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DE1191052B - Vorrichtung zur Ausfuehrung von elektrischen Messungen in Bohrloechern - Google Patents

Vorrichtung zur Ausfuehrung von elektrischen Messungen in Bohrloechern

Info

Publication number
DE1191052B
DE1191052B DEP15515A DEP0015515A DE1191052B DE 1191052 B DE1191052 B DE 1191052B DE P15515 A DEP15515 A DE P15515A DE P0015515 A DEP0015515 A DE P0015515A DE 1191052 B DE1191052 B DE 1191052B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
commutator
electrodes
commutators
signal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP15515A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry C Waters
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pan Geo Atlas Corp
Original Assignee
Pan Geo Atlas Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pan Geo Atlas Corp filed Critical Pan Geo Atlas Corp
Publication of DE1191052B publication Critical patent/DE1191052B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V3/00Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation
    • G01V3/18Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging
    • G01V3/20Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging operating with propagation of electric current
    • G01V3/24Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging operating with propagation of electric current using AC

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  • Remote Sensing (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zur Ausführung von elektrischen Messungen in Bohrlöchern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausführung von elektrischen Messungen in Bohrlöchern für Erdölbohrungen od. dgl., bei der eine mit einer Mehrzahl von Elektroden versehene Sonde an einem eine Mehrzahl von Leitern (Adern) enthaltenden Tragkabel in das Bohrloch herabgesenkt wird, wobei wenigstens durch einen dieser Leiter den das Bohrloch umgebenden Bodenschichten ein Wechselstrom zugeführt wird und wobei einem Signalleiter mindestens zwei Signalelektroden zugeordnet sind, die durch ein in der Sonde angeordnetes Schaltmittel wechselweise mit dem Signalleiter verbunden werden.
  • Eine derartige Vorrichtung ist bereits bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung ist das in der Sonde angeordnete Schaltmittel ein Umschalter in Form eines kontinuierlich angetriebenen Kommutators od. dgl., der durch eine im Bohrloch befindliche Antriebsvorrichtung, beispielsweise durch ein Uhr'werk oder durch den in den Boden gesandten Strom, betätigt wird. Dieser Umschalter schaltet zwar in regelmäßigen Zeitabständen die eine und die andere Signalelektrode an den Signalleiter an, so daß die abwechselnd von den beiden Signalelektroden abgegebenen Meßwerte durch ein gemeinsames Registriergerät mit einer geringen Zeitkonstanten aufgezeichnet werden können, jedoch ist dieser Schaltvorgang unabhängig von den Änderungen des in den Boden geschickten Wechselstromes, so daß die Umschaltungen gegenüber diesen Anderungen regellos erfolgen.
  • Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung dann, daß als in der Sonde angeordnetes Schaitmittel ein Relais zur Anwendung gelangt, welches durch den Stromfluß des den Bodenschichten Wechselstrom zuführenden Leiters derart gesteuert wird, daß mit jedem Richtungswechsel des Wechselstromes eine Umschaltung von der einen auf die andere Signalelektrode erfolgt. Als Wechselstrom wird dabei vorzugsweise ein kommutierter Gleichstrom verwendet, der durch einen über Tage angeordneten Kommutator erzeugt wird.
  • Durch die genannte Anordnung wird das unter Tage angeordnete Schaltmittel mit dem über Tage angeordneten Kommutator synchronisiert, also gewissermaßen ein kombinierter Kommutator geschaffen, dessen einer Teil über Tage und dessen anderer Teil unter Tage angeordnet ist. Dies ermöglicht es, gleichzeitig mit dem unter Tage erfolgenden Umschalten von einer Elektrode auf die andere über Tage von einem Meßinstrument auf ein anderes umzuschalten; diese Umschaltung kann durch zusätzliche Segmente des über Tage angeordneten Kommutators erfolgen. Im Gegensatz zu der bekannten Anordnung können daher den beiden Signalelektroden bei Verwendung eines einzigen Signalleiters getrennte Meß- oder Registrierinstrumente zugeordnet werden.
  • Darüber hinaus wird es durch diese Anordnung ermöglicht, zur Messung jeweils nur eine einzige Halbperiode des rechteckförmigen Wechselstromes zu benutzen und durch entsprechende Ausbildung der Kommutatorsegmente die Meßzeit kürzer zu halten als die Zeit des Stromflusses, so daß die Meßwerte nicht durch Einschwingvorgänge beeinträchtigt werden können.
  • Das unter Tage angeordnete synchronisierte Schaltmittel kann dabei als ein Relais mit einer Mehrzahl von Kontakten ausgebildet sein, die eine Mehrzahl von Paaren von Signalelektroden gleichzeitig umschalten, um kurze, mittlere und lange normale sowie laterale Widerstandskurven aufzuzeichnen.
  • Bei der Anordnung nach der Erfindung können mit fünf Adern (einschließlich der für die Stromzuführung erforderlichen Adern) vier verschiedene Widerstandskurven aufgenommen werden, wenn die sechste Ader zur Aufnahme des natürlichen Potentials verwendet wird. Würde bei der Anordnung nach der Erfindung das Potential mit einer Elektrode aufgenommen werden, die zur Widerstandsmessung herangezogen wird, so könnten sogar sechs verschiedene Widerstandskurven registriert werden. Bei der bekannten Anordnung können mit sechs Adern, von denen eine wiederum zur Potentialaufnahme dient, im günstigsten Fall nur zwei normale Widerstandskurven und eine laterale Kurve aufgezeichnet werden.
  • Dabei ist darauf hinzuweisen, daß zur Aufnahme von normalen Widerstandskurven je eine Spannungsmeßelektrode, zur Aufnahme von lateralen Kurven jedoch zwei derartige Elektroden erforderlich sind. Die Anordnung nach der Erfindung ermöglicht es also, mit der gleichen Anzahl von Kabeladern eine zusätzliche Kurve aufzunehmen.
  • Weitere Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele hervor.
  • T i g. 1 zeigt in schematischer Darstellung das Bohrloch und die erfindungsgemäße Anordnung zur Ausführung elektrischer Messungen; F i g. 2 zeigt eine Reihe von Kurven, die die zeitlichen Beziehungen der an verschiedenen Punkten der Einrichtung auftretenden Signale erkennen läßt; F i g. 3 zeigt einen Teil der Anordnung nach F i g. 1 in abgeänderter Ausführungsform.
  • Fig. 1 zeigt ein BohrlochlO, in das die Sonde herabgelassen wird, um die elektrischen Werte der durchteuften Bodenschichten zu erhalten. Das Bohrloch 10 kann eine Bohrflüssigkeit enthalten, die mit Erde oder Schmutz gemischt sein wird und die im allgemeinen in dem Bohrloch verbleibt, nachdem das Bohrgestänge herausgezogen worden ist. Diese Flüssigkeit ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Die in das Bohrloch herabgelassene Sonde ist mit dem allgemeinen Bezugszeichen 12 bezeichnet. Sie hängt an einem mehradrigen Kabel 13, mittels dessen sie in das Bohrloch herabgelassen und wieder heraufgezogen wird. Zu diesem Zweck ist das Kabel 13 über eine an der Erdoberfläche angeordnete Rolle 14 geführt und in bekannter Weise auf einer (in der Zeichnung nicht dargestellten) Kabeltrommel aufgewickelt. Das Kabel 13 enthält sechs Adern oder Leiter, die mit den Bezugszeichen 15 bis 20 bezeichnet sind. Das Kabel kann an sich jede beliebige Anzahl von Leitern enthalten, wobei die Anzahl der Leiter von der Zahl der Widerstandskurven abhängig ist, die mit dem Gerät aufgenommen werden sollen. Die Leiter verbinden die Sonde mit der an der Erdoberfläche befindlichen Meßanordnung, die mit dem allgemeinen Bezugszeichen 50 bezeichnet ist. Die Sonde hat ein Gehäuse 21, das eine Mehrzahl elektrisch voneinander isolierter Elektroden enthält. In der Zeichnung sind neun derartige Elektroden dargestellt, die mit den Bezugszeichen 22 bis 30 bezeichnet sind.
  • An sich kann jede beliebige Anzahl solcher Elektroden verwendet werden, je nachdem, wieviel Leiter in dem Kabel 13 vorhanden sind. Die wirksame Fläche der Elektroden ist vorzugsweise an der Außenseite des Gehäuses angeordnet, um über die in dem Bohrloch befindliche Flüssigkeit eine elektrische Leitung von den Elektroden zu den zu untersuchenden Gebirgsschichten herzustellen. Die Elektroden 22 und 24 sind sogenannte Stromelektroden; sie erzeugen über die Leiter 15 und 16 einen Stromfluß durch die Erdformationen hindurch. Die Elektroden 23 sowie 25 bis 30 sind sogenannte Potentialelektroden. Ihre Aufgabe ist es, die infolge des genannten Stromflusses an verschiedenen Stellen des Bohrloches entstehenden Potentialdifferenzen aufzunehmen. In entsprechender Zuordnung zu den Widerstandsmessungen, welche mit ihnen durchgeführt werden sollen, sind die Elektroden 23, 25 und 26 als »normale« Potentialelektroden zu bezeichnen, während die Elektroden27, 28 und 29 »laterale« Potentialelektroden darstellen. Die Potentialelektrode 30, die mit der Meßanordnung 50 dauernd durch den Leiter 20 verbunden ist, ist von den übrigen Potentialelektroden weit entfernt angeordnet. Sie dient als Bezugspunkt für die Aufnahme der verschiedenen normalen und lateralen Widerstandsmessungen. Um die Anzahl der Leiter des Kabels 13 gering zu halten, ist ein Schaltmechanismus vorgesehen, der mit dem allgemeinen Bezugszeichen 31 bezeichnet ist. Er dient dazu, wechselweise jeden der Leiterl7, 18 und 19 zunächst mit einer der lateralen Elektroden und dann mit einer der normalen Elektroden zu verbinden. Zu diesem Zweck sind die Elektroden23 und 27 mit feststehenden Kontaktstücken 32a und 32b des Relais 35 verbunden, das im Schaltmechanismus 31 angeordnet ist. Ebenso sind die Elektroden 25 und 28 mit den feststehenden Kontaktstücken 33 a und 33b und die Elektroden 26 und 29 mit den feststehenden Kontaktstücken 34a und 34b verbunden. Zwischen den feststehenden Kontaktstücken sind bewegliche Kontaktstücke oder Anker 32,33 und 34 angeordnet, die mit den Leitern 17, 18 und 19 verbunden sind.
  • Sie arbeiten, wie weiter unten näher erläutert, in Synchronismus mit dem wechselnden Stromfluß zu den Stromelektroden, um eine wechselweise Verbindung mit den ihnen zugeordneten feststehenden Kontaktstücken herzustellen. In dieser Weise wird jeder der drei Leiter, der mit den beweglichen Kontaktstücken verbunden ist, während eines ersten Arbeitsintervalls mit einer der lateralen Elektroden und während eines zweiten Intervalls mit einer der normalen Elektroden verbunden. Dementsprechend werden Potentialdifferenzen, die zwischen jeder der lateralen Potentialelektroden und der entfernten Elektrode 30 entstehen, während des ersten Intervalls gemessen, während die Potentialdifferenzen, die zwischen den normalen Potentialelektroden und der entfernten Elektrode 30 auftreten, während des zweiten Intervalls gemessen werden. Auf diese Weise hat jede normale Potentialelektrode einen Leiter des Kabels mit einer der lateralen Potentialelektroden gemeinsam. Hierdurch wird eine Verringerung der Anzahl der erforderlichen Leiter oder Adern des Kabels erreicht; alternativ dazu ergibt diese Anordnung die Möglichkeit, eine größere Zahl von Widerstandsmessungen ohne eine entsprechende Erhöhung der Anzahl der Leiter durchzuführen.
  • Die auf der Erdoberfläche befindliche Meßanordnung enthält zwei Gleichstromquellen 51 und 52 und einen zusammengesetzten Kommutator, der mit dem allgemeinen Bezugszeichen 53 bezeichnet ist; er besteht aus einer Mehrzahl von Einzelkommutatoren, die mit den Bezugszeichen 54 bis 62 bezeichnet sind.
  • Diese Kommutatoren rotieren synchron zueinander, da sie auf einer gemeinsamen Welle 63 a angeordnet sind, die durch den Motor 63 angetrieben wird. Es sind neun derartige Kommutatoren vorhanden; je nach der Anzahl der gewünschten Widerstandskurven kann diese Zahl natürlich auch erhöht oder verringert werden. Die Kommutatoren können mit jeder gewünschten, vorzugsweise konstanten Geschwindigkeit angetrieben werden; mit Vorteil kann beispielsweise eine Geschwindigkeit von 15 Umdrehungen je Sekunde gewählt werden. In der Zeichnung sind die Kommutatoren der Deutlichkeit halber mit Abstand angeordnet; in der Praxis jedoch sitzen sie (elektrisch isoliert voneinander) unmittelbar nebeneinander auf der Welle 63 a. Jeder der Kommutatoren 54 bis 61 besteht aus zwei elektrisch leitenden, voneinander isolierten Kontaktstücken, die in der Zeichnung schraffiert dargestellt sind, sowie einem isolierenden Zwischenstück, das in der Zeichnung unschraffiert dargestellt ist. Die leitenden Teile sind mit dem Bezugszeichen des zugehörigen Kommutators unter Zusatz des Buchstabens »a« versehen, während die Isolierstücke das gleiche Bezugszeichen mit dem Zusatz »b« erhalten haben. So führen z. B. die leitenden Teile des Kommutators 54 das Bezugszeichen 54 a, während das Isolierstück das Bezugszeichen 54 b hat. Um den beschriebenen wechselnden Stromfluß zu den Stromelektroden 22 und 24 zu erhalten, werden die Leiter 15 und 16 mit den Bürsten 54c und 54d verbunden. Diese Bürsten stehen einander diametral gegenüber und berühren bei der Drehung verschiedene Kontaktstücke des Kommutators 54. Jede der Bürsten gleitet dabei zuerst über den leitenden Teil 54 a, dann über das Isolierstück 54b und dann über das andere Kontaktstück 54 a. Die Bürsten 54 e und 54f, von denen jede einen dauernden Kontakt mit einem der beiden Kontaktstücke 54 a hat, sind an die in Reihe geschalteten Einrichtungen 64, 65 und 51 gelegt. Mit 64 ist eine Regeleinrichtung bezeichnet, die als veränderlicher Widerstand dargestellt ist; das Bezugszeichen 65 bezeichnet ein Strommeßgerät und das Bezugszeichen 51 eine Gleichstromquelle, die als Batterie dargestellt ist. Hieraus ist zu ersehen, daß die beiden Kontaktstücke 54 a des Kommutators über die Bürsten 54e und 54f dauernd an einer Gleichspannung liegen. Wenn der Kommutator 54 rotiert, werden daher die Bürsten 54 c und 54 d zunächst mit dem positiven bzw. negativen Pol der Batterie 51 verbunden, danach berühren sie das Isolierstück des Kommutators 54 und werden schließlich mit dem negativen bzw. positiven Pol der Batterie verbunden. Der Kommutator 54 vertauscht somit (unter Zwischenschaltung von Pausen) ständig die Verbindung zwischen den Polen der Batterie und den Bürsten 54c und 54d und formt dadurch den von der Batterie gelieferten Gleichstrom in einen Wechselstrom mit rechteckiger Wellenform um.
  • Während eines jeden Zeitintervalls, bei dem die Bürsten 54c und 54d in Verbindung mit den Kontaktstücken des Kommutators stehen, wird iiber die Leiter 15 und 16 eine Spanungsdifferenz zwischen den an der Sonde 12 angeordneten Elektroden 22 und 24 erzeugt. Hierdurch wird ein Stromfluß durch die Schichten hervorgerufen, die das Bohrloch umgeben.
  • Dieser durch die Spannungsdifferenz zwischen den Bürsten 54 c und 54 d hervorgerufene Stromfluß, der einem periodischen Richtungswechsel unterworfen ist, ist durch die Kurve 85 der Fig. 2 dargestellt.
  • Seine Wellenform ist rechteckig; die Frequenz ist von der Drehzahl der Welle 63 a abhängig. Wenn ein Strom durch den Leiter 16 fließt, tritt an dem in der Sonde angeordneten Widerstand 36 ein Spannungsabfall auf; dieser Spannungsabfall bewirkt einen Stromfluß durch die Spule 35 a, die das Relais 35 steuert. Wird die Spule erregt, so werden die beweglichen Kontaktstücke 32, 33 und 34 nach oben bewegt, so daß sie die feststehenden Kontaktstücke 32 b 33b und 34b berühren. Hierdurch werden die Leiter 17, 18 und 19 mit den lateralen Potentialelektroden 27, 28 und 29 verbunden. Hierbei werden während eines jeden Intervalls, bei dem die Bürsten 54c und 54d mit den Kontaktstücken des Kommutators 54 in Verbindung stehen, die Potentialdifferenzen, die zwischen den lateralen Elektroden und der entfernten Elektrode 30 auftreten, auf die Kommutatoren 56, 57 und 58 gegeben. Dadurch wird erreicht, daß gleichzeitig drei laterale Widerstandsmessungen gemacht werden können; die Einzelheiten werden weiter unten beschrieben. Gewünschtenfalls kann der von dem Kommutator 54 abgenommene Strom unmittelbar durch die Spule 35 a des Relais geleitet werden; in diesem Falle kann der Widerstand 36 fortfallen. Der Kommutator 54 mit der Stromquelle 51 und den zugehörigen Schaltelementen stellt den erregenden Stromkreis dar, der benötigt wird, um die lateralen Widerstandskurven aufzunehmen. Dieser Stromkreis soll als »laterale Speisung« bezeichnet werden. Um während der Pausen, bei denen die Bürsten 54c und 54d das Isolierstück des Kommutators 54 berühren, so daß der Kommutator 54 keinen Strom liefert, eine in weiter Entfernung angeordnete Stromelektrode 72 und die in der Sonde angeordnete Elektrode 22 mit Strom zu versorgen, wird der Kommutator 55 benutzt. Er verwandelt den von der Batterie 52 gelieferten Gleichstrom in einen Wechselstrom, dessen Welle ebenfalls Rechteckform aufweist.
  • Zu diesem Zweck sind die Bürsten 55 e und 55f mit der Gleichstromquelle 52, dem Meßgerät 73 und der Regelvorrichtung 74 verbunden, die ebenfalls in Reihe geschaltet sind. Sie berühren dauernd die Kontaktstücke 55 a des Kommutators 55 und legen diese somit an eine Gleichspannung. Gewünschtenfalls kann eine gemeinsame Stromquelle verwendet werden, um die Kommutatoren 54 und 55 mit Strom zu versorgen. Die einander diametral gegenüber angeordneten Bürsten 55c und 55d stellen die Ausgangsklemmen für die Spannung dar, die von dem Kommutator 55 geliefert wird. Wenn der Kommutator 55 rotiert, werden sie wechselweise (unter Zwischenschaltung von Pausen) mit der einen und mit der anderen Bürste des Bürstenpaares 55e und 5Sf verbunden. Die Umkehr der elektrischen Verbindung zwischen den Eingangs- und Ausgangsklemmen des Kommutators 55 erzeugt zwischen den Bürsten 55c und 55 d eine Spannung von rechteckiger Wellenform. Der Spannungsunterschied wird der Sondenelektrode 22 und der Oberflächenelektrode 72 zugeführt; der Spannungsverlauf ist durch die gestrichelte Kurve 86 in Fig. 2 dargestellt. In F i g. 1 ist die Bürste 55 c mit der Oberflächenelektrode 72 verbunden. Falls erwünscht, kann diese Bürste statt dessen auch mit einer entfernten Elektrode verbunden sein, die in der Sonde 12 angeordnet ist. Die Kontaktstücke des Kommutators 55 sind in der gleichen Weise ausgebildet wie die des Kommutators 54; sie sind diesen gegenüber jedoch um 900 auf der Welle 63 a versetzt.
  • Die Bürsten 54 c und 54 d berühren die Kontaktstücke des Kommutators 54 daher während des Zeitabschnittes, zu dem die Bürsten 55 c und 55 d das Isolierstück des Kommutators 55 berühren. Wenn umgekehrt die Bürsten 54 c und 54 d das Isolierstück des Kommutators 54 berühren, stehen die Bürsten 55 c und 55d mit den Kontaktstücken des Kommutators 55 in Verbindung. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt kann daher nur entweder ein Strom aus der Quelle 51 oder ein Strom aus der Quelle 52 zu den zugehörigen Elektroden fließen. Wenn aber den Kommutator 55 ein Strom durch die zwischen den Elektroden 22 und 72 liegenden Erdformationen geschickt wird, ist daher der Kommutator 54 abgeschaltet, so daß kein von ihm kommender Strom über den Leiter 16 fließen kann. Während dieser Zeit ist daher die Spule 35 a nicht erregt, und die beweglichen Kontaktstücke 32, 33 und 34 berühren die unteren, festen Kontaktstücke 32 a, 33 a und 34 a und stellen so eine Verbindung zwischen den Leitern 17, 18 und 19 und den normalen Potentialelektroden 23, 25 und 26 her. Die zwischen den normalen Elektroden und der entfernten Elektrode 30 in der Art eines Wechselstromes von rechteckiger Wellenform auftretenden Potentialdifferenzen werden zu den Kommutatoren 59, 60 und 61 geleitet und dort mechanisch gleichgerichtet, um gleichzeitig drei normale Widerstandskurven aufzuzeichnen; die Einzelheiten werden weiter unten beschrieben. Der Kommutator 55 in Verbindung mit der Gleichstromquelle 52 und den zugehörigen Schaltelementen erzeugt einen Stromfluß durch die Gebirgsschichten, der zur Ausführung der normalen Widerstandsmessungen benutzt wird. Diese Teile sollen daher die »normale Speisung« genannt werden. Als Ergebnis des wechselnden Stromflusses, der von den Kommutatoren 54 und 55 ausgeht, treten zwischen der entfernten Elektrode 30 und jeder der Potentialelektroden 23. 25, 26, 27, 28 und 29 Potentialdifferenzen vom Charakter eines Wechselstromes mit rechteckiger Wellenform auf, die den Wellenzügen 85 und 86 der F i g. 2 entsprechen. Während eines Zeitabschnittes, zu dem ein Stromfluß zwischen den Elektroden 22 und 24 auftritt, sind die normalen Elektroden 23, 25 und 26 durch den Schaltmechanismus 31 von den Leitern 17, 18 und 19 abgeschaltet. Die Potentialdifferenzen, die von dem Stromfluß herrühren, der vom Kommutator 54 ausgeht, werden von den normalen Elektroden nicht zu der Meßanordnung an der Erdoberfläche weitergeleitet. Mit anderen Worten: Während eines jeden Zeitabschnittes, zu dem der Wellenzug, der der Kurve 85 entspricht, eine von Null verschiedene Amplitude hat, sind die normalen Elektroden nicht mit den Leitern 17, 18 und 19 verbunden.
  • Dieser Wellenzug wird daher nicht zu der an der Oberfläche befindlichen Meßanordnung weitergeleitet.
  • Umgekehrt sind während dieser Zeitspanne die lateralen Elektroden über den Schaltmechanismus 31 mit den Leitern 17, 18 und 19 verbunden, so daß die Potentialdifferenzen von Rechteckform, die zwischen der entfernten Elektrode 30 und den lateralen Elektroden auftreten, zu den Kommutatoren 56, 57 und 58 weitergeleitet werden können. Dagegen sind während eines jeden Zeitabschnittes, zu dem ein Stromfluß zwischen der Elektrode 22 und der Oberflächenelektrode 72 entsprechend der Stellung des Kommutators 55 fließt, die lateralen Elektroden 27, 28 und 29 durch den Schaltmechanismus 31 von den Leitern 17, 18 und 19 abgeschaltet. Somit werden die Potentialdifferenzen von rechteckiger Wellenform, die dem Wellenzug 86 entsprechen und zwischen den lateralen Elektroden einerseits und der entfernten Elektrode 30 andererseits auftreten, nicht zu der Meßanordnung an der Oberfläche weitergeleitet.
  • Dagegen beeinflussen die Reckeckimpulse, die von dem Kommutator 55 stammen, in diesem Augenblick gerade die normalen Elektroden 23, 25 und 26; dies geschieht während eines Zeitabschnittes, zu dem diese mit den Leitern 17, 18 und 19 verbunden sind.
  • Diese Signale werden daher zu dem Kommutator 53 weitergeleitet. Dadurch, daß der Relaisschalter 31 durch den wechselnden Stromfluß zu den Stromelektroden der Sonde gesteuert wird, erzielt man außer der erwünschten Einsparung von Leitern des Kabels 13 den weiteren wichtigen Vorteil, daß stets eines der beiden Signale, die zwischen jeder Potentialelektrode und der entfernten Elektrode 30 auftreten, ausgeschaltet wird. Da jeder der Leiter 17, 18 und 19 wechselweise mit einer der normalen Elektroden und einer der lateralen Elektroden verbunden wird, werden die zwischen jeder dieser Elektroden und der entfernten Elektrode 30 auftretenden Potentialdifferenzen zu dem Kommutator 53 geleitet. Auf diese Weise hat man zwischen jedem der Leiter 17, 18 und 19 einerseits und dem Leiter 20 andererseits ein Paar von Potentialdifferenzen von wechselstromartigem Charakter und reckteckiger Wellenform, die den Kurven 85 und 86 der F i g. 2 entsprechen. Beide werden den Kommutatoren 56 bis 61 zugeleitet.
  • Nunmehr soll die Einrichtung zur Aufzeichnung der erwähnten lateralen Widerstandsmessungen beschrieben werden. Wie ohne weiteres zu ersehen, sind die Kontaktstücke der drei Kommutatoren 56,57 und 58 imstande, die ihnen zugeordneten Meßkreise 56 g, 57g und 58g mit Energie zu versorgen, und zwar in einer bestimmten zeitlichen Zuordnung zu der jeweiligen Stellung des Kommutators 54. Die die mittleren Bürsten berührenden Teile der Kontaktstücke der Kommutatoren 56, 57 und 58 sind etwas schmäler als die entsprechenden Teile der Kontaktstücke 54 a des Kommutators 54. Die der Messung dienenden Stromkreise werden daher etwa 30 elektrische Grade später geschlossen als der Stromfluß über den Kommutator 54. Sie werden auch etwas eher geöffnet, bevor der Stromfluß durch den Kommutator 54 unterbrochen wird. Die Meßkreise 56g 57g und 58g sind daher nur für einen Teil der Intervalle in Tätigkeit, während derer ein Stromfluß über den Kommutator 54 vorhanden ist; sie sind während der Augenblicke unwirksam, in denen durch die Kommutatoren 54 und 55 eine Umkehrung des Stromflusses hervorgerufen wird. Diese Maßnahme hat den Zweck, Störungen und Störsignale zu unterdrücken, die durch Einschwingvorgänge beim Einschalten und induktive Übertragung während der Stromumkehr hervorgerufen werden können. Diese Störungen werden von den Meßkreisen ferngehalten, da die Messung nicht vorgenommen wird, bevor ein stabiler Zustand im Kabel herrscht. Hinzu kommt, daß wenige Millisekunden benötigt werden, um das Relais 35 der Sonde zu betätigen und es in seine neue Stellung zu bringen, nachdem durch den Kommutator 54 ein Stromfluß eingeleitet worden ist. Die unterschiedliche Breite der Kontaktstücke 54 a und derjenigen der Kommutatoren 56, 57 und 58 gewährleistet, daß die Kontakte des Relais sich in der richtigen Stellung befinden, bevor das Meßsystem eingeschaltet wird.
  • Wie eingangs erwähnt, haben die bei jedem der Kommutatoren 56, 57 und 58 ankommenden Signale eine Reckteckform, die den Kurven 85 und 86 der F i g. 2 entspricht. Ferner werden die Eingangs- und Ausgangsklemmen der Kommutatoren 56, 57 und 58 in periodischem Wechsel und in zeitlicher tSbereinstimmung mit dem Wechsel vertauscht, der bei dem Kommutator 54 auftritt. Hierdurch wird erreicht, daß ein Teil der wechselstromartigen Recktecksignale mechanisch gleichgerichtet wird; es wird daher ein gleichgerichtetes Signal erhalten, wie es durch die Kurve 87 der F i g. 2 dargestellt ist. Der periodische Wechsel von Eingangs- und Ausgangsleitern eines jeden dieser Kommutatoren hat den weiteren wichtigen Vorteil, daß die der Kurve 86 der F i g. 2 ähnliche Rechteckwelle ausgeschaltet wird und kein Ansprechen über die Ausgangsklemmen dieser Kommutatoren hervorruft.
  • Die Bürsten 56 c, 57c und 58c sind elektrisch sowohl miteinander als auch über den Leiter 20 mit der entfernten Elektrode 30 verbunden; jede dieser Bürsten steht in dauernder Berührung mit einem der Kontaktstücke des zugehörigen Kommutators. Die Eingangsbürsten 56 d, 57 d und 58 d, von denen jede in dauernder Berührung mit dem anderen Kontaktstück des zugehörigen Kommutators steht, sind mit den Leitern 18, 19 und 17 verbunden. Auf diese Weise wird die Potentialdifferenz, die zwischen der entfernten Elektrode 30 und der lateralen Elektrode 28 vorhanden ist, über die Leiter 18 und 20 und die Eingangsbürsten 56c und 56d auf die beiden Kontaktstücke 56 a des Kommutators 56 übertragen; die Potentialdifferenz, die zwischen der entfernten Elektrode 30 und der lateralen Elektrode 29 vorhanden ist, wird über die Leiter 19 und 20 und die Eingangsbürsten 57 c und 57d auf die Kontaktstücke 57 a des Kornmutators 57 übertragen; die Potentialdifferenz, die zwischen der entfernten Elektrode 30 und der lateralen Elektrode 27 besteht, wird über die Leiter 17 und 20 und die Eingangsbürsten 58c und 58 d auf die Kontaktstücke 58 a des Kommutators 58 übertragen. Jedes dieser drei Signale wird durch den Stromfluß nach Kurve 85 der F i g. 2 hervorgerufen und ist mit ihm in Phase; dieser Strom fließt zwischen den Elektroden22 und 24 durch die umgebenden Erdschichten.
  • Die in Form einer Rechteckwelle auftretende Potentialdifferenz zwischen der normalen Elektrode 25 und der entfernten Elektrode 30 wird über die Leiter 18 und 20 auf die Eingangsbürsten 56d und 56c gegeben; die wechselstromartige Potentialdifferenz zwischen der normalen Elektrode 26 und der entfenten Elektrode 30 wird auf die Eingangsbürsten 57c und 57d gegeben und die Potentialdifferenz zwischen der normalen Elektrode 23 und der entfernten Elektrode 30 über die Leiter 17 und 20 auf die Eingangsbürsten 58 c und 58 d. Jede der drei letztgenannten Potentialdifferenzen wird durch den Stromfluß nach Kurve 86 erzeugt und ist mit ihm in Phase; dieser Strom fließt zwischen der Elektrode 22 und der entfernten Elektrode 72 durch die umgebenden Erdschichten.
  • Die diametral gegenüber angeordneten Ausgangsbürsten 56 e und 56f stehen wechselweise mit den leitenden und den isolierenden Teilen des Kommutators 56 in Berührung. Die elektrische Verbindung zwischen den Eingangs- und Ausgangsbürsten wird daher wechselweise umgekehrt, und zwar in einem Augenblick, der nicht mit der Umkehr der rechteckigen Wechselstromwelle zusammenfällt, die der Kurve 85 entspricht und den Eingangsbürsten zugeführt wird. Auf diese Weise sind die Ausgangsbürsten 56e und 56f mit dem Isolierstück 56 b des Kommutators 56 während aller Zeitabschnitte in Berührung, zu denen das der Kurve 86 ähnelnde Signal eine von Null verschiedene Amplitude hat. Dieses besondere Eingangssignal erscheint daher nicht an den Ausgangsbürsten. Die wechselnde Umkehr der elektrischen Verbindung zwischen den Eingangs- und Ausgangsbürsten hat zur Folge, daß der Kommutator 56 einen Teil der ankommenden Signale, die der Kurve 85 ähneln, gleichrichtet, um ein Signal zu erzeugen, das durch die Kurve 87 der F i g. 2 dargestellt wird und bei dem der Strom nur in einer Richtung fließt.
  • Dieses Signal geht durch das Filter 66, das aus einem Widerstand 66 a, einer Induktanz 66 h und einem Kondensator 66 c besteht. Von hier aus geht das Signal weiter zu einer Registriereinrichtung 67. Das Registriergerät kann ein schreibendes Galvanometer bekannter Art sein, das auf einem Papierstreifen od. dgl. eine ununterbrochene Kurve des Widerstandes der Bohrlochformationen in Abhängigkeit von der Tiefe der Sonde 12 aufzeichnet. Im Zusammenhang hiermit sei darauf hingewiesen, daß die Aufzeichnungstrommel des Meßgerätes 67 in bekannter Weise durch das Meßrad 14 gesteuert wird, über das die Bohrlochsonde herabgelassen oder hochgezogen wird. Hierdurch wird erreicht, das selbsttätig Widerstandskurven der Erdformationen in Abhängigkeit von der Sondentiefe aufgezeichnet werden. Die Filteranordnung 66 hat die Aufgabe, die gleichgerichteten Signale, die von den Bürsten 56 e und 56f abgenommen werden, zu glätten und dadurch ein von Pulsationen freies Gleichstromsignal zu bilden, das das Registriergerät 67 betätigt. Das Registriergerät gibt daher die Potentialdifferenz wieder, die zwischen den Elektroden 28 und 30 infolge des Stromflusses der Elektroden 22 und 24 herrscht. Sie ergibt einen Wert, der als mittlere laterale Widerstandsmessung bezeichnet werden soll, entsprechend dem Abstand zwischen den wirksamen Elektroden.
  • In ähnlicher Weise werden die größten Teile der wechselnden Potentialdifferenzen, die durch die Stromkurven 85 und 86 hervorgerufen werden, über die Kabell9 und 20 und die Eingangsbürsten 57c und 57d an die Kontaktstücke 57 a des Kommutators 57 gelegt. Die Ausgangssignale dieses Kommutators fließen über die Ausgangsbürsten 57e und 57f und die Filteranordnung 68, die den Widerstand 68 a, die Induktanz 68 b und den Kondensator 68 c enthält, zum Registriergerät 69. Da der Kommutator 57 in der gleichen Weise arbeitet wie der Kommutator 56, um Eingangssignale, die durch den Stromfluß nach Kurve86 entstehen, auszuschalten und einen Teil des ankommenden Signals, das der Kurve86 entspricht, gleichzurichten, ist das Ausgangssignal, das über die Bürsten 57 e und 57f abgenommen wird, ein pulsierendes Gleichstromsignal, das der Kurve 87 entspricht. Dieses Signal wird durch die Filteranordnung 68 geglättet und betätigt als Gleichstrom die Registriervorrichtung 69. Diese mißt somit die Potentialdifferenzen, die zwischen den Elektroden 29 und 30 infolge des Stromflusses zwischen den Elektroden 22 und 24 entstehen. Diese Messung wird als lange laterale Widerstandsmessung bezeichnet.
  • In gleicher Weise werden die beiden wechselnden Potentialdifferenzen, die durch den Stromfluß entsprechend Kurve 85 und 86 entstehen, über die Leiter 17 und 20 und die Eingangsbürsten 58c und 58 d zum Kommutator 58 geleitet. Dieser hat die Aufgabe, das Signal nach Kurve 85 gleichzurichten und das Signal nach Kurve 86 auszuschalten. Durch die Filteranordnung 70 wird das gleichgerichtete Signal geglättet und zur Registriervorrichtung 71 geleitet. Diese ergibt somit eine Messung der Potentialdifferenzen, die zwischen den Elektroden 27 und 30 infolge des Stromflusses durch die Elektroden 22 und 24 auftreten. Sie ergibt somit eine Aufzeichnung der kurzen lateralen Kurve. Die Kommutatoren 56, 57 und 58 und die ihnen zugeordneten Registriergeräte bewirken somit eine gleichzeitige Aufzeichnung von drei lateralen Widerstandskurven. Die aufgezeichneten Widerstandswerte entsprechen den scheinbaren Widerständen, die mit drei Elektroden verschiedener Abstände gemessen wurden. Sie ergeben die charakteristischen elektrischen Merkmale der das Bohrloch in verschiedener Eindringtiefe der Sonde 12 umgebenden Formationen.
  • Die Einrichtung zur Aufzeichnung der drei normalen Widerstandskurven ist ähnlich ausgebildet.
  • Die Potentialdifferenzen, die zwischen den normalen Elektroden 23, 25 und 26 einerseits und der entfernten Elektrode 30 andererseits auftreten, werden den Kommutatoren 59, 60 und 61 in dem Zeitabschnitt zugeführt, in dem der Relaisschalter 31 die normalen Elektroden mit den Leitern 17, 18 und 19 verbindet. Auf diese Weise wird die wechselnde Potentialdifferenz, die zwischen der Elektrode 25 und der entfernten Elektrode 30 infolge eines Stromes nach Kurve 86 entsteht, über die Leiter 18 und 20 und die Eingangsbürsten 59c und 59d an die Kontaktstücke 59 a des Kommutators 59 gelegt. Wie oben erwähnt, erscheint an den Leitern 18 und 20 auch ein Wechselstromsignal von rechteckiger Wellenform, das der Potentialdifferenz zwischen der lateralen Elektrode 28 und der entfernten Elektrode 30 entspricht und dadurch entsteht, daß die Erdschichten von dem Strom nach Kurve 85 durchsetzt werden. Um eine Aufzeichnung nur derjenigen Potentialdifferenzen zu erhalten, die zwischen den Elektroden 25 und 30 auftreten, werden die diametral gegenüber angeordneten Bürsten 59 e und 59 f in Reihe mit der Filteranordnung 75 an das Registriergerät 76 gelegt. Die Bürsten 59e und 59f stehen abwechselnd mit den leitenden und nichtleitenden Teilen des Kommutators 59 in Verbindung, die mit den entsprechenden Teilen des Kommutators 55 synchron laufen. Ein Teil des Signals, das durch den Stromfluß nach Kurve 86 hervorgerufen wird, wird daher durch den Kommutator 59 weitergeleitet, während das Signal, das dem Strom der Kurve 85 entspricht, von dem Meßkreis 59 g ferngehalten wird. Da der Kommutator 59 die Stromrichtung in zeitlicher Zuordnung zu der Umkehr des Stromflusses durch den Kommutator 55 umkehrt, wird ein Teil der Rechteckwelle, die durch den Strom nach Kurve86 entsteht, gleichgerichtet. Es entsteht also ein pulsierendes Gleichstromsignal nach Kurve 88 der Fig.2. Die Filterkette 75 glättet die durch die Bürsten 59e und 59f abgenommenen Signale, so daß die Registriervorrichtung 76 eine kontinuierliche Widerstandskurve aufzeichnet, welche der infolge des Stromflusses zwischen den Elektroden 22 und 72 entstehenden Potentialdifferenz der Elektroden 25 und 30 entspricht. Das Ergebnis ist die mittlere normale Kurve.
  • In gleicher Weise wird die wechselnde Potentialdifferenz, die infolge des Stromes nach Kurve 86 zwischen den Elektroden26 und 30 entsteht, über die Leiter 19 und 20 an die Eingangsbürsten 60c und 60d gelegt, die in Berührung mit den Kontaktstücken des Kommutators 60 stehen. Die Leiterl9 und 20 legen über die Bürsten 60c und 60d auch die wechselnde Potentialdifferenz an die Kontaktstücke des Kommutators 60, die infolge des Stromflusses nach Kurve 85 zwischen den Elektroden 29 und 30 entsteht. Der Kommutator 60 bewirkt, daß die Signale nach Kurve 85 von dem Meßkreis 60g ferngehalten werden, und er richtet einen Teil der Signale gleich, die durch den Stromfluß nach Kurve 86 entstehen. Es wird daher über die Ausgangsbürsten 60 e und 60f und die Filterkette 77 ein Gleichstromsignal an das Registriergerät 78 gelegt.
  • Das Registriergerät 78 liefert somit eine Anzeige der Potentialdifferenz zwischen den Elektroden 26 und 30, die von dem Stromfluß zwischen den Elektroden 22 und 72 hervorgerufen wird. Diese Kurve wird die lange normale Kurve genannt.
  • In gleicher Weise wird das Rechtecksignal nach Kurve 86 zwischen den Elektroden 23 und 30 über die Leiter 17 und 20 und die Eingangsbürsten 61c und 61d an die Kontaktstücke des Kommutators 61 gelegt. Die Leiter 17 und 20 führen auch die wechselnde Potentialdifferenz, die infolge des Stromflusses nach Kurve 85 zwischen den Elektroden27 und 30 entsteht. Der Kommutator 61 hat die Aufgabe, diese Signale vom Meßkreis fernzuhalten und einen Teil der Signale gleichzurichten, die durch den Stromfluß nach Kurve 86 entstehen. Es wird also ein Gleichstromsignal, dessen Form der Kurve 88 entspricht, von den Ausgangsbürsten 61e und 61f über die Filterkette 79 an das Registriergerät 80 gelegt.
  • Das Registriergerät zeichnet eine Kurve auf, die der Potentialdifferenz zwischen den Elektroden 23 und 30, hervorgerufen durch den Stromfluß zwischen den Elektroden 22 und 72, entspricht. Diese Kurve wird die kurze normale Kurve genannt.
  • Aus dem Gesagten geht hervor, daß infolge des Gleichlaufes der Kommutatoren 55, 59, 60 und 61 zugleich mit den lateralen Widerstandskurven drei verschiedene normale Widerstandskurven aufgezeichnet werden. Jede Gleichstrompotentialdifferenz, die infolge des natürlichen Erdpotentials zwischen der entfernten Elektrode 30 und einer der Potentialelektroden auftritt, wird durch die Kommutierung in einen Wechselstrom umgewandelt. Diese Wechselstromkomponente wird durch die Filterketten ausgesiebt. Das Ergebnis ist, daß die beschriebenen Widerstandsmessungen von jeder durch das natürliche Erdpotential hervorgerufenen Komponente völlig frei sind.
  • Um gleichzeitig mit den sechs genanntenWiderstandskurven die Kurve des natürlichen Erdpotentials aufzuzeichnen, werden Gleichstromsignale benutzt, die von der Elektrode 23 aufgenommen werden. Sie werden über den Leiter 17 zum Kommutator 62 geleitet, der in diesem Falle besser als rotierender Unterbrecher bezeichnet werden könnte.
  • Die Elektrode 23 wird über das feststehende Kontaktstück32a und das bewegliche Kontaktstück32 periodisch mit dem Leiter 17 und der Eingangsbürste 62 c des Kommutators 62 verbunden. Die Eingangsbürste steht in dauernder Verbindung mit dem Kontaktstück 62 a des Kommutators 62. Während des Zeitabschnittes, in dem der Leiter 17 auf diese Weise mit der normalen Elektrode 23 verbunden ist, dient die letztere zur Aufnahme des natürlichen Gleichstrompotentials. Da die von der Elektrode 23 aufgenommenen Signale nur während desjenigen Zeitabschnittes an den Kommutator 62 weitergeleitet werden, in dem das bewegliche Kontaktstück 32 den festen Kontakt 32 a berührt, werden die natürlichen Erdpotentiale in ein intermittierendes Gleichstromsignal umgewandelt, das der Kurve89 der Fig.2 entspricht. Infolge des Stromflusses zwischen den Elektroden 22 und 72 wird die Elektrode 23 von einem Wechselstrom-Rechtecksignal beaufschlagt, das der Kurve 86 entspricht. Ein Teil dieses Signals erscheint zwischen dem Leiter 17 und Erde. Während eines Teiles des Zeitabschnittes, in dem die Elektrode 23 nicht mit dem Leiter 17 verbunden ist, erscheint zwischen dem Leiter 17 und Erde außerdem ein Rechtecksignal, das durch den Strom nach Kurve 85 hervorgerufen und von der Elektrode 27 aufgenommen wird. Hinzu kommt, daß ein Teil des Gleichstromsignals, das vom natürlichen Erdpotential herrührt, von der Elektrode 27 aufgenommen und durch den Relaisschalter35 in ein intermittierendes Gleichstromsignal verwandelt wird, das der Kurve 92 der F i g. 2 entspricht. Dieses Signal gelangt zum Leiter 17. Daraus geht hervor, daß sowohl die beiden Wechselstromsignale (nach den Kurven 85 und 86) als auch die beiden intermittierenden Gleichstromsignale (nach den Kurven 89 und 92), die zwischen dem Leiter 17 und Erde auftreten, an die Eingangsbürste 62c des Kommutators 62 gelegt werden. Da dieser Kommutator der Wirkung nach ein rotierender Unterbrecher ist, der den Strom nur zu gewissen Zeitabschnitten weiterleitet, schaltet er die Ströme nach den Kurven 85 und 92 aus. Wie aus F i g. 2 ohne weiteres zu ersehen, ermöglicht der Kommutator 62 nur zu den Zeiten eine Weiterleitung des Stromes zum Meßgerät 83, in denen die Kurven 85 und 92 den Wert Null haben. Es werden daher zum Meßgerät nur die Ströme weitergeleitet, die den Kurven 89 und 86 entsprechen. Infolge der geringeren Breite des Kontaktstückes des Kommutators 62 wird von diesen Kurven nur der mittlere Teil herausgeschnitten, wie ebenfalls aus Fig.2 zu ersehen. An den Meßkreis werden somit zwei Ströme geleitet, die den Kurven 93 und 99 der F i g. 2 entsprechen. Der Strom nach Kurve 93 ist ein intermittierender Gleichstrom, der nach Kurve 95 ein Wechselstrom von Rechteckform. Durch die Filteranordnung 82 wird die Wechselstromkomponente 95 ausgesiebt, so daß das Registriergerät 83 lediglich einen geglätteten Gleichstrom erhält, der aus der Kurve 93 gewonnen wird und eine Anzeige der natürlichen Potentialdifferenz zwischen der Elektrode 23 und Erde darstellt. Die rechte Seite des Meßgerätes 83 ist, wie aus Fig. 1 zu ersehen, an Erde gelegt. Durch das Registriergerät 83 wird daher gleichzeitig mit den sechs Widerstandskurven eine Kurve des natürlichen Potentials aufgezeichnet. Der Kondensator 81 verhindert den Durchgang von Gleichstrom und trennt somit die Meßkreise für das natürliche Potential von der entfernten Elektrode 30 während der Zeit, in der die über den Kommutator 61 geleiteten Signale gemessen werden. Der Fluß des Wechselstromes zum Kommutator 61 wird durch den Kondensator 81 nicht gehindert.
  • Zusammenfassend läßt sich die Arbeitsweise der beschiebenen Anordnung folgendermaßen darstellen: Durch die Umdrehung des kombinierten Kommutators 53 mit vorzugsweise gleichbleibender Geschwindigkeit beim Herablassen oder Heraufholen der Sonde 12 aus dem Bohrloch 10 wird ein periodisch in seiner Richtung wechselnder Stromfluß zwischen den Stromelektroden 22 und 24 erzeugt.
  • Diese Wechselstromimpulse können zu den lateralen Elektroden27, 28 und 29 gelangen und diese beaufschlagen. Zusammen mit der entfernten Elektrode 30 sind sie imstande, Signale zu erzeugen und diese zu den Kommutatoren 56, 57 und 58 weiterzuleiten.
  • Diese Kommutatoren sind dazu bestimmt, die Wechselstromsignale von Rechteckform, die zwischen den lateralen Elektroden und der entfernten Elektrode 30 erscheinen, gleichzurichten und ein gleichgerichtetes Signal auf die Registriervorrichtungen 67, 69 und 71 zu geben. Hierdurch werden gleichzeitig drei laterale Widerstandskurven erhalten. Der Kommutator 55 erzeugt einen periodisch wechselnden Stromfluß zwischen der Elektrode 22 und der Erdelektrode 72. Dieser Stromfluß beaufschlagt die Potentialelektroden 23, 25 und 26. Diese Elektroden im Verein mit der entfernten Elektrode 30 senden Signale zu den Kommutatoren59, 60 und 61, die von diesen gleichgerichtet werden, um nach Passieren der Filterketten ein Gleichstromsignal an die Registriervorrichtungen 76, 78 und 88 zu legen.
  • Dabei werden gleichzeitig drei normale Widerstandskurven aufgezeichnet. Die Schaltvorrichtung 31 der Sonde arbeitet in Synchronismus mit dem wechselnden Stromfluß, der von den Kommutatoren 54 und 55 herrührt. Sie verbindet abwechselnd jeden der Leiter 17, 18 und 19 zunächst mit einer der lateralen Potentialelektroden und dann mit einer der normalen Potentialelektroden. Hierdurch wird eine Verringerung der Leiter des Kabels 13 erreicht. Das Signal des natürlichen Erdpotentials, das zwischen der Elektrode 23 und Erde aufgenommen wird über den Kommutator 62 zur Registriervorrichtung 83 geleitet.
  • Dadurch entsteht eine Aufzeichnung der Kurve des natürlichen Erdpotentials gleichzeitig mit den sechs Widerstandskurven. Somit können mit einem sechsadrigen Kabel gleichzeitig sechs Widerstandskurven und eine Potentialkurve aufgenommen werden.
  • Bisher war die Höchstzahl von Kurven, die mit einem sechsadrigen Kabel aufgenommen werden konnte, drei Widerstandskurven und eine Potentialkurve. Es sei darauf hingewiesen, daß die Zahl der Widerstandskurven, die mit einem Gerät nach der Erfindung aufgenommen werden können, dadurch vermehrt werden kann, daß zusätzliche Kabelleiter und zusätzliche Paare von Elektroden vorgesehen werden, wobei zu jedem zusätzlichen Leiter ein zusätzliches Elektrodenpaar gehört. Umgekehrt kann die Zahl der Widerstandskurven dadurch verringert werden, daß man einen der Leiter des Kabels und zwei zugehörige Sondenelektroden fortläßt. Dadurch wird die Zahl der Widerstandskurven auf zwei verringert. Bei der beschriebenen Anordnung, bei der ein Leiter für die entfernte Elektrode 30 und zwei zusätzliche Leiter für die Stromelektroden 22 und 24 erforderlich sind, ist die kleinste Zahl der erforderlichen Leiter vier. Die Zahl der Widerstandskurven, die gewonnen werden können, steht zu der Zahl der Leiter des Kabels 13 in folgender Beziehung: x (n = 3)2. Hierin bedeutet x die Zahl der Widerstandskurven, die gleichzeitig aufgenommen werden können, und n die Zahl der Leiter des Kabels. Mit einer Vorrichtung nach der Erfindung kann daher ohne Erhöhung der Leiterzahl eine größere Anzahl von Widerstandskurven aufgenommen werden als bisher, oder es kann bei gleicher Anzahl von Widerstandskurven die Zahl der Leiter im Kabel verringert werden.
  • Es sei darauf hingewiesen, daß die in F i g. 1 dargestellte Anordnung und Schaltung der Potential-und Stromelektroden lediglich beispielsweise angeführt wurde und daß auch die Abstände der Elektroden so geändert werden können, daß jede gewünschte Widerstandskurve aufgenommen wird. So können beispielsweise, wie in F i g. 3 dargestellt, die Bürsten 56 c, 57 c, 58 c, 59 c, 60 c und 61 c, die untereinander verbunden sind, mit der Erdelektrode 72 a und die Ausgangsbürste 55 c des Kommutators 55 über den Leiter 20 mit der entfernten Elektrode 30 verbunden werden. Dabei werden die in F i g. 1 dargestellten Verbindungen also umgekehrt. Darüber hinaus kann der Kommutator 62 fortgelassen werden, wenn die Anordnung nach F i g. 3 gewählt wird, bei der die natürliche Potentialkurve mit Hilfe der Elektrode für die kurze normale Widerstandskurve gemessen wird. Bei der in F i g. 3 gezeigten Anordnung ist der Leiter 17, der zur Sonde 12 führt, über den Kondensator 81, an dessen Klemmen die Filteranordnung82 und die Registriervorrichtung 83 in Reihe gelegt sind, mit dem Kommutator 61 verbunden. Der Kommutator läßt sowohl die Wechselstromwelle, die infolge des Stromflusses von der Elektrode 22 zur Elektrode 30 zwischen der Elektrode 23 und der Erdelektrode 72a erscheint, als auch das Gleichstromsignal durch, das von den gleichen Meßelektroden aufgenommen wird. Die von dem natürlichen Erdpotential herrührenden Gleichstromsignale zwischen den Elektroden 23 und 72 a erscheinen an den Klemmen des Kondensators 81, wo sie durch den aus dem Filterteil 82 und der Registriervorrichtung 83 bestehenden Anzeigekreis gemessen werden.
  • Das vom natürlichen Erdpotential herrührende Gleichstromsignal, das als Rechteckwelle zwischen den Ausgangsbürsten 61 e und 61f erscheint, fließt über den im Nebenschluß liegenden Kondensator 84, um den Kreis zu schließen. Ein Teil des Wechselstromsignals in Rechteckform, das durch den Stromfluß zwischen den Elektroden 22 und 30 hervorgerufen wird, gelangt über den Kondensator 81 zum Kommutator 61, wo es gleichgerichtet wird, um die normale Widerstandskurve in der weiter oben beschriebenen Weise zu erhalten. Man erkennt, daß die durch die Anzeigevorrichtung 83 aufgezeichneten Signale des natürlichen Erdpotentials keinen Einfluß auf die Registriervorrichtung 80 haben, da diese Signale durch den Kommutator 61 in eine Wechselstromwelle von Rechteckform verwandelt werden, die durch die Filterkette 82 eliminiert wird.
  • In Fig.1 wurde die Erdelektrode 72 als Rückleitung für den Kommutator 55 benutzt. Sie kann auch über einen Leiter des Kabels mit einer geeigneten Bohrlochelektrode verbunden werden. Bei dieser Abänderung, bei der ein Leiter für die entfernte Elektrode und drei Leiter für die Stromelektroden erforderlich sind, ist die Mindestzahl von Leitern fünf. Bei einer derartigen Anordnung ist die Beziehung zwischen der Zahl der Widerstandskurven, die aufgenommen werden können, zur Zahl der Leiter im Kabel die folgende: x = (n - 4)2. Hierbei stellt x die Zahl der gleichzeitig aufgenommenen Widerstandskurven und n die Zahl der Leiter im Kabel dar.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Ausführung von elektrischen Messungen in Bohrlöchern für Erdölbohrungen od. dgl., bei der eine Elektroden enthaltende Sonde an einem eine Mehrzahl von Leitern enthaltenden Tragkabel in das Bohrloch herabgesenkt wird, wobei wenigstens durch einen dieser Leiter den das Bohrloch umgebenden Bodenschichten ein Wechselstrom zugeführt wird, und wobei einem Signalleiter mindestens zwei Signalelektroden zugeordnet sind, die durch ein in der Sonde angeordnetes Schaltmittel wechselweise mit dem Signalleiter verbunden werden, d a -durch gekennzeichnet, daß als Schaltmittel ein Relais (35) zur Anwendung gelangt, welches durch den Stromfluß des den Bodenschichten Wechselstrom zuführenden Leiters derart gesteuert wird, daß mit jedem Richtungswechsel des Wechselstromes eine Umschaltung von der einen auf die andere Signalelektrode erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Bodenschichten zugeführte Wechselstrom ein kommutierter Gleichstrom ist, der durch einen über Tage angeordneten Stromkommutator (54) erzeugt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkommutator(54), der den Bodenschichten den kommutierten Gleichstrom zuführt, derart ausgebildet ist, daß zwischen einem positiven und einem negativen Stromfluß jeweils eine stromlose Pause von etwa gleicher Dauer liegt (Kurve 85, F i g. 2).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei miteinander gekoppelte Stromkommutatoren (54, 55) vorgesehen sind, welche verschiedenen Stromelektroden(22, 24) der Sonde kommutierte Gleichströme zuführen, wobei diese Stromkommutatoren derart ausgebildet sind, daß die von dem einen Kommutator erzeugten Stromflüsse jeweils in die stromlose Pause des anderen Kommutators fallen (Kurven 85 und 86, Fig. 2).
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch einen oder mehrere den Meßinstrumenten zugeordnete Signalkommit tatoren (65 bis 61.), die mit den Stromkommutatoren (54, 55) gekoppelt und derart ausgebildet sind, daß sie einem bestimmten Meßinstrument nur den von einem der Stromkommutatoren (z. B. 54) herrührenden Strom zuführen und diesen dabei gleichrichten (Kurven 87 und 88, Fig. 2).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente der Signalkommutatoren schmäler sind als diejenigen der Stromkommutatoren, so daß nur der nicht durch Einschwingvorgänge beeinflußte Teil des Stromes für die Messung verwendet wird.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiterer, mit den Stromkommutatoren (54, 55) gekoppelter Signalkommutator (62) vorgesehen ist, der einem Meßinstrument (83) nur den von einem der Stromkommutatoren (z.B.
    54) erzeugten Strom zuleitet, diesen jedoch nicht gleichrichtet, so daß das Meßinstrument nach Ausfilterung der Wechselstromkomponente das natürliche Erdpotential anzeigt (z. B. Kurve 93, Fig. 2).
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Segmente des zur Messung des natürlichen Erdpotentials dienenden Signalkommutators (62) schmäler sind als die Segmente des zugehörigen Stromkommutators (54).
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß den Meß-bzw. Registrierinstrumenten (z. B. 67) aus Induktanz und Kapazität bestehende Glieder (z. B.
    66 b, 66c) derart zugeordnet sind, daß die Meßinstrumente von einem kontinuierlichen Gleichstrom beaufschlagt werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 898 785, 906 834; USA.-Patentschriften Nr. 2 118 905, 2 375 777, 2 779 912; L. W. So r ok in, »Lehrbuch der geophysikalischen Methoden zur Erkundung von Erdölvorkommen«, 1953, S. 216/217.
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