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DE1211517B - Armatur fuer Turmglocken ohne Resonanz-daempfung mit Kloeppel ohne axiale Stosswirkung fuer dreidimensionale Einstellung und Regelung der Pendelzahl - Google Patents

Armatur fuer Turmglocken ohne Resonanz-daempfung mit Kloeppel ohne axiale Stosswirkung fuer dreidimensionale Einstellung und Regelung der Pendelzahl

Info

Publication number
DE1211517B
DE1211517B DEG36336A DEG0036336A DE1211517B DE 1211517 B DE1211517 B DE 1211517B DE G36336 A DEG36336 A DE G36336A DE G0036336 A DEG0036336 A DE G0036336A DE 1211517 B DE1211517 B DE 1211517B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clapper
yoke
bell
fitting according
shell
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG36336A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Greller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEG36336A priority Critical patent/DE1211517B/de
Publication of DE1211517B publication Critical patent/DE1211517B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
    • G10K1/30Details or accessories
    • G10K1/38Supports; Mountings

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Springs (AREA)

Description

  • Armatur für Turmglocken ohne Resonanzdämpfung mit Klöppel ohne axiale Stoßwirkung für dreidimensionale Einstellung und Regelung der Pendelzahl Die Glocke bildet mit Ihrer Armatur eine Einheit. Die Bedeutung der Glockenarmatur, also Gewicht und Ausbildung des Joches, der Aufhängung, Form und La-erun- des Klöppels, sind von maßgeblichem Einfluß für den musikalischen Ertrag der Glocke.
  • Dazu gehören Größe und Gesalt des Joches und der Anschlag des Klöppels, bei dessen Gestaltung wichtiger als das Gewicht die Leistung in ink- ist.
  • Eine Idealglocke kann durch eine primitive Armatur oder einen Klöppel mit verlagertem Schwerpunkt u. dgl. zur Bedeutungslosigkeit herabgem indert werden. Ebenso kann durch unzweckmäßig-, Gestaltung der Armatur, durch falschen Jochschwerpunkt ge-enüber der Glocke und durch weitere technische Merkmale, die nach Fertigstellung nicht mehr geändert werden können, der Läuterhythmus im Geläute gestört werden.
  • Der richtigen Gestaltung der Armatur, also des Joches und Klöppels, und deren Aufhängung ist daher im Hinblick auf die optimale Entfaltung der mu- sikalischen Eigenschaften der Glocke die größte Aufmerksamkeit zu widmen.
  • Leider ist die Konstruktion der Armatur gegenüber der stetiaen Entwicklun der Glocke zurück-C 9 geblieben. Der heutige Stand der Technik der Glockenausrüstunc, wird der völlie, aus-ereiften Konstruktion der Glocke nicht mehr gerecht.
  • Das sich aus statischer und dynamischer Notwendigkeit ergebende große Gewicht des Joebes, das direkt mit der Glocke fest verbunden ist, beeinträchtigt dessen Resonanz.
  • Die durch den Aufschlag des Klöppels auf der Glocke entstehenden Stöße sollen weder hart sein, noch darf der Klöppel an der Glocke kleben.
  • Diese für die Güte der Glocke so bedeutenden Vorschriften für die Ausrüstung werden nur zum geringen Teil und nur unvollständig bei der heute üblichen Bauart der Armatur befolat.
  • Es zeigt sich deutlich, daß die Entwicklung der Glockenausrüstung der Entwicklung der Glocke nicht gefolgt ist. Wenn auch bei einigen Bauarten auf ein sauberes Gesamtbild und gute handwerkliche Arbeit geachtet wird, so steht doch fest, daß in keinem Fall die Forderung nach Ausschaltung der Dämpfung auch nur annäherungsweise versucht wurde oder daß eine Konstruktion entwickelt wurde, die eine echte Intonation durch Regelung der Anschlagzahlen (Pendelzahl) oder die Anpassung des Klöppelschwerpunktes ohne Ausbau der Glocke oder deren Teile ermöglicht. Dies gilt auch für wirklich stoßfreie Klöppellagerung und präzise Mitteleinstellung. Es besteht also für den Freund guter Glockenmusik das Bedürfnis nach einer Armatur, die konstruktiv aus-ereift ist und unter weitestgehertder Berücksichtigiung der physikalischen Gesetze und unter Ausnutzun- aller technischen Möalichkeiten den musikalischen Wert der Glocke nicht mindert und eine genaue Intonation ohne Ausbau der Glocke ermöglicht.
  • Die vorliegende Erfindung bringt eine Lösung der oben an-eführten Probleme.
  • Erfindungsgemäß ist die Stahlschale von dem in bekannter Weise rechteckig gestalteten Joch durch eine einvulkanisierte oder auf andere Art mit Joch und Schale fest verbundene elastische Schicht aus Gummi oder Kunststoff isoliert.
  • Beschreibung Auf Blatt 1 ist eine dem heutigen Stand der Technik entsprechende allgemein übliche Armatur dargestellt.
  • F i g. 1 ist ein Schnitt durch das Joch im Bereich der Krone bei einfacher Aufhängung des Klöppels an einer Gabel und Mittelschraube, die durch Krone und Joch hindurchgeht; F i g. 2 zeigt die Jochansicht und Aufhängung von vom; F i (y. 3 zei-t eine Aufhänaung mit Holzplatte über dem Joch; F i g. 4 stellt die Ansicht von oben dar; Fig. 5 zeigt eine, Bügelaufhängung des Klöppels, in einem Wenderin- -elagert; F i g. 6 zeigt einen normalen Klöppel üblicher Form, von vom und von der Seite gesehen; F i g. 7 zeigt den Schnitt durch ein Joch mit Befestigung einer Glocke, die statt einer Krone einen Flansch besitzt; F i g. 8 zeigt die Draufsicht auf eine Flanschbefestigung.
  • Die F i g. 1 bis 8 dienen zur Herausstellung der Unterschiede zwischen den geläufigen Ausführungen und der erfindungsgemäßen Ausführung.
  • Sonderausführungen einzelner Glockenausrüstungen, gegossene Joche, Stelzenjoche u. dgl. sind nicht angeführt, da keine dieser Ausführungen den oben näher beschriebenen Aufgaben der Ausrüstung bezüglich der Erhaltung der musikalischen Werte der Glocken in wesentlichen Teilen entspricht und die Möglichkeit der präzisen Intonierung ohne Aushängen der Glocke bietet. Es ist auch keine Ausführung bekannt, deren Klöppelausbildung eine dreidimensionale Feineinstellung aufweist.
  • Auch Holzjoche sind nicht besonders ausgeführt, da sie fast nur noch aus dekorativen Gründen Verwendung finden. Der durch Holzjoche erzielte Unterschied in der Resonanzminderung gegenüber Eisenjochen in der herkömmlichen Bauart ist, wenn überhaupt, so gering, daß die Nachteile des Holzjoches - zu große Bauhöhe, großes Gewicht und hohe Kosten - überwiegen. Bei neuen Türmen ist der Einbau aus räumlichen Gründen auch meist unmöglich.
  • Um die Neuheit und den technischen Fortschritt der erfindungsgemäß, gebauten Armatur der herkömmlichen Bauweise gegenüberstellen zu können, muß noch auf die einzelnen Merkmale der heutigen Bauweise hingewiesen werden.
  • Auf Blatt 1 ist 1 die Glocke mit der Krone 2, die am Joch 3 aufgehängt ist und mittels Zapfen 4 und Kugellager 4 a auf dem Glockenstuhl ruht. Die Bänder 5, mittels Schraubenmuttern über den Stegen 12 befestigt, ermöglichen das Festziehen des Joches auf der Krone. Das oft zwischen Krone und Joch eingelegte Hartholzbrett oder die Bleiplatte od. dgl. genügt nicht, um die Dämpfung der Resonanz der Glocke durch die Masse des Joches zu verhindern. Die direkt mit den Stegen des Joches verbundenen Bänder 5, fest auf die Krone aufgezogen, stellen doch eine direkte Verbindung der Krone mit dem (Eisen-Joch dar. Dazu kommt noch die meist uneIastische Verbindung der Jochlager mit dem Glockenstuhl, was eine zusätzliche Dämpfung bewirken kann. Diese Tatsache wird auch kaum abgeschwächt bei Verwendung von zwei Brettern 6 und 6a.
  • Eine frei an der Kette oder dem Seil aufgehängte Glocke hat eine viel bessere Nachhallzeit (Resonanzvermögen) als eine am Joch festgeschraubte Glocke oder fest angezogene Glocke. Deshalb kann das Joch der herkömmlichen Bauart nur dann die Resonanz der Glocke nicht nachteilig beeinflussen, wenn durch eine völlig elastische Zwischenschicht jede Schwingungsübertragung zwischen den tragenden Elementen von Glocke und Joch unterbleibt.
  • Dort, wo der theoretische Fall zufällig eintritt, daß eine Teiltonfrequenz der Glocke einer Eigenfrequenz des Joches gleicht, ergibt sich eine noch unangenehmere Minderung des musikalischen Ertrages der Glocke.
  • Es muß noch auf die übliche Ausführung der Klöppel eingegangen werden. Meistens werden diese in Spezialschmieden hergestellt und neben den mit Toleranz genannten Hauptmaßen das notwendige Gewicht gefordert. Dadurch ist die Lage des Schwingungsschwerpunktes nicht vorausbestimmt. Es ist ein reiner Zufall, wenn er in der Ballenmitte und diese richtig in der Schlaghöhe liegt. Aber gerade darauf kommt es beim physikalischen Doppelpendel an, als das die Glocke mit dem Klöppel zu betrachen ist. Eine übliche Ausführung zeigt F i g. 5. Der Klöppel hängt in einem Wendering am Bügel 11, das Blatt ist mit Lederbändern 10 eingefaßt, welche die Aufhängung am Bügel 11 bilden und durch eine Blechhaube 9 gesichert werden. Die Blechhaube schützt den Klöppel gegen das Herausfallen bei durchgescheuertem Leder.
  • Dies gilt analog auch für die Aufhängung nach Fig. 1.
  • Die häufigen Klöppelbrüche des Schaftes in der Nähe des Blattes und die Brüche der Blechhauben sind nicht auf zu große Zugspannungen in den betroffenen Querschnitten zurückzuführen, sondern auf die auftretenden beachtlichen Schlagbiegebeanspruchungen, die die gefährdeten Stellen dann erleiden, wenn der Schwerpunkt des Klöppels falsch sitzt.
  • Die seit über 100 Jahren bekannten Mängel, die dem Glockengießer immer wieder Sorgen machen, 1. bei falsch sitzendem Schwerpunkt des Klöppels kann dieser beim Aufschlag nach oben stoßen, wobei das Blatt hart auf Bügel oder Bolzen stößt und störende S chlaggeräusche verursacht, 2. das Leder setzt sich zusammen oder verschleißt, wodurch der Klöppelradius vergrößert wird und der Ballen nicht mehr genau auf den Schlag trifft; hier sind nach Voraussetzung 1 die erwähnten Stöße infolge des größeren Zwischenraumes zwischen Blattkante und Bolzen noch härter, und 3. Abnutzungsschäden am Bügel und an den Zapfen im Ring (die bei der herkömmlichen Bauart aus konstruktiven Gründen geringen Durchmesser besitzen) und an den Bolzen führen zu Brüchen, konnten bisher, bedingt durch das Festhalten an der hergebrachten Bauart, nicht beseitig ,t werden.
  • Bei der schon erwähnten Klöppelaufhängung nach F i g. 1, die in den letzten Jahren häufiger wurde, ist die Bruchsicherheit durch die Bolzenanordnung etwas größer. Schwierigkeiten treten aber häufig dadurch auf, daß die Mittelschraube, gußtechnisch be-' dingt, nicht genau in der Glockensenkrechten verläuft. Der richtige Sitz ist dann nur durch sehr zeitraubende Nacharbeiten, die sich sogar oft auf die Änderung des Kronendurchganges erstrecken, oder durch Änderung der Mittelschraube zu erreichen. Daß diese zeitraubenden und teuren Arbeiten gescheut werden, ist verständlich und hat gelegentlich zur Folge, daß große Mängel nur teilweise beseitigt werden.
  • Einige Ausführungen sind bekannt, bei denen eine Längs- und Querbewegung der Klöppelaufhängung (Längslöcher für die Befestigungsschrauben) möglich ist. Aber auch dadurch sind die oben unter 1 bis 3 angeführten Mängel nicht zu beheben.
  • Die gute Intonation der Glocke im Geläute erfordert eine sehr genaue Einstellung des Klöppels in der Glocke und neben der richtig dosierten Schlagintensität die gute Lage des Klöppelschwerpunktes.
  • Der gewissenhafte Glockengießer versucht durch Ausprobieren das Möglichste zu erreichen. Wenn nötig, wird der Klöppelschaft in der Schmiede ge-Glocke von etwa 600 kg gewählt, und mit Rücksicht 0 nicht befriedigt, am Schwung ein gewissen Maß abgeschnitten oder an-eschweißt. Notfalls wird sogar e CD der Ballen etwas abgedreht.
  • Der aroße Aufwand für diese oft notwendiaen Arbeiten, um den Klöppel zur angenähert richtigen Wirkung zu bringen, damit er nicht zu hart anschlägt oder an der Glocke klebt, führt trotzdem oft nur zu einem teilweise befriedigenden Ergebnis.
  • Es besteht deshalb das Bedürfnis nach einem Klöppel, dessen Bau und Aufhängung konstruktiv so durchgebildet ist, daß eine ideale Intonierung durch genaue Einstellung des Klöppels in drei Dimensionen und die Einstellung des Klöppelschwerpunktes möglich ist, ohne denselben auszuhängen oder nacharbeiten zu müssen.
  • Auch die Regelung der Winkelgeschwindigkeit der Glocke oder die Umstellung auf andere Anschlagzahlen, um den richtigen Rhythmus des Geläutes zu erzielen, erfordert große Mühe und Zeitaufwand. Meistens werden die Bretter zwischen Joch und Krone ausgebaut und durch dickere oder dünnere ersetzt, um dem erstrebten Ziel nahe zu kommen. Auch hier wäre ein bedeutender Fortschritt erzielt, wenn durch entsprechende konstruktive Ausbildung des Joches die Mühen dieser Arbeiten, die doch nur Annäherungslösungen bringen, erspart werden und genauere Daten erreicht werden könnten.
  • Zusammengefaßt muß gesagt werden, daß entgegen der Sorgfalt, mit der die Glocke unter Anwendung aller empirischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse auf einen Stand gebracht wurde, der kaum noch zu verbessern ist, der Entwicklung ihrer Ausrüstung (Armatur) eine auffallend geringe Beel achtung geschenkt wurde.
  • Die hohe Aufgabe, die der Ausrüstung im Hinblick auf die Musikalität der Glocke gegeben ist, wurde, auch rein handwerklich gesehen, nicht der Lösung zugeführt, die möglich gewesen wäre, wenn die seit Jahren zur Verfügung stehenden technischen Mittel richtig angewendet worden wären.
  • Auf Blatt 2 und 3 ist der erfindungsgemäße Gegenstand in verschiedenen Varianten dargestellt. Auf Blatt 1 wurde als Anschauungsbeispiel eine Glocke von etwa 600 kg gewählt, und mit Rücksicht auf die Maße wurden entsprechende Skalen eingezeichnet. Im einzelnen zeigt F i g. 9 die Vorderansicht des Joches in Ausführung ohne Mittelschraube mit elastischem Aufhänge-kopf, Fig. 10 einen Schnitt durch das Joch und den elastischen Aufhängekopf (Stahlschale) bei einer Ausführung mit Mittelschraube, F i g. 11 die Seitenansicht von Joch und Aufhän-Crung, die elastische Schicht besonders hervorgehoben, F i g. 12 die erfindungsgemäß gestaltete Klöppelaufhängung im Schnitt, unter Verwendung einer Mittelschraube, in Läuterichtung, F i g. 13 die Seitenansicht der Klöppelaufhängung mit Teilschnitt durch den Klöppelkopf, Fig. 14 den erfindungsgemäß gestalteten Klöppel, F i g. 15 einen Horizontalschnitt durch den Klöppelballen in Sonderausführung mit elastischem Ballensitz für besonders weichen Anschlag.
  • Auf Blatt 3 ist die Anwendun- der Erfindung bei schon eingebauten Jochen herkömmlicher Bauart gezeigt. Es sind zwei Möglichkeiten angeführt, die den nachträalichen Einbau der elastischen Aufhängung zeigen.
  • Ferner ist ein Ausführungsbeispiel des Einbaues einer Reguliervorrichtung für die Schwingungszeit der Glocke an einem Vierkantjoch dargestellt. Im einzelnen zeigt F i g. 16 den nachträglichen Einbau an einem Joch herkömmlicher Bauart, mit Aufhängung der Glocke an Bändern, im Schnitt, F i g. 17 die Ansicht in Läuterichtung, F i g. 18 die erfindungsgemäße Gestaltung der Reguliervorrichtung für dieSchwingungszeit derGlocke an einem Joch aus Vierkantstahl, in Läuterichtung gesehen, Fig. 19 die Seitenansicht dieser Reguliervorrichtung und F i g. 20 die Ansicht derselben von oben, F i g. 21 den Schnitt durch ein normales Joch mit Mittelschraube vor Einbau der elastischen Aufhängung', F i g. 22 den Schnitt durch die Ausrüstung für elastische Aufhängung in einer anderen Ausführungsart, F i g. 23 den Schnitt durch das Joch, nachdem die Ausrüstung gegen Resonanzdämpfung eingebaut ist. Das in Fig. 9 dargestellte Joch ist die einfachste Ausführuna ' sart der Erfindung, soweit sie sich auf die Minderung der Resonanzdämpfung bezieht. Das Joch 13 besteht aus einem prismatischen Stab, der beiderseits auf die Lagerzapfen abgedreht ist. Der Jochbalken ist mit elastischem Material 14 von hoher Festigkeit und Alterungsbeständigkeit umkleidet. Diese Umkleidung 14 ist allseitig umschlossen von einer dem Jochbalkenquerschnitt entsprechenden prismatischen Stahlschale 15. Auf dieser Schale ruhen die Stege, die die Bänder zum Anziehen der Glocke tragen.
  • Die elastische Zwischenschicht 14 zwischen Jochbalken 13 und der Stahlschale 15 kann aus Gummi oder hochelastischem Kunststoff bestehen, dessen Therinoplastizitätsgrenzen außerhalb der auftretenden Höchst- und Tiefsttemperaturen liegen. Die elastische Schicht wird entweder durch Vulkanisation mit den Stahlteilen (bei Gummi) oder durch ein entsprechendes Verfahren bei Kunststoff eingebracht. Die Verbindung ist unlösbar.
  • Sowohl Gummimischungen aus natürlichem Kautschuk mit Alterungssehutzzusätzen und vorzugsweise aus synthetischem Kautschuk sind heute in unbegrenzter Haltbarkeit herzustellen. Spezialneoprene haben sich unter rauhesten Bedingungen schon über 30 Jahre bewährt und werden laufend verbessert.
  • Dasselbe kann angenähert von entsprechenden Kunststoffen gesagt werden, von denen laufend neue mit Spezialeigenschaften für höchste Ansprüche entwickelt werden.
  • Da die Kraft der schwingenden Glocke von allen vier Flächen der Gummi-Kunststoff-Schicht aufgefangen wird, ist die Länge der Schale 15, die die elastische Schicht 14 umschließt, jeweils ungefähr der Länge entsprechend, die das bisher übliche Holzbrett hat.
  • Am Beispiel einer 600-ka-Glocke sei nun nachgewiesen, daß die sich ergebenden Ausführungsmaße die technische Durchführung der Erfindung gut ermöglichen (Fig. 9).
  • Bei Annahme einer Biegebeanspruchung von 700 kg/cm-2 und quadratischem Jochquerschnitt und bei normaler Jochlänge ergibt sich ein Widerstands-Moment W" = rund 120 cm3, was aufgerundet einem Querschnitt von 90/90 mm entspricht.
  • Bei der weiteren Annahme, daß eine Gummimischung vorgesehen ist, deren spezifische Druckbelastung bei günstigem Verhältnis von Elastizität und Dehnung 5 kg/CM-2 beträgt, und daß sich die Belastungswerte von Oberfläche zu Seitenflächen zu Unterfläche wie 4:1:0,5 verhalten, ergibt sich eine Länge der Beschichtung von 360 mm, die aus konstruktiven Gründen auf 400 mm erhöht wird. Diese Länge steht in gutem Verhältnis zur Größe einer normalen Krone. Der Außenquerschnitt der Schale 15 wird dann 1501150 mm.
  • Dieses Beispiel gilt analog auch für andere Glockengrößen.
  • Wie aus der Zeichnung (F i g. 3) ersichtlich ist, erfolgt die Aufhängung der Glocke genau wie bisher. Die bewährte Anordnung von Stegen und Bändern kann beibehalten werden.
  • Durch die elastische Schicht zwischen Joch 13 und Schale 15 ist die Masse des Joches, auch von Lager und Glockenstuhl, als Dämpfungselement der Glocke praktisch ausgeschaltet. Die Forderung nach Vermeidung der direkten Verbindung zwischen Eisenjoch und Glocke ist auf einfachste Art durch eine formschöne Konstruktion erfüllt. F i g. 10 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführung mit Mittelschraube und F i g. 11 den Schnitt einer Ausführung nach F i g. 9 ohne Mittelschraube.
  • Analog den oben geschilderten Jochausführungsarten kann die Gummikunststoffisolierung auch bei Jochen in der üblichen Bauart aus zwei U-Eisen durchgeführt werden, wobei sowohl Konstruktionen in Kastenquerschnitt als auch solche mit offenen U-Eisen Verwendung finden können. Bei offener Konstruktion ist die Einvulkanisation der Gummischicht leichter, wenn die Profile auf die Länge der Schale 15 mit Blechen parallel zum Steg der U-Eisen geschlossen werden. Die Begrenzungen 16 (F i g. 9) werden mit Rücksicht auf den Vulkanisationsvorgang notwendig.
  • Die Lösung der Aufgabe nach einer Klöppelanordnung und Aufhängung, die eine genaue Intonierung der Glocke ermöglicht, ohne daß an Joch, Aufhängung und Klöppel Aus- und Einbauen und Änderungen einzelner Teile erforderlich werden, ist in F i g. 13 dargestellt. Als Beispiel der erfindungsgemäßen Gestaltung des Klöppels, seiner Aufhängung und Lagerung ist eine Glocke mit Mittelschraube gewählt.
  • Unter Berücksichtigung des Bedürfnisses nach einem in drei Dimensionen einstellbaren Klöppel, bei dem Stöße auf die Achse ausgeschaltet sind, wird erfindungsgemäß eine Klöppelachse verwendet, die als Exzenter ausgebildet ist. Der Klöppel wird zui Radiuseinstellung in ein Kopfstück eingeschraubt, das um den Achsenexzenter drehbar ist. Die Achse ist axial verstellbar, derart, daß das Kopfstück mit Klöppel seitlich einstellbar ist. Zur Vermeidung der gefürchteten Stöße auf die Klöppelachse ist zwischen der Kopfstückbüchse und dem Exzenter eine elastische Zwischenschicht einvulkanisiert.
  • Die erfindungsgemäßen Merkmale sind in den F i g. 9 bis 23 dargestellt, wobei in F i g. 9 bis 13 das Joch aus Vierkantstahl mit angedrehtem Zapfen gezeigt ist, welches (F i g. 10) im Bereich der Mittelschraube so weit ausgebohrt ist, daß eine Berührung mit derselben (und somit eine Stoß-Klang-Übertragung) ausgeschaltet ist.
  • Die elastische Schicht 14 (F i g. 9 und 10) befindet sich zwischen Joch 13 und der Schale 15, die die Glockenaufhängung trägt.
  • Die Mittelschraubengabel 16 (F i g. 12), die den Klöppel trägt, ist durch einen in die Schale 15 genau eingepaßten Vierkant gegen Verdrehen gesichert.
  • Der Klöppelkopf 17 (F i g. 12 und 13) ruht auf einer Exzenterachse 18, die zwecks Einstellung ein Segment 18a besitzt, das mittels Sicherungsschrauben unverrückbar festgesetzt werden kann. Der Klöppelstoß wird aufgefangen durch die einvulkanisierte Pufferung 19 a, die sich zwischen dem Exzenter 18 und der Büchse 19 befindet.
  • Die Lagerung des Exzenters 18 erfolgt in zwei stoßfesten hochelastischen Kunststoffbüchsen 20, die mit einstellbaren Gewindebüchsen 21 fest verbunden sind. Die axiale Einstellung ist über Nuten 22 bewirkbar. Die Sicherung erfolgt über eine herkömmliche Sicherungsplatte 23.
  • Der erfindungsgemäß gestaltete Klöppel (F i g. 1.4) besitzt einen Ballen 25, der bei Normalausführung (nicht gezeichnet) wie ein Schrumpfring warm auf den Schaft 24 aufgezogen wird. Die Gegenmutter 25 a mit den Nuten 26 a sichert den Klöppel in der eingestellten Höhenlage, wobei die Gegenmutter auf bekannte Weise eine Zusatzsicherung besitzt.
  • In besonderer Ausführung wird zwischen Ballen 25 und Schaft 24 eine hochfeste Gummischicht 26 einvulkanisiert (F i g. 14) oder eine elastische Kunststoffschicht eingespritzt. Rauhe Nuten 27 bewirken eine Sicherung.
  • Durch eine schwere Schraube 28, die auf bekannte Weise gesichert ist, kann die Anschlagstärke, die Winkelgeschwindigkeit und der Klöppelschwerpunkt eingestellt werden.
  • Bei extremen Verhältnissen wird auf die den Klöppelschaft überragendeSchrauben28 eine Mutter von erforderlichem Gewicht aufgeschraubt.
  • Die Längseinstellung des Klöppels im Klöppelkopf zusätzlich mittels Exzenterverstellung und mittels der Schaftschraube 28 stellt eine Feineinstellung dar, die jeden gewünschten Anschlageffekt ohne Klöppelausbau und somit eine vollendeten Intonierung, g ermöglicht.
  • Der an der Mittelschraube befindliche Vierkant wird in die Schale 15 eingepaßt und so groß gewählt, daß ein unverrückbarer Sitz sicher ist. Bei schweren Glocken können Mittelschraube und Gabel durch eine zusätzliche Sicherung in herkömmlicher bewährter Art unverrückbar in Läuterichtung gehalten werden. Vierkant und zusätzliche Sicherung sind an der Schale 15 befestigt, damit die übertragung der Glockenfrequenz auf das Joch unterbunden ist. Die lichte Weite der Gabel 16 ist größer als die Breite des Klöppelkopfes 17. Das Toleranzmaß richtet sich nach der Größe der Glocke, weil die seitliche Einstellung des Klöppels von dieser Toleranz abhängt und die Grenze der Einstellmöglichkeit bestimmt.
  • Die Exzenterachse 18 ist in der Gabel 16 gelagert. Die Lagerung in der Gabel mit den Gewindebüchsen 22, die mit Kunststoffbüchsen ausgerüstet sind, bewirkt schon eine Verminderung des Klöppelstoßes. Die absolute Unterbindung des Klöppelstoßes und die damit verbundene Aktivierung des störenden Klöppelanschlagtones wird durch die elastische La- Ere C , rung des Klöppelkopfes 17 auf der Achse 18 (Exzenter) erreicht. Erfindungsgemäß ist die elastische Lagerung, dadurch gegeben, daß auf dem Exzenter 18 eine Gummischicht 19a aufvulkanisiert ist, die wiederum mit der Laufbüchse 19 zusammenvulkanisiert ist.
  • Je nach Größe der Glocke oder der fertigungsbedingten Gabelkonstruktion kann die Laufbüchse 19 auch direkt auf dem Exzenter sitzen und mit Gummischicht 19 a und Klöppelkopf 17 zusammenvulkanisiert sein. Erfindungsgemäß ist es gleichgültig, ob sich die Büchse auf dem Exzenter oder im Klöppelkopf dreht.
  • Die Achse 18 trägt auf einer Seite ein Segment mit Rastung 18 a oder einem kreisförmig verlaufenden Schlitz, dessen Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt der Achse zusammenfällt. Die Rastung oder der Schlitz umschließt eine starke, sicherbare Feststellschraube 18 a die in der Gabel 16 befestigt ist. Durch diese Feststellschraube wird das Segment und damit die Achse mit Exzenter in der rechten Lage festo,chalten.
  • Die rechte Lage ist dann gegeben, wenn der Klöppel genau in der Mitte der Glocke in Schlagrichtung hängt. Bei der Intonierung ergibt sich diese Lage durch Kontrolle darüber, ob beiderseits die gleiche Anschlagstärke vorhanden ist oder ob keine einseitigen Nachschläge beim Auspendeln der Glocke auftreten.
  • Die Ausbildung der Achse 18 als Exzenter zusammen mit der Längeneinstellung des Klöppels ermöglicht eine Feineinstellung des beiderseitigen Glockenanschlages, die durch keine andere Konstruktion noch verbessert werden könnte. Damit ist die Forderung nach einer Feineinstellung, die ohne Umhängungsarbeiten durchgeführt werden kann und ohne Ausbau möglich ist, restlos erfüllt.
  • Die Feineinstellung quer zur Läu.terichtung erfolgt durch die mit Kunststoff ausgefütterten Gewindebüchsen 20. Sie werden der geforderten Lage entsprechend so eingestellt, daß sie den Klöppelkopf bzw. den Exzenter mit leichtem Spiel berühren.
  • Die sich beim Intonieren als richtig ergebende Lage des Klöppels quer zur Läuterichtun kann C 9 durch die Gewindebüchsen genau eingestellt und auf herkömmliche Art unverrückbar gesichert werden.
  • Die auf die Achse 18 aufgesehraubte und gesicherte Scheibe stellt eine Sicherung gegen axialen Schub dar.
  • Der erfindungsgemäß gestaltete Klöppel24 besteht aus einem Rundstab, dessen oberes Ende mit Gewinde versehen ist und dessen unteres Ende, ebenfalls zylindrisch, der Schwerpunktlage entsprechend, dicker ist. Dieses untere Ende trägt in einer Gewindebohrung eine schwere und lange Schraube.
  • Bei der Normalausführung wird der Ballen aus weichem Eisen auf Schrumpfmaß ausgedehnt und warm auf den Schaft gepreßt. Dadurch entsteht ein absolut fester Sitz, der keine weitere Sicherung gegen Verschieben erfordert.
  • Das gegenüber der herkömmlichen Klöppelausführung entscheidende Merkmal der erfindungsgemäßen Ausführuna besteht darin, daß der Schwerpunkt und Radius leichter vorausbestimmt werden kann, weil nur Kugel- und zylindrische Maße vorhanden sind, hauptsächlich aber dadurch, daß durch die Einschraubung des Schaftes in den Klöppelkopf der Radius genau auf den Schlag bei montierter Glocke eingestellt werden kann. Endlich noch dadurch, daß durch die lange und schwere Schraube 28 im Schwung, auf die notfalls ein weitere Schraube als Zusatzgewicht aufgeschraubt werden kann, bei der Intonierung eine Feineinstellung bis zu jeder gewünschten Genauigkeit bezüglich Anschlagkraft und Schwerpunkt möglich ist, ohne am Klöppel auch nur die geringste Änderung vornehmen zu müssen und ohne daß der Ausbau nötig ist.
  • Die Ernfidung kann auch bei schon in Betrieb befindlichen Glockenverwertetwerden, soweit es um die elastische Aufhängung geht und die Glocken mit normalen Eisenjochen ausgerüstet sind. Auch die weiter unten beschriebene Reguliervorrichtung für die Winkelgeschwindigkeit und die Umstellung der Klöppel zur Regeluierfähigkeit ist bei schon in Betrieb befindlichen Glocken möglich.
  • Auf Blatt 3 (F i g. 16 und 17) ist ein Joch herkömmlicher Bauart gezeigt, das für elastische Glockenaufhängung umgestellt wurde. Wegen der Bänderlänge ist es in diesem Fall zweckmäßig, die obere Platte der die elastische Schicht umfassenden Schale etwas stärker zu nehmen, um die Stege zu sparen, wenn bei einem alten Joch die Bänder wieder verwendet werden sollen, um einen Ausgleich der Bauhöhe zu erzielen. Die Platte muß dann im Bereich der Bänder die Flucht etwas verbreitern wie 34a in F ig. 16. Wenn die Platte in normaler Stärke genommen wird, kommen die üblichen Stege zum Einbau, wie in F ig. 9, 10 und 11 dargestellt. 34b ist die verbreiterte untere Platte, deren Abmessungen durch die Krone bestimmt sind. 29 zeigt die einvulkanisierte elastische Schicht. Um der obenliegenden Schicht eine durchgehende Auflage zu geben, ist zwischen dem U-Eisen 32 des Joches in der Breite der Achsschenkel 31 ein U-Eisen 30 vorzusehen oder bei leichteren Jochen ein Flacheisen einzuschweißen. Seitlich sind auf die Län-e der Gummischicht, entsprechend Sehalenlänge, Bleche 33 anzubringen, damit im Bereich der elastischen Schicht das Joch Kastenform hat. 34 sind die Bänder, 35 die mit der Gummischicht zusammenvulkanisierten Schalenwände.
  • Ein weiteres Beispiel des erfindungsgemäßen Einbaus der elastischen Aufhängung in ein vorhandenes Joch zeigen die F i g. 21, 22 und 23, wobei 43 die übliche Holzplatte und 44 eine übliche Mittelschraube des umzubauenden Jochs zeigt.
  • Wenn nun bei der Ausrüstung eines alten Jochs mit der erfindungsgemäßen Aufhängung die Mittelschraube wieder mitverwendet werden soll, ist das Maß H auch für den Umbau maßgebend.
  • Die zum Umbau erforderlichen Teile bestehen aus der Schale 45 mit der aufvulkanisierten Gummischicht, wobei die Bohrung 46 dem Durchmesser der Mittelschraube entsprechen muß, während die Bohrung 47 der darunterliegenden Platte größer zu halten ist, um eine Berührung der Mittelschraube und dieser Platte, die ein Teil des Jochs ist, zu verhindern. 48 sind Futterstücke, absolut trockenes Holz oder Kunststoff mit niederem spezifischem Gewicht, um die Schwingungsdauer der Glocke nicht zu ändern. Die untere Platte 50, auf die die Gummischicht 53 aufvulkanisiert ist, wird mittels Schrauben 51, die an den Seiten der Schale befestigt sind, gegen das Joch 54 gezogen. F i g. 23 zeigt den Querschnitt C des erfindungsgemäß umgebauten Jochs. C Ein weiterer bedeutender technischer Fortschritt ist dadurch gegeben, daß das Joch effindungsgemäß mit einer Regeleinrichtung für die Winkelgeschwindigkeit der Glocke ausgerüstet werden kann, die es im Verein mit der Einstellbarkeit des Klöppelschwerpunktes möglich macht, die Läutegeschwindigkeit der Glocke in weiten Grenzen zu verändern, ohne sie ausbauen zu müssen.
  • Nicht allein um den Läuterhythmus richtig einstellen zu können, ist diese Bauart und Ausrüstung des Jochs wichtig, sondern auch dadurch, daß die Änderung der Glockenschwingungszeit die Möglichkeit bietet, die Glockenpendelzahl oder ihren n-fachen Wert aus dem Bereich der Eigenfrequenz des Turms herauszubringen.
  • Bekanntlich sind in den letzten Jahren bei einer großen Zahl von Kirchtürmen Schwierigkeiten dadurch entstanden, daß statisch einwandfrei vorausbestimmte Türme sich bei bestimmten Glocken einschaukelten. Da die Vorausbestimmung der Turmeigenfrequenz nur angenäherte Werte ergibt, sind meistens teure und zeitraubende Umbauten oder Verlagerungen des Geläuts notwendig, um die Eigenfrequenz des Turms so weit zu ändern, daß kein kritisches Verhältnis zwischen der Pendelzahl der Glocke und der Frequenz des Turms mehr besteht.
  • Mit der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Pendelzahl jeder Glocke so einzustellen, daß sie aus dem kritischen Bereich herauskommt.
  • Damit ist speziell bei schlanken Türmen, unangenehmen überraschungen im voraus begegnet. Die Vorrichtung ist so einfach in der Herstellung und nach Einstellung mit an sich bekannten Mitteln sicherbar, so daß durch sie auch in der Wartung des Geläuts keine neuen Verhältnisse eintreten. Da die Vorrichtung ohne große Kosten bei jedem Jochneubau und auch bei vorhandenen Jochen angebracht werden kann, stellt sie eine beachtliche Sicherheit für jeden Turm dar.
  • Fig. 18 zeigt am Beispiel eines Jochs aus Vierkantstahl die Einstellvorrichtung. 38 ist der Jochbalken, 39 eine senkrecht durch diesen geführte Gewindespindel, 40 ein Gewicht mit rundem oder quadratischem Querschnitt, 40a Bohrungen zum Ansetzen des Schlüssels, 41 Muttern zum Festziehen der Spindel nach erfolgter Einstellung, 42 ein Vierkantende der Spindel. F i g. 19 zeigt das Joch mit dieser Einstellvorrichtung von der Seite.
  • Den Pendelgesetzen entsprechend zeigt die Abbildung mit Spindelstellung nach oben die Einstellung für größere Schwingungszeiten. Sind kleinere Schwingungszeiten nötig, wird die Spindel nach unten durchgeschraubt und das Gewicht unterhalb des Jochs aufgesetzt. Mit dieser Einstellmöglichkeit werden zwei Mängel des herkömmlichen Jochs abgestellt, indem es die genaue Einstellung des Läuterhythmus ermöglicht und zugleich gestattet, die Glockenpendelzahl aus dem kritischen Frequenzbereich des Turms herauszubringen, wodurch die Gefahr des Einschaukelns des Turms beseitigt ist.
  • Es ist zu beachten: Mit der Änderung der Schwingungsdauer der Glocke ändert sich der Klöppelanschlag (Interferenzen). Um den Klöppelanschlag ins richtige Verhältnis zur neuen Schwingungsdauer der Glocke zu bringen, ist also der Klöppelschwerpunkt zu verlagern. Diese Verlagerung des Klöppelschwerpunkts ist ohne Ausbau möglich, indem die schon oben bei der Beschreibung des erfindungsgemäß gebauten Klöppels erwähnte Schraube 28 (F i g. 14) so weit verstellt wird, daß der Klöppelanschlag der neuen Schwingungsdauer entspricht. Bei großen Schwingungsänderungen kann die Schraube 28 noch eine Mutter als Zusatzgewicht aufnehmen.
  • Zusammenfassend wird bemerkt: Die vorliegende Erfindung stellt eine Glockenarmatur dar, die die Resonanzdämpfung ausschaltet, den harten Klöppelanschlag beseitigt und eine Feineinstellung und vollendete Intonierung ermöglicht. Mit der Möglichkeit, in weiten Grenzen die Schwingungsdauer der Glocke zu wandeln, kann der Läuterhythmus des Geläuts nach Wunsch festgelegt werden; endlich kann durch die Änderung der Schwingungszeiten die Glocke aus dem kritischen Frequenzbereich des Turms herausgenommen werden. Alle notwendig werdenden Einstellungen können an der fertigmontierten Glocke ohne Ausbau einzelner Teile vorgenommen werden.
  • In fast allen Fällen, wo mit Rücksicht auf harte Stöße oder Schlaggeräusche oder zur Schonung des Turms eine besondere Pufferung der Lager oder des Glockenstuhls notwendig war, kann mit diesem neuen Joch darauf verzichtet werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Armatur für Turmglocken ohne Resonanzdämpfung mit Klöppel ohne axiale Stoßwirkung für dreidimensionale Einstellung und Regelung der Pendelzahl, bei der die Aufhängung der Glocke mit herkömmlichen Bändern an einer Stahlschale erfolgt, dadurch gekennz e i c h n e t, daß die Stahlschale (15) von dem in bekannter Weise rechteckig gestalteten Joch (13) durch eine einvulkanisierte oder auf andere Art mit Joch (13) und Schale (15) fest verbundene elastische Schicht (14) aus Gummi oder Kunststoff isäliert ist.
  2. 2. Armatur nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mittelschraube in oder auf der Schale (15) befestigt und in der Schale (15) gegen Verdrehung gesichert ist, ohne daß eine Berührung des Jochbalkens entsteht. 3. Armatur nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klöppelachse (18), die in der Gabel (16) der Mittelschraube oder in einem an der Platte der Glocke (1) befestigten Element gelagert ist, im Bereich des Klöppelkopfes (17) als Exzenter ausgebildet ist und die Achse eine Einstellvorrichtung in Form eines Segments mit Feststellschraube (18a) aufweist, dessen Schräglage die Mittellage des senkrecht hängenden Klöppels (24) entsprechend der Größe der Exzentrizität bestimmt. 4. Armatur nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabel (16) ein axiales Spiel des Klöppelkopfes (17) ermöglicht und daß die Klöppelachse an jedem Achsschenkel in einer mit Kunststoff gefütterten Büchse (21) gelagert ist, die Außengewinde be- sitzt und durch entsprechende Einstellung axial, also quer zur Schwungrichtung verstellbar ist. 5. Armatur nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Klöppelkopf (17) ein Innengewinde besitzt, in das der Klöppelschaft (24) eingeschraubt ist und eine sicherbare Mutter (25a) als Gegenmutter am Klöppelkopf (17) dient und den auf seine Länge eingestellten Klöppelschaft festhält. 6. Armatur nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Klöppelkopf (17) eine Laufbüchse (19) aus Stahl oder Metall aufweist, die unter Zwischenschaltung einer elastischen Gummischicht (19 a) auf dem Exzenter (18) der Klöppelachse aufvulkanisiert und mit der Büchse (19) zusammenvulkanisiert ist. 7. Armatur nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Klöppelschaft(24) zylindrisch ist und unterhalb des Ballenbereichs in einen dickeren zylindrischen oder konischen Teil übergeht und im Schwingungsschwerpunkt der auf Schrumpfmaß ausgebohrte Ballen (25) warm unlösbar auf den Schaft aufgezogen ist. 8. Armatur nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballen (25) mittels einer Gummi- oder Kunststoffschicht (26) aufvulkanisiert ist und die Ballenbohrung einen kleineren .Durchmesser als der Klöppelschwung hat. 9. Armatur nach Anspruch 1 bis 7 oder 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Klöppelschwung einen schweren Schraubenbolzen (28) zentrisch trägt, der einen großen Einstellbereich besitzt und sicherbar ist. 10. Armatur nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch auf einer Seite in der Nähe des Lagers eine nach oben oder nach unten verstellbare und sicherbare schwere Gewindespindel (39) mit fest in das Joch eingebauter Mutter (41) trägt, die ein Gewicht mit Innengewinde (40) aufnimmt, wobei das Gewicht oberhalb oder unterhalb des Jochs auf die Spindel aufgesehraubt und sicherbar ist. 11. Armatur gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf (vorhandene) Joche bisher üblicherBauart aufgebracht werden kann (Fig. 16), wobei der Jochquerschnitt mittels aufgeschweißter Seitenplatten (33) kastenartig im Aufhängungsbereich geschlossen ist, was durch Stahlwände oder (F i g. 22) durch in die U-Eisen eingelegte Hartholz- oder Kunststofffutter (48) geschieht, wobei die Aufhängekonstruktion (F i g. 16) aus den Bändern (34), die die Platten (34 a und 34 b) mittels Schrauben fest auf die elastische Schicht (29) aufziehen, besteht, während die Aufhängung seitlich durch die Platten (35) auf der elastischen Schicht (29) geschlossen ist. 12. Verfahren zur Durchführung der Einvulkanisation der Gummischicht in die elastische Aufhängevorrichtung nach Anspruch 1 und 2 für Jochausführung nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden der Schale (15 in F i g. 9 und 45 in F i g. 22 und 23) schmale Streifen Treibmischung eingelegt werden, die die tragende Kompaktmischung während des Vulkanisationsvorgangs festpressen, ferner dadurch gekennzeichnet, daß durch wegnehmbare Verschlüsse bei U- und Kastenjochen die öffnung für den Durchgang der Mittelschraube während der Vulkanisation geschlossen ist und durch nach der Vulkanisation wegnehmbare Leisten (16 in F i g. 9 und 37 in F i g. 17 und 18) an den Schalenenden der Austrieb verhindert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 336 761.
DEG36336A 1962-11-07 1962-11-07 Armatur fuer Turmglocken ohne Resonanz-daempfung mit Kloeppel ohne axiale Stosswirkung fuer dreidimensionale Einstellung und Regelung der Pendelzahl Pending DE1211517B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITUA20164626A1 (it) * 2016-06-23 2017-12-23 Elettrocampane Giacometti S A S Di Enzo Danieletto & C Sistema di attenuazione delle oscillazioni di un corpo oscillante e in particolare di un castello campanario e metodo di installazione

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE336761C (de) * 1920-01-03 1921-05-13 Emil Schopf Vorrichtung zur Veredelung des Tones, bei welcher der tongebende Koerper unten an einem Resonanzkoerper festgemacht ist

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