DE1229156B - Abtasteinrichtung fuer Zeitmultiplexsysteme - Google Patents
Abtasteinrichtung fuer ZeitmultiplexsystemeInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H04j
Deutsche Kl.: 21 a4 - 49
Nummer: 1229 156
Aktenzeichen: S 96677IX d/21 a4
Anmeldetag: 22. April 1965
Auslegetag: 24. November 1966
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalteinrichtung zur Abtastung von zwei und mehr Analogsignalen
mit anschließender Zusammenfassung der Abtastproben zu einem Pulsrahmen bei einem Zeitmultiplexsystem.
Schalteinrichtungen dieser Art weisen eine der Anzahl der Signalkanäle entsprechende Zahl von elektronischen
Schaltern auf, die im Rhythmus der Signalabtastfrequenz die Analogsignale abtasten. Üblicherweise
werden die Abtastproben der Abtastschalter dadurch zu einem Pulsrahmen zusammengefaßt, daß
einerseits deren Ausgänge einander unmittelbar parallel geschaltet sind und andererseits die Abtastschalter
im Rhythmus der Signalabtastfrequenz mit einer entsprechend der gewählten Folge der sie abtastenden
Kanäle um jeweils eine Periode der Impulsfolgefrequenz des Pulsrahmens in der Phase gegeneinander
versetzt gesteuert werden.
Als elektronische Schalter kommen vor allem Halbleiterelemente, beispielsweise Dioden oder Transistoren,
zur Anwendung, die hinsichtlich ihrer elektrischen Eigenschaften in der Regel nicht zu vernachlässigende
Unterschiede aufweisen. Besonders störend wirken sich hier Schwankungen hinsichtlich der Leitfähigkeit
der sie darstellenden Schaltstrecken aus. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang jedoch
nur die Exemplarstreuung der zu einer Kanalgruppe gehörigen Abtastschalter, weil ein bei sämtlichen Abtastschaltern
auftretender gleicher Abtastfehler mit verhältnismäßig geringem technischem Aufwand ausgeglichen
werden kann. Die als Trägerrestspannungen zu bezeichnenden Abtastfehler der Abtastschalter beeinträchtigen
nämlich die Qualität der Übertragung, d. h., sie schränken den an sich zur Verfügung stehenden
Aussteuerbereich des Systems ein.
Zur Verbesserung des Signalgeräuschabstandes bei Nachrichtenübertragungssystemen wird oftmals vom
Prinzip der sogenannten Kompandierung Gebrauch gemacht. Hierbei werden sendeseitig die kleinen Amplituden
gegenüber den großen Amplituden angehoben (Preßvorgang) und auf der Empfangsseite diese
Signalvorverzerrung wieder rückgängig gemacht (Dehnvorgang). Um nicht für jeden Signalkanal sendeseitig
einen Presser und empfangsseitig einen Dehner vorsehen zu müssen, ist es angebracht, die Kompandierung
in der Gruppenebene vorzunehmen. In diesem Fall müssen jedoch besonders hohe Anforderungen
an die Trägerrestfreiheit der Kanalabtastschalter gestellt werden, weil die diese Trägerrestspannungen
darstellenden Nullpunktverschiebungen durch den Kompander gewissermaßen verstärkt werden und zu
Signalverzerrungen führen.
Abtasteinrichtung für Zeitmultiplexsysteme
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Theodor Koch, München
Theodor Koch, München
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Schalteinrichtung der einleitend beschriebenen Art,
insbesondere bei einem mit Gruppenkompandierung arbeitenden Zeitmultiplexsystem eine einfache, auch
ao sehr hohen Anforderungen an die Trägerrestfreiheit genügende Lösung anzugeben.
Ausgehend von einer Schalteinrichtung zur Abtastung von zwei und mehr Analogsignalen mit anschließender
Zusammenfassung der Abtastproben zu einem Pulsrahmen bei einem Zeitmultiplexsystem mit
gruppenweiser Kompandierung, bei der den Kanäle darstellenden Analogsignalen elektronische Schalter
zugeordnet sind, die im Rhythmus der Signalabtastfrequenz mit einer entsprechend der gewählten Folge
der sie abtastenden Kanäle um jeweils eine Periode der Impulsfolgefrequenz des Pulsrahmens in der
Phase gegeneinander versetzt gesteuert sind, wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß die Abtastschalter über den ihnen allen gemeinsamen Ausgang und einen weiteren elektronischen
Schalter auf einen hinsichtlich des Innenwiderstandes der Signalkanäle hochohmigen Speicher arbeiten und
daß der den weiteren elektronischen Schalter im Rhythmus der Impulsfolgefrequenz des Pulsrahmens
steuernde Takt derart bemessen ist, daß er diesen Schalter jeweils vor Ablauf der Schließzeit eines Abtastschalters
vom leitenden Zustand in den Sperrzustand überführt.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Trägerrestspannungen der Abtastschalter weitgehend unabhängig vom Leitwert der sie bildenden Schaltstrecke in ausreichendem Maß dann klein gehalten werden können, wenn es gelingt, den während eines Abtastvorgangs fließenden Strom innerhalb des Schaltintervalls gegen Null abklingen zu lassen. In diesem Fall wird dann auch der Spannungsabfall am Durchlaßwiderstand des Schalters und damit die
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Trägerrestspannungen der Abtastschalter weitgehend unabhängig vom Leitwert der sie bildenden Schaltstrecke in ausreichendem Maß dann klein gehalten werden können, wenn es gelingt, den während eines Abtastvorgangs fließenden Strom innerhalb des Schaltintervalls gegen Null abklingen zu lassen. In diesem Fall wird dann auch der Spannungsabfall am Durchlaßwiderstand des Schalters und damit die
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Trägerrestspannung praktisch gleich Null. Diese Voraussetzung ist bei der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung
dadurch erfüllt, daß die Abtastschalter auf einen hinsichtlich des Innenwiderstandes der Signalkanäle
hochohmigen Speicher arbeiten. Allerdings ist diese Maßnahme allein noch nicht ausreichend, um
die gewünschte hohe Trägerrestfreiheit zu gewährleisten, weil auch beim Übergang eines Abtastschalters
vom leitenden Zustand in den Sperrzustand mit exemplarabhängigen Verfälschungen der Abtastproben
gerechnet werden muß. Aus diesem Grund ist in der Zuleitung der Abtastschalter zum Speicher noch
ein weiterer elektronischer Schalter angeordnet, der jeweils rechtzeitig vor Ablauf der Schließzeit eines
Abtastschalters öffnet und dadurch die Möglichkeit einer Verfälschung der gerade auf den Speicher übertragenen
Abtastprobe unterbindet.
Zweckmäßig wird den Ausgängen der Abtastschalter ein sämtlichen Schaltern gemeinsamer hochohmiger
Ableitwiderstand parallel geschaltet.
Der Speicher, auf den die Abtastschalter arbeiten, kann in einfacher und vorteilhafter Weise ein Ladekondensator
sein, der mit einer derart bemessenen Umladevorrichtung in Verbindung steht, daß er sich
mit jeder ankommenden Abtastprobe kurzzeitig auf den Wert der Abtastprobe auflädt und im Zeitintervall
zweier aufeinanderfolgender Abtastproben nach einer vorgegebenen Zeitfunktion entlädt.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung für ein Zeitmultiplexsystem mit gruppenweiser
Kompandierung ist der den Speicher darstellende Ladekondensator einschließlich der Umladevorrichtung
zu einem die Abtastproben in dauermodulierte Impulse umwandelnden Modulationswandler erweitert und die Entladung des Ladekondensators
durch die Zeitkonstante der Entladung zeitabhängig im Sinne der gewünschten Kompandierung
beeinflussende Mittel gesteuert.
In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, die Analogsignale unsymmetrisch abzutasten. Hierzu wird
dfen Analogsignalen auf Seiten der Eingänge der Abtastschaiter eine allen Kanälen der Gruppe gemeinsameGleichspannung
überlagert, die zur automatischen Nullwerteinstellung der Signalspannungen von einer entsprechend bemessenen und gesteuerten
Regeleinrichtung erzeugt ist. .
Die elektronischen Schalter werden vorzugsweise durch Schalttransistoren realisiert.
An Hand von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung 'dargestellt sind, soll die Erfindung im folgenden
noch näher erläutert werden. In der Zeichnung bedeutet
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Schalteinrichtung
nach der Erfindung,
Fig. 2 ein Zeitdiagramm der bei der Schaltung
nach der Fig. 1 ablaufenden Schaltvorgänge,
Fig. 3 das Diagramm einer Kompandierungskenn1
linie, . .
F i g. 4 das Schaltbild einer Schalteinrichtung mit einem Gruppenkompander nach der Erfindung.
Das. Prinzipschaltbüd der Schalteinrichtung nach der Erfindung nach der F i g. 1 weist η Abtastschalter
sal bis san für η Signalkanäle auf. Die Abtastschalter
sind ausgangsseitig einander parallel geschaltet und arbeiten über den weiteren Schalter s auf den Speicher
5. Ferner zeigt die F i g. 1 einen den Ausgängen sämtlicher Abtastschalter parallelliegenden Ableitwiderstand
Ro. Die Abtastschalter ία 1 bis san werden
jeweils von einem Takt Π bis Tn und der Schalter s vom Takt Tp gesteuert.
Der zeitliche Ablauf der Takte ist in der Fig. 2 angegeben. Die Takte Tl bis Tn, die die gleiche
Folgefrequenz haben, sind gegeneinander im Zuge ihrer Auf einanderfolge jeweils um das Zeitintervall τ ρ
in der Phase verschoben, so daß die Abtastproben der einzelnen Signalkanäle am Eingang des Schalters s
im Rhythmus der Periode τ ρ ankommen. Der Takt Tp
ίο für den Schalter s hat ebenfalls die Periode τρ. Die
Dauer seiner Impulse ist jedoch, wie aus der Fig. 2 ersehen werden kann, geringfügig kleiner gewählt als
die Dauer der Impulse der Takte Π bis Tn. Hierbei ist die zeitliche Lage der Impulse des Taktes Tp zu
den Impulsen der Takte Π bis Tn so gewählt, daß ihre Vorderflanken jeweils zeitlich zusammenfallen.
Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Schalter s stets kurz vor Beendigung der Schließzeit eines Abtastschalters
öffnet. Der Ableitwiderstand Ro isthochohmig ausgebildet und dient, wie sein Name bereits
sagt, der Ableitung von Restladungen, die an den Ausgängen der Abtastschalter im Zeitraum des geöffneten
Schalters s wirksam sind. Der aus den Abtastproben der einzelnen Kanäle gebildete Pulsrahmen
wird am Ausgang a des Speichers 5 abgenommen. Wie im vorstehenden bereits zum Ausdruck gebracht
worden ist, ermöglicht die erfindungsgemäße Schalteinrichtung eine hohe Trägerrestfreiheit der die
Signalkanäle abtastenden Abtastschalter, weil einerseits die Abtastschalter auf einen hinsichtlich des
Innenwiderstandes der Signalkanäle hochohmigen Speicher arbeiten und andererseits der zwischen dem
Speicher und den Ausgängen der Abtastschalter angeordnete weitere Schalter den Speicher rechtzeitig
vor Beendigung eines Schließvorgangs eines Abtastschalters von den Abtastschaltern entkoppelt. Dieser
Schalter s, der in gleicher Weise realisiert ist wie die Abtastschalter sal bis san, weist seinerseits zwar
ebenfalls Trägerrestspannungen auf. Diese Trägerrestspannungen müssen ebenfalls kompensiert werden.
Dies läßt sich jedoch mit geringem Aufwand durchführen, weil sich der Fehler dieses Schalters
. den Abtastproben sämtlicher Kanäle in der gleichen Weise mitteilt.
Dem Erfindungsgegenstand kommt, wie ebenfalls im vorstehenden bereits ausgeführt worden ist, hinsichtlich
seiner Anwendung in einem Zeitmultiplexsystem mit Gruppenkompandierung eine besondere
Bedeutung zu, weil dort besonders hohe Anforderungen an die Trägerrestfreiheit der Abtastschalter gestellt
werden müssen. Der Erläuterung dieses Sach-
'" Verhalts dient die Fig. 3. Die hier dargestellte, ausgezogene
Kompandierungskennlinie zeigt die Bewertung der Amplitude des zu kömpandierenden Signals
durch den Kompander. Dabei ist auf der Abszisse die Eingangsgröße e und auf der Ordinate die Ausgangsgröße
α aufgetragen. Die in das Diagramm eingetragene in unterbrochener Linie gezeichnete 45°-
Gerade stellt den Fall der linearen Übertragung dar.
Die Kompanderkennlinie nach der F i g. 3 hat kein stetigen Verlauf, sondern setzt sich aus drei in sich
linearen, am Nullpunkt des Koordinatensystems gespiegelten Bereichen I, II und III zusammen, die sich
im wesentlichen durch ihre Neigung zur Abszisse voneinander unterscheiden. Hierbei hat das Teilstück
I im Bereich kleiner Amplituden der Eingangsgröße e den größten Neigungswinkel, d. h., in diesem
Bereich werden die Amplituden der Eingangsgröße
wesentlich (etwa 15fach) angehoben. Im Teilbereich II werden dagegen die Amplituden der Eingangsgröße e
praktisch unverändert in die Ausgangsgröße α übergeführt. Das äußere Teilstück III hat zur Abszisse
einen Neigungswinkel, der wesentlich kleiner als 45° ist. In diesem Bereich werden also die Amplituden
gepreßt. In der Regel beträgt der Amplitudenbereich, in dem das Teilstück I der Kompanderkennlinie wirksam
ist, nur wenige Prozent der Maximalamplitude des eingangsseitigen Signals. Die richtige Bewertung
der Eingangsgröße durch den Kompander ist somit nur dann in ausreichendem Maße gewährleistet, wenn
die Trägerrestspannungen der Abtastschalter wesentlich kleiner sind, als der dem Teilstück I entsprechende
Amplitudenbereich. Praktisch bedeutet dies, daß die Trägerrestspannungen maximal die Größenordnung
von 1 bis 2 %o der Maximalaussteuerung annehmen dürfen.
In der F i g. 4 ist ein Ausführungsbeispiel einer mit einem Gruppenkompander zusammenarbeitenden
Schalteinrichtung nach der Erfindung dargestellt. Der Gruppenkompander ist hierbei für dreißig Kanäle
ausgelegt. Davon ist lediglich ein ankommender Kanal mit einem sich daran anschließenden Abtastschalter
dargestellt und die übrigen neunundzwanzig Kanäle mit ihren Abtastschaltern durch das Vielfach
V angedeutet. Die im Zuge eines Signalkanals übertragene Signalenergie wird somit vom Ausgang
des dem betreffenden Kanal zugeordneten Tiefpasses Ti über einen Abtastschalter AS einem den Gruppenkompander
umfassenden Modulationswandler MW zugeführt, der hierbei unter Berücksichtigung der gewünschten
Kompandierung die vom Speicher abgenommenen Abtastproben in dauermodulierte Pulse
umwandelt. Der Tiefpaß Ti schließt ausgangsseitig mit dem Kondensator Ci ab. An diesem Kondensator
liegt die abzutastende Signalspannung. Um eine unsymmetrische Aussteuerung der Abtastschalter zu ermöglichen,
ist der Kondensator Ci jedes Tiefpasses über einen Widerstand Ri auf die Gleichspannung
+ Ur gelegt, die das Nullpotential für die Signalwechselspannung darstellt. Der dargestellte Abtastschalter
besteht aus einem Transistor TsI, dessen Basis der Steuertakt T über die Parallelschaltung aus
dem Widerstand R1 und dem Kondensator Cl zügeführt
wird. Entsprechend dem Prinzipschaltbild nach der Fig. 1 ist sämtlichen Abtastschaltern ausgangsseitig,
d. h. am Vielfach V der Ableitwiderstand Ro parallel geschaltet. Ebenso arbeiten sämtliche Abtastschalter
über den weiteren Schalter s auf den den Speicher S nach der F i g. 1 darstellenden Ladekondensator
C 2. Der Ladekondensator C 2 steht mit seinem zweiten Anschluß mit der Basis des Transistors
Ts 2 in Verbindung, dessen Emitter auf Bezugspotential liegt und dessen Kollektor die Betriebsgleichspannung
+ Ub über den Kollektorwiderstand Rc zugeführt ist. Zwischen dem Schalter s und dem Ladekondensator
C 2 ist ein weiterer, einseitig auf Bezugspotential liegender Schalter s' vorgesehen, der
die Umladung des Ladekondensators nach Beendigung eines Aufladevorgangs vornimmt und zu diesem
Zweck von einem Steuertakt Tp' gesteuert wird, der die gleiche Folgefrequenz aufweist wie der Steuertakt
Tp für den Schalter s, jedoch zu diesem komplementär ist, d. h., der Schalter s' ist geschlossen, wenn
der Schalter s offen ist, und umgekehrt. Zwischen dem Ladekondensator C2 und der Basis des Transistors
Ts 2 ist noch eine Stromzuführung i vorgesehen, über die sich der Ladekondensator C 2 in den Zeitintervallen,
in denen der Schalter s' geschlossen ist, umlädt. Die Zeitkonstante dieses Stromkreises wird
zeitabhängig im Sinne der gewünschten Kompandierung durch in der F i g. 4 nicht näher dargestellte
Mittel gesteuert.
Der Ladekondensator C 2 stellt zusammen mit dem Transistor Ts 2 und dem Schalter s' eine monostabile
Kippstufe mit im Ruhezustand leitendem Transistor Ts2 dar. Die Umwandlung der Abtastproben in
dauermodulierte Impulse durch diese monostabile Kippstufe kommt dadurch zustande, daß der Ladekondensator
C 2 von einer über den Schalters zugeführten Abtastprobe rasch auf deren Amplitudenwert
über die leitende Basis-Emitter-Strecke des Transistors Ts 2 aufgeladen und anschließend über den geschlossenen
Schalter s' und die Stromzuführung i entladen wird. Während der Entladung des Ladekondensators
C 2 kehrt sich nämlich das Potential an der Basis des Transistors Ts2 um, so daß er während dieses
Entladevorgangs vom leitenden in den gesperrten Zustand übergeführt wird. Der Spannungsverlauf an
der Basis ist in der F i g. 4 dargestellt. Bei einer Umwandlung ohne Kompandierung stellt der Spannungsverlauf einen linearen Sägezahn mit negativer Amplitude
dar. Im vorliegenden Fall hat die Rückflanke dieses Sägezahns jedoch einen entsprechend der in
die Zeitebene verlegten Kompandierungskennlinie nach der Fig. 3 S-förmigen Verlauf. In gleicher
Weise sind in die F i g. 4 die am Kondensator Ci des Tiefpasses Ti anstehende kontinuierliche Signalspannung,
der auf den Ladekondensator C 2 über den Schalter s übertragene Abtastimpuls sowie der am
Kollektor des Transistors Ts 2 auftretende dauermodulierte Impuls eingezeichnet.
Sollen die am Ausgang des Transistors Ts 2 anstehenden dauermodulierten Impulse unter Anwendung
des sogenannten Zählverfahrens mit Hilfe eines Start-Stop-Generators und eines Binärzählers in den
gewöhnlichen binären Code umgesetzt werden, so kann beispielsweise der Binärzähler in Verbindung
mit einer Logik zur Steuerung der Zeitkonstante des Entladekreises des Ladekondensators C 2 im Sinne
der gewünschten Kompandierung mit ausgenutzt werden.
Der Ausgleich des durch den Schalter s den Abtastproben sämtlicher dreißig Kanäle in gleicher
Weise aufgeprägten Trägerrestfehlers wird zweckmäßig dadurch herbeigeführt, daß die die Nullage
des unsymmetrisch abgetasteten Signals festlegende Gleichspannung +Ur in geeigneter Weise geregelt
wird.
Claims (6)
1. Schalteinrichtung zur Abtastung von zwei und mehr Analogsignalen mit anschließender Zusammenfassung
der Abtastproben zu einem Pulsrahmen bei einem Zeitmultiplexsystem, insbesondere
Zeitmultiplexsystem mit gruppenweiser Kompandierung, bei der den Kanäle darstellenden
Analogsignalen elektronische Schalter zugeordnet sind, die im Rhythmus der Signalabtastfrequenz
mit einer entsprechend der gewählten Folge der sie abtastenden Kanäle um jeweils eine
Periode der Impulsfolgefrequenz des Pulsrahmens in der Phase gegeneinander versetzt gesteuert
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtastschalter (sal. .. sari) über den ihnen allen
gemeinsamen Ausgang und einen weiteren elektronischen Schalter (s) auf einen hinsichtlich des
Innenwiderstandes der Signalkanäle hochohmigen Speicher (S) arbeiten und daß der den weiteren
elektronischen Schalter (s) im Rhythmus der Impulsfolgefrequenz des Pulsrahmens steuernde
Takt (Tp) derart bemessen ist, daß er diesen Schalter jeweils vor Ablauf der Schließzeit eines
Abtastschalters vom leitenden Zustand in den Sperrzustand überführt.
2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Ausgängen der Abtastschalter
ein sämtlichen Schaltern gemeinsamer hochohmiger Ableitwiderstand (Ro) parallel liegt.
3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher ein
Ladekondensator (C 2) ist, der mit einer derart bemessenen Umladevorrichtung in Verbindung
steht, daß er sich mit jeder ankommenden Abtastprobe kurzzeitig auf den Wert der Abtastprobe
auflädt und im Zeitintervall zweier aufeinanderfolgender Abtastproben nach einer vorgegebenen
Zeitfunktion entlädt.
4. Schalteinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei einem Zeitmultiplexsystem
mit gruppenweiser Kompandierung, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladekondensator
(C 2) einschließlich der Umladevorrichtung zu einem die Abtastproben in dauermodulierte Impulse
umwandelnden Modulationswandler erweitert ist und daß die Entladung des Ladekondensators
durch die Zeitkonstante der Entladung zeitabhängig im Sinne der gewünschten Kompandierung
beeinflussende Mittel gesteuert ist.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Analogsignalen auf
sehen der Eingänge der Abtastschalter (sal... san) zur unsymmetrischen Abtastung eine allen
Kanälen der Gruppe gemeinsame Gleichspannung (+ Ur) überlagert ist, die zur automatischen NuIlwerteinstellung
der Signalspannungen von einer entsprechend bemessenen und gesteuerten Regeleinrichtung
erzeugt ist.
6. Schalteinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronischen Schalter Schalttransistoren sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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