[go: up one dir, main page]

DE1218445B - Verfahren zur Herstellung von Alkylmercuricitraten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylmercuricitraten

Info

Publication number
DE1218445B
DE1218445B DES94192A DES0094192A DE1218445B DE 1218445 B DE1218445 B DE 1218445B DE S94192 A DES94192 A DE S94192A DE S0094192 A DES0094192 A DE S0094192A DE 1218445 B DE1218445 B DE 1218445B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coo
alkyl
compounds
preparation
mole
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES94192A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gustav Thomann
Fred Kuhnen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz AG filed Critical Sandoz AG
Publication of DE1218445B publication Critical patent/DE1218445B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Ο.:
C07f
Deutsche Kl.: 12 ο - 26/03
Nummer: 1218 445
Aktenzeichen: S 94192IV b/12 ο
Anmeldetag: 14. November 1964
Auslegetag: 8. Juni 1966
Es ist bekannt, daß Alkoxyalkylquecksilberverbindungen ausgezeichnet wirksame Aktivstoffe für das Beizen von Saatgut darstellen. Dabei erfolgt das Beizen durch Behandlung des Saatgutes entweder mit einer Pulvermischung aus Aktivstoffen und einem geeigneten Streckmittel oder mit einer Lösung oder Suspension des Aktivstoffes. Bei der geringen Flüchtigkeit der Aktivstoffe, die ihre fungizide Wirkung nur bei direktem Kontakt mit den zu zerstörenden Pilzen bzw. Bakterien entfalten, muß durch mechanisches Mischen für eine möglichst vollkommene Verteilung des Beizmittels im Saatgut gesorgt werden. So behandeltes Saatgut ist, auch nach längerem Lagern, noch geschützt gegen Pilz- oder Bakterienbefall.
Es ist ebenfalls bekannt, Saatgut mit flüssigen oder festen Präparaten zu beizen, die als Aktivstoffe Alkylquecksilberverbindungen enthalten. Da es sich dabei um relativ flüchtige Verbindungen von hohem Dampfdruck handelt, wird eine uniforme Beizwirkung auch bei unvollkommener Mischung des Saatgutes mit dem Beizmittel erreicht. Das Beizen mit flüchtigen Aktivstoffen hat aber den Nachteil, daß damit behandeltes Getreide schon nach kürzerem Lagern wieder anfällig wird gegenüber Pilz- und Bakterienbefall.
Es wurde nun gefunden, daß die Vorteile beider Methoden miteinander kombiniert werden können bei Verwendung von Aktivstoffen, bestehend aus einer Verbindung, die sowohl eine flüchtige Komponente von relativ hohem Dampfdruck wie auch eine nicht flüchtige von tiefem Dampfdruck enthalten und die vermutlich folgender allgemeinen Formel entsprechen:
CH2-COO'
HO-C COO
CH9-COO
-HgC2H4OR2 -Hg-R1 A
-Me
Hierin bedeuten R1 und R2 niedere Alkylreste, Me Wasserstoff oder ein Alkalimetall.
Diese Verbindungen können erfindungsgemäß in an sich bekannter Weise hergestellt werden durch Reaktion von 1 Mol Zitronensäure mit je 1 Mol der Verbindungen der allgemeinen Formeln:
R1-Hg-X R1OCH2CH2-Hg-X
II
worin R1 und R2 die obenerwähnte Bedeutung haben und X die Hydroxylgruppe oder den Rest einer Säure Verfahren zur Herstellung von
Alkylmercuricitraten
Anmelder:
Sandoz A. G., Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Als Erfinder benannt:
Dr. Gustav Thomann, Riehen (Schweiz);
Fred Kühnen, Weil/Rhein
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 25. November 1963 (14 383)
von geringerer Säurestärke als diejenige von Zitronensäure bedeutet, und gegebenenfalls anschließend mit Alkali neutralisiert. Die Reihenfolge der Zugabe der Reaktionspartner spielt keine Rolle.
Vorteilhafterweise wird die Umsetzung in wäßriger Lösung durchgeführt, wonach durch Zufügen von etwas NaOH-Lösung der pH-Wert auf den physiologisch günstigen Wert von etwa 6,5 gestellt werden kann.
Als Verbindung I können verwendet werden Alkylquecksilberhydroxyde oder -acetate; Beispiele für die Verbindung II sind Alkoxyäthylquecksilberhydroxyde'
und -acetate. - ,
Die Verbindungen der erwähnten . allgemeinen Formel können z. B. durch Eindampfen ihrer wässerigen Lösungen rein erhalten werden, sie fallen dann; in Form von weißen, sehr hygroskopischen Pulvern ah.
Die Verbindungen der Formel A besitzen gegenüber Mischungen aus Verbindungen der Formell und II den Vorteil, die Keime weniger zu schädigen.
' 609 578/577
Beispiel 1
CH2-COO
HO-C-
-COO
CH2-COO
-HgCH2CH2OC2H5
-Hg-CH3
— Η
Produkt A
5,5% Wässerige Lösung der Verbindung gemäß Beispiel 2 der Erfindung, welche 19,63% gebundenes Quecksilber enthält,
7,5% Eisenoxydrot,
43,0% Talkum,
44,0% Kaolin,
27,4 g Methylquecksilberacetat (0,1 Mol) werden mit 19,2 g Zitronensäure (0,1 Mol) in 100 ml Wasser gelöst und bei 60 bis 70°C/20Torr zur Trockene eingedampft. Es verbleibt ein Rückstand, der 40,6 g wiegt. Das so erhaltene Methylquecksilbercitrat wird—-in Wasser gelöst und unter Rühren mit einer was- *5 serigen Lösung von 29 g Äthoxyäthylquecksilberhydroxyd versetzt, worauf die Reaktionsmischung bei 60 bis 70°C/20mm bis zur Gewichtskonstanz eingedampft wird.
Der Rückstand stellt eine harte schwach grünliche, a° hygroskopische Masse dar.
Analyse: . Hg 59,05 %
Berechnet .. • Hg 59,48%
gefunden .. Beispiel 2
Eine wässerige Lösung von 20,3 g Methylquecksilbercitrat wird mit einer wässerigen Lösung von 14,5 g Äthoxyäthylquecksilberhydroxyd versetzt, die Mischung mit Natronlauge auf pH 6,8 eingestellt und unter Vakuum bei 70°C/20Torr zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird pulverisiert. Er stellt dann ein fast weißes Pulver dar, das sich bei 130° C zersetzt.
Analyse:
Berechnet* .. Hg 57,2%; -
gefunden ... Hg 56,59 %, Na2,08 %, H2O 2,54%. * Berrechnet auf Grund der Formel
100,0% Produkt A (durch homogenes Mischen erhalten).
Produkt B
6,4% Wässerige Lösung von Methylquecksilbercitrat mit einem Gehalt an gebundenem " Quecksilber von 15,7%,
7,5% Eisenoxydrot,
43,0% Talkum,
43,1% Kaolin,
100,0% Produkt B (durch homogenes Misches erhalten).
Die Prüfung der Produkte A und B wurde wie folgt durchgeführt;
■ Winterweizen »Probus« wurde mit 0,2% seines Gewichtes des pulverf örmigen Produktes A bzw. B in einer Trommel gebeizt. Der gebeizte Weizen wurde im Freien gelagert. Nach verschiedenen Zeiten wurden Proben entnommen, die mit Steinbrandsporen nachinfiziert und anschließend nach G a s s η e r auf sporizide Wirkung geprüft wurden.
In der nachfolgenden Tabelle bedeutet die Note 4 maximale sporizide Wirkung.
CH2 - COOl - HgCKjCH2OC2H5
HO-C-
-COO
CH2-COO
-Hg-CH3
-Na
Die chemische Struktur desselben entspricht derjenigen der im Beispiel 1 angegebenen Formel, wobei aber die freie COOH-Gruppe zum Teil neutralisiert ist.
Vergleichsversuche
Produkt
Hg-Gehalt
1
1
Anwendungskonzentration
0,2 0,2
sofort
Wirkung
nach
4 4
14 Tagen
3,2
1,8
4 = Maximale sporizide Wirkung.
45

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Alkylmercuri» citraten der allgemeinen Formel:
    CH2-COO'
    I
    HO-C COO
    I
    CH2-COO
    -HgC2H4OH2
    -Hg-R1
    -Me
    55
    Um die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen im Vergleich zu den herkömmlichen Alkylquecksilberverbindungen zu zeigen, wurden M-gende_ Präparate A und B hergestellt und auf ihre sporizide Wirkung nach G. Gassner, Phytop. Zschr., 14 (1942/44), Heft 4, S. 303 bis 309, geprüft. Die Resultate sind in nachfolgender Tabelle zusammengestellt. dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise 1 Mol Zitronensäure mit je 1 Mol der Verbindungen der allgemeinen Formeln
    R1HgX und R2OCH2CH2HgX
    umsetzt und gegebenenfalls anschließend mit Alkali neutralisiert. In den obigen Formern bedeuten R1 und R2 niedere Alkylreste, X die Hydroxylgruppe oder den Rest einer Säure von geringerer Säurestärke als diejenige der Zitronensäure, Me Wasserstoff oder ein Alkalimetall.
    609 578/577 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
DES94192A 1963-11-25 1964-11-14 Verfahren zur Herstellung von Alkylmercuricitraten Pending DE1218445B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1438363A CH451934A (de) 1963-11-25 1963-11-25 Verfahren zur Herstellung einer fungiziden und bakteriziden Quecksilberverbindung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1218445B true DE1218445B (de) 1966-06-08

Family

ID=4400350

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES94192A Pending DE1218445B (de) 1963-11-25 1964-11-14 Verfahren zur Herstellung von Alkylmercuricitraten

Country Status (8)

Country Link
US (1) US3376330A (de)
BR (1) BR6464757D0 (de)
CH (1) CH451934A (de)
DE (1) DE1218445B (de)
DK (1) DK115804B (de)
GB (1) GB1025158A (de)
IL (1) IL22503A (de)
NL (1) NL6413632A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3443013A (en) * 1964-02-24 1969-05-06 Dolores M Buc Method of controlling pests with mercury compounds

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB427974A (en) * 1932-11-05 1935-05-03 Ig Farbenindustrie Ag Improvements in the manufacture of organic mercury compounds
US2114012A (en) * 1935-06-12 1938-04-12 Lever Brothers Ltd Aromatic mercury alcoholates of salts of hydroxy carboxylic acids

Also Published As

Publication number Publication date
DK115804B (da) 1969-11-10
IL22503A (en) 1968-02-26
CH451934A (de) 1968-05-15
GB1025158A (en) 1966-04-06
BR6464757D0 (pt) 1973-08-14
NL6413632A (de) 1965-05-26
US3376330A (en) 1968-04-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2138278B2 (de) Antimikrobielle Zusammensetzung
EP0029618A1 (de) Insektizide Mittel und Piperidinderivat
DE2134332C3 (de) 0-(N-Methylcarbamoyl)-carbäthoxychlorformaldoxim, Verfahren zu seiner Herstellung und diese Verbindung enthaltende Mittel
DE1218445B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylmercuricitraten
DE2240733A1 (de) Verfahren zur behandlung von erdreich zur fixierung darin enthaltener schaedlicher metalle
DE966893C (de) Pflanzenschutzmittel zur Behebung von Eisenmangelkrankheiten
DE1027460B (de) Bekaempfung von Pilzen und Bakterien
DE2405917C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Brombzw. Bromjod-Komplexverbindungen von Alkalipolyphosphaten und deren Verwendung
DE255030C (de)
DE733561C (de) Saatgutbeizmittel
DE954001C (de) Verfahren zur Stabilisierung einer waessrigen Loesung eines die Gruppierung-Hg-S-enthaltenden organischen Quecksilberdiuretikums
DE1593592C (de) Verfahren zur Herstellung von in Was ser oder wassermischbaren Losungsmitteln löslichen oder dispergierbaren Addukten organischer Quecksilberverbindungen und lh re Verwendung als Fungizide und Bakterizide
DE976686C (de) Fungicides Mittel
DD259123A1 (de) Mittel zur erhoehung der toleranz von nutzpflanzen gegenueber stressbedingungen
AT205800B (de) Pilz- und Insektenbekämpfungsmittel, insbesondere Saatbeizmittel
DE1620675C (de) S-Benzoyloxymethylthiamine und Verfahren zu deren Herstellung
DE1284041B (de) Antimikrobielle Mittel
DE531438C (de) Saatgutbeizmittel
DE1218462B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylbenzyldimethylammoniumjodhalogeniden
DE2036896A1 (de) Fungizide Mittel
DE1194633B (de) Insektizides und akarizides Mittel
DE1284039B (de) Antimikrobielle Mittel
DE1642357B1 (de) Das Pflanzenwachstum beeinflussende Staeubepraeparate,waessrige Loesungen oder Suspensionen
CH532657A (de) Desinfizierendes Haut-Reinigungsmittel
DE1087765B (de) Keimtoetendes Mittel