DE1184067B - Herstellung zangenartiger Geraete aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Herstellung zangenartiger Geraete aus thermoplastischem KunststoffInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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Description
- Herstellung zangenartiger Geräte aus thermoplastischem Kunststoff Geräte aus thermoplastischem Kunststoff, die aus einem Stück gefertigt sind und zwei federnde, zangenartig angeordnete Schenkel aufweisen, wie Pinzetten, Klammern, Gebäck- oder Zuckerzangen u. dgl.; werden bekanntlich so hergestellt, daß streifenförmig zugeschnittenes, an den Schnittflächen poliertes Material über den Erweichungspunkt erwärmt und um einen in der Mitte gelagerten Rundstab so weit gebogen wird, daß die beiden Schenkel etwa parallel verlaufen.
- Der Formkörper wird bis zur Abkühlung des Materials in dieser Stellung gehalten und danach im jeweils gewünschten Sinne bearbeitet, z. B. an den Greifflächen der Zangenarme durch Feilen oder Fräsen profiliert. Die bisher geübte Herstellung der an sich einfachen Geräte erfordert also die Durchführung einer Reihe von Arbeitsgängen.
- Es ist weiter bekannt, beispielsweise durch Spritzgießen zangenartige Geräte aus Kunststoff herzustellen. Die so hergestellten Geräte weisen jedoch hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften und der Riß empfindlichkeit Mängel auf.
- Es wurde nun gefunden, daß sich Geräte der in Rede stehenden Art in einfacherer Weise herstellen lassen und gegenüber den nach dem bisher geübten Vorgehen hergestellten Vorrichtungen aus jeweils gleichem Material erheblich verbesserte mechanische Eigenschaften aufweisen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren geht man so vor, daß man von einem Rohr aus einem thermoplastischen Kunststoff, wie Polystyrol, Polyacrylaten, hochacrylnitrilhaltigen Mischpolymerisaten, hochmolekularem Polyäthylen, organischem Polyvinylester, Polyvinyläther, Polycarbonaten u. dgl., zylindrische Abschnitte in einer solchen Breite schneidet, die etwa der Schenkelbreite der herzustellenden Geräte entspricht. Der ringförmige Ausgangskörper wird auf Erweichungstemperatur erwärmt und mittels zweier Halterungen zu einem langgestreckten Gebilde gereckt, wobei der Reckungsgrad etwa 30 bis 300% ausmachen kann.
- Nach Abkühlung wird der Formkörper in der Mitte so auseinandergeschnitten, daß zwei zangenartige Geräte entstehen. Die Form der nach dem beschriebenen Verfahren herstellbaren Geräte kann z. B. derart abgewandelt werden, daß der gereckte, noch im plastischen Zustand vorliegende Formkörper durch Einschieben eines Rund- oder Vierkantstabes in der Mitte, d. h. beiderseits der späteren Trennstelle, aufgeweitet wird. Die Greifwirkung der herzustellenden Geräte kann durch eine Profilierung am unteren Ende der Zangenarme erhöht werden. Diese läßt sich in einfacher Weise mit Hilfe einer Prägevorrichtung, die in der Mitte des gereckten, noch im plastischen Zustand befindlichen Formkörpers angesetzt wird, vorgenommen werden. Weitere, der Verzierung dienende Oberflächenprofilierungen können auf die gleiche Weise erzeugt werden.
- Es ist bekannt, daß beim Recken thermoplastischer Kunststoffe. d. h. mit der dabei vor sich gehenden Orientierung der Makromoleküle, eine Erhöhung der mechanischen Festigkeiten, vorwiegend der Schlagfestigkeit und der Zugfestigkeit, sowie eine Verbesserung der Beständigkeit gegen Spannungskorrosion eintritt. Geräte, die erfindungsgemäß hergestellt wurden, zeichnen sich deshalb gegenüber Geräten aus dem jeweils gleichen Kunststoff, die jedoch nach dem eingangs beschriebenen bekannten Verfahren hergestellt sind, durch erheblich größere mechanische Festigkeit aus.
- Das Recken des erwärmten Rohrabschnittes kann in beliebiger Weise erfolgen. Das einfachste Vorgehen besteht darin, daß der sich im plastischen Zustand befindende ringförmige Ausgangskörper mit Hilfe zweier an der Innenfläche angreifender Rundstäbe, Bolzen od. dgl. von Hand auf die gewünschte Länge gereckt und bis zur Erhärtung in diesem Zustand gehalten wird. Eine der möglichen, maschinell durchgeführten Reckungen ist in der Zeichnung erläutert: Das auf Verformungstemperatur erwärmte Rohr R wird über die ein rundes Profil aufweisenden Winkelstücke (Spannbacken) A1 und A2 geschoben (Abb. ia). - Die Winkelstücke A1 und A2 sind in den Halterungen H1 und H2 festgeklemmt, von denen H1 ortsfest und Hg beweglich ist, so daß ihr gegenseitiger Abstand h und damit der Abstand d der Winkelstücke verändert werden kann. Dies kann z. B. so erreicht werden, daß A, in das festgestellte Backenfutter und A2 im Kreuzsupport einer Drehbank eingespannt werden (Ab b. 1 b). Durch Vergrößerung des Abstandes d der Winkelstücke A1 und A2 wird der im plastischen Zustand vorliegende Ring R zu der in A b b. 2 dargestellten Form auseinandergezogen. Nach Abkühlung ist die Reckung fixiert, und der Formkörper läßt sich nach Verringerung des Spannbackenabstandes aus der Vorrichtung entnehmen. Nach Durchtrennung des Formlings bei T erhält man zwei gleiche zangenartige Geräte.
- An Stelle der in den Abbildungen dargestellten Spannbacken mit kreisrundem Profil können auch solche eines anderen Querschnitts, z. B. vierkantige Winkelstücke, benutzt werden, Die Rohre, aus denen die ringförmigen Ausgangskörper geschnitten werden, können sowohl nach dem »Schleuderverfahren«, z. B. gemäß der deutschen Patentschrift 673 394, d. h. durch Polymerisation in situ, als auch aus einem gebrochenen Blockpolymerisat geeigneter Viskosität oder aus einem Emulsionspolymerisat nach dem Strangpreßverfahren hergestellt werden. Bekanntlich weisen Formkörper aus hochmolekularen Blockpolymerisaten bessere mechanische Festigkeitswerte auf als solche, die aus den eine geringere Viskosität aufweisenden Emulsionspolymerisaten hergestellt sind. Durch den bei dem neuen Verfahren vorzunehmenden Reckprozeß tritt eine solche Erhöhung der mechanischen Festigkeit ein, daß Geräte, die aus nach dem Strangpreßverfahren hergestellten Rohren gefertigt sind, eine größere Stabilität als die aus Blockpolymerisaten gefertigten gleichartigen Geräte aufweisen. Das erfindungsgemäße Vorgehen führt in diesem Falle aus billigerem Halbzeug und auf einfachere Art als die bisher bekannte Weise zu Geräten von hohem Gebrauchswert.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen von einstückig geformten, aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden Pinzetten, Klammern, Zuckerzangen u. dgl. mit zwei federnden, zangenartig angeordneten Schenkeln, dadurch gekennzeichn e t, daß ein zylinderförmiger Abschnitt von einem Rohr aus Kunststoff auf Erweichungstemperatur erwärmt, danach senkrecht zur Längsrichtung des Rohres gereckt und nach dem Abkühlen in der Mitte, und zwar senkrecht zur Reckrichtung, auseinandergeschnitten wird, wobei die Reckung in der Weise erfolgen kann, daß zwei Rundbolzen mit Hilfe einer Vorrichtung auseinanderbewegt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gereckte Rohrabschnitt vor dem Abkühlen in der Mitte, beiderseits der späteren Trennstelle, durch Einschieben eines Vierkant- oder Rundstabes eine Aufweitung erfährt.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gereckte Rohrabschnitt in der Mitte, beiderseits der späteren Trennstelle, im verformbaren Zustand auf der Innenseite profiliert wird, gegebenenfalls unter Verbreiterung dieses Teiles.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 856524, 654757; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 809 690; französische Patentschrift Nr. 970 972.
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Citations (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE654757C (de) * | 1932-10-24 | 1938-01-13 | Norddeutsche Seekabelwerke Ag | Herstellung von biegsamen Baendern, Folien oder Schlaeuchen aus Polystyrol o. dgl. |
FR970972A (fr) * | 1948-09-01 | 1951-01-11 | H H Ets | Pince à sucre, gâteau, cornichon ou autre |
DE856524C (de) * | 1944-03-18 | 1952-11-24 | Dynamit Nobel Ag | Verfahren zur Herstellung von endlosen Riemen aus Polykondensationsprodukten |
DE1809690U (de) * | 1960-03-08 | 1960-04-14 | Kurt Franke | Kaese- und aufschnittzange. |
-
1960
- 1960-10-04 DE DER28839A patent/DE1184067B/de active Pending
Patent Citations (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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