DE1242810B - Behaelter zur Aufnahme von Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und Stahlschmelzen - Google Patents
Behaelter zur Aufnahme von Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und StahlschmelzenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/10—Supplying or treating molten metal
-
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- B22D41/00—Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
- B22D41/08—Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like for bottom pouring
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Cl.:
B22d
Deutsche Kl.: 31 b2 - 41/08
Nummer: 1242 810
Aktenzeichen: M 67103 VI a/31 b2
Anmeldetag: 29. Oktober 1965
Auslegetag: 22. Juni 1967
Die Erfindung betrifft Behälter zur Aufnahme von Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und Stahlschmelzen,
wie z. B. Tiegel, Gießpfannen, Gießvorrichtungen u. dgl.
Solche Behälter weisen einen sehr starken Verschleiß auf, denn sie sind nicht nur dem Angriff
durch das flüssige Metall, sondern auch dem Angriff durch die Schlacken ausgesetzt. Besonders groß sind
diese Korrosionsangriffe an den Teilen der Behälter, an denen sich die erodierende Wirkung der strömenden
Metallschmelzen auswirkt, wie z. B. an Ausgußöffnungen, Stopfen, Zu- und Ableitungen für die
Schmelzen usw. Behälter zur Aufnahme von Eisen- und Stahlschmelzen sind wegen der hohen Temperatur
dieser Schmelzen einem besonders hohen Verschleiß ausgesetzt.
Man verwendet für diesen Zweck Behälter, die mit feuerfesten Steinen ausgekleidet sind; oft ist es aber
schon nach kurzen Betriebszeiten notwendig, die Auskleidungen auszubessern oder zu erneuern.
Es ist bekannt, zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Ausmauerungen von Gießpfannen
einen Zirkonschlichteanstrich vorzusehen (vgl. Gießereipraxis, 10. Dezember 1962, S. 469, linke
Spalte, »Praktische Ratschläge«). Es handelt sich dabei um einen Anstrich, der im wesentlichen aus
Zirkonoxid besteht. Die in dieser Literaturstelle beschriebenen Ausmauerungen enthalten also keine
metallischen Komponenten.
Die Praxis hat gezeigt, daß die vorgenannten Anstriche ihre Aufgabe, die Widerstandsfähigkeit von
Ausmauerungen von Gießpfannen zu erhöhen, nicht zur vollen Zufriedenheit erfüllen können. So läßt insbesondere
die erreichbare Temperaturwechselbeständigkeit zu wünschen übrig, und auch die Widerstandsfähigkeit
gegen Schlacken erscheint durchaus verbesserungsbedürftig.
Die Erfindung kommt diesen Bedürfnissen nach und erhöht die Lebensdauer von Behältern zur Aufnahme
von Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und Stahlschmelzen, um ein beträchtliches. Die Erfindung
besteht darin, daß die Teile des Behälters, die dem besonderen Angriff der Metallschmelzen ausgesetzt
sind, aus einem Verbundwerkstoff mit feinverteilten metallischen und oxydkeramischen Komponenten
bestehen, wobei die etwa 20 bis 85 Volumprozent, vorzugsweise 40 bis 60 Volumprozent, der
Gesamtmenge betragenden metallischen Komponenten überwiegend aus Molybdän und/oder Wolfram
und die oxydkeramischen Komponenten überwiegend aus Zirkonoxid gebildet sind.
Die Herstellung der aus metallischen und kera-
Behälter zur Aufnahme von Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und Stahlschmelzen
Anmelder:
Metallwerk Plansee Aktiengesellschaft, Reutte, Tirol (Österreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Busselmeier, Patentanwalt, Augsburg, Rehlingenstr. 8
Als Erfinder benannt:
Dr. phil. Egon Pipitz, Reutte, Tirol; Dipl.-Ing. Dr. rer. pol. Gerolf Strohmeier, Mühl bei Reutte, Tirol;
Dr. phil. Egon Pipitz, Reutte, Tirol; Dipl.-Ing. Dr. rer. pol. Gerolf Strohmeier, Mühl bei Reutte, Tirol;
Dr. techn. Ing. Karl Sedlatschek, Reutte, Tirol (Österreich)
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 20. November 1964 (A 9849/64)
mischen Komponenten gebildeten Behälterteile kann zweckmäßig auf pulvermetallurgischem Wege erfolgen.
Die pulverförmigen Ausgangskomponenten werden gemischt, zu den gewünschten Formteilen
verpreßt und anschließend in reduzierender Atmosphäre gesintert.
Die Zusammensetzung kann an die Anforderungen, die an die einzelnen Teile gestellt werden, angepaßt
werden. Behälterteile, die einer stark oxydierenden Beanspruchung ausgesetzt sind, können z. B.
Zusätze an Chrom erhalten, die bis zu 50 Gewichtsprozent der metallischen Phase betragen können. Behälterteile,
die einem starken Angriff durch Schlacken ausgesetzt sind, wird man zweckmäßig aus einem
Verbundwerkstoff mit einem großen Anteil an metallischen Komponenten herstellen.
Die Widerstandsfähigkeit der vorwiegend Zirkonoxid enthaltenden keramischen Phase kann durch
stabilisierende Zusätze von Kalzium- oder Magnesiumoxid in Mengen, die bis zu 10 Gewichtsprozent
der Zirkonoxidphase betragen, verbessert werden. In einigen Fällen hat es sich auch bewährt, Zusätze
an Thoriumoxid, Hafniumoxid und/oder Titanoxid beizumengen, die bis zu 50 Gewichtsprozent der
oxydkeramischen Phase betragen können. Die Wider-
709 607/440
Claims (5)
1. Behälter zur Aufnahme von Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und Stahlschmelzen,
wie z. B. Tiegel, Gießpfannen, Gießvorrichtungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet,
daß die Teile des Behälters, die dem besonderen Angriff der Metallschmelze ausgesetzt
sind, aus einem Verbundwerkstoff mit feinverteilten metallischen und oxydkeramischen Komponenten
bestehen, wobei die etwa 20 bis 85 Volumprozent, vorzugsweise 40 bis 60 Volumprozent,
der Gesamtmenge betragenden metallischen Komponenten überwiegend Molybdän und/oder Wolfram
enthalten, während die oxydkeramischen Komponenten überwiegend aus Zirkonoxid gebildet
sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Komponenten der
dem besonderen Angriff der Metallschmelze ausgesetzten Behälterteile bis zu 50 Gewichtsprozent
Chrom enthalten.
3. Behälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die keramischen Komponenten
der dem Angriff ausgesetzten Behälterteile bis zu 10 Gewichtsprozent stabilisierende Zusätze,
z. B. Kalzium- oder Magnesiumoxid, enthalten.
4. Behälter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die keramischen Komponenten
der dem Angriff der Metallschmelze ausgesetzten Behälterteile bis zu 50 Gewichtsprozent
Thorium-, Hafnium- und/oder Titanoxid enthalten.
5. Behälter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Komponenten
der dem Angriff der Metallschmelzen ausgesetzten Behälterteile oberflächlich entfernt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Gießereipraxis, 1962, S. 469.
Gießereipraxis, 1962, S. 469.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 607/440 6.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
AT1242810X | 1964-11-20 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1242810B true DE1242810B (de) | 1967-06-22 |
Family
ID=3687747
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEM67103A Pending DE1242810B (de) | 1964-11-20 | 1965-10-29 | Behaelter zur Aufnahme von Metallschmelzen, insbesondere Eisen- und Stahlschmelzen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1242810B (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1602395B1 (de) * | 1967-07-14 | 1970-10-08 | Wieland Werke Ag | Verwendung eines Verbundwerkstoffes zur Herstellung von Matrizeneinsaetzen fuer Matrizen zum Strangpressen metallischer Werkstoffe |
DE1652610B1 (de) * | 1967-07-14 | 1971-07-08 | Wieland Werke Ag | Verwendung eines verbundwerkstoffes zur herstellung von matrizeneinsaetzen fuer matrizen zum strang pressen von stahl |
DE1758508C3 (de) | 1968-06-15 | 1974-01-24 | Wieland-Werke Ag, 7900 Ulm | Verwendung eines Verbundwerkstoffes zur Herstellung von Matrizeneinsätzen für Matrizen zum Strangpreßen von Nichteisenmetallen und -legierungen |
US3791799A (en) * | 1970-02-02 | 1974-02-12 | Schwarzkopf Dev Co | Extrusion die |
-
1965
- 1965-10-29 DE DEM67103A patent/DE1242810B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
Title |
---|
None * |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1602395B1 (de) * | 1967-07-14 | 1970-10-08 | Wieland Werke Ag | Verwendung eines Verbundwerkstoffes zur Herstellung von Matrizeneinsaetzen fuer Matrizen zum Strangpressen metallischer Werkstoffe |
DE1652610B1 (de) * | 1967-07-14 | 1971-07-08 | Wieland Werke Ag | Verwendung eines verbundwerkstoffes zur herstellung von matrizeneinsaetzen fuer matrizen zum strang pressen von stahl |
DE1758508C3 (de) | 1968-06-15 | 1974-01-24 | Wieland-Werke Ag, 7900 Ulm | Verwendung eines Verbundwerkstoffes zur Herstellung von Matrizeneinsätzen für Matrizen zum Strangpreßen von Nichteisenmetallen und -legierungen |
US3791799A (en) * | 1970-02-02 | 1974-02-12 | Schwarzkopf Dev Co | Extrusion die |
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