DE1245795B - Scharnier aus Kunststoff - Google Patents
Scharnier aus KunststoffInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05D—HINGES OR SUSPENSION DEVICES FOR DOORS, WINDOWS OR WINGS
- E05D11/00—Additional features or accessories of hinges
- E05D11/06—Devices for limiting the opening movement of hinges
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Closures For Containers (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.: ■
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmelfletag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmelfletag:
Auslegetag:
E05d
Deutsche Kl.: 68c-l
1245795
B 63838 V/68 c
30. August 1961
27. Juli 1967
B 63838 V/68 c
30. August 1961
27. Juli 1967
Die Erfindung betrifft ein Scharnier aus Kunststoff, bestehend aus einer einen kugelartig ausgebildeten
Seharnierbolzen tragenden Scharnierhälfte und einer in Schwenkrichtung geschlitzten, die erste Seharnierhälfte
umgreifenden zweiten Scharnierhälfte, welche durch federndes Einstecken zusammensetzbar sind.
Es sind bereits leichte und kleine Scharniere dieser Art bekannt, die als Gelenke für Klappkämme u. dgl.
dienen und aus druckknopfartigen Kunststofformkörpern hergestellt sind. "
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, solche Kunststoffsteckscharniere ohne zusätzlichen
Material- oder Arbeitsaufwand so auszugestalten, daß sie auch für Deckelverschlüsse und Behälterklappen
verwendbar sind und daß die mit ,den Scharnierteilen
versehenen Behälterhälften od. dgl. in bestimmten Klappstellungen festgehalten werden können
oder daß sie ohne weitere Verriegelungsvorrichtungen verschlossen zu halten sind, derart, daß ζ. Β.
Deckel und Türen erst nach Überwindung eines beabsichtigten Widerstandes geöffnet werden können.
Erfindungsgemäß wird zu diesem Zweck die Anordnung
so getroffen, daß die eine Scharnierhälfte; am Ende eines Befestigungssehaftes eine verdickte Gelenkkugel
aufweist, die in der als Lagersehale ausgebildeten zweiten Scharnierhälfte gelagert ist, und
daß die den Schlitz begrenzenden Ränder der Lagersehale mit in den Schlitz hineinragenden Ansätzen
und mit dem Querschnitt des Befestigungsschaftes entsprechenden Rastflächen versehen_ sind, in die
nach Überwindung des Widerstandes der Ansätze der,
Befestigungsschaft in verschiedenen Stellungen einrastbar ist. Durch die besondere Anordnung der Ansätze
und Rastflächen werden besondere Festhalte- und Verschlußeinrichtungen entbehrlieh.
Besonders vorteilhaft für die Massenfertigung solcher gleichzeitig als Feststell- und Halteorgän für die
betreffenden Klappen, Deckel oder Türen dienenden Steckscharniere ist es dabei, daß bei der Herstellung
der beiderseitigen Scharnierhälften als Spritz- oder Preßteile aus Kunststoff keinerlei zusätzliche Bearbeitungsmaßnahmen
oder zusätzliche Teile zur Bildung der Rasten nötig sind. Vielmehr bedarf es nur der,
entsprechenden Formgebung der Kunststoff seharnierteile, um einem solchen Steckscharnier ohne jeden
Mehraufwand die zusätzliche Funktion des Festhaltens einer Klappe od. dgl. in verschiedenen Stellungen
zu erteilen. Dabei entspricht die Anzahl der Rastenflächenpaare an der als Lagerschale ausgebildeten
Scharnierhälfte der Anzahl der vorgesehenen Klappstellungen des Scharniers (z. B. drei oder zwei).
Eine für die Herstellung sehr vorteilhafte Anord-Scharnier aus Kunststoff
Anmelder:
Beier, Buhmann und Schultz G, m. b. H.,
Haslach (Kinzigtal)
Haslach (Kinzigtal)
Als Erfinder benannt:
Erich Schultz,
Alfred Gersteniauer, Haslach (Kinzigtal)
nung ergibt sich, wenn an einem bandartigen Scharnierlappen mehrere in Richtung der- Schwenkachse
nebeneinander liegende Gelenkkugeln angeordnet sind, die in im entsprechenden Abstand an einem
weiteren bandartigen Scharnierlappen angeordnete Lagerschalen eingreifen. Dabei können für die
Massenfertigung die ganzen Scharnierhälften als einheitliehe Formteile nach einem Kunststoffspritz- pder
-preßverfahren hergestellt werden.
Die auf diese Weise mit geringstem technischen Aufwand erzeugten Scharniere haben außerordentlich
geringen Raumbedarf. Ihre Einzelelemente sind zuweilen nicht größer als die gewöhnlichen Wäschedruckknöpfe, jedenfalls bedeutend kleiner als sie auf
den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind.
An Hand dieser Zeichnungen wird die Erfindung in einigen Ausführungsformen solcher Scharniere beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Scharnier aus Kunststoff mit federnder Lagerschale und eingedrücktem
Seharnierbolzen,
Fig. % die Seitenansicht des Scharniers nach
F i g. 1, rechtwinklig zur Schnittdarstellung der F i g. 1 gesehen,
F i g. 3 einen Schnitt entsprechend der F i g. 1, aber
mit dem Seharnierbolzen in eine andere Raststellung geschwenkt,
F i g. 4 eine Draufsicht auf die Lagerschale des
Scharmersjaach F i g. 1 nach Entfernen des Scharnierbolzens,
F i g. 5 a in Seitenansicht einen bandartigen Scharnierlappen mit mehreren Seharnierbolzen,
Fig. 5b einen Schnitt längs der Linie A-B der
Fig. 5 a,
F i g. 6 a in Seitenansicht einen Scharnierlappen mit mehreren Lagerschalen als Gegenstück zu dem Scharnierlappen
nach F i g. 5a,
709 618/139
Fig. 6b einen Schnitt längs der Linie C-D der
Fig. 6 aund
F i g. 7 eine Aufsicht von unten auf eine weitere Ausführungsfoim mit durch mehrere Schlitze federnd
ausgebildetem Scharnierbolzen.
Das in den F i g. 1 und 2 dargestellte Scharnier wird aus einer als Aufhahmeteil dienenden Scharnierhälfte 1 und einer als Steckelement dienenden Scharnierhälfte
4 gebildet. Die aus Kunststoff bestehenden Teile können einzeln gefertigt in die zu verbindenden
Behälterteile u. dgl. eingelassen werden. Selbstverständlich können aber die als Aufhahmeteil dienende
Scharnierhälfte 1 und die als Steckelement dienende Scharnierhälfte 4 bei Verwendung eines geeigneten
Kunststoffes mit den entsprechenden Behältern, Deckeln und Türen in einem Arbeitsgang gespritzt
oder gepreßt werden.
Die Scharnierhälfte 1 läuft in eine Lagerschale 2 aus, die in der Zeichenebene der F i g. 1 einen Schlitz 3
aufweist und dadurch federnd auseinandergedrückt werden kann. Die Scharnierhälfte 4 läuft über einen
konischen Befestigungsschaft 5 in eine Gelenkkugel 6 aus. Die beiderseits des Schlitzes liegenden Hälften
der Lagerschale 2 sind auf ihrer Innenseite mit drei um 90° zueinander versetzten kegelförmigen Rastflächen
7 versehen, zwischen denen Ansätze 8 liegen.
Nach Eindrücken der Gelenkkugel 6 in die Lagerschale 2 legt sich der konische Befestigungsschaft 5 in
die kegelförmigen Rastflächen 7 fest ein. Will man Behälterhälften, Deckel oder Türen in eine andere
Lage bringen, so wird die Scharnierhälfte 4 um ihre Gelenkkugel 6 geschwenkt, und zwar in bezug auf
F i g. 1 in der Zeichenebene nach rechts oder links (Fi g. 3 zeigt die nach rechts verschwenkte Lage). In
bezug auf F i g. 2 bedeutet das also eine Verschwenkung aus der Zeichenebene heraus. Dabei wird also
der konische Befestigungsschaft 5 zwischen die einander gegenüberliegenden Ansätze 8 gedrückt. Die
Lagerschale 2 spreizt sich dann, läßt den Widerstand schließlich überwinden und erlaubt das Einlegen des
konischen Befestigungsschaftes 5 in das andere Rastflächenpaar.
In der Fig. 3 ist gezeigt, wie im Gegensatz zu den
die aufrechte Lage der Scharnierteile veranschaulichenden F i g. 1 und 2 durch Umlegen der Scharnier-
hälfte 4 der konische Befestigungsschaft 5 in eine andere Rast 7 eingelegt wird und dadurch eine andere
Gebrauchslage einnimmt.
Die F i g. 4 zeigt, wie der der Federung der Lagerschale 2 dienende Schlitz durch Ansätze 8 profiliert ist.
In den Fig. 5a und 5b sind die Scharnierhälften
als bandartige Scharnierlappen 9 und 10 mit mehreren nebeneinander befindlichen Gelenkkugeln 6 bzw.
Lagerschalen ausgebildet. Fig. 6a läßt einen bandartigen Scharnierlappen 10 erkennen, in dem, wie
Fig. 6b zeigt, die Lagerschalen wahlweise mit nur zwei Rastflächen 7 und entsprechend auch nur mit je
einem Paar dazwischenliegender Ansätze 8 ausgerüstet sind. Ein schmaler.Schlitz 11 ist zur Unterstützung
der Federwirkung angebracht. Dies Scharnier besitzt also zwei rechtwinklig zueinander liegende
Endstellungen.
Die F i g. 7 schließlich zeigt eine Gelenkkugel, die
durch Anbringung von Schlitzen 12 in sich berm Einstecken federn kann, so daß sie also auch in mehr
oder weniger starre Lagerschalen eingeführt werden kann.
Ein wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Scharniers gegenüber herkömmlichen Scharnieren,
deren beide Teile durch Steckbolzen oder Drahtstifte zusammengehalten werden, besteht außer -der Einsparung
des Achsbolzens darin, daß sich die Montage der Behälterteile oder das Anbringen von Deckeln
und Türen mit einem einzigen Handgriff ausführen läßt. Das Festlegen einer Verschlußstellung oder einer
bestimmten Öffnungslage ist ohne jede Zusatzeinrichtung möglich. Gegenüber den bisherigen Ausführungsarten von Scharnieren und Feststell- bzw. Verschlußvorrichtungen
bringt die erfindungsgemäße Ausgestaltung wesentliche kosten- und handhabungsmäßige
Vorteile.
Claims (1)
1. Scharnier aus Kunststoff, bestehend aus einer einen kugelartig ausgebildeten Scharnierbolzen
tragenden Scharnierhälfte und einer in Schwenkrichtung geschlitzten, die erste Scharnierhälfte
umgreifenden zweiten Scharnierhälfte, welche durch federndes Einstecken zusammensetzbar
.sind, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Scharnierhälfte (4) am Ende eines Befestigungsschaftes
(5) eine verdickte Gelenkkugel (6) aufweist, die in der als Lagerschale (2) ausgebildeten
zweiten Scharnierhälfte (1) gelagert ist, und daß die den Schlitz (3) begrenzenden Ränder der
Lagerschale (2) mit in den Schlitz (3) hineinragenden Ansätzen (8) und mit dem Querschnitt des
Befestigungsschaftes (5) entsprechenden Rastflächen (7) versehen sind, in die nach Überwindung
des Widerstandes der Ansätze (8) der Befestigungsschaft (5) in verschiedenen Stellungen
einrastbar ist. _
^Scharnier nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an einem bandartigen Scharnierlappen (9) mehrere in Richtung der Schwenkachse
nebeneinander liegende Gelenkkugeln (6) angeordnet sind, die in im entsprechenden Abstand
an einem weiteren bandartigen Scharnierlappen (10) angeordnete Lagerschalen eingreifen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 440 040, 800 390;
USA.-Patentschrift Nr. 2 398 573.
Britische Patentschriften Nr. 440 040, 800 390;
USA.-Patentschrift Nr. 2 398 573.
Hierzu-lBlatt Zeichnungen
709 618/139 7.67 © Bundesdruokerei Berlin
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEB63838A DE1245795B (de) | 1961-08-30 | 1961-08-30 | Scharnier aus Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DEB63838A DE1245795B (de) | 1961-08-30 | 1961-08-30 | Scharnier aus Kunststoff |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1245795B true DE1245795B (de) | 1967-07-27 |
Family
ID=6974160
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEB63838A Pending DE1245795B (de) | 1961-08-30 | 1961-08-30 | Scharnier aus Kunststoff |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1245795B (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE102006030396A1 (de) * | 2006-06-29 | 2008-01-03 | Geze Gmbh | Türanlage |
Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB440040A (en) * | 1934-06-19 | 1935-12-19 | Richard Fitz Power | Improvements in hinges and the like for moulded articles |
US2398573A (en) * | 1944-10-23 | 1946-04-16 | Becker George | Hinge and latch construction |
GB800390A (en) * | 1956-04-18 | 1958-08-27 | Thurgar Bolle Successors Ltd | Improvements in or relating to hinges |
-
1961
- 1961-08-30 DE DEB63838A patent/DE1245795B/de active Pending
Patent Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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GB440040A (en) * | 1934-06-19 | 1935-12-19 | Richard Fitz Power | Improvements in hinges and the like for moulded articles |
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE102006030396A1 (de) * | 2006-06-29 | 2008-01-03 | Geze Gmbh | Türanlage |
DE102006030396B4 (de) * | 2006-06-29 | 2012-12-13 | Geze Gmbh | Türanlage |
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