DE1206108B - Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen gelben Monoazofarbstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen gelben MonoazofarbstoffenInfo
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- C09B62/507—Azo dyes
- C09B62/51—Monoazo dyes
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C09b
Deutsche Kl.: 22a-l
Nummer: 1 206 108
Aktenzeichen: F 36927IV c/22 a
Anmeldetag: 29. Mai 1962
Auslegetag: 2. Dezember 1965
Aus der deutschen Patentschrift 965 902 sind Farbstoffe bekannt, die ß-Hydroxyäthylsulfon-schwefelsäureestergruppen
enthalten. Ferner sind in der deutschen Patentschrift 925 121 Azofarbstoffe beschrieben,
die als Kupplungskomponente einen Arylpyrazolon- oder Arylpyrazolrest enthalten, der
im Arylrest durch eine Vinylsulfon-, /J-Chloräthylsulfon-
oder /i-Hydroxyäthylsulfon-schwefelsäureestergruppe
substituiert ist. Weiterhin wird in der USA.-Patentschrift 2 895 785 ein Färbeverfahren beschrieben,
bei dem man Azofarbstoffe verwenden kann, die in der Diazokomponente eine /?-Hydroxyäthylsulfon-schwefelsäureestergruppe
und die als Kupplungskomponente l-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon
enthalten.
Es wurde nun gefunden, daß man wertvolle, sehr gut wasserlösliche gelbe Monoazofarbstoffe der allgemeinen
Formel
Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen gelben Monoazofarbstoffen
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Als Erfinder benannt:
Dr. Karl Sommer, Königstein (Taunus); Dr. Arthur Siebert,
Frankf urt/M.-Unterliederbach;
Klaus Berner, Hofheim (Taunus)
NH
SO2 — CH2 — CH2 — O — SO3H
= N — | — C- π |
N | -c- | -CH3 |
I! | N / |
|||
SO3H | hS03H | |||
in der sich die Azogruppe in meta- oder paraStellung zur NH- CO-Gruppe befindet, X ein
Wasserstoffatom oder die COOH-Gruppe bedeutet und der Benzolkern A noch durch Chloratome und
Methylgruppen substituiert sein kann, erhält, wenn man Amine der allgemeinen Formel
40
45
Pyrazolonen der allgemeinen Formel
H2C
C-CH3
O = C N
SO3H
SO2 — CH2 — CH2OH
in welcher der Benzolkern A noch durch Chloratome und/oder Methylgruppen substituiert sein kann,
kuppelt. Die als Ausgangsstoffe verwendeten Amine
in der X ein Wasserstoffatom oder die COOH- können beispielsweise durch Umsetzung von Nitro-Gruppe
bedeutet, ein Y für die NH2-Gruppe und 50 benzoylchloriden in wäßriger Lösung mit 1-Aminodas
andere Y für ein Wasserstoffatom steht, in Form benzoI-3-jtf-oxäthylsulfon oder 2-Aminobenzoesäureihrer
sauren Schwefelsäureester diazotiert und mit 4-^-oxäthylsulfon in Gegenwart von Alkalien und
509 740/394
anschließende Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe hergestellt werden.
Als Azokomponenten können z. B. die nachfolgenden Pyrazolone eingesetzt werden:
l-(2'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,
l-(3'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,
l-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,
l-(2'-Chlor-4'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon, l-(2'-Methyl-4'-sulfophenyl)-3-methyl- ι ο
l-(3'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,
l-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,
l-(2'-Chlor-4'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon, l-(2'-Methyl-4'-sulfophenyl)-3-methyl- ι ο
5-pyrazolon,
l-(2',5'-Dichlor-4'-sulfophenyl)-3-methyl-
l-(2',5'-Dichlor-4'-sulfophenyl)-3-methyl-
5-pyrazolon,
l-(6'-Chlor-2'-methyl-4'-sulfophenyl)-3-methyl-
l-(6'-Chlor-2'-methyl-4'-sulfophenyl)-3-methyl-
5-pyrazolon.
Die so erhältlichen neuen Farbstoffe können in Gegenwart von alkalisch wirkenden Mitteln auf
Cellulosefasern fixiert werden und ergeben brillante gelbe Färbungen und Drucke von guten Naßechtheiten
und guter Lichtechtheit. Darüber hinaus zeichnen sich die Farbstoffe durch gutes Ziehvermögen,
große Fixiergeschwindigkeit und sehr gute Löslichkeit aus.
Dem aus der USA.-Patentschrift 2 895 785 bekannten Farbstoff aus diazotiertem 1-Amino-benzol-4
- β - hydroxyäthylsulfon - schwefelsäureester und l-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon sind die verfahrensgemäß
erhältlichen Azofarbstoffe nächstvergleichbarer Konstitution in der Farbstärke der
Baumwollfärbungen weit überlegen.
Zu 12,7 Gewichtsteilen Nitrosylschwefelsäure werden 150 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure
(98%ig) gegeben und 32 Gewichtsteile l-(3'-Aminobenzoylamino)-benzol-3-jfi-oxäthylsulfon
(F. 150 bis 1510C) eingetragen. Die Temperatur soll nicht über
30°C steigen. Wenn alles gelöst ist, rührt man 3 Stunden bei Raumtemperatur und läßt anschließend
in 500 Gewichtsteile Eis und 300 Teile Wasser einlaufen. Die ausgefallene Diazoverbindung wird
abfiltriert und feucht in eine mit Soda auf pH 7,0 gestellte Lösung von 33,5 Gewichtsteilen 1-(2',5'-Dichlor4'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon
in 200 Teilen Wasser eingetragen. Anschließend gibt man 20 Gewichtsteile kristallines Natriumacetat zu.
Dann wird bis zur Beendigung der Kupplung 1 Stunde gerührt. Man erwärmt die Farbstorflösung
mit direktem Dampf auf 6O0C, streut 30 Gewichtsteile kristallines Kaliumchlorid ein und rührt 14 Stunden.
Der ausgefallene Farbstoff wird abfiltriert und bei 7O0C getrocknet. Man erhält 91 Gewichtsteile
eines gelben Pulvers, das sich in Wasser mit gelber Farbe löst und sich als Druck- und Färbefarbstoff
eignet. So erhält man aus salzhaltigen Färbeflotten in der Kälte oder in der Wärme mit Hilfe von
Alkalien auf nativen und regenerierten Cellulosefasern grünstichiggelbe Färbungen von guten Naßechtheiten,
guter Lichtechtheit und hoher Brillanz. Ein gutes Färbeergebnis wird ebenfalls erzielt, wenn
man Cellulosefasern mit einer wäßrigen Lösung des Farbstoffs imprägniert oder bedruckt und auf die so
behandelte Ware in der Kälte oder in der Wärme Alkalien einwirken läßt, welche vor dem Farbstoff,
gleichzeitig mit dem Farbstoff oder nach dem Farbstoff auf die Ware gebracht sein können, wobei die
Einwirkungsdauer je nach Temperaturbedingungen und je nach Art des gewählten Alkalis zwischen
wenigen Sekunden und etwa 24 Stunden liegen kann.
Man kühlt 80 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure unter Rühren in einem Kältegemisch ab und
trägt 6,9 Gewichtsteile pulverisiertes und getrocknetes Natriumnitrit so langsam ein, daß die Temperatur
nicht über +100C steigt. Nach beendetem Eintragen rührt man noch 10 Minuten, entfernt das Kältegemisch
und ersetzt es durch kaltes Wasser. Hat der Gefäßinhalt die Temperatur des Wassers angenommen,
erwärmt man langsam auf 700C und hält unter ständigem Rühren etwa 30 Minuten bei dieser
Temperatur, bis das Natriumnitrit vollkommen gelöst ist. Dann läßt man auf Raumtemperatur abkühlen,
gibt 90 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure hinzu und trägt 32 Gewichtsteile l-(4'-Aminobenzoylamino)-benzol-3-/3-oxäthylsulfon
(F. 150 bis 152°C) ein. Die Temperatur soll nicht über 300C
steigen. Wenn alles gelöst ist, rührt man 3 Stunden bei Raumtemperatur- und läßt anschließend in
500 Gewichtsteile Eis und 300 Teile Wasser einlaufen. Die ausgefallene Diazoverbindung wird abfiltriert
und feucht in eine mit Soda auf pH 7,0 gestellte Lösung von 26,2 Gewichtsteilen l-(2'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon
in 150 Teilen Wasser eingetragen. Anschließend läßt man 150 Volumteile 4 n-Natriumacetatlösung zutropfen und rührt 1 Stunde
nach, bis die Kupplung beendet ist. Dann erwärmt man die Farbstofflösung auf 5O0C, streut 30 Gewichtsteile
kristallines Kaliumchlorid ein und rührt 24 Stunden nach. Der ausgefallene Farbstoff wird
abfiltriert und bei 700C getrocknet. Man erhält 86 Gewichtsteile eines gelben Pulvers, das sich in
Wasser mit gelber Farbe löst. Es kann, wie im Beispiel 1 beschrieben ist, als Druck- und Färbefarbstoff
eingesetzt werden, wobei grünstichiggelbe Färbungen von guten Echtheiten erhalten werden.
In 150 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure (98%ig) und 12,7 Gewichtsteile Nitrosylschwefelsäure
werden 38,6 Gewichtsteile 2-(3'-Aminobenzoylamino)-benzoesäure-4-/?-oxäthylsulfon
in Form des Natriumsalzes (F. 332 bis 333°C unter Zersetzung) eingetragen. Die Temperatur soll 300C nicht übersteigen.
Wenn alles gelöst ist, rührt man 3 Stunden bei Raumtemperatur und läßt anschließend in
500 Gewichtsteile Eis und 300 Teile Wasser einlaufen. Die ausgefallene Diazoverbindung wird abfiltriert
und feucht in eine mit Soda auf pH 7,0 gestellte Lösung von 31,2 Gewichtsteilen l-(6'-Chlor-2'-methyl-4'-suIfophenyl)-3-methyl-5-pyrazoIon
in 200 Teilen Wasser eingetragen. Anschließend gibt man noch 30 Gewichtsteile kristallines Natriumacetat zu. Zur
Beendigung der Kupplung rührt man 2 Stunden, erwärmt dann auf 5O0C und gibt 40 Gewichtsteile
Natriumchlorid zur Farbstofflösung. Nach 24 Stunden wird der ausgefallene Farbstoff abfiltriert. Nach
dem Trocknen bei 700C erhält man 76 Gewichtsteile eines gelben Pulvers, das sich in Wasser mit gelber
Farbe löst, sich als Färbe- und Druckfarbstoff eignet und mit Hilfe von alkalisch wirkenden Mitteln in der
Kälte oder in der Wärme auf Cellulosefasern fixiert werden kann. Man erhält brillante grünstichiggelbe
Färbungen und Drucke mit guten Naßechtheiten und guter Lichtechtheit.
Zu 12,7 Gewichtsteilen Nitrosylschwefelsäure werden 150 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure
(98%ig) gegeben und 38,6 Gewichtsteile 2-(4'-Aminobenzoylamino) - benzoesäure -A-β - oxäthylsulfon in
Form des Natriumsalzes (F. 318 bis 322°C unter Zersetzung) eingetragen. Die Temperatur soll nicht
über 300C steigen. Wenn alles gelöst ist, rührt man 3 Stunden bei Raumtemperatur und läßt anschließend
in 500 Gewichtsteile Eis und 300 Teile Wasser einlaufen. Die ausgefallene Diazoverbindung wird
abfiltriert und feucht in eine mit Soda auf pH 7,0 gestellte Lösung von 29,6 Gewichtsteilen l-(2'-Chlor-4'-sulfophenyi)-3-methyl-5-pyrazolon
in 250 Teilen Wasser eingetragen. Anschließend gibt man 30 Gewichtsteile kristallines Natriumacetat zu. Wenn die
Kupplung beendet ist, erwärmt man auf 500C und
gibt 70 Gewichtsteile Kaliumchlorid zur Farbstofflösung. Nach 14 Stunden filtriert man den ausgefallenen
Farbstoff ab und trocknet bei 709C. Man erhält 92 Gewichtsteile eines gelben Farbstoffes, der
sich in Wasser mit gelber Farbe löst und, wie im Beispiel 3 beschrieben ist, auf Cellulosefasern brillante
grünstichiggelbe Färbungen und Drucke von guten Echtheiten gibt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen gelben Monoazofarbstoffen der allgemeinen Formel- SO2 — CH2 — CH2 — O — SO3H CH3SO3Hin der sich die Azogruppe in meta- oder paraStellung zur NH — CO-Gruppe befindet, X ein Wasserstoffatom oder die COOH-Gruppe bedeutet und der Benzolkern A noch durch Chloratome und Methylgruppen substituiert sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß man Amine der allgemeinen FormelNH-CO40SO2 — CH2 — CH2OHin der X ein Wasserstoffatom oder die COOH-45 Gruppe bedeutet, ein Y für die NH2-Gruppe und das andere Y für ein Wasserstoffatom steht, in Form ihrer sauren Schwefelsäureester diazotiert und mit Pyrazolonen der allgemeinen FormelSO3Hin welcher der Benzolkern A noch durch Chloratome und/oder Methylgruppen substituiert sein kann, kuppelt.Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel mit Erläuterungen ausgelegt worden.
Priority Applications (7)
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---|---|---|---|
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BE632986D BE632986A (de) | 1962-05-29 | ||
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FR936340A FR1358133A (fr) | 1962-05-29 | 1963-05-29 | Colorants monoazoïques jaunes solubles dans l'eau et leur préparation |
FR936341A FR1358134A (fr) | 1962-05-29 | 1963-05-29 | Colorants monoazoïques solubles dans l'eau et leur préparation |
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---|---|---|---|
DEF36927A DE1206108B (de) | 1962-05-29 | 1962-05-29 | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen gelben Monoazofarbstoffen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1206108B true DE1206108B (de) | 1965-12-02 |
Family
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Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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CN117402506B (zh) * | 2023-10-18 | 2024-06-18 | 江苏德美科化工有限公司 | 一种黄色活性染料及其制备方法 |
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- BE BE632986D patent/BE632986A/xx unknown
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- 1962-05-29 DE DEF36927A patent/DE1206108B/de active Pending
-
1963
- 1963-05-27 CH CH658563A patent/CH429992A/de unknown
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Publication number | Publication date |
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