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DE1224240B - Verfahren und Vorrichtung zum Sprengen von Mineralien, insbesondere zur Hereingewinnung von Kohle - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Sprengen von Mineralien, insbesondere zur Hereingewinnung von Kohle

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DE1224240B
DE1224240B DEM38671A DEM0038671A DE1224240B DE 1224240 B DE1224240 B DE 1224240B DE M38671 A DEM38671 A DE M38671A DE M0038671 A DEM0038671 A DE M0038671A DE 1224240 B DE1224240 B DE 1224240B
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DE
Germany
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pressure
compressed air
impregnation
pressurized water
shut
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DEM38671A
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KLERNER MASCHF GLUECKAUF
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KLERNER MASCHF GLUECKAUF
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C37/00Other methods or devices for dislodging with or without loading
    • E21C37/06Other methods or devices for dislodging with or without loading by making use of hydraulic or pneumatic pressure in a borehole
    • E21C37/12Other methods or devices for dislodging with or without loading by making use of hydraulic or pneumatic pressure in a borehole by injecting into the borehole a liquid, either initially at high pressure or subsequently subjected to high pressure, e.g. by pulses, by explosive cartridges acting on the liquid
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/04Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure
    • F42B3/06Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure with re-utilisable case
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Sprengen von Mineralien, insbesondere zur Hereingewinnung von Kohle Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sprengen von Mineralien, insbesondere zur Hereingewinnung von Kohle, bei welchem das Mineral zunächst über in Bohrlöcher eingeführte und gegenüber der Bohrlochwandung abgedichtete Tränkrohre mit Druckwasser getränkt und der Sprengdruck anschließend während der vorgeschrittenen Tränkung und bei aufrechterhaltenem Tränkwasserdruck durch plötzlich auf das Druckwasser einwirkende hochgespannte Druckluft erzeugt wird.
  • Bei den bekannten Verfahren dieser Gattung wird durchweg so gearbeitet, daß die in einem an die Tränkrohre mittels Leitungen angeschlossenen Druckbehälter vorgespannte Druckluft nach oder kurz vor Beendigung des Tränkvorganges mit Druckwasser einer gegenüber der Druckluft wesentlich niedrigeren Druckstufe durch öffnen eines Ventils freigegeben und dadurch plötzlich zur Einwirkung auf die in den Tränkrohren bzw. dem Bohrloch anstehende Druckwassersäule gebracht wird. Die hiermit erzielten Ergebnisse haben im allgemeinen nicht befriedigt, so daß sich diese Verfahren in der Praxis ,nicht oder in beschränktem Maße nur dort durchsetzen konnten, wo besonders günstige Verhältnisse vorliegen.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die unbefriedigenden Ergebnisse der nach diesem Prinzip arbeitenden bekannten Verfahren im wesentlichen darauf beruhen, daß die bei vorgeschrittener Tränkung aus dem Druckspeicher plötzlich freigegebene Druckluft nicht imstande ist, die verhältnismäßig große, träge und und dabei inkompressible, Masse der im Tränkrohr bzw. im Bohrloch anstehenden Wassersäule so schlagartig in die Schlechten und Spalte zu treiben, wie es für eine wesentliche Sprengwirkung notwendig wäre. Versuche haben nämlich gezeigt, daß die aus dem Druckspeicher freigegebene und in der nachfolgenden Leitung bzw. im Tränkrohr expandierende Druckluft durch die verhältnismäßig starre Wassersäule zunächst angestaut wird und diese erst nach einer längeren Einwirkungszeit allmählich beschleunigt. Der hiermit einhergehende Verlust an momentan zur Verfügung stehender Sprengenergie ist so groß, daß das Tränkwasser zwar unter entsprechender Auflockerung der Kohle mit hohem Druck aus den Klüften und Spalten herausgepreßt wird, hierbei aber keine nennenswerte Sprengwirkung mehr erzielt.
  • Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten und diedaraus herrührenden Nachteile dadurch bes,eitigt, daß das Druckwasser sowie die erst zu einem vorbestimrnten Zeitpunkt bei vorgeschrittener Tränkung aus einem Druckspeicher freigegebene Druckluft innerhalb der Tränkrohre getrennt zugeführt werden, wobei die Druckluft durch die Tränkrohre hindurch bis in den Bereich des Bohrlochtiefsten ge- führt und durch schlagartige Entfernung eines am vorderen Tränkrohrende vorgesehenen Absperrorgans mit voller Anfangsspannung unmittelbar auf das sich bereits in den Poren, Rissen und Klüften des Minerals befindende Tränkwasser zur Einwirkung gebracht wird. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise auch bei in stärkerem Maße mit Schlechten und Klüften durchsetzer Kohle und innerhalb erträglich Druckgrenzen von wenigen hundert atü durchaus befriedigende Sprengleistungen erzielt werden. Dieser Effekt wird im wesentlichen durch zwei Voraussetzungen erreicht, nämlich erstens dadurch, daß die hochgespannte Druckluft im Augenblick ihrer Entspannung unter Benutzung der rückwärtigen Wassersäule als »Besatz« unmittelbar auf das im Bereich des Bohrlochtiefsten in den Schlechten und Spalten anstehende Tränkwasser wirkt, und zweitens dadurch, daß sie ihre Expansionskraft dort infolge des erst bei überschreitung eines vorbestimmten Druckes plötzlich nachgebenden Absperrorgans schlagartig mit voller Anfangsspannung ausübt.
  • Die Zuführung der Druckluft darf hierbei erst dann erfolgen, wenn sämtliche Hohlräume im Sprengbereich, d. h. das Bohrloch und die sich anschließenden Risse und Klüfte im Mineral, mit Druckwasser gefüllt sind, so daß die volle Expansion der Druckluft für die Sprengung nutzbar gemacht werden kann. Während des eigentlichen Tränkvorganges bei noch nicht aus dem Druckspeicher freigegebener Druckluft wird aus diesem Grunde durch das sich erst beim überschreiten eines vorbestimmten Druckes schlagartig öffnende Ab- sperrorgan für die Druckluft zugleich der Rücktritt des Druckwassers in die Luftzuführung verhindert. Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung wird nach der-bei mäßigem Wasserdruck von z. B. 10 bis 20 atü erfolgenden Stoßtränkang der auf das als Berstscheibe ausgebildete Absperrorgan einwirkende Druckluftdruck durch öffnen des Druckluftspeichcrs von zunächst 0 atü auf gegebenenfalls mehrere hundert atü gesteigert, bis die auf einen bestimmten Berstdruck abgestimmte Berstscheibe zertrümmert wird und den Durchtritt der Hochdruckluft zum Bohrlochtiefsten hin freigibt. Die Verwendung einer Berstscheibe als Absperrorgan hat hierbei den Vorteil, daß sie die von ihr zunächst zurückgehaltene hochgespannte Druckluft im Augenblick ihrer Zertrümmerung ohne nachteilige Verzögerungseinheiten und Drosselverluste sofort vollständig freigibt und überdies leicht durch entsprechende Dimensionierung bzw. Austausch anders dimensionierter Scheiben an jeden gewünschten, den jeweiligen Verhältnissen angepaßten Berstdruck angepaßt werden kann.
  • Der zum Tränken verwendete Wasserdruck richtet sich nach der Art und Beschaffenheit, insbesondere der Festigkeit und der Klüftung, des zu sprengenden Minerals. Bei der Gewinnung von Kohle empfiehlt sich im alloemeinen ein Wasserdruck in einer Größenordnung zwischen 10 und 20 atü, doch kann dieser in manchen Fällen auch niedriger oder höher sein. Desgleichen nach der Beschaffenheit des Minerals richtet sich auch der Druck der Druckluft bzw. der hierauf abgestimmte Ansprechdruck der Berstscheibe, der im allgemeinen mindestens 150 bis 200 atü beträgt. Es ist zweckmäßig, Druck und Menge der dem Bohrloch zugeführten Hochdruckluft den jeweiligen Verhältnissen, insbesondere, der Festigkeit und Klüftung des Minerals sowie dem angewendeten Tränkdruck, entsprechend verändern zu können, was vorzugsweise mittels eines Druckmittelspeichers mit einstellbarem Fassungsvermögen geschieht.
  • Demgemäß kennzeichnet sich eine zweckmäßige Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dadurch, daß der Druckluftspeicher in an sich bekannter Weise in einen Vorratsbehälter und eine hiervon getrennte Arbeitskammer unterteilt ist, an welche die zum Tränkrohr führende Hochdruckleitung angeschlossen ist, wobei der Raum-inhalt der Arbeitskammer durch eine verschiebliche Trennwand auf die für die Sprengung jeweils benötigte Druckluftmenge einstellbar ist. Vorteilhaft ist dem Druckluftspeicher hierbei ein den Vorratsbehälter gegen einen weiteren, an einen Druckerzeuger angeschlossenen Raum abgrenzender fliegender Kolben zugeordnet, mittels welchem der Druck im Vorratsbehälter durch eine der Druckluftentnahme entsprechende Volumenverkleinerung annähernd konstant bleibt. Des weiteren kann der Druckluftspeicher hierbei in ebenfalls an sich bekannter Weise aus einem durch einen axial ve-rschieblich und dichtend geführten Kolben unterteilten Druckzylinder bestehen, dessen eine Zylinder-kammer mit Hochdruckluft gefüllt ist und dessen andere Zylinderkammer unter einem durch eine Pumpe od. dgl. auf stets gleicher Höhe gehaltenen Flüssigkeitsdruck steht.
  • Die zur Durchführung des Verfahrens besonders geeigneten Tränkrohre sind in gleichfalls an sich bekannter Weise so ausgebildet, daß die Zuführungsleitungen jedes Tränkrohres über je ein Rückschlagventil und/oder ein verstellbares Absperrorgan an eine Druckwasserl-eitung sowie eine zum Druckluftspeicher führende Hochdruckleitung anschließbar sind, wobei das Tränkrohr jedoch aus zwei einander koaxial umschließenden Rohren unterschiedlichen Durchmessers besteht, von denen das innere Rohr an die Hochdruckleitung und der Ringraum zwischen innerem und äußerem Rohr an die Druckwasserleitung angeschlossen sind. Das der Druckwasserzufuhr dienende Rohr ist zweckmäßig von einem an die Hochdruckleitung anschließbaren und stirnseitig durch ein Berstorgan verschlossenen Mantelrohr umschlossen, wobei die Wandung des Mantelrohres mindestens im Bereich des vorderen Tränkrohrendes in an sich bekannter Weise elastisch aufweitbar ist.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigt F i g. 1 in schematischer Darstellung die zur Durchführung des Verfahrens verwendeten Vorrichtungen, F i g. 2 eine Ausführungsform. eines Tränkrohres im Längsschnitt und F i g. 3 das vordere Ende eines anderen Tränkrohres, gleichfalls im Längsschnitt.
  • Bei der in F i g. 1 beispielsweise veranschaulichten Ausführungsform ist in einem im Abbaustoß 1 vorgesehenen Bohrloch 2 ein hinsichtlich seiner Ausführung nicht näher dargestelltes Tränkrohr 3 angeordnet. Das Tränkrohr3 ist - in der Zeichnung nicht dargestellt - gegenüber der Bohrlochwandung abgedichtet und weist an seinem rückseitigen Ende ein Anschlußstück4 auf, an welches eine im Streb verlegte Druckwasserleitung 5 sowie eine für die Druckluft bestimmte Hochdruckleitung 6 angeschlossen ist. Die Hochdruckleitung 6 führt zu einem in der Nähe des Bohrloches angeordneten Druckluftspeicher 7.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Druckluftspeicher aus einem zylindrischen Behälter, der durch eine Trennwand 8 in eine Arbeits-kammer 9 und einen Vorratsbehälter 10 unterteilt ist. Die gegenüber der Zylinderwandung abgedichtete Trennwand 8 ist axial verschiebbar ausgebildet, um den Rauminhalt der Arbeitskammer 9 den jeweiligen Verhältnissen entsprechend verändern zu können. Zwischen der Arbeitskammer 9 und der Hochdruckleitung 6 ist ein von Hand verstellbares Absperrventil 11 vorgesehen. Die Arbeitskammer 9 kann außerdem über ein weiteres, von Hand zu betätigendes Absperrorgan 12 mit dem Vorratsbehälter 10 verbunden werden.
  • Innerhalb des Druckspeichers 7 ist ein gegenüber seiner Innenwandung abgedichteter fliegender Kolben 13 axial verschieblich geführt. Durch den Kolben 13 wird der durch die Trennwand 8 begrenzte Teil des Druckspeichers in zwei Zylinderkammern, 10 und 14 unterteilt, von denen die der Arbeitskamm er 9 benachbarte Zylinderkammer 10 mit Hochdruckluft gefüllt ist. Die auf der anderen Seite des Kolbens 13 liegende Zylinderkamm er 14 ist mit Druckflüssigkeit, z. B. Drucköl, gefüllt und steht unter der Einwirkung eines als hydraulische übersetzung wirkenden Diflerentialkolbens 15. Der Differentialkolben 15 ist in einem hydraulischen Druckzylinder 16 axial verschieblich und dichtend geführt. Der Druck der Druckflüssigkeit im Druckzylinder 16 wird durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Pumpe ständig konstant gehalten, so daß auf den fliegenden Kolben 13 ein Flüssigkeitsdruck stets gleicher Höhe ausgeübt wird. Hierdurch wird erreicht, daß bei Entnahme von Druckluft aus dem Vorratsbehälter 10 dessen Volumen etwa proportional der Druckluftentnahme verkleinert wird, derart, daß der im Vorratsbehälter 10 herrschende Druckluftdruck annähernd konstant bleibt.
  • Der Rauminhalt des als Vorratsbehälter zur Vexfügung stehenden Teils des Druckspeichers 7 wird zweckmäßig so groß bemessen, daß eine einmalige Druckluftfüllung des Vorratsbehälters 10 für das Abtun einer größeren Anzahl von Bohrlöchern ausreicht.
  • Die in den F i g. 2 und 3 im Ausschnitt veranschaulichten Tränkrohre 3 sind jeweils mit getrennten, bis zu ihrem vorderen, d. h. dem Bohrlochtiefsten zugekehrten Ende hin reichenden Zuführungsleitungen für das Druckwasser und die Hochdruckluft ausgerüstet. Bei beiden Ausführungsformen bestehen die Tränkrohre aus einem der Druckwasserzuführung dienenden Außenrohr 17, auf dessen rückseitiges Ende das Anschlußstück 4 aufgesehraubt ist. Innerhalb des Außenrohres 17 ist ein zu diesem koaxial angeordnetes Innenrohr 18 kleineren Durchmesser vorgesehen, welches sich bei der in F #i g. 3 dargestellten Ausführungsform über die gesamte Länge des Außenrohres 17 erstreckt. Bei der Ausführungsform nach F i g. 2 endet das Innenrohr 18 in geringem Abstand vom vorderen Ende des Außenrohres 17. In diesem Bereich ist das Außenrohr 17 von einem Mantelrohr 19 umschlossen, wobei der zwischen Außenrohr 17 und Mantelrohr 19 verbleibende Ringraum über Anschlußstutzen 20, 20a mit dem vorderen Ende des Innenrohres 18 verbunden ist.
  • Die dem Bohrlochtiefste#n zugekehrte Stirnseite des Ringraumes zwischen Außenrohr 17 und Mantelrohr 19 ist durch eine Berstscheibe 21 verschlossen. Die hintere Stirnseite des Mantelrohres 19 ist ebenfalls gegenüber der Außenwandung des Außenrohres 17 abgedichtet.
  • Bei der in F i g. 2 veranschaulichten Ausführungsform besteht das Mantelrohr 19 auf einem Teil seiner Länge aus einem elastisch verformbaren Werkstoff, beispielsweise einer Gummimanschette 19 a. In diesem Bereich ist die Wandung des Mantelrohres elastisch aufweitbar. Bei der Zuführung von Druckluft über das Innenrohr 18 und die Abzweigkanäle 20, 20a wird die aus Gummi oder einem elastischen Kunststoff bestehende Manschette 19 a gegen die Bohrlochwandung gepreßt und auf diese Weise ein dichter Abschluß zwischen Bohrlochwandung und Tränkrohr erreicht.
  • Das Innenrohr 18 ist über ein im Anschlußstück 4 angeordnetes federbelastetes Rückschlagventil 22 und ein von Hand verstellbares Absperrorgan 23 an die zum Druckmittelspeicher 7 führende Hochdruckleitung 6 angeschlossen. über ein weiteres, gleichfalls im Anschlußstück 4 angeordnetes Rückschlagventil 24 und ein von Hand verstellbares Absperrorgan 25 steht der zwischen Außenrohr 17 und Innenrohr 18 verbleibende Ringraum mit der Druckwasserleitung 5 in Verbindung.
  • Bei der Verwendung des in F i g. 2 darg#Stellten Tränkrohres wird zweckmäßig vor dem öffnen des Absperrorgans 215 durch teilweises öffnen des Ab- sperrorgans 23 die Dichtungsmanschette 19a bei einem wesentlich unterhalb des Berstdruckes liegenden Druckluftdruck gegen die Bohrlochwandung verspannt. Anschließend wird durch öffnen des Ab- sperrorgans 25 die anstehende Kohle bei einem Druckwasserdruck von z. B. 10 bis 20 atü getränkt, woraufhin anschließend durch Öffnen der Absperrorgane 11. und 23 der volle Druck der in der Arbeitskammer 9 befindlichen Hochdruckluft auf die Berstscheibe 21 zur Einwirkung gebracht wird.
  • Bei dem in F i g. 3 veranschaulichten Ausführungs# beispiel ist das bis zum vorderen Ende des Außenrohres 17 durchgeführte Innenrohr 18 stirnseitig durch eine Berstscheibe 26 verschlossen. Das Außenrohr 17 ist im Bereich seines vorderen Endabschnittes mit einer aus einem elastischen Werkstoff bestehenden Dichtungsmanschette 27 ausgerüstet, die in bekannter Weise durch in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel gegen die Bohrlochwandung angepreßt werden kann.
  • An Stelle der in F i g. 1 dargestellten Anordnung ist es möglich, gegebenenfalls auch mehrere Tränkrohre 3 gleichzeitig mit dem Druckluftspeicher 7 in Verbindung zu setzen. Hierbei ist es ferner möglich, dem Druckluftspeicher einen besonderen, beispielsweise in der Abbaustrecke angeordneten Kompressor zuzuordnen, durch welchen der Druckmittelspeicher laufend mit Hochdruckluft versorgt wird. Bei Verwendung eines derartigen Kompressors ist es möglich, den Vorratsbehälter 10 kleiner auszubilden oder sogar ganz auf ihn zu verzichten, d. h., die Hochdruckluft vom Kompressor unmittelbar der Arbeitskammer 9 zuzuführen. Selbstverständlich kann der Kompressor in diesem Fall auch unmittelbar mit dem Vorratsbehälter 10 verbunden sein.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Verdichtung der Hochdruckluft mit Hilfe des im Abbaubetriebspunkt vorhandenen Druckwassers vorzunehmen. Hierzu läßt man das Druckwasser. über einen Differentialkolben mit besonders großer übersetzung auf die in den Druckluftspeicher 7 eingefüllte, beispielsweise dem Druckluftnetz entnommene Druckluft einwirken, so daß diese auf einen wesentlich höheren Druck verdichtet wird. Die bei der Verdichtung der Luft entstehende Wärme wird zu einem wesentlichen Teil durch das Druckwasser abgeführt. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem dann an, wenn die Beschaffenheit des zu sprengenden Minerals es erlaubt, mit geringeren Druckluftdrücken zu arbeiten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Sprengen von Mineralien, insbesondere zur Hereingewinnung von Kohle, bei welchem das Mineral zunächst über in Bohrlöcher eingeführte und gegenüber der Bohrlochwandung abgedichtete Tränkrohre mit Druckwasser getränkt und der Sprengdruck anschließend während der vorgeschrittenen Tränkung und bei aufrechterhaltenem Tränkwasserdruck durch plötzlich auf das Druckwasser einwirkende hochgespannte Druckluft erzeugt wird, d a - durch gekennzeichnet, daß das Druckwasse.r sowie die erst zu einem vorbestimmten Zeitpunkt bei vorgeschrittener Tränkung aus einem Druckspeicher freigegebene, Druckluft innerhalb der Tränkrohre getrennt zugeführt werden, wobei die Druckluft durch die Tränkrohre hindurch bis in den Bereich des Bohrlochtiefsten geführt und durch schlagartige Entfernung eines am vorderen Tränkrohrende vorgesehenen Ab- sperrorgans mit voller Anfangsspannung unmittelbar auf das sich bereits in den Poren, Rissen und Klüften des Minerals befindende Tränkwasser zur Einwirkung gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das sich erst bei überschreiten eines vorbestimmten Druck-es schlagartig öffnende Absperrorgan für die Druckluft während des eigentlichen Tränkvorganges bei noch nicht aus dem Druckspeicher freigegebener Druckluft zugleich der Rücktritt des Druckwassers in die Luftzuführung verhindert wird. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftspeicher (7) in einen Vorratsbehälter (10) und eine hiervon getrennte Arbeitskammer (9) unterteilt ist, an welche die zum Tränkrohr (3) führende Hochdruckleitung (6) angeschlossen ist, wobei der Rauminhalt der Arbeitskammer (9) durch eine verschiebliche Trennwand (8) auf die für die Sprengung jeweils benötigte Druckluftmenge einstellbar ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Druckluftspeicher (7) ein den Vorratsbehälter (10) gegen einen weiteren, an einen Druckerzeuger angeschlossenen Raum abgrenzender ffiegender Kolben (13) zugeordnet ist, mittels welcheinder Druck im Vorratsbehälter (10) durch eine, der Druckluftentnahme entsprechende Volumenverkleinerung annähernd konstant bleibt. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Druckluftspeicher aus einem durch einen axial verschieblich und dichtend geführten Kolben (13) unterteilten Druckzylinder besteht, dessen eine Zylinderkammer (10) mit Hochdruckluft gefüllt ist und dessen andere Zylinderkammer (14) unter einem durch eine Pumpe od. dgl. auf stets gleicher Höhe gehaltenen Flüssigkeitsdruck steht. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfalirens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tränkrohr (3) aus zwei einander koaxial umschließenden Rohren (17, 18) unterschiedlichen Durchmessers besteht, von denen das innere Rohr 18 unter Zwischenschaltung eines Rückschlagventils (22) und/oder eines verstellbaren Absperrorgans (23) an die zum Druckluftspeicher (7) führendeHochdruckleitung (6) und der Ringraum zwischen innerem und äußerem Rohr unter Zwischenschaltung eines Rückschlagventils (24) und/oder eines verstellbaren Absperrorgans (25) an die Druckwasserleitung (5) anschließbar sind. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das der Druckwasserzufuhr dienende Rohr (17) im Bereich seines dem Bohrlochtiefsten zugekehrten Endabschnittes von einem Mantelrohr (19) umschlossen ist, dessen Wandung in an sich bekannter Weise durch ein Druckmittel elastisch aufweitbar ist. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das stimseitig durch ein Berstorgan (21) verschlossene Mantelrohr (19) über das Innenrohr (18) an die Hochdruckleitung (6) anschließbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 743 998; USA.-Patentschriften Nr. 1219 867, 1582 273, 2211243.
DEM38671A 1958-08-16 1958-08-16 Verfahren und Vorrichtung zum Sprengen von Mineralien, insbesondere zur Hereingewinnung von Kohle Pending DE1224240B (de)

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FR802896A FR1232760A (fr) 1958-08-16 1959-08-14 Perfectionnements apportés aux procédés et dispositifs pour faire sauter des minéraux, plus spécialement pour l'abattage de charbon
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