DE1222152B - Elektrisches Hubankerschuetz - Google Patents
Elektrisches HubankerschuetzInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIh
DeutscheKl.: 21c-45/03
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
T15317Vmd/21c
25.Juni 1958
4. August 1966
25.Juni 1958
4. August 1966
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schaltschütz, dessen Schaltmagnet einen Kern und einen beweglichen
Anker mit je drei Armen aufweist und durch eine auf dem mittleren Arm des Kernes angeordnete
Erregerspule erregt werden kann, wobei durch eine translatorische Verschiebung des beweglichen Ankers
zum feststehenden Kern hin eine Vielzahl von Kontakten betätigbar ist.
Allgemein werden bei solchen Hubankerschaltschützen die beweglichen Kontakte von der dem Kern ίο
gegenüberliegenden Seite des beweglichen Ankers getragen, wobei sie im allgemeinen als Kontaktbrücken
ausgebildet sind und senkrecht zur Längserstreckung der Arme von Kern und Anker angeordnet sind.
Diese Kontaktbrücken wirken mit den festen Kontakten zusammen, die auf einem Rahmen beiderseits des
Kernes gelagert sind.
Diese Anordnung weist jedoch Nachteile auf, die dadurch entstehen, daß sie gewissermaßen in den
Trägervorrichtungen der festen und der beweglichen Kontakte den magnetischen Stromkreis des Schaltschützes
und seine Erregerspule mitenthalten, was die Zugänglichkeit zu diesem magnetischen Stromkreis
und die Kühlung behindert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Hubankerschütz zu schaffen, bei dem die Kontaktbrückenträger
des Schützes mit Rücksicht auf eine Vielzahl von Kontaktbrücken exakt geführt sind, dabei
der Anker des Schützes aber eine Taumelbewegung ausführen kann, damit er sich während des Einschaltvorganges
stets satt an den Polflächen des Kernes anlegen kann, bei dem aber trotzdem der Vorteil
eines leichten Auswechselns von Anker und Schaltspule erhalten bleibt.
Erfindungsgemäß ist dies dadurch erreicht, daß die feststehenden Kontakte in zwei beiderseits und parallel
zur Längserstreckung des beweglichen Ankers und des Kernes angeordneten Gehäusen befestigt sind,
daß in den Gehäusen je eine isolierende Führangssäule
mit abgefederten Kontaktbrücken parallel zur Bewegungsrichtung des beweglichen Ankers und symmetrisch
zu diesem mit geringem Spiel geführt sind und daß die Führungssäulen in Schließrichtung des
Ankers über eine am Anker fest angeordnete starre Platte bewegbar sind, die sich gegen Auflageflächen
an den Führungssäulen abstützt und an diesen durch wenigstens ein ebenfalls gegen die Führungssäulen
abgestütztes elastisches Glied in kraftschlüssiger Anlage gehalten ist.
Durch eine solche Ausbildung wird erreicht, daß der bewegliche Anker keinerlei genaue Zwangsführung
zu haben braucht, so daß seine Verschiebung Elektrisches Hubankerschütz
Anmelder:
LA TßLfiMfiCANIQUE fiLECTRIQUE,
societe anonyme, Nanterre, Seine (Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Schiffer, Patentanwalt,
Karlsruhe, Amalienstr. 28
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 3. Juli 1957 (742 435),
vom 28. Februar 1958 (759 422)
und sein Anlegen an den Kern nicht behindert ist und die Abnutzung der bewegten Teile möglichst gering
bleibt, während andererseits die die Kontaktbrücken tragenden Führungsstangen mit sehr geringem
Spiel geführt werden können.
Die in Schließrichtung starre, in Öffnungsrichtung dagegen elastische Verbindung zwischen Anker und
Führungssäulen stellt sicher, daß die Kontaktbrücken mit genügend großer Kraft gegen die festen Kontakte
gepreßt werden, daß sich aber trotzdem die Polflächen von Anker und Kern satt aneinanderlegen
können, was insbesondere für wechselstromgespeiste Schaltmagnete von besonderer Wichtigkeit ist. Durch
eine elastische Aufhängung des Kernes wird der Schlag des Ankers gegen den Kern gedämpft, so daß
der Anker nicht zurückspringt und die Anpressung der Arbeitskontakte nicht beeinträchtigt wird. Die
Unterbringung der Arbeitskontakte in den Seitenwänden ermöglicht eine besonders leichte Zugänglichkeit
von Anker und Erregerspule und außerdem eine Vielzahl von Kontaktanordnungen.
Die Gesamtheit dieser Vorteile konnte mit den bisher bekannten Hubankerschützen nicht erzielt werden,
wenn es auch bei Schützen anderer Bauart schon bekannt war, Kern oder Anker elastisch aufzuhängen
oder die Kontakte und die Erregerspule in anderer Weise leicht zugänglich zu machen.
Eine zweckmäßige Ausbildung der in der einen Richtung starren, in der entgegengesetzten Richtung
elastischen Verbindung zwischen Anker und Führungssäulen wird dadurch erreicht, daß der bewegliche
Anker mit einer flachen Halteplatte verbunden ist, deren Ausnehmungen aufweisende Enden mit
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Spiel auf die abgesetzten Enden der Führungssäulen aufgesetzt und darauf durch einen elastischen Teil
gehalten sind. Der elastische Teil wird vorteilhafterweise als Blattfeder ausgebildet, deren Enden schmäler
gehalten sind und in Einkerbungen in den abgesetzten Enden der Führungssäulen eingreifen, während
sich der mittlere Teil der Blattfeder auf der Halteplatte abstützt. Vorzugsweise ist die Blattfeder
um eine Achse in der Halteplatte drehbar und in ihrer Eingriffsstellung mit den Führungssäulen durch
einen in eine Vertiefung der Halteplatte eingreifenden Vorsprung gesichert, wodurch sich Anker und
Führungssäulen leicht voneinander trennen lassen, so daß man den Anker herausnehmen kann und Zugang
zur ebenfalls herausnehmbaren Erregerspule erhält.
Die den Kern tragenden elastischen Glieder sind zweckmäßigerweise röhrenförmig ausgebildet und
übergreifen mit ihren Enden Zapfen, die einander gegenüberliegend am Kern und an den Seitenwänden
angeordnet sind.
Zur genauen und leichtgängigen Führung der Führungssäulen
in den Seitenwänden des Schützes hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, daß die
Führungssäulen durch Gleitstücke aus verschleißfestem Material geführt sind, daß die Gleitstücke
Gleitflächen bilden, mit denen sie in Führungskanälen der Seitenwände gleiten, und daß die Gleitstücke auf
den Führungssäulen in der Nähe der Verbindungsstelle mit der Halteplatte angeordnet sind sowie daß
die Gleitflächen der Gleitstücke, die an denjenigen Wänden der Führungskanäle entlanggleiten, die senkrecht
zur Längserstreckung des Ankers liegen, eine größere Berührungsfläche besitzen als die Gleitfläche
der Gleitstücke, welches an den Wänden der Führungskanäle parallel zur Längserstreckung des Ankers
entlanggleiten.
Im folgenden sind an Hand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele
des Gegenstandes nach den Ansprüchen beschrieben.
F i g. 1 ist die Ansicht eines Schaltschützes nach den Ansprüchen;
F i g. 2 und 3 sind Schnitte nach den Linien H-II bzw. III-IIIderFig. 1;
F i g. 4 zeigt ein Kontaktgehäuse im Schnitt nach der Linie IV-IV der F i g. 1;
F i g. 5 ist eine Ansicht eines Schaltschützes einer zweiten Ausführungsform, in welcher der bewegliche
Anker und die Erregerspule jedoch nicht eingezeichnet sind;
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI der F i g. 5 mit eingezeichnetem beweglichem Anker und
eingezeichneter Erregerspule;
F i g. 7 ist ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 5;
F i g. 8 zeigt die verschiedenen Teile des auseinandergenommenen Schaltschützes in schaubildlicher
Darstellung.
Das in den F i g. 1 bis 5 dargestellte Schaltschütz ist auf eine Grundplatte 1 montiert. Auf dieser
Grundplatte sind fest angeordnet, einmal der dreiarmige Anker 2 mittels abgewinkelter Haltebleche 2 a
der Grundplatte und zum anderen parallel zum Anker 2 zwei Gehäuse 3, welche die feststehenden Kontakte
enthalten.
Der Kern 2, der auf seinem mittleren Arm eine Erregerspule 4 trägt, wirkt mit einem beweglichen
Anker 5 zusammen, der gleichfalls drei Anne besitzt.
Auf der Oberseite dieses beweglichen Ankers 5 ist mittels winklig umgebogener Haltebleche 5 a eine kreuzförmige
Platte 6 befestigt, deren Arme 6 a mit Säulen 7 hier durch Schraubenmuttern 8 fest verbunden
sind. Die Schraubenmuttern 8 sind auf Stiftschrauben 9, die in die Säulen eingebettet sind, untei
Zwischenschaltung dicker Unterlegscheiben 10 aus Kautschuk od. dgl. aufgeschraubt.
Die Säulen 7 sind aus nichtleitendem Material hergestellt, besitzen eine rechteckige, vorzugsweise eine
quadratische Querschnittsform und sind in den Gehäusen 3 begrenzt axial verschiebbar gelagert, derart,
daß sie mittels Kugeln 11 geführt sind, die einerseits in kurzen Ausnehmungen la in den Seitenflächen der
Säulen und andererseits in Ausnehmungen 3« in den Seitenwänden der Führungskanäle der Gehäuse 3
untergebracht sind.
Auf dem gegenüberliegenden Ende gleiten die Säulen unter geringer Reibung an der Wand des Fiu>
rungskanals, und die Länge der Säulen ist so ber
messen, daß sie in Durchtrittsöffnungen der Grundplatte 1 hineinragen und in Ruhestellung des Schaltschützes
mit der Außenseite der Grundplatte bündig liegen.
In jedem Gehäuse 3 ist in der Nähe seiner Grundfläche
eine Rückholfeder 12 angeordnet, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Torsionsfeder ausgebildet
und am Gehäuse 3 befestigt ist, während ihr freier Schenkel 12 a in eine seitliche, bogenförmige
Ausnehmung Tb der Säule 7 hineinragt.
Wenn die Erregerspule 4 erregt ist, wird der bewegliche Anker 5 an den Kern 2 herangezogen. Diese
Bewegung ist geführt durch die Längsverschiebung der Säulen 1, der eine dank der vorgesehenen Kugeln
11 klein gehaltene Reibung entgegenwirkt. Trotzdem ist auf Grund der durch die Scheiben 10 erhaltenen
elastischen Verbindung die Bewegung des Ankers 5 verhältnismäßig frei, und seine Pole können sich trotz
kleiner Montageungenauigkeiten an die Pole des Kernes 2 satt anlegen, ohne die Axialverschiebung der
Säulen zu behindern. Man kann feststellen, daß in der angezogenen Stellung des beweglichen Ankers 5 das
diesem Anker gegenüberliegende Ende der Säulen an der Außenseite der Grundplatte 1 herausgetreten ist.
Wenn man die Erregung unterbricht, wird die Rückverschiebung des beweglichen Ankers 5 durch
die Rückholfedern 12 sowie durch die Federn der Kontaktstücke bewirkt, wie es im folgenden beschrieben
ist.
Jede der Säulen 7 (Fig. 4) besitzt parallel zur Längsrichtung der Gehäuse 3 liegende, einen rechteckigen
Querschnitt aufweisende Durchbrechungen Ic, in denen wenigstens je eine Kontaktbrücke 13
und eine Feder 14 angeordnet sind. Jede Kontaktbrücke trägt auf ihren Enden Kontaktköpfe 15, die
mit Kontaktköpfen 16 zusammenwirken, welche von fest an den Gehäusen 3 angeordneten Leitern 17 getragen
werden.
Die Gehäuse 3 sind, wie in F i g. 3 dargestellt, je aus zwei Teilen zusammengesetzt, nämlich aus dem
Gehäuseteil 3X und dem Deckelteil 32, der mittels
Schrauben 19, die in Gewindelöcher 20 im Gehäuseteil einschraubbar sind, am Gehäuseteil befestigt ist.
Jeder der Teile \ und 32 greift mit Haltefüßen 45
(F i g. 4) in entsprechende Ausnehmungen in der Grundplatte 1 ein, so daß die genaue Lage der Gehäuse
3 auf der Grundplatte sichergestellt ist. Die Grundplatte trägt hierbei selbst zur Verbindung der
beiden Gehäuseteile miteinander bei. Eine in der Grundplatte 1 angeordnete Schraube 22 genügt dann,
jedes der Gehäuse 3 fest mit der Grundplatte 1 zu verbinden.
Um ein schnelles Auswechseln der Erregerspule zu erlauben und um die Erregerspule beim Verbraucher
selbst den dort verwendeten Spannungen anzupassen, ist die Erregerspule 4, wie F i g. 3 zeigt, lediglich
durch federnde Mittel auf dem mittleren Arm des Ankers festgehalten.
Zu diesem Zweck trägt der mittlere Arm zwei Blattfedern 25, die an ihrem Fußende mittels Niete
26 befestigt sind und an ihrem äußeren Ende eine Kröpfung 25 a aufweisen. Die Erregerspule ruht auf
zwei elastischen Stützen 27 aus geschmeidigem Material, und sie wird in ihrer Lage durch die Kröpfungen
25 a festgehalten, nachdem sie auf den mittleren Arm aufgeschoben ist. Außerdem münden die Wicklungsenden
der Spule in zwei U-förmigen Leitstücken 28, welche die der Grundplatte 1 zugewendete Endplatte
des Spulenkörpers umfassen. Nach dem Einsetzen der Spule kommen die Leitstücke 28 mit Lamellen 29
in Verbindung, die mit zwei Leitern des Steuerstromkreises verbunden sind.
In F i g. 5 bis 8 sind auf der Grundplatte die beiden die feststehenden Kontakte enthaltenden Gehäuse 3
fest angeordnet. Diese Gehäuse weisen an den Enden ihrer unteren Stirnseiten zwei angestanzte Haltefuße
45 auf, die sich in Ausnehmungen 56 (F i g. 8) der Grundplatte 1 einfügen, und sind durch diese Haltefuße
in der Grundplatte 1 je durch wenigstens eine Schraube 22 festgehalten, die zwischen zwei gleichförmigen,
an den Seitenflächen angeordneten, nach außen gerichteten Haltestücken 52 der Gehäuseteile
3χ angeordnet sind.
Die Gehäuse können so auf die Grundplatte aufmontiert werden, ohne daß es notwendig ist, sie von
der Rückseite der Grundplatte her zu befestigen.
Die Deckelteile 32 des Gehäuses tragen ebenfalls
an ihrer Grundfläche Haltefüße 45, die in die gleichen Ausnehmungen 56 der Grundplatte eingreifen. Die
Deckelteile werden an den Gehäuseteilen durch nicht eingezeichnete querliegende Schrauben so gehalten
wie die Schrauben 19 in F i g. 4 d.
Die Seitenflächen der Gehäuseteile 3Χ tragen vorzugsweise
angespitzte Zapfen 53 (s. Fig. 7), auf die aus geschmeidigem Material, beispielsweise aus Kautschuk,
hergestellte röhrenförmige Zwischenstücke 54, deren mittlerer Teil durch eine Ringnut 54 a verengt
ist, mit einem Ende aufgesteckt sind. Das andere Ende dieser röhrenförmigen Zwischenstücke ist auf
die Köpfe von Schrauben 55 aufgesteckt, welche fest in die unteren Enden der Haltebleche 2 a des festen
Ankers 2 eingeschraubt sind. Diese Schrauben können selbstverständlich durch äquivalente Mittel ersetzt
sein (aus den Halteblechen herausgezogene Ausbuchtungen, eingesetzte Stifte usw.).
Wie aus F i g. 7 ersichtlich ist, berührt der feste Anker 2 nicht die Grundplatte 1, sondern ist mittels
der röhrenförmigen Zwischenstücke 54 zwischen den beiden Gehäusen 3 elastisch aufgehängt. Dank der
Ringnuten 54 α läßt sich diese Aufhängung sehr weich gestalten.
Zur Montage des Kernes 2 wird zunächst eines der Gehäuse 3 auf der Grundplatte 1 befestigt, dann werden
der Kern 2 und die Zwischenstücke 54 seitlich am ersten Gehäuse angeordnet. Anschließend wird
das zweite Gehäuse montiert, einerseits durch Eingreifen seiner seitlichen Zapfen 53 in die entsprechenden
Zwischenstücke 54, andererseits durch Eingreifen seiner Haltefüße 45 in die Ausnehmungen 56,
worauf die entsprechende Schraube 22 eingeschraubt wird. Um die Montage zu erleichtern, können die
Zwischenstücke 54, beispielsweise durch Ankleben, an den Zapfen 53 der Gehäuse in ihrer Lage fixiert
sein.
In diesem Montageabschnitt wird die Erregerspule 4 frei auf den mittleren Arm des Ankers aufgesetzt.
Diese Spule weist hier biegsame Stromzuführungen 57 auf, welche direkt mit dem Erregerstromkreis
verbunden oder aber mittels zweier Schrauben 44 an feststehende Kontakte angeschlossen sein können,
die an den Gehäusen 3 angeordnet sind.
Die Erregerspule ist durch Federn 58 (F i g. 6) in ihrer Lage gehalten, die zwischen ihrer oberen Stirnfläche
und den winklig gebogenen Halteblechen 5 a des beweglichen Ankers 5 angeordnet sind. Zwecks
Führung der Federn 58 greifen diese mit ihren unteren Enden in Ausnehmungen 59 in der oberen Stirnfläche
des Spulkörpers ein und sind an ihren oberen Enden durch in diese hineinragende Stifte 60 festgehalten,
die von den winklig gebogenen Teilen der Haltebleche 5 α getragen werden.
Nach oben hin enden die Säulen 7 mit einem dünneren prismatischen Teil 61, der mit einer seitlichen
Einkerbung 61a versehen ist. Auf diesen dünneren Teilen sind rechteckige Gleitstücke 62, vorzugsweise
aus verschleißfestem Material (Superpolyamide) angeordnet, deren Seitenflächen in Verbindung mit den
Wänden der oben offenen Führungskanäle 71 der Gehäuse 3 Gleitlager bilden. Diese Gleitstücke besitzen
außerdem in ihrem mittleren Teil eine Vertiefung 62 a. Gegen die oberen Stirnseiten der Vertiefungen
62 a der Gleitstücke kommen die eine Ausnehmung 70 aufweisenden Enden der abgewinkelten Teile der
Haltebleche 5 a zur Anlage. Diese Haltebleche liegen der oberen Seite des Ankers 5 flach auf, sind mit ihr
fest verbunden und besitzen die Form eines Kreuzes in bezug auf diese Seite.
Die Festlegung der Halteplatte 5 α an den Säulen 7 ist durch eine Blattfeder 63 gesichert, die um eine
Achse 64 drehbar ist und deren schmaler gehaltene Enden 63 a bzw. 63 & in die Einkerbungen 61a eingreifen
können. Die Blattfeder trägt einen kleinen Niet 65, der zur Festlegung der Blattfeder in eine
Vertiefung 66 in der oberen Seite der Halteplatte eingreift.
Auf den winklig abgebogenen Teilen der Halteplatte kann eine dünne Platte 67 fest angeordnet sein,
die als Typenschild dienen kann, um die verschiedenen Kenngrößen des Schützes anzugeben. Wenn das
Schaltschütz montiert ist, verdeckt diese Platte den beweglichen Anker und schützt ihn.
Wie F i g. 6 zeigt, drücken die Federn 58 mit ihren inneren Enden die Erregerspule 4 gegen den Boden
des festen Ankers 2 und üben mit ihren äußeren Enden eine parallel zur Verschieberichtung der Säulen
7 wirkende Rückholkraft auf diese aus. Der Verschiebeweg der Säulen nach außen ist begrenzt durch
eine an den Säulen vorgesehene Schulter 68, die sich gegen einen Vorsprung 69 des Gehäuseteiles 3Χ legt.
Die Führung des gesamten beweglichen Teiles (des Ankers 5 und der die Kontakte tragenden Säulen 7)
ist gesichert (F i g. 8) in Richtung parallel zu den Seitenflächen der Arme des Ankers 5 durch die Anlage
der Flächen 62 b der Gleitstücke 62 an den ent-
sprechenden Wänden der Führungskanäle 71 und in Richtung senkrecht dazu durch die Anlage der
Flächen 62 c gegen die übrigen Wände der Führungskanäle 71.
Wegen der hohen Verschleißfestigkeit und des geringen Reibungskoeffizienten der Gleitstücke sind
außerordentlich viele Kontaktbewegungen ohne nennenswerte Abnutzung dieser Führungen möglich.
Außerdem ist die Führung des gesamten beweglichen Teiles in der Nähe der Verbindungsstelle des
beweglichen Ankers mit den Säulen angeordnet, was die Gefahr des Verkantens vermindert. Da die Gefahr
des Verkantens in Längsrichtung des beweglichen Ankers größer ist als in Querrichtung, sind die Gleitflächen
62 b größer ausgebildet als die als Gleitflächen genutzten Teile der Flächen 62c. Wie aus Fig. 6 ersichtlich,
ist durch die Elastizität der Blattfeder 63 die Verbindung der Säulen 7 mit dem beweglichen
Anker 5 in Längsrichtung der Säulen elastisch. Ferner kann der bewegliche Anker 5 geringfügig um eine
Achse kippen, die durch die Berührungsstellen der schmalen Enden 63 α und 63 b der Blattfeder 63 in
den Einkerbungen 61a gegeben ist, weil die Ausnehmungen 70 mit Spiel die abgesetzten Enden der Säulen
7 umgreifen und die Enden 63 a und 63 b des Plättchens 63 abgesetzt sind.
Wenn der Anker 5 angezogen wird, dann kann er sich mit seinen drei Polen fest auf die drei Pole des
festen Ankers 2 satt auflegen. Da dieser außerdem elastisch zwischen den Gehäusen aufgehängt ist, ist
die satte Anlage der Pole aufeinander auch nach einer großen Anzahl von Schaltungen sichergestellt.
Im Augenblick des Schließens des Schaltschützes wird der Schlag des beweglichen Ankers S gegen den
Kern 2 durch die röhrenförmigen Zwischenstücke 54 aufgefangen und überträgt sich folglich nicht über
die Grundplatte 1 auf die feststehenden Kontakte. Man vermeidet hierdurch außerdem ein Zurückspringen
des beweglichen Ankers 5 und folglich auch das Zurückspringen der beweglichen Kontakte. Da alle
magnetischen Teile des Schaltschützes gegenüber den feststehenden Teilen elastisch abgestützt sind, werden
die unvermeidbaren Vibrationen des Elektromagneten (trotz Vorhandensein der Kurzschlußringe 24) nicht
auf die feststehenden Teile übertragen, und das Schaltschütz arbeitet daher geräuscharm.
Claims (8)
1. Elektrisches Hubankerschütz mit einem Ε-Kern, dadurch gekennzeichnet, daß die
feststehenden Kontakte (17) in zwei beiderseits und parallel zur Längserstreckung des beweglichen
Ankers (5) und des Kernes (2) angeordneten Gehausen (3) befestigt sind, daß in den Gehäusen
(3) je eine isolierende Führungssäule (7) mit abgefederten Kontaktbrücken (13) parallel zur Bewegungsrichtung
des beweglichen Ankers und symmetrisch zu diesem mit geringem Spiel geführt sind und daß die Führungssäulen (7) in Schließrichtung
des Ankers über eine am Anker (5) fest angeordnete starre Platte (5 a) bewegbar sind, die
sich gegen Auflageflächen an den Führungssäulen abstützt und an diesen durch wenigstens ein ebenfalls
gegen die Führungssäulen (7) abgestütztes elastisches Glied (10, 63) in kraftschlüssiger Anlage
gehalten ist.
2. Schütz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am beweglichen Anker (5) angeordnete
starre Platte (5 a) und die elastischen Glieder (10, 63) mit den Enden der Führungssäulen (7) leicht lösbar verbunden sind.
3. Schütz nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als elastische Glieder Unterlegscheiben
(10) aus Gummi oder gummiähnlichem Material vorgesehen sind, die mittels Schraubenmuttern (8) die starre Platte (5 a) gegen
die Auflageflächen der Führungssäulen (7) pressen.
4. Schütz nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als elastischer Teil eine Blattfeder
(63) vorgesehen ist, deren Enden schmaler gehalten sind und in Einkerbungen (61a) in den
abgesetzten Enden (61) der Führungssäulen (7) eingreifen, und daß sich der mittlere Teil der
Blattfeder auf der Halteplatte (5 a) abstützt.
5. Schütz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (63) um eine Achse
(64) in der Halteplatte (5 a) drehbar und in ihrer Eingriffsstellung mit den Führungssäulen (7)
durch einen in eine Vertiefung (66) der Halteplatte eingreifenden Vorsprung (65) gesichert ist.
6. Schütz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Kern (2) tragende elastische
Glieder (54) röhrenförmig ausgebildet sind und daß ihre Enden Zapfen (53, 55) übergreifen, die
einander gegenüberliegend am Kern (2) und an den Seitenwänden der Gehäuse (3) angeordnet
sind.
7. Schütz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungssäulen (7) durch Gleitstücke
(62) aus verschleißfestem Material geführt sind, daß die Gleitstücke (62) Gleitflächen (62 b
und 62 c) bilden, mit denen sie in Führungskanälen (71) der Gehäuse (3) gleiten, und daß die
Gleitstücke auf den Führungssäulen in der Nähe der Verbindungsstelle mit der Halteplatte (5 a)
angeordnet sind.
8. Schütz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächen (62 ti) der Gleitstücke
(62), die an denjenigen Wänden der Führungskanäle (71) entlanggleiten, die senkrecht zur
Längserstreckung des Ankers (5) liegen, eine größere Berührungsfläche besitzen als die Gleitfläche
(62 ti) der Gleitstücke (62), welche an den Wänden der Führungskanäle parallel zur Längserstreckung
des Ankers entlanggleiten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 879 864;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1004 704;
deutsche Patentanmeldung W 2888 VIII d / 21 g (bekanntgemacht am 3. 6.1953);
Deutsche Patentschrift Nr. 879 864;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1004 704;
deutsche Patentanmeldung W 2888 VIII d / 21 g (bekanntgemacht am 3. 6.1953);
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1687 910;
USA.-Patentschrift Nr. 1354 880.
USA.-Patentschrift Nr. 1354 880.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 608/289 7.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
FR1178144T | 1957-07-03 | ||
FR759422 | 1958-02-28 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE1222152B true DE1222152B (de) | 1966-08-04 |
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ID=46551330
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DET15317A Pending DE1222152B (de) | 1957-07-03 | 1958-06-25 | Elektrisches Hubankerschuetz |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1222152B (de) |
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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