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Abwälzfaltvorrichtung zum Querfalten von Wäschestücken od. dgl. Die
Erfindung bezieht sich auf eine Abwälzfaltvorrichtung zum Querfalten von Wäschestücken
od. dgl., bei welcher eine schwenkbar über einem über Rollen geführten Bandförderer
gelagerte Klemmplatte mittels einer im Klemmplattenbereich angeordneten Lichtstrahlsteuerung
unter Zwischenklemmung des vorauslaufenden Faltgutrandes von dem Bandförderer abhebbar
und gegen eine Anschlagleiste preßbar ist.
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Es ist bekannt, die Wäschestücke mittels endlos umlaufenden und aus
einzelnen Streifen bestehenden Bandförderern zu transportieren und ihre Anfangskante
auf eine schräg angestellte Klemmplatte auflaufen zu lassen, deren Aufgabe darin
besteht, die Vorderkante des Wäschestückes in einer angehobenen Stellung festzuklemmen
und den übrigen Teil des Wäschestückes durch den zwischen der Klemmplatte und dem
Bandförderer sich bildenden Zwischenraum hindurch weitertransportieren zu lassen,
wodurch eine Wartige Faltung entsteht.
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Üblicherweise wird der vorauslaufende Rand des zu faltenden Wäschestückes
als Schaltmittel für die Bewegung der Klemmplatte ausgenutzt. Bei einer vorbekannten
Ausführungsart befindet sich in der Klemmplatte eine Durchbrechung, durch die ein
Lichtstrahl von unten her gegen eine in einem darüber befindlichen Gehäuse angeordnete
Photozelle gerichtet ist. Sobald der Rand des Wäschestückes die Durchbrechung in
der Klemmplatte überdeckt, wird ein lichtelektrischer Impuls erzeugt, der zur Plattenbewegung
ausgenutzt wird. Diese Anordnung setzt mehrere nebeneinanderliegende Bandförderer
voraus, um dazwischen die Lichtstrahlsteuerung anordnen zu können.
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Bei einer anderen vorbekannten Ausführungsform befindet sich oberhalb
der Klemmplatte und senkrecht zu ihr ein federnder Anschlag, gegen den das Wäschestück
aufläuft und dabei zur Betätigung eines Mikroschalters führt, über den die Klemmplatte
zum Festklemmen bewegt wird. Hierbei ist eine zweite Steuerung notwendig, um den
Bandförderer beim Auflaufen des Faltgutrandes in die Höhe der Klemmplatte anzuheben,
weil die Klemmplatte nicht bis zur Bandförderebene abgesenkt werden kann.
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Bei sämtlichen vorbekanntenFaltvorrichtungen entstehen Schwierigkeiten
beim Auflaufen des Wäschestückes auf die Klemmplatten deswegen, weil durch Anschläge,
Durchbrechungen und sonstige Steuerungsmittel Widerstände gebildet werden, an denen
sich der vorauslaufende Rand des Wäschestückes oder dessen Eckzipfel in unerwünschter
Weise anstoßen, sich festhaken oder in sonstiger Weise beeinträchtigt werden können,
so daß dadurch der Faltvorgang hinsichtlich seiner Präzision fehlerhaft wird.
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Die Erfindung befaßt sich mit der Aufgabe, die Nachteile der vorbekannten
Steuerungen zu vermeiden, ihre Störungsempfindlichkeit zu verringern und unabhängig
von der Art der Bandförderer zu sein.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Oberfläche der lichtempfindlichen
Zelle in der Auflauffläche der Klemmplatte angeordnet ist. Derartige lichtempfindliche
Zellen sind beispielsweise unter der Fachbezeichnung »Solar-Element« an sich bekannt.
Ebenfalls ist es vorbekannt, die mit solchen Solar-Elementen gewinnbaren Impulse
transistorisch zu verstärken. Ihre Anwendung beim Gegenstand der Erfindung erfolgt
aber nicht allein zu dem Zweck, die vorbekannte Photozellensteuerung in äquivalenter
Weise zu ersetzen, sondern es konnte überraschenderweise gefunden werden, daß das
erfindungsgemäße Einsetzen der lichtempfindlichen Zellen in die Auflauffläche der
Klemmplatte den Vorteil der Bündigkeit mit sich bringt, indem die Zellenoberfläche
zu einem klemmenden Teil wird und das Wäschestück keine Möglichkeit hat, in irgendeiner
Weise anzustoßen und sich zu verziehen.
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Die erfindungsgemäße Anordnung ist somit weniger störanfällig als
die bekannten Ausführungen, denn auch Helligkeitsunterschiede im Arbeitsraum vermögen
keine Störungen hervorzurufen, weil die erfindungsgemäße Anordnung sich ohne weiteres
durch Gehäuse u. dgl. abschirmen und mit genau dosiertem Licht beleuchten läßt.
Insbesondere die schädliche Wirkung der Sonneneinstrahlung kann mit der Erfindung
beseitigt werden. Ebenso tritt beim Gegenstand der Erfindung keine Verschmutzungsgefahr
der Steuereinrichtung auf, wie auch sich im besonderen der Vorteil ergibt, daß der
Bandförderer beliebig, also auch als durchlaufendes Förderband, ausgebildet sein
kann,
weil in seinem Bewegungsbereich keine Steuervorrichtung mehr vorgesehen zu werden
braucht.
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Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Abwälzfaltvorrichtung mit
mehreren in Gruppenschaltung abhängig voneinander steuerbaren Klemmplatten. Diese
Gruppenschaltung ist an sich bekannt. Sie hat im wesentlichen den Zweck, mehrere
benachbarte Klemmplatten gleichzeitig zu schalten, wenn das Faltgut alle diese Klemmplatten
ganz oder teilweise überdeckt. Man verwendet hierzu einen vor und zwischen zwei
Klemmplatten angeordneten zusätzlichen Kontakt, bei dessen Betätigung diese Klemmplatten
schaltungstechnisch miteinander gekoppelt werden, was Fehlfaltungen vermeidet.
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Ausgehend von dieser bekannten Gruppenschaltung besteht die Erfindung
darin, daß die die Gruppenschaltung steuernde lichtempfindliche Zelle jeweils in
der an die benachbarte Klemmplatte anschließenden Klemmplattenecke angeordnet ist.
Diese Maßnahme bringt den Vorteil mit sich, daß man die Klemmplatten praktisch Stoß
an Stoß zueinander anordnen und dadurch die Qualität der Faltung verbessern kann.
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Bei Anwendung dieser Maßnahme hat man es in der Hand, zu gleicher
Zeit beliebig große und zahlreiche Wäschestücke in die Abwälzfaltvorrichtung einlaufen
zu lassen, ohne auf die Lage ihres vorauslaufenden Randes Rücksicht zu nehmen. An
der Einlegestelle sind Markierungen vorhanden, welche die Breite der einzelnen Klemmplatte
darstellen. Ist ein Wäschestück schmaler als die Breite einer Klemmplatte, dann
wird man das Wäschestück zwischen den entsprechenden Markierungen in die Abwälzfaltvorrichtung
einlassen. Ist hingegen ein Wäschestück breiter als eine einzelne Faltklappe, dann
legt man es so ein, daß die Markierung überdeckt wird und erreicht dadurch, daß
das Wäschestück beim Auflaufen auf die Klemmplatten die vorgeschaltete lichtempfindliche
Zelle überdeckt, wodurch die Klemmplatten, über die das Wäschestück sich bewegt,
gemeinsam geschaltet werden.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung schematisch und beispielsweise
dargestellt. Es zeigt -F i g. 1 eine schematische Seitenansicht einer Abwälzfaltvörrichtung,
F i g. 2 eine schematische Draufsicht auf -die Abwälzfältvorrichtung beim Einlassen-
von mehreren Wäschestücken und F i g. 3 eine Draufsicht auf die Abwälzfaltvorrichtung
gemäß F i g. 2 beim Einlassen von unterschiedlich großen Wäschestücken.
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Im Ausführungsbeispiel der F i g. 1 ist mit 1 ein Teilbereich des
Bandförderers bezeichnet, der aus mehreren mit Abstand zueinander angeordneten und
endlos umlaufenden Förderbändern besteht und das zu faltende Wäschestück 2 transportiert.
Das Wäschestück 2 soll zur Einleitung des Faltvorganges mit seinem vorauslaufenden
Rand 3 auf die schräg ansteigende Auflauffläche 17 -einer beweglichen Klemmplatte
6 auflaufen. Die Mittel zum Auflaufen des Wäschestückes 2 sind in F i g. 1 nicht
dargestellt. Im Sinne der Erfindung können vorbekannte oder vorgeschlagene Einrichtungen
zu diesem Zweck angewandt werden.
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Sobald der vorauslaufende Rand 3 des Wäschestückes 2 eine bestimmte
Stellung erreicht hat, soll die Klemmplatte 6 in die gestrichelt dargestellte Stellung
6' bewegt werden, wodurch der vordere Teil des Wäschestückes 2 zwischen der beweglichen
Klemmplatte 6 und dem Anschlag 13 festgehalten wird. Der übrige Wäscheteilbereich
4 wird alsdann durch den in Pfeilrichtung bewegten Bandförderer 1 weiter mitgenommen,
so daß sich eine Schlaufe 4 mit einem angedeuteten Falz 5 bildet. Der Falz 5 wird
später durch eine besondere und hier nicht interessierende Einrichtung gepreßt.
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Zum Antrieb der beweglichen Klemmplatte 6 ist eine beispielsweise
dargestellte pneumatische Zylindereinrichtung 10 vorgesehen, deren Kolbenstange
bei 9 an einem mit der Klemmplatte 6 verbundenen Hebel 8 aasgelenkt ist. Die Klemmplatte
6 ist um das Lager 7 verschwenkbar, wobei das Lager 7 vorzugsweise an dem Gehäuse
11 angeordnet sein kann.
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Das Problem besteht bei Abwälzfaltvorrichtungen darin, den richtigen
Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem die Klemmplatte 6 in die Stellung 6' sich bewegen
soll. Zu diesem Zweck befindet sich in der Auflauffläche 17 der Klemmplatte 6 eine
lichtempfindliche flache Zelle 14, deren Oberfläche bündig mit der Auflauffläche
17 verläuft und die durch einen nicht dargestellten, aber für den elektrotechnischen
Fachmann geläufigen transistorischen Verstärker mit dem motorischen Antrieb 10 verbunden
ist. Wie man diese Schaltmaßnahmen ausführt, gehört zum Stand der Technik, so daß
eine nähere Beschreibung entbehrlich erscheint.
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Es erweist sich als vorteilhaft, wenn in dem Gehäuse 11 eine künstliche
Lichtquelle 12 vorhanden ist, die eine gleichbleibende Beleuchtung gewährleistet,
so daß die gesamte Klemmeinrichtung von einem Gehäuse umgeben werden kann, das den
Einfluß des Sonnenlichtes oder sonstiger von außen kommender Beleuchtungsschwankungen
ausschließt. Die lichtempfindliche Zelle 14 wird demnach nur von der künstlichen
Beleuchtung 12 erfaßt. Sobald das Wäschestück 2 mit seinem vorauslaufenden Rand
3 die lichtempfindliche Zelle 14 überdeckt, wird ein lichtelektrischer Impuls ausgelöst,
der die Steuervorrichtung des Antriebes 10 in Gang setzt und zu einer sofortigen
Aufwärtsbewegung der Klemmplatte 6 und Einklemmung des Wäschestückes 2 zwischen
den Teilen 13 und 17 bewirkt.
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Eine andere Steuereinrichtung, die vorbekannt ist und im Beispiel
nicht dargestellt ist, tastet das rückwärtige Ende des Wäschestückes 2 ab und bewirkt
dadurch das Abfallen der Klemmplatte 6. Auch für diese Steuerung kann eine lichtempfindliche
Zelle nach dem Ausführungsbeispiel verwendet werden.
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Wie das Ausführungsbeispiel der F i g. 2 zeigt, sind die lichtempfindlichen
Zellen 14 etwa in der Mitte der einzelnen Klemmplatten 6 angeordnet, wobei darüber
hinaus gemäß F i g. 2 mehrere Klemmplatten 6 a, 6 b, 6 c, 6 d nebeneinander
in einem Gehäuse 11 angeordnet sind und eine Steuermaßnahme getroffen werden soll,
die ermöglicht, daß die einzelnen Klemmplatten 6 a bis 6 d einzeln oder gemeinsam
geschaltet werden.
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Im Fall der F i g. 2 ist dargestellt, daß gleich große oder nur geringfügig
unterschiedliche Wäschestücke 2 a, 2 b, 2 c, 2 d von dem Bandförderer 1 transportiert
werden, wobei die Breite des einzelnen Wäschestückes 2 a bis 2 d kleiner
als die Breite der einzelnen Klemmplatten 6 a bis 6 d ist. An der Einlaßseite sind
Markierungen vorhanden, die der Bedienungsperson zeigen, welche Lage die Klemmplatten
6 einnehmen. Somit trifft jedes der Wäschestücke 2 a bis 2 d auf die
ihm zugeordnete Klemmplatte 6 a bis 6 d auf, und es erfolgt zu unterschiedlichen
Zeiten die Klemmbewegung
in Abhängigkeit vom Auftreffen des vorauslaufenden
Randes 3 des einzelnen Wäschestückes an der lichtempfindlichen Zelle 14.
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An den Rändern 16 der Klemmplatten 6 b bis 6 d sind auflaufseitig
weitere lichtempfindliche Zellen 15 angeordnet, die beim Anwendungsfall der F i
g. 2 von den Wäschestücken 2 a bis 2 d nicht überdeckt werden. Ihre Aufgabe ist
dem Beispiel gemäß F i g. 3 zu entnehmen, wo der Fall dargestellt ist, daß ein größeres
Wäschestück 2 e und ein kleineres 2 d eingelassen werden sollen. In diesem Falle
wird der vorauslaufende Rand 3 des Wäschestückes 2 e zunächst eine oder zwei und
je nach Größe sogar drei der vorgeschalteten lichtempfindlichen Zellen 15 überdecken,
welche die Aufgabe haben, durch eine geeignete Schaltung die benachbarten Klemmplatten
6a, 6b, 6c
zusammenzuschalten und sie gemeinsam zu verschwenken, sobald eine
der Zellen 14 überdeckt wird. Das Wäschestück 2 e gemäß F i g. 3 wird demnach die
Klemmplatten 6a, 6b, 6c durch überdecken der entsprechenden lichtempfindlichen
Zellen 15 gemeinsam schalten, während das kleinere Wäschestück 2 d lediglich von
der unbeteiligt gebliebenen Klemmplatte 6d festgehalten wird.
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Auch die lichtempfindlichen Zellen 15 befinden sich in der Auflauffläche
der einzelnen Klemmplatten 6a bis 6d, so daß sie das Auflaufen der einzelnen
Wäschestücke 2 e bis 2 d nicht behindern können.