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DE1184621B - Druckgebungssystem fuer Walzenkalander, insbesondere zum Praegen von Papier, Pappe od. dgl. - Google Patents

Druckgebungssystem fuer Walzenkalander, insbesondere zum Praegen von Papier, Pappe od. dgl.

Info

Publication number
DE1184621B
DE1184621B DEH47361A DEH0047361A DE1184621B DE 1184621 B DE1184621 B DE 1184621B DE H47361 A DEH47361 A DE H47361A DE H0047361 A DEH0047361 A DE H0047361A DE 1184621 B DE1184621 B DE 1184621B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
working
cylinders
pressure system
roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH47361A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans-Joachi Hiedemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JEAN HIEDEMANN FA
Original Assignee
JEAN HIEDEMANN FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JEAN HIEDEMANN FA filed Critical JEAN HIEDEMANN FA
Priority to DEH47361A priority Critical patent/DE1184621B/de
Priority to GB1509563A priority patent/GB1034715A/en
Publication of DE1184621B publication Critical patent/DE1184621B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C15/00Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics
    • D06C15/02Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics between co-operating press or calender rolls
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B3/00Presses characterised by the use of rotary pressing members, e.g. rollers, rings, discs
    • B30B3/04Presses characterised by the use of rotary pressing members, e.g. rollers, rings, discs co-operating with one another, e.g. with co-operating cones
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/002Opening or closing mechanisms; Regulating the pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Druckgebungssystem für Walzenkalander, insbesondere zum Prägen von Papier, Pappe od. dgl. Die Erfindung betrifft ein Druckgebungssystem für Walzenkalander, insbesondere zum Prägen von Papier, Pappe od. dgl., mit einer festen Gegenwalze und einer in hydraulischen, mit Druckluft beaufschlagten Arbeitszylindern geführten Arbeitswalze. Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, den maximalen Arbeitshub der Walze selbst bei wechselndem Durchmesser gegeneinander unveränderlich und selbsttätig auf ein festes Maß zu begrenzen sowie den engsten Spalt der Walze einzustellen.
  • Bei Walzenkalandern wird eine elastische Druckgebung auf die den Walzenspalt durchlaufende Warenbahn mit dem Zweck angestrebt, den Druck während des ganzen Arbeitsspieles auf den eingestellten Wert unabhängig von Dickenänderungen der durchlaufenden Materialbahn, wie sie z. B. durch Nahtstellen und Falten bedingt sind, zu halten. Zur Behebung der durch solche plötzlichen Dickenänderungen bedingten Schwierigkeiten hat man schon verschiedene Lösungen vorgeschlagen.
  • Bekannt sind hydraulische oder pneumatische Druckbeaufschlagungen der Arbeitswalze sowie auch eine mechanische Druckgebung durch Hebeldruck, bei der nach dem Prinzip einer Waage Belastungsgewichte an dem einen Ende eines frei beweglichen Hebelsystems den Druck bestimmen, mit dessen anderem Ende eine der Arbeitswalzen bzw. deren Lager in kraftschlüssiger Verbindung stehen. Der auf die Arbeitswalze ausgeübte Druck ist dabei allein abhängig von dem Hebelverhältnis und der Größe der Gewichte. Die Beweglichkeit des Hebelsystems ermöglicht daher ein Ausweichen der Arbeitswalze beim Durchlaufen von Nahtstellen u. dgl.
  • Der Nachteil der vorbekannten Anordnungen besteht darin, daß die Trägheit der bewegten Massen oder die Inkompressibilität des flüssigen Druckmittels ein sofortiges Ansprechen des Druckgebungssystems auf die Dickenunterschiede der Warenbahn verzögert, so daß bei höheren Laufgeschwindigkeiten des Kalanders die Druckgebung zunehmend härter arbeitet, indem die Arbeitswalze nicht mehr schnell genug ausweicht, um einer durchlaufenden Nahtstelle den Weg ohne Drucksteigerung freizugeben.
  • Diese Nachteile treten auch bei den üblichen bekannten pneumatischen und hydraulischen Druckgebungssystemen auf, wenn man mit Rücksicht auf den Zylinderdurchmesser auf eine unmittelbare Kraftübertragung von dem Arbeitskolben auf die Lager der Arbeitswalze verzichtet und statt dessen ebenfalls über ein Hebelsystem mit verhältnismäßig großer Übersetzung arbeitet. Durch den zusätzlichen Aufwand an mechanischen Teilen wird auch hier die Trägheit des ganzen Systems so erhöht, daß ein schnelles Ansprechen auf Dickenunterschiede nicht erreicht werden kann, zumal auch die Hebelübersetzung eine erhebliche Verzögerung des Arbeitshubes der Zylinder bedingt.
  • Ferner besitzen die bekannten Systeme in der Regel keine Begrenzung für die Größe des Walzenspaltes, oder es bedarf .umständlicher zusätzlicher Maßnahmen für diese Begrenzung, wobei Bedienungsfehler deren Wirksamkeit leicht ausschalten können. Bei Walzenkalandern, deren Arbeitswalzen von Fall zu Fall unterschiedliche Durchmesser haben können, müssen Endanschläge zur Begrenzung des Walzenspaltes, z. B. nach jedem Rollenwechsel, von der Bedienung neu eingestellt werden. In der Regel kommt es dabei darauf an, das Kleinstmaß des Walzenspaltes mit einer Genauigkeit von 1/1e mm festzulegen, wobei man allein auf die Sorgfalt angewiesen ist, mit der der Bedienungsmann diese Einstellung von Hand vornimmt, ganz abgesehen davon, daß eine derartige Einstellung, die .natürlich auf beiden Walzenseiten genau die gleiche sein muß, nicht einfach ist.
  • In anderen Fällen liegt auch die Aufgabe vor, das Größtmaß des Walzenspaltes zu begrenzen, so z. B. bei Walzen, die in Umfangsrichtung eine genau bestimmte Relativlage zueinander beibehalten müssen und die zu diesem Zweck über Zahnräder miteinander gekoppelt sind. Derartige Hebeldruckkalander, die diese Forderung erfüllen, sind ebenfalls an sich bekannt. Bei diesen muß jedoch nach jedem Rollenwechsel eine entsprechende Einstellung des Hebelsystems von Hand vorgenommen werden.
  • Es ist bereits eine Schaltanordnung für die Antriebs- und Druckgebungssteuerung bei Prägekalanderwalzen bekanntgeworden, der die Aufgabe zugrunde lag, durch eine Kopplung bzw. Verblockung der Schalteinrichtung die Ein- und Ausschaltung des Prägedruckes zwangläufig nur dann zuzulassen, wenn die Prägewalzen sich bereits in Drehung befinden, so daß eine Beschädigung der weichen Walze unter dem bleibenden Druck der harten Wake beim Stillstand der Maschine nicht eintreten kann. Zu diesem Zweck soll der Antrieb und die Druckgebung für die Waken über ein strömendes Druckmittel bewirkt werden. Anstatt eines flüssigen kann auch ein gasförmiges Druckmittel verwendet werden. Es ist aber auch bekannt, gleichzeitig mit hydraulischen und pneumatischen Mitteln bei der Be- und Entlastung von Preßwalzen zu arbeiten.
  • Die Nachteile der bekannten Druckgebungssysteme für Walzenkalander werden gemäß der Erfindung durch einen hydraulisch-pneumatischen Doppelkolben-Druckübersetzer vermieden, dessen eine Kolbenfläche über ein hydraulisches Drucksystem mit den Arbeitszylindern und dessen andere Kolbenfläche über Druckregelventile, Mengenventile und Wegeventile mit einer Druckluftquelle in Wirkverbindung steht. Bei dieser Anordnung kann bei plötzlichen Änderungen in der Dicke der den Walzenspalt durchlaufenden Warenbahn das Öl nahezu ungehemmt und auf kürzestem Wege mit hoher Geschwindigkeit durch die Leitungen zwischen Arbeitszylinder und Druckübersetzer fließen mit dem Ergebnis, daß nicht die Inkompressibilität des Öles die Elastizität der Druckgebung bestimmt, sondern das Luftvolumen, das primärseitig in dem Druckübersetzer von dem Doppelkolben eingeschlossen ist. Durch zweckmäßige Bemessung der Kolbendicke der Druckübersetzer und der Druckluft führenden Elemente bis rückwärts zu den Wegeventilen kann erreicht werden, daß auch starke plötzliche Dickenschwankungen der Warenbahn aufgefangen werden und nur unmerkliche Druckänderungen zur Folge haben.
  • In weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens weist der Druckübersetzer Anschläge zur Begrenzung des Arbeitshubes auf, so daß nach Einleiten von Öl in das hydraulische System, wenn die Arbeitswalze sich mit schwachem Druck gegen die Gegenwalze anlegt, die Doppelkolben sich auf der Einlaßseite in der Endstellung befinden, die das größte Volumen in den sekundärseitigen hydraulischen Zylindern freigibt.
  • Die Begrenzung des Arbeitshubes erfolgt gemäß der Erfindung dadurch, daß das hydraulische Drucksystem zu den Druckübersetzern parallel geschaltete Zumeßzylinder aufweist, die zusätzlich überein Wegeventil mit einem Vorratsbehälter in Verbindung stehen. Sobald Druckluft auf die Primärseiten der Druckübersetzer gegeben wird, werden die Kolben der Zumeßzylinder um ihren vollen Hub zurückgedrängt und verbleiben bis zum nächsten Rollenwechesl in dieser Stellung. Das Ölvolumen dieser Zumeßzylinder bestimmt somit unmittelbar den größtmöglichen Betriebshub für die Kolben der Druckübersetzer und somit auch für die Arbeitswalze. Wenn aber zum Zwecke des Rollenwechsels der primäre Luftraum des Druckübersetzers drucklos gemacht wird, so gehen die Doppelkolben in ihre Endstellung zurück. Das nachströmende Ölvolumen entweicht dann aus den Arbeitszylindern und läßt dabei die Walze um einen genau definierten Spalthub zurückweichen.
  • Um die Elastizität des Druckgebungssystems weiterhin zu erhöhen, kann man natürlich den Raum eines jeden Primärzylinders des Druckübersetzers über die gegebenenfalls: durch Anschläge. begrenzte, K endstellung der Doppelkolben hinaus verlängern bzw. vergrößern. Statt dessen wird gemäß der Erfindung weiterhin vorgeschlagen, die Druckluftquelle als ein Luftkissen wirkendes Druckgefäß auszubilden. Auf diese Weise kann noch ein Vielfaches dieses Volumens außerhalb der kompressorseitigen Endstellung des Doppelkolbens bereitgestellt und dadurch die Elastizität auf beliebige Maße erhöht werden.
  • Es ist anzustreben, daß die Arbeitswaken schon beim Aufsetzen über ihre volle Breite gleichmäßig die Warenbahn erfassen. Der hierzu erforderliche Gleichlauf beider Arbeitszylinder wird erfindungsgemäß dadurch eingestellt, daß die aus den Zylindern beim Arbeitshub abströmenden Füllmengen walzenseitig durch Durchflußmengen regelnde, an sich bekannte Elemente aufeinander abstimmbar sind.
  • Die Erfindung offenbart noch eine Lösung für die Begrenzung der engsten Annäherung der Walzen gegeneinander mit dem Ziel, selbst beim Ausbleiben der Warenbahn ein Gegeneinanderprallen von Arbeitswake und Gegenwake zu verhindern oder im Sinne einer Kalibrierung eine genaue und parallele Spalteinstellung zu ermöglichen. Die hierfür erforderlichen Maßnahmen bestehen darin, daß der Arbeitszylinder walzenseitig mit einem federbelasteten Einstellzylinder in Wirkverbindung steht, dessen Zylinderinhalt größer als die beim Arbeitshub der Walze aus den Arbeitszylindern verdrängte Ölmenge ist. Über diese Einstellzylinder wird eine gewisse Ölmenge in dem Entlastungssystem zurückgehalten, die gerade für eine Grenzstellung der Kolben ausreicht, in welcher die Walzen einen beliebig kleinen Abstand voneinander halten.
  • In der Zeichnung ist das Druckgebungssystem in einem Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht.
  • Der Walzenkalander, an dem das Druckgebungssystem Anwendung findet, besteht aus der fest gelagerten Gegenwalze C und der heb- und senkbaren Arbeitswalze A. Die Zapfen a dieser Arbeitswake A sind durch die Kolbenstange 1 abgestützt, deren zugehörige Kolben 2 in den unter Öldruck stehenden Arbeitszylindern 3 geführt sind. Die Zylinderräume dieser Arbeitszylinder stehen bodenseitig über die Leitungen 4 in unmittelbarer Verbindung mit den Ölkammern 5 von Druckübersetzern, in deren Luftzylinder 6 der Differentialkolben 7 gleitet, wobei die äußerste Endstellung des Kolbens durch Anschläge 8 an der Innenwand des Zylinders 6 begrenzt ist. Luftseitig stehen die Kammern des Druckübersetzers über Leitungen 9, Druckregelventile 10, Mengenregelventile 11 und Wegeventile 12 sowie ein Hauptabsperrventi113 mit einer Preßluftquelle in Verbindung, die aus einem Motorkompressoraggregat 14 und einem Druckkessel 15 mit Manometer 36 besteht.
  • An die Verbindungsleitungen 4 ist ferner über die Leitungen 16 je ein Ölzumeßzylinder 17 geschaltet. An die Umgehungsleitungen 18 zu diesen beiden Zumeßzylindem sind über die Leitungen 19 Druckbegrenzungsventile 20 sowie Wegeventile 35 angeschlossen. Die Rückschlagventile 21 in den Umleitungen 18 verhindern einen Rückfluß des Ölstromes von den dem Walzenkalander zugewandten Seiten der Zylinder zu der Rückseite. Letztere ist über Leitungen 21a und das Dreiwegeventil 22 sowie die Leitung 23 mit einem Vorratsbehälter 24 verbunden.
  • Die Arbeitszylinder 3 sind auf der Kolbenstangenseite über Leitungen 25 an je einem federbelasteten Einstellzylinder 26 angeschlossen. Die Leitungen 25 sind ferner durchgeführt über ein Mengenventil 32 zu den Wegeventilen 27, 28, von welchen das Wegeventil 27 über den Zylinder 28 a mit federbelastetem Kolben, das Magnetventil 29 und die Leitung 30 in die Hauptspeiseleitung vor dem Hauptabsperrventil 13 zurückführt, während das Wegeventil 28 über die Leitung 31 mit dem federbelasteten Vorratsbehälter 24 in Verbindung steht. An die Wegeventile 35 sind Druckbegrenzungsventile 38 angeschaltet, desgleichen an die Leitung 31.
  • Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende: Über das Wegeventi112 können die Luftzylinder der Druckübersetzer 6 wahlweise mit Druckluft beaufschlagt oder drucklos mit der freien Atmosphäre verbunden werden. In üblicher Weise dienen hierbei die Druckregelventile 10 und das Mengenventil 11 der Einstellung beliebiger Drücke für jeden Druckübersetzer und damit der Hubgeschwindigkeit. über die Doppelkolben 7 der Druckübersetzer wird der Luftdruck in Öldruck umgewandelt, der entsprechend dem Übersetzungsverhältnis ein festes Vielfaches des Luftdruckes beträgt. Zur Verbindung zwischen Druckübersetzer und Arbeitszylinder 3 dienen direkte Leitungen 4, die so geringen Strömungswiderstand haben, daß beim Auftreten von Materialverdickungen in der Warenbahn, hervorgerufen durch Falten oder Nähte, bei dem hierdurch bedingten Zurückweichen der Walze und Absinken der Arbeitszylinder die hierbei verdrängte Ölmenge sofort abgeleitet werden kann. Der geringe Strömungswiderstand bedingt, daß durch diese Ableitung die verdrängte Ölmenge ohne merkliche Drucksteigerung aus dem Zylinder 3 über die Leitungen 4 in den Ölzylinder 5 des Druckübersetzers entweichen kann. Die Arbeitszylinder wirken unmittelbar auf die Zapfen a der Arbeitswalzen. Die Einwirkung kann aber auch über Hebelsysteme mit kleinem, die Trägheit praktisch nicht beeinflussendem Übersetzungsverhältnis erfolgen.
  • Die Begrenzung des Arbeitshubes der Prägewalze durch Freigabe nur eines genau bestimmten Weges der Doppelkolben der Druckübersetzer, der dem gewünschten Arbeitshub entspricht, wird mit stets gleichbleibender Genauigkeit und unabhängig vom jeweiligen Walzendurchmesser in folgender Weise bewirkt, wobei die Strecke, um die eine Arbeitswalze, z. B. beim Rollenwechsel, zurückgezogen werden soll, beliebig durch konstruktive Maßnahmen bemessen werden kann, die z. B. darin bestehen, daß die Zumeßzylinder auf ein solches ölverdrängungsvolumen ausgelegt werden, daß die Unterwalze A nur einen Hub von einer ganz bestimmten Länge ausführt. Dieser Hub ist normalerweise eine konstante Größe für den Kalander. Um diese Arbeitswalze nach einem Rollenwechsel aus einer weiter zurückgezogenen Stellung in die Arbeitslage zu bringen, wird Öl unter niedrigem Druck aus dem Vorratsbehälter 24 in das System gefördert. Hierzu kann wahlweise eine nicht besonders dargestellte Ölpumpe oder bei Ausbildung des Vorratsbehälters als Druckumformer der ohnehin vorhandene Motorkompressor 14 als Druckerzeuger benutzt werden. Währenddessen sind die Primärseiten der Drucküberstzer mit der freien Atmosphäre verbunden, z. B. durch elektrische Kopplung, wenn die Wegeventile als Magnetventile ausgebildet sind. Diese elektrische Kopplung wird dadurch bewirkt; daß ein Steuerdruckknopf »Walze heben« das Magnetventil 22 erregt, so daß das Öl in Richtung auf die Arbeitszylinder 3 hindurch$ießen kann, und daß gleichzeitig das Magnetventil 12 in die Stellung.geht, in der die Primärseiten der Druckübersetzer mit der freien Atmosphäre verbunden sind. Beide Magnetventile werden über diesen eirieri' Druckknopf gleichzeitig geschaltet, wobei vorteilhaft ein mehrpoliger Druckknopf Verwendung findet, der mehrere unter sich getrennte Stromkreise schaltet. . .
  • Sobald die Arbeitswalze A sich mit schwachem Druck gegen die Gegenwalze C anlegt, befinden sich die Doppelkolben der Druckübersetzer ganz unten bzw. in ihrer kompressorseitigen Endstellung, die das größte Volumen in ihren zugehörigen Ölzylindern freigibt. Die Differentialkolben der Zumeßzylinder 17 befinden sich dann in ihrer walzenseitigen Endstellung bzw. ganz oben. Wenn nun durch das Wegeventil 22 der Olzufluß gesperrt und -zugleich der Ö1-rückfluß zu einem Vorratsbehälter 24 freigegeben wird sowie über das Wegeventil 12 Druckluft in die Druckübersetzer geleitet wird, dann kann lediglich so viel Öl aus den Druckübersetzern verdrängt werden, wie die Zumeßzylinder 17 beim Ausweichen in ihre pumpenseitige, d. h. untere Endstellung an Raum freigeben.
  • Dieses Ölvolumen bemißt den größtmöglichen Betriebshub für die Kolben der Druckübersetzer 6 und damit auch für die Arbeitswalze A, denn bis zum nächsten Walzenwechsel verbleiben die Zumeßzylinder 17 in dieser Stellung. Wenn der Primärraum der Druckübersetzer 6 jetzt wieder über das Wegeventi112 drucklos gemacht wird, so gehen die Doppelkolben wieder in ihre kompressorseitige untere Endstellung zurück. Das nachströmende Ölvolumen entweicht aus den Arbeitszylindern 3 und läßt dabei die Walze A um einen genau definierten Spalt zurückweichen.
  • In dem vom Wegeventil 22 her gesehenen jenseits der Arbeitskolben 2 liegenden Teil der hydraulischen Anlage, der nicht nur Erzeugung des Arbeitsdruckes, sondern lediglich zur Einstellung des Gleichlaufs beider Arbeitszylinder unter Begrenzung der engsten Annäherung der Walze dient, im folgenden auch als »rückwärtiger Zweig« bezeichnet, wird diese Begrenzung in folgender Weise bewirkt: Beim ersten Anheben der Walze nach dem Walzenwechsel werden die Kolben der Einstellzylinder 26 in ihre äußerste, d. h. obere Endstellung gedrückt. Wenn die Walze am Ende dieses Beistellhubes sich erstmalig gegen die Gegenwalze legt, wird mit dem Wegeventil27 das im rückwärtigen Zweig befindliche Ölvolumen abgeschlossen. Das Wegeventil28 ist ohnehin während des Beistellens der Walze in Sperrstellung. Mit ihren nicht besonders dargestellten Stellschrauben 33 können die Kolben der Einstellzylinder 26 nunmehr so weit in die Zylinder verschoben werden, daß sich zwischen den Arbeitswalzen ein Luftspalt der gewünschten Dicke ergibt. Diese Kolben sind federnd belastet, und der Zylinderinhalt ist größer als die beim Arbeitshub der Walze aus Arbeitszylindern verdrängte Ölmenge. Durch eine entsprechende Bemessung der wirksamen Kolbenfläche von Arbeitszylindern 3 und Einstellzylindern 26 kann eine sehr hohe Einstellgenauigkeit für den Walzenspalt verwirklicht werden.
  • Durch die Anordnung aller nicht unmittelbar zur Druckgebung erforderlichen Mittel, insbesondere der Mengenregler für die Gleichlaufregelung des Arbeitszylinders in dem rückwärtigen Zweig des Ölsystems wird das angestrebte rasche und feinfühlige Ansprechen auf Unebenheiten der Warenbahn gewährleistet.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Druckgebungssystem für Walzenkalander, insbesondere zum Prägen von Papier, Pappe od. dgl., mit einer festen Gegenwalze und einer in hydraulischen, mit Druckluft beaufschlagten Arbeitszylindern geführten Arbeitswalze, gekennzeichnet durch einen hydraulischpneumatischen Doppelkolben-Druckübersetzer (6), dessen eine Kolbenfläche über ein hydraulisches Drucksystem (4, 17) mit den Arbeitszylindern (3) und dessen andere Kolbenfläche über Druckregelventile (10), Mengenventil (11) und Wegeventil (12) mit einer Druckluftquelle (14, 15) in Wirkverbindung steht.
  2. 2. Druckgebungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckübertrager (6) Anschläge (8) zur Begrenzung des Arbeitshubes aufweist.
  3. 3. Druckgebungssystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das hydraulische Drucksystem zu den Druckübersetzern (6) parallel geschaltete Zumeßzylinder (17) aufweist, die zusätzlich über ein Wegeventil (22) mit einem Vorratsbehälter (24) in Verbindung stehen.
  4. 4. Druckgebungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftquelle (14) als ein als Luftkissen wirkendes Druckgefäß (15) ausgebildet ist.
  5. 5. Druckgebungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Zylindern (3) beim Arbeitshub abströmenden Füllmengen walzenseitig zur Einstellung des Gleichlaufs der Arbeitszylinder durch Durchflußmengen regelnde, an sich bekannte Elemente aufeinander abstimmbar sind.
  6. 6. Druckgebungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (3) walzenseitig mit einem federbelasteten Einstellzylinder (26) in Wirkverbindung steht, dessen Zylinderinhalt größer als die beim Arbeitshub der Walze aus den Arbeitszylindern verdrängte Ölmenge ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 563 442; deutsche Auslegeschrift Nr. 1048 470.
DEH47361A 1962-11-03 1962-11-03 Druckgebungssystem fuer Walzenkalander, insbesondere zum Praegen von Papier, Pappe od. dgl. Pending DE1184621B (de)

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GB (1) GB1034715A (de)

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GB1034715A (en) 1966-06-29

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