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DE1232643B - Mehrmotorenantrieb fuer Kranfahrwerke mit Drehstrom-Schleifringlaeufermotoren - Google Patents

Mehrmotorenantrieb fuer Kranfahrwerke mit Drehstrom-Schleifringlaeufermotoren

Info

Publication number
DE1232643B
DE1232643B DE1960L0036478 DEL0036478A DE1232643B DE 1232643 B DE1232643 B DE 1232643B DE 1960L0036478 DE1960L0036478 DE 1960L0036478 DE L0036478 A DEL0036478 A DE L0036478A DE 1232643 B DE1232643 B DE 1232643B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motors
phase
motor
torque
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1960L0036478
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Walter Endres
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE1960L0036478 priority Critical patent/DE1232643B/de
Publication of DE1232643B publication Critical patent/DE1232643B/de
Pending legal-status Critical Current

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Landscapes

  • Control Of Multiple Motors (AREA)
  • Control And Safety Of Cranes (AREA)

Description

  • Mehrmotorenantrieb für Kranfahrwerke mit Drehstrom-Schleifringläufermotoren Es sind Kranfahrzeuge von Laufkränen bekanntgeworden, bei denen die Seitenführung durch gefederte Rollen erfolgt. Bei diesen Antrieben hat es sich als zweckmäßig erwiesen, jedes einzelne Rad für sich anzutreiben. Je nach Erfordernis können dann alle oder nur ein Teil der Antriebsmotoren, beispielsweise nur die vorn oder nur die hinten angeordneten Motoren, eingeschaltet werden. Im allgemeinen werden während der Beschleunigung alle Antriebsmotoren eingeschaltet, für das kleine Beharrungsmoment während der Fahrt genügt es jedoch, die in Fahrtrichtung gesehen vorn angeordneten Motoren zu beaufschlagen, während die hinten angeordneten Motoren kein Drehmoment abgeben, da mit dieser Maßnahme gleichzeitig die Laufeigenschaften des Fahrwerkes verbessert werden.
  • Der Schaltaufwand für Mehrmotorenantriebe mit Drehstrom-Schleifringläufern und Läuferanlaßsteuerung wird größer als bei Einmotorenantrieben. Man hat daher häufig Drehstrom-Asynchronmotoren mit Käfigläufer benutzt, weil bei diesen Motoren nur Ständerschaltelemente benötigt werden. Erschwerend für die Benutzung der Käfigläufer ist jedoch die Anpassung an die jeweils erforderlichen Fahrverhältnisse, da der fertige Motorläufer keine befriedigende Veränderung der Anlaufcharakteristik zuläßt. Dadurch ist es auch bedingt, daß eine allmähliche Steigerung des Anfahrmomentes oder eine sichere Einstellung auf Zwischengeschwindigkeiten zwischen Stillstand und der Nenngeschwindigkeit nicht erreicht wird. Solche Forderungen werden aber betrieblich gestellt, um ein ruckfreies und genaues Fahren zu ermöglichen und damit produktionsmindernde Nachsteuerzeiten möglichst zu vermeiden.
  • Es ist bereits bekannt, mehrere Asynchronmotoren in ihrer Drehzahl gemeinsam zu steuern. Jedoch werden bei dieser bekannten Anordnung die einzelnen Antriebsmotoren für sich je durch getrennte Widerstände auf eine bestimmte Drehzahl gebracht. Auch ist es bekannt, die Steuerwicklungen von Drosseln, welche in den einzelnen Phasen der Läuferseite eines Asynchronmotors in Reihe geschaltet sind, von ein und demselben Steuerstrom durchfließen zu lassen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Mehrmotorenantriebes für Kranfahrwerke mit Drehstrom-Schleifringläufermotoren, mit welchem die Laufeigenschaften des Kranfahrwerkes verbessert und im Betrieb Triebwerkstöße vermieden werden.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich demgemäß auf einen Mehrmotorenantrieb für Kranfahrwerke mit Drehstrom-Schleifringläufermotoren, in deren Läuferkreisen Gruppen von vormagnetisierbaren Drosseln und gegebenenfalls einstellbare Widerstände vorgesehen sind. Sie besteht darin, daß die Vormagnetisierungswicklungen der Drosseln der einzelnen Motoren in Reihe geschaltet und diese damit gemeinsam oder, insbesondere bei Verringerung des Drehmomentes der hinteren Fahrwerkmotoren, in Gruppen steuerbar sind.
  • Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird praktisch das Anlaufverhalten eines Käfigläufers mit erhöhter Wicklungsreaktanz im Läufer, also z. B. eines Doppelstabläufers mit Stromverdrängungsverhalten, erzielt. Außer der Möglichkeit, durch Wahl der Anlaßkombination ohne Motoränderung eine Anpassung an die jeweiligen Fahrverhältnisse zu erreichen, gelingt es durch die Erfindung, die Anlaßwärme aus dem Motor in den kombinierten Widerstand zu verlegen und so eine überdimensionierung des Motors zu vermeiden. Während des Anlaufes ist die Periodenzahl im Läufer groß, damit die Reaktanz der Drossel groß. Mit zunehmendem Hochlauf und abnehmender Läuferfrequenz nimmt die Reaktanz der Drossel ab, bei Nenndrehzahl hat sie praktisch den Wert Null. Für den Anlauf sind also, wie beim Käfigläufermotor, keine Schaltvorgänge im Sekundärkreis erforderlich.
  • Außer der erwähnten Möglichkeit, die gesamte Widerstandskombination für den Läufer zu verändern, kann man zu einem Motor gehörende Drosseln nach Art eines Magnetverstärkers zusammenfassen und ihre Reaktanz über die gleichstromgespeiste Steuerwicklung verändern und damit die Laufcharakteristik des Motors so einrichten, daß bei veränderlichen Drehmomenten eine gewünschte Drehzahl eingestellt werden kann. Während sich bekannte Anordnungen nur auf die Steuerung und Regelung eines Motors erstrecken, sollen nach der Erfindung bei Mehrmotorenantrieben alle Motoren oder in Gruppen aufgeteilte Motoren über die Drosselspulen im Läuferkreis durch Serienschaltung der Gleichstrom-Steuerwicklung gleichzeitig gesteuert werden. Eine solche Anordnung gestattet es in einfacher Weise und mit kleinen Steuerströmen, den Anlauf und den Hochlauf gleichmäßig zu gestalten, sich an die Fahreigenschaften gut anzupassen und außerdem auch von der Last unabhängig beliebige Zwischengeschwindigkeiten einzustellen. Durch eine geeignete Schaltung des Steuerstromkreises lassen sich auch verschiedene Drehmomente für die einzelnen Motoren einstellen, so daß z. B. das Drehmoment eines oder mehrerer Motoren praktisch auf Null zurückgeführt werden kann, während die andere Motorgruppe mit vollem Drehmoment arbeitet.
  • Hierdurch ist es möglich, die Laufeigenschaften des Kranfahrwerkes durch einfache Verringerung des Drehmomentes der hinteren Motoren zu verbessern, wobei gleichzeitig die sonst erforderlichen Schalteinrichtungen vermieden werden. Durch die Vermeidung der Triebwerkstöße wird wiederum eine Schonung der Triebwerke erzielt, welche demgemäß leichter ausgelegt werden können.
  • Bei Benutzung eines besonderen Tacho-Dynamo für eine Ist-Wertmessung oder auch durch die Benutzung der Läuferfrequenz eines Antriebsmotors für die Ist-Wertmessung kann eine Regelung auf bestimmte Geschwindigkeitsstufen durch einen Soll-Istwert-Vergleich erreicht werden. In diesem Fall wäre lediglich im Stromkreis der Steuerwicklungen ein zusätzlicher Regler für die Regelung des Steuerstromes anzuordnen.
  • An Hand der Figuren soll die erfindungsgemäße Anordnung näher erläutert werden.
  • F i g. 1 zeigt eine mögliche Ausführung gemäß der Erfindung, F i g. 2 die Drehmoment-Drehzahlkurven ohne Regeleinrichtung und F i g. 3 die Drehzahl-Drehmomentkurven für den geregelten Mehrmotorenantrieb.
  • Der Mehrmotorenantrieb besteht aus den vier Drehstrom-Schleifringläufermotoren M, bis M4. Primärseitig werden die Motoren über ein Vorwärtsschütz Si oder ein Rückwärtsschütz S2 gemeinsam an das Netz RST geschaltet. Sekundärseitig ist an die Schleifringe jedes einzelnen Motors ein Kombinationswiderstand mit einem ohmschen Anteil Ri bis R4 und einer Drosselspule Dl bis D4 angelegt. Jede Drosselspule D besitzt eine Arbeitswicklung a und eine Steuerwicklung b. Die Speisung und Schaltung der Wicklung erfolgt aus einer Gleichstromquelle über das Steuergerät St, mit dem auch die Ständerschütze S, und S, geschaltet werden. Durch das Steuergerät St wird bei Betätigung von Stellung 0 nach Stellung 1 ein Ständerschütz eingeschaltet und die Steuerwicklung der Drosselspulen so erregt, daß ein hoher induktiver Widerstand vorhanden ist, womit das Drehmoment des Motors auf einen kleinen Wert eingestellt wird. Auf den Stellungen 2 bis 5 des Steuergerätes St wird der Steuerwiderstand R5 und damit das Drehmoment der Motoren vergrößert. Die VeränderunI des Steuerwiderstandes R, kann stufenweise ode. kontinuierlich erfolgen. Zwischen Steuergerät St unc Widerstand R5 können im Bedarfsfall SteuerschützE angeordnet werden.
  • Will man eine Motorengruppe, z. B. die Motorei M3 und M4, für die Drehmomentabgabe an das Fahr werk ausschalten, so nimmt man den Steuerwick. lungen b der Drosselspulen D3 und D4 über einer Widerstand R6 und einen Schalter Z die Erregung.
  • Die charakteristischen Drehmoment-Drehzahl kurven sind in der F i g. 2 dargestellt. Die einzelner Kurven entsprechen dabei den einzelnen Schaltstel. lungen auf dem Steuergerät St.
  • Eine Regelung der Geschwindigkeit, bei der der Sollwert durch das Steuergerät vorgegeben und der Drehzahl-Istwert durch eine Tachomaschine oder über die Frequenz an den Schleifringen gemessen wird, ist bereits erwähnt. Bei einer solchen Anordnung lassen sich die in Reihe geschalteten Steuerwicklungen z. B. über einen in der Steuerleitung fw die Steuerwicklungen angeordneten Regler so beeinflussen, daß eine praktisch lastunabhängige Regeluni eintritt. Es kann die für den Betrieb wichtige Steuereigenschaft, daß die Geschwindigkeit der Auslenkung des Steuerhebels proportional ist, auch für mehrere Motoren erreicht werden (F i g. 3).
  • Es läßt sich auch die für den Produktionsbetriet wichtige Bremsschaltung durch Gegenstromgeben bei Drehmomentüberwachung durchführen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Mehrmotorenantrieb für Kranfahrwerke mir Drehstrom-Schleifringläufermotoren, in deren Läuferkreisen Gruppen von vormagnetisierbaren Drosseln und gegebenenfalls einstellbare Widerstände vorgesehen sind, d a d u r c h g e k e n n -zeichnet, daß die Vormagnetisierungswicklungen der Drosseln der einzelnen Motoren in Reihe geschaltet und diese damit gemeinsam oder, insbesondere bei Verringerung des Drehmomentes der hinteren Fahrwerkmotoren, in Gruppen steuerbar sind.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Motor ein Meßgerät zur Drehzahlbestimmung, beispielsweise ein Tacho-Dynamo, verbunden ist.
  3. 3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Drehmomentbegrenzungseinrichtung beim Gegenstrombremsen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 636 693; deutsche Auslegeschrift Nr. 1013 847; Zeitschrift »Stahl und Eisen«, 1956, S. 1465; W. Lehmann, »Die Elektrotechnik und die elektrischen Antriebe«, 1953, S. 142; T s c h i 1 i k i n, »Elektromotorische Antriebe«, 1957, S. 321.
DE1960L0036478 1960-07-02 1960-07-02 Mehrmotorenantrieb fuer Kranfahrwerke mit Drehstrom-Schleifringlaeufermotoren Pending DE1232643B (de)

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DE1013847B (de) * 1956-05-09 1957-08-14 Siemens Ag Fahrwerksantrieb fuer Krane, Laufkatzen u. dgl. mit mehreren Motoren und besonderer Fahrschaltung

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