[go: up one dir, main page]

DE1267583B - Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder aehnlicher Masse - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder aehnlicher Masse

Info

Publication number
DE1267583B
DE1267583B DEP1267A DE1267583A DE1267583B DE 1267583 B DE1267583 B DE 1267583B DE P1267 A DEP1267 A DE P1267A DE 1267583 A DE1267583 A DE 1267583A DE 1267583 B DE1267583 B DE 1267583B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
fiber cement
format roller
format
motor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1267A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Adolf Oesterheld
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP1267A priority Critical patent/DE1267583B/de
Publication of DE1267583B publication Critical patent/DE1267583B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/30Producing shaped prefabricated articles from the material by applying the material on to a core or other moulding surface to form a layer thereon
    • B28B1/40Producing shaped prefabricated articles from the material by applying the material on to a core or other moulding surface to form a layer thereon by wrapping, e.g. winding
    • B28B1/42Producing shaped prefabricated articles from the material by applying the material on to a core or other moulding surface to form a layer thereon by wrapping, e.g. winding using mixtures containing fibres, e.g. for making sheets by slitting the wound layer

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement-oder ähnlicher Masse Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Röhren aus plastischer Faserzement- oder ähnlicher Masse mit einer mit konstanter Drehzahl motorisch angetriebenen Brustwalze zur Führung eines das Faserzementvlies zubringenden endlosen Bandes und mit einer gegen die Brustwalze angepreßten, höhenbeweglichen Formatwalze bzw. mit einem Rohrkern, auf die bzw. auf den das Faserzementvlies in mehreren Lagen bis zum Erreichen der gewünschten Mantelstärke des zu bildenden Hohlzylinders aufgewickelt und verdichtet wird; wobei entsprechend dem Anwachsen der Mantelstärke des aus den Vlieslagen sich bildenden Faserzement-Hohlzylinders die Drehzahl' der Formatwalze bzw. des Rohrkernes zwangläufig kleiner wird-: -Bei den in der Praxis bisher benutzten Plattenherstellungsmaschinen Wird die Formatwalze von der mit konstanter Drehzahl motorisch angetriebenen Brustwalze, die ortsfest gelagert und auf der die an höhenbeweglichen Tragarmen gelagerte Formatwalze abgestützt ist; über das ankommende Fäserzementvlies und über die- auf der Formatwalze bereits aufgebrachten Vlieslagen mitgedreht. 'Die Umfangsgeschwindigkeit der Formatwalze, deren äußerer Durchmesser mit wachsender Mantelstärke des aus den Vlieslagen sich bildenden - Faserzement-Hohlzylinders zunehmend größer wird, ist dabei die gleiche wie diejenige der Brustwalze.
  • In gleicher Weise wird bei Rohrmaschinen der Rohrkern durch das endlose Filzband über das von letzterem herangebrachte Fäserzementvlies und über die auf dem Röhrkern -aufgewickelte Wickellagen angetrieben.-Bei dieser sowohl bei Platten=- als auch bei Rohrherstellungsmaschinen üblichen-Äntrieb§art wird der Kraftfluß von der angetriebenen Brustwalze über das Faserzementvlies auf die- Formatwalze bzw. den Rohrkern übertragen; -wobei die Antriebskraft in der Fortbewegungsrichtung des Zubringerbandes- als Schubkraft auf das ankommende Faserzenientvlies und die bereits aufgewickelten Lagen' einwirkt. Die die Formatwalze bzw: den Rohrkern in - Drehung bringende Schubkraft darf ° eitle- gewisse Größe, "die von der Art "der zu-'r Verarbeitung kommenden Faserzementmasse- und von--der Schichtdicke des durch das Zubringerband herängeförderten Faserzementvlieses abhängig ist, nicht überschreiten, da sonst die Gefahr besteht, daß in dein aufzuwickelnden Faserzenlentvlies und in den bereits aufgebrachten Wickellagen Gefügeverzerrungen entstehen und die einzelnen =Wickellagen nicht gleichmäßig verdichtet und verfilzt werden. Hierauf muß bei der Bemessung der Geschwindigkeit, mit der das Faserzementvlies auf die Formatwalze bzw. auf den Rohrkern aufläuft, Rücksicht genommen werden. Ein schnelleres Fertigungstempo, das zur Erhöhung der Produktion und aus Wirtschaftlichkeitsgründen erwünscht ist, konnte bislang nicht verwirklicht werden, Weil dann das Zustandekommen einwandfreier Fertigungserzeugnisse nicht mehr gewährleistet ist.
  • Fertigungstechnische Schwierigkeiten ergeben sich vor allem bei -der Herstellung von dickwandigen Faserzement-Hohlzylindern und -Rohren daraus, daß als Folge der von- der Brustwalze bzw.-. dem Filzband auf die Faserzementmasse .ausgeübten Schubkraft die äußeren Wickellagen nicht in der gleichen Homogenität und mit der gleichen Oberflächenbeschaffenheit erzeugt werden wie die inneren Wikkellagen. In der Praxis hat sich gezeigt, daß insbesondere die Randkantenabschnitte der fertigen Faserzementplatten bzw: die Endabschnitte der Faserzementrohre nichtfest genug verdichtet werden. Der Grund hierfür liegt darin, daß bei der Kraftübertragung -von der Brustwalze zum Mantel der Formatwalze bzw. des Rohrkernes die Randkantenabschnitte des plastischen Faserzementvlieses zwischen dem Zubringerband und dem Mantel der Formatwalze bzw. des Rohrkernes . durch die Schubkraft des Zubringerbandes seitwärts -herausgedrückt werden.
  • Bei- Rohrherstellungsmaschinen ist -es - bekannt, oberhalb des Rohrkernes über dessen Länge verteilt Druckrollen oder endlose Bänder anzuordnen, die über je drei Rollen geführt sind. Mit der Anordnung der Druckrollen bzw. der= den Anpreßdruck bewirkenden. Walzenbänder -wird bezweckt; eine große Flächenpressung über, die ganze Länge des im Entstehen begriffenen Faserzement-Hohlzylinders auszuüben und das Entstehen von in der Mitte verdickten Asbestzement-Hohlzylindern zu vermeiden, die sich ergeben, wenn Druckkräfte nur an den beiden Wellenenden des Rohrkernes angreifen. Ein Antrieb der Druckrollen bzw. der Druckwalzenbänder ist erforderlich, weil in den Wickellagen Gefügeverzerrungen entstehen würden, wenn die mit hohem Druck angepreßten Druckrollen bzw. Walzenbänder durch die jeweils äußerste Wickellage mitgedreht werden müßten.
  • Um einen Gleichlauf zwischen den Druckwalzen einerseits und der Brustwalze sowie der Formatwalze andererseits herbeizuführen, ist vorgeschlagen worden, die Druckwalzen über Reibungskupplungen anzutreiben.
  • Beim Herstellen undurchlässiger Rohre aus Faserzement ist es bekannt, während mindestens einer vollen Umdrehung der Formatwalze einen Stoff hoher Undurchlässigkeit oder flüssiges bzw. pulvriges Material mit einem entsprechenden Anteil eines geeigneten undurchlässigen Stoffes auf das mittels eines endlosen Förderbandes herangeförderte Faserzementvlies vor dessen Aufwickeln auf die Formatwalze aufzubringen. Die Formatwalze wird hierbei in der bei Rohrherstellungsmaschinen üblichen Weise über das Faserzementvlies vom Filzband bzw. von der das Filzband umlenkenden Brustwalze aus angetrieben.
  • Bekannt ist ferner bei Rohrherstellungsmaschinen, bei denen eine auf einer Formatwalze vorgefertigte Faserzementbahn in feuchtem Zustand auf einen Rohrkern aufgewickelt wird, den Rohrkern in Achsrichtung hin- und hergehend so anzutreiben, daß seine Umdrehungszahl entsprechend der zunehmenden Dicke des auf dem Dorn entstehenden Faserzement-Hohlzylinders stetig abnimmt. Die Umfangsgeschwindigkeit eines Punktes an der Oberfläche der jeweils letzten Wickellage auf dem Rohrkern, der keine getriebemäßige Verbindung mit der Formatwalze hat, ist hierbei gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Formatwalze. Für den Antrieb der Formatwalze, auf der die Faserzementbahn erzeugt wird, ist aus der bekannten Konstruktion nichts herzuleiten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei den bisher bekannten Vorrichtungen zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzementmasse bestehenden Schwierigkeiten in der Fertigung von in allen Schichten verzerrungsfreien und an allen Stellen gleichmäßig verdichteten Faserzement-Hohlzylindern zu beseitigen, die Fertigungszeit der Faserzement-Hohlzylinder zu verkürzen und die Qualität der Fertigerzeugnisse, insbesondere dickwandiger Platten und Rohre, zu verbessern.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Formatwalze bzw. dem Rohrkern ein eigener Antrieb zugeordnet und für diesen eine Einstelleinrichtung vorgesehen ist, mit der die von der Formatwalze bzw. dem Rohrkern auf das ankommende Faserzementvlies und die aufgewickelten Vlieslagen ausgeübte Antriebskraft gegenüber der von der Brustwalze über das Zubringerband wirksam werdenden Schubkraft der Brustwalze den jeweiligen Erfordernissen entsprechend so regulierbar ist, daß die vom Zubringerband auf das ankommende Faserzementvlies ausgeübte Schubkraft vermindert, aufgehoben oder zur Erzielung einer Vorspannung der in der Aufwickelrichtung liegenden Fasern und der einzelnen Wickellagen als entgegegesetzt zur Aufwickelrichtung wirkende Kraft, also als Zugkraft, wirksam wird.
  • Da hierdurch die von der Brustwalze ausgehende Schubkraft teilweise oder ganz für das Aufwickeln des Faserzementvlieses unwirksam gemacht wird, kann man die Aufbaugeschwindigkeit des Faserzement-Hohlzylinders erhöhen, ohne daß dies die Gefahr einer Beschädigung des auflaufenden Faserzementvlieses und der bereits gebildeten Wickellagen durch Verzerrungen mit sich bringt. Auf diese Weise kann ein in allen Schichten gut verdichteter, gleichmäßig homogener Faserzement-Hohlzylinder erzeugt werden, bei dem die Wickellagen fest zusammengeschlossen und die beiden Randkantenabschnitte. einwandfrei geformt sind, da die Tendenz des seitlichen Herausdrückens der Randkantenabschnitte des Faserzementvlieses nicht mehr in dem Maß vorherrscht wie bei den bekannten Platten- und Rohrherstellungsmaschinen.
  • In manchen Fällen kann es für die Beschaffenheit des zur Verarbeitung kommenden Materials und dessen Füllmittel sowie für die im Einzelfall erforderliche Druckeinwirkung auf die Formatwalze zweckdienlich sein, die Formatwalze bzw. den Rohrkern während des ganzen Wickelvorganges mit gleichbleibender oder sogar absinkender Antriebskraft der Formatwalze bzw. des Rohrkernes zu fertigen. Wird die Formatwalze mit absinkender Kraft angetrieben, so können Asbestzement-Hohlzylinder erzeugt werden, deren Außenschichten lockerer gewickelt sind als die inneren Schichten. Wenn ein solcher Asbestzement-Hohlzylinder nach Erreichen der gewünschten Wandstärke aufgeschnitten und von der Formatwalze auf ein Transportband niedergeklappt und dabei gestreckt wird, lassen sich die äußeren Schichten leichter zusammenstauchen, als es bei in allen Vlieslagen gleichmäßig festgewickelten Asbestzement-Hohlzylindern der Fall ist. Für die Herstellung dickwandiger Asbestzementplatten ist dies ein großer Vorteil.
  • Wenn jedoch die unmittelbar auf die Formatwalze bzw. den Rohrkern einwirkende Antriebskraft größer ist als die von der Brustwalze über das Zubringerband auf das Faserzementvlies ausgeübte Schubkraft, dann erhält man eine von der Größe der Antriebskraft der Formatwalze bzw. des Rohrkernes abhängige Vorspannung der einzelnen Wickellagen in der Auflaufrichtung und eine Vorspannung des ankommenden Faserzementvlieses in der Längrichtung. Die so erzeugten Faserzement-Hohlzylinder, die insbesondere zur Verwendung als Rohre geeignet sind, zeichnen sich durch erhöhte Festigkeit aus.
  • Der Antrieb der Formatwalze bzw. des Rohrkernes und die zugehörige Steuereinrichtung können in verschiedener Weise ausgebildet und angeordnet sein. Eine der für die Praxis in Betracht kommenden Möglichkeiten besteht darin, der Formatwalze bzw. dem Rohrkern als Antriebsaggregat einen Elektromotor zuzuordnen und diesem als Steuerorgan einen von der Welle der Brustwalze oder deren Antriebsmotor angetriebenen Tachodynamo vorzuschalten, der die Stromaufnahme des Antriebsmotors der Formatwalze bzw. des Rohrkernes entsprechend dem mit zunehmender Mantelstärke des aus den Vlieslagen sich bildenden Faserzement-Hohlzylinders wachsenden Drehmoment reguliert.
  • Zweckmäßigerweise kann der die Formatwalze bzw. den Rohrkern antreibende Elektromotor ein Gleichstrommotor sein, wobei die Ankerspannung des Gleichstrommotors durch den Generator eines Leonardaggregates und die Feldspannung des Leonardaggregates durch den Tachodynamo erzeugt werden. Dieser Elektromotor und ein ihm nachgeschaltetes Untersetzungsgetriebe können vorteilhaft an einem der die Formatwalze bzw. den Rohrkern tragenden höhenbeweglichen Schwenkarme angeordnet sein.
  • Bei einer anderen Ausführungsform dient als Antriebsaggregat für die Formatwalze bzw. den Rohrkern ein Hydraulikmotor, in dessen Flüssigkeitsstromkreis Regelorgane angeordnet sind, die in Abhängigkeit von der wachsenden Mantelstärke des im Aufbau begriffenen Faserzement-Hohlzylinders unter Berücksichtigung des Abfallens der Drehzahl der Formatwalze bzw. des Rohrkernes die Kraftübertragung entsprechend steuern. Als Steuerorgan kann vorzugsweise ein von der Welle der Formatwalze bzw. des Rohrkernes angetriebener Fliehkraftregler Anwendung finden, der über einen höhenverschiebbaren Anschlagarm auf den Fühlhebel eines die Regelorgane im Druckflüssigkeitsstromkreis des Hydraulikmotors steuernden Druckregelventils einwirkt.
  • Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung können die Regelorgane im Druckflüssigkeitsstromkreis eines der Formatwalze bzw. dem Rohrkern als Antriebsaggregat zugeordneten Hydraulikmotors mit einem der die Formatwalze bzw. den Rohrkern tragenden höhenbeweglichen Schwenkarme oder mit einer an der Formatwalze bzw. dem Rohrkern laufenden Tastrolle in Wirkungsverbindung stehen. Dies kann vorteilhaft in der Weise verwirklicht werden, daß an einem der die Formatwalze bzw. den Rohrkern tragenden höhenbeweglichen Schwenkarme eine Kurvenschiene als Betätigungselement für den Fühlhebel eines die Regelorgane im Druckflüssigkeitsstromkreis des Hydraulikmotors steuernden Druckreglerventils befestigt ist.
  • Eine andere konstruktiv einfache, bequem zu betätigende Ausführung der Kombination des die Formatwalze bzw. den Rohrkern antreibenden Hydraulikmotors und der den Antrieb steuernden Einrichtung ist die, daß die im Flüssigkeitsstromkreis des hydraulischen Antriebsmotors liegenden Regelorgane an ein Zeitschaltwerk angeschlossen sind, das bei Erreichen der Sollstärke des sich aus den Vlieslagen bildenden Faserzement-Hohlzylinders bzw. des sich so bildenden Faserzementrohres und nach dem Auftrennen des auf der Formatwalze gebildeten Faserzement-Hohlzylinders bzw. nach dem Ausstoßen des das Faserzementrohr tragenden Rohrkernes die Ölzufuhr zum Hydraulikmotor abschaltet. Dabei kann zweckmäßigerweise an das Zeitschaltwerk der elektrische Antriebsmotor einer Steuerpumpe angeschlossen sein, die den auf eine hubvolumenveränderliche Kolbenpumpe einwirkenden Stellkolben eines Förderstromreglers mit Drucköl beaufschlagt und den Stehkolben bis zum Augenblick des Abschaltens des Antriebsmotors durch das Zeitschaltwerk kontinuierlich weiterbewegt.
  • Das Einschalten des Zeitschaltwerkes geschieht zweckmäßigerweise durch einen Endschalter, für dessen Betätigung an einem der beiden die Formatwalze bzw. den Rohrkern tragenden Schwenkarme eine Auflaufschiene angeordnet ist bzw. eine am Rohrkern laufende Tastrolle dient. Die Anwendung eines Zeitschaltwerkes bietet die vorteilhafte Möglichkeit, in der Vorrichtung zum Messen der Stärke des auf der Formatwalze bzw. dem Rohrkern erzeugten Faserzement-Hohlzylinders einen Mikroschalter einzubauen, der bei Erreichen der Sollstärke des Faserzement-Hohlzylinders das Zeitschaltwerk abschaltet und den Impuls für das Aufschneiden des Faserzement-Hohlzylinders bzw. für das Ausstoßen des Rohrkernes mit dem fertigen Faserzementrohr gibt. Hierbei empfiehlt es sich, dem Zeitschaltwerk ein Verzögerungsreiais und ein Hilfsschütz zur beliebigen Einstellung der zeitlichen Aufeinanderfolge der Schalt- und Steuervorgänge zuzuordnen.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel mit elektromotorischem Antrieb und drei Ausführungsbeispiele mit hydraulischem Antrieb der Formatwalze einer Plattenherstellungsmaschine veranschaulichen, näher erläutert; es zeigt F i g. 1 die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Einzelheiten einer Plattenherstellungsmaschine mit elektromotorischem Antrieb der Formatwalze, F i g. 2 das Schaltschema des sich selbsttätig regulierenden elektromotorischen Antriebs der Formatwalze, F i g. 3 und 4 die Seitenansicht bzw. Vorderansicht der Formatwalze und der Brustwalze mit hydraulischem Antrieb der Formatwalze, F i g. 5 die Steuerung des hydraulischen Antriebs der Formatwalze mit Hilfe eines Fliehkraftreglers, F i g. 6 das Anordnungsschema des hydraulischen Antriebes nach F i g. 5, F i g. 7 die Steuerung des hydraulischen Antriebs der Formatwalze in Abhängigkeit von der Hubbewegung der die Formatwalze tragenden Schwenkarme, F i g. 8 das Anordnungsschema des hydraulischen Antriebs nach F i g. 7 und F i g. 9 die Steuerung des hydraulischen Antriebs durch ein Zeitschaltwerk.
  • Die Plattenherstellungsmaschine besteht, wie üblich, aus der Formatwalze 1, deren Welle 2 an zwei um feste Drehpunkte des Gestells 3 höhenbeweglichen Schwenkarmen 4 in Lagern 5 drehbar gelagert ist, und aus der Brustwalze 6, deren Welle 7 in Lagern des Gestells 3 drehbar, jedoch in der Höhenrichtung unverschiebbar gelagert ist. Die höhenbewegliche Formatwalze 1 ist gegen die mit kleinerem Durchmesser ausgeführte Brustwalze 6 abgestützt und wird zusätzlich zu der durch ihr eigenes Gewicht ausgeübten Kraft durch eine äußere Kraft gegen die Brustwalze 6 fest angedrückt. Hierfür dienen zwei an Auslegern 3 a des Gestells 3 angelenkte, hydraulisch oder pneumatisch betätigte Arbeitszylinder 9, deren Kolbenstangen 10 an die der Formatwalze 1 abgekehrten Enden der als Doppelhebel ausgebildeten Tragarme 4 gelenkig angeschlossen sind. Durch Veränderung des Druckmittelzuflusses zu den pneumatisch betätigten Arbeitszylindern 9 kann man je nach Erfordernis den zusätzlichen Anpreßdruck der Formatwalze 1 beliebig einstellen.
  • An die Formatwalze 1 wird das Faserzementvlies mit einem in geeigneter Weise angetriebenen endlosen Zubringerband 11, z. B. einem Filzband, herangefördert, das in bekannter Weise über einen oder mehrere (nicht gezeichnete) Behälter läuft, in denen Siebtrommeln und Gautschwalzen angeordnet sind, die auf die nach unten gekehrte Seite des unteren Trumes des Zubringerbandes 11 die plastische Faser-' zementmasse auftragen, die aufgetragene Masse abgautschen und vbrverdichten.
  • Der obere Trum des Zubringerbandes 11 ist über einen Saugkasten 12 geführt, der einen Teil der Feuchtigkeit aus dem Faserzementvlies absaugt. Hinter dem Saugkasten 12 ist das Zubringerband 11 über Leitrollen 13 an die Formatwalze 1 herangeführt und läuft- dann zwischen der Fotmatwälze 1 und- der Brustwalze 6 hindurch. Hierbei gibt es das an seiner Oberseite ' befindliche ' Faserzemeritvlies an die Formatwalze I ab, auf der aus den einzelnen Wickel= lagen der Faserzement-Hohlzylinder 8 aufgebaut wird.
  • Das Zubringerband11 läuft über die Brustwalze 6 weiter und wird hinter einer Umlenkrolle 14 über eine -Reinigungsvorrichtung, die beispielsweise aus Filzschlägern 15 und Spritzdüsen bestehen kann; ge= führt und im gereinigten Zustand über mehrere Leitrollen 16 erneut den Siebzylindern zugeleitet, von denen es -dann wieder `feuchte` Faserzementmasse aufnimmt. _ - : -Die Brustwalze 6 wird durch einen regelbaren (nicht gezeichneten) Elektromotor angetrieben. Die Drehzahl des Antriebsmotors und somit die Umfangsgeschwindigkeit der Brustwalze 6 werden nach der Art des zur Verarbeitung kommenden Faserzementmaterials und der zu erzeugenden Produkte eingestellt.
  • Die vorstehend beschriebenen Einzelheiten der Plattenherstellungsmaschine sind bekannt. Nach der Erfindung ist für die- Formatwalze 1 ein besonderer Antrieb vorgesehen, der, wie im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert wird, -auf verschiedene Weise verwirklicht werden kann.
  • In -F i g. 1 und 2 treibt der (nicht gezeichnete) Antriebsmotor der Brustwalze 6 über einen Riementrieb 17 einen Tachodynamo 18- als Einstellvorrichtung-an, der eine der konstanten Motordrehzahl entspreehende, gleichbleibende Wechselspannung erzeugt. Die Wechselspannung des Tachodynamos 18 wird durch einen- Gleichrichter 19 (s. F i g: 2) in - eine Gleichspannung umgewandelt. Die der Drehzahl des Antriebsmotors proportionale Gleichspannung wird zur Erregung des Generators 20 eines Deonardaggregates benutzt, wobei die Änkerspannung -des Generators 'der Drehzahl des die Brustwalze 6 und des den Tachodynamo 1$ -antreibenden Elektromotors proportional. ist und durch einen Regelwiderstand 21 reguliert werden kann. An einem als Umdrehungsanzeiger "geeichten: Voltmeter 22 kann die wirkliche minutliche Umdrehungszahl der Brustwalze 6 abgelesen, "uäd mit Hilfe eines Regelwider= ständes 23 auf die durch die Brustwalze 6 jeweils vorgegebene Drehzahl genau eingestellt werden.
  • Der Antrieb der Formatwalze l erfolgt durch einen Gleichstromniotor,-einen Elektromotor-24, der mit der vom Generator 20 des Leonärdaggregates erzeugten Spannung beäufschIagt_wird. Der Antriebsmotor 25 des Leonardaggregäte@ ist an das Stromnetz RST angeschlossen, aus dem auch der Antriebsmotor der- Brustwalze 6 gespeist wird. Durch einen an das Stromnetz angeschlossenen Gleichrichter 26 mit Regelwiderstand 27 wird eine Gleichspannung von -beispielsweise 180-V erzeugt, die zur Erregung der Feldspannung des Elektromotors 24 dient, _wobei auch hier in die: Leitung ein Regelwiderstand 28 eingeschaltet ist. Da nun die Ankerspannung des Generators-20 des Leonardaggregates der Drehzahl des die Brustwalze 6 antreibenden: -Motors proportional ist, ist die Kraftübertragung des Elektromotors 24 auf die Formatwalze 1 abhängig von der Drehzahl des Brustwalzen-Antriebsmotors und des an ihn angeschlossenen Tachodynamos 18.
  • Wird nun das Faserzementvlies in mehreren Wikkellagen auf die Formatwalze 1- aufgewickelt, dann wächst mit jeder Umdrehung der aus dem Durchmesser des Mantels der Formatwalze 1 und den aufgebrachten Wickellagen sich " ergebende äußere Durchmesser an der Formatwalze 1. Da die Formatwalze-1 ihre Umfangsgeschwindigkeit nicht ändern soll, muß die Drehzahl des die Formatwalze antreibenden Elektromotors 24 finit- jeder Umdrehung geringfügig zurückgehen. Von sich aus ist der Elektromotor-24 nicht in der Lage, seine Drehzahl zu ändern. Die Drehzahlverringerung kommt dadurch zustande, daß -die-Formatwalze 1 bzw. die an ihr angebrachten Wickelllagen mit den Vlieslagen 8, die durch das Zubringerband 11-herangefördert werden, Reibungsschluß hat bzw. haben und daß daher die Umfangsgeschwindigkeit der Formatwalze 1 die gleiche sein muß wie die der Brustwalze 6: Durch die Verringerung der Drehzahl des die Formatwalze 1 antreibenden Elektromotors 24 sinkt die elektromotorische Gegenkraft im - Elektromotor 24 ab, während die Stromaufnahme durch den Anker des Elektromotors dementsprechend größer wird. Mit der erhöhten Stromaufnahme, gesteuert durch die Spannung des Tachodynamos 18 -und die Wirkungsweise des Leonardgenerators 20, ergibt der Elektromotor 24 ein -zunehmend größer - werdendes Drehmoment, wie es erforderlich--ist, um die äußeren Wickellagen genauso stramm und fest auf -die Formatwalze 1 aufzuwickeln wie die inneren Wickellagen. _ Der Elektromotor 24 ist an einem plattenartigen Träger 29 angeordnet, der an einem der die-Formatwalze 1 tragenden, höhenbeweglichen Schwenkarme 4 befestigt ist. Der Elektromotor 24 treibt über einen Keilriementrieb-30 ein Schneckengetriebe 31, 32 an. Das die Schnecke 31 und das Schneckenrad 32 umschließende Getriebegehäuse 33 ist ebenfalls am plattenartigen -Träger 29 - angebracht.- Von einer mit dem Schneckenrad 32-auf gemeinsamer Welle sitzenden Keilriemenscheibe 34 wird- über einen endlosen Keilriemen 35 und eine auf -der Welle 2 der Formatwalze 1- sitzenden: -Keilriemenscheibe 36 das Drehmoment *auf die Formatwalze 1 weitergeleitet. Die Teile -34, 35 und 36 bilden ein Untersetzungsgetriebe.
  • In den F i g. 3 und 4 erfolgt der Antrieb der Formatwalze-1 durch einen hydraulischen Antriebsmotor 37, der über ein Untersetzungsgetriebe 38 die Welle der Fbrmatwalze1 antreibt.- Die- Drückflüssigkäit wird dem hydraulischen Antriebsmotor 37 über die Leitung 39 zugeführt und- fließt durch die Leitung 40 iüm Behälter 58 für das Drucköl zurück.
  • Das Anordnungsschema des Druckölstromkreises ist aus F i g. 6_ ersichtlich und wird weiter unten noch näher -erläutert. Auf der Welle 2 der Formatwalze 1 ist beim Ausführungsbeispiel -der F i g. 5 und 6 ein Schneckenrad 41 befestigt, das über die Schnecke 42 eine Spindel 43 antreibt. --An der Spindel 43 sind Fliehkraftgewichte 44 aasgelenkt, deren Ausschlag über, einen drehbaren Ring 45 auf einen Anschlagären 46 übertragen wird.- Die Fliehkraftgewichte 44 und' der- -drehbare Ring 45- bilden einen. Fliehkraftregler. Der Anschlagarm 46 ist mit einer Führungsbuchse 47 auf der Spindel 43 verschiebbar geführt und dient als Stellglied für den mit einer Gleitrolle 48 versehenen Fühlhebel 49 eines Druckreglerventils 50. Die Feder 51 des Druckreglerventils 50 bewirkt die Anlage der Gleitrolle 48 des Fühlhebels 49 gegen: den Anschlagarm 46. Bei zunehmender Wandstärke der auf der Formatwalze 1 im Aufbau befindlichen Vlieslagen 8 des Faserzement-Hohlzylinders nimmt die Drehzahl der Formatwalze 1 ab, wodurch sich die Fliehkraftgewichte 44 senken und somit über den Anschlagarm 46 das Druckreglerventil 50 betätigen.
  • Die sich daraus für den hydraulischen Antrieb ergebende Steuerung wird an Hand des Anordnungsschemas der F i g. 6 wie folgt erläutert: Durch einen Elektromotor 52 wird eine Axial-Kolbenpumpe 53 bekannter Ausführung angetrieben, die ein das Hubvolumen verstellendes Schwenkteil 54 aufweist. Die Verstellung des Schwenkteiles 54 erfolgt mittels eines Druckreglers 55, der mit dem Druckreglerventil 50 in Wirkungsverbindung steht. Die hubvolumenveränderliche Kolbenpumpe 53, 54 fördert Drucköl über die Leitung 39 zum hydraulischen Antriebsmotor (Hydraulikmotor) 37, der dadurch in Drehung versetzt wird. Das aus dem Hydraulikmotor 37 über die Leitung 40 wieder austretende Öl fließt über ein Vorspannventil 56 und einen Filter 57 zum Behälter 58 zurück. Die Teile 50 bis 55 bilden somit eine Einstellvorrichtung.
  • Das Vorspannventi156 hat die Aufgabe, einen kleinen Gegendruck im Hydraulikmotor 37 zu erzeugen, um einen ruhigen Lauf zu erzielen. Falls der Hydraulikmotor 37 blockiert wird, fließt der von der hubvolumenveränderlichen Kolbenpumpe 53, 54 geförderte Ölstrom über ein 1?berdruckventi159 direkt zum Behälter 58 ab. Wenn der Druck infolge des größer werdenden Abtriebsdrehmomentes langsam ansteigt, gibt der Stellkolben des Druckreglerventils 50 einen Querschnitt frei und läßt einen kleinen Ölstrom zum federbelasteten Stellkolben 55 a des Förderstromreglers 55 gelangen. Ist diese Ölstrommenge kleiner als der Durchgang durch die Bypass-Drossel 60, dann erfolgt keine Verstellung des Hubvolumens der hubvolumenveränderlichen Kolbenpumpe 53, 54, so daß sich auch die Abtriebsdrehzahl des Hydraulikmotors 37 nicht ändert. Sobald aber die Ölstrommenge, die zum Förderstromregler 55 fließt, so groß wird, daß sie ohne Druckverlust nicht mehr über die Bypass-Drossel 60 abfließen kann, dann verstellt der Ölstrom den Stellkolben 55 a des Förderstromreglers 55 gegen die vorgespannte Feder 55 b und verringert so das Hubvolumen der Axial-Kolbenpumpe 53. Diese fördert jetzt eine geringere Druckölinenge in der Zeiteinheit, was eine Verminderung der Abtriebsdrehzahl des Hydraulikmotors 37 zur Folge hat.
  • Würde aus irgendeinem Grund das Drehmoment wieder abfallen, dann sinkt auch der Druck in der Leitung 39 zum Hydraulikmotor 37. Der Stehkolben des Druckreglerventils 50 geht dann in die Schließstellung, und es fließt kein Drucköl mehr zum Stellkolben 55 a des Förderstromreglers 55. Die vorgespannte Feder 55 b des Förderstromreglers 55 kann somit den Stellkolben 55a wieder in die Stellung bringen, in der das Drucköl über die Bypass-Drossel 60 abgeführt wird. Auf diese Weise wird das Hubvolumen der Axial-Kolbenpumpe 53 wieder auf eine größere Fördermenge eingestellt. Dies würde insbesondere dann eintreten, wenn die fertige Faserzementplatte von der Formatwalze 1 abläuft. Dann aber tritt sofort das über einen Endschalter betätigte Dreiwegeventil 61 in Funktion.
  • Die Grundeinstellung des Förderstromreglers 55 wird durch die vorgespannte Feder 55 b des Stellkolbens 55 a bzw. über den Fühlhebel 49 am Druckreglerventi150 herbeigeführt. Zur Abschaltung des hydraulischen Antriebsmotors (Hydraulikmotor) 37 dient das in die Zuleitung 39 eingebaute Dreiwegeventi161, das als hydraulische Weiche den Ölstrom vom Hydraulikmotor 37 ablenkt und ihn unter Umgehung des Hydraulikmotors 37 zum Behälter 58 zurückführt. Zweckmäßig ist es, das Dreiwegeventil 61 vom Schaltschütz für den Antriebsmotor der Brustwalze 6 aus über einen Hilfsschalter mit zu betätigen, damit bei Störungen der Hydraulikmotor 37 sofort außer Betrieb gesetzt wird. Man kann aber auch durch Abschalten des Elektromotors 52 den Hydraulikmotor 37 stillsetzen Bei der Anordnung nach F i g. 7 und 8 wird die Steuerung der im Druckölstromkreis liegenden Regelorgane von der Hubbewegung der höhenbeweglichen Schwenkarme 4 abgeleitet, in denen die Formatwalze 1 gelagert ist. Zu diesem Zweck ist an dem der Formatwalze 1 abgekehrten Ende eines der beiden Schwenkarme 4 eine Kurvenschiene 62 befestigt, an der die Gleitrolle 48 des Fühlhebels 49 des Druckreglerventils 50 läuft. Mit zunehmender Mantelstärke der Vlieslagen 8 des Faserzement-Hohlzylinders auf der Formatwalze 1 wird die Kurvenschiene 62 abwärts bewegt und durch die Kurvenschiene 62 der Fühlhebel 49 des Druckreglerventils 50 betätigt. Hierbei werden sinngemäß die gleichen Steuervorgänge im Druckölstromkreis ausgelöst, wie sie bei Erläuterung des Anordnungsschemas nach F i g. 6 beschrieben worden sind.
  • F i g. 9 schließlich zeigt ein Ausführungsbeispiel für die direkte Steuerung der Regelorgane 50 bis 60 des Druckflüssigkeitsstromkreises durch ein Zeitschaltwerk 63, beispielsweise eine elektrisch betriebene Zeituhr, die mit einem Hilfsschütz und einem Verzögerungsrelais in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht ist. Die Anordnung des Ölstromkreises und die dazu gehörenden Regelorgane sind im wesentlichen die gleichen wie bei F i g. 6 und B. Unterschiedlich ist die Anordnung nach F i g. 9 lediglich insofern, als hier in die Ölhydraulik an Stelle der Bypass-Drossel 60 ein Zweiwegeventi164 und an Stelle des Druckreglerventils 50 eine Steuerpumpe 65 mit elektrischem Antriebsmotor 66 eingeschaltet sind. Durch ein Hauptsteuerschütz werden der Elektromotor 52 für die hubvolumenveränderliche Kolbenpumpe 53, 54 und der elektrische Antriebsmotor 66 der Steuerpumpe 65 gleichzeitig eingeschaltet.
  • An einem der die Formatwalze 1 tragenden höhenbeweglichen Schwenkarme 4 ist eine Auflaufschiene 67 befestigt, die einen Endschalter 68 betätigt, wenn die fertige Faserzementplatte von der Formatwalze abläuft und die Formatwalze 1 sich gegen die Brustwalze 6 heran nach unten senkt.
  • Durch den Endschalter 68 wird die Uhr des Zeitschaltwerks 63 in Gang gesetzt und zugleich das Hilfsschütz betätigt, daß das Zweiwegeventil 64 schließt. Die Steuerpumpe 65 fördert nun eine geringe, gleichbleibende Ölmenge zum Förderstromregler 55, der im Aufbau und in der Wirkungsweise dem Druckreglerventil 50 der Anordnung nach F i g. 6 entspricht. Der entgegen der Kraft der vorgespannten Feder 55 b aufwärts gehende Stellkolben 55 a des Förderstromreglers 55 verstellt den Schwenkteil 54 der hubvolumenveränderlichen Kolbenpumpe 53, so daß diese Drucköl zum hydraulischen Antriebsmotor 37 fördert und ein Drehmoment mit entsprechender Drehzahl über das Untersetzungsgetriebe 38 auf die Formatwalze überträgt. Da die Steuerpumpe 65 während der- ganzen Laufzeit des Zeitschaltwerkes mit zunehmend größer werdendem Druck auf den Stellkolben 55 a des Förderstromreglers 55 einwirkt, wird das im Hydraulikmotor 1 erzeugte Antriebsdrehmoment zunehmend größer.
  • Das Abschalten des Zeitschaltwerkes 63 erfolgt durch einen Mikroschalter 69, der in die Vorrichtung 70 zum Messen der Wandstärke der auf der Formatwalze 1 im Aufbau befindlichen Vlieslagen 8 des Faserzement-Hohlzylinders eingebaut ist. Die Vorrichtung zum Messen der Wandstärke arbeitet in bekannter Weise mit einer Tastrolle, die am Faserzementmantel entlangläuft.
  • Wenn beim Erreichen der Sollstärke des Faserzement-Hohlzylinders der Mikroschalter 69 anspricht und das Zeitschaltwerk 63 abschaltet, wird ein Hilfsschütz betätigt und durch dieses der Impuls für das Durchtrennen der Vheslagen 8 des fertiggewickelten Faserzement-Hohlzylinders ausgelöst. Zugleich wird durch das Hilfsschütz das Zweiwegeventil 64 in die OfEenstellung bewegt; in der die vorgespannte Feder 55 b des Förderstromreglers 55 das öl aus dem Ventilgehäuse verdrängt und in den Behälter 58 zurückdrückt. Das in den Druckölstromkreis eingebaute, in F i g. 6 dargestellte Dreiwegeventil 61 wird ebenfalls betätigt, so daß die Ölzufuhr zum hydraulischen Antriebsmotor 37 unterbrochen wird und das Öl zum Behälter 58 abfließt.
  • Das Zeitschaltwerk 63 läuft nach dem Abschalten automatisch in die Nullstellung zurück. Seine Wiedereinschaltung erfolgt durch den Endschalter 68.
  • Mit Hilfe eines im Zeitschaltwerk 63 untergebrachten Verzögerungsrelais und durch Herstellung einer Verbindung zwischen diesem und dem Mikroschalter 69 ist es möglich, die einzelnen Arbeitsvorgänge den praktischen Bedürfnissen entsprechend zeitlich beliebig aufeinander abzustimmen.

Claims (13)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder ähnlicher Masse mit einer mit konstanter Drehzahl motorisch angetriebenen Brustwalze zur Führung eines das Faserzementvlies zubringenden endlosen Bandes und mit einer gegen die Brustwalze angepreßten, höhenbeweglichen Formatwalze bzw. mit einem Rohrkern, auf die bzw. auf den das Faserzementvlies in mehreren Lagen bis zum Erreichen der gewünschten Mantelstärke des zu bildenden Hohlzylinders aufgewickelt und verdichtet wird, wobei entsprechend dem Anwachsen der Mantelstärke des aus den Vlieslagen sich bildenden Faserzement-Hohlzylinders die Drehzahl der Formatwalze bzw. des Rohrkernes zwangläufig kleiner wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Formatwalze (1) bzw. dem Rohrkern ein eigener Antrieb (24 bzw. 37) zugeordnet und für diesen eine Einstellvorrichtung (18 bzw. 50 bis 55) vorgesehen ist, mit der die von der Formatwalze (1) bzw. dem Rohrkern auf das ankommende Faserzementvlies und die aufgewickelten Vlieslagen (8) ausgeübte Antriebskraft gegenüber der von der Brustwalze (6) über das Zubringerband (11) wirksam werdenden Schubkraft der Brustwalze (6) so regulierbar ist, daß die vom Zubringerband (11) auf das ankommende Faserzementvlies ausgeübte Schubkraft vermindert, aufgehoben oder zur Erzielung einer Vorspannung der in der Aufwickelridhtung liegenden Fasern und der einzelnen Wickellagen als entgegengesetzt zur Aufwickelrichtung wirkende Zugkraft wirksam wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem der Formatwalze (1) bzw. dem Rohrkern als Antriebsaggregat zugeordneten Elektromotor (24) als Steuerorgan ein von der Welle (7) der Brustwalze (6) oder deren Antriebsmotor angetriebener Tachodynamo (18) vorgeschaltet ist, der die Stromaufnahme des Antriebsmotors (24) der Formatwalze (1) entsprechend dem mit zunehmender Mantelstärke des im Aufbau begriffenen Faserzement-Hohlzylinders (8) wachsenden Drehmoment reguliert.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen die Formatwalze (1) bzw. den Rohrkern antreibenden Elektromotor (24) als Gleichstrommotor, wobei die Ankerspannung des Elektromotors (24) durch den Generator (20) eines Leonardaggregates und die Feldspannung des Generators (20) des Leonardaggregates durch den Tachodynamo (18) erzeugt werden.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (24) und ein ihm nachgeschaltetes Untersetzungsgetriebe (34, 35, 36) an einem der die Formatwalze (1) bzw. den Rohrkern tragenden, höhenbeweglichen Schwenkarme (4) angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Flüssigkeitsstromkreis eines der Formatwalze (1) bzw. dem Rohrkern als Antriebsaggregat zugeordneten Hydraulikmotors (37) Regelorgane (55 bis 60) angeordnet sind, die in Abhängigkeit von der wachsenden Mantelstärke des im Aufbau begriffenen Faserzement-Hohlzylinders (8) die Änderung der minutlichen Umläufe der Formatwalze (1) bzw. des Rohrkernes die Kraftübertragung steuern.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen von der Welle (2) der Formatwalze (1) bzw. des Rohrkernes angetriebenen Fliehkraftregler (44, 45), der über einen höhenverschiebbaren Anschlagarm (46) auf den Fühlhebel (49) eines die Regelorgane im Druckflüssigkeitsstromkreis des Hydraulikmotors (37) steuernden Druckreglerventils (50) einwirkt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Flüssigkeitsstromkreis eines der Formatwalze (1) bzw. dem Rohrkern als Antriebsaggregat zugeordneten Hydraulikmotors (37) Regelorgane (50 bis 55) angeordnet sind, die mit einem der die Formatwalze (1) bzw. den Rohrkern tragenden höhenbeweglichen Schwenkarm (4) oder mit einer an der Formatwalze bzw. am Rohrkern laufenden Tastrolle in Wirkungsverbindung stehen. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der die Formatwalze (1) bzw. den Rohrkern tragenden höhenbeweglichen Schwenkarme (4) eine Kurvenschiene (62) als Betätigungselement für den Fühlhebel (49) eines die Regelorgane im Druckflüssigkeitsstromkreis des Hydraulikmotors (37) steuernden Druckreglerventils (50) befestigt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Flüssigkeitsstromkreis eines der Formatwalze (1) bzw. dem Rohrkern als Antriebsaggregat zugeordneten hydraulischen Antriebsmotors (37) liegenden Regelorgane (51 bis 55, 65, 66) an ein Zeitschaltwerk (63) angeschlossen sind, das bei Erreichen der Sollstärke des zu bildenden Faserzement-Hohlzylinders bzw. des zu bildenden Faserzementrohres und nach dem Auftrennen des auf der Formatwalze gebildeten Faserzement-Hohlzylinders (8) bzw. nach dem Ausstoßen des das Faserzementrohr tragenden Rohrkernes die COlzufuhr zum Hydraulikmotor (37) abschaltet.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an das Zeitschaltwerk (63) der elektrische Antriebsmotor (66) einer Steuerpumpe (65) angeschlossen ist, die den auf eine hubvolumenveränderliche Kolbenpumpe (53, 54) einwirkenden Stellkolben (55a) eines Förderstromreglers (55) mit Drucköl beaufschlagt und den Stellkolben (55 a) bis zum Augenblick des Abschaltens des Antriebsmotors (66) durch das Zeitschaltwerk kontinuierlich weiterbewegt.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß für das Einschalten des Zeitschaltwerkes (63) ein Endschalter (68) vorgesehen ist, für dessen Betätigung an einem der beiden die Formatwalze (1) bzw. den Rohrkern tragenden höhenbeweglichen Schwenkarme (4) eine Auflaufschiene (67) angeordnet ist bzw. eine am Rohrkern laufende Tastrolle dient.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß in die Vorrichtung (70) zum Messen der Stärke des auf der Formatwalze (1) bzw. auf dem Rohrkern erzeugten Faserzement-Hohlzylinders ein Mikroschalter (69) eingebaut ist, der bei Erreichen der Sollstärke des Faserzement-Hohlzylinders das Zeitschaltwerk (63) abschaltet und den Impuls -für das Aufschneiden des Faserzement-Hohlzylinders bzw. für das Ausstoßen des Rohrkernes mit dem fertigen Faserzementrohr gibt.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9, 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zeitschaltwerk (63) ein Verzögerungsrelais und ein Hilfsschütz zur beliebigen Einstellung der zeitlichen Aufeinanderfolge der Schalt- und Steuervorgänge zugeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 743 447; deutsche Auslegeschrift Nr. 1095 726; österreichische Patentschriften Nr. 192 828, 202 051; schweizerische Patentschrift Nr. 67 385.
DEP1267A 1964-02-19 1964-02-19 Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder aehnlicher Masse Pending DE1267583B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP1267A DE1267583B (de) 1964-02-19 1964-02-19 Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder aehnlicher Masse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP1267A DE1267583B (de) 1964-02-19 1964-02-19 Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder aehnlicher Masse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1267583B true DE1267583B (de) 1968-05-02

Family

ID=5659489

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP1267A Pending DE1267583B (de) 1964-02-19 1964-02-19 Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder aehnlicher Masse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1267583B (de)

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH67385A (de) * 1914-01-27 1914-12-01 Jean Baer Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren aus Faserstoff und einem hydraulischen Bindemittel
DE743447C (de) * 1939-10-30 1943-12-27 Asbest Zement Ag Deutsche Rundmaschine zum Herstellen von Gegenstaenden aus plastischen Massen
AT192828B (de) * 1952-09-26 1957-11-11 Eternit Societa Per Azioni Sed Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung undurchlässiger Rohre u. dgl. aus Faserzement sowie derartige Rohre u. dgl.
AT202051B (de) * 1956-10-15 1959-02-10 Smidth & Co As F L Vorrichtung zur Herstellung von Faserzementrohren
DE1095726B (de) * 1958-04-01 1960-12-22 Camillo Pasquale Vorrichtung zum selbsttaetigen Nachpruefen und stetigen AEndern des Formungsdruckes bei der Herstellung von Rohren, Platten u. dgl.

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH67385A (de) * 1914-01-27 1914-12-01 Jean Baer Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren aus Faserstoff und einem hydraulischen Bindemittel
DE743447C (de) * 1939-10-30 1943-12-27 Asbest Zement Ag Deutsche Rundmaschine zum Herstellen von Gegenstaenden aus plastischen Massen
AT192828B (de) * 1952-09-26 1957-11-11 Eternit Societa Per Azioni Sed Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung undurchlässiger Rohre u. dgl. aus Faserzement sowie derartige Rohre u. dgl.
AT202051B (de) * 1956-10-15 1959-02-10 Smidth & Co As F L Vorrichtung zur Herstellung von Faserzementrohren
DE1095726B (de) * 1958-04-01 1960-12-22 Camillo Pasquale Vorrichtung zum selbsttaetigen Nachpruefen und stetigen AEndern des Formungsdruckes bei der Herstellung von Rohren, Platten u. dgl.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3421632C2 (de) Vorrichtung zum oszillierenden Linearantrieb eines mit einer umlaufenden Walze oder dergleichen zusammenwirkenden Bauteils
DE68910381T2 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Rohren.
DE2461466B2 (de) Drahtsägemaschine
DE3032001A1 (de) Maschine zur herstellung von eindeckenwellpappe mit automatischer steuerung des walzenspaltes
DE3042383A1 (de) Glaettvorrichtung
EP0253205A2 (de) Vorrichtung zum schrittweisen Vorschieben von Bandmaterial mit zwei gegenläufig angetriebenen Vorschubwalzen
DE2121365B2 (de) Stofflegemaschine
DE3322996C2 (de)
DE1752276A1 (de) Einrichtung zum Zufuehren eines Bandes od.dgl.zu einer Bearbeitungsmaschine,wie insbesondere einer Presse od.dgl.
DE1267583B (de) Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus plastischer Faserzement- oder aehnlicher Masse
DE2458796A1 (de) Presse, vorzugsweise rollen-spindelpresse
DE1561693A1 (de) Selbsttaetig nachstellende Bandspannvorrichtung fuer umlaufende endlose Baender
DE1291889B (de) Mischwalzwerk zum Mischen elastomerer Materialien
DE2519508A1 (de) Einstellvorrichtung fuer den abstand zwischen walzen
DE1604601A1 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Beuteln aus einem Folienschlauch aus thermoplastischem Kunststoff
DE2545386C3 (de) Vorrichtung zum oszillierenden Antreiben einer Stranggießkokille
DE2058748C3 (de) Vorrichtung zur Behandlung von Endlosmaterialien in gebundener Warenführung
DE3033148A1 (de) Maschine zum zerschneiden von textilmaterialrollen
DE2742043A1 (de) Richtmaschine
DE867794C (de) Reibkraftregler
DE884456C (de) Antrieb, insbesondere fuer Papiermaschinen u. dgl.
DE2163206C2 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Platten und Rohren aus Faserzement od. dgl
CH383842A (de) Vorrichtung zur Förderung von Fasermaterial
DE3334856A1 (de) Antrieb fuer ein heizwerkzeug einer packmaschine
DE2845030C2 (de) Rollgang zum Fördern von Walzgut