DE1239034B - Siebentaktregelschaltung fuer Kochplatten - Google Patents
Siebentaktregelschaltung fuer KochplattenInfo
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Description
- Siebentaktregelschaltung für Kochplatten Die vorliegende Erfindung betrifft eine Siebentaktregelschaltung, bei der die Kochplatte drei Heizspiralen unterschiedlicher Leistung aufweist, deren Anschlüsse mit den Abgangsklemmen eines zweipoligen Regelschalters verbunden sind, der eine Klemme aufweist, die sowohl von der einen als auch von der anderen Polklemme des Regelschalters beschaltet werden kann, wobei zwischen zwei Schaltstellungen, in denen diese Abgangsklemme von unterschiedlichen Polen beschaltet wird, mindestens eine Schaltstellung liegt, in der die Abgangsklemme mit keiner der beiden Polklemmen verbunden ist, und bei der je ein Anschluß der zweiten Heizspirale, die die geringste Heizleistung aufweist, mit einem Anschluß der dritten Heizspirale, die in der Regel die höchste Heizleistung aufweist, verbunden ist.
- Eine Kochplatte für Siebentaktregelung besitzt drei Heizspiralen unterschiedlicher Leistung. Je ein Ende von zwei Heizspiralen ist an eine Anschlußklemme gelegt oder mit einem flexiblen Anschlußkabel zum Anschluß an den Regelschalter verbunden. Die restlichen vier Enden der Heizspiralen sind paarweise zusammengefaßt und ebenfalls an jeweils eine Anschlußklemme gelegt oder mit einem Anschlußkabel verbunden. Durch Verbindung der Anschlußklemmen des Schalters mit den beiden Polklemmen eines Gleich- oder Wechselstromnetzes in einer durch die gewünschte Regelung vorgegebenen Schaltfolge wird die folgende Abstufung erzielt: Stufe VI: Heizspiralen 1, 2 und 3 parallel = 100% Leistung, Stufe V: Heizspiralen 2 und 3 parallel = 48 bis 74% Leistung, Stufe IV: Heizspirale 3 allein = 31 bis 53 % Leistung, Stufe III: Heizspirale 2 allein = 15 bis 24% Leistung, Stufe II: Heizspiralen 2 und 3 in Serie = 11 bis 16,501o Leistung, Stufe I: Heizspiralen 1, 2 und 3 in Serie = 8,75 bis 10% Leistung, Stufe 0: Aus.
- Unterschiede in den Stufen I bis V ergeben sich durch prozentual unterschiedliche Aufteilung der Gesamtleistung bei den Kochplatten verschiedener Größe.
- Der Regelschalter für diese Schaltung ist so aufgebaut, daß die Polklemme 1 drei Kontakthebel besitzt, die auf die Anschlußklemmen 1, 2 und 3 geschaltet werden können, während die Polklemme 2 zwei Kontakthebel besitzt, die auf die Anschlußklemmen 3 und 4 geschaltet werden können. Die Klemmen werden dabei von vorn, also vom Achsstummel aus, gezählt. Die Anschlußklemme 3 muß von beiden Polklemmen aus beschaltet werden, und die bisher gebräuchliche Schaltungs- und Regelungsweise bringt es mit sich, daß ein Polwechsel an der Anschlußklemme 3 bei zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Stellungen erfolgt, und zwar bei den Stellungen 1I und I. In diesem Polwechsel liegt aber eine große Gefahr: Bei schnellem Durchdrehen des Regelschalters kann an dieser Stelle durch Überschlag ein Phasenkurzschluß erfolgen, der in ungünstigen Fällen zur sofortigen Zerstörung des Schalters führt.
- Die Gefahr, die in dem Polwechsel liegt, wurde schon sehr bald erkannt, und es wurde nach Mitteln und Wegen gesucht, den Polwechsel so vorzunehmen, daß dazwischen zumindest eine neutrale Stellung liegt. Voraussetzung aller in dieser Richtung gemachten Vorschläge ist, daß außer der Anschlußklemme 3 auch die Anschlußklemme 1 von beiden Polklemmen beschaltet werden kann. Dies wird erreicht, wenn man der Anschlußklemme 1 außer dem üblichen Festkontakt auf der Schalteroberseite, der von der Polklemme 1 beschaltet wird, einen weiteren Festkontakt auf der Schalterunterseite zuordnet, der so weit rückwärts angeordnet ist, daß er von einem der Kontakthebel der Polklemme 2 beschaltet werden kann, wenn dieser durch einen erhöhten Nocken der Schaltwalze so weit nach unten durchgedrückt wird, daß er an diesem unteren Festkontakt anliegt. Um die Länge des unteren Festkontaktes in Richtung der Schalterachse möglichst gering zu halten, werden nach einem dieser Vorschläge die Anschlußklemmen 1 und 2 in ihrer Lage im Schalter vertauscht.
- Ein weiterer bekannter Regelschalter besitzt sowohl auf der Anschlußklemme 1 wie auch auf der Anschlußklemme 3 einen oberen und unteren Festkotnakt und kommt dadurch mit vier Kontakthebeln aus. Es wurde weiterhin der Vorschlag gemacht, die Gelenke der Kontakthebel nicht wie üblich an die Polklemmen, sondern an die Anschlußklemmen zu legen, wobei auch hier die Anschlußklemmen 1 und 2 vertauscht sind, und der Polklemme 1 einen oberen Festkontakt, der Polklemme 2 einen unteren Festkontakt zuzuordnen, wobei die Festkontakte sich so weit überdecken, daß die Kontakthebel der Anschlußklemmen 1 und 3 je nach Höhe des zugehörigen Schaltnockens entweder am oberen oder am unteren Festkontakt anliegen können. Ferner können die Kontakthebel eine neutrale Mittelstellung einnehmen.
- Alle Regelschalter gemäß der bekannten Vorschläge haben den Nachteil, daß zumindest ein Kontakthebel auf einen oberen und einen unteren Festkontakt geschaltet werden muß. Das Anliegen an dem oberen Festkontakt wird durch Eigenfederung des Kontakthebels oder durch Einwirkung einer Kontaktfeder erreicht, wobei der Schaltnocken den Kontakthebel freigibt. Die Beschaltung eines oberen Festkontaktes ergibt keine Schwierigkeiten, und das Einhalten der erforderlichen Kontaktöffnungsstrecke beim Ausschalten bereitet auch bei gröberen Toleranzen von Kontakthebeln, Schaltersockel und Schaltnocken keinerlei Probleme. Das Beschalten eines unteren Festkontaktes hingegen erfordert wesentlich engere Toleranzen, wenn der Kontakthebel nicht kräftemäßig überlastet werden soll, denn zur Erzielung des notwendigen Kontaktdruckes ist ein Durchbiegen des Kontakthebels erforderlich. In der Ausschaltstellung nimmt ein solcher Kontakthebel eine Zwischenstellung zwischen oberem und unterem Festkontakt ein und muß dabei von beiden Festkontakten genügend weit abgehoben sein. Die Einhaltung dieser Luftstrecken bereitet aber erfahrungsgemäß Schwierigkeiten, denn je gröber die Toleranzen von Kontakthebel und Schaltnocken sind, um so weiter müssen die beiden Festkontakte voneinander entfernt sein und um so größer ist die Durchbiegung des Kontakthebels.
- Durch die genormte Baugröße eines Heizregelschalters sind aber diesen Faktoren Grenzen gesetzt, und in der Praxis ist man zu einem Kompromiß gezwungen zwischen Toleranzeinhaltung bei den Einzelteilen und der Biegebeanspruchung der Kontakthebel.
- Aufgabe der im nachfolgenden beschriebenen und an Hand der Zeichnungen erläuterten Erfindung ist es, durch Abänderung der bisherigen Schaltung unter Beibehaltung der bekannten Regelfolge eine betriebssichere Regelung zu erzielen, wobei der Polwechsel durch mindestens eine neutrale Zwischenstellung getrennt ist, ohne daß ein zusätzlicher Aufwand im Schalter durch einen oder mehrere Festkontakte, eingeengte Fertigungstoleranzen und Auslegung der Kontakthebel für eine größere Biegebeanspruchung notwendig ist.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einer eingangs beschriebenen Siebentaktregelschaltung erfindungsgemäß die dritte Heizspirale mit ihrem zweiten Anschluß mit der ersten Heizspirale verbunden ist und daß die gemeinsame Zuleitung dieser beiden Heizspiralen an der von beiden Polklemmen beschaltbaren Abgangsklemme des Regelschalters angeschlossen ist.
- Ein unterer Festkontakt ist hierbei nicht erforderlich. Zur Beschaltung einer Anschlußklemme mit beiden Polen kann diese Anschlußklemme vorzugsweise mit zwei oberen Festkontakten versehen werden, die von einem entsprechend geschnittenen Kontaktbimetallstück gebildet werden.
- F i g. 1 zeigt das Schaltbild der bekannten Siebentaktregelung. Die Kochplatte besitzt drei Heizspiralen, deren Bezeichnung R1, R2 und R3 sich eingebürgert hat.
- Eine Zuleitung der Heizspirale R1 ist an die Abgangsklemme 1 des Regelschalters angeschlossen, die zweite Zuleitung gemeinsam mit einer Zuleitung der Heizspirale R2 an die Abgangsklemme 4, die zweite Zuleitung der Heizspirale R2 mit einer Zuleitung der Heizspirale R3 an die Abgangsklemme 2 und die zweite Zuleitung der Heizspirale R3 an die Abgangsklemme 3. Bei dieser bekannten Schaltungs- und Regelungsart erfolgt zwischen den Schaltstellungen 1I und I ein Phasenwechsel an der Abgangsklemme 3.
- In F i g. 2 ist die abgeänderte Schaltung gemäß der Erfindung dargestellt. Die Bezeichnung der Heizspiralen mit R1, R2 und R3 ist beibehalten worden, um damit anzudeuten, daß Heizspiralen gleicher Bezeichnung für gleiche Heizleistung bemessen sind. Die Schaltung weist eine geänderte Zusammenfassung der Zuleitung der Heizspiralen auf, und zwar so, daß die Zuleitungen der Heizspirale R3 einerseits mit einer Zuleitung der Heizspirale R1 andererseits mit einer Zuleitung der Heizspirale R2 verbunden sind und die Heizspirale R2 eine freie Zuleitung besitzt, zum anderen durch abgewandelte Anschlüsse der Heizspiralzuleitungen an den Regelschalter, wobei die gemeinsame Zuleitung zu Ri+R3 an Abgangsklemme 3 und die freie Zuleitung von R2 an Abgangsklemme 4 angeschlossen wird, und zum dritten durch eine geänderte Kontaktzuordnung im Regelschalter in der Schaltstellung I, wo an Stelle der Abgangsklemme 3 die Abgangsklemme 4 von der Polklemme 2 beschaltet wird, was durch Änderung der Abwicklungen der betreffenden Nockenbahnen im Regelschalter erreicht wird und keinerlei zusätzlichen Aufwand darstellt. Der unvermeidliche Polwechsel erfolgt jetzt einmal bei den Schaltstellungen IV und 1I, zum anderen bei den Schaltstellungen II und VI. Im ersten Fall liegt zwischen dem Polwechsel die neutrale Schaltungstellung III, im zweiten die beiden neutralen Stellungen I und AUS.
- Es liegt auf der Hand, daß ein Regelschalter für die erfindungsgemäße Schaltung betriebssicherer ist und preiswerter hergestellt werden kann als ein Regelschalter, bei dem die Trennung des Polwechsels durch Anbringung von unteren Festkontakten erzielt wird.
- Da bei der Kochplatte weiter nicht erforderlich ist, als die Zuleitungen der Heizspiralen in geänderter Weise zusammenzufassen, so ist auch hier keinerlei zusätzlicher Aufwand notwendig.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Siebentaktregelschaltung für Kochplatten, bei der die Kochplatte drei Heizspiralen unterschiedlicher Leistung aufweist, deren Anschlüsse mit den Abgangsklemmen eines zweipoligen Regelschalters verbunden sind, der eine Klemme aufweist, die sowohl von der einen als auch von der anderen Polklemme des Regelschalters beschaltet werden kann, wobei zwischen zwei Schaltstellungen, in denen diese Abgangsklemme von unterschiedlichen Polen beschaltet wird, mindestens eine Schaltstellung liegt, in der die Abgangsklemme mit keiner der beiden Polklemmen verbunden ist, und bei der je ein Anschluß der zweiten Heizspirale, die die geringste Heizleistung aufweist, mit einem Anschluß der dritten Heizspirale, die in der Regel die höchste Heizleistung aufweist, verbunden ist, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die dritte Heizspirale (R3) mit ihrem zweiten Anschluß mit der ersten Heizspirale (R1) verbunden ist und daß die gemeinsame Zuleitung dieser beiden Heizspiralen (R1 und R3) an die von beiden Polklemmen beschaltbare Abgangsklemme des Regelschalters angeschlossen ist.
- 2. S.iebentaktregelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht mit einer anderen Heizspirale verbundene Zuleitung der Heizspirale (R2) an die Abgangsklemme (4) des Regelschalters geführt ist.
- 3. Siebentaktregelschaltung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelschalter vier Abgangsklemmen besitzt, von denen die Klemmen (1 und 2) von der Polklemme (P1), die Klemme (4) von der Polklemme (P2) und die Klemme (3) von beiden Polklemmen beschaltet wird, wozu die Klemme (3) zwei obere Festkontakte trägt, die von einem entsprechend geschnittenen Kontaktbimetallstück gebildet werden.
- 4. Siebentaktregelschaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schaltstellung I die Abgangsklemmen (4) von einer Polklemme beschaltet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1001373, 1012 663, 1020 711, 1044 924, 1052 595, 1085 221, 1097 586, 1163 427.
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