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DE1253760B - Elektronischer UEberstromschalter - Google Patents

Elektronischer UEberstromschalter

Info

Publication number
DE1253760B
DE1253760B DE1965ST024826 DEST024826A DE1253760B DE 1253760 B DE1253760 B DE 1253760B DE 1965ST024826 DE1965ST024826 DE 1965ST024826 DE ST024826 A DEST024826 A DE ST024826A DE 1253760 B DE1253760 B DE 1253760B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
electronic overcurrent
switch according
transistor
overcurrent switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965ST024826
Other languages
English (en)
Inventor
Hans H Niediek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DE1965ST024826 priority Critical patent/DE1253760B/de
Publication of DE1253760B publication Critical patent/DE1253760B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/08Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
    • H02H3/087Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current for DC applications
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/30Modifications for providing a predetermined threshold before switching

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Elektronischer überstromschalter Die Erfindung betrifft einen elektronischen überstromschalter, bei dem die an einem Meßwiderstand im Laststromkreis abfallende Spannung beim überschreiten eines vorgegebenen Wertes das Ansprechen von Schaltmitteln zur Herabsetzung des Laststromes bewirkt.
  • Zur Absicherung der Ausgänge elektronisch geregelter Netzgeräte lassen sich keine normalen Schmelzsicherungen verwenden. Charakteristisch für diese Netzgeräte ist, daß die Spannung über den ganzen Belastungsbereich konstant bleibt, bei überschreiten eines Maximalwertes aber plötzlich zusammenbricht. Eine Schmelzsicherung, deren Nennwert dem Maximalwert des von dem Netzgerät gelieferten Stromes entspricht, würde nie zum Auslösen kommen, da hierzu mindestens der zweifache Nennstrom erforderlich ist. Aber auch bei dem zweifachen Strom müßte eine lange Auslösezeit in Kauf genommen werden. Tragbar kurze Auslösezeiten, die häufig für elektronische Schaltungsanordnungen verlangt werden, entstehen aber erst bei Kurzschlußströmen, die dem Vielfachen des Nennwertes entsprechen.
  • Es sind unter der Bezeichnung »elektronische Sicherung« Schutzschaltungen entwickelt worden, die das Absinken der Spannung unter einen vorgegebenen Wert ausnutzen, um durch elektronische oder elektromechanische Schaltmittel den Ausgang des Netzgerätes stromlos zu machen. Diese Sicherungen arbeiten sehr schnell. Sie schützen nicht nur das Netzgerät, sondern auch die Bauelemente im Verbraucher, die durch den Kurzschlußstrom oder das Absinken der Spannung Schaden leiden könnten.
  • Jedoch ist die vorbeschriebene bekannte Schaltungsmaßnahme nicht ausreichend, wenn es sich um ein Netzgerät höherer Leistung und um einen insbesondere elektronischen Verbraucher handelt, der mehrere Sicherungskreise aufweist. Zusätzlich erschwerend wirkt sich die Forderung nach einer zweiten Versorgungsspannung aus. In diesem Fall kann nicht mehr das Zusammenbrechen der Versorgungsspannung zum Abschalten ausgenutzt werden. In diesen Fällen muß das innerhalb eines diskreten Prozentbereiches erfolgende Überschreiten des Nennstromes in dem zu schützenden Stromkreis zum sofortigen Abschalten dieses Kreises führen. Diese Forderung ist um so bedeutungsvoller, wenn in den übrigen Sicherungskreisen durch diesen Abschaltevorgang keine Störungen ausgelöst werden dürfen. Sind zwei Versorgungsspannungen für eine abzusichernde elektronische Verbrauchergruppe erforderlich, dann muß bei Kurzschluß in einem Spannungskreis die zweite Spannung mit abgeschaltet werden. Als weitere sehr wesentliche Forderung sollte der Spannungsabfall in den Schaltmitteln, die den Strom kontrollieren, denjenigen nicht wesentlich übersteigen, der in den bekannten Schmelzsicherungen auftritt.
  • Es ist ferner auch schon eine elektronische Sicherung bekannt (Elektronics 35, 1962, 13, S. 60), bei der die an einem Meßwiderstand im Laststromkreis abfallende Spannung mit einer Festspannung verglichen wird. Diese Festspannung wird dabei an einer über einen Vorwiderstand betriebenen Diode erzeugt. Überschreitet die Meßspannung die Festspannung, so wird die Differenzspannung mittels eines Transistorverstärkers verstärkt und dann zur Steuerung eines Transistors benutzt, dessen gesteuerte Strecke im Laststromkreis angeordnet ist und der den Laststrom herabsetzt. Eine derartige Sicherung hat jedoch keinen definierten Schaltpunkt, denn mit dem Ansteigen der Differenzspannung steigt auch langsam der Basisstrom des Verstärkertransistors an, wobei Basis- und Kollektorstrom von der Umgebungstemperatur abhängig sind.
  • Eine nachfolgende Triggerschaltung würde erst das erforderliche Schaltverhalten zeigen, das zur Steuerung der die Belastung abtrennenden Schaltmittel nötig ist. Da nach Abschalten der Belastung auch der Spannungsabfall an dem Meßwiderstand wegfällt, kippt die Schaltung wieder in die Ruhelage zurück. Es sind somit zusätzliche Schaltmittel erforderlich, durch die die Belastung von der Stromversorgung abgetrennt bleibt.
  • Ein weiterer Nachteil dieser Schaltung ergibt sich aus der Schwankungsbreite der Basis-Emitter-Spannung des Transistors und der der Durchlaßspannung der Diode. Da der am Meßwiderstand auftretende Spannungsabfall klein sein soll, dieser aber mit dem Wert verglichen wird, der sich aus der Differenz der wesentlich größeren Basis-Emitter-Spannung des gerade leitend werdenden Transistors und der Durchlaßspannung der Diode ergibt, beeinflußt die Schwankungsbreite dieser Spannungen sehr stark den Ansprechwert der Sicherung.
  • Es ist für Zwecke der schnellen Durchschaltung eiper Wechselspannung oder von Impulsen bekannt (deutsche Auslegeschrift 1131 736), einen Transistor zu verwenden und diesen Transistor mit der an einer Tupneldiode abfallenden Spannung in den leitenden bzw. nichtleitenden Zustand zu schalten, indem der vorgespannten Tunneldiode von einer Impulsquelle über einen Kondensator ein negativer bzw. positiver Impuls zugeführt wird. Abgesehen davon, daß diese Anordnung nicht als elektronische Sicherung vorgesehen ist, ist sie auch für diesen Zweck weniger geeignet, da die Impulsquelle außer durch die Tunneldiode noch durch einen im Vorspannungsstromkreis der Tunneldiode angeordneten Widerstand belastet wird. Das führt bei elektronischen Sicherungen zu dem Nachteil, daß für den Meßwiderstand ein unerwünscht höherer Widerstandswert vorgesehen werden müßte.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen elektronischen überstromschalter der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die genannten Nachteile vermieden sind. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß dem Meßwiderstand eine Reihenschaltung aus einer Diode und einer über einen zweiten Widerstand vorgespannten Tunneldiode parallel geschaltet ist, deren Spannung beim Lastnennstrom knapp unterhalb der Höckerspannung liegend gewählt ist, und daß die beim Überschreiten des Lastnennstroms an der Tunneldiode abfallende erhöhte Spannung, gegebenenfalls verstärkt, die den Laststrom herabsetzenden Schaltmittel in an sich bekannter Weise steuert.
  • Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird eine Diode mit kleinem Durchlaßwiderstand, vorzugsweise eine Rückwärtsdiode, gewählt. Infolge des kleinen Durchlaßwiderstandes wird auch nur ein verhältnismäßig kleiner Spannungsabfall am Meßwiderstand, d. h. nur ein kleiner Meßwiderstand, benötigt.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist dem Meßwiderstand eine Diode, vorzugsweise eine Siliziumleistungsdiode, parallel geschaltet. Diese verhindert, daß der Spannungsabfall am Meßwiderstand als Folge des Kurzschlußstromes größer als die Durchlaßspannung dieser Diode wird, wodurch die Tunneldiode und die Rückwärtsdiode vor Überlastung geschützt werden.
  • Der durch den Kippvorgang in der Tunneldiode erzeugte Spannungssprung führt, gegebenenfalls nach Verstärkung, zur Abschaltung des gestörten Stromverbrauchers. Als Verstärker kann nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ein zweistufiger Transistorverstärker verwendet werden. Durch Auswechseln oder Verändern des Meßwiderstandes läßt sich jeder beliebige Nennwert in diesem elektronischen überstromschalter einstellen, vorausgesetzt, daß das Schaltmittel zum Abschalten des Kurzschlußstromes die nötige Schaltleistung besitzt. Zum Abschalten können sowohl Relais wie auch Leistungstransistoren verwendet werden. Relaiskontakte besitzen nur sehr kleine Übergangswiderstände und erzeugen somit kaum einen Spannungsabfall in der Stromzuführung. Ihre Abfallzeit ist jedoch relativ groß. Transistoren dagegen sind im Mittel um den Faktor 103 schneller, erzeugen aber im Stromweg zusätzlich einen kleinen Spannungsabfall. Nach Beseitigung der Störungsursache im Verbraucherstromkreis kann der Oberstromschalter durch Betätigung einer Taste wieder leitend gemacht werden.
  • Weitere Maßnahmen betreffen die gemeinsame, Abschaltung zweier Laststromkreise, wenn mindestens in einem dieser Laststromkreise eine überlast auftritt. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, den Stromkreis zur Vorspannung der Tunneldiode durch den zweiten Laststromkreis zu beeinflussen.
  • Diese und weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung können der folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele entnommen werden. Es zeigt F i g. I einen elektronischen Überstromschalter mit einem Relais als Abschaltmittel.
  • F i g. 2 einen elektronischen Oberstromschalter mit einem Transistor als Abschaltmittel, F i g. 3 einen elektronischen überstromschalter zum gleichzeitigen Abschalten von zwei verschiedenen Versorgungsspannungen mittels eines Relais, F i g. 4 einen elektronischen überstromschalter zum gleichzeitigen Abschalten von zwei verschiedenen Versorgungsspannungen mittels zweier Transistoren.
  • F i g. 1 zeigt einen elektronischen überstromschalter für eine Spannung mit Auftrennung des Strompfades durch einen Relaiskontakt. R 1 ist der Meßwiderstand, der durch seine Größe den Nennstrom des überstromschalters bestimmt. Parallel zu diesem liegt in Stromrichtung eine Leistungsdiode G 1 und eine Reihenschaltung aus einer Tunneldiode G2 und einer Diode G3. Die Diode G3 soll eine Diode mit kleiner Durchlaßspannung sein, z. B. eine Germaniumflächendiode oder besser eine sogenannte Rückwärtsdiode. Ein parallel zur Tunneldiode G2 liegender Kondensator C1 verhindert, daß sehr kurze Störspitzen schon zum Kippen der Tunneldiode führen. Der überstromschalter kann durch diesen Kondensator in gewissen Grenzen mehr oder weniger träge gemacht werden. Zwischen dem gemeinsamen Verbindungspunkt der Dioden G2. G 3 und dem positiven Potential liegt ein Widerstand R _S, der die Tunneldiode G2 mit einem Strom vorbelastet. der in seiner Größe zwischen dem Höckerstrom und dem Talstrom liegt. Mit der an der Tunneldiode auftretenden Spannung wird ein im wesentlichen aus den Transistoren T 1 und T 2 bestehender Verstärker gesteuert. Im Kollektorkreis des Transistors T2 liegt ein Relais B, das bei Abfall mit seinem Kontakt b 1 den zu überwachenden Stromkreis auftrennt. Die Verstärkerschaltung ist nicht an eine vorgeschriebene Anordnung gebunden; sie sollte iedoch so ausgelegt sein, daß der Abfall des Relais B bei Kurzschluß im Verbraucherkreis auch dann garantiert ist, wenn die Betriebsspannung auf kleine Werte zusammenbricht.
  • Bei Überschreiten des Lastnennstromes tritt an dem Widerstand R 1. ein Spannungsabfall auf, der die Summe der Spannungen aus Höckerspannung der Tunneldiode und Durchlaßspannung der Rückwärtsdiode übersteigt. Dadurch kippt die Tunneldiode in den Bereich zwischen Talspannung und Höckerdurchlaßspannung, wobei die Rückwärtsdiode gleichzeitig gesperrt wird. Die Höhe der an der Tunneldiode abfallenden Spannung ist dann abhängig von dem durch den Widerstand R 5 eingeprägten Strom und beträgt ein Mehrfaches von der Höckerspannung. Dadurch wird der Transistor T1 leitend und der Transistor T 2 gesperrt. Das Relais B fällt daher ab. Die Leistungsdiode G 1 verhindert, daß der am Meßwiderstand R 1 erzeugte Spannungsabfall bei Auftreten eines Kurzschlusses im angeschlossenen Verbraucher die Summe aus maximal zulässiger Höckerdurchlaßspannung der Tunneldiode und maximal zulässiger Durchlaßspannung der Rückwärtsdiode überschreitet. Eventuell muß in Reihe mit Tunneldiode und Rückwärtsdiode ein Widerstand geschaltet werden. Eine Überlastung der Diode G1 ist auch bei hohem Kurzschlußstrom in der kurzen Zeit, die bis zum Abschalten durch den Kontakt b 1 vergeht, nicht zu befürchten. Nach Beseitigung der Störung kann durch kurzzeitiges Abschalten der Betriebsspannung oder durch Betätigung einer Taste S der elektronische überstromschalter wieder leitend gemacht werden. Der durch den Widerstand R 5 und einen Spannungsteiler R 2, R 4 fließende und in der Tunneldiode G2 eingeprägte Strom sowie der durch den Kollektorwiderstand R 3 fließende Strom wird durch diese Taste abgeschaltet. Das Abschalten des Widerstandes R 3 ist erforderlich, damit für die Dauer der Tastenbetätigung durch den nun gesperrten Transistor T 1 der Transistor T 2 nicht leitend werden kann, wodurch das Relais B ansprechen würde. Erst wenn durch Schließen der Taste S ein erneutes Auslösen des überstromschalters gewährleistet ist, darf das Relais B wieder ansprechen. Das angesprochene Relais B überbrückt mit seinem Kontakt b 2 die Taste S, damit durch irrtümliche Betätigung dieser Taste nicht das Relais B abgeworfen wird, was zum Unterbrechen der Stromzufuhr führen würde.
  • F i g. 2 zeigt eine Schaltungsanordnung, in der zum Abschalten des gestörten Verbrauchers ein Leistungstransistor eingesetzt ist. Die Schaltungsanordnung unterscheidet sich von der nach F i g. 1 nur dadurch, daß der Transistor T 2 und das Relais B durch einen Leistungstransistor T2 ersetzt sind, dessen Schaltstrecke nun an Stelle des Kontaktes b 1 in der Zuleitung zum Verbraucher liegt. Sein durch den Widerstand R 3 eingeprägter Basisstrom kann im Verhältnis zur Großsignalverstärkung dieses Transistors dem Nennstrom des überstromschalters angepaßt werden. Wird der Nennstrom überschritten, dann kippt die Tunneldiode G2 und macht den Transistor T1 leitend. Dadurch wird der Transistor T2 gesperrt, so daß in sehr kurzer Zeit der Verbraucher von der Stromzufuhr abgetrennt wird. Eine Zerstörung des Leistungstransistors T2 in der kurzen Zeit, die bis zum Abschalten vergeht, ist nicht zu befürchten, zumal bei Auftreten eines Kurzschlußstromes dieser Transistor nicht mehr ausgesteuert ist und durch das Ansteigen der Kollektor-Emitter-Spannung zwangläufig der Kurzschlußstrom begrenzt wird. Der Auslösevorgang dieses elektronischen überstromschalters wird dadurch unterstützt.
  • F i g. 3 zeigt eine Schaltungsanordnung zum Absichern und gleichzeitigen Abschalten von zwei verschiedenen Versorgungsspannungen (plus und minus gegen Null) durch ein Relais mit zwei Kontakten. Tritt auf der Minuszuleitung ein Überstrom auf, dann arbeitet die Schaltung wie die in F i g. 1. Bei Abfall des Relais B werden jedoch durch die Kontakte b 1 und b 2 gleichzeitig beide Stromversorgungsleitungen unterbrochen. Die Tunneldiode G2 ist hier jedoch über in Reihe liegende Widerstände R 5 und R 6 mit der positiven Versorgungsspannung verbunden. Tritt ein Kurzschluß auf der positiven Zuleitung auf, dann wird hier in einer ähnlichen Indikatoranordnung, wie sie für die negative Zuleitung gebraucht wird, durch das Kippen einer Tunneldiode G 4 ein Transistor T3 leitend, der nun den Widerstand R 6 kurzschließt. Dadurch erhöht sich die Spannung an der Tunneldiode G 2 auf einen Wert, der über der Hökkerspannung liegt, wodurch diese Tunneldiode ebenfalls gekippt wird. Über die Transistoren T 1 und T 2 wird das Relais B abgeworfen, das dann die beiden Stromzuführungsleitungen zum Verbraucher auftrennt.
  • Als letztes Beispiel ist in F i g. 4 eine Schaltungsanordnung dargestellt, bei der zwei verschiedene Versorgungsspannungen durch Leistungstransistoren T2, T 6 abgeschaltet werden. Es handelt sich hier um eine für beide Spannungsbereiche symmetrisch aufgebaute Schaltungsanordnung, wobei lediglich beim Einsatz der Halbleiter die Polarität berücksichtigt werden muß. Der Teil an der Minusleitung entspricht im wesentlichen der Schaltungsanordnung nach F i g. 2. Jedoch liegt parallel zu den Ansteuerungspunkten für den Transistor T 1 ein weiterer Transistor T4, der beim Kippen der Tunneldiode G2 (Kurzschluß der negativen Lastspannung) ebenfalls leitend wird und damit einen Widerstand R 7 kurzschließt. Der ursprünglich durch Widerstände R7, R 12 in der Tunneldiode G 4 eingeprägte Strom wird derart erhöht, daß die Tunneldiode sprunghaft in den anderen Schaltzustand gerät. Über einen Transistor T 5 wird jetzt auch der Leistungstransistor T 6 ge- sperrt. Bei einem die positive Stromzuführung, belastenden Kurzschluß arbeitet die Schaltung sinngemäß in umgekehrter Richtung mit den für die Tunneldiode G2 vorgesehenen Vorwiderständen R5, R 13 und dem mit seiner Kollektor-Emitter-Strecke dem Vorwiderstand R 13 parallelliegenden Transistor T3, der von der Tunneldiode G4 mitgesteuert wird. Damit ist sichergestellt, daß auch bei dieser Schaltungsanordnung schon bei Auftreten einer unzulässig hohen Belastung auf nur einer der beiden Stromzuführungsleitungen gegenüber dem Nullpotential in kürzester Zeit die Stromzufuhr zum Verbraucher unterbrochen wird und daß dadurch andere an die gleiche Stromversorgungsquelle angeschlossene Verbraucher durch einen Zusammenbruch der Versorgungsspannung am gestörten Verbraucher nicht gestört werden.

Claims (11)

  1. Patentansprüche: 1. Elektronischer überstromschalter, bei dem die an einem Meßwiderstand im Laststromkreis abfallende Spantlung beim überschreitea eines vorgegebenen Wertes das Ansprechen von Schaltmitteln zur Herabsetzung des Laststromes bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß dem Meßwiderstand (R1) eine Reihenschaltung aus einer Diode (G3) und einer über einen zweiten Widerstand (R 5) vorgespannten Tunneldiode (G2) parallel geschaltet ist, deren Spannung beim Lastnennstrom knapp unterhalb der Höckerspannung liegend gewählt ist, und daß die beim überschreiten des Lastnennstromes an der Tunneldiode abfallende erhöhte Spannung, gegebenenfalls verstärkt, die Schaltmittel (B, T2, T6) in an sich bekannter Weise steuert.
  2. 2. Elektronischer überstromschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Diode mit kleinem Durchlaßwiderstand, vorzugsweise eine Rückwärtsdiode (G3), verwendet wird.
  3. 3. Elektronischer überstromschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Meßwiderstand (R1) eine Diode (G1) zum Schutz gegen Spannungsüberlastung der Reihenschaltung parallel geschaltet ist.
  4. 4. Elektronischer Überstromschalter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verstärker ein zweistufiger Transistorverstärker (T1, T2) verwendet wird.
  5. 5. Elektronischer überstromschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker ein Relais (B) steuert, durch das der Laststrom abschaltbar ist.
  6. 6. Elektronischer überstromschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstrecke des zweiten Transistors (T2, F i g. 2) im Laststromkreis angeordnet ist.
  7. 7. Elektronischer überstromschalter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsspannung für die erste Transistorverstärkerstufe (T1) und die Vorspannung für die Tunneldiode (G3) mittels eines Schalters (S) abschaltbar sind. B.
  8. Elektronischer überstromschalter nach Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schalter (S) ein Arbeitskontakt (b 2) des Relais (B) parallel geschaltet ist.
  9. 9. Elektronischer überstromschalter nach Anspruch 5 zur Abschaltung zweier Laststromkreise bei mindestens in einem dieser Laststromkreise auftretender Überlast, dadurch gekennzeichnet, daß dem im zweiten Laststromkreis angeordneten Meßwiderstand (R9) eine der Reihenschaltung im ersten Laststromkreis entsprechende Reihenschaltung (G4, G5) parallel geschaltet ist, daß mit der Spannung an der zweiten Tunneldiode (G4) ein dritter Transistor (T3) gesteuert wird, dessen Schaltstrecke in Reihe mit dem zweiten Widerstand (R5) liegt, und daß durch das Relais (B) beide Laststromkreise abschaltbar sind (Kontakte b 1, b 2).
  10. 10. Elektronischer Überstromschalter nach Anspruch 6 zur Abschaltung zweier Laststromkreise bei mindestens in einem dieser Laststromkreise auftretender Überlast, dadurch gekennzeichnet, daß eine analoge Anordnung (R 1.6, G 4, G 5, G 6, T 5, T 6, R 12) auch für den zweiten Laststromkreis vorgesehen ist und daß jeweils parallel zum ersten Transistor (T1 bzw. T5) ein weiterer Transistor (T4 bzw. T3) gesteuert wird, dessen Schaltstrecke in Reihe mit dem dem anderen Laststromkreis zugehörigen zweiten Widerstand (R 12 bzw. R 5) liegt.
  11. 11. Elektronischer Überstromschalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß den Tunneldioden (G2, G4) jeweils ein Kondensator (C1, C2) parallel geschaltet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1131736.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1131736B (de) * 1959-12-11 1962-06-20 Philips Nv Schaltungsanordnung zum Durchschalten einer Wechselspannung oder von Impulsen mit einer Halbleiterdiode mit negativem Widerstandsteil

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1131736B (de) * 1959-12-11 1962-06-20 Philips Nv Schaltungsanordnung zum Durchschalten einer Wechselspannung oder von Impulsen mit einer Halbleiterdiode mit negativem Widerstandsteil

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