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DE1242581B - Verfahren zur Herstellung von Mischfaellungsprodukten aus Erdalkalisilikaten und Erdalkaliorthophosphaten mit adsorptiven Eigenschaften - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mischfaellungsprodukten aus Erdalkalisilikaten und Erdalkaliorthophosphaten mit adsorptiven Eigenschaften

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Publication number
DE1242581B
DE1242581B DE1964C0032935 DEC0032935A DE1242581B DE 1242581 B DE1242581 B DE 1242581B DE 1964C0032935 DE1964C0032935 DE 1964C0032935 DE C0032935 A DEC0032935 A DE C0032935A DE 1242581 B DE1242581 B DE 1242581B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkaline earth
alkaline
alkali
compound
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964C0032935
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Klaus Frankenfeld
Dipl-Chem Dr Theodor Roessel
Dipl-Chem Dr Otto Pfrengle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Budenhiem KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Budenhiem KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Budenhiem KG filed Critical Chemische Fabrik Budenhiem KG
Priority to DE1964C0032935 priority Critical patent/DE1242581B/de
Priority to BE664081D priority patent/BE664081A/xx
Priority to FR17582A priority patent/FR1443415A/fr
Priority to GB2130965A priority patent/GB1113613A/en
Publication of DE1242581B publication Critical patent/DE1242581B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J20/00Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/26Phosphates
    • C01B25/32Phosphates of magnesium, calcium, strontium, or barium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Mischfällungsprodukten aus Erdalkalisilikaten und Erdalkaliorthophosphaten mit adsorptiven Eigenschaften Eine Anzahl von Stoffen mit adsorptiven Eigenschaften ist bekannt, die als sogenannte Trennmittel auf feinteilige, zum Verklumpen neigende Körper aufgebracht bzw. diesen beigemischt werden, um sie bei dem Transport oder bei der Lagerung frei fließend zu halten. In der Regel sind die Trennmittel Erdalkalisalze der Phosphorsäure, Erdalkalisilikate oder Salze der Fettsäuren. DieseAdsorptionsmittel werden in der Technik vielfach angewandt, jedoch stets jedes für sich allein, d. h. nicht in Mischung untereinander.
  • Für die Eignung der adsorptiven Stoffe als Trennmittel sind verschiedene Gesichtspunkte maßgebend.
  • Vor allem kommt dem Wasseradsorptionsvermögen des Trennmittels eine wesentliche Bedeutung zu. Des weiteren muß es sehr fein sein, damit eine homogene Vermischung und gleichzeitig eine weitgehende Belegung der Oberfläche des zu schützenden Pulvers erreicht wird. Schließlich darf es nicht zum Entmischen neigen, damit seine Wirkung beim Transport oder Lagerung der frei fließend gemachten Produkte nicht verlorengeht.
  • Als Trennmittel soll das Adsorptionsmittel in möglichst geringer Konzentration eine optimale Wirkung zeigen und durch seinen chemischen Aufbau so beschaffen sein, daß zwischen den Mischungskomponenten keine Sekundärreaktionen stattfinden können.
  • Viele der bisher verwendeten Trennmittel erfüllen diese Forderungen nur teilweise oder ungenügend.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Mischfällungsprodukte aus Erdalkalisilicaten und Erdalkaliorthophosphaten, deren Adsorptionsfähigkeit größer ist als die der vergleichbaren bisher bekannten Salze, dadurch herstellen kann, daß man unter Rühren eine verdünnte Alkalisilicatlösung mit mindestens so viel an Orthophosphorsäure und/oder einer Mineralsäure umsetzt, dal3 alles Alkali neutralisiert wird, hierauf einen Überschuß einer alkalisch reagierenden Erdalkaliverbindung oder einer nicht alkalisch reagierenden Erdalkaliverbindung und einer alkalisch reagierenden Alkaliverbindung zugibt, bis ein pH-Wert größer als 7, vorzugsweise größer als 9 erreicht ist.
  • Anschließend wird der Überschuß der Erdalkaliverbindung mit Orthophosphorsäure bis zu einem pH-Wert von 6, 5 bis 7, 0 umgesetzt. Bei den Umsetzungen müssen solche Mengenverhältnisse eingehalten werden, daß das SiO., : P205-Molverhältnis im Endprodukt 6 : 1 bis 1 : 6 beträgt.
  • Wegen ihrer toxischen Unbedenklichkeit werden als Erdalkaliverbindungen bevorzugt Calcium-und Magnesiumverbindungen verwendet.
  • Als alkalisch reagierende Alkaliverbindungen wer- den aus ökonomischen Erwägungen die leicht zugänglichen Hydroxyde der Alkalien einschließlich des Ammoniums sowie die Alkalicarbonate bevorzugt eingesetzt. Für die Darstellungsbedingungen wird zur Berechnung des Si02 P205-Verhältnisses anger. ommen, dal3 lIeIiSi03 und Meot (PO4) entstehen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren dient in erster Linie der Herstellung eines Mischfällungsproduktes mit adsorptiven Eigenschaften aus Calciumsilicat und Calciumphosphat unter Verwendung einer Calciumhydroxydaufschlämmung. Es können aber auch andere Calciumverbindungen, insbesondere lösliche Calciumsalze, verwendet werden. Darüber hinaus kann man auch Mischfällungsprodukte mit adsorptiven Eigenschaften auf der Basis der Silicate und Phosphate anderer Erdalkalimetalle, insbesondere des Magnesiums, herstellen. Auch können Silicat-Phosphat-Präparate mit mehreren Erdalkalimetallen hergestellt werden.
  • Das Reaktionsgemisch wird mit Ammonium-und/ oder Alkalicarbonatlösung alkalisch eingestellt, wenn die alkalische Reaktion nicht ohnehin durch die Verwendung von Erdalkalihydroxyd gegeben ist. Man arbeitet z. B. so, daß man zu einer verdünnten Alkalisilicatlösung mindestens so viel einer Säure unter Rühren zufügt, daß das gesamte Alkali neutralisiert wird. Hierauf fügt man eine größere Menge der wäßrigen Lösung eines Erdalkalisalzes zu, als dem Molverhältnis Me"O : Si02 wie 1 : 1 entspricht. Dann stellt man die Reaktionslösung mit so viel Ammonium-und/oder Alkalihydroxyd-bzw. einer Ammonium und/oder Alkalicarbonatlösung auf einen pH-Wert höher als 7, vorzugsweise höher als 9, ein.
  • Schließlich wird diese Suspension mit Phosphorsäure neutral bis schwach sauer eingestellt und das Fällungsprodukt wie bei den weiter oben beschriebenen Verfahren filtriert, gewaschen und getrocknet. Im Falle der Verwendung von Carbonaten verbleibt im Fällungsprodukt zusätzlich ein untergeordneter Anteil an Carbonat, z. B. in Form von Carbonatapatit.
  • Die so erhaltenen Produkte zeichnen sich durch ein gutes Wasserbindevermögen aus, das sowohl in dem chemischen Aufbau als auch in der sehr großen inneren Oberfläche seine Ursache hat. Die getrockneten Produkte sind sehr leicht und feinteilig und haben ein loses Schüttgewicht von weniger als 200 g/1, vorzugsweise weniger als 110 g/l. Die Schüttgewichte werden bestimmt nach den GdF-Einheitsmethoden ; Vorschrift H-11 1 b. Diese von A. Seher in » Fette, Seifen, Anstrichmittel «, 65 (1963), S. 568/ 569 beschriebene Methode beruht auf der Gewichtsbestimmung von einem bestimmten Volumen eines lose aufgeschütteten Pulvers. Die Produkte sind weitgehend kolloidal und zeigen im Röntgenspektrum keine geordnete Struktur.
  • Als besonders geeignet erwiesen sich die erfindungsgemäßen Produkte bei der Verwendung als Trennmittel für pulverförmige Stoffe, die zum Klumpen oder Zusammenbacken neigen. Bedingt durch ihr großes Wasserbindevermögen, kommt man bei ihrer Anwendung mit wesentlich geringeren Konzentrationen als mit vergleichbaren, handelsüblichen Trennmitteln aus. Besonders vorteilhaft ist dabei, daß die neuartigen Trennmittel weder zum Agglomerieren noch zum Entmischen neigen. Da sich sowohl der Kieselsäureanteil als auch der Phosphorsäureanteil im allgemeinen in ihrer höchsten Absättigungsstufe befinden, sind die Produkte weitgehendst chemisch inaktiv.
  • Zur vergleichenden Beurteilung der inneren Oberflächen von verschiedenen Trennmitteln wurde die Adsorption von Methylenblau herangezogen. Hierfür wurde je 1 kg der getrockneten, zu untersuchenden Substanz mit 25 ml einer 0, 2"/oigen wäßrigen Methylenblaulösung 1 Stunde bei 22°C geschüttelt. Der Metyhlenblaugehalt der überstehenden Lösung wurde kolorimetrisch bestimmt und daraus die von der Substanz aufgenommene Methylenblaumenge errechnet. Für Vergleiche wurde die Menge des von den einzelnen Substanzen aufgenommenen Methylenblaues auf die von handelsüblichen Tricalciumphosphat adsorbierte Methylenblaumenge bezogen, im folgenden als Adsorptionsfaktor bezeichnet. Die Prüfung wurde mit folgenden Trennmitteln unter gleichen Bedingungen durchgeführt : a) handelsübliches Tricalciumphosphat fein gemahlen mit 41, 0°lo P2Os und 53, 1% CaO-Schüttsewicht 210 g/l; b) handelsübliche Calciumsilicat, kolloidal gefällt mit 61, 0°lo SiO2 und 18, 0 /a Ca0-Schuttgewicht 118 g/l ; c) erfindungsgemäßes Mischfällungsprodukt gemäß Beispiel 2-Schüttgewicht 102 g/l ; d) Mischung aus handelsüblichem Calciumsilicat (36%) und Tricalciumphosphat (64 °/o), entsprechend dem CaO, SiO2, P205-Verhältnis des erfindungsgemäßen Mischfällungsproduktes-Schüttgewicht 163 g/l ; e) Mischung aus handelsüblichem Calciumsilicat (58 °/o) und Tricalciumphosphat (42 °/0) Schüttgewicht 156 g/l.
  • Ordnet man dem handelsüblichen Tricalciumphosphat den Adsorptionsfaktor 1 zu, so erhält man aus den experimentiellen Werten für das handelsübliche Calciumsilicat den Faktor 30, 1 und für die Mischung d) den Adsorptionsfaktor 15, 8. Für das Gemisch e) wurde ein Adsorptionsfaktor von 21, 0 gefunden. Da der Adsorptionsfaktor der inneren Oberfläche direkt proportional ist, so ist diesen Werten zu entnehmen, daß die innere Oberfläche des erfindungsgemäß hergestellten Produktes etwa 42mal größer als die des handelsüblichen Tricalciumphosphates und etwa 1, 4mal größer als die des handelsüblichen Calciumsilicates ist.
  • Das erfindungsgemäß hergestellte Produkt hat weiterhin gegenüber dem einfachen Gemisch d) eine etwa 2, 7fache größere innere Oberfläche und unterscheidet sich dadurch wesentlich von einem Gemisch, das anteilmäßig die gleichen Komponenten enthält.
  • Zur Prüfung der Trennmittelwirkung, die naturgemäß von der inneren Oberfläche nur wenig abhängig ist, wurden die eríindungsgemäß hergestellten Produkte mit handelsüblichen Trennmitteln auf Calciumsilicat-oder Tricalciumphosphatgrundlage in einem Lagerungsversuch mit Kochsalz verglichen.
  • Dazu wurde ein nicht vorbehandeltes Kochsalz in einer Korngröße von < 1 mm verwendet. Diesem Kochsalz wurden die oben aufgeführten Trennmittel a), b), c) und e) in absteigenden Mengen von 1 bis 0, 111/o unter gleichen Bedingungen durch intensives Schütteln in einem geschlossenen Gefäß zugemischt.
  • Die so vorbehandelten Salzproben wurden in 1 cm hoher Schicht in offenen Erlenmeyer-Kolben den natürlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Die Freifließbarkeit der Proben wurde täglich durch vorsichtiges Neigen des Erlenmeyer-Kolbens festgestellt.
  • Zur Beurteilung wurde folgende Abstufung verwendet : frei fließend (= 1) leicht verklumpt (= 2) mittel verklumpt (= 3) mittel-stark verklumpt (= 4) stark verklumpt (= 5) total verklumpt (= 6) und die in der Tabelle aufgeführten Ergebnisse erhalten.
    Trennmittel Olo Tage
    1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 14.
    Blindprobe unbehandelt.. 0 1 4 6 6 6 6 6 6 6 6 6
    111111111111
    a) Tricalciumphosphat 0, 5 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
    0, 1 1 1 1 1 1 1 2 6 6 6 6
    1 1 1 1 2 2 2 2 2 2 2 2
    b) Calciumsilicatkolloidal ............# 0,5 1 1 1 2 2 2 3 3 3 3 3
    0, 1 1 3 4 5 5 6 6 6 6 6 6
    c) Erfindungsgemäß hergestelltes Misch- 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
    0,5 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
    fällungsprodukt nach Beispiel 2 .......#
    0,2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
    OJ11111111111
    e) Mischung aus
    42% Tricalciumphosphat + 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 2
    0,5 1 1 1 1 1 1 2 3 3 3 3
    58% Calciumsilicat.....................#
    0,2 1 1 1 1 1 3 5 6 6 6 6
    0,1 1 1 1 2 2 6 6 6 6 6 6
    Das Versuchsergebnis zeigt deutlich die überlegene Trennmittelwirkung des erfindungsgemäß hergestellten Produktes gegenüber den handelsüblichen Trennmitteln auf Calciumsilicat-oder Tricalciumphosphatbasis und deren Gemisch.
  • Beispiel 1 8, 2 Gewichtsteile einer Natriumsilicatlösung mit 6,9% Na2O und 22% SiO2 wurden mit 15 Teilen Wasser verdünnt und in einem Reaktionsgefäß unter Rühren auf 90° C erhitzt. tuber dem Reaktionsgefäß waren im weitest möglichen Abstand voneinander drei Dosiervorrichtungen angebracht, durch die die weiteren Reaktionspartner gleichzeitig und kontinuierlich der Wasserglaslösung zudosiert wurden.
  • Durch einen Rührer wurde der Lösung eine bestimmte Drehrichtung gegeben, und entsprechend dem Drehsinn liefen die weiteren Reaktionskomponenten in der folgenden Reihenfolge ein : Aus der ersten Dosiervorrichtung lief eine verdünnte Salzsäure zu, die dadurch hergestellt war, daß 1, 8 Gewichtsteile konzentrierte Salzsäure (D*oo = 1, 170) mit 20 Gewichtsteilen Wasser verdünnt worden waren. Dann folgte die Zugabe der Calciumhydroxydaufschlämmung, die dadurch hergestellt worden war, daß 4, 4 Gewichtsteile gebrannter Kalk mit 20 Gewichtsteilen Wasser abgelöscht wurden und nach einer Standzeit von 24 Stunden von dem gebildeten Bodensatz abgezogen worden war. Schließlich folgte die Zudosierung einer verdünnten Phosphorsäure, die aus 2, 5 Gewichtsteilen Phosphorsäure (75 H3PO4) und 15 Gewichtsteilen Wasser hergestellt worden war. Nach Beendigung des Zulaufes wurde die Reaktionsmischung noch 30 Minuten lang gerührt. Nach dieser Nachreaktionszeit hatte sich ein pH-Wert in der Suspension von 7, 3 eingestellt, so daß noch eine kleine Menge der verdünnten Phosphorsäure zugegeben wurde, bis ein pH-Wert von 6, 5 erreicht war.
  • Das Fällungsprodukt wurde über eine Filterrahmenpresse abfiltriert und 25 Minuten mit Wasser ge- waschen. Anschließend wurde das Produkt 8 Stunden lang bei 200° C getrocknet. Es wurde ein weißes, feinteiliges Pulver mit 38, 4°/o CaO, 30, 8°/o P20, und 22,0% SiO2 erhalten, das nach dem Mahlen auf einer Stiftmühle ein Schüttgewicht von 140 g/l aufwies.
  • Gegenüber dem handelsüblichen Tricalciumphosphat, dem der Adsorptionsfaktor von 1 zugeordnet wurde, wurde bei diesem Mischfällungsprodukt der Adsorptionsfaktor zu 41, 4 bestimmt.
  • Beispiel 2 4, 4 Gewichtsteile von feingemahlenem Calciumoxyd (gebrannter Kalk) wurden mit 15 Gewichtsteilen Wasser angerührt und etwa 24 Stunden unter öfterem Umrühren zur Reaktion gebracht. 8, 2 Gewichtsteile der im Beispiel 1 genannten Natriumsilicatlösung mit 22°/o SiO.) wurden mit der etwa zehnfachen Menge Wasser verdünnt und auf 90° C erhitzt. Hierauf wurde so viel einer 1 : 10 verdünnten Salzsäure langsam unter Rühren zugegeben, bis die Lösung einen pH-Wert von 5 anzeigte. Darauf wurde langsam die obengenannte Calciumhydroxydaufschlämmung hinzugefügt und nach Beendigung der Zugabe der Ansatz noch etwa 30 Minuten lang gerührt. Schließlich wurden 2, 5 Gewichtsteile einer 75"/oigen Phosphorsäure mit Wasser im Verhältnis 1 : 5 gemischt und der Calciumsilicat-Calciumhydroxyd-Suspension zugetropft, bis der pH-Wert des Ansatzes bei dem Neutralpunkt lag. Nach einer Nachreaktionszeit von etwa 30 Minuten wurde der Ansatz über eine Filterpresse abfiltriert und der Filterkuchen Va Stunde lang mit Wasser nachgewaschen. Das Reaktionsprodukt enthielt 40,5% CaO, 27,0% P2O5 und 22,8% SiO2 und war ein lockeres, feinteiliges, weißes Pulver. Es hatte ein Schüttgewicht von 102 g/l.
  • Der Adsorptionsfaktor gegen Tricalciumphosphat war 40, 8.
  • Bei den in der Beschreibung aufgeführten Prozentzahlen handelt es sich in allen Fällen um Gewichtsprozente.

Claims (4)

  1. Patentansprüche : 1. Verfahren zur Herstellung von Mischfällungsprodukten aus Erdalkalisilikaten und Erdalkaliorthophosphaten mit adsorptiven Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet, daß man unter Rühren eine verdünnte Alkalisilicatlösung mit mindestens so viel an Orthophosphorsäure und/oder einer Mineralsäure umsetzt, daß alles Alkali neutralisiert wird, hierauf einen Überschuß einer alkalisch reagierenden Erdalkaliverbindung oder einer nicht alkalisch reagierenden Erdalkaliverbindung und einer alkalisch reagierenden Alkaliverbindung zugibt, bis ein pH-Wert großer als 7, vorzugsweise größer als 9, erreicht ist und anschließend den tJberschuß der Erd- alkaliverbindung mit Orthophosphorsäure bis zu einem pH-Wert von 6, 5 bis 7 umsetzt, wobei solche Mengenverhältnisse bei den Umsetzungen eingehalten werden, daß das SiO2 : P2O5-Molverhältnis im Endprodukt 6 : 1 bis 1 : 6 beträgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Erdalkaliverbindungen Calciumverbindungen verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Erdalkaliverbindungen Magnesiumverbindungen verwendet werden.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als alkalisch reagierende Alkaliverbindung Ammoniumhydroxyd oder Alkalihydroxyd oder Alkalicarbonat verwendet wird.
DE1964C0032935 1964-05-20 1964-05-20 Verfahren zur Herstellung von Mischfaellungsprodukten aus Erdalkalisilikaten und Erdalkaliorthophosphaten mit adsorptiven Eigenschaften Pending DE1242581B (de)

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FR17582A FR1443415A (fr) 1964-05-20 1965-05-19 Adsorbants pulvérulents ou agents empêchant l'agglomération, procédé pour leur préparation et leurs applications
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