DE1267888B - Einrichtung zur UEberwachung des Programmablaufs in datenverarbeitenden Maschinen - Google Patents
Einrichtung zur UEberwachung des Programmablaufs in datenverarbeitenden MaschinenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES ^VGSS^ PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
G06f
Deutsche Kl.: 42 m3 -11/10
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Anmeldetag:
Auslegetag:
P 12 67 888.5-53
21. März 1964
9. Mai 1968
21. März 1964
9. Mai 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Feststellen einer irrtümlichen Interpretation von
Dateninformation als Befehlsinformation und umgekehrt bei Programmabläufen in datenverarbeitenden
Maschinen mit einem Daten- und Programmspeicher mit einer Vorrichtung zum Prüfen der Parität der
Informationswörter.
Ein Programm ist aus einer Reihe Befehle aufgebaut, die angeben, welche Operationen an den
durch die Befehle adressierten Informationen durchzuführen sind. Die Informationen (Befehle oder
Daten) liegen dabei in Form von Kodesignalgruppen bestimmter Länge (Maschinenwörter), gewöhnlich in
Form von Binärziffernfolgen, vor.
Bei der Datenverarbeitung sind Fehler unvermeidlieh,
ihre Auswirkungen aber können durch Fehlerfeststell- und Fehlerberichtigungsmethoden gemildert
werden, wenn zusätzliche, sogenannte Prüfbits im Maschinenwort vorgesehen sind.
Für die Feststellung des Einzelfehlers in einem Maschinenwort reicht ein einziges Prüfbit aus, das
so gewählt ist, daß eine sogenannte ungerade oder gerade Parität erreicht wird, d. h. daß die Gesamtzahl
der Einsen in jedem Maschinenwort immer ungerade bzw. immer gerade ist.
Um die Daten und Befehle entsprechend einem Programm verfügbar zu machen, werden sie nach
Bedarf in einen Speicher eingegeben und diesem entnommen. Die Lage der Daten und Befehle im Speicher
ist durch entsprechende Adressen gegeben. Die Datenadressen sind in den Befehlen enthalten oder
werden von diesen abgeleitet, die ihrerseits zusammen mit kennzeichnenden eigenen Adressen die
Schritte des Programms bilden. Wenn nun insbesondere sowohl Befehle als auch Daten in derselben
Speichereinheit gespeichert sind, kann ein Fehler bei der Informationsentnahme dadurch entstehen, daß
ein Befehlswort fälschlich als Datenwort interpretiert wird oder umgekehrt. Hierdurch wird die nachfolgende
Ausführung des Programms erheblich fehlerhaft, vor allem, wenn der Fehler bei einem Befehl
auftritt.
Dies gilt auch für die sogenannten Verzweigungsbefehle, die bestimmte, während des Programmablaufs
mehr oder weniger häufig benötigte Teil- oder Unterprogramme ansteuern, die daraufhin die
Kontrolle des weiteren Programmablaufs übernehmen. Der Adressenteil eines solchen Verzweigungsbefehls bezieht sich nicht wie ein gewöhnlicher Befehl
auf eine Datenadresse, sondern auf die Adresse des ersten Befehls des angesteuerten Teilprogramms
im Speicher. Tritt bei einer solchen Verzweigung ein Einrichtung zur Überwachung des
Programmablaufs in datenverarbeitenden
Maschinen
Programmablaufs in datenverarbeitenden
Maschinen
Anmelder:
Western Electric Company Incorporated,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
6200 Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Als Erfinder benannt:
Robert Louis Brass,
Colts Neck, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. März 1963 (269 106)
Fehler auf, so sind alle nachfolgend ausgeführten Programmschritte ebenfalls falsch, auch wenn sie für
sich jeweils fehlerfrei ausgeführt werden.
Dementsprechend ist es Aufgabe der Erfindung, Fehler erkennen zu können, die gewöhnlich außerhalb
des normalen Umf angs von Fehlerkorrigier- und Fehlerfeststellmethoden liegen, nämlich zu verhindern,
daß Datenwörter als Befehlswörter und umgekehrt interpretiert werden.
Die Lösung dieser Aufgabe ist für eine Einrichtung der einleitend beschriebenen Art gemäß der
Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Befehle entsprechend einer ersten und die Daten entsprechend
einer zweiten Paritätsvorschrift kodiert sind und daß die Paritätsprüfvorrichtung für jede der beiden Paritätsvorschriften
je einen Paritätsdetektor aufweist, die die Übertragung derjenigen Informationswörter,
die nicht entsprechend ihrer jeweiligen Paritätsvorschrift kodiert sind, in bekannter Weise verhindern.
Durch die Verwendung unterschiedlicher Paritätsvorschriften für die Datenwörter einerseits und die
Befehlswörter andererseits können diese nicht nur auf innere Fehler, sondern auch bezüglich ihrer Art
überprüft werden, ohne daß für die letztere Über-
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Torschaltung DRG und eine Torschaltung DOG, zusammen
mit einer der Eingangstorschaltungen XIG, YIG oder ZIG entsprechend des Befehls.
Bei aufeinanderfolgenden Programmschritten wird 5 jede nachfolgende Befehlsadresse am Ausgang des
Befehlszählerregisters IAR dadurch erhalten, daß die vorhergehende Befehlsadresse mit Hilfe einer Erhöhungsschaltung
IC um Eins vermehrt wird. Wenn jedoch eine Verzweigung im Programm stattfinden
i hli IAR li
g p ,
geben die entsprechenden Prüfungen auf gerade bzw. ungerade Parität der entnommenen Daten bzw. Befehle,
daß diese entweder richtig entnommen worden sind oder keinen Einzelfehler enthalten.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß eine auf die Feststellung einer nicht entsprechenden
Paritätsvorschrift ansprechende Korrekturschaltung die Informationsentnahme Schaltungen veranlß
Ii
prüfung gesonderte, zusätzlichen Speicherraum beanspruchende Prüfbits notwendig wären. Diese zusatzliehe
Überprüfung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn, wie erwähnt, die Daten und Befehle im
gleichen Speicher liegen.
Nachdem also die Informationswörter der Speichereinheit entnommen worden sind, werden sie an
Hand ihrer jeweils zugeordneten Paritätsvorschrift
ausgewertet, um sie entweder als Daten oder als j gg
Befehle zu identifizieren. Wenn hierzu im einfachsten io soll, muß die vom Befehlszählerregister IAR zu lie-Fall
ein einziges Paritätsprüfbit verwendet wird, er- fernde Befehlsadresse so geändert werden, daß sie
b di hd Pf f d b mit der Speicheradresse des ersten Befehls des anzu-
steuernden Teilprogramms übereinstimmt. Dies wird dadurch erreicht, daß der Inhalt des Datenadressen-15
registers DAR, also die Verzweigungsadresse, über die Torschaltung TAG zum Befehlszählerregister
IAR geleitet wird.
Die bisher beschriebenen Teile des Datenverarbeig tungssystems ermöglichen die Entnahme von Daten
laßt, das als fehlerhaft erkannte Informationswort Zo und Befehlen aus dem Speicher M entsprechend dem
erneut aus dem Speicher zu entnehmen. Programm. Es ist offensichtlich, daß beim Eintreten
Im folgenden ist die Erfindung an Hand des zeich- einer ein Datenwort und nicht ein Befehlswort darnerisch
dargestellten Blockschemas eines beispiel- stellenden Signalgruppe in das Befehlsregister IR die
haften Datenverarbeitungssystems erläutert. nachfolgende Arbeitsweise des Systems erheblich
Ein Speicher M enthält die Programmbefehle und a5 fehlerhaft sein wird. Gleichermaßen ist ein nicht vordie
zu verarbeitenden Daten. gesehener Eintritt eines Befehlswortes in ein Daten-Bevor
ein Befehl ausgeführt werden kann, muß register unerwünscht.
er dem Speicher entnommen werden. Dies geschieht Es sind daher Vorkehrungen nicht nur für das
durch ein Befehlszählerregister IAR, dessen kodierter Feststellen einer fehlerhaften Entnahme von Infor-Ausgang
die Adresse des Befehls im Speicher M an- 30 mationssignalen aus dem Speicher M, sondern auch
gibt. Nachdem die Adresse parallel über eine Tor- für eine Anzeige von Fehlern in richtig entnommenen
schaltung IA G zum Speicher M durchgesteuert wor- Signalen dadurch getroffen, daß den Befehlen und
den ist, geht der dadurch abgerufene Befehl über den Daten unterschiedliche Paritätseigenschaften zueine
Torschaltung IRG in ein Befehlsregister IR. Die geordnet sind und daß ein Befehlsparitätsprüfer IPC
Torschaltungen IAG und IRG werden durch ein 35 und ein Datenparitätsprüfer DPC an den entspre-(nicht
dargestelltes) Zeitsteuernetzwerk getastet. chenden Ausgängen des Befehls- und des Daten-
Ein Befehl kann zwei Teile haben, nämlich den registers IR bzw. BDR verwendet werden. Die von
Operations- und den Adressenteil, der die Adresse den Paritätsprüfern überwachten Kodesignalgruppen
entweder eines Daten- oder eines Befehlswortes an- (Maschinenwörter) enthalten zusätzliche Paritätsprüfgibt.
Der Operationsteil des Befehls wird durch einen 40 bits, welche die Anzahl der binären Einsen oder NuI-Befehlsdekodierer
ID interpretiert, während der len in jedem Datenwort und Befehlswort ungerade
Adressenteil, sofern er eine Datenadresse darstellt, oder gerade machen. Beispielsweise sollen die Beüber
eine Torschaltung ARG in ein Datenadressen- fehle eine ungerade Parität und die Daten eine gerade
register DAR eintritt. Der Befehlsdekodierer ID und Parität haben. Dementsprechend wird z. B. der Madie
Torschaltung ARG werden durch das Zeit- 45 schinenwortteil 1101, wenn er einen Befehl darstellt,
Steuerungsnetzwerk betätigt. durch eine »0« zu 11010 ergänzt, so daß das Ma-
Der Befehlsdekodierer ID kann die Datenadresse schinenwort dann Einsen in ungerader Anzahl entim
Datenadressenregister DAR dem Speicher M zur hält. Wenn andererseits der gleiche Maschinenwort-Verfügung
stellen, indem er eine Torschaltung DAG teil 1101 Daten betrifft, ist das Prüfbit eine 1. Man
betätigt. Die Datenadresse gibt den Ort der durch 50 erhält also dann das Maschinenwort 11011, das demden
Befehl zu behandelnden Daten im Speicher M an. entsprechend Einsen in gerader Anzahl enthält. Ein-Ein
Pufferdatenregister BDR dient als Puffer für ri rikdi id bk i
den Speicher M, während drei andere Datenregister
X, Y, Z verschiedentlich Daten aufnehmen können,
die entweder vom Speicher M kommen oder für die- 55
sen bestimmt sind. Die einzelnen Register werden
über verschiedene Torschaltungen gesteuert. Die spezielle Arbeitsweise der Torschaltungen ist davon abhängig, ob der jeweilige Befehl vorschreibt, daß die g , p
X, Y, Z verschiedentlich Daten aufnehmen können,
die entweder vom Speicher M kommen oder für die- 55
sen bestimmt sind. Die einzelnen Register werden
über verschiedene Torschaltungen gesteuert. Die spezielle Arbeitsweise der Torschaltungen ist davon abhängig, ob der jeweilige Befehl vorschreibt, daß die g , p
Daten vom Speicher M zu einem der Datenregister 60 meider IEI bzw. DEI an. Ferner bewirkt ein durch
zu leiten sind oder umgekehrt. die Verzögerungseinheiten DUI bzw. DUD geeignet
Wenn die Daten in den Speicher M eingeschrieben verzögertes Steuersignal eines der Paritätsprüfer IPC
werden sollen, betätigt der Befehlsdekodierer ID eine und DPC über ein ODER-Tor COG, daß das Tor
Torschaltung DWG und eine Torschaltung BIG zu- ICG der Erhöhungsschaltung/C gesperrt wird. Hiersammen
mit einer der Ausgangstorschaltungen XOG, 65 durch wird verhindert, daß der Ausgang des Adres-
YOG oder ZOG entsprechend des auszuführenden senregisters IAR geändert wird, und ermöglicht, daß
Befehls. Wenn umgekehrt aus dem Speicher M Daten während des nächsten Arbeitszyklus eine nochzu
lesen sind, betätigt der Befehlsdekodierer ID eine malige Entnahme der Information aus dem Spei-
p g
richtungen zur Paritätskodierung sind bekannt, sie dienen dazu, die im Speicher M gespeicherten Wörter
in der angegebenen Weise zu ergänzen.
Solange die Parität stimmt, wird der Speicher M entsprechend dem Programm fortlaufend adressiert.
Wenn in einem der Paritätsprüfer IPC und DPC festgestellt wird, daß die entsprechende Parität nicht gegeben
ist, sprechen die Befehls- bzw. Datenfehlerd bik i h
eher M erfolgt. Bei sich übermäßig oft wiederholenden
Fehlentnahmen wird eine (nicht erläuterte) Instandsetzungsoperation ausgeführt.
Die Arbeitsweise des Datenverarbeitungssystems soll an Hand eines in den Tabellen I und II angeführten
Programmbeispiels verdeutlicht werden.
Tabelle I Datenverarbeitungsprogramm
Programmschritt | Teilprogrammschritt | Teilprogramm | Befehls adresse |
Datenverarbei Operationsteil |
tungsbefehl Adresse |
1 | 1-A ) | A | 100 | MX | 140 |
2 | 2-A \ | 101 | MY | 141 | |
3 | 3-aJ | Teilprogramm | 102 | XM | 142 |
4 | T | 103 | T | 200 | |
5 | 1-T 1 | 200 | MZ | 145 | |
6 | 2-T j | 201 | ZM | 146 | |
Zur Tabelle I gehörige Maschinenwörter
a) Befehlswörter
a) Befehlswörter
Programmschritt | Operations teil |
Adresse | Paritätsbit |
1 | 0001 | 10001100 | 1 |
2 | 0010 | 10001101 | 0 |
3 | 0011 | 10001110 | 1 |
4 | 1000 | 11001000 | 1 |
5 | 0110 | 10010001 | 0 |
6 | Olli | 10010010 | 1 |
b) Datenwörter
1
2
3
4
5
6
2
3
4
5
6
Datenziffern
100110000001
010000000111
110110110111
011010010001
100100100100
100101001001
010000000111
110110110111
011010010001
100100100100
100101001001
Paritätsbit
0
0
1
1
0
1
0
1
1
0
1
Die Operationsteile und ihre Adressen sind in der Tabelle I in alphanumerischer Form geschrieben, jedoch
sind auch diese in Wahrheit binär kodierte Signale. Dementsprechend zeigt der Teil a) der Tabelle
II die gleichen Werte der Befehle wie Tabelle I, jedoch binär kodiert und ergänzt durch Paritätsbits
entsprechend der ungeraden Parität. Ferner zeigt der Teilb) der Tabellen die in der TabelleI adressierten
Daten, jedoch binär kodiert und ergänzt durch Paritätsbits, aber dieses Mal entsprechend der geraden
Parität. Es sei darauf hingewiesen, daß in Tabelle I eine Lücke zwischen den Befehlsadressen
des Teilprogramms A, von dem aus eine Verzweigung durchgeführt wird, und denjenigen des Teilprogramms
T besteht, das durch die Verzweigung angesteuert wurde.
Das spezielle Programm der Tabelle I gibt einen Operationsablauf an, bei dem Informationen, die
bereits im Speicher M vorhanden sind, auf andere, zu einem bestimmten Teilprogramm gehörende Stellen
des Speichers M umgeschrieben werden sollen.
Die Bezeichnung des Operationsteils jedes Befehls ist dessen Funktion entsprechend gewählt. So gibt
die Bezeichnung MX an, daß Daten vom Speicher M in das Register Z übergeführt werden sollen, während
umgekehrt XM die Überführung von Daten aus dem Register X in den Speicher M betreffen. T bezeichnet
einen Verzweigungsbefehl. Jeder Programmschritt ist gekennzeichnet durch die Adresse des Befehls
im Speicher M und durch den Befehl selbst. Zum Beispiel enthält der Programmschritt 1 die
Befehlsadresse 100 des Befehls MX 140. Der Befehl besteht dabei aus einem Operationsteil MX und
einem Adressenteil 140, der die Adresse der dem Befehl MX unterworfenen Daten im Speicher M angibt.
Es sei darauf hingewiesen, daß sämtliche in der Tabelle angeführten Befehle nur Übertragungen zum
und vom Speicher M betreffen. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Ausführung gewisser Befehle den
Speicher M nicht betreffen, in diesen Fällen sind dann die Befehle nicht von Datenadressenteilen begleitet.
Gewöhnlich sind die in der Tabelle I angeführten Befehle irgendwo innerhalb eines Programms enthalten.
Der Einfachheit halber sei hier jedoch angenommen, daß der erste Befehl der Tabelle I zum
ersten Programmschritt gehört. Während des ersten Zyklus des ersten Programmschritts wird der Speicher
M an der Stelle 100 über die Torschaltung IAG abgefragt, und der Befehl MX 140 tritt infolge der
Aktivierung der Torschaltung PRG in das Befehlsregister IR ein. Deshalb wird während dieses Zyklus
der Adressenteil 140 des Befehls im Befehlsregister IR über eine Torschaltung ARG dem Datenadressenregister
DAR verfügbar gemacht. Gewöhnlich wird dann die Adresse im Datenadressenregister DAR
über einen sogenannten Indexaddierer abgeändert.
Dieser Indexaddierer ist jedoch vorliegend der Einfachheit
halber weggelassen worden.
Während des zweiten Zyklus des ersten Programmschrittes wird der Speicher M über die Torschaltung
DAG adressiert, die vom Befehlsdekodierer ID auf den Befehl MX hin aktiviert wird. Da der Befehl MX
angibt, daß Daten aus dem Speicher M abgelesen und dem Register X zugeführt werden sollen, betätigt der
Befehlsdekodierer ID ferner die Torschaltung DRG, die Ausgangs-Torschaltung DOD des Pufferregisters
BDR und die Eingangs-Torschaltung XIG des Registers X. Es ist also ein Übertragungsweg für die
Daten vom Speicher M über das Pufferdatenregister BDR zum Register X vorhanden.
Ähnliche Operationen wie die oben beschriebenen finden im Verlauf der Arbeitszyklen der nachfolgenden Programmschritte statt. Während des vierten Schritts kommt der Verzweigungsbefehl T am Befehlsregister IR an. Der Adressenteil des Verzweigungsbefehls ist
Ähnliche Operationen wie die oben beschriebenen finden im Verlauf der Arbeitszyklen der nachfolgenden Programmschritte statt. Während des vierten Schritts kommt der Verzweigungsbefehl T am Befehlsregister IR an. Der Adressenteil des Verzweigungsbefehls ist
nun nicht aber wie bei den anderen Befehlen für eine Datenadresse bestimmt. Statt einer Betätigung der
Torschaltung DAG oder der Torschaltung ICG der Erhöhungsschaltung IC wirkt der zum Verzweigungsbefehl gehörige Operationsteil auf die Torschaltung
TAG, so daß die Adresse, die sonst am Ausgang des Befehlszählerregisters IAR erscheinen würde, durch
die Verzweigungsadresse ersetzt wird.
Gemäß Programmschritt 4 wird der Speicher M an der Adresse 200 abgefragt, so daß der Befehl
MZ145 in das Befehlsregister IR eintritt. Dieser
Befehl ist der erste eines angesteuerten Teilprogramms.
Nach beendigter Durchführung der Befehle des angesteuerten Teilprogramms kann eine Verzweigung
auf ein anderes Teilprogramm oder eine Rückführung auf das Hauptprogramm durchgeführt
werden.
Im Falle eines Fehlers, der entweder durch eine falsche Entnahme einer Information aus dem Speieher
M oder durch einen Fehler im Informationsinhalt einer richtig entnommenen Information entsteht,
spricht einer der Paritätsprüfer IPC oder DPC an, stellt sein zugehöriges Register IR bzw. BDR
zurück und bewirkt, daß der Programmschritt beim nächsten Arbeitszyklus wiederholt wird. Eine nochmalige,
erfolgreiche Entnahme stellt die normale Arbeitsfolge wieder her. Zum Beispiel soll während
des Programmschritts 4 das Verzweigungsbefehlswort 1000110010001 in das Befehlsregister IR eintreten.
Wenn jedoch der Speicher M unrichtig adressiert worden war und als Folge hiervon ein Datenwort
irrtümlich in das Befehlsregister IR übergeführt worden ist, stellt der Befehlsparitätsprüfer IPC keine
Parität fest, da die gesamte Anzahl der Einsen des vom Speicher M erhaltenen Wortes gerade ist und
nicht ungerade, wie es einem Befehlswort entspricht. Folglich wird der Befehlsfehlermelder IEI betätigt,
das Befehlsregister IR zurückgestellt, und ein Impulssignal blockiert die Torschaltung ICG der Erhöhungsschaltung
IC. Deshalb tritt die Verzweigungsadresse nicht in das Befehlszählerregister IAR ein,
und die Verzweigung wird in der vorstehend beschriebenen Weise wiederholt. Eine entsprechende
Operationsfolge läuft ab, wenn der Datenparitätsprüfer DPC einen Paritätsfehler feststellt.
Claims (2)
1. Einrichtung zum Feststellen einer irrtümlichen Interpretation von Dateninformation als
Befehlsinformation und umgekehrt beiProgrammabläufen in datenverarbeitenden Maschinen mit
einem Daten- und Programmspeicher mit einer Vorrichtung zum Prüfen der Parität der Informationswörter,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befehle entsprechend einer ersten
und die Daten entsprechend einer zweiten Paritätsvorschrift (ungerade bzw. gerade Parität)
kodiert sind und daß die Paritätsprüfvorrichtung für jede der beiden Paritätsvorschriften je einen
Paritätsdetektor (IPC bzw. DPC) aufweist, die die Übertragung derjenigen Informationswörter,
die nicht entsprechend ihrer jeweiligen Paritätsvorschrift kodiert sind, in bekannter Weise verhindern.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf die Feststellung einer
nicht entsprechenden Paritätsvorschrift ansprechende Korrekturschaltung (DUI, DUD, COG)
die Informationsentnahmeschaltungen veranlaßt, das als fehlerhaft erkannte Informationswort erneut
aus dem Speicher zu entnehmen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Elektronik«, Juli 1959, Nr. 7, S. 213 bis 215;
»Scientific American«, Februar 1962, S. 96 bis 108.
»Elektronik«, Juli 1959, Nr. 7, S. 213 bis 215;
»Scientific American«, Februar 1962, S. 96 bis 108.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 548/201 4.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US269106A US3283302A (en) | 1963-03-29 | 1963-03-29 | Detection of data processing errors |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE1267888B true DE1267888B (de) | 1968-05-09 |
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ID=23025821
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEP1267A Pending DE1267888B (de) | 1963-03-29 | 1964-03-21 | Einrichtung zur UEberwachung des Programmablaufs in datenverarbeitenden Maschinen |
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US7673190B1 (en) * | 2005-09-14 | 2010-03-02 | Unisys Corporation | System and method for detecting and recovering from errors in an instruction stream of an electronic data processing system |
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-
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- 1964-03-19 GB GB11610/64A patent/GB1057162A/en not_active Expired
- 1964-03-21 DE DEP1267A patent/DE1267888B/de active Pending
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