DE1253384C2 - Verfahren zur herstellung von gegen schweflige saeure bestaendigen molybdatrotbzw. molybdatorange-pigmenten - Google Patents
Verfahren zur herstellung von gegen schweflige saeure bestaendigen molybdatrotbzw. molybdatorange-pigmentenInfo
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Description
den durch die Waschung des Pigments weitgehendst
as eliminiert; ihre Anwesenheit im Endprodukt ist für
die SO2-Beständigkeit nicht unbedingt zwingend.
Unter der Bezeichnung Molybdatrot bzw. Molybdat- Selbstverständlich kann man an Stelle der lösorange
sind seit Jahren anorganische Pigmentfarb- liehen Salze der Kieselfluorwasserstoffsäure auch alle
stoffe im Handel, die Mischkristalle der ungefähren anderen löslichen Verbindungen einsetzen, die wäh-Formel
30 rend der Nachbehandlung intermediär Fluor- und
7 PbCrO4 · 2 PbSO4 · 1 PbMoO4 Silikationen bilden,
darstellen. . ^11
Je nach dem gewünschten Farbton können die an- Beispiel
gegebenen Verhältnisse jedoch in gewissen Grenzen Zu einem frisch gefällten Molybdatrotansatz
schwanken. 35 (Trockengehalt etwa 550 g) gibt man eine Lösung
Produkte der genannten Art haben infolge ihrer von 50 g Ammoniumsilikofluorid in 500 ml Wasser,
brillanten Farbtöne, ihrer relativ guten Echtheiten Mit einer Lösung von etwa 100 g wasserfreier Soda
und ihres verhältnismäßig geringen Preises ausgedehnte (1:10) wird der pH-Wert der Suspension auf 7,5
Verwendung in der Lack- und Kunststoffindustrie ge- bis 8 gestellt,
funden. 4° Darauf löst man separat 24 g Sb2O3 in 80 g
funden. 4° Darauf löst man separat 24 g Sb2O3 in 80 g
Es sind eine Reihe von Verfahren bekanntgeworden, 30%iger Salzsäure und 40 ml Wasser. Diese Lösung
die die Herstellung eines Pigments mit den günstigsten läßt man sehr langsam in die Pigmentsuspension einEigenschaften
bezwecken. Außer der Variation der fließen. Man läßt noch etwa 15 Minuten nachrühren,
mengenmäßigen Anteile der Komponenten und den stellt mit verdünnter Sodalösung auf pH = 7 bis 7,5,
Fällbedingungen wurden an geeigneter Stelle der Ver- 45 wäscht dann und trocknet das Pigment in üblicher
fahren auch gewisse stabilisierende Zusätze, z. B. auf Weise. Man erhält ein Pigment mit sehr guter SO2-der
Basis von Aluminium- oder Titanhydroxiden, Beständigkeit,
basischen Antimonhydroxiden sowie Kieselsäure zu- B e i s η i e 1 2
basischen Antimonhydroxiden sowie Kieselsäure zu- B e i s η i e 1 2
gegeben.
Wenn diese Verfahren auch hinsichtlich des Färb- 50 Zu einem frisch gefällten Molybdatrotansatz
tons, der Farbstärke und der Lichtechtheit gewisse (Trockengehalt etwa 550 g) läßt man sehr langsam
Verbesserungen brachten, so sind trotzdem alle Pro- eine Lösung von 20 g Antimon(III)-chlorid in 40 ml
dukte gemäß dem Stand der Technik gegenüber der Wasser zutropfen. Nach 10 bis 15 Minuten Rühren
Einwirkung von schwefliger Säure bzw. deren An- werden 48 g Ammoniumsilikofluorid, gelöst in 250 ml
hydrid unecht. 55 Wasser, zugegeben, und mit etwa 520 ml Ammoniak
Infolge der zunehmenden Verunreinigung der Luft (lO°/oig) wird ein pH-Wert von 8 bis 8,5 eingestellt,
durch SO2 sind daher für den Einsatz von Molybdat- Nach Auswaschen und Trocknen erhält man ein
rot bzw. Molybdatorange enthaltende Lacke gewisse Pigment mit sehr guter SO2-Beständigkeit.
Grenzen gesetzt, da durch SO2-Einwirkung der Färb- Die SO2-Beständigkeit wurde im Kesternich-Gerät
Grenzen gesetzt, da durch SO2-Einwirkung der Färb- Die SO2-Beständigkeit wurde im Kesternich-Gerät
ton in unerwünschter Weise verändert wird. 60 geprüft; zur Demonstration des erzielten Effektes
Es wurde nun gefunden, daß sich Molybdatrot- wurden Binderaufstriche hergestellt, die als Pigment
bzw. Molybdatorangepigmente mit hervorragender nicht das reine Mineralfeuerrot, sondern Mischungen
SO2-Echtheit herstellen lassen, wenn das Pigment von Mineralfeuerrot mit Thioindigo im Verhältnis
nach der Fällung mit wasserlöslichen Antimon(III)- 7 Teile Mineralfeuerrot zu 3 Teilen Thioindigo entVerbindungen
und löslichen Salzen der Kieselfluor- 65 halten. Die jeweilige Beständigkeit des verwendeten
wasserstoffsäure oder mit wasserlöslichen Salzen, die Mineralfeuerrots äußert sich in einem Abwandern des
Antimon(III)-ionen, Fluorionen und Silikationen er- Tons nach der Kesternich-Prüfmethode in Richtung
geben, versetzt und danach mit Alkalien auf einen auf Blau.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von gegen schwef- riger Suspension durchgeführt.
lige Säure beständigen Molybdatrot- bzw. 5 Die Mengen an löslichen Antimon(III)-Verbin-
Molybdatorange - Pigmenten, dadurch ge- düngen und an löslichen Salzen der Kieselfluorwasser-
kennzeichnet, daß die Pigmente nach der stoffsäure bzw. an wasserlöslichen Antimon(III)-Ver-
Fällung mit wasserlöslichen Antimon(III)-Ver- bindungen sowie Fluor- bzw. Silikationen liefernden
bindungen und löslichen Salzen der Kieselfluor- Verbindungen können in gewissen Grenzen schwan-
wasserstoffsäure oder mit wasserlöslichen Salzen, io ken. Die untere Grenze ist gegeben durch den ge-
die Antimon(III)-ionen, Fluorionen und Silikat- wünschten Grad der SO2-Beständigkeit; die Grenze
ionen ergeben, versetzt und danach mit Alkalien nach oben ist an sich beliebig und wird lediglich aus
auf einen pH-Wert von 6 bis 8,5 eingestellt Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Forderung
werden. nach einem möglichst konzentrierten und farbstarken
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 15 Pigment bestimmt.
kennzeichnet, daß die Nachbehandlung unmittel- Im allgemeinen erhält man gegen SO2 gut bestänbar
nach der Fällung des Pigments in wäßriger dige Produkte, wenn sie analytische Mengen von AnSuspension
durchgeführt wird, timon (berechnet als Sb2O3) von 3,5 bis 6%, vor-
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch zugsweise 4,5%, und Silicium (berechnet als SiO2)
gekennzeichnet, daß die Zusätze von SiO2 20 von 2,5 bis 5%, vorzugsweise 3%, enthalten. Die
2,5 bis 5%, vorzugsweise 3%, und von Sb2O3 eingesetzten Fluorionen, die durch den Einsatz von
3,5 bis 6 Vo, vorzugsweise 4,5 °/o, betragen. wasserlöslichen Fluoriden bzw. durch Hydrolyse der
Salze der Silikofluorwasserstoffsäure entstehen, wer-
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