustellen. Das Druckmittel strömt jetzt aus dem Vorratsbehälter 4 durch die Leitung 6, die Einlaßöffnung 37, die Einlaßkammer 36, den Durchlaß oder die Bohrung 33 und die Auslaßkammer 35 in die Auslaßöffnung 38 und von da durch die Leitung 12 zum Zwecke der Betätigung der Bremskammern 13, versetzt die Einstellvorrichtung 14 in Umdrehung und betätigt die zugehörige Bremsvorrichtung. Es sei besonders bemerkt, daß das zweite Verschlußstück 62 vor dem ersten Verschlußstück 43 geöffnet wird.
  • Ist die Reaktionskraft, die durch den Überdruck des Druckmittels in den Druckräumen 87 und 93 erzeugt worden ist und zur Wirkung auf den Reaktionskolben 79 gelangt, gleich der von Hand ausgeübten Kraft, dann wird der Reaktionskolben nach oben gegen die Kraft der Feder 89 bewegt, wodurch das Verschlußstück 62 in Eingriff mit dem Ventilsitz 69 gebracht wird. Die Reaktionskraft, die über die Feder 89 gegen die Kraft zur Auswirkung kommt, die von dem Bedienungsmann von Hand auf die Platte 90 ausgeübt wird, bewirkt, daß der Benutzer sich ein sehr genaues Bild von der erforderlichen Bremswirkung machen und unmittelbar mit dem Fuß feststellen kann, -in welchem Umfang eine Bremskraft ausgeübt werden soll. Wird andererseits die Reaktionskraft als Folge des Überdruckes des Druckmittels in der Auslaßkammer 35, die auf den Hohlkolben 72 wirkende Kraft gleich der Kraft auf den Relaiskolben, dann wird auf ähnliche Weise der Relaiskolben seinerseits ebenfalls nach oben bewegt, wodurch das Verschlußstück 43 in schwache Berührung mit dem Ventilsitz 50 kommt, während der Ventilsitz 75 des Hohlkolbens in schwache Berührung oder in Überdeckung mit diesem Verschlußstück kommt. Ist diese Überdeckung hergestellt, dann ist die Reaktionskraft, die auf den Hohlkolben 72 wirkt, praktisch gleich und entgegengesetzt gerichtet der Kraft, die auf ihn ausgeübt wird. Wünscht man eine stärkere Bremswirkung zu erzielen, dann wird auch von Hand eine höhere Kraft ausgeübt, so daß eine erhöhte Antriebskraft entsteht, während die einzelnen Teile des Steuerventils 5 in genau der gleichen Weise wirken, wie oben beschrieben, um die einzelnen Bauelemente zur überdeckung zu bringen.
  • Ist die gewünschte Bremswirkung erreicht, dann wird die von Hand auf Reaktionskolben 79 ausgeübte Kraft aufgehoben, wodurch der Überdruck des strömenden Mediums in den Druckräumen 87 und 93 den Reaktionskolben nach oben in seine ursprüngliche Stellung bewegt und die Ventilfeder 68 das Verschlußstück 62 zum Dichtungseingriff mit dem Ventilsitz 79 führt. Am Anfang führt diese Aufwärtsbewegung zu einem erneuten Dichtungseingriff der Dichtscheibe 67 des Verschlußstückes mit dem Ventilsitz 69, um erneut die Verbindung für das strömende Medium zwischen der Einlaßöffnung 55 und der Auslaßöffnung 56 zu unterbrechen; bei fortgesetzter Aufwärtsbewegung des Reaktionskolbens wird der Sitz 85 des Stößels 82 von der Dichtscheibe 67 des zweiten Verschlußstückes abgehoben, um die Verbindung zwischen dem Auslaß 56 und der Atmosphäre wieder herzustellen und die Bremsvorrichtung dadurch zu lösen, daß der überdruck des strömenden Mediums aus den Bremskammern 13 durch die Leitung 12 und den Auslaß, die Auslaßkammer 54, den Auslaß 65 und den Auslaß 60 in dem unteren Gehäuse 29 herausgelassen wird. Auch der Überdruck wird aus dem Druckraum 87 über den Durchlaß 86 in dem Stößel 82 des Reaktionskolbens in die Auslaßkammer 54 und von da in die Atmosphäre herausgelassen. Gleichzeitig wird der Druck aus dem Druckraum 93, dem Auslaß 39, der Leitung 19, dem Mehrwegeventil 20 und dem Auslaß 70 in die Auslaßkammer 54 und von da in die Atmosphäre abgelassen. Auf diese Weise wird die Druckentlastung aus den Druckräumen 87 bzw. 93 dazu benutzt, die eigentliche Betriebskraft wegzunehmen, die auf den Hohlkolben 72 wirkt. Nach Wegnahme der angelegten Kraft bewegen die Rückstellfedern 49 und 76 das Verschlußstück 43 und den Hohlkolben 72 nach oben in ihre Ausgangsstellungen. Anfangs bewirkt diese Aufwärtsbewegung ein erneutes Schließen der Dichtscheibe 48 mit dem Ventilsitz 50, um erneut die Verbindung für das Druckmittel zwischen dem Einlaß 37 und dem Auslaß 38 zu unterbrechen. Bei weiterer Aufwärtsbewegung des Hohlkolbens 72 wird der Ventilsitz 75 von der Dichtscheibe 48 abgehoben, um den Durchlaß 46 des Verschlußstückes nach außen zu öffnen und die Verbindung zwischen dem Auslaß 38 und der Atmosphäre wieder herzustellen, so daß die Bremse dadurch gelöst wird, daß der Druck von den Bremskammern 38 weggenommen wird und sich durch die Leitung 7 und den Auslaß sowie durch die Auslaßkammer 35 und den Auslaß 46 und von da durch den Auslaß 40 und das Zwischengehäuse 27 in die Atmosphäre entspannt.
  • Da die zusätzlichen wirksamen Flächen des Hohlkolbens 72 in den Druckräumen 87 und 93 gleich groß und entgegengesetzt den wirksamen Flächen des Hohlkolbens in der Auslaßkammer 35 sind, ergibt sich ohne weiteres, daß sich die Bremswirkung in den Zweigen 2 und 3 im Verhältnis 1: 1 auswirkt. Der Überdruck des strömenden Mediums innerhalb der Strömung in dem Zweig 3, der auf die Räume 87 und 93 einwirkt, wirkt also auch auf den Hohlkolben 72, um eine Strömung in dem Zweig 2 hervorzurufen, deren Überdruck gleich demjenigen in dem Zweig 3 ist. Wünscht der Benutzer den Überdruck der Strömung in dem Zweig 2 zu verringern, so daß das Druckverhältnis in den Zweigen 2 und 3 kleiner ist als 1: 1, dann wird das Mehrwegeventil 20 im Gegenuhrzeigersinne in eine Stellung gedreht, in der die Bohrung 23 mit der Auslaßöffnung 22 und der Auslaßöffnung 24 fluchtet. Dadurch wird die Verbindung für das Druckmittel zwischen den Auslässen 39 und 70 unterbrochen, und der Druckraum 93 wird mit der Atmosphäre verbunden. Eine von dem Benutzer von Hand auf den Reaktionskolben 79 ausgeübte Kraft betätigt das Verschlußstück 62, um einen Überdruck der Strömung in dem Zweig 3 hervorzurufen, der seinerseits einen Überdruck in der Auslaßkammer 54 erzeugt, der dazu dient, die Bremskammern 13 zu betätigen. Da jetzt das Mehrwegeventi120 sich in einer Stellung befindet, in der eine Verbindung zwischen dem Auslaß 70 und dem Auslaß 38 unterbrochen ist, während der Druckraum 93 entleert wird, gelangt die erzeugte Strömung lediglich aus der Auslaßkammer 54 durch den Durchlaß 86 in den Druckraum 87. Der Überdruck des Strömungsmittels, der auf diese Weise in dem Raum 87 aufgebaut wird, wirkt auf den Kolben 72 und erzeugt in diesem eine nutzbare Kraft, die dazu dient, den Hohlkolben nach unten zu bewegen und damit das Verschlußstück 43 zu betätigen und einen Überdruck in dem Zweig 2 entstehen zu lassen; da aber die wirksame Fläche des Hohlkolbens 72 in der Auslaßkammer 35 größer ist als in dem Druckraum 87, wird ein verhältnismäßig kleinerer Überdruck in der Auslaßkammer 35 erzeugt, um auf die größere wirksame Fläche des Hohlkolbens einzuwirken und in diesem eine Reaktionskraft zu erzeugen, die der Betriebskraft bzw. der nutzbaren Kraft entgegengesetzt gerichtet ist und die Bremskammern 13 beaufschlagt. Da der kleinere Überdruck der Strömung in dem Zweig 2 auf die größere Fläche des Hohlkolbens 72 in der Auslaßkammer 35 durch den größeren überdruck in demjenigen Zweig kompensiert wird, der auf die kleinere Fläche des Hohlkolbens in dem Druckraum 87 einwirkt, heben sich diese beiden Kräfte gegeneinander auf, und der Benutzer spürt infolgedessen nur die Reaktionskraft des Überdruckes des strömenden Mediums in dem Zweig 3, der auf den Reaktionskolben 79 in dem Druckraum 87 wirkt.
  • Für den Fall eines Fehlers in der Zweigleitung 3, der zur Folge hat, daß der Druck in dem Vorratsbehälter 10 abfällt, wird die von Hand auf den Reaktionskolben 79 ausgeübte Kraft dadurch direkt auf den Hohlkolben 72 übertragen, daß der Reaktionskolben mit seiner Schulter zwischen der Bohrung 77 und der Gegenbohrung des Hohlkolbens zum Eingriff kommt und das Verschlußstück 43 direkt betätigt wird. Dadurch wird der Reaktionskolben 79 entsprechend der Größe der Expansionskraft nach unten bewegt, um das Verschlußstück 62 zu betätigen, jedoch wird der Aufbau eines Überdruckes des strömenden Mediums in diesem Zweig verhindert. Die angelegte Kraft wird unmittelbar auf den Hohlkolben 72 übertragen; infolgedessen bewirkt eine weitere Abwärtsbewegung des Reaktionskolbens 79 und des Hohlkolbens 72 eine Betätigung des Verschlußstückes 43 mit der Wirkung, daß ein Überdruck in dem Zweig 2 aufgebaut wird. Der überdruck in der Auslaßkammer 35 wirkt auf den Hohlkolben 72 und erzeugt eine Reaktionskraft, die der angelegten Kraft entgegenwirkt, den Benutzer das Ausmaß der Bremswirkung wahrnehmen läßt. Der Leerhub muß natürlich beim Ausfallen der Zweigleitung 3 auf einem Mindestwert gehalten sein, d. h., der Leerhub stellt ausschließlich die Bewegung des Reaktionskolbens 79 nach Abheben des Verschlußstückes 2 dar und nur bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Hohlkolben 72 das Verschlußstück 43 anhebt.
  • Für den Fall eines Fehlers in dem Zweig 2 mit der Folge eines Druckabfalles in dem Vorratsbehälter 4 bewirkt die Nutzkraft auf den Reaktionskolben 79, daß das Verschlußstück 62 eine Strömung in dem Zweig 3 verursacht. Dadurch wird ein Überdruck in der Auslaßkammer 54 und in den Bremskammern 8 erzeugt, und der Druck pflanzt sich auch durch den Kanal 86 in dem Stößel 82 des Reaktionskolbens bis in den Druckraum 87 fort. Wird das Mehrwegeventil 20 so eingestellt, daß sich der Druck des strömenden Mediums von der Auslaßkammer 54 in den Druckraum 93 fortpflanzt, dann entsteht auch gleichzeitig in diesem Raum ein Überdruck des strömenden Mediums. Der Druck in den Räumen 87 und 93 bewegt den Hohlkolben 72 so, daß er das Verschlußstück 43 betätigt; jedoch wird jetzt infolge des Fehlers die Einleitung einer Strömung verhindert. Trotzdem wirkt aber der Überdruck in den Druckräumen 87 bzw. 93 auf den Reaktionskolben 79 im Sinne einer Reaktionskraft, die der angelegten Kraft entgegengesetzt ist und damit den Benutzer die Bremskraft wahrnehmen läßt. Beim Ausfallen des Zweiges 2 wird ein Leerhub verhindert, weil der Benutzer die Reaktionskraft deutlich wahrnimmt, sobald das Verschlußstück 62 abgehoben worden ist.
  • Die Ausführungsform nach F i g. 2, die als Ganzes mit 100 bezeichnet ist, weist einen Ventilsitz 101 auf, der gleitend in der Bohrung 71 des Zwischengehäuses untergebracht ist und dessen obere und untere freie Enden 102 und 103 in die Ausnehmung 40 des Zwischengehäuses und in die Gegenbohrung 54 des unteren Gehäuse ragen. Außerdem befindet sich eine kreisrunde Ringdichtung 104 in dem Ventilsitz, die dazu dient, die Abdichtung gegen die Bohrung in dem Zwischengehäuse herbeizuführen. Eine Rück' führfeder 105 mit vernachlässigbar kleiner Druckkraft liegt zwischen der Wandung 52 in der Gegenbohrung 54 und dem Ventilsitz 101 -und dient dazu, diesen gegen das untere Ende 30 des Zwischengehäuses 27 zu pressen. Eine Dichtscheibe 106 liegt in dem oberen freien Ende 102 des Ventilsitzes 101; und ein vertikaler Durchlaß 107 ragt koaxial durch die Dichtscheibe 106 hindurch und stellt eine freie Verbindung für das Druckmittel mit der Ausnehmung 40 in dem Zwischengehäuse her, während sein unteres Ende an Querkanäle 108 angeschlossen ist, die eine offene Verbindung mit der Gegenbohrung 54 herstellen.
  • Der Reaktionskolben 79 hat einen Stößel 109, der gleitend. in der Bohrung 77 des Hohlkolbens untergebracht ist und koaxial durch die Austrittsöffnung 46 des ersten Verschlußstückes 43 hindurchgreift und dessen unteres freies Ende 110 in der Ausnehmung 40 des Zwischengehäuses endet. Auch diese Verlängerung trägt eine Ringdichtung 111 zur Abdichtung gegen die Bohrung des Hohlkolbens. Am freien Ende 110 des Stößels 109 befindet sich ein Ventilsitz 112, der dazu dient, eine Abdichtung mit der Dichtscheibe 106 herbeizuführen. Außerdem ist in dem Stößel eine Bohrung 113 vorgesehen, deren eines Ende die Verbindung mit dem Druckraum 87 herstellt, während das andere Ende koaxial durch den Ventilsitz 112 hindurchgreift und eine offene Druckmittelverbindung mit der Ausnehmung 40 in dem Zwischengehäuse herstellt. Ein Verschlußstück 114 für eine einzige Strömungsrichtung befindet sich in der unteren Gehäusebohrung 53 und normalerweise im Dichtungseingriff mit dem Sitz 69 in der Wandung 52 infolge der Wirkung des einen Endes einer Rückführfeder 115, die dazu dient, die Verbindung zwischen dem Auslaß 55 und dem Auslaß 56 zu unterbrechen. Das andere Ende der Rückführfeder 115 steht in Verbindung mit einem Stopfen 116, der sich am unteren Ende der Gegenbohrung 53 befindet und von einem Sprengring 58 gesichert ist. In dem Stopfen 116 ist eine Ringdichtung 117 untergebracht; sie dient zur Abdichtung gegen die Gegenbohrung 53.
  • Beim Betrieb des Steuerventils nach F i g. 2 bewegt die an den Reaktionskolben 79 angelegte äußere Kraft den Sitz 112 zum Dichtungseingriff mit der Dichtscheibe 106 und unterbricht die Druckmittelverbindung zwischen Auslaßkammer 54 und Druckraum 87 einerseits und der Atmosphäre andererseits und verbindet diese beiden Räume über den Ventilsitz und die Durchlässe 107,108 und 113 miteinander.
  • Eine weitere Abwärtsbewegung des Reaktionskolbens 79 bewegt den Ventilsitz 101 gegen die Kraft der Rückführfeder 105, wodurch das untere freie Ende 103 des Ventilsitzes mit dem Verschlußstück 114 in Eingriff kommt und das Verschlußstück 114 von seinem Sitz 69 an der Wandung 52 abgehoben wird. Dadurch wird eine Druckmittelverbindung zwischen dem Einlaß 55 und dem Auslaß 56 hergestellt und die Bremskammern 83 betätigt. Der überdruck des strömenden Mediums in der Auslaßkammer 54 pflanzt sich durch den Durchlaß in dem Ventilsitz und die Querkanäle 107 und 108 sowie den Durchlaß 113 bis in den Druckraum 87 fort und gelangt auch durch den Auslaß 70, die Rohrleitung 19 und das Mehrwegeventil 20 sowie den Auslaß 39 in den Druckraum 93. Der überdruck des strömenden Mediums; der auf diese Weise in den Druckräumen 87 bzw. 93 aufgebaut wird, wirkt auf die wirksamen Flächen des Hohlkolbens 72, um den Hohlkolben in Eingriff mit dem Verschlußstück 43 zu bringen und auf diese Weise die Druckmittelverbindung zwischen Einlaß 37 und Auslaß 38 herzustellen, so daß die Bremskammern 8 betätigt werden.
  • Ist die gewünschte Bremswirkung erreicht und wird die von Hand auf den Reaktionskolben 79 ausgeübte Kraft aufgehoben, dann dient der überdruck des strömenden Mediums in den Druckräumen 87 und 93 dazu, den Reaktionskolben nach oben in seine Ausgangsstellung zu bewegen, und die Rückführfedern 68 und 105 bewegen das Verschlußstück 114 und den Ventilsitz 101 nach oben in ihre Ausgangsstellung. Am Anfang führt die Aufwärtsbewegung zu einem erneuten Auftreffen des Verschlußstückes 114 auf den Ventilsitz 69, um nochmals die Verbindung zwischen Einlaß 55 und Auslaß 56 zu unterbrechen, und bringt außerdem den Ventilsitz 101 zum Anschlag an das untere Wandungsende 30 des Zwischengehäuses 27. Bei weiterer Aufwärtsbewegung des Reaktionskolbens 79 erfolgt die Abhebung des Sitzes 112 des Stößels 109 von der Dichtscheibe 106, um den überdruck in dem Druckraum 87 durch den Durchlaß 114 in die Auslaßkammer 40 und in die Atmosphäre zu entspannen. Zum gleichen Zeitpunkt wird auch der Druck aus dem Druckraum 93 durch den Auslaß 39, die Leitung 19 und das Mehrwegeventil 20 und ferner durch den Auslaß 70 in die Auslaßkammer 54 und von da durch den Durchlaß und die Querbohrungen 107 und 108 in dem Ventilsitz 101 in die Auslaßkammer 40 auf Atmosphärendruck entspannt. Nach dem Abblasen des Überdruckes aus den Druckräumen 87 und 93 bewegen die Rückstellfedern 49 und 76 das Verschlußstück 43 und den Hohlkolben 72 nach oben in ihre Ausgangsstellungen, in denen eine freie Druckmittelverbindung zwischen dem Einlaß 37 und dem Auslaß 38 erneut unterbrochen und eine Verbindung zwischen diesem Auslaß und der Atmosphäre über die Auslaßöffnung 46 des Verschlußstückes 43 wieder hergestellt wird. Die Wirkung der Rückführfeder 76 hat auch zur Folge, daß der Hohlkolben 72 wieder an den Reaktionskolben 79 anstößt, um diese beiden Kolben in ihren ursprünglichen Stellungen festzuhalten, in denen der Ventilsitz an dem Stößel 109 des Reaktionskolbens von der Dichtscheibe 106 abgehoben ist um die Druckräume 87 und 93 direkt an die Auslaßkammer 40 in dem Zwischengehäuse 27 anzuschließen. Eine Änderung der Druckverhältnisse kann auch dadurch herbeigeführt werden, daß lediglich das Mehrwegeventil 20 zurückgestellt wird.
  • Für den Fall des Ausfallens eines der beiden Zweige 2 oder 3, wobei der überdruck des Druckmittels in dem Vorratsbehälter 4 bzw. 10 abfällt, betätigt der Stößel 109 des Reaktionskolbens den Ventilsitz 101 in Öffnungsrichtung des Verschlußstückes 114, wobei der Hohlkolben 72 das Verschlußstück 43 betätigt und infolgedessen das Druckmittel entweder unter überdruck durch den Zweig 2 oder durch den Zweig 3 fließt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Doppelsteuerventil für zwei einfach wirkende Druckmittelverbraucher zur Versorgung mit Druckmittel aus je einer zugehörigen Druckmittelquelle mit je einem in Schließrichtung federbelasteten Verschlußstück, das durch einen zugehörigen Stößel geöffnet wird, mit gleichachsiger und konzentrischer Anordnung der Ventilsitze, der Verschlußstücke und der Stößel, mit Betätigung des zweiten Stößels zum Öffnen des zweiten Verschlußstückes durch das auf ein mit dem zweiten Stößel verbundenes Antriebsmittel nach öffnen des ersten Verschlußstückes entgegen einer Federkraft einwirkende Druckmittel und einem mit dem ersten Stößel verbundenen Reaktionskolben, wobei mit dem zweiten Stößel ein konzentrisch zum Reaktionskolben angeordneter äußerer Hohlkolben als Antriebsmittel vorgesehen ist, der durch eine innere Leitung des ersten Stößels in Öffnungsrichtung des zweiten Verschlußstückes druckbeaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Stirnseite des Hohlkolbens (72) ein Druckraum (93) besteht, der wahlweise mit der Druckseite des zweiten Verschlußstückes (62, 114) oder der Atmosphäre verbindbar ist.
  2. 2. Doppelsteuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (93) andererseits durch den Reaktionskolben (79) begrenzt ist und einen Ringraum in diesem bildet.
  3. 3. Doppelsteuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkolben (72) gegen den Reaktionskolben (79) durch eine Dichtung (81) abgedichtet ist.
  4. 4. Doppelsteuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Druckraumes (93) mit der Druckseite (54) des zweiten Verschlußstückes (62, 114) bzw. der Atmosphäre über ein Mehrwegeventil (20) erfolgt.
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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE805112C (de) * 1951-07-28 1951-05-07 Westinghouse Bremsen Gmbh Dreidruck-Steuerventil mit Lastbremsregler fuer Lastfahrzeuge, bei dem die wirksame Flaeche des Steuer- oder des Gegenkolbens aenderbar ist
FR1168664A (fr) * 1957-02-23 1958-12-12 Westinghouse Freins & Signaux Robinet distributeur à au moins deux circuits, particulièrement applicable aux installations de freinage à air comprimé
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